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    Liverpool Street

    Von hera | 28.August 2008

    Die elfjährige Ziska Mangold wusste nicht, dass sie Jüdin ist. Der Hass schlägt ihr vollkommen überraschend entgegen. Ziksa verliert Freunde, wird verprügelt. Die Angst geht um. Es lässt sich kein Alltag mehr leben. Wie die anderen will die Familie nun Deutschland verlassen. Die Auswanderungsanträge sind gestellt.

    Als die Nazis gewaltsam in die Wohnung der Familie Mangold eindringen, gelingt es Ziska, mit einem gewagten Sprung aus ihrem Fenster in einen Baum hinein zu fliehen. Christine hilft ihr weiter, obwohl es dem Mädchen verboten ist, mit Juden zu reden. Ziska rettet sich zu ihrer besten Freundin Bekka. Ihre Mutter bekommt Ziska wieder, ihr Vater ist verhaftet worden. Die beiden leben fortan bei der Schwester der Mutter. Die Möglichkeit das Land zu verlassen, wird nicht wahrgenommen. Ohne ihren Mann will Ziskas Mutter nicht gehen. Aber es gibt noch eine Chance. Ziksa könnte mit einem Kindertransport nach England. Sie wäre dann in Sicherheit und könnte eine Arbeitserlaubnis für die Eltern besorgen.

    Ziska fällt der Abschied unglaublich schwer. Ohne ihre Eltern zu sein, ist für sie nicht vorstellbar. Und doch lässt sie sich überreden. Leicht wird ihr der Anfang in London nicht gemacht. Das Mädchen wird von ihren Pflegeeltern gar nicht erst abgeholt.

    Die Autorin lässt eine erwachsene Franziska die Geschichte im Rückblick erzählen. Ziska ist eins von fast zehntausend jüdischen Kindern, die Nazi-Deutschland mit einem Kindertransport verlassen haben. Ihr Schicksal steht stellvertretend für die anderen. Geschichtliches Hintergrundwissen über den Zweiten Weltkrieg wird mit der Buch sehr gut begreifbar vermittelt. Das Schicksal der Kinder wird ein Stück weit nachfühlbar. Die Geschichte ist emotional aufwühlend … schmerzlich. Aber auch wenn die Tränen aus Mitgefühl beim Leser fließen, ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen, das die Autorin in einer sehr feinfühlig geschriebenen Geschichte verarbeitet hat, in dessen Vordergrund Ziska steht. Mit ihr erlebt man die Geschichte, leidet mit ihr. Man bekommt Einblick in ihre Gefühle, in ihre Ängste und Hoffnungen.

    Das Buch wurde mit dem „Buxtehuder Bullen 2008“ ausgezeichnet.

    Rezension von Heike Rau

    Anne C. Voorhoeve
    Liverpool Street
    480 Seiten, gebunden
    ab 12 Jahren
    Ravensburger Buchverlag
    ISBN: 978-3473352647
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