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Autor: hera

Ira König: Zitronengras und Rosenduft – Seife, Raumduft & Co. Selber machen

Ira König: Zitronengras und Rosenduft – Seife, Raumduft & Co. Selber machen

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Mit Naturkosmetik liegt man voll im Trend. Überall gibt es diese handgemachten kleinen Badepralinen, Naturseifen und Körperöle auf Basis natürlicher Rohstoffe. Man kann diese Pflegeprodukte aber auch gut in der heimischen Küche herstellen. Der Vorteil ist, dass man sich kreativ betätigen und eigene Vorstellungen umsetzen kann.

Bei den ersten Versuchen, ist es natürlich hilfreich, eine einfache Anleitung zu benutzen. Diese bietet Ira König mit ihrem Buch. Die Zutatenlisten sind recht übersichtlich und die Zutaten über Apotheke, Drogerie und Internet leicht zu beschaffen. Die Anleitungen sind kurz und übersichtlich und damit gut nachvollziehbar und unkompliziert nachzuarbeiten. Mengenmäßig ist das Ganze so bemessen, dass man dann einen überschaubaren Vorrat hat.

Sehen wir uns die Seifen näher an. Verwendet werden Seifenflocken oder Gießseife. Beides lässt sich gut verarbeiten. Weiterhin beispielsweise Seifenfarben, getrocknete Blüten und Kräuter und naturreine ätherische Öle. Daraus entstehen dann Kreationen wie „Orientalische Lavendelpralinen“, „Frische Zitruskugeln“, „Hafermilchkugeln mit Honig“ oder „Herzige Rosenseifen“.

Weiterhin gibt es herrliche Körper- und Massageöle, darunter ein Antistress-Massageöl, Duschbäder wie Rosen-Duschgel, Badezusätze, darunter ein Entspannungsbad mit Kamille und auch Potpourris und Duftsäckchen, darunter ein Sommerpotpourri zur Raumbeduftung und ein Duftsäckchen für den Wäscheschrank.

Im Buch sind sehr schöne Fotos, so dass man sieht, wie die fertigen Kreationen aussehen werden. Es sind wirklich schöne Anregungen dabei und das macht Lust aufs Ausprobieren und Nacharbeiten. Dabei sind die Rezepte auch für Anfänger geeignet. Die Wellnessprodukte kann man natürlich für sich selbst herstellen, sie sind aber auch als persönliche Geschenke sehr gut geeignet.

Rezension von Heike Rau

Ira König
Zitronengras und Rosenduft – Seife, Raumduft & Co. Selber machen
Fotos von Chandima Soysa
88 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799502378
ISBN-13: 978-3799502375
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Claudia Rusch: Zapotek und die strafende Hand – Der erste Fall

Claudia Rusch: Zapotek und die strafende Hand – Der erste Fall

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Henning Zapotek, eigentlich Kriminalhauptkommissar in Hamburg, hat sich eine Auszeit genommen, um Richtung Nordpol zu segeln. Doch zunächst hat er sich um andere Dinge zu kümmern. Der Mieter seines Elternhauses, Ingo Scheel, hat sich erhängt. Möglicherweise hat er den tödlichen Arbeitsunfall seines Vaters in der Bootsbrauerei nicht verkraftet. Das Haus in Klokenzin bei Stralsund muss nun jedenfalls verkauft werden.

Dass er wieder im Ort ist, gibt ihm die Möglichkeit einige Dinge zu regeln. Vor 27 Jahren ist er in den Westen, ohne sich von seiner Freundin zu verabschieden. Nun sieht er Ulrike Torstensen wieder. Die alte Liebe ist noch da, aber beide sehen die Dinge nun realistischer.

In der Nacht muss jemand ins Haus eingestiegen sein. Ingos Zimmer wurde durchsucht und die Katze hat Zapotek im Vorratsraum eingeschlossen vorgefunden. Anzeige erstatten will er allerdings nicht, er beschließt, das Problem selbst zu lösen. Seine Ermittlungsarbeiten werden allerdings nicht gern gesehen, schon gar nicht von Hermann Klöver, dem die Bootsbauerei gehört. Er stellt sich Hennig Zapotek mit aller Macht entgegen. Und mit seiner Mutmaßung, dass da mehr dahintersteckt, liegt Zapotek nicht falsch, auch wenn er auf die falsche Fährte gerät.

Der Krimi liest sich leicht und unterhält gut. Henning Zapotek ist eine interessante Persönlichkeit, auch weil er nicht als Held dargestellt wird, sondern als Mensch mit Ecken und Kanten. Er verbucht nicht nur Sympathiepunkte für sich und er handelt auch schon mal entgegen der Vorschriften, an die er eigentlich als Kriminalhauptkommissar gebunden sein sollte. Für das Sabbatjahr nimmt er sich Freiheiten heraus.

Alles dreht sich um den Unfall in der Bootsbauerei, der möglicherweise keiner gewesen ist und um das seltsame Verhalten Hermann Klövers, der sich immer mehr verdächtig macht. Interessant ist das Umfeld, in dem die Handlung spielt, ein abgelegenes Dorf. Erwähnenswert ist auch der alte Nachbar von Zapotek, Kurt Jansen, der alles beobachtet und alles weiß und mit seinen spitzfindigen Bemerkungen immer goldrichtig liegt. Das alles zusammengenommen macht das Buch spannend.

Rezension von Heike Rau

Claudia Rusch
Zapotek und die strafende Hand – Der erste Fall
288 Seiten, Klappenbroschur
Mareverlag
ISBN-10: 3866481721
ISBN-13: 978-3866481725
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Nicole C. Vosseler: In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler: In dieser ganz besonderen Nacht

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Amber Seemann zählt die Tage bis sie achtzehn ist und sie nach Deutschland zurückkehren kann. Nach dem Tod ihrer Mutter musste sie zu ihrem Vater nach San Francisco ziehen. Der Verlust der Mutter setzt ihr schwer zu, wie sollte es anders sein. Die fremde Umgebung ist auch nicht leicht zu akzeptieren, auch wenn ihr Vater Ted sein Möglichstes gibt, ihr das neue Zuhause so angenehm wie es geht, zu gestalten. In der der Schule gewöhnt sich Amber dann relativ schnell ein. Doch sich in einer so großen Stadt zurechtzufinden, verlangt ihr einiges ab.

Nach einem Überfall flüchtet sie sich in ein verlassenes Haus und kann so ihre Verfolger abschütteln. Das Haus übt eine Faszination aus, die sich kaum beschreiben lässt. Amber fühlt sich sofort hier wohl. Jeden Tag nach der Schule kommt sie nun in das alte, stille Haus, wo sie endlich so etwas wie Ruhe findet. Sie ahnt nicht, dass sie nicht allein ist, bis Nathaniel sich ihr zeigt. Sie hält ihn für einen Obdachlosen, doch in Wahrheit ist er eine verlorene Seele. Dennoch verliebt sie sich in ihn.

Die Geschichte ist überaus anrührend. Amber ist ein sehr verletzlicher und liebevoller Mensch. Sie versucht mit der Trauer um ihre Mutter weiterzuleben, so gut es geht. Vielleicht ist es ihre Fantasie, die sie Geister sehen lässt. Vielleicht ist es Sehnsucht oder ihre Einsamkeit. Aber es gibt noch andere, die wie sie sehen können oder zumindest an Geister glauben und die ihre Freunde werden und sie auffangen. Dieser Prozess wird sehr schön beschrieben im Buch. Die Autorin findet auf eine sensible Art und Weise die richtigen Worte, schreibt voller Gefühl und mit Melancholie. Das beeindruckt sehr.

Die romantische und sehr fantasievolle Geschichte geht zu Herzen. Sie ist auch ein bisschen kitschig, ja. So aber wird sie zu einem sehr intensiven Leseerlebnis. Erzählt wird dabei in zwei Strängen parallel, so dass beide Sichtweisen, die Ambers und die Nathaniels, begreifbar werden und man sich perfekt in beide hinein fühlen kann. Auch am Ende geht der Autorin die Luft nicht aus und so hat die Geschichte einen Schluss, der fast schon zu schön ist, um wahr zu sein.

Rezension von Heike Rau

Nicole C. Vosseler
In dieser ganz besonderen Nacht
576 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 357015534X
ISBN-13: 978-3570155349
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Patty Cassidy: Entspanntes Gärtner für Senioren

Patty Cassidy: Entspanntes Gärtner für Senioren

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Wenn man aus dem Berufsleben geht, hat man endlich ausreichend Zeit für Freizeitaktivitäten. Auch der Garten bietet viel Abwechslung. Leider steht es mit den Kräften nicht mehr so gut wie in jüngeren Jahren und auch die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Hier setzt das Buch an. Anliegen der Autorin ist es, Hilfestellung zu geben und Methoden, Tipps und Werkzeuge vorzustellen, die die Arbeit erleichtern. Dabei geht es auch um die eigene Einstellung. Gelassen zu bleiben, sich an die Gegebenheiten anpassen und auch mal Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist ein guter Weg, sich die Freunde an der Gartenarbeit, die man noch tun kann, zu erhalten.

Genau wie man eine Wohnung seniorengerecht gestalten kann, kann man auch einen Garten nach und nach den veränderten Bedürfnissen anpassen. Hier kann man die Überlegungen der Autorin annehmen, die bewirtschafteten Flächen zu verkleinern, in Hochbeeten Pflegeleichtes anzubauen, Wege zu verbreitern, Stolperfallen zu beseitigen und schöne Sitzgelegenheiten zu schaffen. Was auch mit körperlichen Einschränkungen noch möglich ist, beschreibt die Autorin. Sie kennt die Hilfsmittel, die ein leichteres Arbeiten ermöglichen und weiß, was die Freude am Gärtnern erhält. Der gesundheitlichen Vorteil, den die Arbeit oder den Aufenthalt im Freien mit sich bringt, wird aufgezeigt.

Das Buch ist sehr inspirierend. Der Leser erhält viele Tipps, darunter auch sehr spezielle zur Gartenarbeit und den verwendeten Geräten. Auch wenn man nur noch Balkon oder Terrasse hat, kann man sich mit Hilfe des Buches ein kleines Pflanzenparadies schaffen. Angesprochen fühlen sollen sich auch Senioren, die sich zum ersten Mal gärtnerisch betätigen wollen. Hobbygärtner mit Erfahrungen können diese Seiten natürlich überblättern, denn hier geht es um grundsätzliches Wissen, Tipps für Anfänger und auch die Pflanzenauswahl. Es gibt sogar einen kleinen Pflanzenführen.

Es gibt ausgesprochen viele Fotos im Buch. Die Models entsprechen der Zielgruppe. Die Bilder vermitteln aber auch sehr schön die Freude am Gärtnern. Die Texte sind sehr verständlich geschrieben und auch ausführlich gehalten. Inhaltlich ist das Buch ausgewogen, weil es erfahrene Hobbygärtner und auch Anfänger anspricht.

Rezension von Heike Rau

Patty Cassidy
Entspanntes Gärtner für Senioren
Wie man sich im Alter sein grünes Paradies erhält
Mit Fotos von Mark Winwood
246 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800178389
ISBN-13: 978-3800178384
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Gaby Neumayer: Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald

Gaby Neumayer: Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald

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Es soll der wirklich allerletzte Umzug sein. Undercover City ist eine geheime Stadt, die perfekt abgeschirmt ist. Ehemalige Agenten finden hier einen sicheren Unterschlupf, und mit ihnen Emily Brown, deren Eltern legendäre Agenten sind oder waren, wie die Tochter nun weiß.
Das Haus sieht fast wie ein kleines Schloss aus. Dahinter beginnt direkt der Pinienwald. Als die Eltern zum Einkaufen fahren, bricht Emily auf, um den Wald zu erkunden.
Sie lernt hier draußen John kennen und später dann Jack O´Malley, der in einem Holzhaus lebt. Hier hört sie von wirklich seltsamen Vorgängen im Wald. Obwohl sie gewarnt ist, will sie der Sache auf die Spur gehen.
Allerdings wird später in der Schule ein offizielles Verbot ausgesprochen und der Wald überwacht. Nur Taylor könnte noch unbemerkt in den Wald hinein, weil sie keinen Chip trägt. Da sie weiß, wie man diesen entfernt, ist Emily allerdings auch bald ihren Chip los, genau wie John. Doch die Sache ist schwieriger als gedacht, denn das, was da im Wald sein Unwesen treibt, scheint unsichtbar zu sein.

Das Buch ist für Kinder ab acht Jahren gedacht und gut auf diese Zielgruppe abgestimmt. Drei Freunde versuchen einem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was dahinter steckt, ist wirklich spannend und lässt die Kinder interessante Abenteuer erleben.
Gut gefällt der Rahmen, in den die Geschichte eingebettet ist. Undercover City ist anders als andere Städte. Jeder Bewohner hat eine Vergangenheit als Agent und Fähigkeiten und Marotten aus dieser Zeit zurückbehalten. Der eine oder andere schleppt Geheimnisse mit sich herum. Es kommt zu urkomischen Szenen.
Und natürlich haben die Kinder auch einiges von ihren Eltern geerbt. Sie sind neugierig, mögen Abenteuer und gehen gerne Wagnisse ein.
Das macht die Geschichte spannend im Verlauf. Gute Unterhaltung kommt hier also nicht zu kurz.
Mit im Buch sind einige Zeichnungen, die das Geschehen besser vorstellbar machen.

Rezension von Heike

Gaby Neumayer
Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald
Mit Illustrationen von Sebastian Meyer
224 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407820267
ISBN-13: 978-3407820266
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Juliane Neumann und Alexandra Medwedeff: Grüner kochen!

Juliane Neumann und Alexandra Medwedeff: Grüner kochen!

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Dass es besser ist, nicht ganz so viel Fleisch zu essen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und bei dem, was man an Fleisch isst, solle man auf die Herkunft achten. Biofleisch ist allerdings teuer. Aber es muss ja nun wirklich nicht jeden Tag auf den Tisch.
Mit dem Buch kann man Essgewohnheiten ändern. Fleisch wird zum Sonntagsbraten und die Reste werden am Montag verarbeitet. Freitags gibt es Fisch und an den restlichen Tagen steht viel Gemüse auf dem Speiseplan.

Das Buch ist dementsprechend aufgeteilt. Den Anfang machen „Kleine Köstlichkeiten“ mit Gurkencremesuppe, Kürbismaisbrot mit Honigbutter und Melonensalat mit Minze.
Weiter geht es mit „Gemüse in der Hauptrolle“. Hier findet man Spinattartelettes mit Ziegenfrischkäse, Polentaklößchen mit mediterranem Gemüse, Pizzavariationen und Gnocchi mit Pfifferlingen.
In „Freitagsfisch“ kann man sich für Forelle in Balsamico-Marinade, Salat mit Roter Bete und geräucherter Makrele oder Fischsuppe entscheiden.
Unter „Sonntagsbraten“ gibt Huhn in Kräuterkruste und Rinderbraten mit Schokokruste. Hier findet man auch die Montagsgerichte in denen Fleischreste vom Sonntag verarbeitet sind.
Der Vollständigkeit halber gibt es auch ein Kapitel für „Süße Genüsse“ mit Fruchtsorbets, Vanillecreme mit Rosmarinheidelbeeren und Zitronen-Mohn-Muffins.

Die Autorinnen stellen im Buch sehr schön dar, warum sie ihren Fleischkonsum einschränken möchten. Aspekte, die besprochen werden sind Gesundheit, Tierhaltung und die Umwelt.
Die Rezepte sind relativ einfach gehalten. (Beim Sonntagsbraten darf es natürlich etwas aufwändiger sein.) Gekocht wird nach Möglichkeit saisonal und natürlich vorzugshalber mit regionalen Zutaten. Satt wird man trotzdem. Es kommt ja nicht nur Gemüse auf dem Tisch, sondern immer auch eine gute Sättigungsbeilage. Wer mehr möchte oder Gäste zu bewirten hat, kann ein Menü aus Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch zubereiten. Beispielhafte Wochenmenüs für die vier Jahreszeiten gibt es auf den letzen Seiten des Buches.

Gut gefällt, dass die Autorinnen auf jedes Rezept geschmacklich einstimmen. Ansonsten sind die Rezeptanleitungen übersichtlich und gut nachvollziehbar. Außerdem gibt es viele sehr gut gemachte Fotos im Buch.
Durch die gelungene Aufmachung ist das Kochbuch auch ein schönes Geschenk für alle, die gerne ebenfalls weniger Fleisch in ihrem Speiseplan haben möchten.

Rezension von Heike Rau

Juliane Neumann und Alexandra Medwedeff
Grüner kochen!
Weniger Fleisch – Mehr Genuss
160 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799502289
ISBN-13: 978-3799502283
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Claudia Piñeiro: Betibú

Claudia Piñeiro: Betibú

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Die Hausangestellte des Unternehmers Pedro Chazarreta macht eine grausige Entdeckung, als sie den Mann tot im Haus vorfindet. Mit aufgeschlitzter Kehle sitzt er im Sessel. Schon vor drei Jahren gab es einen Todesfall im Haus. Da verunglückte seine Frau Gloria Echagüe und zog sich beim Sturz durch die Terrassentür eine Schnittverletzung am Hals zu, an der sie starb. Chazaretta geriet allerdings unter Mordverdacht, nur konnte ihm dieses Verbrechen nicht mit allerletzter Sicherheit nachgewiesen werden.

Jaime Brena ist Reborter beim „Tribuno“. Früher wäre der Mord an Chazarreta in sein Ressort gefallen. Doch er ist für weniger Wichtiges abgestellt und ein junger Kollege schreibt nun darüber. Lorenzo Rinaldi hält beim „Tribuno“ die Fäden in der Hand. Er beauftragt zudem die Schriftstellerin Nurit Iscar ebenfalls Artikel zu verfassen. Dafür bezieht sie ein Haus im Country Club „La Maravillosa“. Die Wohnsiedlung ist abgeschottet. Wer hinein will, muss durch eine Kontrolle. Auch der Mörder muss also auf diesem Weg in das Haus hereingekommen sein oder eben schon dagewesen sein.

Nurit Iscar und der junge Polizeireporter arbeiten Hand in Hand. Jaime Brena, auch wenn es nicht mehr sein Aufgabengebiet ist, lässt es sich nicht nehmen, die beiden zu unterstützten. Er ist es auch, der einen Freund bei der Polizei hat, und so an Insiderinformationen kommt. Was die drei schließlich herausfinden, ist allerdings kaum zu glauben und schon gar nicht zu beweisen.

Der Krimi ist ungewöhnlich, die Ermittler sind es ebenfalls. Spannendende und dennoch alltägliche Figuren haben hier ihren Auftritt. Es geht um Gerechtigkeit und nichts anderes haben Nurit Iscar, der junge Polizeireporter und Jaime Brena im Sinn. Doch sie kommen einer Sache auf die Spur, der sie nicht gewachsen sind. Die Autorin beschreibt die Verstrickungen sehr genau. Hinter dem Mord steckt eine Geschichte, die weite Kreise zieht. Es geht um eine nicht wieder gut zu machende Schuld. Außer durch Mord, wie der Täter meint.

Es ist ein eigenwilliger Krimi, der durch Figuren lebt, die die Wahrheit wissen wollen. So wird die Handlung immer dramatischer. Bis hin zu einem Ende, das den Leser zufrieden machen müsste, es aber wahrscheinlich nicht tut. Es geht um Moral und die Frage, wie weit Regeln aus Rache gebrochen werden dürfen, um noch akzeptiert zu werden.

Rezension von Heike Rau

Claudia Piñeiro
Betibú
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
352 Seiten, gebunden
Unionsverlag, Zürich
ISBN-10: 3293004539
ISBN-13: 978-3293004535
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Rachel Cohn: BETA

Rachel Cohn: BETA

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Elysia ist kein normaler Teenager. Sie ist geklont. Wie sie sich machen wird, weiß man noch nicht genau, denn Sie ist eine Beta, eine Testversion. Mrs Bratton, die Ehefrau des Governors, stellt sie als Gesellschafterin ein. Sie trainiert mit Ivan, sie spielt mit der kleinen Liesel und sie vertreibt Mrs Brutton, die sie fortan Mutter nennen soll, die Zeit. Viele von ihnen kümmern sich auf der Insel Demesne um die privilegierten Anwohner. Einen Teenager-Klon zu besitzen, ist allerdings etwas Besonderes, da bisher nur Erwachsene geklont wurden. Klone haben keine Gefühle und keine eigenen Bedürfnisse, deswegen sind sie ideale Diener. Sollten sie sie nicht demensprechen verhalten, spricht man von defekten Klonen. Diese werden abgeschaltet.

Ein Chip gibt Elysia vor, wie sie zu handeln hat, um als perfekt zu gelten. Doch bald merkt sie, dass sie durchaus über eine eigene Meinung verfügt. Außerdem haben sich Erinnerungen von ihrer First, von der sie geklont wurde, auf sie übertragen. Auch das sollte eigentlich nicht sein. Elysia behält dies für sich. Sie möchte nicht abgeschaltet werden. Ihr Freiheitsdrang vergrößert sich jedoch immer mehr, vor allem, als sie sich in Tahir verliebt. Auch er hat ein Geheimnis, das überraschender nicht sein könnte.

Der Roman ist sehr spannend. Am Schicksal von Elysia nimmt man sofort Anteil. Sie ist, das kann man nicht anders sagen, eine Sklavin. Menschenrechte werden ihr abgesprochen. Sie hat sich unterzuordnen und anderen zu gehorchen, ohne das infrage zu stellen. Dieses Schicksal teilt sie mit anderen Klonen.
Der Anfang der Geschichte verspricht einen spannenden Verlauf. Tatsächlich wird man von der Entwicklung immer wieder überrascht. Die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu. Und so wird immer deutlicher, dass Demesne nur eine scheinbare Idylle ist.
Es ist klar, dass sich hinter den Kulissen Widerstand aufbaut. Es dauert, bis dies zu Elysia durchdringt, doch dann ist sie Feuer und Flamme für die Möglichkeiten, die sie hat.
Es gibt einige Figuren, die neben Elysia, eine rasante Entwicklung durchmachen. Man erwartet das nicht so. Im letzten Drittel gewinnt die Geschichte dann auch immer mehr an Dramatik und es kommt nach einer extremen Wende zu einem sehr überraschenden Ende.

Rezension von Heike Rau

Rachel Cohn
BETA
Aus dem Amerikanischen von Bernadette Ott
416 Seiten, gebunden
Cbt, München
ISBN-10: 3570161641
ISBN-13: 978-3570161647
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Rose Marie Donhauser: Früchte – süß, saftig, köstlich

Rose Marie Donhauser: Früchte – süß, saftig, köstlich

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Früchte stehen das ganze Jahr über zur Verfügung. Im Sommer frisch und im Winter in konservierter Form. Desserts, Konfitüren und Kuchen, aber auch herzhafte Gericht und fruchtige Getränke lassen sich daraus herstellen. Diese Vielfalt an Möglichkeiten spiegelt sich in den Rezepten wieder. Der Einkauf vom Wochenmarkt kann genauso verarbeitet werden, wie eine reichliche Ernte aus dem eigenen Garten.

Unter „Ab ins Glas“ findet man „Beerenkonfitüre mit grünem Pfeffer“, „Zwiebel-Beeren-Chutney mit Chili & Ingwer“ und „Getrocknete Erdbeeren als Chips oder Pulver“.
In „Zum Vernaschen nie zu schade“ gibt es „Eisige Heidelbeercreme mit gezuckerter Minze“, „Melonensuppe mit Sommerbeeren“, und „Schoko-Kirsch-Kuchen mit Eierlikör-Sahne“.
Im Kapitel „Zum Genießen wie Geschaffen“ findet man „Geeisten Erdbeerkuchen mit Mascarpone“, „Süßes Risotto mit Himbeersauce“ und „Kirsch-Clafoutis mit Vanillesauce“.
Den Abschluss bildet das Kapitel „Zum Verwöhnen sind Früchte da“ mit „Ricotta-Klößchen auf Erdbeerragout“, „Entenbrustfilet mit Cnocchi & Kirschsauce“ und „Fenchelsalat mit Sommerbeeren“.

Daneben gibt es immer wieder Seiten mit Warenkunde. Außerdem erfährt man, wie sich Rezepte nach eigenem Geschmack abwandeln lassen. Mit im Buch ist auch ein Saisonkalender für regionale Früchte.

Es ist ein Kochbuch, das begeistert. Neben den Früchten werden oft weitere raffinierte Zutaten zu interessanten Kreationen verarbeitet. Aber auch Klassiker der Früchte-Küche fehlen nicht. Es ist natürlich Geschmackssache, herzhafte Gerichte mit Fruchtigem zu kombinieren, aber die Autorin zeigt, wie gut das passen kann.
Gut gefallen hat, das im Buch auch erklärt wird, wie Neuzüchtungen unter dem Beerenobst verwendet werden können, darunter Taybeere, Boysenbeere und Jostabeere. Auch Wildfrüchte, wie zum Beispiel die Holunderbeeren werden verarbeitet.

Ein Erlebnis sind wie immer in den Büchern dieser Reihe die Fotos. Früchte, fertige Gerichte und wichtige Schritte in den Rezepten, sind gekonnt in Szene gesetzt.

Rezension von Heike Rau

Rose Marie Donhauser
Früchte – süß, saftig, köstlich
Fotos von Alexander Walter
144 Seiten, broschiert
Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440131327
ISBN-13: 978-3440131329
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Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten

Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten

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Auch wer keinen Garten hat, kann Obst, Gemüse, Salat, Kräuter und auch Blumen anbauen, zumindest in kleinem Rahmen. Ein Balkon oder eine Terrasse reichen aus. Sogar auf einem sonnigen Fensterbrett lassen sich einige Pflanzen heranziehen. Gesät und gepflanzt wird in Kübel, Balkonkästen und Blumentöpfen, die auf dem Boden stehen oder aufgehängt werden. Es gibt aber auch Pflanzsysteme für die Wand. Welche Möglichkeiten sich zu Hause umsetzen lassen, kann man Bildern entnehmen. Mit den gemachten Vorschlägen, lässt sich der vorhandene Platz optimal nutzen.

Im Buch wird gezeigt, welche Obst- und Gemüsesorten für den Anbau in Pflanzgefäßen geeignet sind. Man lernt, wie man Pflanzen aus Samen zieht, kann aber auch auf gekaufte Jungpflanzen zurückgreifen. Wichtig ist eine gute Planung, die sich aber leicht mithilfe des Buches durchführen lässt. Alle dann anstehenden Arbeiten werden in Bild und Text sehr anschaulich erklärt. Die richtige Pflege und Versorgung des Terrassen- und Balkongartens ist wichtig, denn das sorgt für ein gute Ernte. Dazu gehört auch das Düngen und die Vorbeugung bzw. Bekämpfung von Schädlingen, wenn möglich, auf biologische Art und Weise, beispielsweise durch Nützlinge.

Sehr gut gefallen auch die Pflanzenporträts am Ende des Buches. Hier werden Besonderheiten der verschiedenen Pflanzen herausgestrichen und interessante Züchtungen vorgestellt, sodass man dann gezielt Sorten, die gefallen, im Gartenmarkt heraussuchen kann. Man findet in dieser Rubrik auch Aussaat- und Pflanztermine, sowie die Erntezeit. Anhand an Symbolen ist erkennbar, welche Ansprüche eine Pflanze stellt.

Damit bietet das Buch eine gute Grundlage für alle Hobbygärtner, die ihre Terrasse oder den Balkon optimal ausnutzen wollen. Es gibt sogar Gestaltungsvorschläge, sodass die Pflanzungen dann auch noch sehr schön aussehen und man dann ein Stückchen Natur zum Wohlfühlen hat. Erwähnenswert ist noch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, das das Buch zu bieten hat. Neben den gut verständlichen Texten gibt es noch mehr als 500 farbige Abbildung in recht guter Qualität.

Rezension von Heike Rau

Jo Whittingham
Gärtnern ohne Garten
144 Seiten, broschiert
Dorling Kindersley
ISBN-10: 3831023425
ISBN-13: 978-3831023424
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