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Autor: Claudine Borries

Alice Adams: Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams: Als wir unbesiegbar waren

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In Alice Adams Roman geht es um vier junge Leute, die am Beginn ihres Erwachsenenlebens stehen. Sie sind Studenten und lieben das Leben. Am Ende des Studiums peilt Eva eine Karriere als Finanzexpertin an, und Benedict widmet sich der Wissenschaft. Lucien ist ein wenig aus der Art geschlagen und träumt von einem freien Leben. Er verdingt sich als DJ und hat es gerne wild und ungebärdig. Seine Schwester Sylvie scheint ebenfalls aus der Spur zu laufen, denn ihre Karriere als Künstlerin macht keine rechten Fortschritte. Die vier Freunde leben, feiern, freuen sich und sind voller Zukunftspläne. Eva liebt Lucien, in dessen wildem Leben sie aber keinen Platz hat. Benedikt ist schüchtern und still in Eva verliebt. Er kann sich nicht mitteilen, so dass seine Liebe scheinbar unerwidert bleibt.

Im Sommer 1995 sind sie in Bristol zusammen. Der 9/11 in New York ist noch nicht in Sicht.

Ihr Sinn ist auf die Zukunft gerichtet. Das Leben erscheint so leicht!

Alice Adams fängt die Gespräche und Erlebnisse einer jungen Generation ein, die sich ein fröhliches, unbeschwertes und freies Leben aufbauen wollen. Erste kleine Enttäuschungen machen sich insgeheim bemerkbar. Erziehung und Herkunft aller Beteiligten bieten jedoch unterschiedliche Voraussetzung zur Bewältigung und Gestaltung des Lebens.

Die Zeiten ändern sich und bald ist man im Alltag und inzwischen auch im Jahr 2001 angekommen.

Dann schlägt es wie eine Bombe ein: Benedikt wird heiraten! Das hatte keiner von ihnen erwartet.

Über die Jahre folgen die Aufstiege und Abstiege in Beruf und Liebesbeziehungen der vier Jugendfreunde. Mit den Jahren wird klar, dass es eine Menge Hürden zu nehmen gilt, dass man vom wirtschaftlichen Auf- oder Abstieg getroffen werden kann, und dass auch Liebesbeziehungen nicht immer halten, was sie versprechen.

Man verfolgt ihr Leben über zwanzig Jahre hinweg von 1995 bis 20015.

Kurzzeitig verlieren sich die Freunde bei all ihrem Alltagsstress aus den Augen, um am Ende nach Lebenserfahrungen, existenziellen Erschütterungen und einem schwierigen Reifeprozess wieder zusammenzufinden.

Differenziert und lebensnah sind die Berichte von Alice Adams. Wie sie erste zerbröckelnde Träume erfasst und verpasste Chancen aufzeigt ist gekonnt. Warum z.B. hat es mit Eva und Benedikt nicht geklappt?

Adams beobachtet, seziert und fühlt mit und der Leser mit ihr. Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass nichts immer so läuft, wie man es sich wünscht. Das Leben bietet Reibungen und Prüfungen zuhauf, an denen Menschen reifen oder zerbrechen können.

In ihrem Debütroman scheint vieles der Realität abgeschaut, wie u.a. Hürden und Zufälle das Leben mitbestimmen. Im Bewältigen oder Versagen zeigt sich nicht zuletzt, wie einer sein Leben meistert und die Tiefschläge überwindet. Verlust von Job und Status, missglückte Ehen und sonstige Schicksalsschläge geben dem Roman die Würze, die ihn zu einem packenden Leseabenteuer macht.

Mit weitblickenden und klugen Augen zeigt uns Alice Adams, wie das Leben so spielt und was die Jugend bewegt.

Eine anrührende Liebegeschichte, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, gibt dem Roman den richtigen Kick und lässt die Hoffnung keimen, dass Dinge sich auch einmal zum Guten wenden können. Ihr Roman bietet einen ermutigenden Ausblick auf Freundschaften, die zuweilen Familie ersetzen und dem Leben Sinn und Tiefe geben können.

Ich würde den Roman in die Kategorie: guter Schmöker einordnen.

Alice Adams lebt und arbeitet in London.

Alice Adams
Als wir unbesiegbar waren
336 Seiten, gebunden
DuMont Buchverlag, Juni 2017
ISBN-10: 3832198415
ISBN-13: 978-3832198411
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Gerd Meyer-Anaya: Mann + Frau = Problem

Gerd Meyer-Anaya: Mann + Frau = Problem

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Ein Buch über Irren und Täuschen, über Eigenheiten von Mann und Frau und Missverstehen aller Art.

Gerd Meyer-Anaya ist der Autor der vorliegenden Satiren.

Der Ansatz der Geschichten liegt auf satirischen Betrachtungen der Beziehungen zwischen Mann und Frau  und gleichgeschlechtlichen Partnern.

Das fängt bei Adam und Eva an und zeigt uns gleich einmal, dass uns die Geschichten aus fernen Zeiten gar nicht so fremd sein müssen. Alles hat sich über die Jahrtausende fortgesetzt, wenn man nur den rechten Blick darauf nimmt.

Auch Eva war schon eitel und gierig, und wollte, dass es ihr besser oder mindestens genauso gut geht wie den Nachbarn. Sie stichelt und nörgelt, um an eine bessere Höhle zu kommen. Und Adam schickt sich! Was bleibt ihm anderes übrig?

Es geht weiter so: warum heiraten, warum Bindungen scheuen oder eingehen? Und wenn ja wie? Und was wird aus den Beziehungen vom Anfang bis zu ihrem Ende?

Der Autor besitzt eine profunde Bildung, mit der er Zitate bekannter Autoren wie Lichtenberg oder Benn heranzieht, um Beziehungsstrukturen zu beleuchten. Widersprüche werden allenthalben aufgezeigt und neue Ideen fabriziert. Z.B. sollte es den „Püv“ geben —nicht etwa „Puff“, sondern ausdrücklich „ Püv“,den Partnerschaftsüberwachungsverein!

Es gibt zahlreiche Beispiele und Absurditäten dieser Art.

Altbekannte Weisheiten wie “drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob er nicht was Bessres findet“ wechseln ab mit statistischen Zahlen über eine niedrige Geburtenrate, die man durch verwaltungstechnische Maßnahmen zu erhöhen trachtet.

Ein langes Kapitel gleich zu Beginn des Werks widmet sich den Kosenamen, die der Autor tiefenpsychologisch angeht. Für Männer nennt er „Adörchen“, der aber nicht mit „Adörnchen“ verwechselt werden darf! Der Hinweis auf die intellektuelle, Soziologie studierende Freundin läge hier zu nahe. Auch sonst mögen Kosenamen zu allerlei Fehlinterpretationen führen!

Der Autor trifft mit seinen Beobachtungen den Nagel auf den Kopf. Gesellschaftskritik ist subtil mit hineingepackt in seine Geschichten.

Die Texte sind schmissig und flott geschrieben. Eine Episode oder witzige Persiflage reiht sich an die andere, so als schwappten die Gedanken geradezu über von Einfällen, mit denen sich GMA über die Zustände der Zweisamkeit zwischen Mann und Frau und Frau und Mann auslässt.

Munter geht es weiter durch die Spielwarenindustrie, die Kommunikationsmittel, tägliche Gewohnheiten und ihre Abarten. Kinder, Kochen, Sex und Spiele, Trennung und Versöhnung: Gerd Meyer-Anaya hat ein reiches Repertoire an Wissen und Fantasie, dazu einen ausgedehnten Sprachschatz, um über die Schwierigkeiten des Zusammenlebens zu referieren und seine Satiren zu bestücken.

Man muss beim Lesen die ganze Zeit schmunzeln, denn das Lachen kann einem angesichts der Aktualität seiner Analysen gelegentlich im Hals stecken bleiben.

Die Karikaturen auf dem Cover sind leider irreführend. Das Buch befindet sich auf höherem Niveau.

Für Menschen mit Hang zu Komik und Humor ist das Buch sehr zu empfehlen!

Gerd Meyer-Anaya ist psycho- paar- und sexualtherapeutisch tätig und lebt in Düsseldorf.

Gerd Meyer-Anaya
Mann + Frau = Problem
248 Seiten, broschiert
IATROS, März 2017
ISBN-10: 3869638273
ISBN-13: 978-3869638270
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Klaus -Peter Wolf: Totenstille im Watt

Klaus -Peter Wolf: Totenstille im Watt

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Ein ungewöhnlicher Krimi liegt hier von dem bekannten Autor Klaus-Peter Wolf vor.

Gleich zu Beginn befindet man sich im Leben von Dr. Bernhard Sommerfeldt.

So heißt der Mann zwar erst nach einer Verwandlung, denn zuvor war er ein unglücklicher Zeitgenosse. Ungeliebt von der Mutter und verachtet von seiner Frau hat er die väterliche Firma heruntergewirtschaftet, bis nur noch der Bankrott drohte.

Er entschließt sich zur Flucht aus seinem bisherigen Leben. Was könnte da wirkungsvoller sein als ein anderer Name und ein neuer Beruf?

Ganz schmissig und spritzig folgt man seiner zielstrebigen Verwandlung in eine andere Person mit erfundener Identität.

Es zieht unseren Helden gen Norden nach Ostfriesland. Hier findet er Ruhe, einen angesehenen Beruf als Hausarzt und die Anerkennung, die ihm so wichtig ist. Der Arzt ist beliebt bei seinen Patienten. Er kann gut zuhören, beruhigen und tut seinen Patienten in jeder Hinsicht gut. Eine liebevolle Gefährtin komplettiert sein Glück.

Bei diesem Krimi ist man sofort dabei. Es geht von Beginn an nicht um die Aufklärung eines Verbrechens. Nein, man fühlt mit dem Mann mit, der sein Schicksal aus der Trostlosigkeit der Gegenwart, zugegebenermaßen reichlich illegal, zu seinen Gunsten zu drehen vermag.

Erst ganz allmählich wird man zum Beobachter einer Entwicklung, die sehr skurrile Wege nimmt und das Bild eines schwerstpathologisch gestörten Menschen bietet.

Diese Form des Krimis ist ungewöhnlich, weil man sich zunächst ganz auf die Charaktere der Protagonisten konzentriert. Jeder ist auf seine Weise interessant, weist aber, wie im wirklichen Leben auch, Brüche auf.  Die liebebedürftige Frau, deren Vergangenheit eine wichtige Rolle zu spielen beginnt, und der anhänglich–liebevolle Mann wirken zuerst ganz normal. Dass der Arzt nur ein Scheindoktor ist, spielt erst mal keine so wichtige Rolle. Man merkt allerdings, dass hier die Geschichte suspekt zu werden beginnt.

Nun, wie in jedem guten Krimi folgen wie erwartet die Morde, die einem geheimen Plan entstammen. Psychologisch gekonnt zeigt uns Klaus-Peter Wolf die Schattenseiten des Lebens, wenn man einmal aus der Bahn geworfen wurde. In der Ichform geschrieben fühlt man zu Beginn mit dem Hauptschuldigen mit und begibt sich nur zögernd auf die Seite der Strafbehörden. Die Opfer sind teilweise sehr böse und überheblich. Den Täter aber erfüllt kalte Wut, die ihn zu grausamen Morden treibt. Irgendwie sind alle schuldig, und die Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen wird zur eigentlichen moralischen Instanz. Sie gehört zum Dezernat „Serienkiller“ und macht einen guten Job. Auch sie aber braucht geraume Zeit, um der Schweinwelt des Dr. Sommerfeldt auf die Spur zu kommen.

Ein hoch spannendes Abenteuer verspricht dieser Krimi! Das sagt eine Leserin, die sich bisher nur selten mit Krimis anfreunden konnte. Also: gutes Lesevergnügen allen Interessierten!

Klaus-Peter Wolf
Totenstille im Watt
416 Seiten, broschiert
FISCHER Taschenbuch, Juni 2017
ISBN-10: 3596297648
ISBN-13: 978-3596297641
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Anne Fulda: Emmanuel Macron – Die Biographie

Anne Fulda: Emmanuel Macron – Die Biographie

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Macron, das Phänomen eines außerordentlich Begabten.

Als ferner Betrachter hat man sich gewundert und war erstaunt, wie ein junger Mann von 39 Jahren aus dem Stadt innerhalb eines Jahres zum französischen Präsidenten aufsteigen konnte. Dass er ein Phänomen sondergleichen ist, konnte man den zahlreichen Berichterstattungen in den Medien und in Videoaufnahmen entnehmen.

Anne Fulda hat eine sehr gründliche Recherche über das Leben und Werden Emmanuel Macrons verfasst.

Die Biographie liest sich spannend wie ein Roman.

Jeder weiß, dass der gut aussehende Mann mit seiner 24 Jahre älteren Frau eine Ausnahmeerscheinung ist.

Er war das älteste von drei Kindern nach einer ersten Fehlgeburt seiner Mutter. Es ist verständlich, dass die Mutter sehr an ihrem ältesten Kind hing. Früh schon zeigte sich Intelligenz und Begabung bei dem Jungen.

Ausschlaggebende für seine Entwicklung war seine zwar strenge aber mit unerschütterlicher Liebe an dem Kind hängende Großmutter mütterlicherseits. Sie war eine von ihm hoch verehrte und geliebte Bezugsperson. Wenn man es denn so auslegen will, war sie die Urgestalt für alle weiteren Bindungen in seinem Leben.

Nach glänzenden Bildungsabschlüssen verstand er beizeiten, Beziehungen aufzubauen. Seine Gabe, Menschen für sich einzunehmen, wird allenthalben hervorgehoben. So gelangte er an vorwiegend ältere einflussreiche Persönlichkeiten, die ihn schützend und stützend begleiteten. Von vielen seiner Mentoren wird sein Charme, seine Freundlichkeit und sein Interesse am Gegenüber immer wieder gewürdigt.

Seine durchaus auch vorhandene Distanz ist gekoppelt an die bemerkenswerte Intensität, mit der er sich mit Menschen abgab. Es wird gesagt, dass sich ein Gegenüber „als der einzig wichtige Mensch“ im Moment des Gesprächs fühlt.

Anne Fulda berichtet über seine Ausdauer und sein Durhaltevermögen beim Anpeilen seiner Ziele. In dieser Form ist das wohl einmalig. Auch sein perfektes Klavierspiel zeugt von seiner außergewöhnlichen Begabung.

Eine besondere Rolle spiele die Bindung an seine Frau Brigitte. Sie sei ihm Ratgeberin,  Stütze,  Geliebte, Mutter und Großmutter in Einem. Darüber spricht er selber immer wieder sehr offen. Er hat lange Jahre des Kampfes hinter sich, bis er sich in dieser Beziehung auch nach außen behaupten konnte.

Die Biographie ist profunde, detailreich und spart nichts aus.

Alles in allem kann man sagen, dass Anne Fulda sowohl privat als auch beruflich den Weg Macrons intensiv erforscht hat. Dazu gehören Einschübe darüber, dass er seinen Förderern nicht immer treu blieb, sondern sein Werdegang immer im Zentrum seiner Bemühungen stand. Man darf gespannt sein, wie dieser Hoffnungsträger die französische Gesellschaft verändern und der Nation zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen wird.

Anne Fulda
Emmanuel Macron: Die Biographie
224 Seiten, gebunden
Aufbau Verlag, Juni 2017
ISBN-10: 3351036981
ISBN-13: 978-3351036980
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Graham Swift: Ein Festtag

Graham Swift: Ein Festtag

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Wie wir leben und Höhepunkte des Lebens feiern.

An einem schönen Maitag im Jahr 1924 bestellt Paul seine Geliebte, das Dienstmädchen einer befreundeten Familie, in sein Elternhaus. Die beiden verleben einen lustvollen Morgen, während die gut situierte Familie von Paul einer Einladung zum Muttertag gefolgt ist. Paul und Jane genießen die Zweisamkeit einer stillen Stunde. Dann muss Paul fort, denn er wird in 14 Tagen heiraten. Er hat sich mit der Braut zum Mittagessen verabredet.

Jane darf sich noch eine Weile in dem Herrenhaus vergnügen.

Graham Swift lässt sie beschaulich durch das Haus schlendern, wo sie besonders an der Bibliothek hängen bleibt. Denn Jane liest für ihr Leben gerne!

Graham Swift benutzt knappe Sätze, mit denen er die Szenen der sexuellen Vereinigung beschreibt. Sie sind eingebettet in ganz eigene Betrachtungen über das Leben und das Sein.

Der Handlungsstrang ist kurz und übersichtlich. Jane lässt ihrer Fantasie freien Lauf und versucht sich das Treffen von Paul und seiner Braut vorzustellen. Der erste Teil der Erzählung ist ganz auf die sinnliche Begegnung der beiden Hauptprotagonisten ausgerichtet. Die Atmosphäre wirkt lebensnah und wird nahezu perfekt eingefangen. Die Schilderung von Herrschaft und Personal in den zwanziger Jahren in England ist eingebettet in die Begegnung von Paul und Jane.

Man ahnt, wie Familien sich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fühlen, in dem zwei Söhne einer der befreundeten Ehepaare ihr Leben verloren. Die Nachkriegsschmerzen sind nicht überwunden.

Das akute Geschehen ist in zwei kurze Tage gepresst. Es ist der Muttertag im Mai, an dem Personal und Arbeitgeber sich zu Ausflügen aufgemacht haben. Die linde Luft und das sommerliche Klima finden sich in poetischen Aussagen wieder. Sätze wie diese: „Primeln schossen aus dem Boden, Kaninchen hoppelten über das Feld“ (S.125) versinnbildlichen in wenigen Worten, wie der Tag sich zeigt.

Mit steter Steigerung beginnt eine subversive Geschichte, deren tragische Auswirkungen alle Beteiligten schwer trifft.

Erst im letzten Drittel des schmalen Bändchens wird Jane als anerkannte Dichterin gefeiert.

Mit klarer Sprache und flüchtigen Beschreibungen präsentiert uns G. Swift die andere Jane, die mit einem klugen Mann verheiratet war.

Allmählich verwischt die Struktur, und es erscheinen Erzählstränge, von denen man nicht weiß, sind sie schon Ausdruck von Janes schriftstellerischer Arbeit oder betreffen sie ihre Biographie. Über der ganzen Erzählung hängt ein Schatten von Melancholie und eine Stimmung des Abschieds. Einzig Jane übersteht alle Unbilden und entwickelt sich zu einer außerordentlichen Persönlichkeit voller Witz und Humor. Von J. Conrads Romanen ist sie hingerissen. Er mag ihr Vorbild für ihre Wandlung zu Schriftstellerin sein.

Graham Swift weiß seine Geschichte hinreißend und stringent zu erzählen. Wenngleich nur 140 Seiten lang ist die Erzählung voller intensiver Gedankenspiele und tief schürfender Eindrücke, so dass man bis zur letzten Seite gebannt bleibt. Es gilt „der Tatsache treu zu sein, dass viele Dinge im Leben nie erklärt werden können.“

Eine rare und lesenswerte Lektüre erwartet den anspruchsvollen Leser.

Graham Swift
Ein Festtag
144 Seiten, gebunden
dtv Verlagsgesellschaft, Mai 2017)
ISBN-10: 3423281103
ISBN-13: 978-3423281102
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Jonathan Evison: Eine fast perfekte Ehefrau

Jonathan Evison: Eine fast perfekte Ehefrau

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Harriet ist 78, als sie sich auf eine Kreuzfahrt nach Alaska begibt. Ihr Ehemann Bernhard ist tot, und ihre Freundin Mildred hat leider abgesagt. So begibt sie sich mit Hilfe ihrer Tochter auf das riesige Schiff, das ihr zunächst Angst macht.

Ein unbekannter Erzähler beginnt, sie mit einzelnen Stationen ihres Lebens zu konfrontieren.

Eigentlich war es ein gutes Leben. Leider kommen nach und nach Details ans Licht, die lebenslange Lügen überdeckt hatten.

Der gute Ehemann Bernhard entpuppt sich in der Rückschau als ganz untreuer Gefährte, der sie Jahre lang mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Er gab vor, berufliche Dinge zu erledigen und nahm sich kaum Zeit zur Pflege ihrer ehelichen Beziehung. Die Kinder, ein Sohn und eine Tochter, hat sie praktisch alleine großgezogen. Zum besseren Verständnis ihrer Lage muss man wissen, dass ihr Vater ein erfolgreicher Anwalt war, während Bernhard nur so eine Art aufgestiegener Hausmeister ist.

In zahlreichen kleinen Episoden wird Harriets ganzes Leben transparent. Der Erzähler, den man auch als eine Art innerer Instanz betrachten kann, konfrontiert sie mit Tatsachen, die sie lange verdrängt hatte. Ob es ihr eigener Kindergeburtstag mit sechs Jahren war oder der ihrer Tochter, ob Bernhard Hochzeitstage ausfallen ließ und sich unter vorgeblicher Arbeit anderweitig verlustierte, ob Sex oder Gespräch, und dass sie ihr eigenes erstrebtes Jurastudium nie vollbrachte: es war alles in Allem ziemlich dürftig, was am Ende übrig blieb!

In einer wunderbaren Szene wird an die Belastung mit dem an Alzheimer erkrankten Bernhard erinnert: Schreckliches hat sie mit ihm da erlebt! Unverhohlen beschreibt die innere Instanz ihren Hass auf diesen Mann, der nicht mehr ihr Bernhard ist, ganz abgesehen davon, dass seine geheime Liebe sich mit derlei Nöten nicht herumschlagen muss.

Mit diesem subtilen Roman, in dem eine Lebensbilanz erstellt wird, ist Jonathan Evison eine hervorragende Sozialstudie gelungen. Er kann unterhaltend und ironisch, auftrumpfend und bissig von einer alten Dame erzählen, die die letzten Jahre alleine zubringen muss. Die Fülle des Lebens findet Raum in den zahlreichen Szenen aus unterschiedlichen Lebensabschnitten.

Der Kunsttrick besteht darin, einen Erzähler als Gegenüber zu wählen, der Harriet mit all’ den Ungereimtheiten in ihrem eigenen und dem Leben ihres Mannes und ihrer Kinder konfrontiert. In jedem Leben mag es Vergangenes und Verdrängtes geben, das tief verborgen in uns allen schlummert und zuletzt ans Licht drängt. Hier findet diese Form der Unterhaltung ihre Krönung, indem der Spannungsbogen weit über die Jahre von der Kindheit bis zur Bahre ausgebreitet wird. Jeder Lebensabschnitt hat seine Glücksmomente und seine in den Tiefen der Seele versteckten traurigen und unglücklichen Momente. Die Offenheit und die Wahrheit machen ein Leben erst komplett.

Jonathan Evison wurde für seinen ersten Roman „ Alles über Lulu“ ausgezeichnet und lebt mit seiner Familie in Bainbridge Island im Bundesstaat Washington.

Jonathan Evison
Eine fast perfekte Ehefrau
288 Seiten, gebunden
Kiepenheuer&Witsch, März 2017
ISBN-10: 3462048252
ISBN-13: 978-3462048254
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Megan Hunter: Vom Ende an

Megan Hunter: Vom Ende an

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Dieses schmale Bändchen wirft viele Fragen auf!

In einer spartanischen Sprache mit vielen Absätzen wird fast einem Gesang gleich von der apokalyptischen Welt einer Mutter und ihres Babys erzählt.

Sie bekommt das Kind unter Schwierigkeiten. Ihr Mann ist auf dem Berg, er wird hinzugerufen. Doch scheint es so, dass die Welt untergeht. Sie versinkt unter steigenden Fluten und im Morast.

Zwischen den eigentlichen Text geschaltet sind fast biblische Töne zu hören, die den Untergang und das Werden und Vergehen versinnbildlichen.

Personennamen gibt es nicht, nur die Anfangsbuchstaben von Namen bedeuten uns, dass es sich um Menschen in einer Ausnahmesituation handelt. Von einer Schwiegermutter und einem Schwiegervater ist die Rede; nach und nach aber verschwinden auch diese. Der Ehemann fährt und fährt mit Frau und Baby auf der Flucht vor den Wassermassen. Die Stadt London wird langsam überflutet, und man findet sich einer gewaltigen Klimakatastrophe ausgesetzt.

Als der Ehemann es nicht mehr aushält in dem Auto und bei Aufenthalten in einfachsten Lagern, bleiben Mutter und Sohn Z zurück. Parallel zur untergehenden Welt wächst und gedeiht das Kind. Sinnhafter kann man Anfang und Ende nicht darstellen.

Und sind die namenlosen nur mit den Anfangsinitialen erkenntlichen Menschen eine Anlehnung an Franz Kafkas K.?

Auch gemahnt das ganze Geschehen an die biblische Geschichte von der Arche Noah.

Denkt man an die z.Zt. im Meer ertrinkenden Flüchtlinge und deren Lageraufenthalte, so ist das hier geschilderte Untergangsszenarium gar nicht so weit von unserer Realität entfernt.

Einem atemlosen Aufschrei gleich schleicht die Erzählung fort, wortgewaltig, poetisch und desaströs in der Darstellung. Vorläufer dieser Erzählung mag Cormac McCarthy mit seinem Roman „Die Strasse“ sein. Er ist noch um ein Vielfaches trostloser in der Beschreibung eines sinnentleerten Lebens, in der die ganze Welt und alles Getier unter einem Ascheregen versinkt.

Megan Hunter (geb.1984) ist viel jünger als McCarthy (geb.1933) und findet eine ganz eigene Sprache für den Untergang. Ihre Worte klingen visionär im Hinblick auf bevorstehende Weltuntergangsszenarien. Erschrocken und geschockt bleibt ein Leser zurück, der sich der Vorstellung nicht entziehen kann, was Atombomben und Umweltkatastrophen für Folgewirkungen auf unser aller Leben haben könnte.

Ein wahrlich anspruchsvolles und tief berührendes schriftstellerisches Meisterwerk.

Megan Hunter lebt mit ihrer Familie in Cambridge.

Megan Hunter
Vom Ende an
160 Seiten, gebunden
C.H.Beck, Mai 2017
ISBN-10: 3406705073
ISBN-13: 978-3406705076
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Dirk Ippen (Hrsg.): Des Sommers letzte Rosen – Die 100 beliebtesten deutschen Gedichte

Dirk Ippen (Hrsg.): Des Sommers letzte Rosen – Die 100 beliebtesten deutschen Gedichte

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Wieder einmal hat sich ein Herausgeber die Mühe gemacht, nach neuen Kriterien die schönsten Gedichte aus fast 1000 Jahren zusammenzustellen.

Dirk Ippen ist Herausgeber dieser Gedichte.

In einer wunderschönen Aufmachung beschert er uns zusammen mit dem C.H. Beck Verlag mit diesem Büchlein einen Überblick über die Gedichte, die in Anthologien von 1900 -1999 am häufigsten vorkommen und je nach Häufigkeit angeordnet.

Der leicht melancholische Titel „Des Sommers letzte Rosen“ bietet einen Ausblick, mit wie stimmungsvollen Titeln wir rechnen dürfen.

Für jede Stimmung und jede Jahreszeit findet sich etwas: traurig-schön, melancholisch, je nach Jahreszeiten, Stimmungen und Gefühlslagen. Man findet Bekanntes und weniger Bekanntes: Fontane, Eichendorff, Uhland und Heine, von Celan bis Hölderlin und Droste-Hülshoff; von Goethe gibt es des „Wandrers Nachtlied“ in zweifacher Ausgabe mit verschiedenem Text ( S. 41 und S. 43). Nicht fehlen darf natürlich Fontanes Ribbeckgedicht und auch Brechts „Erinnerungen an die Marie A.“

Schmerzlich vermisst habe ich Schillers Gedicht „Das Mädchen aus der Fremde“ und Heines Gedicht „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“ und Heines Grabinschrift „Wo wird einst des Wandermüden…“. Auch Heines Gedicht „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ fehlte mir.

Immerhin kann man erfahren, welche Gedichte zu den beliebtesten gehören, und wie weit man selber mit ihnen übereinstimmt. Wie es im Vorwort von Dirk Ippen heißt “Ein Gedicht ist wie ein schönes Kunstwerk, sei es in der Malerei oder im Musikstück“……..aber

Zitat „Gedichte kann man überall mit hinnehmen“……, und zumindestens mir waren sie schon in jeder Lebenslage oder bei herausragenden Gelegenheiten hilfreich und tröstlich. Sowohl in der Freude als auch im Schmerz vermögen sie uns Menschen unsere jeweiligen Stimmungen widerspiegeln oder uns entzücken.

Gestört hat mich, dass ich keine Gedichtanfänge im Anhang als Register finde. Die Dichternamen werden in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit mit ihren Gedichten zusammen aufgeführt.

Erwähnenswert ist die im Anhang zu findende Abhandlung darüber, wann und wie man anfing, Anthologien zusammenzustellen.

Alles in allem ist das Büchlein eine weitere Ergänzung zu den vielen Anthologien, die man auf dem Büchermarkt finden kann. Schön, zu besitzen und auch zum Verschenken.

Des Sommers letzte Rosen
Die 100 beliebtesten deutschen Gedichten
192 Seiten, gebunden
C.H.Beck, März 2017
ISBN-10: 3406706304
ISBN-13: 978-3406706301
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Phillipa Ashley: Hinter den Café das Meer

Phillipa Ashley: Hinter den Café das Meer

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Liebe und ihr unerwarteten Zutaten…

An einem wunderschönen Strand in Cornwall/ England treffen eines Tages Demi und Cal zusammen.
Sie ist auf der Suche nach einem neuen Job, den sie dringend braucht, denn in einem Café am Strand hat sie ihren bisherigen verloren. Ein dummer Zufall führte zum Missgeschick bei einer Besucherin. Sheila, die ihr wohlgesonnene Chefin, musste sie entlassen, da sie nur die Pächterin des Cafés und damit abhängig von der grässlichen Besitzerin ist, bei der sich zu allem Übel das Missgeschick zugetragen hat.

Er ist aus Fernost zurückgekehrt. Aus welchen Gründen er die Ferne und das Abenteuer suchte bleibt zunächst unerkannt. Er will das sehr verkommene Farmgrundstück seiner Familie mit kleinen Ferienhäusern wieder in Schuss bringen. Als er Demi auf einer Bank antrifft, weiß er nicht, dass sie mit ihrem Hund obdachlos ist. Nur zögerlich engagiert er sie für die Renovierung und Instandsetzung der Anlage.

In leichter, unbeschwerter und angenehmer Weise führt uns Philippa Ashley in ihren Roman ein. Man spürt die langsame Annäherung von Cal und Demi. Von der Autorin wird ein unterschwelliger Spannungsbogen dadurch genährt, dass sie uns lange über die Vorgeschichte der beiden im Unklaren lässt.

Cal und Demi kommen sich im Laufe der Zeit allmählich näher, denn beide versuchen sich nach dem Verlust ihrer Eltern alleine in der Welt zurechtzufinden.
Der Leser erfährt sehr bald von der erotischen Anziehung zwischen Cal und Demi, die sich bei allerhand Gelegenheiten zeigt.

Phillipa Ashley ist eine talentierte Geschichtenerzählerin. Liebe, Frust und Verlassenheit, Mut und Kampfgeist zeichnen ihre beiden Hauptfiguren aus.
Sie beschreibt die erheblichen Anstrengungen, mit denen Cal und Demi an seiner neuen ökologischen Ferienanlage arbeiten. Harte körperliche Arbeit und Durchhaltekraft ist hier gefragt! Eine Realisierung ihrer Vorstellungen wird ihnen durch Intrigen von Widersacher erschwert.

Die Charaktere aller beteiligten Protagonisten werden klar herausgearbeitet, so dass man einen differenzierten Eindruck vom Leben und Treiben auf dem Landstrich in St Trenyan an der Küste von Cornwall bekommt.

Kleine Festlichkeiten und Begegnungen mit Nachbarn und Freunden lockern die Geschichte auf und tragen dazu bei, dass man sich das Leben in der kleinbürgerlichen Gesellschaft dort gut vorstellen kann. Sarkasmus, Humor und spritzige Plänkeleien verdeutlichen uns, wie die Menschen mit Schlagfertigkeit und einer gehörigen Portion Realismus durchs Leben gehen.

Die starken, stabilen und eigenwilligen Charaktere der Hauptakteure schüren neugierige Erwartung und bieten unvorhergesehene Entwicklungen.

Dieser heitere, humor- und gefühlvolle Schmöker erfüllt alle Erwartungen einer leichten und belebenden Unterhaltung!

Phillipa Ashley
Hinter dem Café das Meer
398 Seiten, broschiert
DuMont Buchverlag, Mai 2017
ISBN-10: 3832164073
ISBN-13: 978-3832164072
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J.M. Coetzee und Arabella Kurtz: Eine gute Geschichte

J.M. Coetzee und Arabella Kurtz: Eine gute Geschichte

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In einem partnerschaftlich-schriftlichen Dialog tauschen sich der Schriftsteller J.M. Coetzee und die Psychoanalytikerin Arabella Kurtz aus über das Leben und die Geschichten von Menschen oder die von Autoren erdachten Erzählungen.

Es geht um die Wahrheit und die subjektiven Sichtweisen in der Betrachtung der Erinnerung von Vergangenheit und Gegenwart.

In einem diffizilen Unterfangen entsteht auf diese Weise ein psychologisch-philosophischer Gedankenaustausch.

Schon in dem berühmten japanischen Film „Rashomon“ aus dem Jahr 1950 konnte man erfahren, wie dem Phänomen eines „philosophischen Diskurses über die Existenz der objektiven Realität“ (Wikipedia) nachgegangen wurde.

Ähnlich wie in dem Film geht es um die Wahrheit, die der subjektiven Sichtweise des Einzelnen entspricht. Ein Autor kann sich Geschichten ausdenken, die den Erfahrungen aus dem Leben entnommen zu sein scheinen. Doch er ist frei, zwischen Fiktion und Lebenserfahrung zu pendeln. In der Psychoanalyse aber geht es um die subjektive Wahrheit eines Klienten. Wie erinnert er seine Kindheit und Jugend? Und wie verändern sich Erinnerungen mit den Jahren? Was und wen macht einen Menschen zu dem, der er heute ist?

In dem schriftlichen Austausch der beiden Autoren werden Erkenntnisse aus theoretischer und praktischer Erfahrung angesprochen. Der Leser fühlt sich unwillkürlich einbezogen in die Gedanken des Erinnerns. Wie weit lassen sich die hier gewonnenen gedanklichen Anregungen mit den eigenen Erfahrungen in Verbindung bringen?

Selbstverständlich ist das Buch keine Anleitung zu einer Selbstanalyse. Doch weisen die philosophischen Exkurse den Weg, sich mit dem eigenen Erinnern zu befassen. Dabei wird man nach längerer Betrachtung zu der Einschätzung kommen, dass jeder Mensch je nach Herkunft, Umgebung und sozialen Bedingungen zu einem Denken und Handeln kommt, das seiner eigenen absoluten Wahrheit über Ursache und Wirkung entspricht. Je länger man sich mit den angesprochenen Themen befasst, desto umfangreicher wird die Einsicht über subjektive Erfahrungen, die unser politisches, kulturelles und soziales Leben mitbestimmen.

In der Psychoanalyse geht es u.a. auch um das Verdrängte und Vergessene. Diese ins Bewusstsein zu holen, macht einen Teil der Arbeit mit Klienten aus.

In einem Exkurs kann man etwas über die Kinderanalytikerin Melanie Klein und ihre Theorie der Entwicklung von Subjet-Objektbeziehungen erfahren.

Beide Dialogpartner bewegt die Frage, wie weit kollektives Denken zu gutem oder bösen Verhalten beiträgt. In einer Vielzahl von Beispielen werden diese Fragen reflektiert.

Insgesamt ist das Werk eine Auseinandersetzung mit dem Denken und Handeln, das unter welchen Bedingungen wie und wo zu beobachten ist.

In seinen theoretischen und praktischen Dimensionen gibt der Dialog Anregung zum Nachdenken und Reflektieren unterschiedlicher Werte und Verhaltensweisen je nach dem, in welcher Kultur oder in welchem gesellschaftlichem Umfeld wir uns bewegen.

Ein jeder von uns wird geprägt durch Vergangenheit und Gegenwart. Insofern könnte man die Diskussion ohne Ende fortführen.

J.M. Coetzee
Arabella Kurtz
Eine gute Geschichte
256 Seiten, gebunden
S. FISCHER, Oktober 2016
ISBN-10: 3100025482
ISBN-13: 978-3100025487
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