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Autor: hera

Dagmar Reichel: Kochen für die Kleinen

Dagmar Reichel: Kochen für die Kleinen

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Ihre Kinder altersgerecht und ausgewogen zu ernähren, ist sicher Anliegen aller Eltern. Das Buch unterstützt hierbei. Es enthält Rezepte, die für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr geeignet sind, also nach der Breiphase. Auch Grundsätzliches über die Ernährung von Kindern und das Essverhalten wird vermittelt. Hier spielen auch Vorlieben und Abneigungen eine Rolle. Außerdem erfährt man, wie viel ein Kind in etwa an Nahrung und Getränken braucht. Bei der Zusammenstellung der Speisen gibt die Ernährungspyramide Orientierung.

Man findet im Buch Rezepte nur für zwei Kleinkinder, aber auch solche, die für die ganze Familie, also für ein gemeinsames Essen, geeignet sind.
Den Anfang machen Rezepte für das Frühstück. Zur Auswahl stehen unter anderem „Gurken-Quark-Brote“, „Aprikosen-Fitmacher mit zarten Haferflocken“ oder „Schnelle Käsetaler mit Pumpernickel und Gurke“. Außerdem gibt es Vorschläge für einen Sonntagsbrunch.

Auch für das Mittagessen hat man reichlich Auswahl. Es gibt „Tomaten-Zucchini-Gemüse mit frischen Kräutern“, „Bratwurstklößchen mit sahnigem Gurkengemüse“ oder „Bunte Gemüsesuppe mit Frischkäse und Schinken“

Wenn die Zeit knapp ist, darf man ruhig auch mal auf Fertigprodukte zurückgreifen, die mit frischen Zutaten ergänzt werden. Wobei man hier natürlich sehr genau hinsehen muss, welche Fertigprodukte für Kinder geeignet sind. So wird fertiger Blätterteig für die „Spinat-Tarte mit Tomaten und Ziegenkäse“ verwendet oder Dosenmais für „Gebratenen Fischfilets mit warmen Mais-Salat“.

Schwierig ist für Eltern auch zu entscheiden, was Kinder zwischendurch essen dürfen. Allzu viel Süßes soll es ja nicht sein. Anbieten kann man auch „Gemüsesticks mit bunten Dips“ oder auch mal ein fruchtiges „Melonensorbet mit Apfelsaft und frischer Minze“. An Feiertagen darf natürlich geschlemmt werden. Man kann etwas backen. „Obsttörtchen mit feiner Puddingcreme“ oder „Honigwaffeln mit Pfirsichsauce“ sind auch für den Kindergeburtstag geeignet.

Den Abschluss bildet das Abendessen mit „Kokosmilchreis mit Heidelbeeren“. Das ist ein guter Ersatz für Kinder die keine Milch vertragen. Zur Sprache kommen im Buch nämlich auch Allergien und Unverträglichkeiten bei Kindern. Auch ein Brotrezept, ganz ohne Weizen gebacken, findet man im Buch.

Es ist eine bunte, vielseitige Mischung an Rezepten, so dass Kinder sehr viel ausprobieren können. Die Rezepte sind sehr schön übersichtlich gestaltet. Der Zeitbedarf wird angegeben. Oftmals wird eine weitere Variante zum Rezept vorgeschlagen, so dass man geschmacklich, je nach Vorliebe des Kindes, verändern kann. Man findet im Buch nicht nur Rezepte, sondern auch viel Wissenswertes über Kinderernährung. So lernt man einschätzen, was Kleinkinder schon essen können. Direkt zu den Gerichten gibt es viele Tipps. Man erfährt, was an Rohkost Kindern in welcher Form zuzumuten ist, welche Gewürze man verwenden kann. Hin und wieder erfährt man auch etwas über Nahrungsmittel, deren Inhaltsstoffe für Kinder besonders wichtig sind.

Die Rezepte sind recht einfach gehalten. Wer ohnehin immer mal wieder kocht, wird keine Probleme damit haben. Die einzelnen Schritte sind gut erklärt. Und da, wo es etwas Wichtiges zu beachten gibt, wird gesondert hingewiesen und mit Bildmaterial unterstützt.

Fazit: „Kochen für die Kleinen“ ist ein wirklich brauchbares Kochbuch mit Rezepten für den Alltag von Familien mit Kleinkindern.

Rezension von Heike Rau

Dagmar Reichel
Kochen für die Kleinen
Fotos: Eising Studio/Martina Görlach
144 Seiten, broschiert
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440125912
ISBN-13: 978-3440125915
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Amanda Noll: Ich brauche mein Monster

Amanda Noll: Ich brauche mein Monster

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Der kleine Tom hat ein Monster unter dem Bett. Er mag es gerne, denn ohne das Monster kann er nicht einschlafen. Eines Tages ist das Monster weg. Es hat einen Zettel zurückgelassen, auf dem steht, dass es zum Fischen gegangen ist und in einer Woche zurück sein wird.

Tom fällt es wirklich schwer, ohne sein Monster zu schlafen, ohne seinen Keuchatem und das schreckliche Krallenkratzgeräusch. Wenn Nick nicht da ist, braucht Tom eben ein anderes Monster. Also klopft er auf den Boden und wartet.
Das Monster, das kommt, gefällt ihm aber nicht. Paul ist nicht gruselig. Er hat weder lange Zähne, noch scharfe Krallen. Also schickt er das Monster weg.
Kurz darauf meldet sich ein neues Monster. Ralf hat tatsächlich sehr beeindruckende Krallen. Nur sind diese mit Nagellack lackiert. Tom weiß nicht, was er davon halten soll. Ein gepflegtes Monster gruselt ihn nicht. Auch Ralf darf also nicht bleiben.

Das nächste Monster dagegen hat Krallen wie Messerklingen so scharf. Das macht Tom dann doch ein wenig nervös. Doch als Tom die rosa Schleife am Schwanz des Monsters sieht, ist jedes Gruselgefühl dahin. Außerdem ist Lucy ein Monster-Mädchen. Ein Junge sollte jedoch ein Jungen-Monster unter dem Bett haben. Und dann ist auch Lucy wieder verschwunden. Das scheint nichts zu werden mit den fremden Monstern. Tom will Nick zurück.

Angst vor dem Unbekannten plagt viele Kinder. Ein Monster steht stellvertretend dafür. Mit dem Kinderbuch „Ich brauche mein Monster“ kann man Kindern die Angst vor der Nacht ein wenig nehmen. Oft lassen sich Kinder ihr Monster nicht ausreden, also wird hier eine bunte Geschichte daraus.

Tom ist nämlich ganz anders. Er kann ohne Monster nicht schlafen. Er gruselt sich gerne ein wenig, findet das spannend und sogar lustig. Er weiß, dass Monster mit Angst gefüttert werden müssen, damit sie bleiben. Nick fühlt sich ja bei Tom so wohl, weil er zu hören bekommt, wie viel Angst er Tom macht. Zeigt man keine Angst, verschwinden die Monster.
Man kann Ängste, die Kinder vor dem Alleinsein nachts in ihrem Bett haben, mit Hilfe des Buches also spielerisch verarbeiten. Das Thema wurde wirklich gut umgesetzt.

Rezensionen von Heike Rau

Amanda Noll
Ich brauche mein Monster
Illustriert von Howard McWilliam
32 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311842
ISBN-13: 978-3830311843
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Maggie Stiefvater: Ruht das Licht

Maggie Stiefvater: Ruht das Licht

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Der Wolf in Sam ist besiegt. Nichts steht seiner Liebe zu Grace mehr im Wege. Dennoch hat Sam nun eine verantwortungsvolle Aufgabe. Um die Wölfe im Wald hat er sich zu sorgen, seit sein Stiefvater Beck es nicht mehr kann. Dass Beck noch neue Wölfe rekrutiert hat, wird immer mehr zum Problem in dem kleinen Städtchen Mercy Falls.
So glaubt die Polizei, Olivia sei weggelaufen. Auch ihre Eltern denken das. Sam und Grace wissen, dass es sich anders verhält und sie für eine Zeitlang zurückkehren wird, dann nämlich, wenn die Wölfe sich wieder zurückverwandeln werden.

Auch Graces Freundin Isabel weiß Bescheid. Zusammen gehen die beiden auf Spurensuche im Wald und entdecken einen toten grauen Wolf. Wie er gestorben ist, lässt sich nicht feststellen. Aber Angst macht sich breit.
Als Sam in Becks Haus nach dem Rechten sieht, entdeckt er einen zurückverwandelten Wolf, mit dem irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Auch Cole wandelt sich zu früh zurück und bringt Isabel in eine peinliche Lage. Wie soll sie den nackten jungen Mann ihren Eltern erklären? Was sich zwischen den beiden abspielt, lässt sich nicht erklären. Anziehung und Abneigung in einem ist es und es muss sich erst entscheiden, was die Oberhand gewinnt.

Grace ist den Wölfen mehr als zuvor verbunden. Vielleicht auch, weil sie als Kind gebissen wurde. Verwandelt hat sie sich jedoch nie. Nun träumt sie sogar davon, ein Wolf zu werden. Die Tiere im Wald wecken die Sehnsucht in ihr, mit ihnen durch die Wälder zu streifen. Das sind nur Vorboten. Grace wird schließlich krank. Dass sie Fieber bekommt, beunruhigt Sam nicht so sehr, wie den Wolfsgeruch, den sie verströmt.

„Nach dem Sommer“ ist noch gut in Erinnerung. Nun geht es weiter mit „Ruht das Licht“. Das Buch ist noch besser als der erste Band. Die Handlung wird beleuchtet aus der Sicht von Sam, Grace, Isabel und Cole, die abwechseln aus ihrer Perspektive die Ereignisse schildern, ohne dass dadurch ein Durcheinander entsteht.

Sam und Grace sind erfüllt von ihrer Liebe zueinander, die allerdings auch sehr schmerzvoll ist, denn die Zukunft der beiden ist wieder ungewisse. Diesmal ist es Grace, die Sams ganze Unterstützung braucht. Ihre „Krankheit“ lässt sich nicht erklären. Dass sie als Kind von einem Wolf gebissen wurde, scheint aber damit zu tun zu haben. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich dramatisch. Selbst die Ärzte sind machtlos.

Und so wird auch dieses Buch von einer unheilvollen und traurigen Stimmung getragen. Aber auch, wenn es um Sam und Grace geht, von einer grenzenlos tiefen, romantischen Liebe. Das lässt unglaublich mitfühlen. Es zerreißt einem förmlich das Herz. Die Wortmeldungen von Isabel und Cole zwischendurch holen einen zum Glück immer wieder in die Realität zurück, die voll von Problemen für alle beteiligten ist.

Die Geschichte gewinnt nach und nach an Tempo. Das steigert auch immer mehr die Spannung, bis die Ereignisse sich am Ende fast schon überschlagen.

Rezension von Heike Rau

Maggie Stiefvater
Ruht das Licht
Übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
400 Seiten, gebunden
skript5 im Loewe Verlag
ISBN-10: 3839001188
ISBN-13: 978-3839001189
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Steinar Bragi: Frauen

Steinar Bragi: Frauen

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Als Eva Einársdottir versucht an Fördermittel für ihren nächsten Dokumentarfilm heranzukommen, lernt sie in New York auch den Banker Emil Thórsson kennen. Als er ihr das Sponsoring zusagt und ihr auch noch eine Wohnung in einem modernen Hochhaus in Reykjavik anbietet, weil er weiß, dass sie gerne dorthin zurückmöchte, nimmt Eva das Angebot an, zumal die Wohnung kostenlos ist. Die Vormieterin, die Französin Marie, ist verreist.

Tatsächlich handelt es sich um ein Luxusappartement. Doch das hilft Eva nicht aus ihrer traurigen Stimmung heraus. Zwar ist sie jetzt wieder in der Nähe ihres Freundes Hrafn, doch er hat sich von ihr getrennt. Eva sieht es als Beziehungspause und meint, ihn zurückgewinnen zu können. Sie möchte ihr Leben ändern und auch nicht mehr so viel trinken. Doch die Einsamkeit lässt sich schlecht ohne Alkohol aushalten.

Dass mit der Wohnung oder vielmehr dem ganzen Haus etwas nicht stimmt, merkt Eva schnell. Die Vormieterin ist nicht verreist, sie hat sich umgebracht. Das erzählen die Nachbarn. Zwei Frauen lernt Eva besser kennen. Die alte Bergthóra, die sich neugierig und aufdringlich gibt. Rannveig ist da schon netter.
Nach einer durchfeierten Nacht mit ihr und einer ihrer Freundinnen hat Eva einen Filmriss. In dieser Nacht soll sie ihrem Freund mit einem unmöglichen Telefongespräch und einer SMS mit Selbstmordabsichten erschreckt haben. Eva weiß nichts mehr davon. Sie sollte aufhören zu trinken, doch stattdessen trinkt sie immer mehr. Irgendwas Merkwürdiges läuft hier, davon ist sie überzeugt. Eva fühlt sich verfolgt und bedroht.

Ist es Verfolgungswahn? Man könnte es annehmen. Viel zu vertrauensselig lässt sich Eva mit zwei ihrer Nachbarinnen an ihrem Leben teil haben. Nur um nicht allein zu sein. Sie trinkt, bis sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Eines Tages kommt Eva nicht mehr aus der Wohnung heraus. Sie ist eingesperrt. Nur kann man nicht sagen, ob sie tatsächlich eingesperrt ist oder das im Alkoholrausch so empfindet. Dieser Kontrollverlust wird auf eine sehr direkte und zum Teil auch abstoßende Art geschildert.

Möglicherweise ist Eva aber auch Teil einer Inszenierung, die an Abartigkeit nicht zu überbieten ist. Evas weiß um die Pläne des umstrittenen Künstlers Joseph Novak und seiner Inszenierung „Frauen“. Es geht um die Minderwertigkeit von Frauen. Eva glaubt, der Mittelpunkt dieser Performance zu sein, hofft dass es irgendwann vorbei sein wird.
Beides ist kaum vorstellbar. Denn der Roman ist schwer nachvollziehbar. Was man hineininterpretieren soll, steht im Klappentext. Ob man es tatsächlich kann, aber auf einem ganz anderen Blatt.

Rezension von Heike Rau

Steinar Bragi
Frauen
Aus dem Isländischen von Kristof Magnusson
272 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 388897724X
ISBN-13: 978-3888977244
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Mirjam Beile: Gebäck für Dich – Kleine Freuden aus dem Brotbackautomaten

Mirjam Beile: Gebäck für Dich – Kleine Freuden aus dem Brotbackautomaten

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Mit dem Brotbackautomaten lässt sich nicht nur Brot backen. Auch Kuchen und Konfitüre kann man herstellen. Im Buch findet man aber nicht nur Rezepte zum direkten Backen im Automaten. Vielmehr wird dieser für die Zubereitung des Teiges genutzt. Hefeteig kann so völlig unkompliziert hergestellt werden.

Die Rezeptideen sind nach Anlässen sortiert, traditionelle Feste und private Feierlichkeiten. Ein besonderes Gebäck gehört ja dann immer auf den Tisch. Im ersten Kapitel „Feste rund ums Jahr“ findet man also auch „Silvester und Neujahr“ mit Glücksschweinchen, Hufeisenbaguette und Neujahrsbrot, das eigentlich ein ganz normales Mischbrot ist. Das Besondere ist hier eine Verzierung aus Teig mit aufgesetzter Jahreszahl.
Unter den Vorschlägen in der Rubrik „Ostern“ kann man unter anderem zwischen Hefeteighasen, Eierlikörkuchen und Lamm im Kräuterbrot wählen.
Besonders hervorzuheben ist das Kapitel „Halloween“. Auch wenn Blutkuchen und Hefefinger wirklich gruselig aussehen, schmecken dürfte das Gebäck trotzdem.
Im zweiten Kapitel „Für jede Lebenslage“ wird Gebackenes für private Feierlichkeiten vorgestellt. Zum Kindergeburtstag kann man Aprikosen-Bienchen, Kinderpizzis oder Würstchenbonbons machen. Und zum Grillfest kann man den Teig für die Oliven-Grillfladen und das Stockbrot vom Brotbackautomaten kneten lassen.

Es gibt einige einfache Rezepte im Buch, aber auch viele eher schwierige für die man schon etwas Erfahrung im Backen haben sollte. Immerhin gelingt der Hefeteig mit dem Brotbackautomaten immer. Allerdings muss man auch hier mal nach dem Teig schauen. (Ich habe, weil ich gerade ein Brot brauchte, das Neujahrsbrot ausprobiert, musste allerdings noch Wasser zugeben, weil der Teig sonst zu trocken geworden wäre. Das Brot ist dann gut gelungen und schmeckte hervorragend.)

Ein bisschen kreativ sein muss man. Gar nicht leicht herzustellen sind die Brötchensterne. (Wie man die Sternenform hinbekommt, steht zwar im Text erklärt, aber auf Anhieb ist mir das nicht gelungen. Hier wären ein paar zusätzliche Fotos mit Arbeitsschritten hilfreich gewesen. Aber auch meine nicht gerade perfekten Brötchensterne haben gut geschmeckt.)

Die Ideen im Buch sind also wirklich gut. Man bekommt direkt Lust, das eine oder andere auszuprobieren. Das sollte man bei komplizierten Rezepten, gerade auch dann, wenn der Hefeteig in eine besondere Form zu bringen ist, schon vorab tun, damit man dann, wenn ein Feiertag ist, schon ein wenig Übung hat. Die Fotos sind in dieser Hinsicht teilweise vielleicht zu perfekt. Es gibt auch nicht zu jeder Sorte Gebäck ein Foto, wie zum Beispiel bei den Monstermuffins. Auch wenn im Rezept die Beschreibung steht, muss man hier selbst kreativ werden. Anderes dürfte aber sofort gelingen. Die Brote zum Beispiel, die direkt im Automaten gemacht werden. Oder auch die Pizza-Muffins und die Kräuter-Knusperstangen. Im Buch sind also Rezepte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, so dass Anfänger und auch geübte Hobbyköche Passendes finden.

Rezensionen von Heike Rau

Mirjam Beile
Gebäck für Dich – Kleine Freuden aus dem Brotbackautomaten
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800175886
ISBN-13: 978-3800175888
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Francesco Pittau und Bernadette Gervais: Rot, grün, blau – Mein erstes Bildwörterbuch

Francesco Pittau und Bernadette Gervais: Rot, grün, blau – Mein erstes Bildwörterbuch

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Rot, grün und blau sind nicht die einzigen Farben, die Kinder mit diesem Buch kennenlernen können. Wie man an der Farbpalette gleich auf der ersten Seite sehen kann, sind es insgesamt zehn Farben, nach denen die vielen Bilder im Buch sortiert sind. Farbkleckse in der jeweiligen Farbe stimmen auf den nun folgenden Farbton ein. Rot macht den Anfang. Man findet hier Tiere, Pflanzen und Gegenstände, also einen roten Turnschuh, eine Erdbeere, Kirschen, den Marienkäfer, die Mohnblume, ein rotes Fahrrad, Radieschen, einen Goldfisch, eine Tomate und einen roten Schal. Interessant ist auch das Violett mit Aubergine, violettem T-Shirt, einer Halskette, dem Stiefmütterchen, einem Schmetterling, einem violettem Knopf, den Trauben, einer violetten Socke, einem Veilchen und einer Pflaume.
Unter der Zeichnung findet man den deutschen Namen dafür, aber nicht nur diesen, sondern auch den englischen und französischen Begriff.

Viele Kinder kommen heute schon im Kindergarten mit Fremdsprachen in Berührung, da ist ein solches mehrsprachiges Bildwörterbuch recht praktisch. Die Zeichnungen sind schön anzusehen, allerdings sind diese sehr groß, so dass das Buch sehr großformatig und damit doch ein wenig unhandlich für kleine Kinderhände ist. Zum Unterrichten im Kindergarten oder der Vorschule ist das große Format dann aber wieder von Vorteil.

Die Auswahl an Begriffen ist weit gefächert. Es gibt insgesamt knapp einhundert Darstellungen. Auch Farbnuancen werden abgedeckt und sind immer der Hauptfarbe zugeordnet. Dank der kreativen Farbkleckse am Anfang und den zugeordneten farbiger Randleisten finden Kinder schnell zur Lieblingsfarbe. Das Buch ist ausgestatte mit einem sehr schönen und farbenfrohen Cover, das jedem Kind gefallen sollte. Es lädt ein zum Blättern und Entdecken der Welt der Farben und zum ersten Kennenlernen einer Fremdsprache.

Rezension von Heike Rau

Francesco Pittau und Bernadette Gervais
Rot, grün, blau – Mein erstes Bildwörterbuch
120 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570153533
ISBN-13: 978-3570153536
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Holger Karsten Schmidt: Isenhart

Holger Karsten Schmidt: Isenhart

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!Von einem Fremden wird das tote Neugeborene zum Leben erweckt. Man sieht es mit Bestürzung. Dennoch kann der Fremde mit Drohungen erreichen, dass sich jemand um das Kind kümmert, bevor er geht. Wer der Unheimliche ist, bleibt im Dunkeln.

Walther von Ascisberg ist dem Fremden auf der Spur und kommt zu spät. Was geschehen ist, kann er nicht hinnehmen. So tötet er das Kind. Doch sogleich bereut er es. Ihm gelingt es, den Kleinen wieder ins Leben zurückzuholen, in dem auch er ihm etwas von seiner Seele einhaucht, genau wie der Fremde.
Walter von Ascisberg nimmt den Jungen mit sich. Er übergibt ihn dem Burgherren Sigimund von Laurin, der ihn in der Familie seines Schmieds in Obhut gibt. Hier wächst Isenhart auf, ohne Kenntnis seiner Vergangenheit, während Walther von Ascisberg weiter lenkend in sein Leben eingreift. Er sorgt dafür, dass der heranwachsende Junge, der die Kunst des Schmiedhandwerks erlernt, zusätzlich Unterricht bei Pater Hieronymus erhält. Isenhart lernt mit Konrad zusammen, dem Sohn des Burgherrn. In die Tochter von Sigimund von Laurin verliebt er sich. Heimlich trifft er sich mit Anna. Doch sie wird ihm wieder genommen. Durch Mord. Isenhart findet sie mit herausgerissenem Herzen im Wald. Man kommt dem Täter schnell auf die Spur. Doch Alexander von Westheim weist alle Schuld von sich. Er bezichtigt den Abt des Klosters von Mullenbrunnen seine Hände im Spiel zu haben.

Schon dieser Anfang verspricht Spannung. Tatsächlich werden alle Erwartungen überboten. Der Mittelalterkrimi hat es in sich. 1171 beginnt die Geschichte mit Geburt, vermutetem Tod und Wiedergeburt Isenharts. Wer sein Vater ist, bleibt zunächst im Dunkeln und auch warum der Gelehrte Walther von Ascisberg sich seiner annimmt. Das untote Kind steht unter seinem Schutz. Das Privileg der Bildung kommt dem jungen Isenhart zu, der sich als ausgesprochen intelligent und wissensdurstig erweist. Doch das Glück scheint nicht auf seiner Seite. Seine junge Geliebte wird ermordet. Isenhart setzt alles daran, den Mörder zu finden. Diese Suche dauert das ganze Buch an. Denn der Mörder ist überaus raffiniert. Er versteht seine Identität perfekt zu verschleiern und er mordet unter diesem Deckmantel weiter.

Die Geschichte wird mit Perfektion im Schreibstil erzählt. Die Sätze fließen ineinander. Die Ausdrucksweise des Autors fasziniert. Detailreich, aber ohne sich in den Details zu verlieren, wird erzählt. Man könnte keinen einzigen Satz streichen. Man liest nicht nur, man erlebt die Geschichte mit. Man wird hineingezogen, interessiert und begeistert. Jeder einzelne Charakter überzeugt, auch die weniger bedeutenden sind gut ausgearbeitet.

Die Handlung ist gut ausgedacht und überzeugend konstruiert. Immer wieder wird man mit spektakulären Wendungen überrascht. Isenhart wird vom Mörder mehr als einmal getäuscht und der Leser mit ihm. Am Ende fügt sich eins ins andere. Der Mittelalterkrimi wird überaus spannend aufgelöst. Von Anfang bis Ende ein sensationell gutes Buch!

Rezensionen von Heike Rau

Holger Karsten Schmidt
Isenhart
816 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch
ISBN-10: 3462043323
ISBN-13: 978-3462043327
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Kami Garcia und Margaret Stohl: Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe

Kami Garcia und Margaret Stohl: Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe

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Lena hatte sich in an ihrem 16. Geburtstag nicht entscheiden müssen. Ihre Wahl ein Dunkle oder eine Lichte Caster werden zu wollen, ist um ein Jahr verschoben. Dennoch ist Schwerwiegendes passiert. Schmerzhaftes. Unerklärliches.
Ethan wird weiter von Visionen und Albträumen geplagt, nur scheint er diese nicht mehr mit Lena zu teilen. Lena, seine große Liebe, zieht sich immer mehr von ihm zurück. Sie trauert um ihren verstorbenen Onkel Macon.

Ethan arbeitet in den Ferien bei Tante Marian in der Bibliothek. Er lernt hier ihre Praktikantin Olivia kennen, die ebenfalls wie Marian und seine verstorbene Mutter eine Hüterin ist, wenn auch noch in der Ausbildung. Ethan hofft in der Caster-Bibliothek zu weiteren Erkenntnissen zu gelangen. Er kann jede Hilfe gebrauchen. Tatsächlich erfährt er etwas über sich. Er ist viel mehr mit der Welt der Caster verbunden, als er glaubte. In der Welt des Übernatürlichen spielt er eine ganz besondere Rolle.

Lena unterdessen schmiedet Pläne. Als sie von der Weltenschranke hört, beschließt sie, diesen Ort zu suchen. Sie glaubt sich immer mehr auf der dunklen Seite und versucht dem zu entgehen. So verlässt sie Gatlin und begibt sich in das unterirdische Caster-Labyrinth, auch wenn das heißt, sich von Ethan noch weiter entfernen zu müssen und stattdessen, dem geheimnisvollen John Breed zu vertrauen, der ein dunkler Custer oder auch ein Incubus ist. Das Labyrinth ist ein gefährlicher und magischer Ort. Ethan möchte seine Freundin dort nicht alleine wissen. Zusammen mit Olivia und seinem Freund Link macht er sich auf die Suche nach Lena.

„Seventeen Moons“ ist ganz anders als sein Vorgänger „Sixteen Moons“, aber ebenso faszinierend. Die Liebe zwischen Ethan und Lena wird auf eine harte Probe gestellt. Lena entfernt sich immer mehr von Ethan, so dass die beiden nicht mehr zusammen sind. Die prickelnde romantische Stimmung, die dem ersten Band innewohnte, ist also kaum noch spürbar. Diesmal kommt Ethans Sorge um Lena zum Tragen.

Die Atmosphäre ist sehr viel dunkler geworden, auch weil diesmal vor allem die Caster-Welt mit dem unterirdischen Labyrinth die Kulisse für die Handlung bildet. Das ist ein krasser Gegensatz zur sonst vorherrschenden gemütlich und beständig wirkenden Südstaaten-Atmosphäre.

Die alles verändernde Entscheidung steht also immer noch aus. Dunkel Mächte versuchen mit allen Mitteln Lena auf ihre Seite zu ziehen. Das treibt die Spannung in die Höhe. Ethan und seine Freunde sehen sich Wesen gegenüber, die wissen, wie mit Magie umzugehen ist. Teilweise spielen sich wirklich dramatische Szenen ab. Dabei ist die Handlung kaum vorhersehbar. Man wird immer wieder überrascht. Aber die Geschichte wird dadurch auch sehr viel komplizierter. Ganz so flüssig wie der erste Band liest sich diese wirklich unerwartete Fortsetzung nicht.

Rezensionen von Heike Rau

Kami Garcia und Margaret Stohl
Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
512 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570138291
ISBN-13: 978-3570138298
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Richard Stark: Verbrechen ist Vertrauenssache

Richard Stark: Verbrechen ist Vertrauenssache

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George Liss hat für Parker einen neuen Job. Parker ist misstrauisch, aber weil Ed Mackey mit dabei ist, mit dem er schon zusammengearbeitet hat, sagt er zu. Zwar ist Mackey nicht der Schlauste, aber das gleicht seine Freundin Brenda, die ebenfalls mitmacht, locker aus.

Es geht um Spendengelder, die ein Wanderprediger mit Veranstaltungen in Stadien einnimmt. Ein Insider, Tom Carmody, hat die nötigen Informationen.
Der Coup wird geschickt eingefädelt. Alles läuft glatt. Doch dann stellt sich heraus, dass George Liss das Geld für sich allein haben will, was Parker aber verhindert. Parker hat mit Problemen gerechnet und die drei Gewehre heimlich entladen. Liss entkommt ohne die Beute. Wie geplant kann das Geld aber nun nicht beiseite geschafft werden.

Ein weiteres Problem ist dieser Carmody. Er hat offenbar nicht dicht gehalten und seiner Schwester zu viel erzählt. Die wiederum hat ihren Bruder eingeweiht und der zwei seiner Freunde. Auch die drei haben es nun auf die Beute abgesehen und warten auf eine Gelegenheit.
Der Sicherheitschef des Predigers ist den Gaunern auch auf der Spur. Und Detektive Calavecci macht seine Arbeit auch nicht schlecht.

Es sind also ein Menge Dinge, um die Parker sich kümmern muss. Sehr detailliert beschreibt der Autor die Vorgehensweise des Gauners. Seine Gedanken und Überlegungen und die daraus resultierenden Handlungen werden minutiös dargestellt. Nicht immer liegt Parker richtig. Vielmehr ist es das Unvorhergesehene, das seine Pläne immer wieder durcheinanderbringt. Immer aber behält Parker die Nerven. Er ist eben ein knallharter und auch skrupelloser Typ. Wer ihm in die Quere kommt, hat nichts zu lachen.

Es ist sehr spannend zu verfolgen, wie die Handlung fortschreitet. Parker handelt überlegt und intuitiv zugleich. Das ist eine gute Mischung. Vorhersehbar ist bei diesem Krimi nichts. Immer wieder wendet sich das Blatt und das macht das Buch ausgesprochen spannend. Das steigert sich von Seite zu Seite. Die Lage wird immer kritischer. Der eine oder andere muss dran glauben, natürlich nie ohne triftigen Grund. Parker mordet nicht aus Spaß. Und er versteht keinen Spaß. Trotzdem, man kann es nicht erklären, wirkt er sympathisch.

Rezensionen von Heike Rau

Richard Stark
Verbrechen ist Vertrauenssache
Ein Parker Roman
Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren
256 Seiten, gebunden
Paul Zsolnay Verlag
ISBN-10: 3552055509
ISBN-13: 978-3552055506
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Sabine Lohf: Alles Banane?

Sabine Lohf: Alles Banane?

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Kinder sind fantasievoll. Stets gibt es für sie Neues zu entdecken. Das Buch „Alles Banane?“ kommt dem entgegen. Eine Banane ist nämlich nicht einfach nur eine Banane. Ihre interessante Form regt die Fantasie an. Geformt wie ein lachender Mund, passt die Banane auch in ein Kindergesicht oder eben auch in das Gesicht einer freundlichen Katze. Eine Banane kann aber auch ein Boot sein. Vielleicht auch das Schiff eines Piraten? Möglicherweise eignet sich eine Banane auch als Bett für den kleinen Teddybär, der damit schön in den Schlaf geschaukelt werden kann. Die Banane kann aber auch der Mond sein, der hoch am Himmel steht und über den Schlaf des Teddybären wacht.

Auch Wolken zu beobachten, macht sehr viel Spaß. Manchmal kann man Formen entdecken, die an etwas erinnern. An Schäfchen beispielsweise. Man kann auch selbst ganz kuschelweiche Schäfchen basteln. Aus bemalter Pappe und weißer Watte.

Besondere Formen weisen auch manchmal Kartoffeln auf. Hat man eine mit einer Knollennase entdeckt, braucht diese bloß noch ein Auge und einen Mund. Lustig sieht das aus. Aber allein sein will das Kartoffelmännlein nicht. Vielleicht bastelt man aus ein paar schön geformten Kartoffeln einige Kartoffelkäfer. Schon ist Gesellschaft da.

Die Interpretation der Bilder im Buch kann auch ganz anders ausfallen. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Kinder können das Buch einfach nur ansehen und sich ihre Gedanken machen und träumen. Sie können ihre Eindrücke mit den Eltern teilen. So kann man die Bilder als Grundlage für schöne Gespräche nutzen. Kinder können sich aber auch inspirieren lassen zu kleinen Bastelarbeiten oder zur Erstellung von kleinen Bildern oder Collagen. Gegenstände und Dinge, die uns alltäglich begegnen, kann man kreativ zum Spielen nutzen. Im Buch findet man genügend Vorschläge. Das regt dazu an, etwas genauer hinzusehen und spannende Entdeckungen zu machen.
Dabei steht im Buch kein einziges Wort. Die farbenfrohen Bilder sprechen für sich. Es ist ein wirklich schönes Kinderbuch.

Rezension von Heike Rau

Sabine Lohf
Alles Banane?
36 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473432881
ISBN-13: 978-3473432882
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