Browsed by
Autor: hera

Heiko Bellmann: Der große Kosmos Pflanzenführer

Heiko Bellmann: Der große Kosmos Pflanzenführer

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Unsere heimische Pflanzenwelt ist von Vielfalt geprägt. Über 1200 Arten findet man im Pflanzenführer versammelt. Dieser ähnelt vom Format her einem Atlas. Pflanzen, Flechten und Pilze werden hier sehr übersichtlich in neun Kapiteln dargestellt. Die erste Gruppe bilden die „Bäume und Sträucher“. Es folgen „Liliengewächse und Verwandte“, „Korbblütler und Verwandte“, „Rachenblütler und Verwandte“, Enziangewächse und Verwandte“, „Rosengewächse und Verwandte“, Kreuzblütler und Verwandte“, „Farne, Moose und Algen“, „Flechten“ und die „Pilze“.

Zu jedem Kapitel gibt es eine sehr spannende Einführung auf eine Doppelseite. Sehr anschaulich und mit Leidenschaft für alles was wächst, wird hier die jeweilige Pflanzengruppe erklärt. Dann geht es auch schon zu den Pflanzenporträts. „Kleines Immergrün“, „Europäische Lärche“, „Wald-Gelbstern“, „Rainfarn“, „Gewöhnliches Leinkraut“, „Drüsiges Springkraut“, „Wechselblättriges Milzkraut“, „Große Sternmiere“, „Gewöhnlicher Wurmfarn“, „Wand-Gelbflechte“ und „Maronenröhrling“ und andere werden in Wort und Bild beschrieben. Neben den Pflanzenmerkmalen findet man noch eine Rubrik mit Wissenswertem. Geschütze Arten erkennt man an einem Symbol. Zum Pflanzenschutz findet man auch noch mal etwas in der Einführung am Anfang des Buches.

Durch das große Format können bis zu zwölf Pflanzen auf einer Doppelseite gezeigt werden. Das ist ausgesprochen praktisch, weil man ähnliche Pflanzen sehr gut vergleichen kann. Die Bestimmung wird so, gerade auch für Laien, sehr vereinfacht. Neben dem Registern mit deutschen und botanischen Namen gibt es noch ein Glossar und auf einer Doppelseite die Erklärungen zu den verwendeten botanischen Grundbegriffen.

Besonders wichtig für so ein Buch sind natürlich die Fotos, geben diese doch erste Orientierung. Sie sind gut ausgewählt und auch die Qualität stimmt. Meist ist es gelungen, die Pflanzen so darzustellen, dass eine Bestimmung zweifelsfrei gelingen sollte. Die kurze, aber sehr prägnante Beschreibung hilft hier auch noch einmal gut weiter. Zudem gibt es viele detaillierte Zeichnungen in den Einführungen zu den Pflanzengruppen. Für Naturfreunde ist das Buch sehr zu empfehlen! Es macht Spaß, damit zu arbeiten.

Rezension von Heike Rau

Heiko Bellmann
Der große Kosmos Pflanzenführer
1200 Arten Mitteleuropas
205 Seiten, 1300 Abbildungen, Sonderausgabe
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440100944
ISBN-13: 978-3440100943

Jörg Zittlau: Jetzt helfe ich mir selbst

Jörg Zittlau: Jetzt helfe ich mir selbst

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Es gibt Tage, da geht es einem nicht so gut. Mit manchen Befindlichkeitsstörungen muss man aber nicht gleich zum Arzt. Linderung kann man sich, wenn es nichts Ernstes ist, trotzdem verschaffen. Viele Hausmittel haben sich bewährt. Darüber Bescheid zu wissen, kann also von Vorteil für die Gesundheit sein.

Der Autor versucht zu erklären, was man selbst behandeln kann. Aber man muss schon einschätzen können, ob ein Arztbesuch nicht vielleicht doch sinnvoller ist. Kann man das, ist das Buch eine große Hilfe bei leichten Beschwerden aller Art. Was kann man machen, wenn die Augen nach einem arbeitsreichen Tag vor dem Computer müde sind? Was tut man, wenn man Halsschmerzen hat oder ein Sonnenbrand quält? Was hilft gegen übermäßiger Schweißbildung, eingewachsene Zehennagel oder niedrigem Blutdruck? Was tut man bei Durchfall, Kopfschmerzen oder einer Zahnfleischendzündung? Nicht immer müssen hier schwere Geschütze aufgefahren werden, damit Besserung eintritt.

Im Buch werden die Beschwerden genau geschildert und dann wird eine Behandlung empfohlen. Naturmedizin und Homöopathie stehen im Vordergrund. Es gibt aber auch Ernährungstipps oder Anwendungen nach Kneipp. Die Möglichkeiten, der Gesundheit auf die Sprünge zu helfen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren sind zahlreich. Manchmal hilft es ja schon, sich einfach etwas Gutes zu tun. Hierzu gibt es viele Tipps im Buch. Die Wärmflasche auf dem Cover ist ein Symbol dafür. Dass man dann doch Krankheiten wie zum Beispiel die Masern im Buch findet, verwundert, zumal hier bei normalem Verlauf eine ärztliche Unterstützung für Kinder nicht für notwendig befunden wird.
Die Texte hat der Autor sehr gut verständlich gehalten. Man kann seinen Ausführungen problemlos folgen. Die inhaltliche Untergliederung nach Beschwerdebildern ist übersichtlich. Es gibt aber auch ein Register, so dass man das Buch gut als Nachschlagewerk benutzen kann.

Rezension von Heike Rau

Dr. Jörg Zittlau
Jetzt helfe ich mir selbst
Die besten Hausmittel für alle Fälle
224 Seiten, gebunden
Südwest-Verlag
ISBN-10: 3517085553
ISBN-13: 978-3517085555

Kevin Brooks: Black Rabbit Summer

Kevin Brooks: Black Rabbit Summer

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Der Sommer ist herrlich langweilig bis Pete von Nicole angerufen wird. Sie lädt ihn ein, mit auf die Kirmes zu kommen. Vorher könnte man sich treffen und mit der alten Clique ein Hüttenfest feiern, so wie früher. Auch wenn es diesmal eine Abschiedsfete werden würde. Denn Pete, Nicole, Erik und Pauly würden nun nach der Schulzeit auseinandergehen.
Pete möchte auch Raymond mit dabei haben. Er zählt den eigenwilligen Jungen, der bei den anderen wenig beliebt ist, zu seinen Freunden und überredet ihn, mit zur Hütte zu kommen.
Auf dem Weg dahin begegnen die beiden Wes Campbell und seinen Kumpanen. Es entsteht eine bedrohlich wirkende Situation. Diesen Unruhestiftern begegnet man nicht gern.
In der Hütte dann ist die Stimmung recht locker. Alkohol und auch ein Joint werden herumgereicht. Man redet über Zukunftspläne. Eric, Pauly und Raymond gehen dann schon vor zur Kirmes, weil Nicole noch mit Pete alleine sein möchte. Die beiden waren früher schon einmal zusammengewesen. Doch eine vertraute Stimmung will sich diesmal nicht einstellen. Nicole verlässt Pete schwer enttäuscht.
Als Pete auf die Kirmes kommt, sieht er Raymond zusammen mit Stella Ross. Sie ist mittlerweile eine Berühmtheit geworden, wenn auch mit sehr zweifelhaften Ruf. Weil Pete weiß, dass Stella nur mit Raymond spielt, holt er ihn von ihr weg. Die beiden besuchen eine Wahrsagerin, die ausgesprochen angstmachende Andeutungen über Raymonds Zukunft macht.
Und dann auf einmal, nach dem Pete auf dem Klo war, ist Raymond verschwunden. Pete muss ihn suchen, doch es geht ihm nicht gut. Wirklichkeit und seltsame Vorstellungen verschwimmen. Am nächsten Tag ist die Katastrophe perfekt. Raymond ist nicht wieder aufgetaucht. Und noch jemand wird vermisst.

Das Buch beginnt harmlos. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Die Geschichte wird von Seite zu Seite unheilvoller. Wobei der Autor das Grauen mit ungeheurer Intensität beschreibt. Man ist als Leser so unglaublich dicht am Geschehen dran, dass es kaum zu glauben ist. Man ist praktisch mit der Hauptperson Pete auf Augenhöhe. Es gibt kein Entkommen. Aber man kann sich ohnehin nicht mehr von der Geschichte lösen, hat man erst einmal angefangen zu lesen.
Sie ist gut ausgedacht und hat Tiefgang. Sie ist aus der Ich-Perspektive Petes geschrieben. Der Blick auf das Geschehen ist also eingeschränkt. Man hat als Leser Informationen nur von einer Seite. Das erhöht die Spannung ungemein. Nichts wird vorweggenommen. Nur was Pete herausfindet ist von Belang. Pete ist ein intelligenter Junge. Man ist beeindruckt von dem, was er tut, um herauszufinden, was geschehen ist. Er will sich nicht aufhalten lassen. Weder von seinen Eltern, noch von seinen Widersachern und auch nicht von Freunden, die in Wahrheit keine sind und nie welche waren. Im Grunde wird Petes bisheriges Weltbild über den Haufen geworfen. Und auch als Leser hat man ordentlich zu knabbern am Verlauf der Geschichte. Man sehnt sich nach einem positivem Ausgang und ahnt doch, dass es den nicht geben kann. Das Buch macht sehr, sehr nachdenklich. Aber man gewinnt durch die Lektüre, weil man dazulernt … Es ist nicht einfach nur irgendeine Geschichte, sondern viel mehr.

Rezension von Heike Rau

Kevin Brooks
Black Rabbit Summer
Aus dem Englischen von Michael Gutzschhahn
528 Seiten, Klappenbroschur
ab 14 Jahren
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423247754
ISBN-13: 978-3423247757

Gesa Glück und Gerhard Glück: Ich mag keine Suppe!

Gesa Glück und Gerhard Glück: Ich mag keine Suppe!

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Freitags gibt es immer Suppe. Die mag Kaspar nicht. Diese Woche ist es Kartoffel-Lauch-Suppe. Während sein Papa mit Appetit löffelt, sitzt Kaspar vor seinem Teller und zieht ein Gesicht. Aber er wird wohl essen müssen, wenn er den leckeren Schokoladenpudding als Nachtisch haben möchte. Kaspar blickt auf seinen Teller und sieht etwas, das da nicht hingehört. Es ist kein Stückchen Lauch, denn es bewegt sich. Kaspar beginnt zu löffeln. Die Suppe muss weg, damit er sehen kann, was es ist. Längst ist der Papa wieder im Arbeitszimmer, als Kasper das kleine, grünmetallisch glänzendes U-Boot entdeckt. Wie er vom Kapitän hört, stammt das Boot von einem kleinen Inselstaat im Pazifik. Dass die Expedition es bis in die Wasserversorgungsanlagen einer Stadt bringen würde und dann sogar bis in eine Suppe, hatte er nicht geahnt. Er und sein Besatzung haben schon Heimweh. Das Boot muss zurück ins Meer, damit die Heimreise angetreten werden kann. Selbstverständlich erklärt Kaspar sich bereit, zu helfen. In seinem Zimmer werden Karten studiert. Doch dann passiert etwas Schreckliches. Das U-Boot rutsch vom Tisch und geht kaputt. Nun ist guter Rat teuer. Da holt Kaspar das Flaschenschiff seines Großonkels vom Regal. Vielleicht kann der Kapitän damit in See stechen.

Man sieht es dem Cover, auf dem ein böse dreinblickender Junge vor einem Teller Suppe sitzt, nicht an, das sich im Inneren des Buches eine so traumhaft schöne und fantasievolle Geschichte befindet. Gerade für kleine Suppenkasper ist das Buch sehr ansprechend. Die ungeliebte Suppe wird zur Grundlage für spannendes Geschichtenerfinden.
Über das, was der kleine Kaspar da erlebt, kann man wirklich nur staunen. Die Geschichte ist in ihrem Verlauf für Kinder eine Überraschung. Da macht das Vorlesen auch den Erwachsenen Spaß. Die Bilder sind recht dunkel gehalten, aber dennoch betrachtet man sie gern.
Und am Ende steht die Erkenntnis, das Suppe vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie geglaubt. Nur interessant gemacht, muss sie schon sein! Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Rezension von Heike Rau

Gesa Glück / Gerhard Glück
Ich mag keine Suppe!
40 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311451
ISBN-13: 978-3830311454

Emma Clayton: Die goldenen Türme

Emma Clayton: Die goldenen Türme

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Ellie ist es gelungen, mit einem Pod-Fighter von der Raumstation im Orbit zusammen mit ihrem Kapuzineräffchen zu fliehen. Mal Gorman ist entrüstet. Nie hätte er dem Mädchen so etwas zugetraut. Er ordnet an, dass Ellie und das Äffchen getötet werden. Elli darf keine Gelegenheit bekommen, mit jemanden zu sprechen. Schließlich ist sie eine Mitwisserin. Außerdem ist die Gefahr zu groß, dass sie auch noch hinter das Geheimnis kommt.
Ellie ist auf dem Weg nach London. Hier lebt ihre Familie. Es scheint, dass sie ihren Verfolgern gewachsen ist, sie schüttelt diese immer wieder ab. Doch dann wir ihr Pod-Fighter abgeschossen. Elli und das Kapuzineräffchen überleben. Mal Gorman gelingt es nicht das Mädchen, das über seltsame übernatürliche Kräfte verfügt, zu töten. Und doch bricht Mal Gorman ihren Willen, indem er damit droht, ihre Familie umzubringen. Zu ihrem Entsetzen offenbart er ihr, dass sie bald neue Freunde haben wird, weil er beabsichtigt, noch weitere Kinder zu entführen.

Die Eltern glauben, Ellie sei tot. Ihr Zwillingsbruder Mika aber weiß, dass Ellie lebt. Er hat es im Gefühl. Er hat die Gefahr gespürt, in der Ellie bei ihrer Flucht war. Mikas Leben ist von Regeln bestimmt. Seit der Tierpest leben die Menschen hinter einen großen Mauer. Jeder Tag ist ein Überlebenskampf. Die Kinder sind kaum leistungsfähig. Die Ernährung ist mangelhaft. Mika zeigt Verhaltensauffälligkeiten, außerdem wird er von Albträumen und Visionen geplagt. Dem neuen Fit-Mix zur Behebung von Mangelerscheinungen steht er misstrauisch gegenüber. So wird er gezwungen, das Getränk zu sich zu nehmen. Nur seiner Psychologin kann er sich anvertrauen. Sie ist die Einzige, die ihn versteht. Ablenkung im Alltag bringt ein für die Kinder interessantes Spiel. Doch sie werden zu Konkurrenten, als ein Wettbewerb ausgetragen wird. Es werden interessante Gewinne in Aussicht gestellt. Bald stellt sich raus, dass der Zweck des Spiels ein ganz anderer ist.

Das Buch beginnt sehr spannend mit einer Verfolgungsjagd. Schon auf den ersten Seiten entwickelt man also ein Interesse am Buch und wird auch später nicht enttäuscht. Die Autorin beweist sehr viel Fantasie, auch was die Kulisse betrifft, vor der die Geschichte spielt. Es ist ein sehr dramatisches Szenario, das nach und nach aufgebaut wird. Die Menschheit wird manipuliert und getäuscht von einzelnen Personen, ohne es zu bemerken und ohne Misstrauen zu entwickeln. Erst die Kinder und hier insbesondere Mika und Ellie stellen dieses Weltbild infrage. Damit geraten sie in größte Gefahr, denn mit ihren Gegnern ist nicht zu spaßen. Mal Gorman ist ein gewissenloser, egoistischer und gewaltbereiter Mann mit sehr viel Macht. Und so wird die Handlung immer dramatischer. Die Geschichte ist gut gemacht, auch wenn man hin und wieder das Gefühl hat, dass sie zu lang ist. Es gibt einige Durststrecken zwischendurch, die aber zum Glück dann wieder von spannenden Szenen abgefangen werden oder von neuen Details, die neugierig machen. Auch der Schreibstil der Autorin rettet über die Längen hinweg. Das Buch liest sich flüssig. Das Thema im Hintergrund steckt man nicht so leicht weg. Die Geschichte stimmt nachdenklich. Das ist gut, denn so bleibt etwas vom Buch zurück.

Rezension von Heike Rau

Emma Clayton
Die goldenen Türme
Aus dem Englischen von Wolfram Ströle
508 Seiten, gebunden
ab 11 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473347396
ISBN-13: 978-3473347391

Genuss-Schule – Desserts & Kuchen

Genuss-Schule – Desserts & Kuchen

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Wer Süßes mag, kommt an Kuchen und Dessert nicht vorbei. Im vorliegenden Buch gibt es Rezepte für beides. Im ersten Kapitel wird aber erst einmal der Weg „Vom Teig zum Backwerk“ beschrieben. Auch wenn zum Beispiel ein Rührteig sehr einfach zuzubereiten ist, so gibt es doch einige Tipps und Tricks, die ihn besonders locker und saftig machen. Versuchen kann man sich auch an Biskuitteig, Brandteig, Hefeteig, Mürbeteig, Strudelteig, Quark-Öl Teig oder Blätterteig. Wer es aufwändig mag, probiert die „Maronen-Käsesahne-Torte“. Sehr einfach dagegen ist die „Stachelbeertarte mit Olivenölstreuseln“. Und wer gar keinen Teig rühren will, nimmt TK-Blätterteig für die „Holländische Kirschschnitte.“

Weiter geht es mit „Cremes & Mousses“. Hier findet man unter anderem die „Créme caramel mit Erdbeersauce“. Unter „Eis & Sorbets“ ist das „Buttermilch-Rhabarber-Eis“ eine Empfehlung wert. Bei „Süßspeisen & Puddings“ findet man nicht nur „Dampfnudeln mit Apfel-Holunder-Kompott“, sondern auch „Quarkkeulchen mit Apfelsorbet und Kirschkompott“. Die Quarkkeulchen habe ich ausprobiert. Wirklich lecker!

Die Auswahl an Rezepten gefällt gut. Gerade auch weil man viele süße Klassiker darin findet, die wirklich nicht in Vergessenheit geraten sollten. Aber auch wer Neues ausprobieren will, wird natürlich fündig.
Etwas schade ist es, dass es direkt unter den Ausführungen zu den verschiedenen Teigen keine Querverweise zu den entsprechenden Rezepten gibt. Hat man einen Teig gefunden, den man ausprobieren möchte, muss man ein dazupassendes Rezept erst suchen. Und wo findet man eigentlich das Rezept zur Biskuitrolle vom Cover?

Das Buch ist auch für Anfänger geeignet. Mit den guten Erklärungen sollte auf alle Fälle ein einfacher Rührkuchen gelingen. Und wer die Herausforderung liebt, probiert sich an einer Torte aus, auch wenn es Übung braucht, um sie so hinzukriegen, wie auf dem Foto. Diese Bilder sind nämlich perfekt. Es wird also nicht leicht, sich daran zu messen.

Im Buch gibt es aber noch mehr zu entdecken. Zwischen den Rezepten findet man immer wieder Extra-Seiten. Hier erfährt man zum Beispiel, wie man Pralinen selbst herstellt oder wie man mit Sahne oder Buttercreme Torten perfekt dekorieren kann. Rezepte, Küchenwissen und Warenkunde bilden in diesem Buch also eine Einheit. Und das überzeugt dann doch!

Rezension von Heike Rau

essen & trinken (Hrsg.)
Genuss-Schule – Desserts & Kuchen
144 Seiten, gebunden
Südwest Verlag
ISBN-10: 3517085820
ISBN-13: 978-3517085821

Anne Rogge: Herbst – Winter – Gemüse

Anne Rogge: Herbst – Winter – Gemüse

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Gerade im Winter findet man unter dem einheimischen Gemüsesorten reichlich Auswahl. Doch was fängt man an mit Kohlkopf oder Roter Bete? Was kann man mit Kartoffeln machen, damit sie weniger langweilig erscheinen? Für manche Gemüsesorten wie Pastinaken oder Topinambur hat man gar kein Rezept mehr!

Da kommt das Buch „Herbst – Winter – Gemüse“ gerade recht. Hier werden die Klassiker unter den Gemüsesorten präsentiert. Man kann sie also neu kennenlernen oder wiederentdecken, alte Rezepte ausprobieren oder die Gemüsesorten nach neuen zubereiten. Ganz nebenbei kann man damit auch etwas für die Umwelt tun. Die Gemüsesorten sind von hier, kommen also aus regionalem Anbau.

Das Buch ist nach Gemüsesorten gegliedert. Den Anfang macht die Rote Bete. Es folgen Kürbis, Kartoffel, Kohl, Rüben, Topinambur, Wintersalate und Pastinake. Interessant sind die „Rote-Bete-Schnitzel mit Walnusskruste“. Die Ofenkartoffel wird im neuen Gewand mit Rapunzeln serviert. Ein Klassiker ist „Die obligatorische Kürbissuppe“. Der „Krautsalat“ wird mit Clementine und Walsnussöl verfeinert. Die althergebrachte Kartoffelsuppe wird zum raffinierten „Kartoffelgulasch“.

Die „Linguine mit Zitronenwirsing“ sah so lecker aus auf dem Foto, dass ich dieses Rezept gleich ausprobiert habe. Es ist ganz leicht nachzukochen und schmeckt toll. Die leichte Zitronennote in der Sahnesoße passt wunderbar zum Kohl. Dazu kommt, dass man das Rezept leicht abwandeln kann, je nachdem, was man zu Hause hat. Eine andere Nudelsorte oder andere Kerne zum Überstreuen, statt die der Sonnenblume, sind kein Problem.

Das Gemüse-Kochbuch lässt sich in der kalten Jahreszeit also ganz wunderbar nutzen. Die einheimischen Gemüsesorten lassen sich vielfältiger verwenden, als mancher vielleicht glaubt. Auch in Vergessenheit geratenen Sorten kommen wieder auf den Tisch. Jede Gemüsesorte wird im Buch beschrieben, ehe sie verarbeitet wird. So erfährt man zum Beispiel auch etwas über die wertvollen Inhaltsstoffe. Wer Wert auf eine gesunde Ernährung legt, kann seinen Speiseplan mit den Rezepten wunderbar erweitern.

Rezension von Heike Rau

Anne Rogge
Herbst – Winter – Gemüse
Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage
122 Seiten, gebunden
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 344011614X
ISBN-13: 978-3440116142

Konrad Soyez / Dieter Baier: Weniger Abfall, mehr Wert

Konrad Soyez / Dieter Baier: Weniger Abfall, mehr Wert

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Dass wir etwas für unsere Umwelt tun müssen, wissen wir. Die Strategie im Umgang mit Müll lautet „Vermeiden – Verwerten – Entsorgen“. Jeder einzelne Haushalt kann seinen Beitrag leisten. Das Buch bietet hier Information und Unterstützung.

Erklärt wird, wie man Müll vermeiden kann. Das fängt schon beim Einkauf von Lebensmitteln an, zum Beispiel indem man Verpackungsmüll vermeidet, wo es geht. Außerdem muss man lernen bedarfsorientiert einzukaufen. Oft wird viel zu viel weggeschmissen, weil man falsch geplant hat oder sich vom reichhaltigen Angebot verführen lassen hat. Es sollte nur gekauft werden, was man wirklich braucht. Beratung findet man im Buch aber auch zu anderen Waren des täglichen Bedarfs, etwa zu Pflege- und Kosmetikprodukten.
Bei größeren Anschaffungen wie Haushaltsgeräten sollte man überlegen, was man wirklich braucht, ob sich vielleicht eine Reparatur des Altgerätes lohnt oder ob man auch auf Gebrauchtwaren zurückgreifen kann. Muss es etwas Neues sein, gibt es Produktkennzeichnungen und Gütesiegel, die Orientierung geben. Auch die Ökobilanz ist eine gute Hilfe.

Natürlich lässt Müll sich nicht ganz vermeiden. Im Buch wird erklärt, was damit passiert, was wiederverwertet werden kann und was tatsächlich dann als Restmüll bleibt. Recycling ist ein Stichwort, auf das im Buch eingehend eingegangen wird. Bei der Entsorgung kommt es auf die Umweltverträglichkeit an. Im Buch findet man einen Abfallwegweiser zur Orientierung. Fragen, wohin was kommt, werden geklärt. Nach der Lektüre des Buches sollte jeder wissen, was in den gelben Sack oder die gelbe Tonne, die Biotonne, zum Altpapier in die Glasbehälter in den Restmüll oder zum Schadstoffmobil kommt. Gesetzliche Regelungen für die verschiedenen Abfallarten werden auch noch mal in Kurzform in einer Tabelle dargestellt.

Die Autoren erklären sehr gut, wie Müllvermeidung aussehen kann. Dabei wird gezeigt, wie sich das direkt auswirkt. Man sieht also, was es bewirkt, wenn man Anstrengungen unternimmt, seinen Haushalt hier neu zu organisieren. Das ist gar nicht so schwer. Es gibt Checklisten, die zeigen, wo man steht. Es ist ein gutes Gefühl etwas für die Umwelt zu tun und auch noch den ein oder anderen Euro zu sparen.
Das Buch ist sehr informativ. So liest man beispielsweise was es mit dem Öko-Fußabdruck auf sich hat, wie das Prinzip der Nachhaltigkeit aussieht, was der Grüne Punkt bedeutet und was im Abfallrecht festgelegt wird.
Trotz der umfassenden Darstellung des Themas sind die Texte sehr gut verständlich geschrieben. Die Seiten sind zudem übersichtlich gestaltet. Bildmaterial ist reichlich vorhanden.
Das Buch sollte in keinem Haushalt fehlen. Man kann es nach der Lektüre auch gut als Nachschlagewerk benutzen.

Rezension von Heike Rau

Konrad Soyez / Dieter Baier
Weniger Abfall, mehr Wert
DIN-Ratgeber
144 Seiten, broschiert
Beuth Verlag
ISBN-10: 3410174680
ISBN-13: 978-3410174684

Andreas Bärtels: Gehölze von A – Z

Andreas Bärtels: Gehölze von A – Z

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Gehölze sind aus unseren Gärten und Parks nicht wegzudenken. Allerdings gibt es so viele Arten, das man hier wohl kaum den Überblick behalten kann. „Gehölze von A – Z“ hilft hier Hobby- und Berufsgärtnern weiter. 1500 Bäume und Sträucher werden vorgestellt.

Zunächst kann man sich aber mit den ersten Kapiteln, die von Dorothea Haag verfasst wurden, beschäftigen. Hier geht um die Gartengestaltung. Viele mögliche Gartensituationen werden angesprochen. Wer bestimmte Gartenräume schaffen möchte, findet hier Anregungen. Weiter geht es mit Informationen rund um die Gehölzpflege. Hier erfährt man beispielsweise, wie man pflanzt oder wie ein Gehölzschnitt auszusehen hat.

Die Beschreibung der Gartengehölze nimmt den größten Teil des Buches ein. Über 1500 Laub- und Nadelgehölze, Kletterpflanzen, sowie Bambus findet man im Buch. Geordnet sind diese in der alphabethischen Reihenfolge der botanischen Namen. Die Bilder sind ebenfalls mit dem wissenschaftlichen Namen unterzeichnet. Erst im Porträt findet man den deutschen. Die Beschreibung erfolgt in Stichworten wie Aussehen, Verwendung, Standort, Pflege und Vermehrung.

Das Buch ist beeindruckend. Die Auswahl an Gehölzen gefällt gut. Man findet oft auch verschiedene Sorten einer Art und hat so grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten. Die Vielfalt an Clematis-Sorten oder verschiedener Rosen sind nur zwei Beispiele.
Blättert man im Buch fallen die vielen besonderen Gehölze auf, wie beispielsweise der Bodnant-Schneeball, der im Winter blüht oder die Scharlach-Eiche mit ihrer leuchtend roten Blattfärbung im Herbst.

Es gibt sehr viel Bildmaterial. Meist sind das erstklassige Fotos. Nur hin und wieder hat sich ein verschwommen wirkendes dazwischen geschlichen. An die Aufteilung der Seiten muss man sich auch erst gewöhnen. Dafür wurde jeder Zentimeter gut ausgenutzt und auch die verwendete Schriftgröße liest sich gut. Auf den letzten Seiten findet man den Serviceteil mit Bezugsquellen. Ein Register der wissenschaftlichen und deutschen Pflanzennamen ist ebenfalls vorhanden.

Rezension von Heike Rau

Andreas Bärtels
Gehölze von A – Z
1500 Bäume und Sträucher
286 Seiten, 800 Farbfotos, 23 Zeichnungen
Eugen Ulmer Verlag
ISBN-10: 3800158493
ISBN-13: 978-3800158492

Andreas Gößling: Die Dämonenpforte

Andreas Gößling: Die Dämonenpforte

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Weil Marthelm Hegendahl verstorben ist, kommen Marian und seine Mutter zur Beerdigung nach Croplin. Marian ist seinem Urgroßonkel nie begegnet. Er weiß jedoch, dass er an Dämonen, Zeitreisen und Magie so interessiert war, wie er selbst. Mutter und Sohn hoffen auf eine kleine Erbschaft, sie hätten ein bisschen finanzielle Unterstützung bitter nötig. Der Plan geht allerdings nicht auf. Vielmehr erbt die „Loge zu den Spiegeln des Lichts“. Allerdings übergibt der Logenmeister Dr.Godobert während des Leichenschmauses im Hinterhof des „Moorgrafen“ heimlich einen Umschlag an Marian.
Der Urgroßonkel spricht in seinem Brief von einem Fluch. Marian soll nun berufen sein, diesen zu brechen.
Dem Brief liegt ein seltsamer Gegenstand bei. Marthelm nennt ihn Talmibro. Er sieht einer Muschel ähnlich. Aufgeklappt wird der Gegenstand zu einem Spiegel, einer Art Durchgang in die Vergangenheit.
Marian reißt es hinein in das Talmibro. 333 Jahre verschlägt es ihn zurück in die Vergangenheit und direkt hinein in den jungen Famulus Julian. Der junge Mann hält Marian fortan für sein Gewissen, das zu ihm spricht. Mehr vermag Marian nicht. Er kann Julian nicht steuern. Aber was er durch seine Augen sieht, kann ungewöhnlicher kaum sein.
In der Gegenwart ist Julians einzige Vertraute die mysteriöse Billa, die draußen bei den Waldfrauen ihre Ferien verbringt und die hier nach ihrem Bruder sucht, der einst im Bannwald verschwand.
Beide zusammen versuchen das Geschehen aufzuhalten. Das Wiedererwachen der vor 333 Jahren erschaffenen Golems muss verhindert werden.

Die Geschichte ist eine echte Überraschung. Mit Geisterbeschwörung, Alchemie, Spuk, Magie und Hexenzauber bringt der Autor dem Leser ordentlich das Gruseln bei. Dabei hat das Buch auch noch richtig Tempo, so dass man kaum zum Atemholen kommt. Die Spannung ist nicht zu überbieten. Man wird in eine Abenteuer hineingezogen, dem man sich nicht entziehen kann. Kleine Pausen werden einem aber hin und wieder durch humorvolle Szenen gegönnt oder Ausdrücke, wie sie ein 15jähriger eben verwendet, der auf dem Laufenden ist.
Dass die Sprache manchmal stolpert und der Textfluss etwas hängt, wird unbedeutend. Die Geschichte ist gut ausgedacht. Alte Legenden werden genauso eingewoben wie geschichtliche Tatsachen. Der Rest ist reine Fantasie und trotzdem so unglaublich gut nachvollziehbar.
Marian ist eine Figur, der man gerne folgt. Unvoreingenommen geht er an die Sache heran und ist bereit zu glauben, was er sieht und seine Skepsis beiseite zu schieben. Nur so ist es überhaupt auch möglich, dass er sich in Billa verliebt. Das verleiht der Geschichte eben auch Romantik. Auf diese Art und Weise wird der Autor ein breites Publikum für sein Buch finden und das sollten längst nicht nur Jugendliche sein. Auch für Erwachsene hat das Buch seinen Reiz.

Rezension von Heike Rau

Andreas Gößling
Die Dämonenpforte
512 Seiten, Klappenbroschur
ab 12 Jahren
cbt Verlag, München
ISBN-10: 3570304914
ISBN-13: 978-3570304914