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Autor: hera

Marcus Pfister: 1, 2, 3 – Wo sind die kleinen Küken?

Marcus Pfister: 1, 2, 3 – Wo sind die kleinen Küken?

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Die Henne ruft ihre Küken zu sich. Die Kleinen sollen mit ihr einen Spaziergang über den Bauernhof machen. Zunächst trippeln die niedlichen gelben Küken brav hinter ihrer Mama her, doch bald schon werden sie müde. Das erste legt sich zur schlafenden Katze, um auszuruhen. Das zweite Küken macht im Hundehaus eine Pause. Das nächste ruht sich beim Schweinchen aus und das vierte setzt sich zur Kuh, um ein wenig zu schlafen und das fünfte gesellt sich zum Pferd.
Die Henne bemerkt natürlich bald, dass ihre Küken nicht mehr hinter ihr sind und sucht ganz aufgeregt nach ihnen. Und jetzt läuft die Geschichte rückwärts, während die Mama ihre Küken wieder eins nach dem anderen einsammelt.

Das Buch ist ein Zahlen-Spielebuch für Kinder ab zwei Jahren, die damit die Zahlen von 1 bis 5 kennenlernen können. Das Gedächtnis wird durch die Abfolge der Geschichte gefördert und auch durch das Farbkonzept, das bei der Unterscheidung der Zahlen eine große Hilfe ist. Nach einiger Zeit werden die Kinder sich sicher gemerkt haben, wohin die Küken gegangen sind und können der Henne dann beim Einsammeln der Kinder helfen. Spielerisch werden so die Zahlen trainiert und das Gedächtnis und die Sprachentwicklung gefördert.
Der Bauernhof selbst ist eine spannende Kulisse für Kinder, die auch noch die verschiedenen hier lebenden Tiere kennen lernen können.
Die Zeichnungen sind sehr kindgerecht. Der Blick fällt auf das Wesentliche, sodass kleine Kinder nicht überfordert werden. Präsentiert wird die Geschichte auf interessant gemachten Umklappseiten. „1, 2, 3 – Wo sind die kleinen Küken?“ ist ein stabiles Pappbilderbuch.

Rezension von Heike Rau

Marcus Pfister
1, 2, 3 – Wo sind die kleinen Küken?
24 Seiten, Pappbilderbuch
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473434396
ISBN-13: 978-3473434398
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Christa Bernuth: Das Falsche in mir

Christa Bernuth: Das Falsche in mir

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Lukas Salfeld führt ein ganz normales Leben mit seiner Frau und den zwei Töchtern. Zumindest hat es den Anschein. Tatsächlich hatte er sich dreißig Jahre lang gut im Griff. Was davor war, weiß seine Frau nicht. Sie ahnt nicht, dass er als Jugendlicher einen Mord begangen hat, dass er seine damalige Freundin Marion umgebracht hat.
Doch dann kehrt die Erinnerung zurück und lässt sich nicht mehr in Schach halten. Seine Fantasie nimmt überhand.
Als ein Mädchen ermordet aufgefunden wird, die auf dieselbe Art wie Marion damals zu Tode gekommen ist, kommt die Polizei sofort auf Lukas Salfeld. Hauptkommissar Benedikt Gronberg kann sich noch gut an den alten Fall erinnern.
Lukas Salfeld ist sich jedoch gar nicht sicher, das Mädchen ermordet zu haben. Er glaubt, von der Tat wissen zu müssen. Er hat sich doch im Griff! Er hat es unter Kontrolle. Er ist jetzt ein anderer. Als Hauptkommissarin Sina Rastegar mit ihrem Kollegen Gronberg ihn zur Rede stellen und seiner Ehefrau offenbaren, wer er wirklich ist, flieht er.
So einfach lässt er sich nicht als Mörder abstempeln. Jemand anderer muss die Tat begangen haben und den gilt es ausfindig zu machen.

Als Leser wird man sehr schnell in ein Netz aus Lügen und Manipulation hineingezogen. Der Krimi ist sehr intelligent ausgedacht und es ist nicht zu durchschauen, was gespielt wird. Lukas Salfeld ist ein Mann, der schwer einzuschätzen ist. Psychisch scheint er nicht stabil. Er könnte der Mörder sein oder auch nicht.
So wird man immer wieder überrascht durch nicht vorhersehbare Wendungen und Erkenntnisse. Und vor allem auch durch Zusammenhänge, die zögerlich offenbart werden.
Die Autorin lässt durch ihren Schreibstil wenig an Emotionen erkennen. Sie überlässt dem Leser seinen Fantasien und wie er sich auf das Buch einlassen will. Das ist interessant gemacht und tut auch dem Spannungsbogen gut.
Immer weiter geht es hinein in ein Dickicht, das unglaublich dornenreich ist. Die Ermittler, insbesondere Hauptkommissarin Sina Rastegar, kommen an ihre Grenzen, denn der Fall schlägt bald viel höhere Wellen, als vermutet. So ist auch das Ende sehr überraschend.

Rezension von Heike Rau

Christa Bernuth
Das Falsche in mir
352 Seiten, Klappenbroschur
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423249927
ISBN-13: 978-3423249928
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Andy Puddicombe: Meditier dich schlank – Wer den Kopf frei hat, kann besser auf den Bauch hören

Andy Puddicombe: Meditier dich schlank – Wer den Kopf frei hat, kann besser auf den Bauch hören

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Übergewicht ist weit verbreitet. Dabei gibt es Diätratgeber ohne Ende. Nur bedeutet eine Diät immer Einschränkungen. Man hat sich nach strengen Plänen zu richten und Verzicht zu üben. Wenn die Diät zu Ende ist, kehrt man in die alten Muster zurück, nimmt wieder zu und wiegt dann irgendwann unter Umständen sogar mehr als vor der Diät. Es ist ein ewiger Kreislauf, der sehr frustrierend sein kann.

Andy Puddicombe möchte mit seinem Buch einen anderen Weg gehen. Es ist kein Diätratgeber im herkömmlichen Sinne. Zwar werden die Grundregeln einer gesunden Ernährung mit vermittelt, aber Einkaufslisten und Rezepte findet man hier nicht. Es geht hier vielmehr um eine Änderung des Lebensstils.
Achtsamkeit ist das Zauberwort. Als würden wir im Alltag nicht darüber nachdenken, was wir essen und wie wir essen … Wir tun es natürlich schon. Aber mit dem falschen Ansatz und eben auch nicht überlegt und schon gar nicht mit innerer Ruhe.

Der Anfang des Buches ist recht langwierig. Der Autor redet, redet und redet. Aber diese anfängliche Ungeduld löst sich interessanter Weise bald auf. Die Worte bewirken etwas und führen zu einer Einsicht. Man beginnt Vorstellungen zu entwickeln, was bisher schief gelaufen ist, und wie der Lebensstil zu ändern sein könnte. Es geht gar nicht nur um das Essen, sondern insgesamt um das Gefühl für sich selbst. Durch die Meditation stellt sich eine Leichtigkeit in den Gedanken ein und Klarheit folgt. Wer immer mit sich selbst hadert, sich selbst kritisiert und Vorwürfe macht, sich mit Gewissensfragen plagt, stets unzufrieden ist und oft schlecht gelaunt, kann aus dem Buch einen großen Nutzen ziehen. Aus Frust zu essen oder unüberlegt irgendetwas in sich hineinzustopfen, wird wohl dann nicht mehr vorkommen. Außerdem lernt man, sich nicht mehr irgendwelchen Idealen zu unterwerfen und Werbeversprechen zu folgen. Man lernt sich selbst mit seinen Bedürfnissen zu sehen. Die Ernährung erhält einen anderen Stellenwert.

Rezension von Heike Rau

Andy Puddicombe
Meditier dich schlank – Wer den Kopf frei hat, kann besser auf den Bauch hören
Aus dem Englischen von Henning Thies
304 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426657309
ISBN-13: 978-3426657300
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Christina Kempe: Fingerfood

Christina Kempe: Fingerfood

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Fingerfood ist beliebt. Es lässt sich gut vorbereiten, sieht klasse aus und bietet durch eine größere Auswahl Abwechslung in der Speisenfolge. Ein Partybuffet lässt sich sehr schön damit gestalten und bietet für jeden gleich mehrere Leckereien.
Ein bisschen Planung muss natürlich sein. Ganz nach Anlass oder Jahreszeit kann hier variiert werden. Das Buch ist da sehr hilfreich. Auch, weil es nicht nur um die Rezepte geht, sondern auch die Präsentation des Essens.

Es beginnt mit Fingerfood, also kleinen Häppchen, die man mit den Fingern essen kann. „Die „Caprese-Spieße mit Basilikum-Gremolate“ stehen in kleinen Gläsern. Die „Knusperpäckchen mit Möhren und Frühlingszwiebeln“ haben eine kleine Manschette aus Pergamentpapier und die „Ofen-Champignons mit Knusper-Parmesan-Füllung“ sitzen in Muffinförmchen aus Papier.
Besonders aromatisch sind die marinierten Häppchen. Wirklich nur ein ganz kleiner Happen sind die „Balsam-Zwiebelchen mit Portwein“. Sehr ansprechend sieht das „Röstgemüse-Allerlei mit Meerrettich-Schmant“ aus.
Herzhaft belegte Brothäppchen sind auch im Buch zu finden, darunter „ Rührei-Toasts mit Senfcreme und Sprossen“ und „Matjes-Brote mit Apfel und Dill“.
Im nächsten Kapitel kommen dann doch Löffel und Gabeln zum Einsatz. Wir haben hier unter anderem „Melonen-Feta-Salat mit Minzedressing“ und „Spargelterrine mit krossem Pamaschinken“.
Den Abschluss, denn ein Nachtisch muss schließlich sein, bilden die Mini-Dessert, darunter „Mohn-Panna-Cotta mit Aprikosenkompott“ und „Mangosorbet im Schaumweinbad“.

Die Rezepte im Buch sind sehr abwechslungsreich. Man kann Aufwändiges heraussuchen, aber auch Einfaches oder beides kombinieren. Vieles lässt sich schon einen Tag zuvor vorbereiten und kann dann ohne größeren Aufwand fertig gemacht werden. Dass eine größere Party dann doch einen erheblichen Arbeitsaufwand mit sich bringt, darf allerdings nicht aus den Augen verloren werden. Der Zeitbedarf den man für ein Gericht einplanen muss, ist aber immer angegeben. Teilweise werden auch Fertigprodukte verwendet, das bleibt aber im Rahmen. Sehr schön sind die Tipps zum Anrichten und Dekorieren, die es zu jedem Rezept gibt. Die Rezepte und Ideen regen aber auch an, selbst kreativ zu werden.

Das Buch ist, wie alle Bücher dieser Reihe, sehr schön gestaltet und mit hübschen Fotos versehen. Die Rezeptanleitungen sind übersichtlich und gut nachvollziehbar.

Rezension von Heike Rau

Christina Kempe
Fingerfood
144 Seiten, broschiert
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440130053
ISBN-13: 978-3440130056
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Anne Iburg und Gesine Harth: Wohlig-wärmende Wintergetränke – Punsch, Schokodrink und mehr hübsch verpackt

Anne Iburg und Gesine Harth: Wohlig-wärmende Wintergetränke – Punsch, Schokodrink und mehr hübsch verpackt

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Heiße Getränke sind in der kalten Jahreszeit begehrt. Sie tun gut, vermitteln Gemütlichkeit und wärmen auf.

„Hot Chocolate“ ist sicher ein Klassiker. Diesmal wird diese aber mit Marshmallows dekoriert. Die Grundzutaten, die später in die Milch gerührt werden, können aber auch verschenkt werden. Dazu werden diese in kleine hübsch verzierte Einweckgläser gegeben. Die Anleitung dazu wird gleich mitgeliefert. Man findet im Buch also nicht nur Rezepte, sondern auch Verpackungsideen für Geschenke.

Ein weiteres leckeres Getränk ist der „Bratapfelpunsch wie bei Großmutter“. Dieser kann auch weiterverschenkt machen, indem er in hübschen Flaschen eingekocht wird.

Auch Tees sind beliebte Getränke für die Winterzeit. Im Buch findet man beispielsweise das Rezept zu „Exotischem Chai-Tee“, der sich durch eine raffinierte Würzung auszeichnet. In weihnachtliche Tüten verpackt, ist dieser Tee ebenfalls ein ganz besonderes Geschenk.
Für alle, die sich einen Schnupfen eigefangen haben, empfiehlt sich der nach Lakritz schmeckende „Erkältungstee“, der in einer hübschen runden Dose verpackt bestimmt Anklang beim Beschenkten findet.

Das kleine Büchlein bietet also Rezepte zu Heißgetränken und Geschenkideen. Die Rezepte sind einfach nachzuvollziehen und die kreativen Verpackungsmöglichkeiten lassen sich mit etwas Geschick auch gut gestalten. Es gibt reichlich anschauliches Bildmaterial, sodass man schon vorab eine Vorstellung entwickeln kann, wie ein Getränk dekoriert werden kann oder wie das fertige Geschenk aussehen könnte. Wenn nötig, wird eine Vorlage mitgeliefert, wie etwa die Eiskristalle, die dann später als Verzierung für die Gläser mit dem Schokokaffee dienen.

Insgesamt sind 11 Rezepte mit Verpackungsideen im Buch zu finden. Dazu kommt noch eine kleine Warenkunde zu den im Buch verwendeten Gewürzen.

Rezension von Heike Rau

Anne Iburg und Gesine Harth
Wohlig-wärmende Wintergetränke – Punsch, Schokodrink und mehr hübsch verpackt
64 Seiten, gebunden
Frechverlag
ISBN-10: 3772459145
ISBN-13: 978-3772459146
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Micaela Jary: Das Bild der Erinnerung

Micaela Jary: Das Bild der Erinnerung

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Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg soll die Expertise anfertigen. Doch das das Bild, das Beatrice Coleman im Aktionshaus Bonhoff in München abgegeben hat, löst ihr Misstrauen aus. Es soll zu einer Sammlung gehören, die sich im Nachlass des Stiefvaters befindet. Als Sammler war Philip Coleman jedoch nicht bekannt. Das „Liebespaar“ von Leo Reichenstein gilt zudem seit 70 Jahren als verschollen. Die Geschichte ist mysteriös.
Anna Falkenberg beginnt, die Herkunftsgeschichte des Bildes zu recherchieren. Sie verfolgt das Bild zurück zur Galerie Richardson in London, die das Werk angeblich an Philip Coleman verkauft hat. Oliver Richardson leitet die Galerie seines Großvaters Henry. Der alte Mann kann am ehesten Auskunft über das Bild geben, dessen Schicksal sich offenbar in der Nachkriegszeit des besetzten Berlins entschieden hat.
Der erste Kontakt mit der Galerie verläuft unbefriedigend und verstärkt Annas Misstrauen noch, was die Echtheit des Bildes betrifft. Später wird sie sogar anonym bedroht. Unterkriegen lässt sie sich davon nicht, nicht ahnend, dass ihre Familiengeschichte ebenfalls mit dem Bild in Zusammenhang steht.

Die Geschichte ist sehr geheimnisvoll. Von Anfang an ahnt man, dass für Anna Falkenberg mit den Recherchen zum Bild ein Abenteuer beginnt. Was sie nach und nach recherchiert, ist in einem anderen Erzählstrang, der zurückgeht in die Berliner Nachkriegszeit Wirklichkeit.
Durch verschiedene Blickwinkel wirkt der Roman sehr realitätsnah. Die historischen Hintergründe sind perfekt recherchiert. Vergangenheit und Gegenwart werden auf unerwartete Weise verbunden.
Der Schreibstil der Autorin ist beeindruckend. Mit ihrem detailreichen Ausdruck lässt sie Bilder beim Leser entstehen. Die Geschichte wirkt so unglaublich lebendig. Starke Gefühle werden vermittelt, die den Leser mitfühlen lassen. „Das Bild der Erinnerung“ ist ein faszinierender und damit ein sehr fesselnder Roman.

Rezension von Heike Rau

Micaela Jary
Das Bild der Erinnerung
416 Seiten, Klappenbroschur
Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442478855
ISBN-13: 978-3442478859
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Andrea Schütze: Graf Koriander bleibt kleben – Band 1

Andrea Schütze: Graf Koriander bleibt kleben – Band 1

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Er ist kein Gnom und auch kein Kobold. Graf Koriander ist ein Gnomold und er ist der letzte seiner Art. Er lebt in einer Höhle unter dem Pförtnerhaus zum Waldschlösschen. Hier kann er in Ruhe sein Süppchen kochen. Nicht irgendein Süppchen, vielmehr sucht Graf Korinander das Rezept für das Unsichtbarkeitssüppchen. Das ist eine anstrengende Sache und erfordert Ruhe. Absolute Ruhe. Mit der ist es vorbei, als eine Familie in das Pförtnerhäuschen zieht. Es sind Jette und Justus mit ihren Eltern und Hund Wenzel.
Die Menschlein stören ungemein, sie machen schon beim Einzug Krach. Graf Koriander nimmt sich vor, sie mit einem ordentlichen Spuk wieder zum Ausziehen zu bewegen. Die Sache mit den Killerfedern ist nur ein Beispiel. Während die Eltern glauben, die Kinder spielen ihnen einen Streich nach dem anderen, glauben Jette und Justus mehr an ein Gespenst oder an einen Geist. Geschlagen geben wollen die beiden sich nicht. Sie bereiten alles vor, um auf Geisterjagd zu gehen.

Was für eine herrliche Geschichte! Die Autorin schreibt mit sehr viel Fantasie. Mit Graf Koriander hat sie eine ganz eigene Figur kreiert, die für viele Überraschungen sorgt. Der kleine eigenwillige Gnomold verteidigt sein Heim auf gespenstige Art und Weise. Aber auch Jette und Justus sind nicht auf den Kopf gefallen.
Die Sprache, derer sich die Autorin bedient, gefällt ausgesprochen gut. Dem kleinen Gnomold hat sie eine eigene Stimme gegeben. Er bedient sich kreativer Wortschöpfungen, die es eigentlich nicht gibt, die aber jedes Kind sofort versteht.
Die Geschichte ist spannend und auch besonders witzig. Der Lesespaß kommt keine Minute zu kurz. Zudem ist die Handlung sehr gut vorstellbar, was auch an den schönen detailreichen Zeichnungen liegt.
Die Geschichte ist für Jungs und Mädchen im Alter von 8 bis 11 Jahren gedacht. Sie ist zum Vorlesen und Selberlesen gleichermaßen gut geeignet.

Rezension von Heike Rau

Andrea Schütze
Graf Koriander bleibt kleben – Band 1
Mit Illustrationen von Stefanie Reich
200 Seiten, gebunden
Ueberreuter Verlag
ISBN-10: 376415005X
ISBN-13: 978-3764150051
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Christiane Gref und Meike Schwagmann: Der Schädeljäger

Christiane Gref und Meike Schwagmann: Der Schädeljäger

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Im Weimar des Jahres 1805 präsentiert der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall seinem Publikum eine Forschungsarbeit, die Entsetzen und Faszination zugleich hervorruft. Eine umfangreiche Schädelsammlung dient ihm als Beweis für seine These, anhand der Kopf- und Gehirnform eines Menschen auf seinen Charakter und seine Eigenschaften zu schließen.
Da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass er mit den Morden zu tun hat, die Oberinspektor Niemer und seinen Kollegen Weiland nun beschäftigen. Das erste Opfer wird ausgerechnet während der Abendgesellschaft der Behrmanns gefunden. So muss auch, wer Rang und Namen hat, um sein Leben fürchten. Vielleicht ist aber auch der Täter genau in diesem Umfeld zu finden.
Der Weinhändler Adrian Dennfelder gerät bald ebenfalls in Gefahr, kann sich aber zunächst retten. Er weiß aber nun, dass es der Mörder auch auf die Pianistin Maria Malo abgesehen hat, die ihm, seit er ein Konzert von ihr besucht hat, nicht mehr aus dem Sinn kommt, obwohl er verheiratet ist.
Während die Polizei noch im Dunkeln tappt und Hinweisen eines Straßenjungen nachgeht, ist Dennfelder schon eher auf der richtigen Spur. Doch genau das könnte ihm zum Verhängnis werden.

Das Buch ist spannend, keine Frage! Die Geschichte ist gut ausgedacht und der Spannungsbogen stimmt. Das ist wirklich fesselnd. So ganz leicht liest sich der Roman allerdings nicht. Das mag an der Vielzahl der Personen liegen, die man dann natürlich lernen muss, auseinanderzuhalten. Der rote Faden reißt ab und an. Dafür ist die Geschichte sehr detailreich gestaltet, sodass Szenen bildlich sehr gut vorstellbar werden. Auch die, die an die Nerven gehen!
Sehr gut gefallen hat die Darstellung der historischen Kulisse. Die Hintergründe zum Buch sind allerdings nur sparsam dargestellt. Die Phrenologie dient zwar als Aufhänger, das Thema wird dann aber nicht weiter vertieft und so verschwindet auch Dr. Franz Josef Gall nach seinem kurzen Auftritt wieder von der Bildfläche, während der Mörder sich seiner Forschungsarbeit weiter hingibt.
Das Buch zu lesen, gleicht einem Abenteuer.

Rezension von Heike Rau

Christiane Gref und Meike Schwagmann
Der Schädeljäger
Historischer Kriminalroman
370 Seiten, broschiert
Gmeiner Verlag
ISBN-10: 3839212987
ISBN-13: 978-3839212981
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Françoise Hamon: Die fabelhafte Welt der Pompons – witzig, verrückt, bunt!

Françoise Hamon: Die fabelhafte Welt der Pompons – witzig, verrückt, bunt!

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Sie sehen wirklich ausgesprochen witzig aus. Die kleinen Wollkugeln, die zu Figuren oder anderen Dekorationen werden. Dass Pompons nicht rund sein müssen, zeigt die Autorin in ihrem Buch. Auf kreative Art und Weise wird die übliche Form mit der Schere verändert.

Schon das erste Durchblättern des Buches weckt die Begeisterung. Denn die großformatigen Fotos mit den Modellen, die oft über eine ganze Seite gehen, sind schön gemacht, auch wenn es auch schwer sein sollte, diese Perfektion zu erreichen. Es sind wirklich sehr faszinierende Ideen dabei. Aber zunächst geht es um ein bisschen Grundlagenwissen. Die Autorin spricht über das Material und das Zubehör, das verwendet wird, und die Arbeitstechniken. Hier wird auch noch mal auf einfache Weise erklärt, wie große und kleine Pompons gewickelt werden und wie man bestimmte Effekte erzielen kann.

Die verschiedenen Bastelanleitungen sind immer auf dieselbe sehr übersichtliche Weise strukturiert. Zunächst wird das benötigte Material benannt. Wobei man hier nicht spezielle Wolle benötigt, sondern nehmen kann, was man vorrätig hat oder was gefällt. Hauptsache die Farbe passt zum Motiv. Dann erfährt man in Schritten, wie man vorzugehen hat. Zu jeder Bastelarbeit gibt es einen Tipp zur kreativen Abwandlung oder ein bisschen Hintergrundwissen. Das kommt gut an!

Gefertigt werden beispielsweise ein „Angebissener Apfel“, „Eine schwarze Raupe“, ein „Liebenswerter Igel“ (Das ist mein Favorit!), ein „Kuscheliger Kaktus“, die Püppchen „Herrmann und Elfriede“, die „Federleichten Heißluftballons“ und die „Zwei niedlichen Eulen“. Was besonders beeindruckt, sind die kleinen Details, die ein Motiv so „echt“ wirken lassen.

Das Buch ist für Kinder konzipiert. Die Bastelanleitungen sind sehr einfach gehalten, motivierend gestaltet und die Kinder werden auch direkt angesprochen. Aber eigentlich kann diesen schönen Pompon-Bastelideen niemand widerstehen.

Rezension von Heike Rau

Françoise Hamon
Die fabelhafte Welt der Pompons – witzig, verrückt, bunt!
62 Seiten, Klappenbroschur
Frech Verlag
ISBN-10: 3772456774
ISBN-13: 978-3772456770
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Sylvia Kreutz: Isidora von Wackelzahn

Sylvia Kreutz: Isidora von Wackelzahn

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Isidora ist eine sehr alte Drachin. Mit dem einen ihr verblieben Zahn kann sie nur noch Sahnetörtchen, Schokoladeneis und Wackelpudding essen. Leider haben die fahrenden Händler so etwas eher selten im Angebot. Aber wenn doch, ist die Freude natürlich groß. Isidora braucht bloß damit zu drohen, Feuer zu speien und schon bekommt sie ihr Festessen.

Eines Tages kommt Prinz Kuno, der schrecklich Schlaue, an Isidoras Höhle vorbei. Dass er tatsächlich so schlau ist, wie er behauptet, beweist schon die Tatsache, dass er, trotzdem er überfallen wurde, sich selbst, den Koch und ein Sahnetörtchen gefüllt mit Schokoladeneis und Wackelpudding retten konnte. Er ist empört, als Isidora ihm die Leckerei wegschnappt. Der Koch kann nämlich keine neuen Törtchen backen. Der Prinz hat kein Schoss, kein Gold, keine Juwelen und auch keine Küche mehr. Und als Isidora ihm versehentlich mit einem Drachenfeuer die Kutsche abfackelt, fehlt ihm auch noch der fahrbare Untersatz.

Immerhin kennt Isidora ein verlassenes Schloss. Gold und Juwelen hat sie in ihrer Höhle liegen. Also macht sich die Drachin mit Prinz Kuno und dem Koch auf den Weg, der alsbald von einem Mädchen versperrt wird, das behauptet eine richtige Prinzessin zu sein. Die hat dem Prinzen ja eigentlich noch gefehlt!

Die Geschichte wird im Stil eines modernen Märchens erzählt. Drache, Prinz und Prinzessin werden auf unkonventionelle Art und Weise beschrieben. Die typischen Klischees werden nicht bedient, aber immer mal wieder auf witzige Weise umfunktioniert. Das untypische oder unerwartete Verhalten sorgt für einige lustige Szenen und überraschende Wendungen, aber auch dafür, dass das Ende offen bleibt.

Zeichnungen gibt es auf jeder Seite und die sind wirklich sehr gelungen. Das Betrachten der detaillierten und sehr farbenfrohen Zeichnungen macht Spaß.

Die Geschichte wird von einer Erzählerin wiedergegeben. Isidora sitzt neben ihr und passt auf, das alles seine Richtigkeit hat. Ab und zu macht sie eine Bemerkung. Eine Geschichte aus solcher Perspektive zu erzählen, ist mal etwas anderes.

Rezension von Heike Rau

Sylvia Kreutz
Isidora von Wackelzahn
Eine Drachengeschichte
Illustrationen von Annalena Hunke
36 Seiten, gebunden
PepperBooks, Berlin
ISBN-10: 3943315088
ISBN-13: 978-3943315080
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