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Autor: hera

Sonja Riker: Suppenglück

Sonja Riker: Suppenglück

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Sonja Riker betreibt eine Suppenladen auf dem Elisabethmarkt in München-Schwabing. Da kommt natürlich nicht jeder hin. Was liegt also näher, als ein Suppenkochbuch herauszubringen. So kann man die fantasievollen Suppenrezepte auch zu Hause nachkochen.

Da gibt es „Energiespender“ wie die „Italienische Kartoffelsuppe mit Rucola und Parmesan“. „Bauchwärmer“ wie zum Beispiel die „Goldene Maiscrémesuppe mit Chiliflocken“ oder „Alleskönner“ wie „Ingwerbouillon mit Soba-Nudeln und Huhn“. Zu den „Sattmachern gehört der „Herbsteintopf mit Schweinefilet und Senf“. (Diesen habe ich ausprobiert. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich habe die Suppe mit Steckrüben und Wirsing gekocht. Es ist eigentlich ein gewöhnlicher Herbsteintopf. Der Senf und die Kräuter machen aber den Unterschied. Die Suppe bekommt dadurch eine angenehme Schärfe und schmeckt sehr schön würzig. Dass dieser kräftige Eintopf satt macht, kann ich bestätigen.)
Auch als „Seelentröster“ kann eine gute Suppe dienen. Die „Pfannkuchensuppe mit Sesam und Karotten“ ist der Beweis dafür. (Pfannkuchenstreifen in der gut gewürzten Suppe, das habe ich auch ausprobiert, schmecken gut, gerade auch mit dem Sesam, der schön anröstet. Das ist doch mal etwas anderes!)
Zu den „Alltagserfrischern“ zählt die „Romanescoschaum-Suppe mit Limetten und gerösteten Semmelbröseln“.
Für Figurbewusste sind die „Schlankmacher“ zu empfehlen, darunter der „Gurken-Dill-Eintopf mit Garnelen“.
Zum Schluss gibt es noch die „Glücksbringer“ wie die „Hochzeitssuppe mit Tomaten, Ingwer und Garnelen“.

Man sieht, hier sind schon die Kapitelüberschriften sehr fantasievoll. Ein kleiner Text stimmt dann schon einmal darauf ein, auf was man sich auf den folgenden Seiten freuen darf. Die Suppen sind richtige Kreationen. Selbst einfache Gemüsesuppen werden mit entsprechenden Kräutern und Gewürzen aufgewertet. Jede Suppe und jeder Eintopf ist also etwas Besonderes. Manchmal wundert man sich über die Zusammenstellung. Einige Rezepte sind so überraschend, dass man sich kaum vorstellen kann, wie das wohl schmecken wird. Aber ausprobieren lohnt sich. Man wird mit ganz besonderen Geschmackserlebnissen geradezu verzaubert.
Diese Ideenvielfalt im Buch wirkt ansteckend auf die eigenen Kreativität. Die Autorin ermuntert auch dazu, ganz nach Lust und Geschmack Variationen zu testen. Ohnehin geht sie auch auf die Jahreszeiten ein und die Zutaten, die dann zu haben sind.
Gut gefallen hat auch, dass alte Gemüsesorten, die ja so langsam wieder Einzug im Gemüseladen halten, Verwendung finden. Man findet im Buch Rezepte mit Petersilienwurzel, Pastinake usw.
Die Fotos sind sehr ansprechend gestaltet. Man bekommt einen guten Eindruck von den Rezepten. Und manchmal entscheidet schon das Auge, bevor man das Rezept gelesen hat, was man als Nächstes kocht.
Gut nachkochbar, erscheinen alle Suppen. Wobei zum besseren Überblick eine Gliederung der einzelnen Schritte eines Rezeptes wünschenswert gewesen wären.
Wer Suppen und Eintöpfe mag und nach neuen Ideen sucht, dem kann das Buch wärmstens empfohlen werden. Nicht nur, weil es schöne Rezepte enthält, sondern auch, weil es zum Experimentieren einlädt.

Rezension von Heike Rau

Sonja Riker
Suppenglück
Ein Suppenkochbuch von Sonja Riker
Fotos von Patrick Wittmann
176 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3888976871
ISBN-13: 978-3888976872
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Kami Garcia und Margaret Stohl: Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe

Kami Garcia und Margaret Stohl: Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe

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Wenn es so etwas wie Liebe vor dem ersten Blick gibt, dann ist es genau das, was Ethan Wate gerade erlebt. Am ersten Schultag nach den Ferien, begegnet er dem Mädchen aus seinen Träumen. Lena Duchannes ist die Neue in seiner Klasse. Sie soll die Nichte vom alten Ravenwood sein, dem Sonderling der kleinen Stadt. Von Anfang an beherrscht sie sein Denken, dabei ignoriert sie ihn.

Während eines Unwetters kommt es zu einer Begegnung und Ethan muss Lena nach Hause bringen. Ravenwood Manor ist ein altes herrschaftliches Anwesen, das den Eindruck macht, ein mächtiges Spukschloss zu sein.
Wenn man einen Onkel hat, der seltsamer nicht sein könnte und an einem verrufenen Ort lebt, entsteht in einer langweiligen Kleinstadt, wo sonst nichts weiter passiert, natürlich sehr schnell Gerede. Lena bekommt das zu spüren. Alle richten sich gegen sie, nur Ethan nicht. So entsteht eine Verbindung zwischen den beiden jungen Leuten. Ohne das andere es merken, können Ethan und Lena ihre Gedanken austauschen.
Im Garten von Greenbrier finden beide ein Medaillon und fortan teilen sie auch beängstigend wirkende Visionen aus der Vergangenheit.
Ethan, der mehr über das Medaillon erfahren möchte, zeigt es Amma. Sie kümmert sich um ihn, und das noch mehr, seit Ethans Mutter ums Leben kam und sein Vater nicht mehr aus seiner Trauer herausfindet. Doch Amma mit ihren ganz besonderen hellseherischen Fähigkeiten, ist entsetzt, als sie das Medaillon sieht.

Immer mehr wird Ethan in die Geschichte um Lena und ihre Familie hineingezogen. Dass diese ein schreckliches Geheimnis haben, wird immer deutlicher. An Lenas 16. Geburtstag wird etwas Magisches geschehen, das unbegreifbar scheint. Ethan möchte seine Freundin um ihrer Liebe willen davor bewahren, doch er hat nicht die Macht dazu.

Das Buch zu lesen, ist ein sehr intensives Erlebnis. Die Geschichte um die hoffnungslos scheinende Liebe von Lena und Ethan, die dennoch so viel verbindet, wird auf eine sehr feinfühlige, ergreifende und romantische Art und Weise erzählt. Aber es ist auch gruselig zu sehen, wie die kleine Stadt Gatlin sich verwandelt. Einfach auch, weil Ethan sie immer mehr mit anderen Augen sieht. Die Bewohner stellen sich so gnadenlos gegen Lena, das eigentlich mehr dahinter stecken muss, als bloße Abneigung. Aber das wird auch klarer, weil die Visionen immer deutlicher werden. Die geheimnisvolle Spannung, die entsteht, wird die ganzen Seiten über gut gehalten, so dass man sich bestens unterhalten fühlt.

Auch liegt das Buch weit Abseits sämtlicher Klischees. Man vermutet zunächst, wieder einen Vampirroman vor sich zu haben. So ist es aber nicht. Es geht viel mehr um Hexerei und die Folgen.
Die Kulisse ist gut gewählt. Nicht nur diese absonderliche Kleinstadt sorgt für eine unwirkliche Stimmung. Auch Ravenwood Manor ist äußerst mysteriös.
Das Ende ist eine Überraschung und doch passt alles zusammen. Und das Gefühl, ein ganz besonderes Buch gelesen zu haben, bleibt lange erhalten.
Man beachte auch dieses sehr schöne Cover, das doch einiges verspricht und tatsächlich auch hält.

Rezension von Heike Rau

Kami Garcia und Margaret Stohl
Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
544 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570138283
ISBN-13: 978-3570138281
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Jussi Adler-Olsen: Schändung

Jussi Adler-Olsen: Schändung

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Das Sonderdezernat Q ist für bislang ungeklärte Fälle zuständig. Welche das sind, ist Leiter Carl Mørck überlassen. Es scheint aber jemand seine Entscheidung beeinflussen zu wollen. Wie diese eine Akte auf seinen Tisch gekommen ist, weiß nämlich nicht mal sein Assistent Assad zu sagen. Es geht um einen alten Fall vom Sommer 1987. Mord an einem Geschwisterpaar, siebzehn und achtzehn Jahre alt. Eine Gruppe von Internatsschülern geriet damals unter Verdacht, drei von ihnen heute so erfolgreich wie ihre Väter. Ditliv Pram gründete einige exklusive Privatkliniken, Torsten Florin ist Modedesigner und Ulrik Dybbøl Jensen Aktienhändler. Schiffsreeder Kristian Wolf ist mittlerweile verstorben, Kirsten-Marie Laasen ist von der Bildfläche verschwunden. Bjarne Thøgersen hat die Tat gestanden und ist im Gefängnis.

Carl Mørck macht das alles neugierig. Er beginnt nachzuforschen. Er befragt einen pensionierten Polizisten, der damals mit dem Fall zutun hatte. Klaes Thomasen ist auch der Meinung, dass der Fall wieder aufgerollt werden sollte.
Eine plötzlich aufgetauchte Liste „Überfälle der Internatsclique“ auf Carls Tisch lässt weitere Zweifel aufkommen. Da hat tatsächlich jemand brandheißes Interesse daran, dass der Fall neu überdacht wird, im Gegensatz zum Chef der Mordkommission, der Carl eher daran zu hindern versucht.

Carl und sein Assistent recherchieren. Sie sprechen mit der Mutter der ermordeten Jugendlichen und inspizieren das Sommerhaus, wo die Morde geschahen. Es ist eine gespenstige Szene. Niemand scheint seit diesem schicksalhaften Tag hier gewesen zu sein. Und doch fällt bald etwas auf, dass so eigentlich nicht sein sollte.

Carl Mørck lässt also von seinen Ermittlungsarbeiten nicht mehr ab. Dass er in große Gefahr gerät und trotzdem nicht aufgibt, erwartet man. Wie groß diese Gefahr ist, weiß er allerdings lange Zeit nicht. Der Leser ist aber eingeweiht, da es weitere Erzählstränge gibt. Und so weiß man schon mal, mit wem Carl Mørck es zu tun hat. Da sind einmal die Mitglieder der Clique selbst, die jahrelang mit ihren abscheulichen Taten davon gekommen sind. Auch unter sich kennen sie kein Erbarmen. Wer nicht mitspielt, wird aus dem Weg geschafft. Nun agieren nur noch Ditliv Pram, Torsten Florin und Ulrik Dybbøl Jensen.
Und da ist dann noch Kirsten-Marie Lassen, die Untergetauchte, die auch mal zur Clique gehörte. Die drei Männer versuchen sie zu finden, weiß sie doch viel zu viel.

Der Titel lässt natürlich schon vorab Böses ahnen. Der Autor überlässt es aber gekonnt der Fantasie des Leser, wieweit dieser mitgehen mag. Im letzen Drittel des Buches überschreitet der Autor aber diese Grenze. Kann sein, dass dies die Spannung erhöhen soll. Erreicht wird aber das Gegenteil. Es ist zu viel, was hier an gewaltreichen Szenen auf den Leser einprasselt. Das geht zu sehr an die Nerven. Man sieht sich gezwungen, sich zu distanzieren. Der eine oder andere wird möglicherweise nur noch weiterlesen, um das Ende zu erfahren. Man ahnt schon, dass hier die Handlung entgleisen wird. Und tatsächlich zieht der Autor hier noch einmal alle Register. Unglaublich spannend ist das Ende, mitreißend, aber es zerrt eben auch über alle Maßen an den Nerven.

Rezension von Heike Rau

Jussi Adler-Olsen
Schändung
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Thriller
dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423247878
ISBN-13: 978-3423247870
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Matthias F. Mangold: Kartoffeln – Schätze vom Feld

Matthias F. Mangold: Kartoffeln – Schätze vom Feld

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Aus Kartoffeln kann man viel machen. Man sollte die unscheinbaren Knollen nicht unterschätzen. Da gibt es mehr als Salzkartoffeln und Kartoffelpüree und das sieht man schon daran, dass es in diesem Kochbuch allein um die Kartoffel geht und dass trotzdem 144 Seiten mit Rezepten gefüllt sind.

Zunächst werden die unterschiedlichen Kartoffelsorten beschrieben. Man erfährt, wann man sich für festkochende, vorwiegend festkochende oder mehligkochende entscheiden sollte. Auch auf die verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten wird ein Blick geworfen.
Solche speziellen Seiten gibt es zwischendurch immer wieder. Hier erfährt man etwas über den Gesundheitswert der Knollen, wie man sie im Garten selbst anbauen kann, wie sie gelagert werden und mehr.

Schon geht es an das Durchblättern der Rezepte. Und wie das so ist, manche überblättert man, bei anderen hält man inne und diese sind in der Mehrzahl. Auf Anhieb gefällt zum Beispiel der „Kartoffeltopf mit Hackfleisch“. (Eine Variante davon habe ich ausprobiert. Es kommt ja immer auf den eigenen Geschmack an und die Zutaten, die man im Haus hat. Wein, Chilischote und Knoblauch habe ich weggelassen. Die Zubereitung ist einfach, der Aufwand hält sich in Grenzen. Das Gericht schmeckt sehr gut, was vor allem an den verwendeten Kräutern und Gewürzen liegt. Das werde ich bestimmt mal wieder kochen!)
Wer es einfach mag, kann die Kartoffeln mit Butter und Salz ausprobieren. Das ist ein Rezept, das auch Anfänger locker hinbekommen.
Interessant für alle, die ein Waffeleisen besitzen, sind die Kartoffelwaffeln. Man kann sie mit Ahornsirup essen, aber auch zu Braten anstelle der Klöße machen diese echt was her.
Wer gerne Kartoffelchips isst, kann die mal selber machen. Das ist sicher auch eine interessante Erfahrung für Kinder, die nur die Chips aus den bunten Tüten kennen.
Zum Ausprobieren lädt auch das Rezept zu „Steckrübeneintopf mit gepökeltem Schinkenfleisch“ ein. Das ist etwas Bodenständiges, das garantiert satt macht.
Mal was anderes ist die „Kartoffelpizza mit Lachs und Dill“. Diese kann man gut vorbereiten, etwa für eine Party.
Das „Kartoffelbrot mit Quark“ fällt auch auf. (Auch das habe ich ausprobiert, aber mit dem Brotbackautomaten. Das Rezept habe ich mengenmäßig angepasst und die frische Hefe durch Trockenhefe ersetzt. Obwohl der Brotbackautomat seine Arbeit gut alleine macht, muss man beim ersten Versuch gut aufpassen, damit der Teig dann auch die richtige Konsistenz bekommt. Es hat aber alles gut geklappt. Durch die Kartoffeln und den Quark wird das Brot sehr schön saftig. Es schmeckt kräftig, auch wenn nach meiner Meinung etwas mehr Salz an den Teig gekonnt hätte. Aber sonst gibt es nicht zu meckern. Das frische Brot einfach nur mit Butter drauf und in diesem Fall ein wenig Salz, ist ein Genuss.)

Die Vielfalt an Rezepten ist groß. Sehr viel Typisches, Traditionelles lässt sich hier finden. Es gibt vegetarische Gerichte, Salate, Eintöpfe, Suppen, Gebackenes, Überbackenes, Gegrilltes, Fleisch- und Fischgerichte und mehr. Einfache Gerichte, die nicht viel kosten, wechseln sich ab mit Gerichten, die aufwändiger sind und damit an Sonn- oder Festtagen serviert werden können. Hier kommen natürlich auch besondere Zutaten zum Einsatz. Wie etwas bei der „Geeisten Kartoffelsuppe mit Kräutern, Jakobsmuscheln und Kaviar“.
Was auffällt ist, dass sehr viele Kräuter und Gewürze Verwendung finden. Das gefällt gut.
Die Rezepte sind gut nachvollziehbar. Sie sind ausgesprochen übersichtlich gestaltet und oft mit viel Bildmaterial versehen. Es gibt immer auch Tipps zum Kochen. Außerdem wird auf Variationsmöglichkeiten bei den Gerichten hingewiesen. Die Fotos, die das fertige Gericht zeigen, sind Meisterwerke, die auffallen. Die Speisen sind perfekt in Szene gesetzt und verfehlen ihre Wirkung nicht.
Dieses Kochbuch wird nicht im Regal einstauben. Für Kartoffel-Fans, und solche die es werden wollen, gibt reichlich Auswahl an Rezepten, die es lohnt, einmal nachzukochen, einfach um mal etwas Neues auszuprobieren auch, um sich auf Gerichte aus Großmutters Zeit zu besinnen.

Rezension von Heike Rau

Matthias F. Mangold
Kartoffeln – Schätze vom Feld
Fotos von Alexander Walter
144 Seiten, broschiert
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440122468
ISBN-13: 978-3440122464
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Susanne Gerdom: Der Nebelkönig

Susanne Gerdom: Der Nebelkönig

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Küchenmädchen Sallie arbeitet in einem großen und verwinkelten Herrenhaus. So war es schon immer und so wird es immer sein. Die Vergangenheit ist weit weg, die Erinnerung ebenso. Den Hausherren kennt sie nicht.
Ein Tag löst den nächsten ab. Die Arbeit lässt nicht zu, dass Sallie über viel Freizeit verfügt. Die wenigen freien Stunden verbringt sie in der Bibliothek. Sie liest gern. Die Geschichte über den Drachen und seinen Sohn, fasziniert sie. Und so liest sie auch von der Katzenkönigin und dem Nebelkönig und ihrem ewigen Kampf. Sie hat so viele Fragen, doch Uhl, der Bibliothekar, weiß nicht auf alle eine Antwort. Nicht selten spricht er in Rätseln.

Sallie streift im Haus umher. Sie erkundet die Gänge des verwinkelten Hauses, das kaum Orientierungspunkte bietet. Sie dringt sogar in den Keller vor und muss feststellen, dass hier jemand lebt. Redzep teilt seine verwirrend anmutenden Gedanken mit Sallie. Auch er weiß von der Katzenkönigin und dem Nebelkönig. Es scheint etwas Wahres dran zu sein an der Geschichte, die in verschiedenen Versionen erzählt wird.

Sallie lässt das alles keine Ruhe. Seltsame Begegnungen und unheimliche Albträume bringen ihre Leben durcheinander. Sallie will die Wahrheit wissen und gerät bald mitten hinein in die Geschichte, die tatsächlich viel wirklicher ist, als von ihr angenommen. Sallie gerät in große Gefahr, aber sie muss sich dieser stellen. Zu viel hängt davon ab, dass die Geschichte gut ausgeht.

Es passiert zunächst nicht viel. Man lern Sallie kennen und ihre sehr eingeengte Welt. Über die Grenzen des Herrenhause ist sie nie hinausgekommen. Aber die Beschreibungen des Hauses, Sallies Leben und ihres Umfeldes sind spannend gemacht. Man merkt, dass etwas nicht stimmt, auch wenn dies noch nicht fassbar ist. So hat man sofort das Gefühl, dass die Geschichte noch sehr viel spannender werden wird. Und so ist es auch. Märchen und Realität werden vermischt. Viele der Charaktere sind nicht immer die, die sie zu sein scheinen. Immer unheimlicher und geheimnisvoller wird es. Nach und nach erfährt man immer mehr und erkennt die Zusammenhänge.

Der Autorin gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die berührt und verstört. Man kann den Nebel, der die Handlung immer mehr einhüllt, spüren. Man wird als Leser in die Geschichte hineingezogen und vereinnahmt. Das ist eine interessante Erfahrung.
Schade, dass das Buch zum Ende hin sehr verwirrend wird. Die klare Linie verschwimmt zusehends. Das starke Band, das den Leser mit dem Buch verbindet, wird immer dünner. Aber zum Glück zerreist es nicht. Man kann also ruhig weiterlesen und wird für seine Geduld mit einem unerwarteten Ende belohnt.

Rezension von Heike Rau

Susanne Gerdom
Der Nebelkönig
334 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter
ISBN-10: 380005566X
ISBN-13: 978-3800055661
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Andreas Barlage: Blütenpracht – Die schönsten Stauden für meinen Garten

Andreas Barlage: Blütenpracht – Die schönsten Stauden für meinen Garten

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In manchen Gärten blüht es das ganze Jahr. Doch wie erfüllt man sich den Traum von der Blütenpracht? Man hat ja bestimmte Vorstellungen. Nun gilt es, diese wagen Bilder der Realität so nahe wie möglich zu bringen. Das vorliegende Buch hilft dabei.

Zunächst wird der Begriff „Staude“ geklärt. Denn um Staudengärten geht es im Buch. Kurzlebige, langlebige, winterharte und winterzarte Stauden werden vorgestellt. Manche sind einfach nur schön, was Blätter und Blüten angeht, andere sogar heilend oder sie besitzen Würzkraft, wie die Kräuterstauden.
Damit die Schönheit der Stauden auch wirklich zur Geltung kommt, muss die Anlage eines Staudenbeetes oder -gartens natürlich geplant werden. Nicht nur, dass der Standort passen sollte. Farben, Formen, Wuchshöhen, Blatt- und Blütengröße müssen zusammenspielen, damit die Pflanzen harmonisch zusammenstehen und am Ende dann die Wirkung stimmt.

In Porträts werden verschiedene Stauden vorgestellt, so dass man nach den Vorgaben gestalterisch tätig werden kann. Man kann den Vorschlägen im Buch folgen oder eigene Arrangements entwerfen. Orientierung bieten hier auch noch mal „Die Top-30 für den immerwährenden Blütengarten“. Die Porträts sind sehr ausführlich gehalten. Die Pflanzen werden sehr schön beschrieben, auch was ihre Wirkung angeht. Fotos gibt es natürlich auch.

Man erfährt alles über Pflanzenpflege. Das beginnt bei der Bodenvorbereitung und hört mit dem Einsetzen der Pflanze noch lange nicht auf. Auch die Pflanzenvermehrung wird im Buch besprochen. So kann man selbst aussäen oder auch durch Teilung einer Staude für Pflanzennachschub im Garten sorgen, ohne dass der Geldbeutel zu sehr belastet wird.

Das Thema wird also sehr ausführlich behandelt. Man fühlt sich gut informiert und beraten. Die Seiten sind sehr anschaulich gestaltet, so dass man sich gut zurechtfindet. Die Pflanzenporträts lesen sich gut, auch weil der Autor sehr genau beschreibt, für welche Gartensituationen entsprechende Stauden geeignet sind, hier findet immer auch die Sortenvielfalt Beachtung, die der Handel bereithält. Es sind viele pflegeleichte Pflanzen darunter, so dass auch unerfahrene Gärtner sich den Traum vom blühenden Garten erfüllen können. Es gibt insgesamt 85 Pflanzenporträts, so dass man hier nicht vom Angebot erschlagen, sondern gut den Überblick behalten kann. Das Buch eignet sich für Hobbygärtner, die einen Garten neu gestalten oder umgestalten möchten oder auf der Suche nach weiteren Stauden sind.

Rezension von Heike Rau

Andreas Barlage
Blütenpracht – Die schönsten Stauden für meinen Garten
160 Seiten, 147 Farbfotos, 29 Zeichnungen
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN-10: 3800156687
ISBN-13: 978-3800156689
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Jennie Walker: Fünf Tage. Ein Spiel

Jennie Walker: Fünf Tage. Ein Spiel

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Sie ist mit Alan verheiratet und Stiefmutter seines Sohnes Selwyn. Ihr Leben ist von Alltäglichem geprägt. Ihre zwei, nicht sehr zeitaufwändigen Jobs, füllen sie nicht aus, und Selwyn, der langsam erwachsen wird, bedarf ihrer Fürsorge nicht mehr.

Ein Liebhaber, ein Schadenssachverständiger, bringt etwas Abwechslung ins Dasein. Aber sie weiß wahrscheinlich auch so, dass sie an einem Wendepunkt steht und entscheiden muss, ob sie mit Alan weiter zusammenleben möchte.
Sie ist nur noch nicht bereit, der Realität ins Auge zu blicken. Selwyn zwingt sie dazu, er kommt nicht mehr nach Hause.

Vor der Kulisse eines Kricketspiels, das für den einen das Größte und für den anderen belanglos ist, spielt die Geschichte einer Frau, die sich fragen muss, wo sie hingehört. Das Spiel bietet, auch wenn es sie eigentlich nicht interessiert, so doch mindestens Gesprächsstoff. Und das lenkt ab, von den eigentlichen Problemen. Es könnte alles so bleiben, wie es ist, wenn nicht Selwyn wäre, den die Stiefmutter völlig falsch einschätzt.

Sie glaubt, sie könnte ewig so weitermachen, aber ihr Umfeld registriert, was geschieht. Im Grunde legt sie es darauf an. Sie ist nicht diskret, geht nicht heimlich genug vor. Sie provoziert, wenn auch unbewusst. Aber irgendwann erkennt sie doch, dass sie gerade stehen muss, für das, was sie tut.

Die Geschichte, obwohl so kurz, berührt zutiefst. Man kann sich gut in die Protagonistin hineinversetzen, die an einem Punkt in ihrem Leben steht, der sie zweifeln lässt. Die Autorin eröffnet einen Blick in das Innerste ihrer Hauptperson. Es ist ein ernstes Buch und doch scheint zwischen den Zeilen die Lust am Leben durch, die der Geschichte einen ganz besonderen Charme verleiht und ihr das Tragische ein wenig nimmt. Auch wenn das Leben kein Spiel ist. Oder ist es das doch?

Rezension von Heike Rau

Jennie Walker
Fünf Tage. Ein Spiel
Aus dem Englischen von Ursula Ballin
141 Seiten, gebunden
Unionsverlag
ISBN-10: 3293004199
ISBN-13: 978-3293004191
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Richard Stark: Irgendwann gibt jeder auf

Richard Stark: Irgendwann gibt jeder auf

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Parker springt für Tom Hurley ein. So kommt es, dass mit drei unbekannten Typen eine Bank ausraubt. Carlson, Melander und Ross sind tatsächlich nicht so zuverlässig, wie Parker nach Tom Hurleys Aussage glaubte. Sie behalten Parkers Anteil ein, weil die Kohle als Finanzierung für eine weitaus größere Sache gedacht ist, an der Parker aber, da helfen alle Überredungsversuche nichts, auf keinen Fall teilhaben will. So bekommt Parker Stubenarrest aufgebrummt, damit er den drei Typen nicht bei ihrem Vorhaben dazwischenfunken kann.

Dass Parker sich das nicht gefallen lässt, ist klar. Er sorgt dafür, dass seine Freundin aus ihrem gemeinsamen Haus dahin verschwindet, wo sie in Sicherheit ist und beginnt dann mit den Vorbereitungen für sein eigenes Vorhaben.
Nach gewohnter Manier, also indem er über Leichen geht, besorgt er sich Waffen, Kohle und eine neue Identität. Er verändert geschickt sein Aussehen und macht sich an den Ort auf, wo Carlson, Melander und Ross ihren nächsten Coup bereits vorbereiten müssten. Parker will ihnen die Tour vermasseln und zwar gründlich.
Allerdings steht ihm bald eine Frau im Wege. Einer Immobilienmaklerin ist aufgefallen, dass etwas mit Parker nicht stimmt. Sie ahnt, dass hier was Großes am Laufen ist und will, unzufrieden wie sie mit ihrem Leben ist, ein Stück ab vom Kuchen. Es wäre leicht für Parker, sie aus dem Weg zu räumen, aber andererseits könnte ihr Wissen nützlich sein …

Diesmal wird Parker also von drei Typen um den Anteil an seiner Beute gebracht. Da können diese so oft versprechen, wie sie wollen, dass Parker seine Kohle später kriegt, er nimmt das nicht hin. Leser, die schon einige der Parker-Bücher kennen, wissen das. Man freut sich auf das, was kommen mag und das nicht zu unrecht.
Parker läuft zu Hochform aus. Dass er auf Rache aus ist, macht ihn unberechenbar. Selbstverständlich verhält er sich fair. Aber wer nicht mitspielen will, sich gegen ihn stellt oder ihm ans Leder will, fängt sich schon mal eine Kugel ein. Selbst schuld!

Zunächst läuft alles nach Plan. Eine Spur der Verwüstung ist zwar deutlich erkennbar, aber Parker passt auf, dass diese keinesfalls zu ihm führt. Als Leser wird man also teuflisch gut unterhalten. Die Spannung kennt keine Grenzen. So ist Parker, so liebt man ihn!
Aber es kommt noch besser. Nämlich dann, als mit einem Schlag alles schief zu gehen beginnt. Und schon hat Parker einen Auftragskiller auf dem Hals. Als sich auch noch eine Frau ungefragt in sein Leben einmischt, hört der Spaß auf.
Es ist klar, dass Parker sich zurückziehen sollte. Aber er denkt gar nicht daran.
So steht wieder alles auf der Kippe und man kann sich nicht sicher sein, wie das wirklich gut gemachte Buch ausgeht.

Rezension von Heike Rau

Richard Stark
Irgendwann gibt jeder auf
Ein Parker Roman
Aus dem Amerikanischen von Rudolf Hermstein
269 Seiten, Klappenbroschur
Paul Zsolnay Verlag
ISBN-10: 3552055185
ISBN-13: 978-3552055186
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Susanne Mansfeld: 365 x Tischdeko – Täglich eine tolle Idee

Susanne Mansfeld: 365 x Tischdeko – Täglich eine tolle Idee

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Zu einer schönen Mahlzeit gehört immer auch eine entsprechende Tischdekoration. Dabei kann man immer wieder anders für Tischschmuck sorgen. Eine Rolle können dabei Anlass und Jahrszeit spielen. Auch im Buch bildet die Jahreszeit erste Orientierung. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – immer wird entsprechend dekoriert, je nach Material, das man dann zur Verfügung hat. Auch die Farben spielen eine Rolle.

Einige der Tischdekorationen fallen schon beim ersten Durchblättern des Buches auf. Dazu gehören zum Beispiel die Marmeladengläser mit Frühlingsblühern oder die schön dekorierten Primeltöpfe. Ein Blickfang sind auch die kleinen Minigärten in Zinktöpfen. Sehr aufwändig gestaltet sind die blühenden Osternester. Die Kerzen in Muffinförmchen machen sich auf der Geburtstagstafel gut. Wer sich das Oktoberfest nach Hause holen möchte, kann den passenden urigen Dekoideen dazu folgen. Ausnehmend gut gefallen auch die Myrtenbäumchen. Die Erde in den hübschen Porzellantöpfen wird mit verschiedenen Beeren bedeckt. Zum Herbst passt der blühende Kürbis in leuchtenden Orange-Tönen sehr gut. Wer neue Dekorationsideenideen für Weihnachten sucht, findet im Buch welche. Für einen kleinen Weihnachtsbaum wird ein Apfel auf ein Töpfchen gesetzt, in den ein Holzspieß gesteckt wird. Hierauf gibt man Orangenscheiben verschiedener Durchmesser, so dass sich die typische Baumform ergibt.

Die Vielfalt an Dekoideen ist groß. Gebastelt wir mit den unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen. Zum Einsatz kommen unter anderem Obst, Gemüse und Beeren, Filz, Papier, Pappe und Steckschaum, Bänder und Servietten, Gläser, Teller, Blumentöpfe und Kerzen.
Möchte man einen Tisch dekorieren, braucht man sich nur inspirieren zu lassen. Wobei man mit den Blumengestecken oder Kerzen-Arrangements natürlich auch andere Plätze als Tische dekorieren kann.
Farbig sind die Dekorationsideen aufeinander abgestimmt. Man findet verschwenderische Arrangements, aber auch sehr dezente.

Bastelanleitungen gibt es keine. Das fördert die eigene Kreativität und macht jede Deko zu einem eigenen Werk. Man verwendet, was man an Bastelmaterial hat oder kauft nach eigenem Geschmack. Die Vorgaben geben Orientierung.
Man braucht ein bisschen Geschick und auch Vorstellungsvermögen. Hat man dies, kommt man tatsächlich gut ohne Bastelanleitungen aus. Man hat ja immer das Foto vor Augen und kann zwischen sehr einfachen Dekoideen, aber auch solchen, die als Herausforderung gelten dürften, wählen.
Es macht sehr viel Spaß, das Buch anzusehen. Es ist wie eine kleine Entdeckungsreise. Man bekommt sofort Lust, Vorschläge umzusetzen.

Rezension von Heike Rau

Susanne Mansfeld
365 x Tischdeko – Täglich eine tolle Idee
368 Seiten, 365 Farbfotografien
Eugen Ulmer Verlag (BLOOM’s by Ulmer)
ISBN-10: 3800169541
ISBN-13: 978-3800169542
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Gabriela Galvani: Die Hüterin des Evangeliums

Gabriela Galvani: Die Hüterin des Evangeliums

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Augsburg im Jahre 1555. Christiane ist in ihrer Ehe mit dem Buchdrucker und Verleger Severin Meitinger nicht gerade glücklich, wurde diese Heirat mit dem viel älteren Mann doch von ihrem Vater arrangiert. Severin ist kein schlechter Mann, er behandelt seine Frau gut und so versucht Christiane das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dass sie für den Dichter Georg Imhoff schwärmt, darf niemand wissen.

Eine tiefe Freundschaft verbindet Christiane mit ihrer Cousine Martha, die in großer Armut mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Sebastian Rehm, und dem kleinen Sohn lebt.
Als Sebastian von schwerer Krankheit gezeichnet stirbt, nehmen Christiane und Severin die Witwe mit ihrem Sohn zu sich.
Im Hause der Rehms, als Christiane den Nachlass sichtet, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung mit Imhoff, der ihre Träume erfüllt und zugleich zerstört.

Conrad Hallensleben ist nach Augsburg gereist. Der Bibliothekar Martin Fuggers ist in einer Mission unterwegs. Weil Severin auf Reisen ist, muss er mit Christiane und ihrem Schwiegervater Titus sprechen. Er hat brisante Unterlagen vorzuweisen, vermeintliche Fälschungen aus der Druckerei Meitinger. Severin kann dazu nicht Stellung nehmen. Er kehrt nicht nach Hause zurück, vielmehr wird er im Wald tot aufgefunden. Ermordet.

Wolfgang Delius ist aus Frankfurt angereist und kann nicht fassen, was passiert ist. Sebastian Rehm hat sich schon vor längerer Zeit mit Briefen an den Verleger, oder vielmehr seinen verstorbenen Vater, gewandt und ebenfalls vor gefälschten Manuskripten gewarnt. Delius hat diese Briefe zunächst nicht ernst genommen und nun ist es zu spät.

Was hat es nur mit dem seltsamen Luther-Manuskript auf sich, das unter dem Druckersiegel Severins hergestellt wurde und das den Religionsfrieden bedrohen könnte. Christiane möchte wissen, wer es in Auftrag gegeben und ihren Mann ermordet hat. Sie beginnt nachzuforschen, folgt den Spuren und gerät in Lebensgefahr.

Es ist ein sehr turbulenter Roman, der vor einer perfekt ausgearbeiteten historischen Kulisse spielt. Christiane ist ein Frau, die sich nicht unterbuttern lässt. Schon gar nicht von den Männern, die in ihrem Leben eine Rolle spielen. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten, auch wenn ihre spitze Zunge beinahe einen Skandal provoziert. Szenen, Begegnungen und Dialoge sind sehr lebendig beschrieben.

Inhaltlich ist das Buch sehr interessant. Aber es ist auch ein Liebesroman mit allen Irrungen und Wirrungen. Es ist ganz und gar nicht Christianes Stärke, Männer richtig einzuschätzen. Aber auch als Leser weiß man nicht, wer hier ehrlich ist und wer schauspielert. Man komm lange einfach nicht dahinter, wer der Mörder und Fälscher ist.

Auch wenn das Buch immer wieder von traurigen Szenen geprägt ist, die Autorin beweist Humor. Ihr Schreibstil ist perfekt. Einmal mit dem Lesen angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so unterhaltsam und spannend ist es.

Rezension von Heike Rau

Gabriela Galvani
Die Hüterin des Evangeliums
395 Seiten, broschiert
Aufbau Taschenbuch
ISBN-10: 3746626048
ISBN-13: 978-3746626048
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