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Kategorie: Ratgeber

Alex Wu: Wie der Körper sich selbst heilt – Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin

Alex Wu: Wie der Körper sich selbst heilt – Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin

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Der Autor ist Computer-Ingenieur. Mit der chinesischen Medizin beschäftigt er sich seit 20 Jahren. Kein Wunder also, dass er den Körper ein bisschen wie einen Computer sieht. Tatsächlich leuchten seine Vergleiche ein. Sie sind eine Möglichkeit Sachverhalte verständlich darzustellen.

In der TCM ist ein Beschwerdebild Ausdruck der beginnenden Selbstheilung. In der Schulmedizin werden diese Symptome mit Medikamenten behandelt. Die Ursache bleibt bestehen, da durch die medikamentöse Behandlung die Selbstheilungskräfte unterbunden werden. Das Anti-Virus-Programm, um wieder den Vergleich mit dem Computer heranzuziehen, wird also mitten in der Arbeit gestoppt. Heilung ist nicht möglich. So wie der Autor das beschreibt, ist diese Ansicht nachvollziehbar.

Wie man sich eine Selbstheilung vorstellen muss, beschreibt Alex Wu am Beispiel der Gicht. Hier führt seiner Ansicht nach die schulmedizinische Behandlung zu einem chronischen Verlauf, da die Selbstheilungskräfte dauerhaft unterbunden werden. Es ist dem Körper also nur dann möglich, eine Heilung herbeizuführen, wenn man ihn in Ruhe lässt und mit entsprechender Lebensweise unterstützt.

Unsere Lebensweise ist ein weiterer Stichpunkt. Sie führt scheinbar zu vielen Krankheiten, die das Leben beeinträchtigen. Beim Computer würde man sagen, eine kontinuierliche Stromversorgung ist nicht möglich. Wer schlecht schläft, Stress hat und sich nicht ausgewogen ernährt, hat bald keine Energie mehr. Er greift auf die Reserven zurück. Irgendwann ist aber auch der Akku leer. Für eine Selbstheilung und zur Entgiftung braucht der Körper aber Energie. Ist keine da, verschlechtert sich der Gesundheitszustand immer weiter.

Der Autor erklärt, was im Rahmen der TCM getan werden kann. Er zeigt auf, wie eine Diagnose gestellt wird und der Heilungsprozess angeregt werden kann. Hier umzudenken und den eigenen Körper anders wahrzunehmen, kann eine Chance für ein gesünderes Leben sein.

Wer gesundheitliche Probleme hat oder oft müde und erschöpft ist sollte das Buch unbedingt lesen!

Rezension von Heike Rau

Alex Wu
Wie der Körper sich selbst heilt
Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin
Aus dem Englischen von Jochen Leitner
160 Seiten, broschiert
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426878097
ISBN-13: 978-3426878095
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Dorit Zimmermann: Frauen- Heilkräuter – Wohlfühlen, gesund bleiben und heilen mit der Kraft der heimischer Pflanzen

Dorit Zimmermann: Frauen- Heilkräuter – Wohlfühlen, gesund bleiben und heilen mit der Kraft der heimischer Pflanzen

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Es ist nützlich zu wissen, welche Heilkräuter es gibt und wie sie zu verwenden sind. Wer sich damit beschäftigen möchte, findet Wissenswertes im Buch. Ziel ist es, Heilpflanzen kennenzulernen, Rezepturen anzufertigen und einzusetzen. Hier geht es vor allem um die Behandlung von Frauenbeschwerden und die Steigerung des Wohlbefindens.

Zunächst vermittelt die Autorin Basiswissen. Hier erfährt der Leser, was beim Sammeln von Wildkräutern zu beachten ist und wie Kräuter getrocknet und gelagert werden. Beschrieben wird ausführlich, wie Tees, Tinkturen, Essenzen usw. hergestellt werden. Es gibt eine Liste, die aufzeigt, wie Abkochung, Aufguss, Mazerat usw. unterschieden werden. Die wichtigsten Pflanzeninhaltsstoffe werden ebenfalls aufgelistet. Das können beispielsweise ätherische Öle, Flavonoide oder Schleimstoffe sein.
Das ist reichlich Lernstoff, der aber auf anschauliche und unterhaltsame Weise vermittelt wird.

Im folgenden Kapitel geht es um heimische Superfoods. Auch Bärlauch, Brennnessel, Knoblauchsrauke und Löwenzahn haben viele wertvolle Inhaltsstoffe. Die Autorin zeigt, wie sich diese Pflanzen in der Küche verarbeiten lassen.
In einem Buch, das sich mit Frauen-Heilkräutern beschäftigt, erwartet man natürlich auch sogenannte Hormonpflanzen. Dazu gehören beispielsweise Echter Alant, Hirtentäschelkraut, Mutterkraut und Rotklee. Rezepte für Anwendung werden beschrieben.
Zu den Heilpflanzen, die gut für Körper und Seele sind, zählen Arnika, Benediktenkraut, Goldrute und Johanniskraut. Auch mit diesen Pflanzen können Heilmittel hergestellt werden.
Danach folgen Kräuter für den Wellness-Bereich. Dazu zählen Ringelblume, Melisse und Rose. Selbst gemachte Pflegeprodukte stehen hier im Vordergrund.

Jede Pflanze wird ausführlich mit Texten und Bildern vorgestellt. Aber dabei bleibt es nicht. Es geht im Buch auch um die Anwendung. Die Autorin schlägt Rezepte vor, die sich gut umsetzen lassen. Hergestellt werden beispielsweise Arnika-Tinktur, Kamillenöl, antibiotisches Kapuzinerkressepulver, Ringelblumensalbe und Rosen-Badesalz. Es gibt einfache Rezepte für Anfänger und etwas aufwendigere für alle, die etwas professioneller arbeiten möchten.

Die Heilpraktikerin Dorit Zimmermann erklärt Sachverhalte auf eine sehr gut verständliche Art und Weise. Sie macht mit diesem sehr schön gestalteten Buch traditionelles Heilwissen für Interessierte anwendbar.

Rezension von Heike Rau

Dorit Zimmermann
Frauen- Heilkräuter – Wohlfühlen, gesund bleiben und heilen mit der Kraft der heimischer Pflanzen
100 Rezepturen – Tees, Salben und Heiltinkturen zum Selbermachen
192 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426658283
ISBN-13: 978-3426658284
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Gun-Marie Nachtnebel und Annika Tidehorn: Das Herz-Kochbuch – Rezepte und Tipps für ein gesundes Herz

Gun-Marie Nachtnebel und Annika Tidehorn: Das Herz-Kochbuch – Rezepte und Tipps für ein gesundes Herz

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weit verbreitet. Deshalb möchten die Autorinnen mit ihrem Buch zu mehr Herzgesundheit beitragen.
Aber erst einmal geht es um das Herz selbst und seine Funktionsweise. Die Autorinnen erklären, was es krank werden lässt oder beeinträchtigt. Die verschiedenen Krankheitsbilder werden aufgezeigt.

Meist ist es unsere Lebensweise, die nicht optimal ist. Wenn ein hoher Stresspegel nicht mehr durch Erholungsphasen abgebaut wird, wird das zu einer nicht zu unterschätzenden Belastung auch für das Herz. Deshalb stellen die Autorinnen stressreduzierende Methoden vor, die helfen, zur Ruhe zu kommen. Auch Bewegung ist wichtig. Gerade wer beruflich viel sitzt, muss gegensteuern, beispielsweise mit den genannten einfachen Bewegungsgewohnheiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernährung. Insbesondere Adipositas ist ein Risikofaktor für Herzkrankheiten. Auf was bei der Ernährung zu achten ist, wird genau beschrieben. Bessere Lebens- und Essgewohnheiten führen zu mehr Gesundheit.

Es gibt also einen großen Theorieteil im Buch, sodass klar wird, wie Lebensstil und Ernährung mit der Herzgesundheit zusammenhängen.
Bei den Rezepten im Buch haben die Autorinnen ihre Erklärungen zur gesunden Ernährung umgesetzt. Natürliche, frische und abwechslungsreiche Kost wird favorisiert. Im Buch sind „Vegetarische Gerichte“, „Gerichte mit Hühnchen, Fisch und Meeresfrüchten“, „Salate, Beilagen, Dips und Cremes“ sowie „Frühstück und Zwischenmahlzeiten“ zu finden. Am einfachsten ist es, anfangs den Mahlzeitenplänen zu folgen.

Mir gefällt an diesem sehr schön illustrierten Buch, dass es nicht einfach nur ein Kochbuch ist. Hier kommen Fakten zur Herzgesundheit auf den Tisch und werden gut erklärt. Meinungen von Experten unterstreichen diese. Alle Aussagen sind gut recherchiert. Die Autorinnen haben einen freundlichen und motivierenden Schreibstil. Wer also anfangen will, sich besser um sich selbst zu kümmern, kann das mit diesem Buch tun. Die Ratschläge sind gut umsetzbar.

Rezension von Heike Rau

Gun-Marie Nachtnebel und Annika Tidehorn
Das Herz-Kochbuch – Rezepte und Tipps für ein gesundes Herz
Aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm
Fotos von Bianca Brandon-Cox
154 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 379951242X
ISBN-13: 978-3799512428
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Barbara Ehrenreich: Wollen wir ewig leben? – Die Wellness-Epidemie, die Gewissheit des Todes und unsere Illusion von Kontrolle

Barbara Ehrenreich: Wollen wir ewig leben? – Die Wellness-Epidemie, die Gewissheit des Todes und unsere Illusion von Kontrolle

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Die meisten von uns tun viel, um den Tod hinauszuschieben. Aber irgendwann wird dennoch Schluss sein. Auch wenn uns das bewusst ist, verdrängen wir es im Alltag, so gut es geht. Wir verwenden teure Pflegeprodukte, zwingen uns ein Sportprogramm auf, folgen den neusten Ernährungstrends, machen ständig Diäten, gehen zu allen Vorsorgeuntersuchungen, schlucken unsere Nahrungsergänzungsmittel und verhalten uns achtsam. Wir hoffen, damit Kontrolle über unser Leben zu erlangen. Doch das wir die nicht haben, schwant und spätestens im mittleren Lebensalter. Also verschärfen wir unsere Aktivitäten, auch wenn der Körper sich sträubt und ersinnen eine noch bessere Verdrängungstaktik, was das immer näher rückende Ende betrifft, und bauen die Hoffnung auf, dass etwas von uns bleiben wird.

Barbara Ehrenreich, Jahrgang 1941, ist in einem Alter, in dem ein Rückblick möglich ist. Sie beleuchtet die vergangenen Jahrzehnte hinsichtlich unseres Umgangs mit dem Leben und dem Tod. Dabei zeigt die Autorin auch ihre eigenen Erfahrungen und die dadurch gewonnenen Erkenntnisse auf. Es ist ernüchternd, ermöglicht aber auch, sich eine andere Denkweise zuzulegen!

Es geht um unsere eigenen Bestrebungen und natürlich auch um die von Medizin und Wissenschaft, den Tod hinauszuschieben. Nicht nur der Nutzen, sondern auch die Sinnlosigkeit mancher gesundheitlicher Maßnahmen, die daraus entstehen, wird beleuchtet. Was hilft es, das Leben zu verlängern, wenn es dann nicht mehr lebenswert ist. Und wie kommt es, dass der Körper trotz aller Therapien, der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und der Stärkung des Immunsystems, sein Programm zur Selbstzerstörung fortsetzt?

Ratschläge gibt es im Buch nicht. Es wird kein Programm vorgestellt, das uns weitere Lebensjahre verschaffen könnte. Es geht vielmehr darum, die Wahrnehmung zu schärfen, über unsere Art zu leben. Es ist ja die Frage, ob die Maßnahmen, die wir so verbissen ergreifen, wirklich helfen. Oder ob es besser ist, etwas entspannter zu sein, das Leben zu genießen und das Ende zu akzeptieren?

Rezension von Heike Rau

Barbara Ehrenreich
Wollen wir ewig leben? – Die Wellness-Epidemie, die Gewissheit des Todes und unsere Illusion von Kontrolle
Aus dem Englischen von Ursel Schäfer und Enrico Heinemann
Verlag Antje Kunstmann
240 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3956142349
ISBN-13: 978-3956142345
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Dr. med. Steven R. Gundry: Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen: Lektine – die versteckte Gefahr im Essen

Dr. med. Steven R. Gundry: Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen: Lektine – die versteckte Gefahr im Essen

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Pflanzen produzieren Stoffe, die sie vor Fressfeinden schützen sollen. Das ist bekannt. Zu diesen Fressfeinden gehören auch wir. Darüber hat vielleicht noch nicht jeder nachgedacht. Wer viel Obst und Gemüse isst und reichlich Vollkornprodukte, dazu wird ja im Rahmen einer gesunden Ernährung immer wieder geraten, nimmt unter Umständen auch viel Lektin auf. Die schädlichen Proteine können, wenn der Körper nicht damit umgehen kann oder wenn es einfach zu viel für ihn wird, zu verschiedenen Krankheiten führen. So können Lektine Ursache für Autoimmunerkrankungen sein. Eine lektinreiche Ernährung kann beispielsweise zu Diabetes, Morbus Crohn, Reizmagen oder auch zu Schilddrüsenproblemen führen.

Die Informationen, die im Buch vermittelt werden, können ein Schock für gesundheitsbewusste Menschen sein. Denn eine Ernährung mit samenreichen Obst und Gemüse, mit Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten, könnte zu einem ersthaften Problem werden. Der Autor schärft das Bewusstsein dafür. Denn für Menschen, die gesundheitliche Probleme mit dem Verdauungssystem haben, muss das, was als gesund gilt, nicht unbedingt tatsächlich gesund sein. Das schlägt sich oft zunächst in Darmproblemen nieder. Auch Übergewicht kann ein Hinweis sein.

Wer nun durch das Lesen des Buches Lektine als Ursache für seine Beschwerden vermutet, kann testweise eine lektinfreie Ernährung versuchen. Es gibt im Buch eine Negativ-Liste und eine Positiv-Liste mit Lebensmitteln und Ernährungspläne mit Rezepten. Die Umsetzung dürfte nicht leicht sein, denn von der gewohnten Ernährung muss man sich zunächst verabschieden. Oftmals kann die zunächst strenge Diät wieder gelockert werden, wenn bestimmte Zubereitungshinweise beachtet werden.

Tja, der Verzicht wird ausgeweitet. Immer wieder gibt es Erkenntnisse, die unsere Ernährung stark beeinflussen. Man weiß gar nicht mehr, was man essen soll und was nicht! Aber dass die als gesund angepriesene Ernährung, es nicht ist, kann man direkt sehen. Die sogenannten Zivilisationskrankheiten nehmen immer weiter zu und auch unter Übergewicht haben extrem viele Menschen zu leiden. Vielleicht kann dem einen oder anderen Leser das Buch weiter helfen!

Rezension von Heike Rau

Dr. med. Steven R. Gundry
Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen: Lektine – die versteckte Gefahr im Essen
Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Seidel
384 Seiten, Klappenbroschur
Beltz Verlag
ISBN-10: 3407865120
ISBN-13: 978-3407865120
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Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht: Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können

Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht: Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können

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Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkkrankheit. Nach vielen Jahren mit Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und der täglichen Einnahme starker Schmerzmittel, scheint irgendwann der einzige Ausweg ein künstliches Gelenk zu sein. Denn der Gelenkverschleiß wird als Ursache für die Schmerzen angesehen. Geht es nach Liebscher & Bracht muss es soweit nicht kommen. Die Ursachen für die Schmerzen liegen nach ihren Erfahrungen meist nicht im Gelenk, sondern im umliegenden Gewebe. Diese Spannungsschmerzen sind demnach selbst antrainiert. Aus dieser Erkenntnis heraus haben Liebscher & Bracht ein Regenerationsprogramm entwickelt, das im Buch vorgestellt wird.

Der Titel des Buches ist überaus provokativ. Es ist schon erstaunlich, dass die Schulmedizin noch nicht drauf gekommen ist, was wirklich hinter den Arthroseschmerzen steckt. Ich frage mich also, welche genialen Fachleute hinter diesem Programm, das schon nach kurzer Zeit zur Schmerzfreiheit führen soll, stecken. Dr. med. Petra Bracht ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Roland Liebscher-Bracht begann bereits als Kind mit asiatischen Kampf- und Bewegungskünsten und studierte später Maschinenbau. Er hat sich weitreichende Kenntnisse zum Thema angeeignet, ist aber weder Arzt noch Physiotherapeut.

Im Buch wir ein neues Erklärungsmodell für Arthrose und den damit verbundenen Schmerz aufgezeigt. An den Theorieteil schließt sich dann die Behandlungsmethode an. Im Focus steht nicht das Gelenk selbst, sondern das umliegende Gewebe. Auch an der eigenen Einstellung zum Schmerz und an der Ernährung wird gearbeitet. Anleitungen zur Faszien-Rollenmassage und zu Dehnübungen folgen.

Im Buch wird nicht nur erklärt, es wird auch sehr offensiv für die Behandlungsmethode geworben. Damit hat man alles gleich alles beieinander und weiß, wo man das speziellen Faszien-Rollmassage-Set, die Übungsschlaufe, das Übungsvideo und die Premium Nahrungsergänzungsmittel bestellen kann. Natürlich erfährt man auch, wie man einen ausgebildeten Therapeuten finden kann. So funktionieren Marketing-Strategien nun einmal! Mich stört diese immer wiederkehrende Form der Werbung in einem Buch doch sehr.

Ich kann das Erklärungsmodell von Liebscher & Bracht durchaus nachvollziehen. Die Entstehung von Arthrose und Schmerzen wird sehr gut erklärt. Die Gegenüberstellung von eigenen Erkenntnissen und den Erkenntnissen der Schulmedizin ist gut dargestellt. Das daraus entstandene Therapieprogramm überzeugt mich. Und wie die Autoren selbst sagen, sollte man es ausprobieren! Ein künstliches Gelenk muss wirklich die letzte Option sein.

Rezension von Heike Rau

Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht
Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können – Mit dem sensationellen Selbsthilfe-Programm
280 Seiten, Klappenbroschur
Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442222257
ISBN-13: 978-3442222254
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Hans-Ulrich Grimm: Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso

Hans-Ulrich Grimm: Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso

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Kinderernährung war noch nie so einfach! Alles was gebraucht wird, gibt es in Gläschen und Tüten. Da ist alles drin, was ein Kind so braucht! Das könnte jedenfalls denken, wer an Werbeversprechen glaubt. Nur irgendwas stimmt da nicht! Denn viele Kinder, die sich von Fertigprodukten ernähren, haben gesundheitliche Probleme. Sie müssen sich beispielsweise mit Übergewicht, Diabetes, Allergien und ADHS auseinandersetzen.

Hans-Ulrich Grimm geht diesem Phänomen nach. Er macht das Essverhalten verantwortlich, übt Kritik und wiederholt sich dabei auffällig oft. Er beginnt bei der Schwangerschaft der Mutter, macht weiter beim neugeborenen Baby und den Jahren, die dann folgen.

Industriell hergestellte Nahrungsmittel sind für ihn ein Übel. Ein normales Essverhalten mit viel frischer Kost scheinen sich viele Menschen aber abgewöhnt zu haben. Die Kinder lernen dann von ihren Eltern auch wieder falsches Essverhalten.

Hans-Ulrich Grimm führt diesen Essern vor Augen, was falsch läuft. Er zeigt auf, warum industriell hergestellte Lebensmittel dem Körper schaden. Dabei geht es auch um die Konzerne und ihr Streben nach Profit um jeden Preis. Er schaut genau, was in den Fertigprodukten drin ist oder auch nicht drin ist. Es wird erklärt, welche Vorgänge das im Körper auslöst. Seine gute Recherche, seine Analysen und das kritische Durchleuchten von Studien sollen seine Ausführungen beweisen.

Eltern, die das Buch lesen, stehen der Problematik möglicherweise ratlos gegenüber. Aber der Autor erklärt genau, wie das Ruder herumgerissen werden kann. Er stellt Fragen, die zum Nachdenken anregen und erklärt, wie ein Kind optimal ernährt werden kann. Das Kind soll in die Lage versetzt werden, seine Bedürfnisse zu kennen und intuitiv zu den Lebensmitteln zu greifen, die es braucht. Dazu müssen die Eltern aber auch das Richtig anbieten und das fängt schon im Babyalter an.

Rezension von Heike Rau

Hans-Ulrich Grimm
Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso
Kinderernährung – was gut ist und was schädlich
368 Seiten, Klappenbroschur
Droemer Verlag
ISBN-10: 3426276429
ISBN-13: 978-3426276426
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Arnold Achmüller: Die Alpen-Apotheke – Hausmittel zum Selbermachen

Arnold Achmüller: Die Alpen-Apotheke – Hausmittel zum Selbermachen

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Früher hatte die Volksmedizin einen anderen Stellenwert. Mittlerweile sind Hausmittel aber wieder interessanter geworden, vor allem auch, weil die Forschung bestimmte Heilwirkungen bestätigen kann. Allerdings ist viel an Wissen verloren gegangen. Mit diesem Buch kann man sich das wieder zurückholen.

Arnold Achmüller ist Apotheker in Wien. Er beschäftigt sich außerdem mit alpiner Kräuterkunde. Im seinem Buch vermittelt er Interessierten umfangreiches Kräuterwissen. Ein Pflanzenführer will das Buch allerdings nichts sein, auch wenn es ganzseitige, detaillierte Zeichnungen zu vielen Pflanzen gibt.

Zunächst wird erklärt, was Volksmedizin ist. Die bäuerlichen Diagnosemöglichkeiten und Heilmethoden werden beschrieben. Es gibt einige Volksheiler, die sich im Alpenraum einen Namen gemacht haben. Auch diese werden mit ihrem Tätigkeitsfeld ausführlich vorgestellt.

Den Hauptteil des Buches nimmt die Kräuterkunde ein. Hier werden verschiedene typische Pflanzen der Alpenregion mit ihren Inhaltsstoffen vorgestellt. Der Autor erklärt, wie diese bei bestimmten Beschwerden angewendet wurden. Dazu zählt zum Beispiel der Spitzwegerich. Das Besondere an diesem Buch ist, dass der Autor den aktuellen Forschungsstand mit aufzeigt. Man erfährt also, ob eine bestimmte Wirkung nachgewiesen und damit tatsächlich auch erwartet werden kann. Wer dann einen Hustensirup mit Spitzwegerich zubereiten möchte, findet das entsprechende Rezept.

Mit dem Buch lernt man also Pflanzen mit ihrer überlieferten und nachgewiesenen Wirkung bei Verdauungsproblemen, Atemwegserkrankungen und anderen Beschwerden kennen. Um diese nutzen zu können, wird erklärt, wie Salben, Wickel und mehr hergestellt werden.

Das Buch liest sich gut. Der Autor erklärt sehr verständlich. Wer sich für altes Kräuterwissen und neue wissenschaftliche Aussagen hierzu interessiert, ist mit der Alpen-Apotheke bestens beraten.

Rezension von Heike Rau

Arnold Achmüller
Die Alpen-Apotheke – Hausmittel zum Selbermachen
240 Seiten, gebunden
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426658186
ISBN-13: 978-3426658185
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Claudia Ritter: Pflanzliche Antibiotika selbst gemacht – Heilen und vorbeugen mit Gewürzen und Kräutern

Claudia Ritter: Pflanzliche Antibiotika selbst gemacht – Heilen und vorbeugen mit Gewürzen und Kräutern

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Konventionelle Antibiotika sind bei leichten Erkrankungen oft nicht nötig. Ein zu häufiger Gebrauch fördert zudem Resistenzen. Eine Alternative können antibiotisch wirkende Kräuter und Gewürze sein. Welche es gibt und wie diese anzuwenden sind, ist Thema dieses Buches. Die Autorin beschäftigt sich ausführlich damit und gibt ihr Wissen als Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin weiter.

Sie erklärt zunächst die Bedeutung und Anwendung von Antibiotika in der Schulmedizin und beschreibt, wann diese unverzichtbar sind. Dem wird die antimikrobielle Wirkung von Pflanzenstoffen und deren Grenzen gegenübergestellt. Wer auf eine Eigenbehandlung abzielt, muss wissen, wann diese möglich ist und wann besser ein Arzt aufgesucht werden muss.

Im nächsten Kapitel geht es um die Inhaltsstoffe der Pflanzenmedizin, die Bakterien, Viren und Pilze hemmende können, darunter ätherische Öle, Lauch- und Senföle, Scharfstoffe und Gerbstoffe. Auch wird erklärt, was beim Kauf der Pflanzen und Gewürze bzw. beim Sammeln der Pflanzen beachtet werden sollte. Verschiedene Erreger werden benannt, die infolge mit der entsprechenden alternativen Medizin bekämpft werden können.

Im Kapitel „Indikation und Rezepte“ wird aufgezeigt welche Pflanzen in welcher Form bei bestimmten Beschwerden angewendet werden. Es gibt hier zahlreiche interessante Rezepte, die für Erleichterung sorgen können, also beispielsweise bei Husten und Schnupfen. Darunter sind Tinkturen, Inhalationen und Teeaufgüsse. Alle verwendeten Gewürze und Kräuter, darunter auch eher Unbekanntes wie Ajowan und Paradieskörner, gibt es dann nochmal in interessanten Kurzporträts.

Das übersichtlich gestaltete und mit Bildmaterial versehene Buch ist sehr aufschlussreich und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Bei vielen Beschwerden kann man sich mit den Rezepten und Tipps selbst helfen oder auch vorbeugen. Alles ist verständlich erklärt und gut nachvollziehbar. Man kann dem Buch Lehrreiches entnehmen und sein Wissen erweitern.

Rezension von Heike Rau

Claudia Ritter
Pflanzliche Antibiotika selbst gemacht – Heilen und vorbeugen mit Gewürzen und Kräutern
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800109131
ISBN-13: 978-3800109135
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Annette Sabersky: Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps

Annette Sabersky: Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps

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Das Fermentieren kommt wieder in Mode. Vor allem, es selbst zu tun. Dabei begegnet uns Fermentiertes eigentlich täglich in Form von Sauerteigbrot, Joghurt und Käse. Die traditionelle Technik des Fermentierens macht Lebensmittel haltbar. Spontan denkt hier sicher jeder an Sauerkraut oder milchsauer vergorenes Gemüse. Die Autorin zeigt auf, welche Lebensmittel noch fermentiert sind und welchen Stellenwert sie in der Ernährung haben. Diese werden auch hinsichtlich ihres Gesundheitswertes hinterfragt. Und klar wird, das Fermentos auch Superfoods sind. Wobei hier selber machen Vorteile bringt, denn die industrielle Herstellung, zielt nicht unbedingt auf eine althergebrachte Fermentation ab.

Die Autorin erklärt sehr genau, wie beim Fermentieren vorgegangen wird und was mit den Lebensmitteln geschieht, insbesondere auch hinsichtlich der Inhaltsstoffe und des Geschmacks. Es ist ein interessanter Prozess der hier stattfindet. Wer es selbst ausprobieren will, kann sich an die Rezepte im Buch halten und Knoblauch-Sauerkraut, Kimchi, Roggenbrot, Hafer-Porridge, Joghurt und Cashewkäse selbst herstellen. Wer lieber kaufen will, kann die Einkaufstipps studieren. Wobei hier auch klar wird, was es an Fermentos überhaupt zu kaufen gibt. Milchprodukte, Brot, Wurst, Fisch, Gemüse und fermentierte Getränke können den Speiseplan bereichern. Das hat eine gesundheitliche Wirkung auf die Darmflora und damit auf das Wohlbefinden, wie die Autorin erklärt. Dabei hat sie auch den Versuch unternommen, zu klären, wie oft Fermentiertes verspeist werden sollte.

Der Text im Buch ist übersichtlich gestaltet, interessant gemacht und gut nachvollziehbar. Ich fühle mich nach der Lektüre des Buches gut informiert. Leider ist das Taschenbuch in seiner Gestaltung etwas farblos. Es gibt keine Bilder. Dafür ist das Buch aber preiswert.

Rezension von Heike Rau

Annette Sabersky
Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps
265 Seiten, broschiert
Heyne Verlag
ISBN-10: 3453604008
ISBN-13: 978-3453604001
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