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Autor: hera

Sabine Goette: Selbstheilung – Warum Gesundheit im Kopf beginnt und was die Wissenschaft darüber weiß

Sabine Goette: Selbstheilung – Warum Gesundheit im Kopf beginnt und was die Wissenschaft darüber weiß

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Jeder Mensch hat Selbstheilungskräfte. Das kann man oft genug beobachten. Die Wissenschaftsjournalistin Sabine Goette geht diesem Thema auf den Grund. Das Buch beruht auf der TV-Dokumentation „Die Heilkraft des inneren Arztes“ und auch in ihrem Buch „Die Heilkraft des inneren Arztes – Wie jeder seine Selbstheilungskräfte wecken kann“ ging es bereits um dieses Thema.

Insbesondere chronisch Krankheiten und Beschwerden sind es, die zu der Frage führen, was man selbst tun kann. Die Schulmedizin kann hier helfen. Aber bisweilen führt das eben nicht zu einer Besserung der Symptome. Manchmal wird nicht einmal die Ursache für die lang anhaltenden Beschwerden gefunden. Die Autorin vermittelt, dass es immer auch auf die innere Einstellung des Patienten ankommt, auf sein grundlegendes Befinden und auf seine aktive Mitarbeit. Der Mensch muss ganzheitlich betrachtet werden. Also auch die Psyche und die Lebensumstände. Die Autorin spricht hier zum Beispiel auch von Entspannungs- und Körperwahrnehmungstechniken, die eine schulmedizinische Behandlung erweitern können.

Vielleicht gelingt es nicht immer, die Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, dass komplette Gesundheit sich einstellt. Und natürlich hat die Selbstheilung ihre Grenzen. Aber es ist eine Chance und auch etwas, dass man vorbeugend tun kann. So ist nicht selten Stress ein Auslöser für Krankheiten und gerade hier gibt es Strategien sich davon nicht im Alltag überrollen zu lassen. Das ist nicht einmal sehr zeitaufwändig.

Die Autorin spricht also viele Aspekte an. Manche Vorgänge kann man dann besser verstehen, und viele Erkenntnisse für sich selbst nutzen. Ganz neu ist das Thema natürlich nicht. Autogenes Training und Homöopathie sind bekannt. Aber im Buch wird alles auf einfache Weise erklärt und schafft besseren Zugang – auch für Skeptiker.

Rezension von Heike Rau

Sabine Goette
Selbstheilung – Warum Gesundheit im Kopf beginnt und was die Wissenschaft darüber weiß
256 Seiten, broschiert
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426876388
ISBN-13: 978-3426876381
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Judith Winter: Sterbegeld

Judith Winter: Sterbegeld

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Die Polizei kommt zu spät. Der kleine Junge, der die Polizei angerufen hat, ist tot. Auch seine Schwester und die Eltern leben nicht mehr. Fassungslosigkeit macht sich breit. Bald gibt es einen Verdächtigen. Doch sind es nur Indizien, die auf Armin Bormann s Schuld verweisen. Ein Motiv fehlt.

Diesen Fall bekommen acht Monate später Emilia Capelli und Mai Zhou auf den Tisch. Die Ermittlungen sollen ihnen Rückendeckung geben für eine ganz andere Sache. Seit Kollege Thorsten Mohr, Mitglied einer Spezialeinheit, bei einer Razzia getötet worden ist, gilt es als erwiesen, dass sich ein Maulwurf in den Reihen der Polizeibeamten befindet.

Es ist das dritte Buch um Emilia Capelli und Mai Zhou. Auch „Siebenschön“ und „Lotusblut“ habe ich gelesen, fand diese beiden Bücher aber sehr viel spannender. Ich habe nicht auf Anhieb in den Krimi hineingefunden. Emilia Capelli und Mai Zhou gehen eigene Wege und ergänzen sich nicht mehr ganz so perfekt. Der Ton scheint rauer geworden zu sein. Aber das ist der ganzen Situation geschuldet, die die beiden Ermittlerinnen stresst.

Der Fall um die Ermordung der Familie Svensson ist erschütternd und hier wollen sich die die Puzzleteile einfach nicht zusammenfügen. Pflichtverteidiger Karel Schubert, eine sehr starke Figur, nimmt seine Sache sehr ernst und legt sich ins Zeug für den des Mordes angeklagten Armin Bormann, auf den alles deutet, sich aber nicht wasserdicht festmachen lässt. Das ist alles sehr interessant beschrieben. Aber eben auch sehr verworren. Perfekt aufgelöst wird dieser Fall meiner Meinung nach auch nicht.

Die Sache mit dem Maulwurf hat Priorität und geht den Ermittlerinnen an die Nieren. Zumal ein weiterer gefährlicher Einsatz ansteht, der nun eigentlich abgesagt werden müsste. Hier zeigt Emilia Capelli, in gewohnter Weise, was sie kann. Während Mai Zhou, dies sich eher darum kümmert, Armin Bormann festzunageln, hier im Hintergrund bleibt, was schade ist.

Die letzten 50 Seiten sind es, die zu gewohnter Spannung auflaufen, sodass man dann doch ganz zufrieden aus dem Krimi geht.

Rezension von Heike Rau

Judith Winter
Sterbegeld
Emilia Capelli und Mai Zhou ermitteln
464 Seiten, broschiert
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423216166
ISBN-14: 978-3423216166
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Lynn Raven: Windfire

Lynn Raven: Windfire

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Jesse lebt ihr Leben. Die junge Frau schlägt sich mit mehreren Jobs durch, sorgt zudem für ihren jüngeren Bruder und zahlt seine Arztrechnungen. Für ein Amulett, das sie notgedrungen zum Pfandleiher bringt, bekommt sie nur wenig Geld. Kurze Zeit später begegnet sie Shane. Er ist auf dem Suche nach diesem Schmuckstück und erwartet ihre Hilfe, um es in seinen Besitz zu bekommen. Dabei verhält er sich herrschsüchtig. Jesse hofft, ihn wieder los zu sein, sobald er das Schmuckstück hat.

Jesse und Shane sind in ihrem Charakter sehr gegensätzlich. Feuer und Wind treffen aufeinander, was eigentlich nicht gut gehen kann. Denn Shane ist zu einer Hälfte ein Djinn und Jesse ist eine Windhexe. Doch von ihren übersinnlichen Kräften ahnt Jesse noch nichts.

Das Amulett ist längst weiterverkauft und dieser Umstand bringt Shane in Bedrängnis. Die Suche gestaltet sich schwierig. Und ehe man sich versieht, wird daraus eine Verfolgungsjagd. Denn auch andere haben Interesse an dem Schmuckstück, dem eine geheimnisvolle Macht innewohnt.

Die Geschichte geht tief hinein in eine mysteriöse Vergangenheit und nur nach und nach werden dem Leser die Hintergründe offenbart, deren Erben Jesse und Shane sind. Zwischen den beiden entwickelt sich etwas. Es ist eine besondere Anziehungskraft, die langsam stärker wird.

Das Buch liest sich recht gut. Aber das gewisse Etwas hat es nicht. Ab und an stört mich die Tonart. Gerade am Anfang als sich beide noch gegenseitig „Ms Zimtzicke“ und „Mr Vollidiot“ nennen. Ich konnte die entstehende Liebe nicht mitfühlen. Und es ist nicht der gleiche Schreibstil wie beispielsweise bei „Blutbraut“. Das hat mich sehr verwundert. Die Geschichte entwickelt sich für meine Begriffe auch zu langsam. Was mir gefallen hat, ist die Art, wie Jesse und Shane sich über Grenzen hinwegsetzten, die ihre Abstammung ihnen eigentlich vorschreibt, und neue Wege gehen wollen.

Rezension von Heike Rau

Lynn Raven
Windfire
464 Seiten, Klappenbroschur
cbt, München
ISBN-10: 3570161021
ISBN-13: 978-3570161029
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Paul Grote: Die Spur des Barolo

Paul Grote: Die Spur des Barolo

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Die Weinreise ins Piemont endet für einen der Beteiligten mysteriös. Arnold Sturm löst sich auf der Heimreise in Luft auf. Seine Frau Francesca wartet auf dem Flughafen vergeblich auf ihren Mann. Arnolds Begleiter wissen von nichts. Keiner vermag zu sagen, ob er überhaupt im Flugzeug war. Und einige denken nicht daran, die Sache aufzuklären und machen sich gleich aus dem Staub. Die Polizei interessiert sich auch nicht für die Sache. Ein erwachsener Mann kann schließlich verschwinden, wohin er will.
Doch die Ehe war bisher in Ordnung. Francesca hat keinen Grund anzunehmen, dass ihr Mann der Familie den Rücken kehren wollte. Da die Polizei nicht helfen will, muss die Familie selbst nach Arnold suchen. Francesca greift den Vorschlag ihres Vaters auf. Sie nimmt die Rolle einer Wein-Einkäuferin an und versucht die Reiseroute ihres Mannes exakt nachzuvollziehen. Sie reist von einem Weingut zum nächsten, übernachtet, wo Arnold übernachtet hat und hält Augen und Ohren offen.

Es dauert ein wenig, ehe man im Krimi drin ist. Der Anfang ist wenig spannend. Aber Francesca ist eine interessante Persönlichkeit und es scheint, dass es lohnt, ihr weiter zu folgen. Und so ist es dann auch. Als Leser weiß man beizeiten, was Arnold geschehen ist, auch wenn man die Hintergründe nicht kennt, nicht weiß, wo er ist, und hier nur Vermutungen anstellen kann. Langsam kommt Spannung auf, die sich immer mehr verdichtet. Francesca scheint auf der richtigen Spur zu sein. Aber was sie dann tatsächlich aufdeckt, ist wirklich unglaublich.
Der Autor schmückt die Handlung mit reichlich Weinkunde aus. Manchmal ist es ein bisschen viel und lenkt vom eigentlichen Krimi ab. Wer sich für Wein interessiert, mag das allerdings anders sehen.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Besonders das letzte Drittel fand ich sehr gut.

Rezension von Heike Rau

Paul Grote
Die Spur des Barolo
416 Seiten, gebunden
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423216034
ISBN-13: 978-3423216036
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Tanja Heitmann: Nebelsilber

Tanja Heitmann: Nebelsilber

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Die siebzehnjährige Edie und ihr Vater brauchen eine Auszeit. Ein einsames Haus im Spreewald, im kleinen Dörfchen Wasserruh, das sich im Familienbesitz befindet, ist der geeignete Ort dafür. Edie muss von ihren Liebeskummer loskommen und ihr Vater braucht etwas Abstand zu seiner Frau, der Mutter von Edie.

Die Gegend ist voller Mythen und Legenden, die wirklich unheimlich sind. Der Erlenkönig scheint hier das Zepter in der Hand zu halten. Über die Jahrzehnte hat er sich so manches Kind geholt. So auch Silas Sterner, der nun nach zehn Jahren plötzlich wieder auftaucht. Die Dorfgemeinschaft weiß nicht, was sie davon halten soll, die Eltern des mittlerweile fast erwachsenen Jungen schon gar nicht. Zumal Silas vorgibt, die Erinnerung verloren zu haben. Edie ist überzeugt, dass ihr Herzschlag den Jungen zurückgebracht hat. Sie hat eine Gabe, mehr zu fühlen und zu sehen als andere.

Edie mag Silas. Sie ist gern mit ihm zusammen, nur scheint es, dass der Erlenkönig alles daran setzt, ihn zurückzuholen in die Nachtschatten tief unter der Erde.

Ein einsames Dorf, alte windschiefe Häuser, auf unsicherem Boden erbaut, die tückischen Fließe und der verwunschene Erlenwald, der unheimliche Nebel und die Kälte. Ich kann mir diese Kulisse sehr gut vorstellen. Es verstärkt die Wirkung, die die Geschichte hat. Alles ist geheimnisvoll und man mag sich eigentlich gar nicht ausmalen, was wirklich vorgeht. Es kann nichts Gutes sein.
Tatsächlich hat die Autorin die Hintergründe zur Geschichte sehr glaubwürdig entwickelt. Mich hat fasziniert, welche Abgründe sich auftun. Aber nur so kann diese Geschichte realistisch wirken. Natürlich muss man dafür der Fantasie der Autorin folgen und sich darauf einlassen. Das ist mir aber mühelos gelungen. Es gibt viele interessante Wendungen im Buch. So hat die Autorin auch das Ende unerwartet gestaltet.

Rezension von Heike Rau

Tanja Heitmann
Nebelsilber
400 Seiten, gebunden
cbt, München
ISBN-10: 3570161218
ISBN-13: 978-3570161210
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Jonathan Stroud: Lockwood & Co. Band 3 – Die raunende Maske

Jonathan Stroud: Lockwood & Co. Band 3 – Die raunende Maske

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Die Geisterplage hat ein nie gekanntes Ausmaß angenommen. Ein Stadtteil Londons wird besonders schlimm heimgesucht. Es ist der größte Fall, seit das Problem begonnen hat. Lockwood & Co. werden allerdings nicht hinzugezogen. Die Agentur ist einfach zu klein und unbeachtet. Das ärgert Anthony Lockwood, Lucy Carlisle und George Cubbins natürlich sehr. Doch gerade George ist es, der das Zentrum der Geistererscheinung durch akribische Recherchearbeit ergründet. Zwar nimmt das keiner ernst. Doch Lockwood findet Helfer und so wird ein Kaufhaus, das auf einem alten Gefängnis erbaut wurde, näher unter die Lupe genommen. Über Nacht will das Team herausfinden, was hier vorgeht.

Das von Geistern heimgesuchte London nimmt mich auch diesmal gefangen. Die Geschichte beginnt mit einem unheimlichen Fall, der beinahe aus dem Ruder läuft, weil Lucy ihre Fähigkeiten austestet. Fortan geht Lockwood ihr aus dem Weg und widmet seine Aufmerksamkeit der neuen Mitarbeiterin Holly Munroe, die eigentlich den Bürokram erledigen und für Ordnung sorgen soll. Sie wird jedoch bald zu den Aufträgen hinzugezogen. Auch der wispernde Schädel ist mit dabei und verkündet wie immer Unheil. Genau wie Lucy kann er die Neue nicht ausstehen und gießt kräftig Öl ins Feuer.

Der neue Fall hat eine nie gekannte Größenordnung. Lockwood und sein Team gehen heran wie immer, aber so ist dem Ganzen nicht beizukommen. Die Gefahr für alle Beteiligte wird unüberschaubar. Insbesondere Lucy schlägt einen eigenen Weg ein, und lässt Vorsichtsmaßnahmen außer Acht, ohne die Folgen auch nur zu erahnen. Da muss man als Leser schon einige Male die Luft anhalten.

Auch das Drumherum stimmt. Lucys Gefühle für Lockwood, ihre Eifersucht Holly gegenüber, die schlechte Zusammenarbeit mit der Polizei und Inspector Barnes, die Stress für das gesamte Team … All das führt zu brenzligen Situationen, die kaum beherrschbar scheinen.

Und das Ende? Wird gut aufgelöst und dann gibt es noch eine böse Überraschung, sodass ich sehr gespannt bin, wie es in einem nächsten Band weitergehen wird.

Rezension von Heike Rau

Jonathan Stroud
Lockwood & Co. Band 3 – Die raunende Maske
Aus dem Englischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung
464 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570159639
ISBN-13: 978-3570159637
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Margarita Kinstner: Die Schmetterlingsfängerin

Margarita Kinstner: Die Schmetterlingsfängerin

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Katja ist schwanger. Ausgerechnet jetzt, wo sie ihrem Freund Danijel nach Sarajevo folgen will. Ihre Entscheidung ändern, will sie deswegen nicht. Aber nachdenklich wird sie. Ihr Urgroßvater war einst von Bosnien nach Österreich ausgewandert. Katja nimmt sich also Zeit zurückzublicken und die Familiengeschichte zu ergründen. Ihre Kindheit hat Katja zum Teil bei ihrer Großmutter verbracht. Was sieht man, wenn mal als Erwachsene zurückkehrt an diesen Ort? Ist es tatsächlich das, was man Heimat nennt?

Mit viel Gefühl wird die Geschichte erzählt, sodass man nachempfinden kann, wie es Katja geht, die frei sein will in ihrer Entscheidung die Zukunft betreffend. Die sich nicht von anderen beeinflussen will, die ihr abraten.
Katja genießt die Zeit im Lusniztal, dem Ort ihrer Kindheit, den es so, wie er damals war, natürlich nicht mehr gibt. Die Bodenhaftung verliert Katja deswegen nicht. Ihre Freundin kommt sie besuchen und auch Danijel begleitet seine Katja ein paar Tage. Das Zusammensein und die Gespräche helfen. Während anfangs noch Unklarheit herrscht, alles durcheinander geht und die Gedanken Purzelbäume schlagen, sortiert Katja sich immer mehr, bis sie weiß, was sie selbst wirklich will. Dazu gehört, Einflüsse von außen abzuschirmen. Ein Neuanfang bedeutet schließlich, die Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Nur trägt diese Vergangenheit noch ein Geheimnis in sich, das es zu verarbeiten gilt.

Die Autorin schreibt auf eine sehr ruhige Art und Weise und vor allem ohne Wertung. Als Leser folgt man Katja mit Interesse und Wohlwollen in die Vergangenheit. Das Abschied nehmen ist von einer Sehnsucht geprägt und doch auch voller Hoffnung in die die Zukunft und das Leben als kleine Familie, wo immer das auch sein wird. Man hört zu wie eine Freundin und wartet ab. Selten hat ein Buch diese Wirkung.

Rezension von Heike Rau

Margarita Kinstner
Die Schmetterlingsfängerin
288 Seiten, gebunden
Deuticke Verlag
ISBN-10: 3552062947
ISBN-13: 978-3552062948
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Nina Blazon: Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon: Der Winter der schwarzen Rosen

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Tajann und Liljann sind Schwestern. Liljann ist die Erstgeborene und wartet darauf, dass ihr Vater sie freigibt. Das heißt, dass sie von zu Hause fortgehen muss, ins gefahrvolle Grauland. Tajann dagegen kann es kaum abwarten, in die Dienste von Lady Jamala von Caila zu treten. Der Junglord Janeik, der allerdings eine andere heiraten soll, hat es ihr angetan. Umso eher Liljann geht, umso besser für Tajann. Kein Wunder also, dass Intrigen gesponnen werden und Tajann alles versucht, um ihre Ziele zu erreichen. Und dann kommt der Tag und Liljann zieht mit einem Gestaltwandler, der sein wahres Wesen geschickt verbirgt und der verspricht sie zu beschützen, ins Grauland.

Mit zwei Liebesgeschichten haben wir es zu tun. Und mit zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Die Geschichte ist gut gemacht und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Was aber vor allem begeistert, ist der Schreibstil der Autorin, der so viel in sich trägt. Die Geschichte klingt. Und klingt nach. Als Leser kommt man ins Träumen. Dabei sollte man besser aufpassen. Denn die Geschichten der Schwestern werden parallel erzählt und sollten natürlich nicht verwechselt werden. Ein bisschen mehr Abgrenzung wäre wünschenswert gewesen, denn die Schriftart ist nur leicht unterschiedlich.

Es begegnen sich Gut und Böse und alles, was dazwischen liegt. Verbündete und Gegner zu unterscheiden ist nicht einfach. Tajann ist berechnend und handelt überlegter als ihre Schwester, die eher sanft und intuitiv ist. Leicht haben es beide nicht, schließlich müssen sie in einer magischen Welt bestehen und um ihre Liebe und ihr eigenes Leben kämpfen. Es ist ein steiniger Weg voller Gefahren, Rückschläge und Überraschungen. Wie der Titel klingt, so ist das Buch. Romantisch, bezaubernd, magisch, aber auch abgründig und düster.

Rezension von Heike Rau

Nina Blazon
Der Winter der schwarzen Rosen
544 Seiten, gebunden
cbt, München
ISBN-10: 3570163644
ISBN-13: 978-3570163641
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Marlies Ferber: Truthahn, Mord und Christmas Pudding

Marlies Ferber: Truthahn, Mord und Christmas Pudding

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Mitten in der Vorweihnachtszeit geschieht das Unglaubliche. Sheila Humphreys liebe Freundin Rosalind, eine pensionierte Richterin, wird bei einem Besuch auf dem Friedhof ermordet. James Gerald, ehemaliger Agent des britischen Geheimdienstes, glaubt, dass der Mordanschlag wohl eher seiner Lebensgefährtin galt. Fortan ist James skeptisch und sehr wachsam. Überall sieht er Gefahren auf Sheila lauern. Als Sheilas Jugendfreund Bruce Rigsby sich bei ihr einnistet, ist das Maß voll. Dass dieser Mann etwas auf dem Kerbholz hat, sieht James sofort. Seine Alarmglocken schlagen nie umsonst an. Und auch dieses Theaterprojekt, für das Sheila sich begeistert, und bei dem es um die Resozialisierung ehemaliger Straftäter geht, ist nicht gerade in seinem Sinn. Schließlich weiß keiner, wer die Guten und wer die Bösen sind. Unter den Schauspielern könnte ein gerissener Verbrecher sein. James kann seine Sheila keine Sekunde mehr aus den Augen lassen, auch wenn er keine Lust auf dieses Theater hat.

Der Krimi versetzt in Weihnachtsstimmung und ist doch sehr spannend. Gut Unterhaltung wird also geboten. James und Sheila sind ein Paar, das für Überraschungen gut ist. Als ehemalige Kollegin von James, kennt Sheila ihren Lebensgefährten sehr genau. Die beiden liefern sich interessanten Meinungsaustausch und geraten auch mal in Streit. Während Sheila stets locker bleibt, wird Gerald immer bissiger und lässt nicht nach mit seinen Verdächtigungen. Dass er den Mörder nicht dingfest machen kann, macht ihn fertig. Die Autorin spart nicht mit dem typischen Humor, das ist sehr amüsant und hat schon was von einer Krimikomödie. Der Fall gestaltet sich dann auch anders als gedacht. Da scheint die Gefahr dann auf einmal von allen Seiten zu kommen. Doch eine schlüssige, wenn auch etwas konstruiert wirkende, Auflösung des Falls wird geboten.

Rezension von Heike Rau

Marlies Ferber
Truthahn, Mord und Christmas Pudding
Ein neuer Fall für Agent 0070
320 Seiten, broschiert
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423216077
ISBN-13: 978-3423216074
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Stefanie Reeb: Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht

Stefanie Reeb: Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht

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„Wellcuisine“ ist nicht einfach ein Kochbuch, auch wenn es Kochrezepte enthält. Es ist ein genussvoller Lebensstil, bei dem es um unsere Gesundheit geht. Denn das, was wir zu uns nehmen und wie wir mit unserem Körper umgehen, ist für unser Wohlbefinden ausschlaggebend. Strenge Regeln gibt es dabei nicht. Das Gefühl dafür, was einem gut tut, muss sich entwickeln hin zu einer intuitiven Ernährung. Weiterhin spielt die Bewegung eine Rolle, hier insbesondere Yoga. Und natürlich gibt es auch ein Kapitel, indem es um psychologische Aspekte wie Selbstliebe geht.

Der 2. Teil des Buches mit den Rezepten hat die meisten Seiten. Natürlich und intuitiv zu essen, sollte selbstverständlich sein. Leider sind wir es gewöhnt, das Falsche zu essen und müssen wieder umlernen und wahrnehmen, was uns gut tut. Eine ausführliche Warenkunde und Ausführungen zur Darmgesundheit sollen hier zu einem Umdenken führen.

Reichlich Gemüse und Obst stehen auf dem Speiseplan, Fleisch eher selten und wenn, dann nur in Bio-Qualität. Stefanie Reeb verzichtet auf weißen Zucker, helles Mehl und Kuhmilch, weil ihr dies nicht gut tut. Unter den Zutaten der Rezepte findet man stattdessen Dinkelvollkornmehl, Ahornsirup und Mandelmilch.

Zum Frühstück gibt es beispielsweise „Erdbeer-Pancakes“ oder „Gegrillte Papaya mit Limettensaft“. Unter den Snacks findet man „Rosmarin-Popcorn“ oder „Sesam-Power-Riegel“ und an Suppen „Zitronen-Linsen-Suppe“ und „Kalte Melonen-Gurken-Suppe. Es folgen die Salate mit „Erdbeer-Spargel-Salat mit rosa Dressing“ und „Marokkanischer Quinoa-Salat“. An kleinen Gerichten gibt es beispielsweise „Kichererbsen mit Aubergine“ und an Hauptgerichten „Kartoffel-Trüffel-Pizza“. Wer auf ein Dessert oder Süßes nicht verzichten möchte, kann „Apfel-Rosmarin-Tarte“ probieren. An Getränken gibt es zum Beispiel verschiedene selbstgemachte Limonaden wie Wassermelonenlimonade.

Die Rezepte sind abwechslungsreich. Es ist erstaunt mich aber, dass so viel Süßes dabei ist. Ahornsirup, es mag ein natürliches Süßungsmittel sein, wird reichlich verwendet, auch wenn sich das im Wochenplan noch ganz gut verteilen lässt. Interessant ist, das sonntags, das Mittagessen ausfällt, und es stattdessen ein reichhaltiges zweites Frühstück gibt und dann nachmittags Torte oder Tarte, sodass garantiert kein Kaloriendefizit auftritt.
Mit in diesem Wochenplan untergebracht sind die Schönheitsrezepte und Yoga. Da gibt es also morgens nach dem Aufstehen erst mal eine „Spirulina-Avocado-Gesichtsmaske“ oder 10 Minuten Yoga.

Die Autorin schlägt einen sehr motivierenden Ton an. Sie spricht den Leser an, als wäre sie eine gute Freundin. Das gefällt recht gut, kann man die Ratschläge so doch sehr viel besser annehmen.
Das Buch bietet also ein gutes Programm für einen Lebensstil, der mehr Wohlbefinden verspricht.

Rezension von Heike Rau

Stefanie Reeb
Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht
Fotografien von Thomas Leininger
272 Seiten, gebunden
Knaur Balance
ISBN-10: 3426675013
ISBN-13: 978-3426675014
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