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Autor: hera

Matthias Sodtke: Die Geschichte, wie Nulli und Priesemut Freunde worden

Matthias Sodtke: Die Geschichte, wie Nulli und Priesemut Freunde worden

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Nulli und Priesemut sind schon so lange Freunde, dass man eigentlich gar nicht mehr weiß, wie und wann diese Freundschaft einmal begonnen hat. Vielleicht wissen Hase und Frosch es selbst nicht mehr. Eine, die ganz von Anfang dabei war, ist Oma Bär. Und als Nulli und Priesemut an einem schönen Frühlingstag beim Picknick am Waldrand auf der Decke sitzen, selbst gebackene Waffeln essen und mal wieder eine Geschichte hören wollen, erzählt Oma Bär keine bekannte, sondern eine neue.

Alles begann mit einer Kleckersandburg, die Hase Nulli am Waldsee baute. Er war ganz allein, weil er keine Freunde hatte. Die Sandburg bekam eine hübsche Burgfahne und einen Wassergraben. Als Nulli Kaulquappen entdeckte, fing er welche ein und ließ sie dann im Burgraben Runden schwimmen. Dass er von Priesemut beobachtete wurde, ahnte Nulli nicht.

Die kleine Geschichte ist sehr schön in Szene gesetzt. Das Picknick am Waldrand ist der Ausgangspunkt. Der Autor lässt Oma Bär sehr ausführlich erzählen, wie alles begann. Da werden sogar die Tiere des Waldes aufmerksam und gesellen sich dazu, um mitzuhören, so spannend wird es. Die Begeisterung steht allen ins Gesicht geschrieben.

Die Zeichnungen sind also wie immer ausdrucksstark. Sie sind detailreich und farbenfroh. Besonders gelungen sind die Bilder mit der Versammlung der vielen Tiere. Das sind auch alte Bekannte aus anderen Büchern dabei, wie der Hamster zum Beispiel. Es lohnt sich außerdem, ganz genau hinzusehen. Das ist der Käfer, der eine Waffel stibitzt, der Maulwurf, der aus dem Hügel schaut usw.

Kinder und auch erwachsene Fans von Nulli und Priesemut werden die Geschichte also gern verfolgen. Da fanden sich doch tatsächlich zwei, die zusammengehören und die, waren sie doch bisher allein und wenig beachtet, froh sind, einen Freund gefunden zu haben.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Die Geschichte, wie Nulli und Priesemut Freunde worden
Illustriert von Helmut Kollars
32 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830312369
ISBN-13: 978-3830312369
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Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

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Über siebzig Giftpflanzen sind in diesem Herbarium versammelt. Und so mancher wird staunen, hier auch die Kartoffel, den Rhabarber und die Kornelkirsche zu finden. Manchmal sind es nur bestimmte Pflanzenteile, die tatsächlich giftig sind oder die Dosis ist bestimmend. Hier gibt es manche interessante Überraschung zu entdecken.

Eine historische Pflanzensammlung ist eine spannende Sache, für alle, die sich für Heil- und Giftpflanzen interessieren. Hintergrundwissen wird vermittelt. Spannende Details werden herausgestrichen. Mit dabei sind unter anderem Gewöhnliche Akelei, Arnika, Schöllkraut, Seidelbast, Roter Fingerhut, Gemeine Eibe, Große Brennnessel, Gemeiner Schneeball und Schwarzer Nachtschatten. Die Wirkstoffe der Pflanzen und ihre Heilwirkungen werden benannt und Botanisches wird aufgeführt. So wird zum Beispiel auch gezeigt, welche Pflanzenteile in der Küche verwendet werden können.

Das großformatige Herbarium zeigt die gepressten Pflanzen in Originalgröße immer auf einer ganzen Seite. Der Autor zeigt die Giftigkeit auf und beschreibt, was man mit Sicherheit weiß und was überliefert ist. Um einige Pflanzen ranken sich Mythen, manchmal mit Wahrheitsgehalt und manchmal nicht und manche Pflanze ist doch nicht so giftig, wie angenommen. Geschichten über wundersame Heilwirkung der Pflanzen, aber auch ihre tödlich Wirkung als Mordinstrument werden beschrieben. Weiterhin steht die Volksheilkunde im Vordergrund. Vor möglichen Verwechslungen mit anderen Pflanzen wird gewarnt.

Es gibt weiteres Fotomaterial mit historischen Aufnahmen und auch ein Bild der Pflanze in der Natur, das leider viel zu klein geraten ist. Details sind kaum erkennbar. Das ist aber das Einzige, was ich kritisieren kann. Das Buch ist sehr schön gestaltet und sehr informativ und bietet eine kurzweilige Beschäftigung mit den Giftpflanzen.

Rezension von Heike Rau

Bernard Bertrand
Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen
Übersetzt von Sibille Schmitz
Fotos von Yannick Fourié
192 Seiten, gebunden
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258079145
ISBN-13: 978-3258079141
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Jussi Adler Olsen: Takeover – Und sie dankte den Göttern …

Jussi Adler Olsen: Takeover – Und sie dankte den Göttern …

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Der Niederländer Peter de Boer ist Geschäftsführer eines Unternehmens, das für sehr viel Geld Firmen in den Ruin treibt, auflaufen lässt oder vernichtet. Mit Raffinesse und ohne Skrupel wird dieses Geschäft betrieben. Peter de Boers Mitarbeiter sind gut organisiert und Spezialisten auf ihrem Gebiet.

Mit der Halbindonesierin Nicky Landsaat gibt er mit einem neuen Auftrag zum ersten Mal einer Anfängerin eine Chance. Doch das Unterfangen läuft nicht wie geplant und andere Unwägbarkeiten spielen, wie sich bald zeigt, mit hinein. Es ist der Beginn einer weiteren Geschichte. Und Peter de Boer wird nun selbst erpresst und muss sich gezwungenermaßen den Regeln anderer unterwerfen. Der irakische Geheimdienst zieht die Fäden. Und Peter de Boer und Nicky Landsaat schlittern hinein in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes.

Es geht ordentlich kriminell zu in dem Thriller. Dabei ist Peter de Boer mit seiner Vergangenheit und seinem Geschäftsmodell auch nicht gerade ein Sympathieträger. Gewalt und Heimtücke, Betrug und Erpressung sind ständig präsent. Der Leser wird diesmal allerdings nicht so ordentlich in die Mangel genommen, wie man es von Jussi Alder-Olsens Thrillern im Allgemeinen gewöhnt ist.

Tatsächlich bekommt man ab und an Gelegenheit in Ruhe Luft zu holen und sich abzuregen. Das liegt daran, dass die Handlung teilweise etwas abwegig oder zu übertrieben ist und manche Personen schlicht unglaubwürdig sind. Zeit weise ist sogar abgrundtiefer rabenschwarzer Humor spürbar.

Mir hat das allerdings gut gefallen. Ganz so knallhart muss es für mich nicht sein. Insgesamt wird man also gut unterhalten, es ist schon ein sensationell spannendes Spiel, was hier am Laufen ist. Die Verwicklungen sind unglaublich und weitreichend. Das Ende könnte mich allerdings doch nicht ganz überzeugen. Ich denke eher, ein Spiel dieser Art wird nie zu einem Ende kommen.

Rezension von Heike Rau

Jussi Adler Olsen
Takeover – Und sie dankte den Göttern …
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess und Marieke Heimburger
592 Seiten, gebunden
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423280700
ISBN-13: 978-3423280709
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Ute Krause: Die Muskeltiere auf großer Fahrt

Ute Krause: Die Muskeltiere auf großer Fahrt

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„Die Muskeltiere: Einer für alle – alle für einen“ war das erste Buch mit Hamster Bertram von Backenbart, den Mäusen Picandou, Pomme de Terre und der Ratte Gruyère. Mit „Die Muskeltiere auf großer Fahrt“ folgt nun eine weitere, in sich abgeschlossenen, Geschichte.

Der Ausgangspunkt ist Frau Fröhlichs Feinkostladen, hier hausen die vier munteren Gesellen und freuen sich wie immer über die leckeren Abfälle, die sich leicht stibitzen lassen. Allerding soll der Laden bald für einige Zeit geschlossen werden, denn Frau Fröhlich und Margarethe haben eine Schiffsreise nach Ägypten geplant. Der Nachschub an Leckereien ist also nicht gesichert. Doch die Muskeltiere finden eine Lösung. Als blinde Passagiere verstecken sie sich in einem Koffer und gehen mit an Bord.

Dass hier ein Abenteuer auf Mäuse, Ratte und Hamster wartet, ist klar. Mit an Bord ist ein Junge in einem Matrosenanzug. Der sieht, was andere nicht sehen und schon bald gerät Gruyère in arge Bedrängnis. Zum Glück glaubt dem Jungen niemand an Bord, dass er eine Ratte gefangen hat und so kann Gruyère befreit werden. Claus staunt nicht schlecht, als er sieht, dass die Ratte nicht mehr da ist. Es dauert nicht lange bis er die Muskeltiere, die sich nicht besonders gut verstecken konnten, entdeckt.

Was Claus jetzt noch nicht weiß, ist, dass er bald auf die Hilfe der kleinen Tiere angewiesen ist. Ein Betrüger ist an Bord, der sich einen wirklich bösen Plan ausgedacht hat, bei dem Clausens Tante um ihr Geld betrogen werden soll. Das können die Muskeltiere natürlich nicht geschehen lassen.

Auch dieses Buch ist wieder voller tierischer Abenteuer. Mäuse, Ratte und Hamster geben die Muskeltiere und kämpfen gegen das Böse. Das wird auf eine sehr humorvolle Art und Weise beschrieben. Dabei legt die Autorin auch viel Wert darauf, die Eigenschaften und Eigenarten der Tiere unterzubringen. Diese Situationskomik wird auch sehr schön in ihren Zeichnungen dargestellt. Ich bin davon sehr begeistert. Dieser Ausdruck, diese Details, wirklich sagenhaft!

Das Buch liest sich gut vor, ist aber natürlich auch für größere Kinder geeignet, die schon selbst lesen können.

Rezension von Heike Rau

Ute Krause
Die Muskeltiere auf großer Fahrt
200 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570171728
ISBN-13: 978-3570171721
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Katrin Blaschke und Katharina Meyer: Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte

Katrin Blaschke und Katharina Meyer: Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte

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Die Backstube .kuchentratsch ist Anlaufstelle für Senioren und Seniorinnen, die gerne gemeinsam Kuchen backen. Die Kuchen werden dann weiterverkauft. Es ist ein junges Unternehmen, das Katrin Blaschke und Katharina Meyer, die beide einen Bachelor im Bereich Wirtschaft besitzen, gegründet haben.

Zunächst wird das Projekt im Buch vorgestellt. Dann folgt der Hauptteil mit den Rezepten einiger Omas. Alles klassische Kuchenrezepte, wobei natürlich auch mal nach Geschmack abgewandelt wird. Eines haben alle Rezepte aber gemeinsam, sie sind Jahrzehnte erprobt. Das ist praktisch eine Garantie für das Gelingen der Kuchen.

So zeigt Oma Astrid, die wie alle anderen Hobbybäckerinnen in einem kleinen Steckbrief vorgestellt wird, Rezepte für einen Apfelkuchen, einen Eierlikörkuchen und einen Marmorkuchen. Oma Renate hat Nussecken, Englischen Teekuchen und eine Jamaicatorte im Repertoire und Oma Regina Mohnkuchen, Apfeltarte und Linzertorte und Oma Anke Russischem Zupfkuchen, Karottenkuchen und Bienenstichtorte.

Die Rezeptseiten sind übersichtlich und mit einem ansprechenden Foto der fertigen Kuchen und Torten versehen. Es gibt viele Geheimtipps von den Omas. Die Auswahl an Backvorschlägen gefällt mir sehr gut. Ausprobiert habe ich den Körnigen Frischkäsekuchen, weil ich die Verwendung von körnigem Frischkäse im Kuchen nicht kannte. Der Kuchen ist einem Quarkkuchen im Geschmack schon sehr ähnlich, aber durch die andere Konsistenz mal etwas anderes!

Das Buch ist sehr schön aufgemacht. Schöne Schriften und Randbordüren sind ein gelungener Schmuck. Man sieht Katrin Blaschke und Katharina Meyer und die Omas mit hübschen Küchenschürzen in der Backstube werkeln und kann nachvollziehen wie die Kuchen entstehen. Alle sind mit Begeisterung bei der Sache. Das Konzept geht also auf. Das ist eine schöne runde Sache!

Rezension von Heike Rau

Katrin Blaschke und Katharina Meyer
Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte
96 Seiten, gebunden
Frechverlag
ISBN-10: 3772480047
ISBN-13: 978-3772480041
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Soman Chainani: School for God and Evil – Es kann nur eine geben (Band 1)

Soman Chainani: School for God and Evil – Es kann nur eine geben (Band 1)

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Sophie und Agatha leben in Gavaldon, einem kleinen abgelegenen Dorf, auf dem ein Fluch lastet. Niemand kommt von hier weg, der umliegende Wald ist undurchdringbar. Alle vier Jahr verschwinden zwei Kinder. Ein gutes und ein böses Kind. Man hört, dass sie von einem Schulmeister entführt werden, der eine Schule für Gut und Böse unterhält. Prinzessinnen bzw. Hexen werden hier beispielsweise ausgebildet. Sophie, die gerne eine Prinzessin wäre, würde sich nur zu gern entführen lassen. Eine Gegenspielerin hat sie auch parat. Eine perfekte Hexe sieht sie in Agatha. Nur glaubt dies nicht an den Wahrheitsgehalt von Märchen.

Tatsächlich werden die ungleichen Freundinnen entführt. Doch das Unfassbare geschieht. Sophie landet in der Schule für Böses und Agatha in der für Gutes. Die Rollen sind also vertauscht. Nun könnte man meinen, die beiden Mädchen könnten die Schule einfach wechseln, doch stellt sich das als unmöglich heraus. Dabei träumt Sophie schon von ihrem Traumprinzen, während Agatha einfach nur nach Hause zurück will. Aber es bleibt ihnen nichts übrig, als sich so gut wie geht anzupassen und währenddessen Pläne zu schmieden.

Was für eine verrückte Geschichte! Der Autor beweist eine sehr ausgefallene Fantasie. Hin und her geht es zwischen den Schulen und den beiden Freundinnen. Während Gut und Böse anfangs noch gut zu trennen sind, muss man bald erkennen, dass es enger beieinander liegt, als gedacht. Die beiden Freundinnen, die eigentlich keine mehr sein dürfen, bekommen das knallhart zu spüren. Jede macht ihre eigenen Erfahrungen. Und das wird in verschiedenen Erzählsträngen, die immer wieder ineinanderlaufen, erzählt. Hier muss man allerdings sehr achtgeben, nicht durcheinanderzukommen.

Als Leser kann man nicht erahnen, wohin die Geschichte führen wird. Denn das eigentliche Vorgehen der Schulen, wir nun durch Sophie und Agatha ausgebremst bzw. in eine andere Richtung gelenkt. Man darf sich also überraschen lassen, wer gewinnen wird, also ob das Gute oder das Böse sich durchsetzen kann.

Rezension von Heike Rau

Soman Chainani
School for God and Evil – Es kann nur eine geben (Band 1)
512 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473401277
ISBN-13: 978-3473401277
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Sonja Carlsson: Das große Buch vom Zucker

Sonja Carlsson: Das große Buch vom Zucker

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Zucker steht in der Kritik. Immer mehr Menschen möchten auf den weißen Haushaltszucker verzichten und suchen nach Alternativen. Doch Sonja Carlsson ist der Meinung, dass der Zucker das schlechte Image nicht verdient hat. Vielmehr ist es die Menge und die Verzehrhäufigkeit, die ihn zum Problem machen kann.

Zunächst werden die verschiedenen Zuckerarten erklärt. Dann werden geschichtliche Details nachvollzogen und schließlich geht es um die Herstellung von Zucker und dann um den Verbrauch. Die Autorin geht selbst sparsam mit Zucker um und möchte ihn nicht missen. Sie mag auch gerne Honig, der für sie nicht unter den Zuckerverbrauch fällt. Was ich nicht nachvollziehen kann!

Die Lebensmitteltechnologischen Eigenschaften von Zucker werden unter die Lupe genommen. Denn Zucker macht nicht nur süß, er konserviert zum Beispiel auch. Die Waren- und Sortenkunde liest sich interessant. Und ein bisschen Politik wird auch gemacht. Hier geht es um Preise und Einfuhrregelungen. Besprochen werden auch alternative Süßungsformen, wie beispielsweise Obstdicksäfte oder Honig.

Die Autorin ist der Meinung, dass Zucker in der Küchenpraxis unverzichtbar ist. Ab und zu sollte man sich einen süßen Genuss gönnen. Am besten mit etwas Selbstgemachten. Und nun folgen Rezepte in denen an Zucker nicht gespart wird, wie bei den „Konfitüren, Marmeladen und Gelees“. Verwendet wird hier, ich komme gar nicht aus dem Staunen heraus, Gelierzucker. Dabei ließe sich ohne Geschmackseinbußen mit Agar Agar oder Gelatine sehr gut Zucker einsparen. Es folgen „Kompotte, Pürees und Saucen“. Verwendet wird zum Süßen Zucker, brauner Zucker, Einmachzucker, feinster Zucker und Vanillezucker. Bei „Süßspeisen, Eiscreme und Desserts“ sieht es nicht anders aus. Für Eis wird außerdem ein Fertigprodukt verwendet, das sich „Eiszauber“ nennt. Die Zutatenliste gefällt mir allerdings nicht. Es folgen „Chutneys und Relishes“. Hier kommt noch der Kandiszucker zum Einsatz. Die „Drinks“ sind auch sehr süß. Zuckeralternativen werden nicht verwendet.

Es dürfte natürlich jedem klar sein, dass der Zuckerkonsum in der Ernährung reduziert werden muss. Da hat die Autorin recht. Ob der Leser nachvollziehen kann, dass die Kritik am Zucker darauf reduziert wird, ist fraglich. Die Rezepte folgen dem auch nicht. Ich hatte hier eher leckere Rezepte erwartet, die mit weniger Zucker auskommen. Das ist aber leider ganz und gar nicht der Fall.

Rezension von Heike Rau

Sonja Carlsson
Das große Buch vom Zucker
140 Seiten, gebunden
LV-Buch im Landwirtschaftsverlag
ISBN-10: 378435307X
ISBN-13: 978-3784353074
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Silke Leffler: Leise rieselt der Schnee – Das Weihnachtsliederbuch

Silke Leffler: Leise rieselt der Schnee – Das Weihnachtsliederbuch

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Ich mag die Zeichnungen von Silke Leffler sehr gerne. Ihr Stil ist einfach unverwechselbar und sehr originell. Die Zeichnungen sind fantasievoll, farbenfroh und detailreich. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken im Buch. Man kann sich in der Betrachtung verlieren, ob man nun Kind oder Erwachsener ist.

„Leise rieselt der Schnee“ ist aber nicht nur ein Bilderbuch für die Advents- und Weihnachtszeit. Es ist ein Liederbuch, das bekannte weihnachtliche Musikstücke enthält. „Lasst und froh und munter sein“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ „Ihr Kinderlein kommet“ und „Kommet ihr Hirten“ sind Beispiele dafür. Insgesamt gibt es fünfzehn Weihnachtslieder.

Dargestellt sind Liedtext, Noten und Akkorde für die Gitarre. Barrégriffe werden oft verwendet, diese sollte man also können. Ich habe einige Lieder mit der Gitarre angespielt und mich dabei von der CD inspirieren lassen. Das hat gut geklappt. Nicht nur singen lassen sich die Noten, sondern auch mit der Blockflöte spielen. Auch das habe ich getestet. Viele Lieder sind relativ leicht zu spielen. Die von Kindern oft noch nicht spielbaren sehr hohen Noten kommen nicht vor. Einen weihnachtlichen Familienkonzert mit Gesang und Begleitung steht also nichts im Wege.

Das Buch ist sehr ansprechend aufgemacht. Zu jedem Lied gehören eine große ganzseitige Zeichnung und einige kleinere. Die ganze Familie von den kleinsten Kindern bis zur den Großeltern werden damit angesprochen.

Zu diesem musikalischen Bilderbuch gehört eine CD. Die Aufnahmen gefallen sehr gut. Sie sind schön arrangiert und abwechslungsreich. Das Zuhören macht Spaß und das Mitsingen auch. Die Tonlagen sind verschieden, sodass man viele Lieder auf Anhieb mitsingen kann. Man kann also eine stimmungsvolle, festliche Zeit mit Buch und CD verbringen.

Rezension von Heike Rau

Silke Leffler
Leise rieselt der Schnee – Das Weihnachtsliederbuch
36 Seiten, gebunden, mit CD
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219116310
ISBN-13: 978-3219116311
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Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich

Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich

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Kartoffeln kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise zubereiten. Im Buch findet man eine Reihe von Rezepten, die das beweisen. Die Kartoffel wird dabei zum leckeren Hauptgericht. Eine Einleitung gibt es im Buch nicht, auch keine Warenkunde. Aber es werden zu jedem Gericht vorab ein bis zwei Sätze gesagt.

An Kartoffelgerichten gibt es beispielsweise „Gegrillte Kartoffelspieße mit Frühlingszwiebel-Vinaigrette“, „Indische Kartoffelplätzchen mit Koriandersalz“, „Spargel-Kartoffel-Tarte mit Frühlingskräutern“, „Pikanter Kartoffelkuchen mit Apfelspalten, Zwiebeln und Speck“, „Gefüllte Ofenkartoffeln mit Birne und Salami“, „Dreierlei Kartoffeln vom Blech“, „Kartoffelpizza mit Oliven und Knoblauch“, „Schupfnudeln mit Apfel-Sauerkraut“ und mehr.

Das Buch hat ein schönes kleines Format. Auf der einen Seite stehen die Rezepte und auf der gegenüberliegenden Seite ist ein appetitliches Foto zu sehen. Für die Rezeptanleitung hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht, aber dafür hat der Platz manchmal nicht ausgereicht.

Die Rezepte sind abwechslungsreich. Man findet auch die bekannten Klassiker, die aber fast immer interessant abgewandelt sind. So lässt sich auch Neues ausprobieren. Ich habe die Kartoffel-Kräuter-Waffeln ausprobiert, diese aber nicht im Waffeleisen zubereitet, sondern mithilfe von Waffel-Silikonformen im Backofen. Das Rezept ist einfach und gut zu machen. Die Waffeln haben gut geschmeckt. Allerdings hat mir eine Beilage gefehlt. Empfohlen wird ein Frischkäsedip oder ein Salat, aber ohne Rezept.

Es gibt knapp 30 Rezepte, das ist eine überschaubare Zahl. Einige davon sind sehr einfach nachzuvollziehen und damit auch für Anfänger geeignet. Andere sind etwas aufwändiger, aber doch immer gut nachzukochen. Das Buch ist also allen Hobbyköchen zu empfehlen, die Kartoffeln mögen und öfter in ihren Speiseplan einbauen möchten.

Rezension von Heike Rau

Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich
64 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799506667
ISBN-13: 978-3799506663
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Guido van Genechten: Das Mädchen und das Pony

Guido van Genechten: Das Mädchen und das Pony

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Das Pony steht ganz allein auf der Wiese. Es hat Gras zum Fressen und jeden Tag frisches Wasser. Es hat auch einen kleinen gemütlichen Stall. Aber es ist nicht zu übersehen, das Pony steht ganz allein und es sieht nicht gerade sehr glücklich aus.

Dem kleinen Mädchen, das an der Weide mit seinem Opa verbeikommt, fällt sofort auf, dass das Pony sehr traurig guckt. Also pflückt es etwas Gras und füttert das Tier vorsichtig damit. Und dann streichelt es ganz sanft die Nase des Ponys, was es sich natürlich gerne gefallen lässt.

Als das Mädchen mit seinem Opa weitermuss, verspricht es, bald wiederzukommen. Es hält sich daran, kommt jeden Tag und so entsteht langsam eine Freundschaft.

Das Buch ist sehr hübsch anzusehen. Es ist mit niedlichen, farbenfrohen Zeichnungen versehen. So, wie Kinder sie gerne betrachten. Es gibt außerdem viel zu entdecken. So sind zum Beispiel einige Marienkäfer im Gras zu sehen und ein Vogel beobachte hin und wieder die Szenerie.

Die dazugehörige Geschichte wird in wenigen Worten, aber sehr schön und kindgerecht erzählt. Die Einsamkeit des Ponys, das allein auf der Weide steht, und die wachsende Freundschaft mit den Mädchen lassen sich ohnehin sehr gut anhand der Bilder nachvollziehen. Dabei ist besonders schön zu sehen, wie das Pony wieder fröhlicher wird und bald mit guter Laune auf der Weide herumspringt.

Das Buch hat ein schönes großes Format. So ist reichlich Platz für die Zeichnungen und das Betrachten macht Spaß. Gedacht ist das Buch für Kinder ab fünf Jahren.

Kinder, die sich für Ponys interessieren, werden das Buch sehr mögen. Es ist eine ruhige Geschichte, die sich auch gut zum Vorlesen eignet, um den Tag ausklingen zu lassen. Durch die deutliche Bildsprache können es die Kinder dann auch gut immer wieder allein ansehen. Es könnte das Lieblingsbuch werden!

Rezension von Heike Rau

Guido van Genechten
Das Mädchen und das Pony
32 Seiten, gebunden
Lingen Verlag
ISBN-10: 394513644X
ISBN-13: 978-3945136447
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