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Kategorie: Garten und Natur

Franz Boehmig: Rat für jeden Gartentag

Franz Boehmig: Rat für jeden Gartentag

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Die Gartenarbeit ruht in keinem Monat. Immer gibt es etwas zu tun, sogar im Winter. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren. Natürlich kann auch ein spontan arbeitender Gärtner gut sein. Wer aber lieber nach Plan arbeitet, sollte sich das Buch „Rat für jeden Gartentag“ ansehen.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil findet man die Ratschläge im zweiten Listen und Tabellen mit Informationen zu bestimmten Sachgebieten.

Zunächst sehen wir uns den ersten Teil genauer an. Man findet hier das Gartenjahr aufgegliedert in die Monate. Die Schwerpunkte sind farbig abgesetzt. Sie lauten Allgemeines, Gemüse, Obst und Zierpflanzen. Wobei der Punkt Zierpflanzen noch einmal untergliedert ist in Ziergarten, Terrasse und Balkon, sowie Wintergarten, Blumenfenster und Zimmer.
Man sieht also, es geht nicht nur um die Gartenarbeit, sondern auch um die Pflege von Zimmerpflanzen und dem Wintergarten.
Monat für Monat kann man sich direkt von den Ratschlägen im Buch anleiten lassen und die diese umsetzen. Man lernt viel und kann mit entsprechender Anleitung auch neue Projekte in Angriff nehmen, ob es nun darum geht, endlich einen kleinen Gartenteich anzulegen, den Zaun zu erneuern, die Gartenbeete mit Glücksklee neu einzufassen, Pilze zu kultivieren, eine bepflanzte Torfwand als Sichtschutz anzulegen oder es mit einer neuen Gemüsesorte, wie der Pastinake zu versuchen.

Weiter zum zweiten Teil des Buches. Die Tabellen gibt es zu allgemeinen Themen. Hier findet man zum Beispiel Richtwerte für die Düngung. Bei Gemüse findet man Tabellen, die eine mögliche Fruchtfolge aufzeigen oder Übersichten über Pflanz- und Erntezeiten. Im Kapitel Obst kann man sich über Obstarten informieren oder herausfinden, welche Krankheiten sich möglicherweise an den Bäumen eingeschlichen haben. Im Kapitel Zierpflanzen sieht man zum Beispiel Tabellen mit Kübelpflanzen oder mit Sumpf- und Wasserpflanzen für den Teich.

Im Grunde hat man das gesamte Gartenwissen, das man braucht in diesem Buch. Es ist Standartwerk, Ratgeber und Nachschlagewerk in einem. Und es bietet genaue Anleitungen für das Gartenjahr, Monat für Monat, Tag für Tag. Man wird in die Lage versetzt, den Garten gut zu nutzen. Und auch auf das, was das Auge erfreut, wird geachtet. Man kann neue Projekte umsetzen oder sich auf altbewährtes Verlassen.
Das Buch ist übersichtlich gestaltet. Es hat eine gute Aufteilung. Der Text ist verständlich. Zudem gibt es eine Vielzahl von erklärenden und illustrierenden Zeichnungen. Dazu kommen ein paar sehr stimmungsvolle Garten-Fotos. Man kann den Ratgeber jedem Hobbygärtner empfehlen!

Rezension von Heike Rau

Franz Boehmig
Rat für jeden Gartentag
27. Auflage 2010
414 Seiten, gebunden, über 500 Zeichnungen
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN-10: 3800169525
ISBN-13: 978-3800169528

Joachim Mayer: Das große Ulmer Gartenlexikon

Joachim Mayer: Das große Ulmer Gartenlexikon

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Ein Gartenlexikon ist ein unentbehrlicher Ratgeber für jeden, der einen Garten besitzt. Man steht nun mal immer wieder vor anderen Herausforderungen, die es zu meistern gilt und hat viele Fragen. Beim Suchen nach Antworten stolpert man dann auch noch über Fachbegriffe. Außerdem braucht man sehr viel Zeit, um Informationen in den verschiedenen Zeitschriften oder Fachbüchern Büchern herauszusuchen.

„Das große Ulmer Gartenlexikon“ ist ein Nachschlagewerk, das Informationen rund um den Garten in nur einem Buch vereint. Es ist Nachschlagewerk und Informationsquelle zugleich. Man erhält Anleitungen zur Gartengestaltung, findet Porträts unglaublich vieler Nutz- und Zierpflanzen, von Obstgehölzen, Zierbäumen und Sträuchern und erfährt alles zu Standortansprüchen, zur Pflege und zur Verwendung. Auch wenn man mit Schädlingen zu kämpfen hat oder Pflanzen krank sind, erhält man Rat. Aber auch andere Tiere, die das Herz des Gärtners erfreuen dürften, findet man im Buch.
Und natürlich werden Fachbegriffen hinsichtlich ihrer Bedeutung erläutert. Angeordnet sind die etwa 10.000 Stichwörter alphabetisch. Eine gute Übersichtlichkeit, ist durch die Aufteilung der Einträge in drei Spalten gegeben. Man kann den knappen, aber sehr gut formulierten, ausgesprochen verständlich gehaltenen Texten mühelos folgen. Alles Wissenswerte wird auf den Punkt gebracht.

Interessant sind auch die Praxis-Seiten mit Spezial-Themen in Buch. Hier erfährt man, wie man Pflanzen aus Samen vorzieht, wie man Beete neu anlegt, wie man Gehölze selbst schneidet, wie man Nistkästen baut, einen Gartenteich pflegt oder Stauden und Gehölze vor dem Winter schützen kann und vieles mehr. Die Texte sind mit Bildmaterial, Grafiken und Zeichnungen versehen. Illustriert ist das ganze Buch durchgehend.

Man bekommt mit dem Buch also sehr viel an Gartenwissen präsentiert. Es ist nicht nur ein Nachschlagewerk, in dem man nach alphabetisch geordneten Stichwörtern suchen kann. Beim Blättern in dem ansprechend gestalteten Buch, fühlt man sich inspiriert, kann viele Tipps und Anregungen sofort im Garten umsetzen und in die anstehenden Arbeiten einbeziehen.
Es ist ein großes, schweres Buch, ersetzt aber praktisch gesehen mehrere Einzelbände, da sehr viele Themengebiete Einzug in das Buch gefunden haben. Damit ist es als Ratgeber und Nachschlagewerk empfehlenswert.

Rezension von Heike Rau

Joachim Mayer
Das große Ulmer Gartenlexikon
1040 Seiten, 1500 Farbabbildungen, 10.000 Stichwörter
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN-10: 3800167069
ISBN-13: 978-3800167067

Bruno P. Kremer: Steinbachs Naturführer Wildblumen

Bruno P. Kremer: Steinbachs Naturführer Wildblumen

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Wer unserer Natur mit Aufmerksamkeit begegnet, kann viel entdecken. Bei einem Spaziergang fällt alles, was blüht, besonders auf. Mit dem „Ulmer Naturführer Wildblumen“ kann man Unbekanntes ganz einfach bestimmen und zusätzliche Informationen erhalten. Wichtigstes Merkmal ist die Blütenfarbe. Nach dieser sind die Einträge im Naturführer nämlich gegliedert.

Man kann zuerst die Übersichtsseiten mit den Zeichnungen ansehen und dann die Buchseiten mit den Pflanzen direkt. Da man immer mehrere ähnliche Pflanzen auf den Seiten findet, wird man schnell fündig. Bei schwer zu unterscheidenden Blumen muss man sich die Blüten- und Blattformen sehr genau ansehen. Hinten im Buch findet man Zeichnungen von Musterpflanzen mit Bezeichnung, so dass man hier direkt einen Vergleich mit den Pflanzenbezeichnungen ziehen kann.

Die Steckbriefe zu den Pflanzen sind sehr kurz gehalten, beinhalten aber alles Notwendige, deutscher Name, botanischer Name, Familienzugehörigkeit, Beschreibung und Vorkommen. Sogar ein paar Zeilen mit Wissenswertem findet man. Da erfährt man, dass das Tüpfel-Johanniskraut eine alte Heilpflanze ist, dass der Gefranste Enzian tagsüber wie ein Veilchen duftet, dass vom Riesen-Bärenklau eine Gefahr ausgeht oder dass der Hecken-Kälberkropf giftig ist.

Das Buch ist weder groß, noch schwer. Man kann es bequem auf einen Spaziergang mitnehmen. Es hat einen Schutzumschlag und ein Lineal hinten auf dem Cover. Insgesamt werden 440 Wildblumen vorgestellt.
Zum Buch gibt es noch eine Besonderheit. Wer möchte kann sich die 50 wichtigsten Arten auf das „iPhone“ oder das „Smartphone“ bei Ulmer herunterladen.

Rezension von Heike Rau

Bruno P. Kremer
Steinbachs Naturführer Wildblumen
2., überarbeitete Auflage
192 Seiten, 518 Farbfotos und 440 Zeichnungen
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN-10: 3800159333
ISBN-13: 978-3800159338

Eva Schumann und Gerhard Milicka: Das Kleingewächshaus

Eva Schumann und Gerhard Milicka: Das Kleingewächshaus

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Ein Kleingewächshaus verlängert das Gartenjahr um einige Wochen. So wird der Winter für den Hobbygärtner als weniger lang empfunden. Plant man ein Gewächshaus aufzustellen, gilt es eine Reihe von Überlegungen anzustellen. Es gibt unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten. Man kann in einem Gewächshaus seine Bonsai-Sammlung unterbringen, Kakteen züchten, Wein anbauen, Kübelpflanzen überwintern oder auch einfach Gemüse anbauen.

Im Buch wird erklärt, wie man das richtige Gewächshaus aussucht und den zukünftigen Standort bestimmt. Für alle zukünftigen Gewächshausgärtner ist es natürlich wichtig zu erfahren, wie ein solches Pflanzenhaus funktioniert und damit auch, wie es ausgestattet sein sollte. Dabei werden die verschiedenen Gewächshaustypen besprochen und Punkte wie Heizung, Lüftung, Bewässerung usw. analysiert. Auch wer sein Gewächshaus selbst bauen möchte, erfährt alles Notwendige.

In weiteren Kapiteln werden verschiedene Verwendungsmöglichkeiten besprochen. So erfährt man zum Beispiel unter anderem, wie die Anzucht von Pflanzen für den Garten vonstatten geht oder wie man Gemüse anbaut. Man kann auch einen Anbauversuch mit exotischen Früchten starten oder Heil- und Gewürzkräuter anbauen. Schritt für Schritt erfährt man, wie man vorgehen muss und erhält jede Menge Ratschläge. Das ganze Gartenjahr wird betrachtet, so dass man sein Gewächshaus intensiv nutzen kann.

Mit dem Buch wird grundlegendes Wissen vermittelt. Es ist Informationsquelle und Nachschlagewerk zugleich. Wenn man das Buch vor dem Kauf eines Gewächshauses liest, wird man wohl kaum Fehler machen. Und dann bei der Nutzung ist es ein guter, solider Ratgeber, den man sicher oft zur Hand nehmen wird. Gerade auch, wenn Probleme mit der Pflege der Pflanzen auftreten. Alle Fragen, die man als Neuling hat, werden verständlich beantwortet. Die Texte sind übersichtlich gegliedert. Man kann sich bequem das Passende aussuchen.
Interessant gestaltet sind die Buchklappen. Vorn findet man 12 Tipps, damit alles gut wächst im Pflanzenhaus und hinten findet man eine Tabelle, die zeigt, welchen Vitamin- und Mineralstoffgehalt Gemüse und Salate haben.

Rezension von Heike Rau

Eva Schumann und Gerhard Milicka
Das Kleingewächshaus
3. Auflage
352 Seiten, 156 Farbfotografien, 70 Zeichnungen
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN-10: 380015966X
ISBN-13: 978-3800159666

Heiko Bellmann: Der große Kosmos Pflanzenführer

Heiko Bellmann: Der große Kosmos Pflanzenführer

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Unsere heimische Pflanzenwelt ist von Vielfalt geprägt. Über 1200 Arten findet man im Pflanzenführer versammelt. Dieser ähnelt vom Format her einem Atlas. Pflanzen, Flechten und Pilze werden hier sehr übersichtlich in neun Kapiteln dargestellt. Die erste Gruppe bilden die „Bäume und Sträucher“. Es folgen „Liliengewächse und Verwandte“, „Korbblütler und Verwandte“, „Rachenblütler und Verwandte“, Enziangewächse und Verwandte“, „Rosengewächse und Verwandte“, Kreuzblütler und Verwandte“, „Farne, Moose und Algen“, „Flechten“ und die „Pilze“.

Zu jedem Kapitel gibt es eine sehr spannende Einführung auf eine Doppelseite. Sehr anschaulich und mit Leidenschaft für alles was wächst, wird hier die jeweilige Pflanzengruppe erklärt. Dann geht es auch schon zu den Pflanzenporträts. „Kleines Immergrün“, „Europäische Lärche“, „Wald-Gelbstern“, „Rainfarn“, „Gewöhnliches Leinkraut“, „Drüsiges Springkraut“, „Wechselblättriges Milzkraut“, „Große Sternmiere“, „Gewöhnlicher Wurmfarn“, „Wand-Gelbflechte“ und „Maronenröhrling“ und andere werden in Wort und Bild beschrieben. Neben den Pflanzenmerkmalen findet man noch eine Rubrik mit Wissenswertem. Geschütze Arten erkennt man an einem Symbol. Zum Pflanzenschutz findet man auch noch mal etwas in der Einführung am Anfang des Buches.

Durch das große Format können bis zu zwölf Pflanzen auf einer Doppelseite gezeigt werden. Das ist ausgesprochen praktisch, weil man ähnliche Pflanzen sehr gut vergleichen kann. Die Bestimmung wird so, gerade auch für Laien, sehr vereinfacht. Neben dem Registern mit deutschen und botanischen Namen gibt es noch ein Glossar und auf einer Doppelseite die Erklärungen zu den verwendeten botanischen Grundbegriffen.

Besonders wichtig für so ein Buch sind natürlich die Fotos, geben diese doch erste Orientierung. Sie sind gut ausgewählt und auch die Qualität stimmt. Meist ist es gelungen, die Pflanzen so darzustellen, dass eine Bestimmung zweifelsfrei gelingen sollte. Die kurze, aber sehr prägnante Beschreibung hilft hier auch noch einmal gut weiter. Zudem gibt es viele detaillierte Zeichnungen in den Einführungen zu den Pflanzengruppen. Für Naturfreunde ist das Buch sehr zu empfehlen! Es macht Spaß, damit zu arbeiten.

Rezension von Heike Rau

Heiko Bellmann
Der große Kosmos Pflanzenführer
1200 Arten Mitteleuropas
205 Seiten, 1300 Abbildungen, Sonderausgabe
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440100944
ISBN-13: 978-3440100943

Andreas Bärtels: Gehölze von A – Z

Andreas Bärtels: Gehölze von A – Z

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Gehölze sind aus unseren Gärten und Parks nicht wegzudenken. Allerdings gibt es so viele Arten, das man hier wohl kaum den Überblick behalten kann. „Gehölze von A – Z“ hilft hier Hobby- und Berufsgärtnern weiter. 1500 Bäume und Sträucher werden vorgestellt.

Zunächst kann man sich aber mit den ersten Kapiteln, die von Dorothea Haag verfasst wurden, beschäftigen. Hier geht um die Gartengestaltung. Viele mögliche Gartensituationen werden angesprochen. Wer bestimmte Gartenräume schaffen möchte, findet hier Anregungen. Weiter geht es mit Informationen rund um die Gehölzpflege. Hier erfährt man beispielsweise, wie man pflanzt oder wie ein Gehölzschnitt auszusehen hat.

Die Beschreibung der Gartengehölze nimmt den größten Teil des Buches ein. Über 1500 Laub- und Nadelgehölze, Kletterpflanzen, sowie Bambus findet man im Buch. Geordnet sind diese in der alphabethischen Reihenfolge der botanischen Namen. Die Bilder sind ebenfalls mit dem wissenschaftlichen Namen unterzeichnet. Erst im Porträt findet man den deutschen. Die Beschreibung erfolgt in Stichworten wie Aussehen, Verwendung, Standort, Pflege und Vermehrung.

Das Buch ist beeindruckend. Die Auswahl an Gehölzen gefällt gut. Man findet oft auch verschiedene Sorten einer Art und hat so grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten. Die Vielfalt an Clematis-Sorten oder verschiedener Rosen sind nur zwei Beispiele.
Blättert man im Buch fallen die vielen besonderen Gehölze auf, wie beispielsweise der Bodnant-Schneeball, der im Winter blüht oder die Scharlach-Eiche mit ihrer leuchtend roten Blattfärbung im Herbst.

Es gibt sehr viel Bildmaterial. Meist sind das erstklassige Fotos. Nur hin und wieder hat sich ein verschwommen wirkendes dazwischen geschlichen. An die Aufteilung der Seiten muss man sich auch erst gewöhnen. Dafür wurde jeder Zentimeter gut ausgenutzt und auch die verwendete Schriftgröße liest sich gut. Auf den letzten Seiten findet man den Serviceteil mit Bezugsquellen. Ein Register der wissenschaftlichen und deutschen Pflanzennamen ist ebenfalls vorhanden.

Rezension von Heike Rau

Andreas Bärtels
Gehölze von A – Z
1500 Bäume und Sträucher
286 Seiten, 800 Farbfotos, 23 Zeichnungen
Eugen Ulmer Verlag
ISBN-10: 3800158493
ISBN-13: 978-3800158492

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer: Der Kosmos-Waldführer

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer: Der Kosmos-Waldführer

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Ein Waldspaziergang macht doppelt Spaß, wenn man eine guten Waldführer dabei hat. Der von Kosmos ist leicht und handlich. 500 Tiere und Pflanzen werden hier vorgestellt. Es lohnt sich mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Eine solche Entdeckungstour ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.

Wenn man möchte, kann man zu Hause schon mal etwas Vorarbeit leisten. Im Buch gibt es nämlich auch viele Textbeiträge über den Wald. Der Wald als Lebensraum mit seinen verschiedenen Waldtypen wird betrachtet. Auch das voranschreitende Waldsterben wird thematisiert.

Danach folgen die Pflanzenporträts. Auch hier gibt es zu jedem Kapitel einen Einführungstext. Begonnen wird mit Flechten, Moosen und Farnpflanzen. Weiter geht es mit den Frühblühern, den Blütenpflanzen und den Gräsern. Es folgen Bäume und Sträucher und was auch sehr interessant ist: Gallen.
Weiter geht es mit den Tieren, den Schnecken, Spinnen, Insekten, Schmetterlingen und Hautflüglern. Es folgen Lurche und Kriechtiere, Vögel und Säugetiere.

Ein Farbleitsystem sorgt dafür, dass man Pflanzen und Tiere schnell bestimmen kann. Wobei es bei den Blütenpflanzen eine eigene Einteilung gibt. Auf jeder Doppelseite gibt es vier Porträts mit einem kurzgefasstem Text. Die Fotos dazu sind perfekt ausgewählt. Man findet sich gut zurecht im Buch.

Mit dem Buch kann der Waldausflug ein lehrreiches Erlebnis werden. Gut gefällt, dass man auch Anregungen findet, wie man Kinder für die Natur begeistern kann.
Die Buchklappen kann man als Lesezeichen nutzen. Man findet hier wichtige botanische Fachausdrücke erklärt und vieles mehr. Sogar ein Lineal am Buchrand ist vorhanden. Damit ist das Buch wirklich der ideale Waldführer.

Rezension von Heike Rau

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer
Der Kosmos-Waldführer
Die Tiere und Pflanzen unserer Wälder
383 Seiten, Klappenbroschur
Franckh-Kosmos Verlag
4. Auflage 2009
ISBN-10: 3440117553
ISBN-13: 978-3440117552

Martin Haberer: Taschenatlas Gehölze

Martin Haberer: Taschenatlas Gehölze

Gehölze sind im Garten unentbehrlich, im Hausgarten genauso wie im Park. Ihre Vielfalt ist groß. Mal ist es die Blattfarbe, die Blicke auf sich zieht, mal die Blütenpracht oder auch die Früchte, die sehr schmückend wirken oder sogar essbar sind. Diese Vielfalt ist unüberschaubar geworden, auch weil es viele fremdländische Arten gibt, die auch gut in unseren Gärten gedeihen. Das vorliegende Buch bietet Orientierung für den Nachwuchs im Gartenbau und der Floristik und natürlich für jeden Hobbygärtner.

Vorgestellt werden im Buch 727 Laubgehölze und 48 Nadelgehölze. Immer vier Porträts stehen auf einer Seite. Unter dem Foto findet man kleine Symbole. Man sieht auf den ersten Blick, wie groß die Pflanze ist, wie groß die Blätter, wann Blütezeit ist und ob die Pflanze giftig ist oder nicht. Unter dem wissenschaftlichen Namen und ihrer Familienzugehörigkeit findet man auch die deutsche Bezeichnung. Weiter geht es stichpunktartig mit Informationen zu Heimat, Wuchs, Blatt, Blüte, Frucht, Standort, Verwendung, Arten und einigen Hinweisen unter dem Punkt Sonstiges.
Im Anhang findet man Informationen zur Vermehrung der Gehölze, eine Literaturliste und ein Register.

Das kleine Buch ist sehr nützlich zum Nachlagen und Informieren. Man bekommt einen guten Überblick über die verschiedenen Gehölzarten, was sich gerade bei der Gartenplanung bezahlt macht. Auf besonders schöne Gartensorten wird aufmerksam gemacht. Die Pflanzenbeschreibungen sind sehr kurz gehalten, enthalten aber alle benötigten Informationen. In Verbindung mit dem Foto ist das ausreichend.

Rezension von Heike Rau

Martin Haberer
Taschenatlas Gehölze
320 Gehölze für Garten und Landschaft
2. aktualisierte Auflage
192 Seiten, 325 Farbfotos
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN: 978-3-8001-5944-4

Patrick Blanc: Vertikale Gärten – Die Natur in der Stadt

Patrick Blanc: Vertikale Gärten – Die Natur in der Stadt

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Man sieht sie manchmal, die mit Efeu oder wildem Wein bewachsenen Häuser. Sie haben einen ganz besonderen Charme. Aber da geht noch viel mehr, wie der Wissenschaftler Patrick Blank in seinem Buch zeigt. Seine „Grünen Wände“ sind berühmt und das weltweit. Das Cover zeigt das Gebäude der Départementsverwaltung Hauts-de-Seine in Nanterre. Ein Gebäudevorsprung aus Beton wurde zur Grünen Wand umgestaltet. Es ist ein faszinierender Anblick, dem man sich nicht entziehen kann.

Der Autor erzählt im Buch, wie alles begann. Doch bis sich sein Vorhaben, Wände zu begrünen, verwirklichte, war es ein weiter Weg, wenn man von den Versuchen im eigenen Zuhause einmal absieht. Erfahrungen mussten gesammelt werden. Experimente führten zu entsprechenden Erkenntnissen.
Patrick Blank hat von der Natur abgeschaut. Er hat die halbe Welt bereist und infrage kommende Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum betrachtet. Daran lässt er den Leser mit Erklärungen und spektakulären Fotos teilnehmen.

Mit dem Wissen um die Pflanzen wurde dann ein System entwickelt, die Wände zu begrünen. Eine Zerstörung der Mauern und Gebäude musste ausgeschlossen sein. Der Autor stellt das entsprechende Konzept vor. Aufbau, Montage und Pflege der Grünen Wände werden dargestellt. Es ist spannend, zu sehen, wie eine anfangs noch etwas spärliche Bepflanzung zum Urwald wird. Ein Stückchen Natur zwischen Beton- und Glaswänden entwickelt sich vor den Blicken des Betrachters.

Im Anschluss an diese Kapitel, werden bereits realisierte Werke vorgestellt, Privat- und Geschäftshäuser, Hotels, Einkaufszentren, Museen, Ausstellungsräume und viele mehr. Es ist ein beeindruckender Streifzug. Immer wieder präsentieren sich die Grünen Wände anders. Sie bestechen durch ihre Schönheit und Individualität. Sie nehmen die Blicke der Betrachter gefangen.

Fazit: In diesem beeindruckenden Werk wird der Weg gezeigt von der kahlen Betonwand hin zur grünen Oase in der Stadt. Es ist spannend zu sehen, wie das Umfeld sich verändert und welche umwerfende Wirkung die bepflanzten Wände haben. Der Autor gibt seinen Pflanzenkenntnisse, seine Ideen und Erfahrungen auf sehr aufschlussreiche Art und Weise weiter.

Rezension von Heike Rau

Patrick Blanc: Vertikale Gärten – Die Natur in der Stadt
Aus dem Französischen von Sabine Hesemann
192 Seiten, 383 Farbfotos, 17 Farbzeichnungen
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN 978-3-8001-5910-9

Andrea Göpel: Mein Garten – Kleine Gärten ganz groß

Andrea Göpel: Mein Garten – Kleine Gärten ganz groß

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Kleine Gärten ganz groß“ ist das Begleitbuch zur Ratgebersendung „Mein Garten“ bei RTL. Hier wird der Beweis angetreten, dass ein kleiner Garten keineswegs beengt oder langweilig sein muss. Mit der richtigen Planung wird auch aus Gärten, die weniger als 200 Quadratmeter haben ein kleines persönliches Paradies. Natürlich finden die entsprechenden Vorlieben der Besitzer Beachtung.

Wie man den kleinen Garten plant, wird im Buch genau erklärt. Die Wünsche aller Familienmitglieder stehen dabei im Vordergrund. Im Buch werden entsprechende Vorstellungen umgesetzt. Damit man sich ein Bild davon machen kann, wie das aussieht, werden Bilder gegenübergestellt, die den Garten vor und nach den Umbaumaßnahmen zeigen. Dann geht es auch schon ins Detail. Der neu anzulegende Garten wird genau beschrieben und anhand eines Gartenplanes gezeigt. Nun geht es an die Umsetzung, die Schritt für Schritt erklärt wird. So kann man sich ein genaues Bild von den anstehenden Arbeiten machen und abschätzen, wie weit das eigene handwerkliche Geschick reicht, um die Arbeitsanleitungen ausführen zu können.

Gut gefällt an dem Buch, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, ob man nun einen Spielplatz für die Kinder haben möchte, einen schönen Platz zum draußen sitzen, ob man es lieber bunt mag oder eher pflegeleicht, ob man lieber einen Küchengarten möchte oder einen Garten mit Wasserbecken für Goldfische und Wasserpflanzen.
Die Erklärungen sind sehr ausführlich gehalten, gehen aber gerade bei den handwerklichen Arbeiten nicht ins Detail, auch wenn es viele Tipps gibt. Es geht um die Vermittlung von Ideen. Als Hobbyhandwerker ist man klar im Vorteil und wird kaum Probleme bei der Umsetzung haben. Aber genau für diese Zielgruppe ist das Buch ja auch gedacht.
Gut ist auch, dass immer beschrieben wird, wie bestimmte Gartengestaltungen wirken und welche Pflanzen für verschiedene Ansprüche man setzen muss oder wie man für schöne Blickfänge sorgen kann. Für sich entdecken kann man auch viele Details, wie etwa das Bett im Freien, das Spielhäuschen, die Rasenfläche, die man nicht mähen muss oder auch den Glücksbrunnen. Dazu gibt es viel Tipps zu Deko-Elementen oder Lichtakzenten für den Abend.
Gestaltet ist das Buch sehr ansprechend und übersichtlich. Es gibt viele Fotos, Zeichnungen und Pläne. Dazu kommt, dass das „Mein Garten“-Team mit seinen Gartenideen wirklich überzeugt und auch motiviert, den eigenen Garten umzugestalten.

Rezension von Heike Rau

Andrea Göpel
Bernd Franzen
Michael Penners
Mein Garten – Kleine Gärten ganz groß
144 Seiten, broschiert
Egmont vgs
ISBN: 978-3802536083
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