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Schlagwort: Rezepte

Tea Time

Tea Time

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!Ich mag die kleinen handlichen Büchlein von Thorbecke und habe schon eine Auswahl davon. Dieses Mal ist die Tea Time kulinarisches Thema. Wobei die leckeren Kleinigkeiten, die zum Tee gereicht werden sollen, sicherlich auch gut zu einer Tasse Kaffee passen.

Ansprechend gestaltet ist das Buch. Das macht einen sehr freundlichen Eindruck und gefällt mir gut. Es gibt eine kleine Einführung zu den historischen Hintergründen der Tea Time und dann geht es auch schon los mit den Rezepten.

Auf der einen Seite findet man die Rezeptanleitung und auf der anderen ein hübsches Foto. Die Auswahl gelingt am besten, wenn man die einstimmenden Sätze vor jedem Rezept liest. Von königlichem Genuss ist hier die Rede und von feinen Aromen. Das macht Lust aufs Ausprobieren.

Gut gefallen haben mir die „Walnuss-Karamell-Schnitten“, die „Heidelbeerküchlein“, die „Cassis-Törtchen“, das „Himbeer-Baiser-Gebäck“ und die „Schokoladen-Gewürz-Tartelettes“. Die Fotos sind einfach hinreißend!

Etwas weniger Zeit vom Aufwand her braucht man für den „Zitronengugelhupf“ oder die „Cranberry-Shortbread-Herzen“, die ich gleich ausprobiert habe. Wobei ich statt der Cranberries, die ich nicht da hatte, Rosinen verwendet habe. Der Rezeptanleitung kann man gut folgen. Der Teig ist schnell zubereitet, nach der Zeit zum Abkühlen ausgerollt und die Herzen ausgestochen. Die Plätzchen sind also schnell gemacht und trotzdem sehr lecker zum Tee. Mit Cranberries werden sie sicher noch einmal anders schmecken. Das muss ich unbedingt noch probieren!

Es macht Spaß im Buch zu blättern. Es gibt 30 Rezepte, das ist eine übersichtliche Anzahl. Man behält also gut den Überblick. Und es ist keine große Sache, eine Kleinigkeit zum Tee herauszusuchen, je nachdem wie viel Zeit man hat. Auch für besondere Anlässe wird man fündig.

So ein kleines Büchlein eignet sich auch immer gut zum Verschenken.

Rezension von Heike Rau

Tea Time
64 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799510095
ISBN-13: 978-3799510097
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Stefanie Reeb: Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht

Stefanie Reeb: Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht

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„Wellcuisine“ ist nicht einfach ein Kochbuch, auch wenn es Kochrezepte enthält. Es ist ein genussvoller Lebensstil, bei dem es um unsere Gesundheit geht. Denn das, was wir zu uns nehmen und wie wir mit unserem Körper umgehen, ist für unser Wohlbefinden ausschlaggebend. Strenge Regeln gibt es dabei nicht. Das Gefühl dafür, was einem gut tut, muss sich entwickeln hin zu einer intuitiven Ernährung. Weiterhin spielt die Bewegung eine Rolle, hier insbesondere Yoga. Und natürlich gibt es auch ein Kapitel, indem es um psychologische Aspekte wie Selbstliebe geht.

Der 2. Teil des Buches mit den Rezepten hat die meisten Seiten. Natürlich und intuitiv zu essen, sollte selbstverständlich sein. Leider sind wir es gewöhnt, das Falsche zu essen und müssen wieder umlernen und wahrnehmen, was uns gut tut. Eine ausführliche Warenkunde und Ausführungen zur Darmgesundheit sollen hier zu einem Umdenken führen.

Reichlich Gemüse und Obst stehen auf dem Speiseplan, Fleisch eher selten und wenn, dann nur in Bio-Qualität. Stefanie Reeb verzichtet auf weißen Zucker, helles Mehl und Kuhmilch, weil ihr dies nicht gut tut. Unter den Zutaten der Rezepte findet man stattdessen Dinkelvollkornmehl, Ahornsirup und Mandelmilch.

Zum Frühstück gibt es beispielsweise „Erdbeer-Pancakes“ oder „Gegrillte Papaya mit Limettensaft“. Unter den Snacks findet man „Rosmarin-Popcorn“ oder „Sesam-Power-Riegel“ und an Suppen „Zitronen-Linsen-Suppe“ und „Kalte Melonen-Gurken-Suppe. Es folgen die Salate mit „Erdbeer-Spargel-Salat mit rosa Dressing“ und „Marokkanischer Quinoa-Salat“. An kleinen Gerichten gibt es beispielsweise „Kichererbsen mit Aubergine“ und an Hauptgerichten „Kartoffel-Trüffel-Pizza“. Wer auf ein Dessert oder Süßes nicht verzichten möchte, kann „Apfel-Rosmarin-Tarte“ probieren. An Getränken gibt es zum Beispiel verschiedene selbstgemachte Limonaden wie Wassermelonenlimonade.

Die Rezepte sind abwechslungsreich. Es ist erstaunt mich aber, dass so viel Süßes dabei ist. Ahornsirup, es mag ein natürliches Süßungsmittel sein, wird reichlich verwendet, auch wenn sich das im Wochenplan noch ganz gut verteilen lässt. Interessant ist, das sonntags, das Mittagessen ausfällt, und es stattdessen ein reichhaltiges zweites Frühstück gibt und dann nachmittags Torte oder Tarte, sodass garantiert kein Kaloriendefizit auftritt.
Mit in diesem Wochenplan untergebracht sind die Schönheitsrezepte und Yoga. Da gibt es also morgens nach dem Aufstehen erst mal eine „Spirulina-Avocado-Gesichtsmaske“ oder 10 Minuten Yoga.

Die Autorin schlägt einen sehr motivierenden Ton an. Sie spricht den Leser an, als wäre sie eine gute Freundin. Das gefällt recht gut, kann man die Ratschläge so doch sehr viel besser annehmen.
Das Buch bietet also ein gutes Programm für einen Lebensstil, der mehr Wohlbefinden verspricht.

Rezension von Heike Rau

Stefanie Reeb
Wellcuisine – Genießen, was gesund und glücklich macht
Fotografien von Thomas Leininger
272 Seiten, gebunden
Knaur Balance
ISBN-10: 3426675013
ISBN-13: 978-3426675014
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Katrin Blaschke und Katharina Meyer: Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte

Katrin Blaschke und Katharina Meyer: Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte

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Die Backstube .kuchentratsch ist Anlaufstelle für Senioren und Seniorinnen, die gerne gemeinsam Kuchen backen. Die Kuchen werden dann weiterverkauft. Es ist ein junges Unternehmen, das Katrin Blaschke und Katharina Meyer, die beide einen Bachelor im Bereich Wirtschaft besitzen, gegründet haben.

Zunächst wird das Projekt im Buch vorgestellt. Dann folgt der Hauptteil mit den Rezepten einiger Omas. Alles klassische Kuchenrezepte, wobei natürlich auch mal nach Geschmack abgewandelt wird. Eines haben alle Rezepte aber gemeinsam, sie sind Jahrzehnte erprobt. Das ist praktisch eine Garantie für das Gelingen der Kuchen.

So zeigt Oma Astrid, die wie alle anderen Hobbybäckerinnen in einem kleinen Steckbrief vorgestellt wird, Rezepte für einen Apfelkuchen, einen Eierlikörkuchen und einen Marmorkuchen. Oma Renate hat Nussecken, Englischen Teekuchen und eine Jamaicatorte im Repertoire und Oma Regina Mohnkuchen, Apfeltarte und Linzertorte und Oma Anke Russischem Zupfkuchen, Karottenkuchen und Bienenstichtorte.

Die Rezeptseiten sind übersichtlich und mit einem ansprechenden Foto der fertigen Kuchen und Torten versehen. Es gibt viele Geheimtipps von den Omas. Die Auswahl an Backvorschlägen gefällt mir sehr gut. Ausprobiert habe ich den Körnigen Frischkäsekuchen, weil ich die Verwendung von körnigem Frischkäse im Kuchen nicht kannte. Der Kuchen ist einem Quarkkuchen im Geschmack schon sehr ähnlich, aber durch die andere Konsistenz mal etwas anderes!

Das Buch ist sehr schön aufgemacht. Schöne Schriften und Randbordüren sind ein gelungener Schmuck. Man sieht Katrin Blaschke und Katharina Meyer und die Omas mit hübschen Küchenschürzen in der Backstube werkeln und kann nachvollziehen wie die Kuchen entstehen. Alle sind mit Begeisterung bei der Sache. Das Konzept geht also auf. Das ist eine schöne runde Sache!

Rezension von Heike Rau

Katrin Blaschke und Katharina Meyer
Kuchentratsch – Omas verraten ihre Geheimrezepte
96 Seiten, gebunden
Frechverlag
ISBN-10: 3772480047
ISBN-13: 978-3772480041
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Sonja Carlsson: Das große Buch vom Zucker

Sonja Carlsson: Das große Buch vom Zucker

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Zucker steht in der Kritik. Immer mehr Menschen möchten auf den weißen Haushaltszucker verzichten und suchen nach Alternativen. Doch Sonja Carlsson ist der Meinung, dass der Zucker das schlechte Image nicht verdient hat. Vielmehr ist es die Menge und die Verzehrhäufigkeit, die ihn zum Problem machen kann.

Zunächst werden die verschiedenen Zuckerarten erklärt. Dann werden geschichtliche Details nachvollzogen und schließlich geht es um die Herstellung von Zucker und dann um den Verbrauch. Die Autorin geht selbst sparsam mit Zucker um und möchte ihn nicht missen. Sie mag auch gerne Honig, der für sie nicht unter den Zuckerverbrauch fällt. Was ich nicht nachvollziehen kann!

Die Lebensmitteltechnologischen Eigenschaften von Zucker werden unter die Lupe genommen. Denn Zucker macht nicht nur süß, er konserviert zum Beispiel auch. Die Waren- und Sortenkunde liest sich interessant. Und ein bisschen Politik wird auch gemacht. Hier geht es um Preise und Einfuhrregelungen. Besprochen werden auch alternative Süßungsformen, wie beispielsweise Obstdicksäfte oder Honig.

Die Autorin ist der Meinung, dass Zucker in der Küchenpraxis unverzichtbar ist. Ab und zu sollte man sich einen süßen Genuss gönnen. Am besten mit etwas Selbstgemachten. Und nun folgen Rezepte in denen an Zucker nicht gespart wird, wie bei den „Konfitüren, Marmeladen und Gelees“. Verwendet wird hier, ich komme gar nicht aus dem Staunen heraus, Gelierzucker. Dabei ließe sich ohne Geschmackseinbußen mit Agar Agar oder Gelatine sehr gut Zucker einsparen. Es folgen „Kompotte, Pürees und Saucen“. Verwendet wird zum Süßen Zucker, brauner Zucker, Einmachzucker, feinster Zucker und Vanillezucker. Bei „Süßspeisen, Eiscreme und Desserts“ sieht es nicht anders aus. Für Eis wird außerdem ein Fertigprodukt verwendet, das sich „Eiszauber“ nennt. Die Zutatenliste gefällt mir allerdings nicht. Es folgen „Chutneys und Relishes“. Hier kommt noch der Kandiszucker zum Einsatz. Die „Drinks“ sind auch sehr süß. Zuckeralternativen werden nicht verwendet.

Es dürfte natürlich jedem klar sein, dass der Zuckerkonsum in der Ernährung reduziert werden muss. Da hat die Autorin recht. Ob der Leser nachvollziehen kann, dass die Kritik am Zucker darauf reduziert wird, ist fraglich. Die Rezepte folgen dem auch nicht. Ich hatte hier eher leckere Rezepte erwartet, die mit weniger Zucker auskommen. Das ist aber leider ganz und gar nicht der Fall.

Rezension von Heike Rau

Sonja Carlsson
Das große Buch vom Zucker
140 Seiten, gebunden
LV-Buch im Landwirtschaftsverlag
ISBN-10: 378435307X
ISBN-13: 978-3784353074
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Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich

Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich

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Kartoffeln kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise zubereiten. Im Buch findet man eine Reihe von Rezepten, die das beweisen. Die Kartoffel wird dabei zum leckeren Hauptgericht. Eine Einleitung gibt es im Buch nicht, auch keine Warenkunde. Aber es werden zu jedem Gericht vorab ein bis zwei Sätze gesagt.

An Kartoffelgerichten gibt es beispielsweise „Gegrillte Kartoffelspieße mit Frühlingszwiebel-Vinaigrette“, „Indische Kartoffelplätzchen mit Koriandersalz“, „Spargel-Kartoffel-Tarte mit Frühlingskräutern“, „Pikanter Kartoffelkuchen mit Apfelspalten, Zwiebeln und Speck“, „Gefüllte Ofenkartoffeln mit Birne und Salami“, „Dreierlei Kartoffeln vom Blech“, „Kartoffelpizza mit Oliven und Knoblauch“, „Schupfnudeln mit Apfel-Sauerkraut“ und mehr.

Das Buch hat ein schönes kleines Format. Auf der einen Seite stehen die Rezepte und auf der gegenüberliegenden Seite ist ein appetitliches Foto zu sehen. Für die Rezeptanleitung hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht, aber dafür hat der Platz manchmal nicht ausgereicht.

Die Rezepte sind abwechslungsreich. Man findet auch die bekannten Klassiker, die aber fast immer interessant abgewandelt sind. So lässt sich auch Neues ausprobieren. Ich habe die Kartoffel-Kräuter-Waffeln ausprobiert, diese aber nicht im Waffeleisen zubereitet, sondern mithilfe von Waffel-Silikonformen im Backofen. Das Rezept ist einfach und gut zu machen. Die Waffeln haben gut geschmeckt. Allerdings hat mir eine Beilage gefehlt. Empfohlen wird ein Frischkäsedip oder ein Salat, aber ohne Rezept.

Es gibt knapp 30 Rezepte, das ist eine überschaubare Zahl. Einige davon sind sehr einfach nachzuvollziehen und damit auch für Anfänger geeignet. Andere sind etwas aufwändiger, aber doch immer gut nachzukochen. Das Buch ist also allen Hobbyköchen zu empfehlen, die Kartoffeln mögen und öfter in ihren Speiseplan einbauen möchten.

Rezension von Heike Rau

Kartoffelglück – Knollig, knupsrig, köstlich
64 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799506667
ISBN-13: 978-3799506663
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Julie Montagu – Das Superfood-Kochbuch – Die Extraportion Gesundheit für jeden Tag

Julie Montagu – Das Superfood-Kochbuch – Die Extraportion Gesundheit für jeden Tag

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Gesünder zu leben und besser zu essen, nimmt sich sicher jeder vor. Allerdings kostet es Zeit, selbst zu kochen. Und Ideen braucht man natürlich auch. Im Grunde muss man seine ganze Einstellung ändern. Oder die Sache nach und nach angehen. Das Vorwort liest sich schon mal ganz entspannt. Julie Montagu bezeichnet sich als flexible Feinschmeckerin und hat keine festen Regeln, was die Ernährung betrifft. Also kann man einfach damit beginnen, immer mal wieder ein Rezept aus dem Buch auszuprobieren.

Anders geht es auch gar nicht. An Vollkornprodukte und Rohkost muss man sich langsam gewöhnen. Nicht jeder verträgt Hülsenfrüchte oder mag Soja-Produkte. Die Autorin vertritt hier also eine Ansicht, die mir gefällt und die mich weiterblättern lässt.

Damit man immer was Gesundes im Haus hat, wird die Vorratskammer aufgefüllt. Dann folgen Frühstücksrezepte, gesunde Snacks, Mittagessen zum Mitnehmen, Hauptgerichte, Beilagen und Süßes. Bei manchen Rezepten bin ich wirklich ins Staunen gekommen. „Chili-Avocado-Mus und Kokosöl auf Roggenbrot“ zum Frühstück, „Käsige Grünkohlchips mit Limette“ als gesunden Snack, „Bohnensprossen-Spinat-Gemüse auf Sushi-Art mit Ingwer-Dressing“ als Mittagessen zum Mitnehmen oder „Schwarze-Bohnen-Brownies mit Chia-Samen“ als Süßes.

Ich glaube, so experimentierfreudig bin ich noch nicht. Für mich kommen eher „Buchweizen-Porridge mit Papaya-Topping“, „Matcha-Hafer-Trüffel“, „Zucchini-Spaghetti mit eine Soße aus getrockneten Tomaten, Basilikum und Avocado“, „Kokos-Mais-Haselnuss-Salat“ oder „Gesunde knusprige Reis-Riegel“ infrage.

Die Autorin hat wirklich eine Menge als gesund geltende Zutaten in ihre Rezepte gepackt. Es geht eindeutig Richtung vegane Ernährung. Also, wer das zum Ziel hat, findet wirklich innovative Rezepte mit reichlich Superfood. Aber wie gesagt, es ist alles kein Muss. Die Autorin macht da keinen Stress. Jeder darf so flexibel sein, wie er mag.

Rezension von Heike Rau

Julie Montagu
Das Superfood-Kochbuch – Die Extraportion Gesundheit für jeden Tag
176 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799506632
ISBN-13: 978-3799506632
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Katerina Dimitriadis: Käts Lunchbox – gesund, günstig, gut

Katerina Dimitriadis: Käts Lunchbox – gesund, günstig, gut

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Man kann natürlich in die Kantine gehen, sich eine Bratwurst holen oder irgendwas vom Bäcker nehmen. Auf Dauer ist das für viele Menschen aber keine Lösung. Selber gemachtes Essen ist ihnen lieber, weil es einfach gesünder und nährstoffreicher ist. Aber dafür braucht man Ideen. Katerina Dimitriadis hat sich Gedanken gemacht. Ihr Buch ist gefüllt mit Vorschlägen für Essen zum Mitnehmen.

Zunächst beschreibt die Autorin die „Lunchbox-Grundausstattung“. Hier erfährt man, was im Vorratsschrank sein sollte, wie man vorbereitet und welche Verpackungen benutzt werden können. Zur Sprache kommt auch, wie man Reste verwerten kann. Dann folgen auch schon die Rezepte.

Den Anfang machen „Müsli, Porridge & Co“. Hier hat mir der Apfelstrudelreis mit Mandeln, Rosinen und Zimt gut gefallen. „Sandwich und Burger“ lassen sich natürlich auch gut mitnehmen. Sehr lecker sieht das Hähnchen-Ciabatta mit Roquefort, Kürbiskernen & Radicchio aus. Salate & Taboulés folgen. Hier haben wir beispielsweise einen Tomaten-Brotsalat mit Pesto & Pinienkernen im Angebot. Auch Eintöpfe & Suppen gibt es. Wer eine Mikrowelle zur Verfügung hat, kann sich also auch schnell etwas Aufwärmen. Bei vielen Gerichten kann man sich aber aussuchen, ob man diese warm oder kalt genießen möchte. Das ist zum Beispiel beim Kichererbsen-Chili mit Basmatireis der Fall. Auch Pasta eignet sich sehr gut zum Mitnehmen. Ein Beispiel sind die Möhren-Dinkel-Spaghetti mit Schafskäse & Sesam. Kalt essen oder schnell aufwärmen kann man auch „Herzhaftes aus Teig“. Dazu gehören die Paprika-Tartelettes mit Gorgonzola. Wer es auch gerne mal süß mag, kann die Blaubeer-Kokos-Waffeln probieren.

Die Rezepte sind sehr vielfältig und ich habe beim Durchsehen des Buches sehr viele Klebezettelchen angebracht an Rezepten, die ich unbedingt ausprobieren muss. Die Rezepte sind fantasievoll und oftmals wirklich leicht vorzubereiten. Wie viel Zeit man für ein Gericht braucht und ob man es am Vorabend vorbereiten kann, sieht man immer auf einen Blick. Meist sind es 10 bis 15 Minuten, die man veranschlagen muss. Es kommt natürlich auch ein bisschen darauf an, ob man Erfahrung hat oder nicht, also wie schnell man im Gemüseschnippeln ist.
Die Rezeptanleitungen sind gut zu lesen. Das Buch bleibt auch aufgeschlagen gut liegen und blättert nicht von selbst um. Die Fotos sind ansprechend, auch wenn es keine Hochglanzfotos sind. Dafür sind sie eben einfach realistisch. Außerdem gibt es einige Grafiken, die das Buch ebenfalls illustrieren.
Das Kochbuch ist also wirklich brauchbar und wird dem, der es besitzt, lange Freude bereiten und für gute Mahlzeiten zum Mitnehmen sorgen.

Rezension von Heike Rau

Katerina Dimitriadis
Käts Lunchbox – gesund, günstig, gut
Fotografie Pilar Schacher
Grafik Andrea Schindler
192 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley
ISBN-10: 383102779X
ISBN-13: 978-3831027798
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Hildegard Möller: Kohl – Rezepte mit dem Kultgemüse

Hildegard Möller: Kohl – Rezepte mit dem Kultgemüse

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Kohl ist doch ein eher langweiliges Gemüse. Das dachte ich jedenfalls bisher. Beim Durchblättern des Buches „Kohl – Rezepte mit dem Kultgemüse“ habe ich meine Meinung aber schlagartig geändert. Das mag zunächst an der Gestaltung des Buches liegen. Die Fotografen Rogge & Jankovic haben das Gemüse nämlich auf außergewöhnliche Art und Weise in Szene gesetzt. Man sieht den Kohl sofort mit anderen Augen. Und die Autorin führt dann auch direkt in die Szene ein. Der Kohl mausert sich nämlich zum Trendgemüse und das nicht nur hierzulande. Der Grünkohl zum Beispiel rückt direkt ins Rampenlicht. Da muss man einfach genauer hinsehen, hat doch das grüne Gemüse eine lange Geschichte.

Die Autorin streicht den Gesundheitswert von Kohlgemüse heraus. Die Vielfalt ist groß und reicht von Grünkohl über Chinakohl bis hin zu Brokkoli. Die Rezepte im Buch sind innovativ. Damit Kohl überzeugen kann müssen außergewöhnliche Kochanleitungen her.

Der Zeit angepasst, sind die Gerichte im Buch alle vegetarisch. Aber, und das finde ich wirklich gut, sie sind auch individuell anpassbar und können mit Fisch und Fleisch ergänzt werden. In einem extra Kästchen werden einige Rezepte erweitert. So kann beim Blumenkohl-Bruschetta die Oliven-Tapenade durch Koriander-Limetten-Shrimps ersetzt werden. Und der Wirsing-Kartoffelsalat kann wunderbar mit gebratenen Schinkenspeckwürfeln ergänzt werden.

Kohl kann mehr als eine Vorspeise oder ein Mittagsgericht sein. Wobei ich die „Grünen Pfannkuchen mit Honig-Senf-Dip“ schon sehr überzeugend fand. Auch roh schmeckt das Gemüse gut. Für Salat sind viele Sorten bestens geeignet.
Interessant ist, dass der Kohl auch ein gesunder Snack sein kann. Grünkohl-Chips sind wirklich mal etwas anders. Selbst grüne Smoothies lassen sich zubereiten.

Mit Kohl kann man also wirklich viel anfangen, das beweist die Autorin auf jeden Fall. Mit dem letzten Kapitel wird ihre Kreativität über jede Grenze hinausgetragen. Grünkohl-Brownies? Kohl-Schoko-Hupf mit Vanillesauce? Grünkohl-Orangen-Cupcakes mit Schoko-Topping? Unglaublich!

Rezension von Heike Rau

Hildegard Möller
Kohl – Rezepte mit dem Kultgemüse
Fotos von Rogge & Jankovic Fotografen
160 Seiten, gebunden
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-10: 344014819X
ISBN-13: 978-3440148198
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Thorbeckes kleine Pralinen-Manufaktur

Thorbeckes kleine Pralinen-Manufaktur

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Pralinen selbst herzustellen, stelle ich mir recht schwierig vor. Aber ich will es einmal wagen, denn einige Rezepte im Buch scheinen auch für Anfänger gut umsetzbar zu sein. Man kann das an den Schwierigkeitsstufen sehen, die unter jedem Rezept stehen. Die Schokoladen-Trüffel gehören demnach zur leichten Stufe dazu. Zunächst wird die Pralinenmasse hergestellt, was wirklich einfach geht, denn es gibt nur wenige Zutaten. Nach einer Abkühlzeit ist diese Masse mit einem Löffel gut zu portionieren. Kleine Kugeln lassen sich einfach mit den Händen formen. Meine sind etwas ungleichmäßig geworden, was dann aber nach dem Wälzen der Kugeln im Kakao doch seinen Reiz hat. Perfekt unperfekt! Und wirklich lecker!

Man kann also einen guten Anfang machen und sich mit dieser Erfahrung an weitere Projekte wagem. Für Abwechslung sorgen Erdbeer-Gelee-Würfel, Veilchenpralinen, Erdbeer-Champagner-Pralinen, Espresso-Pralinen, Gugelhupf-Pralinen mit Schokolade und krosse Schokohäppchen. Wer es sehr anspruchsvoll mag, kann das Cranberry-Eiskonfekt probieren, die Erdbeerpralinen oder das Butterscotch-Konfekt. Dafür muss dann natürlich auch mehr Zeit eingeplant werden.

Die Rezeptanleitungen sind ausführlich gehalten und gut nachvollziehbar. Einzelne Abschnitte sind gekennzeichnet, was für eine gewisse Übersichtlichkeit sorgt. Man sieht die Zubereitungs- und Kühlzeiten und den Schwierigkeitsgrad.

Das kleine Büchlein ist sehr schön aufgemacht. Die Farbauswahl überzeugt. Der Leineneinband sieht edel aus. Die Seiten sind hübsch gestaltet und von jeder Pralinensorte gibt es ein ansprechendes Fotos. Man wird nicht erschlagen mit einer Vielzahl von Rezepten, sondern erhält eine ganz besondere Auswahl leckerer Köstlichkeiten. Das Buch eignet sich damit auch sehr gut zum Verschenken, an alle, die Pralinen mögen.

Rezension von Heike Rau

Thorbeckes kleine Pralinen-Manufaktur
64 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799506640
ISBN-13: 978-3799506649
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Ulrike Bron und Gunnar Brand: Genuss trotz Verzicht – Lecker essen bei Lebensmittelunverträglichkeiten

Ulrike Bron und Gunnar Brand: Genuss trotz Verzicht – Lecker essen bei Lebensmittelunverträglichkeiten

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Mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten scheinen sich mittlerweile viele Menschen auseinanderzusetzen zu müssen. Der Verzicht steht auf der Tagesordnung, um halbwegs über die Runden zu kommen. Ulrike Bron ist Heilpraktikerin und Spezialistin für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sie behandelt auch Patienten, bei denen keine schulmedizinische Diagnose gestellt werden konnte. Gunnar Brand ist einer von ihnen, im hat die Umstellung der Ernährung zu einem neuen Lebensgefühl verholfen.

In ihrer Praxis testet Ulrike Bron auf eine nicht näher beschriebene Art und Weise 160 Lebensmittel und entwickelt dann einen neuen Speiseplan für die Patienten. Es beginnt mit einer Rotationsdiät, bei der zunächst alle derzeit unverträglichen Lebensmittel weggelassen werden. Später dann wird zu einem kleinen Teil auch wieder das ursprünglich Unverträgliche mit eingebaut, aber nur hin und wieder und in kleineren Mengen.

Die Grundlagen der Rotationsdiät werden also beschrieben. Und das auch sehr genau. Die Ernährungsbausteine werden vorgestellt und die erfahrungsgemäß unverträglichen Lebensmittel aufgelistet. Einen Plan muss sich der Leser aber selbst zusammenstellen oder sich an dem einen Beispielplan orientieren, der allerdings nur mit der Lupe zu lesen ist.

Das Buch verfügt auch über einen Rezeptteil. Es geht hier vor allem darum, aufzuzeigen wie einfach es ist, mit guten verträglichen Zutaten selbst zu kochen. So werden beispielsweise Weizen, Kuhmilch und Haushaltszucker vom Speiseplan gestrichen.

Das Buch ist nach meiner Meinung sehr informativ und enthält auch gute Rezepte. Aber es ist doch recht allgemein gehalten, zielt nicht auf spezielle Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sondern eher auf die Unverträglichkeiten die von allgemein problematischen Lebensmitteln herrühren, darunter beispielsweise die Hauptallergene.

Ich denke, die Umsetzung, man hat ja nur das Buch zur Verfügung, wird schwierig sein. Ein Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist unumgänglich. Und es ist sicher keine schlechte Idee, sich hier auch vom Fachmann beraten zu lassen, bevor man auf eigene Faust eine Diät macht.

Rezension von Heike Rau

Ulrike Bron und Gunnar Brand
Genuss trotz Verzicht – Lecker essen bei Lebensmittelunverträglichkeiten
200 Seiten, Klappenbroschur
Aurum in J. Kamphausen Mediengruppe
ISBN-10: 3899019695
ISBN-13: 978-3899019698
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