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Autor: hera

Cosima Bellersen Quirini: Hausmittel für die ganze Familie

Cosima Bellersen Quirini: Hausmittel für die ganze Familie

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Natürlich muss man zum Arzt gehen, wenn man ernsthaft krank ist. Bei leichten Beschwerden und Unwohlsein helfen aber oft Hausmittel. Kenntnisse über einfache Heilmittel aus der Natur sind heute wieder gefragt. Die Autorin hat für dieses Buch altes Wissen zusammengetragen und mit neueren Erkenntnissen ergänzt.

Zunächst wird Grundwissen vermittelt. Man erfährt wie man Tee, Absud, Tinktur, Öl, Sirup, Zäpfchen, Bonbons und mehr für Heilzwecke hergestellt.
Dann folgt man der zweckmäßigen Kapiteleinteilung. Hier findet man „Alles für den kleinen Notfall“. Das können zum Beispiel Sonnenbrand, Schnitte, Insektenstiche, Verstauchung oder Nasenbluten sein. Hier werden entsprechende Behandlungsvorschläge aus der Volksheilkunde gemacht und Heilmittel mit Rezept vorgeschlagen.

Spezielle Informationen findet man zu verschiedenen Bereichen. Etwas Haut und Haar, den Atemwegen, Herz und Kreislauf, Magen und Darm und so weiter.
Man kann gesundheitlichen Nutzen für die ganze Familie daraus ziehen.
Die Autorin geht aber noch einmal gesondert auf jeden Einzelnen ein, also Babys, kleine und größere Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer. Jeder findet hier also seine Heilapotheke.

Das Buch ist eine gute Quelle an Heilmitteln. Man kann hier ganz nach den Bedürfnissen eine Zusammenstellung für eine Hausapotheke vornehmen, mit der leichte Beschwerden oder eher einfache gesundheitliche Probleme gebessert werden können.
Manche dieser vorgeschlagenen Hausmittel sind recht abenteuerlich. Da wirkt die Anwendungen doch recht befremdlich.

Die Vielzahl der im Buch gezeigten Behandlungsmöglichkeiten ist beeindruckend. Allerdings wirken viele Aussagen zu kurz gefasst. Oftmals wird einfach nur aufgezählt. Die Wirkungsweise erschließt sich dadurch nicht immer.

Das Buch ist daher für Menschen zu empfehlen, die sich schon ein bisschen in der Naturheilkunde und mit Hausmitteln auskennen, die dazu lernen wollen und weitere Anregungen und Möglichkeiten suchen, die eigene Hausapotheke zu erweitern.

Rezension von Heike Rau

Cosima Bellersen Quirini
Hausmittel für die ganze Familie
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800175967
ISBN-13: 978-3800175963
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Lieneke Dijkzeul: Schweigende Sünde

Lieneke Dijkzeul: Schweigende Sünde

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Kommissar Paul Vegters neuer Fall führt ihn in eine Schule. Als der Mord an dem Lehrer Eric Janson geschah, fand gerade ein Klassentreffen statt. Zuerst dachte man noch an einen Unfall. Der Lehrer, der nach einem Skiunfall an Krücken ging, könnte in der Toilette auch einfach gestürzt sein. Doch wie die Spuren zeigen, wurde er niedergeschlagen.

Man verhört die ehemaligen Schüler. Doch niemand will etwas gesehen haben. Rektor Declèr rückt nicht richtig raus mit der Sprache. Die beiden Ex-Frauen geben sich ebenfalls bedeckt, auch die Töchter wollen nicht reden. Sich unter diesen Umständen ein Bild von dem Lehrer zu machen, ist für Vegter und sein Team nicht leicht. War Janson ein guter Lehrer? Manche sind davon überzeugt, andere nicht, wie Eva Stotijn zum Beispiel

Der Blick fällt irgendwann auf David Bomer, der wie Eva auch zum Klassentreffen war. Gleich nach dem Bomer sich von seiner Freundin wegen des zu erwartenden Nachwuchses getrennt hat, macht er sich an Eva heran, die allerdings auch ein Kind hat. Seine wahren Beweggründe liegen lange im Dunkeln. Aber es hat mit dem Mord an Eric Janson zu tun.

Es scheint der perfekte Mord gewesen zu sein. Kommissar Paul Vegter kommt dem Mörder einfach nicht auf die Spur. Es fehlt das Motiv. So kommen die Ermittlungsarbeiten einfach nicht so richtig in Gang. Und so passiert auch lange Zeit nichts wirklich Aufsehenerregendes. Eine Spannungskurve baut sich nur sehr zögerlich auf.

Auch der Schreibstil der Autorin ist dementsprechend eher von Langsamkeit geprägt. So wird der Blick auch auf das wenig interessante Privatleben des Ermittlers gelenkt, der seit dem Tod seiner Frau allein lebt und an Gesellschaft nur eine kranke Katze und eine eigenwillige Zimmerlinde hat.
Ein wenig spannender wird es, wenn Eva Stotijn und David Bomer ins Spiel kommen. Dass die beiden mehr wissen, als sie vorgeben, ist schnell klar.

Man kann den eher ruhigen Krimi schon lesen. Wer gerne verfolgt, wie Puzzleteil um Puzzleteil in einem äußerst schwierigen Fall zusammengesetzt werden und wie ein Ermittler durch ausgiebiges Nachdenken und Kombinieren weiterkommt, dem könnte das Buch gefallen.

Rezension von Heike Rau

Lieneke Dijkzeul
Schweigende Sünde
Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt
336 Seiten, broschiert
Dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423213566
ISBN-13: 978-3423213561
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Kathleen Vereecken: Eine größere Welt

Kathleen Vereecken: Eine größere Welt

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Nachdem das Baby ins Waisenhaus gebracht worden ist, kommt es zur Amme Annette Marcelot. Die Familie lebt in großer Armut. Annette gibt dem Kleinen Milch, aber keine Zuwendung. Die bekommt Leon von Méline, der achtjährigen Tochter Annettes. So wächst Leon heran. Es folgen weitere Findelkinder und auch ein eigenes. Für Leon wird es Zeit zu gehen, er ist nur noch Belastung. Doch Méline will ihren Lieblingsbruder nicht hergeben und kann es verhindern.

Dann verliebt sich Méline in Garvin, den Müller, und erlebt eine Zeit voller Glück, bis ihre Mutter die heimliche Liebe entdeckt und verbietet. Méline geht ins Wasser.

Leon ist überaus traurig. Bei seiner Pflegefamilie hält ihn nichts mehr. Er beschließt nach Paris zu gehen. Nur seinem Lehrer vertraut er sich an. Dem Lehrer, den er durch einen Lausbubenstreich kennengelernt hat und dem es zu verdanken ist, dass er gegen kleine Arbeiten Lesen und Schreiben lernen konnte.
Tatsächlich schlägt der Zehnjährige sich durch, findet Anschluss und Unterkunft in Paris, in der Stadt, in der auch sein berühmter Vater lebt. Leon erfährt, wer er ist, doch kennen lernt er ihn nicht.

Wie man dem Klappentext entnehmen kann, ist Leon der älteste Sohn Jean-Jacques Rousseaus. Die Autorin beschreibt den Werdegang des berühmten Schriftstellers und Philosophen, der von 1712 – 1778 lebte, im Anhang des Buches. Rousseau hatte mit der jungen Näherin und Waschfrau Thérèse Levasseur fünf uneheliche Kinder, die jeweils an ihrem Geburtstag ins Waisenhaus gebracht wurden. Sein 1762 veröffentlichtes Buch „Emile oder über die Erziehung“ steht im krassen Gegensatz dazu.

Die Geschichte um Leon, der sich auf die Suche nach seinen Wurzeln begibt, ist fiktiv, aber sehr überzeugend geschrieben. Die Vergangenheit mit den damaligen Lebensumständen wird lebendig, die Gegensätze zur Erziehung heute deutlich. Dabei ist Erzählung eingebunden in eine Kulisse, die sehr detailreich und lebendig beschrieben wird.
Die Autorin schreibt sehr feinfühlig und denkt sich sehr gut in ihre Hauptfigur Leon hinein. Das verleiht der Geschichte eine ungeheure Tiefe.

Rezension von Heike Rau

Kathleen Vereecken
Eine größere Welt
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
360 Seiten, gebunden
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
ISBN-10: 3827054575
ISBN-13: 978-3827054579
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Hilary Duff: Elixir

Hilary Duff: Elixir

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Ein Jahr ist es jetzt her, dass Cleas Vater während einer Reise für GloboReach verschwand. Nach wie vor gibt es keine Spur von ihm. Clea hat seitdem Albträume. Mit einem Mal fühlen sich diese Albträume allerdings real an. Es ist als würde das, was im Traum passiert, wirklich geschehen. Zum ersten Mal hat Clea eine reale Vision, während einer Europa-Reise, die sie mit ihrer Freundin Reyna unternimmt.

Während dieser Reise hat Clea sehr viel fotografiert. Sie arbeitet, wann immer sie Gelegenheit hat, als Fotojournalistin. Als sie die gemachten Fotos sortiert, fällt ihr ein junger Mann auf einem der Bilder auf. Sie kennt ihn aus diesen Visionen. Clea ist entsetzt, dass er, wie sie feststellt, die ganze Reise über, also von Anfang an und auf den unterschiedlichen Stationen in verschiedenen Ländern, dabei war.

In ihren Träumen nähert sie sich diesem Mann an. Er ist immer derselbe, während sie in unterschiedliche Frauenrollen schlüpft, als würde sie Zeitreisen unternehmen. Und dann, eines Tages, begegnet sie ihm tatsächlich.

Wer ist dieser junge Mann? Wer ist Sage? Und was für eine Rolle wird Clea letztendlich in seinem Leben spielen? Um diese Fragen dreht sich alles. Das macht die Spannung des Buches aus. Es scheint vorbestimmt zu sein, dass Clea sich in ihn verliebt. Und sie tut es ohne wenn und aber. Eine wirklich romantische Stimmung kommt dennoch nicht auf. Es fehlt an Tiefgang und auch die Wortwahl ist nicht immer perfekt.

Die Geschichte dahinter ist ein wenig kompliziert und im Buch auch nicht ganz verständlich dargestellt. Es bleiben viele Fragen offen. Aber das mag daran liegen, dass in diesem ersten Band noch nicht zu viel verraten werden soll. Somit kann man sich kein abschließendes Urteil über diese Geschichte bilden. Aber sie strahlt eine gewisse Faszination aus, die dann doch Lust auf den nächsten Band macht.

Rezension von Heike Rau

Hilary Duff
Elixir
Aus dem Amerikanischen von Eva Hierteis
320 Seiten, gebunden
cbt, München
ISBN-10: 3570161412
ISBN-13: 978-3570161418
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Jodi Moore: Das war ich nicht – das war der Drache!

Jodi Moore: Das war ich nicht – das war der Drache!

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Leon ist mit seinen Eltern und seiner Schwester am Strand. Es ist ein wunderschöner sonniger Tag. Leon baut also eine Sandburg, um sich die Zeit zu vertreiben. Dann kommt ein Drache mitsamt seinem Gepäck und zieht ein. Er macht es sich gemütlich und bewacht die Burg. Niemand wird es wagen, sie zu zerstören. Und für allerlei Kurzweil kann so ein Drache auch sorgen. Schön ist das!

Andererseits muss Leon natürlich aufpassen, dass der Drache nicht zu viel Feuer spuckt. Den Rauch dürfen die Rettungsschwimmer natürlich nicht sehen. Und auch nicht die großen Drachenspuren. Als Leon seiner Familie mitteilt, dass ein Drache in der Sandburg wohnt, glaubt ihm das keiner. Auch als der Drache die belegten Brote frisst, mit seinem feurigen Schnauben die Limonade zum Sprudeln bringt und den Schokoladenkuchen anknabbert, will niemand hören, dass das der Drache war. Niemand glaubt an seine Existenz. Niemand hat so viel Fantasie wie der kleine Leon.

„Das war ich nicht – das war der Drache!“ ist eine sehr schöne Fantasiegeschichte. In der Vorstellung des kleinen Leon wird sie lebendig. Und da können Kinder, die sich langweilen, etwas abgucken. In der Fantasie ist nämlich alles möglich. Nur übertreiben darf man nicht oder vergessen, dass es auch noch eine Wirklichkeit gibt.

Die Zeichnungen sind traumhaft schön. Die Erlebnisse von Leon zu verfolgen, macht Kindern sehr viel Spaß. Es gibt sehr viel zu sehen und Abenteuerliches zu erleben. Was ist realistisch, was ist Fantasie? Das lernen Kinder sicher schnell zu unterscheiden.
Die Figur des Drachen ist sehr gut gelungen. Dieser „unsichtbare“ Freund ist wirklich ein toller Begleiter, hat er doch allerhand Schabernack im Sinn und sorgt so für Unterhaltung. Auch die Ferienstimmung am Strand wurde richtig gut eingefangen. Geschichte und Zeichnungen gefallen ausgesprochen gut.

Rezensionen von Heike Rau

Jodi Moore
Das war ich nicht – das war der Drache!
Illustriert von Howard McWilliam
40 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311885
ISBN-13: 978-3830311881
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C. S. Forester: African Queen

C. S. Forester: African Queen

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Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und das Vordringen der plündernden Truppen bis zur Mission im ostafrikanischen Urwald, muss auch diese aufgegeben werden. Nach dem Tod ihres Bruders Reverend Samuel Swayer steht Rose nun allein da. Mit Charlie Allnutt und seinem Dampfboot, der „African Queen“ bietet sich allerdings eine Möglichkeit wegzukommen.

Nie hat Charlie daran gedacht, sich in den Krieg einzumischen. Doch Rose, die nun weiß, dass sich im Boot hochexplosiver Sprengstoff befindet, schmiedet sofort Pläne. In ihrer Unkenntnis der Möglichkeiten und Gefahren, überzeugt sie Charlie, den Fluss hinunter zum Wittelbacher See zu fahren, um ihn von der Vorherrschaft der Deutschen zu befreien. Und das bedeutet nichts anderes, als die „Königin Luise“ zu torpedieren.

Der Plan ist nicht durchführbar, da ist Charlie sich sicher. Es ist unmöglich den Ulanga-Fluss hinunter durch die Stromschnellen zu kommen, auch wenn es nicht völlig unrealistisch ist, die „African Queen“ zu einem Torpedo umzufunktionieren.
Aber Rose, der es in der Vergangenheit völlig fremd war, einem Mann derart ihren Willen aufzuzwingen, tut genau dies bei Charlie. Und der, froh über die Gesellschaft einer Frau, lässt es zu.

1935 erschien die Originalausgabe, die deutsche Erstausgabe folgte 1985. Verfilmt wurde die Geschichte 1951 mit Humphrey Bogart und Katharine Hepburn.

Es ist ein spannendes Buch. Man wird sofort von dem Abenteuer gefangen genommen, das die Missionarin und der Mechaniker hier auf einem heruntergekommenen Dampfboot erleben. Es sind zwei völlig gegensätzliche Charaktere, die hier zusammenkommen und vom Autor etwas überspitzt dargestellt werden. Rose und Charlie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Autor zeigt diese Gegensätzlichkeit sehr wortreich und durchaus auch mit einem gewissem Humor. Man kann sich als Leser nicht vorstellen, dass beide es zusammen aushalten und auch nicht, dass ihr waghalsiger Plan gelingen können.

Aber die beiden kommen nach und nach zusammen. Auch weil Rose, im wahrsten Sinne des Wortes, das Ruder an sich reißt und Charlie das geschehen lässt. Es muss beiden klar sein, dass ihr Plan nicht aufgehen kann. Die Frage ist nur, was zum Scheitern führen wird. Und da kommt vieles in Betracht.

Es ist der Blick des Autors auf seine Charaktere, der fasziniert. Ganz genau werden die Rose und Charlie beobachtet und man hat als Leser entsprechenden Anteil daran. Der Autor lässt Dialoge zu Wortgefechten werden und spart nicht mit ironischen Untertönen in seinen Einschätzungen der Lage.

Rezension von Heike Rau

C. S. Forester
African Queen
Aus dem Englischen von Doris Kornau
200 Seiten, broschiert
Unionsverlag
ISBN-10: 3293205704
ISBN-13: 978-3293205703
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Amy Plum: Von der Nacht verzaubert

Amy Plum: Von der Nacht verzaubert

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Die Schwestern Georgia und Kate leben nach dem Tod ihrer Eltern bei den Großeltern in Paris. Auf unterschiedliche Weise versuchen die beiden mit ihrem Schmerz fertig zu werden. In einer schlaflosen Nacht gehen die Schwestern zusammen am Ufer der Seine spazieren. Sie beobachten etwas, für das sich auch im Nachhinein keine Erklärung findet. Wer sind diese Jungs, die hierbei eine Rolle spielen. Kate hat sie schon einmal gesehen. In einem Café. An einen von ihnen, muss sie immer wieder denken.

Bald beschäftigt Kate ein weiteres seltsames Vorkommnis. Ohne die Warnung eines Mädchens, wäre sie bei einem Besuch im Café ums Leben gekommen, als eine Verzierung aus der Fassade direkt auf den eben von ihr verlassen Tisch herabstürzt. Erst später wird klar, dass Vincent etwas mit ihrer Rettung zu tun hatte.

Im Musée Picasso sieht Kate Vincent wieder. Über den Vorfall an der Seine will er nicht sprechen. Dennoch lässt sie eine Verabredung zu. Danach geschieht so vieles, was Kate verunsichert und zweifeln lässt. Vincent bleibt ihr rätselhaft und geheimnisvoll. Und so beendet sie schweren Herzens die noch nicht einmal richtig begonnene Liebe. Aus dem Kopf bekommt sie ihn nicht.

Als sie bei Recherchearbeiten für die Schule ein Foto von Vincent in einem Zeitungsartikel entdeckt, ist sie noch viel ratloser. Denn die Abbildung ist vierzig Jahre alt. Doch nach und nach fügt sich alles zu einem Bild und Kate versteht. Vincent ist kein normaler Mensch. Er ist, wie er später selbst sagt, ein Revenant.

Die Liebesgeschichte um Kate und Vincent wird als sehr romantisch beschrieben. Trotz der ganzen anfänglichen Schwierigkeiten, weiß man sofort, dass die beiden zusammengehören. Was die Anziehungskraft zwischen den beiden ausmacht, wird von der Autorin sehr stimmungsvoll beschrieben.

Vincent ist kein Werwolf und auch kein Vampir. Es ist schwierig die Revenants zu beschreiben. Die Autorin hat hier etwas Neues erschaffen. Das ganze Ausmaß wird sicher erst in der Fortsetzung bekannt. Dass die guten Revenants skrupellose Gegenspieler mit bösen Absichten haben, macht die Sache spannend. Hier läuft ein Jahrhunderte alter Kampf, der noch längst nicht beendet ist. So hat das Buch auch düstere und gefährliche Szenen, auch Kampfszenen, aufzuweisen.

Die Charaktere, nun ja, sind ein wenig zu geschliffen. Teilweise wirkt das Verhalten von Kate und Vincent etwas aufgesetzt. Und auf die gängigen Klischees verzichtet die Autorin natürlich auch nicht. Manches ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Dennoch wird man gut unterhalten und hat seinen Spaß beim Lesen.

Rezension von Heike Rau

Amy Plum
Von der Nacht verzaubert
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Brauns
400 Seiten, gebunden
Loewe Verlag
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
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Annabel Karmel: Koch mit! – Schritt für Schritt

Annabel Karmel: Koch mit! – Schritt für Schritt

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Ab einem bestimmten Alter können Kinder gut mit bei der Zubereitung von Mahlzeiten helfen. Dabei etwas über gesunde Ernährung zu lernen, bietet sich an. Außerdem macht es Spaß mit der Familie zu kochen und zu essen.

Mit dem vorliegenden Kochbuch kann ein Anfang gemacht werden. Insgesamt werden 50 Rezepte vorgestellt. Auf den ersten Blick sieht man an kleinen Symbolen, welche Zubereitungsschritte Kinder alleine ausführen können und wo ein Erwachsener helfen sollte oder ganz übernehmen muss. Geeignet ist das Buch, so ist es vom Verlag angegeben, für Kinder ab sechs Jahren. Das ist auch meine Einschätzung.

Unterteilt ist das Kochbuch in verschiedene Rubriken.
Unter „Kleinigkeiten“ findet man eine Tomatensuppe, die Grimassen zieht, ein Omelette mit Füllung, Gemüserohkost mit froschgrünem Dip oder mit Käse gefüllte Reisbällchen.
An „Hauptgerichten“ gibt es unter anderem lustige Kartoffelmäuse, kleine Pita-Pizzas, natürlich Spagetti mit Tomatensoße und auch leckere Fischpäckchen.
In der Rubrik „Fruchtiges“ findet man verschiedene Frucht-Shakes, Fruchtspieße mit Mango-Dip und Fruchteis am Stil.
Im letzen Kapitel gibt es eine Auswahl an „Kuchen und Keksen“, darunter Schmetterlingstörtchen und einen Plätzchen-Zoo.

Die Auswahl an Gerichten gefällt sehr gut. Die Fotos sind in der Aufmachung für Kinder sehr ansprechend. Vieles ist hübsch dekoriert.
In der Zubereitung sind die meisten Gerichte einfach gehalten. Man kann Kinder, auch wenn man für die ganze Familie kocht, gut mit einbinden.

Der Aufsteller ist praktisch. Man findet auf der einen Seite den Namen des Rezeptes, eine kleine motivierende Info für das Kind, die Zutatenliste und ein Foto des fertigen Gerichts. Auf der anderen Seite sieht man dann die Zubereitungsanleitung Schritt für Schritt erklärt. Die Fotos zeigen Kinder bei beim Kochen. Man hat also nicht alles auf einen Blick. Wenn man noch mal nach den Zutaten schauen will, muss der Aufsteller gedreht werden.

Insgesamt gefällt das Kochbuch ausgesprochen gut. Es spricht Kinder und Eltern an und ist gut zu verwenden. Es ist auch nicht zu streng, was gesunde Ernährung betrifft. Kinder mögen nun mal auch gerne Süßes und das wird nicht ausgespart im Buch. Vielmehr ist es das Gesamtkonzept, das überzeugt. Die Rezepte sind abwechslungsreich und auch auf den Geschmack von Kindern abgestimmt. Es gibt genügend Anregungen, mal etwas Neues auszuprobieren.

Rezensionen von Heike Rau

Annabel Karmel
Koch mit! – Schritt für Schritt
96 Seiten, Aufsteller mit Ringbindung
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831020086
ISBN-13: 978-3831020089
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Brigitte Melzer: Die Fluchweberin

Brigitte Melzer: Die Fluchweberin

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Am Rande des Dartmoor Nationalparks liegt das Internat Holbrook Hill. Es erinnert an ein Spukschloss. Raine McDaniels ist jetzt hier Schülerin. Sie hat eine bewegte Vergangenheit. In Holbrook Hill hofft sie ein wenig zur Ruhe kommen zu können. Doch eine Schülerin kann es nicht lassen, Raine immer wieder zu schikanieren. Kim ist eifersüchtig, weil ihr Freund Max zunächst ein Auge auf Raine geworfen hat, bevor er sich für sie entschieden hat. Nach einer erneuten Konfrontation, verliert Raine die Beherrschung und verpasst Kim mit einem Fluch einen Ausschlag ans Kinn. Dabei wollte Raine ihre Fähigkeiten hier nicht nutzen. Es ist viel zu gefährlich verbotene Magie anzuwenden.

Dabei hatte Max nie eine Chance. Raine lässt niemanden an sich ran. Ihre Freunde Mercy, Ty und Lily sind nur Tarnung, damit die Lehrer keinen Verdacht schöpfen. Der neue Schüler Skyler Matthews lässt sich allerdings nicht so einfach abweisen. Dass Raine ihm zugewiesen wurde, um ihm die ersten Wochen an der neuen Schule zu erleichtern, lässt ihn immer wieder ihre Nähe suchen. Und zu ihrem eigenen Erstaunen findet Raine nach und nach Gefallen an ihm.

Max hat seiner misstrauischen Freundin Kim mittlerweile ein Medaillon als Liebesbeweis geschenkt. Als Raine es in die Finger bekommt, kann sie nicht anders. Es ist reiner Selbstschutz. Sie nutzt das Schmuckstück für einen mächtigen Fluch, der bei Kim, die weiterhin keine Ruhe gibt und immer gemeiner wird, zu einer Sinnesänderung führen soll.

Tatsächlich verhält sich Kim danach anders. Freundlich begegnet sie ihren Mitschülern und auch Raine. Doch bald bekommt Raine zu spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Sie hat etwas in Gang gesetzt mit ihrem Fluch.

Raine ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Die Geschichte ist direkt aus ihrer Sicht geschrieben. Man versteht ihr Bedürfnis, sich abseits zu halten und Kontakte zu vermeiden. Die Magiepolizei ist wachsam und hat ihre Augen überall. Niemand darf erfahren, dass sie verbotene magische Fähigkeiten hat. So handelt sie meist sehr überlegt, scheut jedes Risiko. Das macht sie glaubwürdig in ihrer Art zu handeln.

Als Skyler die Szene betritt, werden Raines Pläne durcheinandergewirbelt. Von Anfang an lässt er sie nicht mehr aus den Augen. Seine anhängliche Art wirkt allerdings unpassend. Skyler wird als Figur also etwas merkwürdig dargestellt. Dass das seinen guten Grund hat, erfährt man erst später. Dann erst wird das Buch richtig spannend.

Nach diesen anfänglichen Irritationen, die doch etwas auf den Lesegenuss drücken, nimmt die Geschichte also an Fahrt auf. Was dann im letzten Drittel erst richtig zur Geltung kommt, ist die Stimmung. Man spürt das Finstere, das Bedrohliche. Was die Autorin an Spannung anfangs verpasst hat, kommt nun am Ende des Buches zum Tragen. Da baut die Autorin bildgewaltige Szenen ein, die beeindrucken und die vergessen lassen, dass der Anfang doch ein wenig langweilig war.

Rezension von Heike Rau

Brigitte Melzer
Die Fluchweberin
383 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter
ISBN-10: 3800056623
ISBN-13: 978-3800056620
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Eine Million Menüs – Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren

Eine Million Menüs – Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren

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Klappt man das Buch auf, fällt sofort die besondere Aufmachung der Seiten auf. Man findet hier stabile Klappkarten untereinander aufgereiht. Oben sind die Vorspeisen, in der Mitte die Hauptgerichte und unten die Desserts. Diese Karten lassen sich einzeln beliebig umschlagen, so dass man ein Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert zusammenstellen kann und dieses dann eine ganze Doppelseite mit Bildern auf der rechten und Rezepten auf der linken Seite füllt. Dabei zeigen die Bilder meist einen auf einem Teller angerichteten Ausschnitt des Gerichts. Man sieht also hier gleich, ob ein ausgewähltes Menü optisch gut zusammenpasst.

Beim Kombinieren muss man natürlich ein bisschen aufpassen. Was man beachten sollte, damit die Menüfolge stimmig wird, findet man im Kapitel „Wie man ein Menü plant“. Variationsmöglichkeiten werden hier aufgezeigt.
Mit diesen in acht Unterpunkten gemachten Vorschlägen im Hintergrund, kann man sich dann von den Rezepten inspirieren lassen und eine entsprechende Zusammenstellung heraussuchen. Hilfreich ist dabei, dass die Rezepte auch in unterschiedliche Kategorien unterteilt sind.

Eine Menüzusammenstellung könnte zum Beispiel aus folgenden Gerichten bestehen: Feta-Erbsen-Salat mit Brunnenkresse-Mayonnaise als Vorspeise, Pasta mit Lachs und Rösttomaten als Hauptgericht und Dattelküchlein mit Karamellsauce als Dessert.

Insgesamt gibt es 270 Rezepte, so dass man eine wirklich große Auswahl an Gerichten zur Verfügung hat und sehr viele Menüfolgen nach Lust und Laune zusammenstellen kann. Lieblingsmenüs kann man hinten im Buch in einer Karte eintragen und hat so bewährte Menüfolgen immer wieder zur Hand.

Die einzelnen Gerichte sind alltagstauglich und relativ einfach nachzukochen. Allerdings sind die Rezeptanleitungen wenig ausführlich. Wenn man kochen kann und die üblichen Arbeitsabläufe kennt, sollte man aber gut damit zurechtkommen.

Rezension von Heike Rau

Eine Million Menüs
Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren
192 Seiten, Spiralbindung
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831021139
ISBN-13: 978-3831021130
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