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Autor: Claudine Borries

Alix Ohlin: In einer anderen Haut

Alix Ohlin: In einer anderen Haut

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Wohin die Liebe führt…

Menschliche Beziehungen sind fragil, gelegentlich zerstörerisch und häufig abenteuerlich.
Darüber zu lesen kann ebenfalls zu einem Abenteuer werden.
Alix Ohlin entführt uns mit ihrem jetzt auf Deutsch erschienen Roman auf das Spielfeld menschlicher Irrungen und Wirrungen.

Grace, eine kanadische Therapeutin in Montreal, hat sich in einen zurückgenommenen und fast abweisenden Mann verliebt, den sie nach einem untrüglich als Selbstmord zu definierenden Unfall im Schnee gefunden hat. Warum kann sie nicht von ihm lassen?

Als Therapeutin hat sie mit der sechzehnjährigen sich selbst verletzenden Anne ein Desaster erlebt. Diese, Tochter wohl bestallter Akademikereltern, brennt schließlich durch, beendet die Beziehungen zu ihren Eltern ganz und schlägt sich als mittelmäßige Schauspielerin in New York durchs Leben.

Mitch, der Exmann von Grace, ist ebenfalls dabei, sein Leben in eine neue Form zu zwingen. Sehr erfolgreich ist er dabei nicht!

Der Roman von Alix Ohlin erzählt in einer klaren Sprache von den Verirrungen, denen wir Menschen gelegentlich erliegen können.

Da sieht einer sein Gegenüber in einem imaginierten Glanz und Licht und verkennt, wie der andere wirklich ist. Tiefenpsychologisch schlüssig und genau hat Alix Ohlin ihre Figuren angelegt. Es scheint keine einfache Wahrheit zu geben stattdessen aber zahlreiche Fehlinterpretationen über das Verhalten des jeweiligen Partners.

Übersichtlich und klar verläuft die Handlung und löst gerade mit den an sich selbst irre werdenden Protagonisten eine starke Spannung beim Lesen aus. Mosaiksteinchen gleich setzen sich die Lebensstationen der einzelnen Figuren zusammen, und man erlebt, wie nahe Unglück und Glück beieinander liegen.

In der Psychoszene findet man häufig den Begriff des „Helfersyndroms“, der für eine Aufwertung des eigenen Selbst herhalten muss. In der Regel beruht diese Haltung jedoch eher auf dem abgewehrten Gegenteil: einem Mangel an Selbstwertgefühl.Dieses Helfersyndrom wird in zahlreichen Variationen hier durchgespielt.

Mitch, Grace, Anne und Tug, der im Schnee gefundene unbekannte Fremde, suchen offensichtlich nach Liebe, Nähe und Zuwendung, ohne sich wirklich auf diese ersehnte Nähe einlassen zu können. Jeder bemüht sich um eine verlässliche Spur für den eigenen Lebensweg und taumelt von einem Abenteuer oder Beziehungsversuch zum nächsten. Ortswechsel in entlegene Weltgegenden wie die Arktis oder Afrika geben der ganzen Geschichte den notwendigen äußeren Rahmen, in dem sich die allgemeine Rat – und Rastlosigkeit manifestiert.

Alix Ohlin hat einen spannenden Psychoroman geschrieben, in dem sie die Befindlichkeiten ihrer Figuren mit tiefenpsychologischen Blicken auslotet. Die Widersprüche im Handeln, das Unglück der einzelnen und der Kampf um Autonomie und Stärke geben dem Roman einen unverwechselbaren Anstrich. Auch so ist das Leben! Alix Ohlin hat es erfasst!

In der Übersetzung von Sky Nonhoff wird hiermit auch für das deutsche Lesepublikum ein bemerkenswerter Roman der kanadischen Schriftstellerin Alix Ohlin zugänglich gemacht.

Alix Ohlin
In einer anderen Haut
349 Seiten, gebunden
Beck, Januar 2013
ISBN-10: 3406647030
ISBN-13: 978-3406647031
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Jonathan Franzen: Weiter weg

Jonathan Franzen: Weiter weg

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Jonathan Franzen hat die wunderbare Gabe, in seinen Romanen und Schriften Herz und Verstand sprechen zu lassen!

So auch in seinem neuen Buch mit Essays, in denen er über menschliche Beziehungen, Selbsterkenntnis und Weisheit zu uns spricht.

Der erste Essay beginnt mit einer Rede vor Absolventen des Kenyon College im Mai 2011 mit Anregungen, das Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Eine ähnliche Rede vor Absolventen des Colleges hat sein enger verstorbener Freund David Foster Wallace im Jahr 2005 unter dem Titel „Das hier ist Wasser“ gehalten.

Franzens Essays handeln von der Liebe zu Eltern, Geschwistern, Freunden und zwischen Paaren. Er berichtet z.B., wie die neuen Techniken und seine Liebe zur Einsamkeit und Natur bei ihm ein heilloses Durcheinander ausgelöst haben. Geräte zur virtuellen Nutzung machen nach seiner Meinung süchtig und lassen das emotionale Wachstum veröden, ohne dass er sie deshalb ganz verteufeln würde. Selbstliebe und Selbsterkenntnis sind die eine Seite, die auf Technik beruhende Fremdheit und der Verlust des Ichs die andere.

Seine Worte und sein Fazit über Toleranz gegenüber den Mitmenschen zum Ende des ersten Artikels wirken tröstlich, einsichtig und human zugleich.

In einem weiteren Essay weiß er über Einsamkeit und Selbstfindung in der abgelegenen Natur zu berichten. Er nimmt harte äußere Bedingungen in Kauf, um nach Monaten, die er auf Lesereisen verbracht hat, eine Auszeit zu nehmen. Dabei erfreut ihn die Beobachtung der Vögel, die seiner ausgedehnten Liebe zu dem fliegenden Getier geschuldet ist. Das Leben von Robinson Crusoe, das er zur Lektüre dabei hat, veranlasst ihn, sein eigenes Leben im Kontext von Natur und Zivilisation zu überdenken.

In den weiteren Artikeln geht es um Freunde, Bücher, Naturschutz und zahlreiche andere Themen, die ihn immer wieder beschäftigen.

Mit wachem Geist und aufmerksamen Blicken durchleuchtet er sein eigenes Verhalten und das der anderen. Sicher kommt ihm dabei sein Wissen um die Kritische Theorie von Max Horkheimer und T.W. Adorno zugute.

Die Aufzeichnungen Jonathan Franzens erinnern an Selbstgespräche oder Dialoge, und man liest sie mit höchstem Interesse und persönlichem Gewinn. Sie sind witzig, geistreich, selbstkritisch, sarkastisch und auf jeden Fall immer wieder mitreißend. Es geht um die Natur, das Leben als Schriftsteller, die Einschätzung bestimmter Literaturgattungen, Freunde und um Beziehungen zwischen Menschen. Man versteht durch seine Schriften, was „Leben“ heißt.

Was Jonathan Franzen von zahlreichen Schriftstellern zu erzählen weiß, den geschätzten und weniger geschätzten, macht zuweilen Schmunzeln und zeigt eine umfassende Kenntnis seiner literarischen Vorlieben. Franzens Bildung gekoppelt an seine Redegewandtheit machen die Aufsätze zu einer anregenden, nachdenkenswertes und für mich auch vergnüglichen Lektüre mit Wiedererkennungswert.

Jonathan Franzen
Weiter weg
368 Seiten, gebunden
Rowohlt Verlag
ISBN-10: 349802132X
ISBN-13: 978-3498021320
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Dirk Kurbjuweit: Angst

Dirk Kurbjuweit: Angst

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Verbrechen und Schuld.

In einer Talkshow sprach der Autor des vorliegenden Romans bewegend, authentisch und ernsthaft über einen Fall von Stalking, der ihm, seiner Frau und seinen Kindern passiert ist. Er hat diese Erfahrung zum Thema eines neuen Romans verarbeitet.

Laut Wikipedia bedeutet Stalking „Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann“.

Die Handlung des Romans weicht natürlich oder vermutlich in einigen Teilen von der wahren Geschichte ab.

Tatsache ist, dass im Haus der neu zugezogenen Familie Tiefenthaler in einem gut beleumundeten Berliner Bezirk ein unheimlicher Mitbewohner im Souterrain wohnt. Zuerst kaum auffällig begeben sich nach und nach Ereignisse, die Vater und Mutter der zwei Kinder Paul und Fee aufhorchen lassen und zunehmend Beunruhigung hervorrufen. Zuerst sind es nur Nettigkeiten wie gebackene Kekse oder Pizzas, die Tiberius, so der Name des unheimlichen Nachbarn, vor die Tür legt. Doch dann wird er anzüglich gegenüber Tiefenthalers Frau Rebecca, schreibt Liebesbriefe, Gedichte und zuletzt verleumderische Anschuldigungen, die das Ehepaar in psychische Untiefen stößt.

Randolph, der junge Familienvater, hat daneben seine eigenen Probleme. Ist er doch ein Eigenbrötler, der sich zunehmend innerlich von seiner Frau entfernt. Diese, eine schöne und kluge Frau, weiß nicht, wie sie ihren Mann noch für sich interessieren kann. Äußerlich scheint alles in Ordnung, doch im tiefsten Innern stimmt einiges schon lange nicht mehr.

Einem Drama gleich findet Randolph Tiefenthaler weder bei der Polizei, dem LKA oder einer Anwältin Hilfe gegen den unheimlichen Stalker. Die Auswirkungen und Belege für das Stalking liegen vor, doch bevor nicht wirklich etwas passiert ist, können die Staats- und Rechtsorgane nicht tätig werden. Der potentielle Stalker ist hier wie in den meisten Fällen psychisch gestört und hangelt sich am Rande der Legalität um sein Opfer. Das Opfer seinerseits wird unsicher und beginnt an Selbstzweifeln zu leiden. Argwohn und Misstrauen beunruhigen das Paar und säen Zwietracht zwischen ihnen. So erfährt auch die Ehe Einbrüche, die nur schwer zu verkraften sind.

Dirk Kurbjuweit hat die wunderbare Gabe, zwei Erzählstränge zugleich mit Spannung zu gestalten. Man fiebert den Entwicklungen um seine Ehe-, und, schlimmer noch, dem Fortgang der Stalkinggeschichte heftig entgegen. Subtil und differenziert entsteht das Bild einer Ehe auf Abbruch.

Der Autor hat aus einer realen Geschichte einen spannenden Thriller erdichtet, dessen Wahrheitsgehalt nahe an der Wirklichkeit entlang schrammt.

Wie man hier erfährt, kann Stalking zur psychischen Folter ausarten. Dem Verbrechen selbst ist nur schwer beizukommen, denn der Rechtsstaat hatte bis vor einigen Jahren nur wenige Möglichkeiten zum Einschreiten.

Das Buch ist ein Lehrstück in Rechtsgeschichte und zeigt, welches  Ausmaß und welche Auswirkungen diese Form der Verfolgung annehmen kann. Der seelische Schaden bei den Opfern wiegt schwer.

Für Betroffene bietet der Roman Trost und Hilfe, für andere ist er Warnung, beizeiten pathologisch gestörten Menschen aus dem Weg zu gehen.

Dirk Kurbjuweit hat mit diesem Roman einen spannenden und ausgezeichneten Psychothriller vorgelegt.

Dirk Kurbjuweit
Angst
256 Seiten, gebunden
Rowohlt Berlin, Januar 2013
ISBN-10: 3871347299
ISBN-13: 978-3871347290
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Robert Seethaler: Der Trafikant

Robert Seethaler: Der Trafikant

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Wien zu Ende des Jahres 1937. Der siebzehnjährige Franz Huchel ist von seiner Mutter nach Wien geschickt worden, wo er sich beim Zeitungshändler Otto Trsnjek vom Gesellen zum Trafikant ausbilden soll. Er ist am Attersee im Salzkammergut in einfachen Verhältnissen groß geworden. Dort war die freie Natur, die Vögel und der See sein Zuhause. Hier in Wien überwältigt ihn die große Stadt mit ihren Menschen und Sehenswürdigkeiten. Im Zeitungsladen macht er die Bekanntschaft von Prof. Dr. Sigmund Freud, der ihn stark beeindruckt. Freud ist der berühmte Seelendoktor, der von zahlreichen Patienten aus aller Welt konsultiert wird. Da unser Franz sich so sehr nach Liebe sehnt, ermutigt ihn der Doktor, erste Versuche in diese Richtung zu wagen. Schon der überraschende Gedankenaustausch mit Sigmund Freud gerät zu Franzls Glück.

In Wien erlebt Franz dann aber auch sein erstes Liebesglück- und Unglück! Und er lernt im Austausch mit dem Professor, wie das Beisammensein Menschen prägt, fördert oder auch schadet.

Franz ist naiv und unbedarft und hört im Zusammenhang mit Freud zum ersten Mal den Begriff „Jud“, mit dem der grassierende Antisemitismus seine Ausrucksform findet. Die braunen Horden machen sich breit und schüchtern ihre Opfer mit brutalen Methoden ein.

Die ungleiche und ungewöhnliche Freundschaft zwischen Professor Freud und Franz Huchel nimmt zugleich ihren Lauf. Sie könnte gegensätzlicher nicht sein. Zart, klug und weise tauscht der Junge mit dem alternden Professor Gedanken aus über das Glück, die Liebe, die großen und kleinen Katastrophen, und Franz hat Mitleid mit dem alten Mann. „Das Altwerden ist doch eigentlich ein einziges Elend, dachte Franz wehmütig und gleichzeitig ein bisschen wütend. Was nützt die ganze Gescheitheit, wenn einen die Zeit doch irgendwann erwischte?“

Die Freundschaft zwischen den ungleichen Partnern bezaubern mit einfachen Aussagen darüber, was sich in der „Psychoanalyse“ abspielt.

In ihr zeigen sich die Tiefe und Ernsthaftigkeit des Austauschs zwischen Schüler und Gelehrtem.

Mit seinen feinen Schilderungen bringt uns Seethaler die Natur und Menschen näher und zeigt, dass Klugheit nicht ans Studieren geknüpft sein muss. Es geht eher darum, natürliche Lebensweisheiten zu erkennen und in sich aufzunehmen. Diese Erkenntnis mag der Gewinn sein, den der Professor aus dem Umgang mit dem einfachen Jungen zieht.

In seiner seltsam deftigen und altmodischen Sprache erzählt Robert Seethaler seine Geschichte über den Trafikanten. Wir kennen die Sprache aus „Die weiteren Aussichten“, in denen Seethaler ebenfalls das Leben der kleinen Leute zum Thema genommen hat. Hier wird es die braune Flut sein, die in Gestalt der Nazis Menschen und Städte vergiftet.

Die Grundmelodie der Geschichte steigert sich von heiter über gelegentlich belustigend bis zuweilen melancholisch und zuletzt ernst und traurig und behält im Tenor eine gewisse Zärtlichkeit.

Ein wunderbarer, einprägsamer und beeindruckender Roman ist dem Robert Seethaler erneut gelungen.

Robert Seethaler
Der Trafikant
256 Seiten, gebunden
Kein & Aber, 3. Auflage, September 2012
ISBN-10: 303695645X
ISBN-13: 978-3036956459
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Colm Toibin: Brooklyn

Colm Toibin: Brooklyn

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In Irland herrschte in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Armut und Not. Viele Iren zog es daher nach Amerika, um dort ihr Glück zu versuchen. Rose Lacey wünscht ihrer Schwester ein besseres Leben und sorgt dafür, dass diese mit etwa zwanzig Jahren aus Irland nach Amerika auswandert.

Nach einer abenteuerlichen Überfahrt landet Eilis in New York, wo ihr der irische Priester Father Flood bei der Suche nach Arbeit und Unterkunft behilflich ist. Sie findet eine Anstellung als Verkäuferin in einem Kaufhaus und landet in der Pension von Mrs. Kehoe. Dort leben schon einige Mädchen unter deren strengem Reglement. Das Leben für Eilis ist einfach, kärglich und bedürfnislos. Sie muss sich schwer anstrengen, um immer pünktlich, fleißig und gewissenhaft allen an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden.

In der ersten Zeit plagt sie das Heimweh, und die Sehnsucht nach ihrer Familie ist groß. Doch Eilis ist ehrgeizig und strebsam, und so gelingt ihr eines Tages der Zugang zu einem Fortbildungslehrgang für Buchführung und Handelsrecht. Ihre Prüfungen besteht sie glänzend.

Sehr allmählich fasst sie Fuß in der für sie so fremden Welt und lernt einen rührend anhänglichen und liebevollen Freund kennen.

Colm Tóibín findet den richtigen Ton und trifft den Stil, um zu vermitteln, wie es mit dem Leben in der Fremde denn so aussieht. Nicht besonders fröhlich scheint es da zuzugehen. Doch fleißig und anständig gelingt Eilis die Eingewöhnung in die für sie so fremde Welt. Die Epoche der Einwanderungen in Amerika birgt Gefahren und Hürden, die es zu nehmen gilt. Man spürt die Sehnsucht nach Heimat und die Anstrengung, sich neuen Lebensregeln zu stellen und sich einen Platz in der Gesellschaft zu erarbeiten. In Gestalt von Eilis wird die Diskrepanz zwischen alter und neuer Welt durchaus verstehbar. Liebevoll ausgestaltete Szenen belegen die tastenden Versuche, ein eigenes Leben zu beginnen und die Fäden zur alten Welt nicht ganz zu verlieren. Fremdheit, Distanz und Nähe, Anstand und Fleiß bieten die Grundlage, auf der sich der Wechsel von der alten zur neuen Welt gestaltet. Das bleibt nicht ohne Schmerzen, Verluste und Enttäuschungen. Eilis zeigt uns den inneren Kampf, mit dem sie sich aus der fernen Provinz in den Schmelztiegel unterschiedlicher Nationalitäten in Brooklyn begibt.

Sie meistert ihr Geschick, indem sie trotz diverser Anfechtungen ihren Weg geht.

Einfühlsam und tiefenscharf bietet uns Colm Tóibín in seiner Erzählung einen Eindruck von den Gefahren für Leib und Seele und von den Anstrengungen beim Wechsel zwischen verschiedenen Identitäten. Brooklyn ist ein Hexenkessel mit unterschiedlichsten Bevölkerungsanteilen und den entsprechenden Landessprachen. Hier trifft sich Freund und Feind und es gilt, die richtigen Partner fürs Leben zu finden. Diese Atmosphäre fängt Colm Tóibín hervorragend ein.

Der Leser folgt gebannt der Erzählung, die zu Herzen geht. Mut, Zuversicht und ein starker Charakter sind die Voraussetzungen, unter denen sich das Schicksal von Eilis entwickelt. An ihrem Schicksal nimmt man bis zum guten Schluss lebhaft Anteil.

Giovanni und Ditte Bandini krönen die Erzählung mit ihrer gelungenen Übersetzung.

Colm Toibin
Brooklyn
304 Seiten, broschiert
Deutscher Taschenbuch Verlag, Dezember 2012
ISBN-10: 3423141727
ISBN-13: 978-3423141727
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Julian Barnes: Unbefugtes Betreten

Julian Barnes: Unbefugtes Betreten

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Wahre Geschichten aus dem richtigen Leben…

Zahlreiche Episoden bilden den Plot zu diesen Erzählungen, die in sich abgeschlossene kleine Lebensgeschichten enthalten.

Da ist Vernon, der Immobilienmakler, dessen Leben durch Scheidung und Arbeit und gelegentliche Treffen mit seinen beiden Kindern gekennzeichnet ist. Mehr zufällig verliebt er sich in eine Kellnerin,–oder ist es nur ein Verlegenheitstreffen, weil er keine anderen Menschen kennt? Die Frau seiner Wahl hat eigene Geheimnisse, die er erst im Nachhinein ergründen kann.

Und dann kommen Phil und Joanna: sie haben eine nette Gesellschaft und man kommt von einem Thema zum anderen. Die Gespräche kreisen um Politik, Obama, die Clintons, Reagans und noch anderes mehr. Doch dann dreht sich alles ums Rauchen und seine Auswirkungen und um die Lügen der Entwöhnung und die Beharrlichkeit einiger, das Rauchen doch nicht aufzugeben.

Eine gesellige Plauderrunde vermag einen ganzen Kosmos an Themen zu mobilisieren. Hier erfahren wir sehr reale Alltagsgeschichten, wie sie jedem von uns begegnen könnten.

Die beiden Freundinnen Jane und Alice tauschen sich über Gott und die Welt und die eigenen Liebeserlebnisse aus.

Julian Barnes findet Worte, mit denen er realitätsnah seine Figuren agieren lässt. Seine Episoden machen jede Geschichte zu einer Einmaligkeit, so wie das Leben eines jeden Menschen in der Einmaligkeit besteht. Jeder von uns könnte die Personen kennen und über die Vergeblichkeit der Kümmernisse und Freuden nachsinnen…

Die Erzählungen des Autors zeigen einmal mehr, dass er ein Meister des Wortes ist, der zudem Tatsachen und Empfindungen punktgenau zu verbinden weiß. Seine Sprache alleine ist schon ein Genuss, und man mag keines seiner Worte missen.

Ich bin kein Liebhaber von Kurzgeschichten. Doch hier mache ich die große Ausnahme wie auch bei Alice Munro oder Raymond Carver.

Die wahrhaft großen Erzähler können noch aus den einfachsten Begebenheit Geschichten erfinden, die uns fesseln und bezaubern.

Unbefugtes Betreten? Das ist das Geheimnis dieser Geschichten: man scheint ein Lauscher beim Zuhören von persönlichen Gesprächen zu sein. Doch gönnt uns Julian Barnes die Beteiligung am Privaten!

Julian Barnes
Unbefugtes Betreten
304 Seiten, gebunden
Kiepenheuer& Witsch, 4.auflage, August 2012
ISBN-10: 346204480X
ISBN-13: 978-3462044805

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Florian Illies: 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

Florian Illies: 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

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Tagebuch einer beginnenden großen Künstlerepoche.

Florian Illies hat sich das Jahr 1913 ausgesucht, um einmal zu zeigen, wie gehaltvoll einflussreiche Künstler, Dichter und Denker das literarische und politische Leben des kommenden Jahrhunderts prägten. Tagebuchartig folgt er den Ereignissen und Treffen so bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Klimsch und Schiele. In der Tat war 1913 ein Jahr des beginnenden Expressionismus in der Malerei, der Erneuerung in den Neurowissenschaften durch die Fortführung der Erkenntnisse von Sigmund Freuds Psychoanalyse, und es war das Jahr kreativer Schriftsteller, die uns die schönsten Werke der Weltliteratur schenkten. 1913 zeigten sich aber auch die Vorboten des politischen Umsturzes in Russland und Europa.

Fortlaufend zählt Illies von Monat zu Monat auf, was sich tat.

Hitler und Stalin begegneten sich zum ersten Mal. Franz Kafka und Sigmund Freud sind in aller Munde; Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn verbindet eine stille Liebe. Die beiden Maler Franz Marc und Ludwig Kirchner treten auf den Plan, und Oswald Spengler befasst sich mit dem „Untergang des Abendlandes“.

Von allen diesen Künstler und anderen mehr hat man gehört und weiß sie einzuordnen. Doch nie hat jemand so kontinuierlich über das Jahr 1913 berichtet, in dem sich entscheidende Ereignisse ankündigten oder bereits ereignet hatten. In Wien gelangen die Maler Gustav Klimt und Oskar Schiele zu hohem Ansehen, zu denen auch Oskar Kokoschka zählte. Sie bildeten zusammen die Wiener Moderne. „Paris, München, Wien und Berlin galten insgesamt als die Frontstädte der Moderne“.

In diesem Buch wimmelt es nur so von bekannten Namen, die das Jahrhundert prägten und mit ihnen das Charisma der zwanziger Jahre ausmachten. Heinrich und Thomas Mann gehören ebenso dazu wie Hofmannsthal und Arthur Schnitzler.

Wer wissen will, wie diese Künstler, Dichter und Denker den Beginn das 20.Jahrhundert mit ihren Künsten beeinflussten, der lese diese Aufzählung, in der wohl niemand von Rang und Namen fehlt.
Zu allen weiß der Autor uns Einzelheiten zu erzählen und fügt seine Ausführungen zu einem geschlossenen Bild dieser sehr lebendigen und hoch aktuellen Zeit zusammen.
Man meint geradezu dabei zu sein, wenn Ateliers öffnen, Lesungen stattfinden oder anderweitige Veränderungen des Jahrhunderts ihren Anfang nahmen. Auch Aldi öffnete 1913 die ersten Ladentüren!
Eine äußerst labile und zugleich von Neuerungen berstende Phase deutscher und europäischer Kulturgeschichte tut sich auf.

Die Fülle des Materials ist überwältigend und lässt einen kaum zu Atem kommen. Doch bekommt man mit diesem Jahr 1913 einen Eindruck von den schöpferischen Kräften und aufwühlenden Denkrichtungen, die uns bis heute begleiten. Das Fazit ist: alle diese kreativen Künstler und Gelehrten konnten nicht verhindern, dass zwei Weltkriege unsere Kultur und unser Land tief erschütterten und Deutschland ins Abseits drängten.

1913 ist das letzte Jahr am Abgrund vor dem ersten dieser beiden Weltkriege. Das war der Bruch, mit dem der geistige und schöpferische Niedergang der deutschen Geschichte begann.

Florian Illies hat ein umfassendes und höchst informatives Werk geschaffen, das uns Aufschluss bietet über eine beginnende neue Ära, die so tragisch mit dem ersten und zweiten Weltkrieg für Deutschland endete.

Florian Illies
1913 – Der Sommer des Jahrhunderts
320 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag, 2. Auflage, Oktober 2012
ISBN-10: 3100368010
ISBN-13: 978-3100368010
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Deborah Holmes: Langeweile ist Gift

Deborah Holmes: Langeweile ist Gift

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen! Emanzipationsbewegung zu Anfang des 20.Jahrhunderts

Eine der wenigen Frauenrechtlerinnen zu Ende des 19. Jahrhunderts war Eugenie Schwarzwald, geb. Nussbaum.

Sie wurde in Ostgalizien geboren und besuchte die Grundschule in Czernowitz. Später lebte sie in Wien und betrieb als eine der Ausnahmefrauen ein Studium der Germanistik in Zürich, wo sie um 1900 promoviert wurde.

Eugenie, auch „Gena“ genannt, war eine Streiterin für Reformpädagogik, Freiheit und Gerechtigkeit. Verheiratet war sie mit ihrem Jugendfreund Herrmann Schwarzwald, der ihr den nötigen Rückhalt bieten konnte, um ihre Absichten mit ihren reformpädagogischen Ambitionen zu verwirklichen. Aufgeschlossen und rebellisch befasste sie sich neben der Arbeit als Schulleiterin in Wien mit den schönen Künsten und führte einen von zahlreichen Berühmtheiten frequentierten Salon.

Deborah Holmes zeichnet den Weg dieser jüdischen Frau nach, die keine Grenzen kannte und sich über Konventionen hinweg setzte, um ihre Ideen von Freiheit und Bildung für Mädchen in den entsprechenden Lehranstalten durchzusetzen.

Es war nicht leicht für sie, Anerkennung in den konservativen Kreisen ihrer Zeit zu finden. Nicht nur der überall herrschende Antisemitismus bereitete ihr Ungelegenheiten. Es waren vor allem ihre Ansprüche an Bildung und Gleichberechtigung für Frauen, die auf Widerstände stießen. Doch gründete sie mit unermüdlichem Einsatz ein Mädchenlyzeum, in denen diese Abitur machen konnten, und sie gründete die erste Gemeinschaftsschule für Mädchen und Jungen.

In ihrer Biographie geht Deborah Holmes den langen Weg einer Frau mit, der sie voller Elan, Kraft und guter Ideen zu ungewöhnlichen Freundschaften und Aktivitäten führte. Nach Aussagen hunderter Briefe und Dokumente war Eugenie Schwarzwald zwar nicht überall beliebt. Doch konnte sie eine große Schar bekannter Zeitgenossen in Kunst und Kultur um sich scharen. Sie überstand den Ersten Weltkrieg mit Tatkraft und ihrer unermüdlichen Hilfsbereitschaft. Der nahende Zweite Weltkrieg schickte sie jedoch auf eine Reise ins Ungewisse. Bekannte Namen unter den Freunden tauchen auf, die bemüht waren, ihre Lage zu erleichtern. Sie flüchtet in die Schweiz, wo zunächst ihr Mann und 1940 auch Eugenie Schwarzwald verstarb.

Die Biographie ist detailreich und mit zahlreichen Anmerkungen nach jedem Kapitel versehen. Das Wien mit seinem kulturellen Leben und seinen zahlreichen Künstlern, Kritikern und Dichtern nimmt in der Erzählung breiten Raum ein. Das Buch ist eine fleißige und ausführliche Arbeit geworden, in der man sowohl von den politischen Unwägbarkeiten, den Freundschaften aber auch den privaten Anfeindungen mit Betroffenheit liest. Deborah Holmes zeigt in der Person Eugenie Schwarzwalds eine Heldin mit weltoffener und charismatischer Ausstrahlung.

Deborah Holmes
Langeweile ist Gift
388 Seiten, gebunden
Residenz Verlag, Oktober 2012
ISBN-10: 3701732035
ISBN-13: 978-3701732036
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Chris Van Allsburg: Die Geheimnisse von Harris Burdick

Chris Van Allsburg: Die Geheimnisse von Harris Burdick

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Surreales in geheimnisvollen Bildergeschichten…

Mit diesen Bildern hat es seine geheime Bewandtnis. Sie wurden eines Tages dem amerikanischen Verleger Peter Wenders von einem Mann überreicht, der sich Harris Burdick nannte. Er versprach, ihm zu jeder Zeichnung eine Geschichte einzureichen. Doch Burdick tauchte nie wieder auf. So blieben die Zeichnungen liegen, und zuweilen schrieben Kinder ausgedachte Geschichten dazu.

Chris Van Allsburg sah die Zeichnungen und war so fasziniert, dass er sie zur Veröffentlichung an sich nahm. Der besondere Reiz der Darstellungen liegt in den Titeln, mit denen Burdick jede Zeichnung versehen hatte. Allsburg fühlte sich unwillkürlich animiert, sich die passenden Geschichten zu den Bildüberschriften  auszudenken. Das geht am Ende jedem Betrachter und auch mir so.

Die Zeichnungen sind von einer merkwürdigen Magie. Sie sind grau in grau gehalten. Teilweise wirken sie surreal und teilweise gruselig, insgesamt aber entseelt. Man kann sich keine Stimme, keinen Atem und keinen Laut zu den Bildern vorstellen.

Da liegt ein Junge im Schlaf. Die Überschrift zu dieser Zeichnung lautet “Archie Smith im Schlaf“ und darunter „eine flüsternde Stimme fragte: ist er das?“

Nun mag man sich die wunderlichsten Geschichten dazu ausdenken.

In einem Raum fliegen hunderte von Vögeln herum und der Text lautet: „Alles begann, als jemand vergass, das Fenster zu schließen.“

Ein weiteres Bild zeigt eine Nonne, die auf einem Stuhl durch die Kirche fliegt.

Ein schlafendes Mädchen wird gezeigt. Auf ihrem Am liegt ein Buch mit Kräutern darüber verstreut. „Er hatte sie vor diesem Buch gewarnt. Nun war es zu spät.“

Chris Van Allsburg gilt das Verdienst, die geheimnisvollen  Zeichnungen der deutschen Leserschaft 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung in Amerika vorzustellen. Harris Burdock aber blieb verschollen.

Ein seltenes Kleinod hat der Carlsen Verlag damit unter die bibliophilen Leseratten gebracht!

Chris Van Allsburg
Die Geheimnisse von Harris Burdick
32 Seiten, gebunden
Carlsen Verlag, November 2012
ISBN-10: 3551517835
ISBN-13: 978-3551517838
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Vladimir Jabotinsky: Die Fünf

Vladimir Jabotinsky: Die Fünf

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Aufstieg und Niedergang einer jüdischen Familie im alten Odessa um 1905.

Vladimir Jabotinsky hat sich in seinen Erinnerungen in die Stadt Odessa zu Beginn des 20. Jahrhunderts begeben.
Dort, in der Vielvölkerstadt, lernte er die Familie Milgrom kennen.
Die fünf Kinder der jüdischen Familie bilden die Rahmenhandlung zu einer Geschichte, in der es um Judentum, Assimilation, Gesellschaftsleben und Aufruhr geht.

Marussja, Marko und Lika, die Rebellische, Serjosha und Torik sind die handelnden Personen. Über allen wacht ihre Mutter Anna Michailowna Milgrom. Der Autor begegnet Mutter und Tochter Marusscha zum ersten Mal im Theater und danach immer wieder bei diversen Geselligkeiten.

Es fällt nicht ganz leicht, dem Handlungsstrang zu folgen. Die Stadt Odessa ist zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine lebendige Metropole, in der sich die Welt im Kleinen spiegelt. Geschichtlich gehörte Odessa zuerst zum Osmanischem Reich, danach vorübergehend zu Österreich-Ungarn und ab 1922 zur Sowjetunion.

Die Schulstreiche der Kinder der Familie Milgrom, erste Annäherungen an die schon ältere Marussja und die politisch aufsässige Lika bieten Stoff, um über jeden einzelnen von ihnen zu berichten. Anna Michailowna ist die liberale, gütige jüdische Mutter, eine junge Mutter dazu, die ihren Kindern mit Aufmerksamkeit zur Seite steht.

In der „Literaturka“ versammeln sich Anhänger mit aufsässigem Gedankengut. Hier herrscht das freie Wort und Gedankenfreiheit, und der Autor wundert sich selbst, dass die Obrigkeit diesen keinen Einhalt gebot. „Tschechows Wehmut wurde als Protest gegen die herrschende Ordnung und Dynastie verstanden, Gorkis erfundene Barfüßer bis hin zu Malwa als Barrikadenruf; wie und warum, könnte ich jetzt nicht mehr erklären, aber so war es.“
In diesem Ton geht die Geschichte voran, bezieht sich auf Zusammenkünfte, auf die herrschende Stimmung in der Stadt mit ihrer Vielfalt kultureller Möglichkeiten.

Vladimir Jabotinsky ist in Gestalt eines Journalisten immer dabei, wenn es Neuigkeiten in der Familie zu erzählen oder zu erleben gibt. Dass er darüber hinaus dem Bild Odessas, ihrer ausnehmend anspruchsvollen und von zahlreichen Einflüssen geprägten Architektur und der mit Akazien gesäumten Steilküste zum Schwarzen Meer hin gedenkt, geben seiner Erzählung den äußeren Anstrich, von dem man sogleich neugierig auf die Ereignisse blickt.

Man erlebt die Familie umsäumt von den politischen Geschehnissen, die einzelne Familienmitglieder der Familie entfremden. Was aus ihnen allen geworden ist, nimmt breiten Raum ein und schlägt den Leser in Bann. Zwischen Faulenzerei und Aufruhr, zwischen Schicksalsschlägen und Verlust betrachtet man Aufstieg und Niedergang einer Familie, die symptomatisch für das aufstrebende Bürgertum und seinen Fall war.

Der Journalist und Zionist Vladimir Jabotinsky (1880 -1940)  galt zu seiner Zeit als politisch engagierter Kopf, der den Staat Israel in den Grenzen des biblischen Palästinas forderte. Er war zugleich Schriftsteller und Politiker. Seine Prosa ist durchsetzt mit poetischen Bildern und bietet Einblicke in die Welt des jüdischen Odessas mit allen ihren Möglichkeiten zur Entfaltung einer differenzierten, kultivierten und aufgeschlossenen Geisteshaltung der Bewohner. Es sind diese Merkmale, die das kaufmännische Großbürgertum ausmachten.

Die äußere Aufmachung des Buches ist edel und anspruchsvoll und erscheint in der Übersetzung von Ganna-Maria Braungardt und Jekatherina Lebedewa.

Vladimir Jabotinsky
Die Fünf
350 Seiten, gebunden
AB – Die Andere Bibliothek, Dezember 2012
ISBN-10: 3847703366
ISBN-13: 978-3847703365
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