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Autor: Claudine Borries

Anna Katharina Fröhlich: Der schöne Gast

Anna Katharina Fröhlich: Der schöne Gast

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Bilder zwischen Vergangenheit und Zukunft…

Die junge Icherzählerin in diesem Roman bewegt sich gerne in schönen Gärten und bewundert die unendliche Vielfalt der Natur.

Mit überschwänglichen Worten erzählt sie von ihrem Leben, das sie zurück in den Garten ihres Vaters führte.

Unsere Heldin ergeht sich beobachtend in einer Welt aus Vergangenheit, Träumerei und Müßiggang. In ihrem Castello, in dem sie an einem See in Italien mit einem alten indischen Diener lebt, igelt sie sich ein.

Wir befinden uns in der Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, doch fast weist die Erzählweise Züge des 19. Jahrhunderts auf.

Die alten Steinfiguren im Garten einer Ausstellung in einer benachbarten Villa, die Wasserspiele und im Kontrast dazu das Ambiente mit skurrilen Figuren aus heruntergekommenem Adel und sonstigen Müßiggängern mutet dekadent an. Tagsüber arbeitet die Protagonistin im Garten, und am Abend liest sie wie ihr Vater in seiner ausgedehnten Bibliothek mit den bekannten Werken der Weltliteratur und weiß auch bei passende Gelegenheit in schönster Weise daraus zu zitieren.

Doch dann ändert sich ihr Leben!

Ein kroatischer Dichter meldet sich telefonisch zu einem Besuch bei ihr an. Diesem Dichter verfällt sie in unerklärlicher Weise ganz und gar.

Er ist ein Blender und Gernegroß, der ihr zunächst den Hof macht, um sie dann zu erniedrigen und zu demütigen. Einzig seine Schönheit zieht sie derartig in seinen Bann, dass sie nicht von ihm lassen kann.

Immer wieder ergeht sich die Erzählerin mit wahren Wortkaskaden in Bildern, die aus ferner Vergangenheit zu stammen scheinen, um in der Gegenwart zu enden. Proust wird erwähnt, und in der Tat widmet die Autorin Anna Fröhlich der Gemüts- und Gefühlslage der jungen Dame viel Aufmerksamkeit.

Der ruhige Erzählstrom, der Kontrast zwischen gestern und heute mit der plüschig zufriedenen Innenarchitektur einerseits und dem Internet andererseits bildet einen reizvollen Widerspruch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das fast masochistische Bedürfnis, dem schönen Gast zu gefallen, ist hingegen ein schwer zu begreifender Bruch im Leben der soliden und gediegenen jungen Frau.

Die poetische Sprache mit der unglaublichen Intensität an Wortvielfalt ist mitreißend aber zuweilen beinahe etwas unerträglich. Anna Fröhlich bleibt die ganze Zeit bei ihrem ästhetisierenden Erzählstil. Dass ihr das pure Fabulieren und Ausmalen aller Details in Kleidung, Lebensstil und Interieur liegt, lässt sich unschwer ausmachen. Doch auch die Gefühlswallungen aller beteiligten Personen nehmen breiten Raum ein.

Der Inhalt ist kurz gefasst. Es geht um Schein und Sein, um Lüge, Trug, Leidenschaft und Liebe. Man lese und staune, wie sich hier die Erzählkunst vergangener Jahrhunderte mit dem Heute mischt.

Man kann den Roman gerne empfehlen.

Anna Katharina Fröhlich
Der schöne Gast
240 Seiten, gebunden
Hanser Berlin, Februar 2014
ISBN-10: 3446245227
ISBN-13: 978-3446245228
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Sonia Sotomayor: Meine geliebte Welt

Sonia Sotomayor: Meine geliebte Welt

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Was für ein reiches, pralles Leben!

Sonia Sotomayor wurde als Tochter von Einwanderern aus Puerto Rico 1954 in New York geboren. Nach dem Jurastudium mit herausragenden Abschlüssen und einem erfolgreichen Berufsweg wurde sie 2009 in Amerika von Barack Obama in den Supreme Court, das höchste amerikanischen Gericht, berufen.

Ihr Aufstieg ist umso bemerkenswerter, da sie in einem Sozialbau- und Armenviertel im Umkreis zahlreicher anderer Einwanderer aus Puerto Rico in der Bronx/NY aufwuchs. Hier erlebte sie ihre sich streitenden Eltern und eine Vielzahl anderer Jugendlicher, deren Gedeihen und Verderben sie mit lebhafter Neugierde und Anteilnahme erkundete. Ihre Verwandten, vor allem die geliebte Großmutter Abuelita, waren wichtige Bezugspersonen, von denen sie voller Begeisterung und Respekt erzählt.

Dass sie als Achtjährige an Diabetes erkrankte, deren Behandlung mit den erforderlichen Spritzen sie schon bald selbst in die Hand nahm, bedeutete eine Erschwernis mehr für das junge Mädchen, das sich durch herausragende Intelligenz, Fleiß und eisernem Willen auszeichnete.

Ihre Erzählweise vermittelt den Eindruck einer äußerst aufgeweckten, neugierigen Person, die sich mit Verve und Temperament auf das vor sich liegende Leben freut. Jede Beobachtung und jede neue Erfahrung reizen zum Nachdenken und zur Ursachenforschung. Ob es sich dabei um die eigene Erfahrung mit Diabetes, Begebenheiten mit der Großmutter auf dem Markt oder dem Besuch eines total unbekannten Großvaters im Krankenhaus handelt: alles nimmt sie mit wachen Sinnen auf.

Die detailreichen Aufzeichnungen umreißen das Bild einer Frau, deren persönlicher Lebenskreis sich in weitem Bogen von der Geburt bis zu den zahlreichen Verwandten und später Freunden, Mitstudenten und Kollegen erstreckt. Da sie eine ausgezeichnete Schülerin und Studentin war, gelingt ihr der Sprung zu den höchsten Weihen des amerikanischen Universitätslebens: sie studiert Jura in Princeton und Yale und macht überall fabelhafte Abschlüsse. Ihr Berufsweg führt steil nach oben.

Latinos gehören im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zur so genannten Unterschicht. Hier hat es eine Frau geschafft, sich in die höchsten Kreise vor zu arbeiten ohne ihre Vergangenheit zu verleugnen oder gar zu vergessen.

Das beeindruckende Porträt dieser äußerst vitalen und lebendigen Frau lässt wohl beim Lesen niemanden unberührt. Eine bemerkenswerte Autobiographie!

Sonia Sotomayor
Meine geliebte Welt
349 Seiten, gebunden
C.H.Beck; Auflage, Februar 2014
ISBN-10: 3406659470
ISBN-13: 978-3406659478
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Felicitas von Lovenberg: Und plötzlich war ich zu sechst

Felicitas von Lovenberg: Und plötzlich war ich zu sechst

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Familienkonstellationen in modernen Zeiten…

In lockerem und leichtem Ton erzählt Felicitas von Lovenberg, wie es ihr erging, als sie einen Mann mit zwei Kindern kennen und lieben lernte.

Sie ist über dreißig Jahre alt und hatte nach einer geschiedenen Ehe, die sie hinter sich hat, eigentlich dem Familienstand „Ehe“ abgeschworen.

Doch dann begegnet ihr der „Mann ihres Herzens“. Sie muss sich allerdings zugleich in zwei kleine Kinder verlieben, denn ohne diese kann sie den Mann nicht haben! Ihre eigenen Erfahrungen sind die Quelle, aus der sich der hier vorliegende Bericht speist.

Die Autorin bezieht sich in ihren Aufzeichnungen auf Untersuchungen, Statistiken und Veröffentlichungen zum Thema „Patchworkfamilie,“ deren Titel man im Anhang aufgeführt findet.

Mit ihren klugen theoretischen Erörterungen, Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und Beobachtungen an sich und anderen beschreibt sie die Achterbahnfahrt, die man erlebt, wenn man sich erst einmal auf die Form von getrennten und neu gegründeten Familien mit allen dadurch bedingt verzweigten Verwandtschaftsbeziehungen einlässt.

Geistreich, witzig und schlagfertig sind die Situationskomiken, mit denen sie sich konfrontiert sieht. „Das hat unsere Mutter aber anders gemacht“ bezeichnet sie als Killerargument, gegen das es nichts zu sagen gibt.

Im Bekanntenkreis mit befreundeten Familien des neuen Mannes wird sie argwöhnisch begutachtet. Mit schmissigen Bemerkungen weiß sie über ihre Beobachtungen zu berichten. Sie ist ganz bei der Sache und doch distanziert genug, um ihre Erfahrungen mit Humor und Überlegenheit zu analysieren. Aus ihren Anmerkungen lugt gelegentlich der Schalk hervor, mit dem sie sich teils über sich selber oder über die anderen Beteiligten sehr reflektiert auslässt. Das heißt nicht, dass ihre Ausführungen nicht substantiell sind und auf ernster Grundlage basieren.

Warmherzig, einfühlsam und beherzt geht sie ihren neuen Lebensabschnitt an. Es ist ein langer Weg, bis sie zu der Einsicht gelangt, dass sie „Stiefmutter“ der Kinder ihres Mannes ist und bleiben will, nicht Freundin, Kumpel oder sonst wie geartete Begleiterin. Sie setzt ihre Regeln durch und bietet damit den Kindern ein sicheres Gegenüber. Dass bei diesem Prozess die Liebe zu ihrem Mann überdauert, ist Ausdruck von Stärke und Sicherheit im Urteil. Als Krönung ihrer „Arbeit“ als Patchworkerin bekommt sie nach Jahren zwei eigene Kinder. Erst dann scheint sie sich als richtige Familie zu fühlen. Auch hier bleibt sie jedoch kritische Beobachterin ihrer eigenen Gefühlswelten.

Ihre Analysen sind raumgreifend und detailgenau, wenn auch gelegentlich nicht ganz korrekt. Harz IV Empfängerinnen mit drei Kindern müssen nicht mit nur 490,00€ auskommen. Da gibt es noch Kindergeld und Mietzulagen.

Wie verwirrend aber das Zusammenspiel so vieler alter und neuer Stiefmütter- Väter und Großeltern sein kann, macht sich der unerfahrene Leser nicht klar. Da gibt es ungeahnte Kombinationen und Dynamiken, die es schwer machen, noch die richtige Zusammenhörigkeit zu orten. Insgesamt ist das eine gescheite und umfassende Studie, die neue Formen von Familienleben eruiert.

Felicitas von Lovenberg ist eine gut aussehende, strahlende und imponierende Gestalt im deutschen Literaturbetrieb, die als Leiterin des Feuilletons der FAZ schon einige Preise und Ehrungen einheimsen konnte. Man sieht mit Staunen, wie mutig sie sich ihrer neuen Aufgabe als Stiefmutter gestellt hat und wünscht ihr nach ihren Ausführungen, dass es ihr gelingen möge, das Familienglück zu erhalten.

Felicitas von Lovenberg
Und plötzlich war ich zu sechst
256 Seiten, gebunden
S. FISCHER, Mai 2014
ISBN-10: 3100800338
ISBN-13: 978-3100800336
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Chimanda Ngozi Adichie: Americanah

Chimanda Ngozi Adichie: Americanah

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Leben und Wachsen in unterschiedlichen Zivilisationen…

Mit dem Roman „Americanah“ von Ch. Adichie findet erneut nach Taiye Selasi und Ayana Mathis eine farbige Schriftstellerin den Weg in die Öffentlichkeit. Er wird Furore machen!

Ch. Adichie stammt aus Nigeria und hier beginnt auch ihre Erzählung von Ifemelu und Obinze, einem Paar zu Beginn ihres Studiums in Nsukka und Ibadan. Die Ereignisse beginnen um das Jahr 1990.

Adichie beschreibt das Leben einer gebildeten Schicht in Lagos/Nigeria. Fröhlich und heiter geht es da zu. Doch die Dozenten an den Universitäten streiken, denn die Arbeitsbedingungen und das Geld sind ständiger Anlass für Konflikte. Der Trend der besser gestellten Familien geht dahin, ihre Kinder in Amerika studieren zu lassen. Das aber kostet Geld!

Ifemelu schafft den Sprung nach Amerika. Dort muss sie sich als Kindermädchen, Kellnerin oder mit anderweitigen Dienstleistungen durchbringen, denn ihr Stipendium würde für das tägliche Leben nicht ausreichen.

Für die Liebenden schien die Zukunft gesichert, wenn sie erst ihr Studium beendet hätten. Doch es kommt alles anders!

Die Liebe zwischen Ifemelu und Obinze bildet den Tenor in einem Werk, das allumfassend Rassenproblematik, Leben in Nigeria, Amerika und England umfasst. Die Liebe zwischen den beiden ist tief und sieht sich zahlreichen Anfechtungen ausgesetzt. Um sie gestaltet sich ein Gesellschaftsbild, das aufschlussreiche Einblicke in die Fragen von Bildung, Aufstieg und Leben im Westen wie in der dritten Welt bietet.

Menschen schwarzer Hautfarbe sind in Afrika Gleiche unter Gleichen in Amerika hingegen mehrheitlich Nachfahren von Sklaven. Das alleine schon erzeugt eine je eigene Identitätsbildung.

Ifemelu verliert durch eigene Schuld den Kontakt zu Obinze, der seinen Weg über England zurück nach Lagos in Nigeria nimmt und nach Jahren als erfolgreicher Geschäftsmann dort arbeitet. Auch Infemelu kehrt aus Amerika zurück in die Heimat, wo man diese Rückkehrer „Americanah“ nennt!

Atemlos liest man sich durch die Seiten dieses opulenten Werks, das immer neue Einblicke in die Lebensstrategien einzelner Protagonisten gestattet.

Die Autorin ist eine blendende Erzählerin. Ihre Dialoge sind eindringlich und facettenreich. Es entsteht ein emphatisches Bild verschiedener in Afrika oder Amerika lebender Menschen schwarzer oder auch weißer Hautfarbe. Die Kinder aus den gebildeten Schichten farbiger Herkunft müssen sich in Amerika der Hautfarbe wegen einem schwierigen Verfahren von Anpassung, Unterwerfung und eigenem Durchsetzungsvermögen stellen. Yale, Princeton und Harvard als Eliteuniversitäten sind die Stationen, in denen sich Afrikaner und Afroamerikaner mit besonderer Begabung ihrem Studium widmen. Der Abschluss an diesen Universitäten bietet zwar ungeahnten Möglichkeiten des Aufstiegs; doch in der Realität sieht das Leben der Studenten zuweilen sehr dramatisch aus. In ihren Studentenjobs sehen sie sich als Toilettenputzer oder müssen als Escortmädchen arbeiten, was häufig mit unerträglichen Avancen der Auftragsgeber verbunden ist. Dass dabei die Würde Schaden nehmen kann, ist eine der Ursachen, die zu Identitätskrisen und Enttäuschungen mit lang anhaltenden Folgen kommen mag.

Voller Enthusiasmus starten Adichies Romanfiguren ins Leben, bis sie zuletzt mit den Einschränkungen nicht erfüllbarer Liebeserlebnisse oder Lebenspläne zurecht kommen müssen

Ein vielfarbiges Gesellschaftspanorama und nachdenkenswerte Eindrücke beleben eine Geschichte, die gesellschaftspolitische Aspekte mit dem ganz alltäglichen Leben verbindet. Nebenbei ist der Roman ein hinreißender Liebesroman: “Er nahm auf dem Tisch ihre Hand in seine, und zwischen ihnen wuchs eine Stille, eine uralte Stille, die sie beide kannten. Sie war in dieser Stille, und sie war in Sicherheit.“

Chimanda Ngozi Adichie
Americanah
608 Seiten, gebunden
S. FISCHER, April 2014
ISBN-10: 3100006267
ISBN-13: 978-3100006264
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Ayana Mathis: Zwölf Leben

Ayana Mathis: Zwölf Leben

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Vom vergeblichem Aufwärtsstreben und Niedergang…

Mit dem hier vorliegenden Roman gilt es, eine begabte amerikanische Erzählerin zu entdecken!

Die Geschichte handelt von einer farbigen Familie, die sich aus bitterer Armut aus den Südstaaten der USA in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Norden begibt.

Aus Georgia zieht es Hattie mit Mutter und zwei Schwestern nach Philadelphia. Hattie ist erst 15 Jahre alt, und die Jahreszahl 1925 steht über dem ersten Kapitel. Die Zeit des großen Aufbruchs farbiger Afroamerikaner aus dem Süden der USA in die Nordstaaten von Amerika war in vollem Gange. Dort im Norden hoffte man auf bessere Lebensbedingungen. Die Bürgerrechtsbewegung mit dem Ziel der Gleichstellung von Farbigen zog sich von 1910 bis 1970 hin und ist bis heute im Land der großen Freiheit nicht überall gelungen.

In Philadelphia beginnt Hattie ihr Leben als Familienmutter mit zahlreichen Kindern.

Doch das Glück ist ihr nicht hold. Ihre ersten beiden Kinder, ein Zwillingspärchen mit den hoffnungsvollen Namen Philadelphia und Jubilee, sterben an einer Lungenentzündung. Ihre weiteren Kinder gehen nach Jahren der Armut in die Welt, um ihr Glück zu versuchen. Hattie bleibt als immer währender Hort der Stärke für alle zurück. Liebe und Zärtlichkeit waren nicht ihre besten Seiten. Dazu musste sie sich zu sehr plagen, um alle zu kleiden und zu ernähren.

Die Geschichten ihrer Kinder sind voller Widersprüche. Ihre Lebenskreise ziehen sich durch das ganze 20. Jahrhundert und bieten ein Stück amerikanischer Zeitgeschichte, die aufschlussreich ist.

Wenn auch das Unglück überwiegt, so ist die Darstellung von Ayana Mathis’ atmosphärischen Geschichten so geartet, dass man sich mit den Menschen verbunden fühlt und an ihren Schicksalen Anteil nimmt. In weitem Bogen umspannt die Autorin von den frühen bis zu den späten Lebensjahren das Ergehen von Hattie mit ihren Sorgen und gelegentlichem Versagen, von ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem einzigen Liebhaber.

Farbig und belebend sind die Schilderungen der Milieus, in denen die Kinder ihr Leben gestalten. Man spürt die Kälte im Winter und die Hitze im Sommer. Und man erfährt einiges über die Lage der Schwarzen, die noch lange nicht rosig aussieht. Arbeitslosigkeit, Trunksucht und die Spielleidenschaft der Männer lassen in zahlreichen Familien ihre Mitglieder auf der Strecke. Die Liebe zwischen Hattie und ihrem Mann August verliert sich in Küchendunst, im Hunger und in der Not der Kinder. Hattie sieht die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage, und alle Ausweichmanöver misslingen. Sie bleibt stolz und unbeugsam in den wenigen glücklichen Augenblicken und im Unglück. Doch sie kann auch böse, bitter und zornig sein.

Ayana Mathis zeigt herausragendes Erzähltalent bei den Schilderungen dieses großen Familienromans.

Ihre Figuren sind aus Fleisch und Blut. Man kann sie spüren mit allen ihren Emotionen und auf ihren verwinkelten Lebenswegen.

Ayana Mathis wird in der Nachfolge von Toni Morrison gehandelt, die 1993 als einzige Amerikanerin in langen Jahren den Literaturnobelpreis erhalten hat. Ayana Mathis neuer Roman ist ein absolutes Muss für die Freunde gehobener Literaturgattungen.

Ayana Mathis
Zwölf Leben
368 Seiten, gebunden
Deutscher Taschenbuch Verlag, Mai 2014
ISBN-10: 342328028X
ISBN-13: 978-3423280280
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Armin Mueller-Stahl: Dreimal Deutschland und zurück

Armin Mueller-Stahl: Dreimal Deutschland und zurück

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Eine Kindheit und Jugend in Deutschland und später ein Leben in der ganzen Welt.

Dieser sympathische, integere und hervorragende Schauspieler hat einen Lebensrückblick verfasst, der beredt subjektive Eindrücke des vergangenen letzten halben Jahrhunderts wiedergibt.

In seinen Erinnerungen beschwört Armin Mueller-Stahl die Jahre seiner Kindheit, der Berufsfindung und seines langen Lebensweges bis heute herauf. 1930 geboren erlebte er bewusst noch den Ausgang des Zweiten Weltkriegs mit. Kurz vor der Kapitulation am 8. Mai 1945 starb der Vater in einem Lazarett. Von seinem Tod erfuhr die Familie erst 1973.

Armin Mueller-Stahl entstammte einer glücklichen Familie mit fünf Kindern. Aufgewachsen ist er zuerst in Tilsit, später dann in Plenzdorf. Seine Erfahrungen mit der Familie, mit der Schule und seinen diversen Aufenthalten bei Verwandten und Freunden haben ihn Lebensfreude gelehrt. Kein Unglück konnte ihm wirklich etwas anhaben. Krieg, Zerstörung und Flucht bargen für ihn mehr Abenteuer als Gefahren. Unverbrüchlich hat er die Klippen des Lebens mit der freundlichen und liebevollen Mutter im Rücken zu meistern verstanden. Ein glückliches Gemüt gab ihm das Vertrauen, sich zunächst dem Geigenspiel und später dann der Schauspielkunst hinzugeben.

Es ist, als vertraue einem der Schauspieler sein Leben an, wenn er über die einzelnen Stationen der Vergangenheit mit den glücklichen Wendungen berichtet. Der Leser kann über die nähere Geschichte der frühen Nachkriegsjahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einiges erfahren.

Man hört über seinen Aufenthalt in Westberlin 1948, wie er die Kunst, das Theater und die ganze Vielfalt der kulturellen Erneuerung mit wachem Geist und neugierigem Interesse wahrnimmt.

Zahlreiche Berichte gelten den Filmen und Regisseuren, mit denen Mueller-Stahl gearbeitet hat.

Der Autor schreibt so engagiert, dass man sich beim Lesen unmittelbar berührt fühlt von dem reichen Leben, das der begabte Musiker, Schauspieler und zuletzt noch Maler hinter sich hat. Er blieb zeitlebens ein aufgeschlossener aber kritischer Beobachter der Zeit und seiner Mitmenschen, Politiker wie Freunden. Durch die Stasizeit ist er unbehelligt gekommen, musste aber wie viele andere erleben, wie er bespitzelt wurde, und dass auch enge Freunde zu den Verrätern gehörten.

Der Titel zum Buch entstammt der Hitlerzeit, dem Leben unter der Diktatur in der DDR, den Erfahrungen im Westen nach seinem Weggang aus der DDR 1979, und dem Leben in Amerika und wieder der neuen BRD. Müller-Stahl fühlt sich zuletzt in beiden Ländern wohl. Heimatgefühl empfindet er da, wo die Familie und Freunde sind.

Mit Preisen gesegnet blieb er dennoch ein nachdenklicher und reflektierter Mensch, der sich dem Taumel von Ruhm Glamour nicht überlassen hat. Ein bemerkenswerter und rundum gelungener Lebensabriss erwartet den interessierten Leser.

Armin Mueller-Stahl
Dreimal Deutschland und zurück
240 Seiten, gebunden
Hoffmann und Campe, April 2014
ISBN-10: 3455503179
ISBN-13: 978-3455503173
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Romain Puértolas: Reise des Fakirs

Romain Puértolas: Reise des Fakirs

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Charmant und skurril: Reise ins Abenteuer!

Ein wenig verrückt mutet die folgende Geschichte schon an:

Da macht sich ein Fakir, Ayran, auf die Reise aus einem kleinen Dorf in Indien nach Paris, um bei Ikea ein neues Nagelbett zu erwerben.

Es soll 15000 rostfreie Nägel enthalten! Nach dem Erwerb will er gleich zurückreisen. Doch das geht schief.

Bei seinem Rundgang durch das Geschäft hat er die hübsche Marie kennen gelernt. Auch gefällt ihm ein Schrank sehr gut, in dem er sich für die kommende Nacht verstecken will. Doch Tücke des Geschicks: der Schrank wird am nächsten Tag für eine große Reise verladen. Es geht nach Barçelona und auch hier erwarten unseren Helden so mancherlei Missgeschicke und Freuden. Auf der Fahrt zu seinem Ziel leidet Ayran an Hunger und Durst, bis ihn ein freundlicher Sudanese, der auch auf der Flucht ist, befreit.

Es geht in der Erzählung immer so weiter, und eine skurrile Erfahrung folgt auf die nächste. Ayran, der kleine Scharlatan, denn das ist er, wird für ein zu erwartendes Buch, das er schreiben will, reichlich entlohnt. Jeder wünscht ihm Glück bei seinen Ungenauigkeiten und Versprechungen, die er nicht immer halten kann. Ein Taxifahrer aus Paris, den er um einen Geldschein betrogen hat, ist ihm mit seinen Rachegelüsten immer auf den Fersen.

Romain Puértolas hat einen Schelmenroman geschrieben. In ihm finden sich die Vorurteile gegen Einwanderer unerklärlicher Herkunft ebenso wieder wie die schalkhaften Chancen eines Weiterlebens unter ungünstigen Umständen. Über die Reise im Schrank gelangt der Held bis nach Rom und von dort zu einer unerwarteten Ballonfahrt. Schließlich kehrt er zurück nach Paris zu seiner Flamme Marie.

Diese Abenteuergeschichte enthält so manche Überraschung für den belustigten Leser bereit. Man staunt und schmunzelt über die Chuzpe, mit der einer durch die Welt gondelt und am Ende noch Glück bei seinen Abenteuern hat, die nicht immer ganz ungefährlich sind.

Es ist ein komisches Buch mit allerlei absurden und unterhaltsamen Abenteuern. Man sonne sich und lese es, dann wird das ein heiteres Ferienvergnügen.

Romain Puértolas
Reise des Fakirs
304 Seiten, gebunden
S. FISCHER, April 2014
ISBN-10: 3100003950
ISBN-13: 978-3100003959
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Der Körper meines Lebens

Der Körper meines Lebens

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Des Lebens Fülle!

In einer seltenen Erzählform berichtet Daniel Pennac vom Leben seines Helden, der seine körperlichen Entwicklungen zum Leitmotiv aller seiner Erinnerungen macht. Seine Eintragungen beginnen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg im Alter von 12 Jahren und enden mit seinem 87. Lebensjahr.

Wie muss man sich das vorstellen?

Jahr und Tag und Alter bilden die jeweilige Überschrift zu den Aufzeichnungen.

Erstaunlich genug gibt es zahlreiche körperliche Erfahrungen, die dem Erzähler erwähnenswert erscheinen. Angefangen von den Gerüchen, den Ausscheidungen, den immer wieder assoziierten Erinnerungen an die erste Kinderfrau bis hin zu den körperlichen Ertüchtigungen im Jungenalter lassen sich viele Geschichten erzählen. Natürlich gehören erste Sexgelüste und die ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht zu den erinnerungsträchtigsten Geschichten.

Hormone steuern unser Verhalten und tragen zu unserer Charakterentwicklung bei. Erst mit diesem Roman wird einem so recht bewusst, welche Bedeutung dem Körper und der körperlichen Entwicklung beim Verfassen von Lebenserinnerungen zukommen kann. Poetisch, sensibel und feinfühlig, zuweilen allerdings auch drastisch bis deftig erleben wir einen Mann, der sich seiner Ängste nicht schämt und der ein feines Gespür für die Wechselwirkung zwischen den Funktionen von Körper und Geist hat. Erste Lieben, schließlich die Frau fürs Leben und die Geburten seiner Kinder und Kindeskinder bieten einen ebenso intimen Blick in die Seele unseres Helden wie körperliche Leiden, die ihn plagen. Er scheut nicht die Fäkaliensprache und die narzisstischen Genüsse, die auch von diesen Ausscheidungen ausgehen können. Als schönstes Beispiel dafür gilt die Geschichte von den Blähungen, die einem beim Verdrängen in den Himmel katapultieren könnten und beim Entweichung zur Bruchlandung führen würden.

„Ich sagte ihnen, zurückgehaltene Winde könnten der Gesundheit schaden. Warum? Weil, wenn wir unseren Körper sich mit Gas füllen lassen, Kinder, also dann steigen wir hoch in die Luft, wie ein Ballon. Darum!“ S. 427

Das Lebensbild ist komplett und eindringlich in seiner Ausdruckskraft. Tiefschürfend und einfühlsam, liebevoll, zärtlich und hintergründig erzählt uns Pennac von den Wechselfällen des Lebens und seinen Folgen; vom Aufwachsen, Älterwerden und dem Tod, von der Liebe, der Hoffnung und der Vergänglichkeit: alles zusammen macht unseren Lebenszyklus aus.

Überraschend für den Leser bleibt bei allen deftigen Beschreibungen der Eindruck einer gewissen Vornehmheit im Denken. Zuweilen meint man: muss das alles so ausgesprochen werden? Und dann merkt man: ja, das muss so ausgesprochen werden. Denn hier geht es um Körper und Geist, und das Eine ist ohne das Andere nicht denkbar. Vom Beginn bis zum Ende unseres Lebens sind wir mit unserer Körperlichkeit befasst. Sie kann uns höchstes Glück, Freude, Schmerz und Leiden bescheren.

Zuletzt bekommt man der Eindruck, dass der Autor Gefühle und Wahrnehmungen in unnachahmlicher Weise thematisiert hat. In der Tat ist da eine Spur zu Proust zu ahnen.

Daniel Pennac lebt in Paris, wo er sich der Schriftstellerei widmet und schöngeistigen Beschäftigungen nachgeht.

Daniel Pennac
Der Körper meines Lebens
448 Seiten, gebunden
Kiepenheuer&Witsch, April 2014
ISBN-10: 3462046195
ISBN-13: 978-3462046199
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Thommie Bayer: Die kurzen und die langen Jahre

Thommie Bayer: Die kurzen und die langen Jahre

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Simon und Sylvie lernten sich im Jahr 1974 über zwei Todesfälle kennen: Simons Vater wurde eines Tages ermordet und zu gleicher Zeit auch Sylvies Mann Konrad. Wie konnte es dazu kommen?

Simon lebt in Konstanz und Sylvie in Lindau am Bodensee. Simon ist gerade 22 Jahre alt, Sylvie ist acht Jahre älter. Er verliebt sich sehr in diese ältere Gefährtin, die ihm eine echte Gefährtin nicht sein will!

Die beiden bleiben die ganze Zeit im Mittelpunkt der Geschichte. Sie fühlen sich auf subtile Weise von einander angezogen.

Der Bogen der Geschichte aber ist weit gespannt von 1964 bis zum Jahr 2014. Er bietet zahlreiche unerwartete Überraschungen.

Als Klavierstimmer schlägt sich Simon durchs Leben und hilft zwischendrin in einer Musikalienhandlung aus. Dort trifft er seinen guten Freund Manni, der eine Band hat. Auch Knut gehört zu der Clique und Anke und ihre Schwester. Man lebt und feiert zusammen und freut sich der gegenseitigen Zuneigung. Freundschaften entstehen, und Liebesbeziehungen bringen Freude oder auch Trauer.

Insgesamt ist es eine freudvolle Jugend mit allen Spielarten, die das Alter so mit sich bringt.

Simon wartet und sehnt sich nach Sylvie, und sie bleibt ihm eng verbunden; doch wirklich nahe kommen sie sich vor allem in ihren Briefen. Hier öffnet Sylvie ihr Herz, und Simon wartet sehnsüchtig auf diese Briefe.

Mit feiner Ironie und in sanften Farben malt Thommie Bayer das Leben in den Siebzigern in Deutschland. Die Jahre brachten politischen Aufruhr und die RAF, die mit ihrer Killermentalität die Republik erschütterte. Das sind die äußeren Umstände, in denen die Handlung angesiedelt ist. Im Inneren geht es um das alte Lied von Liebe, Treue, Abschied und Schmerz.

Spannend, einfühlsam und gelegentlich melancholisch berichtet Thommie Bayer von der Beziehung der beiden Hauptprotagonisten. Sie umkreisen sich und verlieren sich, nähern sich erneut und bleiben doch in einer sicheren Distanz zu einander. Dass sich hinter allem Geschehen noch ein Kriminalfall verbirgt, dass Kindergeburten und unerwartete Todesfälle eine geheime Dramatik entfalten, gibt der ganzen Geschichte einen besonderen Anstrich.

Thommie Bayer schreibt einen sanften Stil, hinter dem man diese Dramatik zunächst nicht vermutet. Es ist eine gelungene Geschichte: abenteuerlich, anspruchsvoll und faszinierend. Man sollte sich diesen Autor merken!

Thommie Bayer
Die kurzen und die langen Jahre
208 Seiten, gebunden
Piper, März 2014
ISBN-10: 3492054811
ISBN-13: 978-3492054812
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Michael Ballhaus: Bilder in meinem Kopf

Michael Ballhaus: Bilder in meinem Kopf

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Leben mit der Kunst!

Michael Ballhaus ist dieser ungemein sympathische, warmherzige und aufmerksame Kameramann, der es in seinem Leben zu einigem Ruhm gebracht hat. Schon früh interessierte er sich für Fotografie und nichts lag daher ferner, als dass er dieses Metier zu seinem Beruf gemacht hat.

In seinem Erinnerungsbuch geht es naturgemäß um sein Leben als Kameramann. Zunächst hat er mit R. W. Fassbinder gearbeitet, dessen frühes Genie Legende wurde. Einfach hatte man es mit diesem Regisseur nicht. Und hier zeigt sich auch schon die Richtung, in die das Buch von M. Ballhaus steuert: Er ist mit Leib und Seele beim Film und weiß zahlreiche interessante Begebenheiten von den Regisseuren zu berichten, mit denen er zuerst in Deutschland später in Amerika gearbeitet hat. Berühmte Regisseure wie Scorsese, Copola und viele andere haben ihn immer wieder um seine Mitarbeit  gebeten. Mit Leidenschaft berichtet er aus dem Nähkästchen der Filmgrößen, ihren Vorzügen und ihren Eigenheiten.

Seine Familie wird erwähnt als Hort der Ruhe und Geborgenheit, in der er auftanken konnte. Besonders seine Frau Helga war ihm eine unersetzliche  Ratgeberin, deren Zuneigung ihm alle die anstrengenden Jahre hindurch gewiss war. Dass sie starb, als er sich zur Ruhe setzen wollte, blieb für ihn schwer zu ertragen. Doch eine späte zweite Ehe schenkte ihm noch einmal tiefes Glück.

Insgesamt kann man sagen, dass das Buch von M. Ballhaus eine Geschichte des Films in Deutschland und Amerika und seiner zahlreichen Protagonisten darstellt.

Er berichtet detailreich, empathisch und erfüllt von seinen Jahren in dieser unruhigen Welt der Filmemacher und Künstler. Wer sich für die Filmgeschichte der einschlägigen Werke von der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bis heute interessiert, ist mit diesem Werk gut bedient. Die Biographie dreht sich um den Beruf und erst nachrangig um das eigene Befinden. Doch wer den Autor einmal life erlebt hat, der findet diesen sympathischen, leidenschaftlichen und herzlichen Menschen in seinen Berichten wieder.

Michael Ballhaus
Bilder in meinem Kopf
320 Seiten, gebunden
Deutsche Verlags-Anstalt, März 2014
ISBN-10: 3421045666
ISBN-13: 978-3421045669
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