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Autor: hera

Josephine Mint: Smalltown Girls – Der Tod kommt selten allein

Josephine Mint: Smalltown Girls – Der Tod kommt selten allein

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Jacob, der Bruder von Lu, ist tot. Niemand außer Charlie weiß, dass Jacob vor seinem Tod einen Traum hatte. Eine Prophezeiung. Er wusste, dass er sterben würde und er wusste auch wie. Charlie sollte ihm versprechen, mit niemanden darüber zu reden. Doch gilt dieses Versprechen auch über den Tod hinaus? Für Charlie nicht und so erzählt sie es ihrer Freundin, die mitten in der Trauer um Jacob gefangen ist und Charlie nicht glaubt.
Es vergeht Zeit. Das Leben geht weiter. Charlie beschäftigt sich mit ihrer Band und bereitet ein Konzert vor, das im Gemeindehaus stattfinden soll. Und Lu verliebt sich in Linus.

Doch dann während einer Zugfahrt mitten im Gewitter hat Charlie diesen Traum. Auch sie träumt von ihrem eigenen Tod. Später stellt sich heraus, dass auch Lu in diesem Zug war. Sie hatte den gleichen Traum. Es war noch ein weiteres Mädchen anwesend, das beide erst später kennenlernen: Sunshine. Sie wird später die neue Sängerin in Lus Band, weil Charlie, die sonst gesungen hat, den Auftritt im Gemeindehaus verpasst hat.

Der Traum macht allen drei Mädchen Sorgen. Jede geht anders damit um. Man kann einfach ignorieren, was passiert ist. Man kann auch versuchen, das Schicksal abzuwenden. Oder man muss den Mörder finden und seinen Plan vereiteln. Charlie hat es lange für sich behalten. Doch sie hat den Mörder im Traum gesehen. Als sie endlich darüber redet, ist es noch nicht zu spät, die Erfüllung der Prophezeiung aufzuhalten.

Was für eine abgefahrene Geschichte! Ganz plötzlich ändert sich das Leben von Charlie, Lu und Sunshine. Sie glauben, und das nicht ohne Grund, an die Erfüllung einer Prophezeiung, die ihren Tod bedeuten würde. Dass alle drei Mädchen diesen Traum hatten, macht die Sache doch ein Stück weit glaubhaft. Man weiß trotzdem nicht, was man von diesem Buch halten soll. Es lässt sich nicht einordnen. Das macht es spannend.

Die Mädchen halten Regeln nicht ein, trinken, rauchen und nehmen Drogen. Die Eltern treten hier nicht als Erzieher auf. So wirken Charlie, Lu und Sunshine ein bisschen allein gelassen. Ihre Freundschaft rückt dadurch in den Mittelpunkt. Keine einfache, sondern eher eine schwierige Freundschaft, die manchmal zur Zerreißprobe wird. Denn die drei Freundinnen sind sehr unterschiedlich in ihrer Art, Dinge zu handhaben. Aber natürlich will keine von ihnen sterben. Das Spannende ist, wie sie mit diesem Probleme umgehen.

Das Buch ist nicht eben dick. Die rund 250 Seiten sind schnell gelesen. Und trotzdem war es ein außergewöhnlich intensives Leseerlebnis. Das Ende bleibt offen und man darf gespannt sein auf den nächsten Teil.

Rezensionen von Heike Rau

Josephine Mint
Smalltown Girls – Der Tod kommt selten allein
256 Seiten gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407811063
ISBN-13: 978-3407811066
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Annabelle Fagner und Tilmann Schempp: Klassische Gemüseküche

Annabelle Fagner und Tilmann Schempp: Klassische Gemüseküche

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Gemüse gehört zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu. Am besten schmeckt es frisch aus dem eigenen Garten oder vom Wochenmarkt, wo man gut saisonal und regional einkaufen kann.
In einer kleinen Gemüsekunde werden die verschiedenen Sorten vorgestellt. Von Artischocke über Kartoffel, Grünkohl, Kürbis, Schwarzwurzel, Topinambur bis hin zur Zwiebel. Man erhält weiterhin Ratschläge zum Gemüseeikauf und der Lagerung. Wobei natürlich vieles gleich frisch verarbeitet wird.

Unter den Vorspeisen findet man „Gefüllte Tomate mit Ei“ oder „Zucchinischeiben mit Parmesankäse“. An Salaten den „Tunesischen Karottensalat“ und den „Löwenzahn-Chicorée-Salat mit Gänseblümchen“.
Es gibt auch leckere Gemüsesuppen, darunter eine „Sellerie-Dinkel-Suppe“ und eine „Karotten-Ingwer-Suppe“.
Gehaltvoller sind die Eintöpfe. Hier findet man unter anderem „Birnen, Bohnen und Speck“ und „Leipziger Allerlei“.
Hauptgerichte mit Fleisch sind „Ofenkartoffeln mit Gemüse und Hähnchen“ und „Gefüllte Paprika mit Hackfleisch“.
An vegetarischen Hauptgerichten gibt es „Chinakohlblätter mit Senf-Bulgurfüllung“ oder „Bayerischer Reiberdatschi mit Apfelkompott“.
Es folgten Kapitel mit Beilagen, Dips und Saucen, Süßem, sowie Gemüsesäften und Smoothies. Spannend ist besonders das Kapitel mit süßen Gemüsegerichten wie „Kürbispudding mit Amaretto“ oder „Schwedischer Rhabarbergrütze“.

Man kann mit Hilfe des Buches also die ganze Vielfalt an Gemüsesorten kennen lernen. Es gibt viele klassische Gerichte im Buch, aber auch kreative Rezepte. Die Rezeptanleitungen sind in einzelne Schritte aufgegliedert und gut nachvollziehbar.
Auf jeder Doppelseite gibt es meist zwei Rezepte und dazu ein illustrierendes Bild. Eher selten sieht man hier das fertige Gericht. Vielmehr gibt es Bilder von Zutaten, einem bestimmten Zubereitungsschritt oder, und das ist das Besondere, historisches Bildmaterial bestimmter Gemüsesorten. Damit ist das Buch sehr schön gestaltet.

Rezension von Heike Rau

Annabelle Fagner und Tilmann Schempp
Klassische Gemüseküche
Jan Thorbecke Verlag
112 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3799507183
ISBN-13: 978-3799507189
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Stephan Valentin: Ichlinge – Warum unsere Kinder keine Teamplayer sind

Stephan Valentin: Ichlinge – Warum unsere Kinder keine Teamplayer sind

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Muss man egoistisch sein, um im Leben bestehen zu können? Muss man zu allererst an sich denken? Viele Kinder, so scheint es, werden in diese Richtung erzogen. Ichlinge sind selbstbezogen. Ein Gemeinschaftsgefühl fehlt ihnen. Die Kinder haben es schwer, sich in Gruppen einzufügen. Um später erfolgreich sein zu können, muss man aber auch im Team zusammenarbeiten können. Es lebt nun mal keiner für sich allein. Wir sind eine große Gemeinschaft.

Es gibt unzählige Erziehungsratgeber. Eltern haben also genug Richtlinien bei der Erziehung. Aber so einfach ist es eben nicht. Es ist offenbar doch nicht so klar, nach welchen Werten, Kinder erzogen werden sollten. Das vorliegende Buch ist keine von Regeln geprägte Anleitung zur Erziehung. Der Autor schreibt nichts vor, er gibt zu bedenken. So beschreibt er im Buch, welche Eigenschaften ein Kind haben sollte, um später dann als Erwachsener glücklich und erfolgreich sein zu können. Ein Ichling wird das nach seiner Meinung nämlich nicht schaffen.

Toleranz, Kritikfähigkeit, Selbstdisziplin und Empathie sind wichtige Fähigkeiten, die Kinder beim Aufwachsen erlernen sollten. Das braucht Zeit und Gelegenheit und das ist nicht gegeben, so liest man im Buch, wenn Kinder zu viel Zeit mit Computer und Fernseher verbringen, ihre Freizeit mit Aktivitäten verplant ist und ihnen dadurch die Zeit fehlt, mit anderen Kindern zu spielen.

Mit Hilfe des Buches wird man befähigt, das Sozialverhalten des eigenen Kindes realistisch einzuschätzen. Man liest im Buch wie man soziale Kompetenzen bei Kindern fördern kann und wie man Werte vermittelt. Dabei wird nicht nur auf das Elternhaus geschaut, auch Kindergarten und Schule werden betrachtet. Zu Erziehungsstilen gibt es immer unterschiedliche Meinungen. Eltern, Lehrer, Erzieher und Psychologen stellen im Buch ihre Ansichten und Erfahrungen dar.

Als Eltern kann man dem gut lesbaren und verständlich geschriebenen Buch eine Menge zum Thema Kindererziehung entnehmen. Es gibt natürlich noch viel mehr Aspekte, als die in dieser Rezension angerissenen. Das Buch hilft den eigenen Erziehungsstil zu überdenken, altersgerecht zu gestalten und Wichtiges herauszustreichen.

Rezension von Heike Rau

Dr. Stephan Valentin
Ichlinge – Warum unsere Kinder keine Teamplayer sind
336 Seiten, broschiert
Wilhelm Goldmann Verlag
ISBN-10: 344217290X
ISBN-13: 978-3442172900
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Maxence Fermine: Am Ende der Teestraße

Maxence Fermine: Am Ende der Teestraße

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Charles Stowe hat die Faszination für Tee von seinem Vater, einem Londoner Teehändler, der seinem Sohn all sein Wissen vermittelt hat. Doch das Geheimnis der Herstellung der Teesorten kann er ihm nicht mitgeben. Chinas Teeplantagen hat der Vater nie gesehen. Und so nimmt sich der Sohn vor, die Reise zu machen, um das Geheimnis der Herstellung der Teesorten, insbesondere des weißen Tees, der nicht außerhalb Chinas zu bekommen ist, zu erkunden.

Im Jahre 1838 im Alter von einunddreißig Jahren verlässt Charles Stowe London und macht sich auf den Weg in eine fremde Welt und bereist die bekannte Handelsroute.
Der Weg ins Landesinnere Chinas wird ihm jedoch verwehrt, auch weil ein Krieg bevorsteht. Der Handel mit weißem Tee, der dem Kaiser vorbehalten ist, ist verboten.

Mr. Pearle, Vorsitzender des Teekomitees, könnte Charles Stowe den Weg ebnen und seinen Traum möglich machen. Also schließt er mit ihm einen Blutspakt, der es erlaubt, ihn in die letzten Geheimnisse einzuweihen. So kann er die Teeplantagen doch noch sehen und den Teepflückerinnen bei ihrer Arbeit zuschauen.

Doch Lu Chen kennenzulernen, den wahren Meister des Tees, ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, scheint ein unerfüllbarer Wunsch zu sein. In dessen Gattin Loan verliebt Charles Stowe sich Hals über Kopf. Sieben Tage und sieben Nächte darf er mit ihr verbringen. Wenn er dann nicht geht, wird er sterben.

Es ist ein Buch, das von der Faszination für Tee erzählt, einem geheimnisvollen und anregenden Getränk. Nur wer Tee liebt, wird diese Begeisterung nachvollziehen können, die der Autor mit sehr passend gesetzten Worten unterstützt.

Charles Stowe ist ein leidenschaftlicher und risikofreudiger Mensch. Grenzen kann er nicht akzeptieren. Auch nicht, was die Frau betrifft, die er kennenlernt. Im Opiumrausch lebt er diese zeitlich begrenzte Liebe aus.
So kommt er noch ganz anderen Geheimnissen auf die Spur, den Tee- und den Opiumhandel betreffend, für die er einen hohen Preis zahlt.

Es ist nur eine kurze, sparsam erzählte Geschichte, aber es steckt so viel darin. Gerade diese Knappheit ist es, die Eindringlichkeit bringt. Belangloses hat keinen Platz. Lebenszeit ist begrenzt. Man wird nachdenklich gestimmt, kann vieles in die Erzählung hineininterpretieren.

Das Buch ist schön gestaltet. Es hat einen aufwändig gearbeiteten Leineneinband. Damit ist es auch gut als Geschenk geeignet.

Rezension von Heike Rau

Maxence Fermine
Am Ende der Teestraße
Aus dem Französischen von Georges Hausemer
120 Seiten, gebunden
Unionsverlag
ISBN-10: 329300444X
ISBN-13: 978-3293004443
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Kathy Reichs: Virals 2 – Nur die Tote kennt die Wahrheit

Kathy Reichs: Virals 2 – Nur die Tote kennt die Wahrheit

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Die Viren haben eine genetische Mutation hervorgerufen. Tory, Ben, Hiram und Shelton verfügen nun über außerordentliche Fähigkeiten, die sie allerdings noch nicht im Griff haben. Doch das alles ist ihr Geheimnis.
Mit Bestürzung reagieren sie auf die Ankündigung, dass das LIRI dichtgemacht werden soll. Das heißt auch, dass die Eltern ihre Arbeit in der Forschungsstation verlieren. Alle Familien müssten hier wegziehen, weil Loggerhead Island und Morris Island verkauft werden würden. Doch trennen wollen und dürfen sich die Freunde auf keinen Fall. Es muss also eine neue Möglichkeit der Finanzierung gefunden werden, damit alles so weiterlaufen kann, wie bisher.

Im Palmetto Club sieht Tory ein Gemälde der legendären Piratin Anne Bonny. Sie hört von dem Schatz, der nie gefunden wurde und hat eine Idee. Ein Piratenschatz, der Millionen wert sein soll und auch noch hier in Charleston versteckt sein könnte, käme nämlich wie gerufen, um die finanziellen Probleme zu lösen und die Forschungsstation weiterlaufen zu lassen. Die Freunde finden heraus, dass es sogar eine Schatzkarte gibt, doch um in ihren Besitz zu kommen, müsste man sie stehlen.

Nach „Virals – Tote können nicht mehr reden“ folgt nun Band 2 der Serie um die junge Tory Brennan und ihre Freunde. Diesmal geht es auf die Jagd nach einem Piratenschatz. Von Anfang an wird man völlig gefangen genommen von dieser Geschichte. Den Piratenschatz zu finden, ist natürlich keine einfache Sache und eigentlich nur möglich, weil die Freunde durch das Virus über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen, die bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt sind, so dass sich die Freunde also nicht nur in ihrem Charakter, sondern auch in ihren Möglichkeiten unterscheiden. Unfehlbar ist jedoch keiner. Die durch das Virus entfachten Kräfte sind nicht immer berechenbar oder verlässlich. Dennoch sind die Freunde zusammen ein unschlagbares Team.

Es ist sehr spannend, zu verfolgen, wie die Freunde nach und nach bei der Schatzsuche weiterkommen. Sie recherchieren und tragen Anhaltspunkte zusammen, so dass nach und nach die Geschichte Anne Bonnys zusammengesetzt werden kann.
Allein sind die Freunde bei ihrer Suche jedoch nicht. Auch andere suchen nach dem Schatz, verhalten sich skrupellos und sind bereit, für ihre Ziele zu töten. Die Handlung gestaltet sich also mehr als abenteuerlich, bis hin zum gut gemachten Ende dieses Buches.

Rezension von Heike Rau

Kathy Reichs
Virals 2 – Nur die Tote kennt die Wahrheit
Aus dem Amerikanischen von Knut Krüger
512 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570153665
ISBN-13: 978-3570153666
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Hans Morschitzky und Thomas Hartl: Die Angst vor Krankheit verstehen und überwinden

Hans Morschitzky und Thomas Hartl: Die Angst vor Krankheit verstehen und überwinden

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Angst vor Krankheiten spukt sicher jedem von uns dann und wann im Kopf herum. Manchmal macht man sich auch Sorgen über den eigenen Gesundheitszustand. Das ist sicher normal. Bei manchen Menschen ist diese Angst jedoch allgegenwärtig und bestimmt über ihr Leben. Es entwickelt sich eine psychische Störung. Dabei liegt keine akute Krankheit vor und ist auch nicht zu erwarten, das hat sich bei Arztbesuchen herausgestellt. Dennoch bleibt die Angst bestehen und Krankheitsthemen dominieren das Denken.

Es wird unterschieden, zwischen der Angst krank zu sein und der Angst krank zu werden. Die Autoren beschreiben, wie sich diese Ängste entwickeln und wo die Ursachen liegen. Das Thema ist sehr umfangreich. Es werden viele Aspekte angesprochen. Dadurch sind die Texte teilweise schwer zu lesen. Für ein besseres Verständnis sorgen dann die vielen Fallbeilspiele. Für Angehörige ist das Buch eine wertvolle Hilfe, weil diese verstehen lernen, was in einem krankheitsängstlichen Menschen vorgeht. Und auch wer beruflich mit Menschen zu tun hat, die unter Krankheitsängsten leiden, kann sich informieren.

Die Angst vor Krankheit kann überwunden werden. Einerseits ist es für den Patienten hilfreich zu wissen, wie die Krankheitsängste entstehen und andererseits wie man gegensteuern kann. Man kann mit dem Buch eine Verhaltenstherapie beginnen und einer entsprechenden Bewältigungsstrategie folgen. Es läuft darauf hinaus, die eingefahren Denkmuster zu ändern und die eigene gesundheitliche Situation realistisch einschätzen zu lernen, damit das Leben nicht mehr von den krankhaften Ängsten bestimmt wird. Das ist sicher nicht einfach, bedeutet Eingeständnisse und Auseinandersetzungen mit der eigenen Person. Aber die Therapie erscheint doch erfolgversprechend.

Rezension von Heike Rau

Hans Morschitzky und Thomas Hartl
Die Angst vor Krankheit verstehen und überwinden
192 Seiten, broschiert
Patmos Verlag
ISBN-10: 3843601534
ISBN-13: 978-3843601535
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Susanne Curtis u.a.: Das neue Praxishandbuch Heilpflanzen

Susanne Curtis u.a.: Das neue Praxishandbuch Heilpflanzen

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Heilpflanzen werden in der Hausapotheke gerne bei kleineren gesundheitlichen Problemen oder Befindlichkeitsstörungen eingesetzt. Natürlich erfordert das einiges an Wissen über die Wirkung der verschiedenen Kräuter.
80 Heilpflanzen werden im Buch vorgestellt. Darunter sind zum Beispiel Schafgarbe, Hafer, Kümmel, Gelbwurz, Zitronenmelisse, Heidelbeere, Arznei-Baldrian, Mistel und Mönchspfeffer.
Jede Pflanze wird hinsichtlich ihrer Heilwirkung vorgestellt. Man kann die Inhaltsstoffe und die Anwendungsmöglichkeiten in Arzneien nachlesen. Zudem erfährt man, wie die Pflanze kultiviert wird und ob man Wildpflanzen sammeln kann. Wenn nötig gibt es Warnhinweise. Man erfährt hier auch, wann man lieber ärztlichen Rat vor Verwendung einholen sollte.
Zu jedem Porträt gehören aussagekräftige Fotos und Zeichnungen.

Es gibt einen Rezeptteil im Buch zur innerlichen Anwendung von Heilpflanzen in Säften, Tees, Sirup und Tinkturen. Die Rezepte sind sehr interessant. So schützt der „Frühherbstlicher Vitamingenuss“ vor Erkältungskrankheiten. Der „Artischockenblätter-Fenchel-Saft“ wirkt entgiftend. Der „Melissen-Rosen-Tee“ ist stimmungsaufhellend. Der „Sonnenhut-Thymian-Sirup“ stärkt die Abwehrkräfte und eine „Lindenblüten-Weißdorntinktur“ kann Stresssymptome lindern.

Auch Rezepte zur äußerlichen Anwendung werden vorgestellt. So lassen sich Cremes, Seifen, Badezusätze und Haarpflegemittel in der Küche herstellen. Man kennt dann die die Inhaltsstoffe seiner Pflegeprodukte ganz genau und kann diese auf Haut- und Haartyp abstimmen. Interessant fand ich in diesem Kapitel insbesondere die Badetees. Dazu gehören „Rosen-Ringelblumen-Badetee“ oder auch der „Badetee mit Lavendel und Aloe vera“. Beide wirken entspannend und lockern müde Muskeln.

Im Anhang des sehr informativen und sehr schön gestalteten Buches gibt es dann noch ein Glossar und eine Anwendungsübersicht. Auch nützliche Webseiten werden aufgelistet.

Rezensionen von Heike Rau

Susanne Curtis u.a.
Das neue Praxishandbuch Heilpflanzen
Sanfte und natürliche Anwendungen
256 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley
ISBN-10: 3831020760
ISBN-13: 978-3831020768
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Heike Eva Schmidt: Purpurmond

Heike Eva Schmidt: Purpurmond

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Es ist ein Streich, den die die Mädchen ihrer neuen Mitschülerin spielen. Die kleine Party im Keller des Trudenhauses endet damit, dass Caitlyn hier eingesperrt wird. Gespenstig ist es. Die Kerzen werden bald verlöschen. Verzweifelt sucht Caitlin nach etwas, mit dem sie sich befreien könnte. Das kleine hochgelegene Kellerfenster ist kaputt. Mit einem Stein aus der Mauer könnte sie die Reste des Glases zerschlagen und sich vielleicht hindurchzwängen.

Tatsächlich entdeckt sie einen losen Backstein. Dahinter ist zu ihrer Überraschung ein Hohlraum. Hier findet sie in einem wachsgetränkten Tuch ein ledernes Schriftstück und einen Halsreif aus Kupfer, den sie probeweise anlegt. Sie liest noch einmal das Gedicht auf dem Leder und plötzlich ist nichts mehr, wie es eben noch war.

Caitlin kommt in einer Gasse in der Nähe des Bamberger Marktplatzes wieder zu sich. Alles hier sieht merkwürdig verändert aus. Als sie Zeugin einer Hexenverbrennung wird, überkommt sie eine weitere Ohnmacht. Dann ist sie wieder zu Hause. Caitlin glaubt zunächst geträumt zu haben. Doch der Kupferreif ist noch da und lässt sich nicht entfernen. Wie eine Fessel liegt das Schmuckstück um ihren Hals.

Von einem Geschichtsdozenten erhofft sich Caitlin Näheres zu erfahren über die Zeit, in der sie war. Sie erfährt, dass es noch eine echte Hexe in Bamberg geben soll und macht diese ausfindig. Margret Hahn glaubt, dass der Kupferreif von einer Frau mit magischen Kräften mit einem Bann belegt wurde und dass dies die Ursache für die Zeitreise sein könnte. Um den Fluch zu lösen, muss Caitlin diese Frau finden. Sie muss also wieder in die Vergangenheit reisen.

Es geht im Buch darum, in das Schicksal einzugreifen und Geschehnisse der Vergangenheit in andere Bahnen zu lenken. Caitlin lässt sich auf diese Rolle ein. Sie hat keine Wahl, wird sie doch von dem immer enger werdenden Halsreif gedrängt zu handeln.

Die Geschichte ist äußerst spannend gemacht. Sie ist geheimnisvoll und unheimlich zugleich. Der historische Hintergrund ist perfekt eingearbeitet. Das historische Bamberg zur Zeit der Hexenprozesse bildet die Kulisse. Es ist eine gefährliche Zeit. Das bekommt Caitlin auf sehr dramatische Art und Weise zu spüren.

Die Hauptdarstellerin ist sehr sympathisch. Es ist interessant zu sehen, wie Caitlin sich als Frau im Mittelalter gibt. Verständlicherweise hat sie Mühe, sich in die Gepflogenheiten der damaligen Zeit hineinzufinden. Hier ergeben sich auch einige lustige Momente, in dem doch sehr ernsten und zeitweise traurigen Buch.
Die Geschichte ist also gut gemacht. Fesselnd und unterhaltsam zugleich. Die Autorin versteht es, spannend zu erzählen.

Rezension von Heike Rau

Heike Eva Schmidt
Purpurmond
352 Seiten, gebunden
PAN-Verlag
ISBN-10: 3426283662
ISBN-13: 978-3426283660
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Marlies Ferber: Null-Null-Siebzig – Operation Eaglehurst

Marlies Ferber: Null-Null-Siebzig – Operation Eaglehurst

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James Gerald, ehemaliger Geheimagent beim SIS, ist längst im Ruhestand. In das Seniorenheim Eaglehurst in Hastings ist er aufgrund seines Alters aber nicht eingezogen. Er ist noch ganz gut in Schuss, auch wenn er nach einer schweren, aber nun überstanden Grippe in diesem Winter noch ein wenig wacklig auf den Beinen ist und einen Arm als Stütze benötigt.

Gleich am ersten Tag seines Aufenthalts stirbt Thomas Maddison beim Bingo. Er folgt damit William Morat nach, der vor drei Wochen auch ganz plötzlich starb. Wegen ihm ist James hier. Er glaubt nicht an einen natürlichen Tod, sondern nimmt an, dass sein Freund vergiftet wurde. Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten. William Morats Tochter wusste nicht einmal, dass ihr Vater sich in ein Seniorenheim zurückgezogen hatte. Was hatte William also vor?
Die Obduktion, die James veranlasst hat, ergibt, dass William zu viel seines Herzmedikaments genommen hatte. James glaubt nicht, dass William die Tabletten doppelt genommen haben könnte.

Das Auskundschaften des Altenheimes ist nicht so einfach, wenn man auf Hilfe angewiesen ist. Als Mrs Sheila Humphrey, James Nachbarin aus London und ehemalige Kollegin, endlich den Rollator bringt, ändert sich das. Das Gefährt ist zudem mit Navigationsgerät und einer Vorrichtung ausgestattet, die es möglich macht, Reizgas zu versprühen.
Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich schwieriger als gedacht. Doch nach und nach kommt James einer Sache auf die Spur, die er kaum glauben kann.

Ein 70-jähriger Ex-Agent mit Rollator geht in diesem Buch auf Verbrecherjagd.
Man kann sich leicht ausrechnen, dass der Krimi ein wenig anders ist, als andere. Der Schreibstil der Autorin gefällt gut und erinnert an alte englische Kriminalfälle. James Gerald als Figur hat etwas von Miss Marple, aber auch etwas von James Bond. Hilfe, wenn auch manchmal ungebetene, erhält er von der unwesentlich jüngeren und sehr resoluten Mrs Sheila Humphrey. Die beiden bilden ein kurioses Team. Und ein Seniorenheim, in dem es mehr als gemütlich zugeht, und eigentlich nie irgendwas passiert, ist auch mal etwas anderes. Es sind besonders die lebendigen Details, die diese Kulisse wirken lassen wie ein Bühnenbild.

Es ist ein Vergnügen, diesen Krimi zu lesen. Er ist spannend, und durch diesen immer wieder einfließenden trockenen Humor auch sehr amüsant. Man wird gut unterhalten. Der Fall ist zudem viel komplexer, als zunächst angenommen, so dass sich James Gerald ganz schön ins Zeug legen muss. Gute Detektivarbeit ist hier gefragt. Besonders schön zu lesen, sind hier seine Streitgespräche mit Sheila Humphrey. Es gibt viele spannende Wendungen und das Ende ist eine echte Überraschung.

Rezension von Heike Rau

Marlies Ferber
Null-Null-Siebzig – Operation Eaglehurst
Kriminalroman
272 Seiten, broschiert
Dtv – Deutscher Taschenbuchverlag
ISBN-10: 3423213450
ISBN-13: 978-3423213455
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Caroline Bretherton: Gartenküche für alle Jahreszeiten

Caroline Bretherton: Gartenküche für alle Jahreszeiten

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Die Erntezeit ist die vielleicht schönste Zeit, wenn man einen Garten hat. Die vielen Gemüse- und Obstsorten sorgen für Abwechslung auf dem Tisch. Die Saison geht von Frühling bis Herbst, wobei in jedem Monat bestimmte Obst- und Gemüsesorten besonders reichlich zu ernten sind. Wer gerne kocht, möchte seine Ernte natürlich auch entsprechend verarbeiten. Im Buch findet man Anregungen mit entsprechenden Rezepten.

Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert. So kommt der Frühling mit Spargel, Erbsen, Mangold, Rhabarber, Spinat, Radieschen und anderem Gemüse daher. Der Sommer dann mit Bohnen, Kartoffeln, Mais, Brombeeren, Heidelbeeren und vielem mehr. Auch für eine reichliche Ernte an Tomaten findet man abwechslungsreiche Rezepte: Tomatencremesuppe, Wolfsbarsch mit Tomaten-Koriander-Salat, Tomatensalat mit Mozzarella, Gebackener Ricotta mit gerösteten Tomaten. Gut haltbar machen kann man Tomaten durch Trocknen, aber auch durch das Verarbeiten zu Tomaten-Chili-Konfitüre oder Tomaten-Chutney mit gerösteten Paprika.
Im Herbst werden dann unter anderem Kürbisse, Kohlrabi, Staudensellerie, Trauben, Apfel, Birnen und Feigen verarbeitet.
Man erhält außerdem zu den einzelnen Gemüse- und Obstsorten Erntetipps und Hinweise zum Lagern.

Die Rezepte zum Haltbarmachen von Obst und Gemüse sind das Besondere am Buch. So hat man dann auch außerhalb der Erntesaison, also im Winter, immer haltbar gemachtes Gartengemüse und Obst parat. Man lernt, wie man Gemüse in Öl einlegt, als Essiggemüse konserviert, wie man ein Relish zubereitet, wie man Gelee und Konfitüre, auch Tiefkühlkonfitüre macht und Früchte und Gemüse einfriert, Früchte in Alkohol einlegt, Gemüse einlagert, Obst dörrt, Kräuter trocknet und mehr.

Die Vielfalt an Rezepten ist beeindruckend. Man kann diese der kreativen Alltagsküche zuordnen. Es ist eine frische, saisonale und damit gesunde Küche, die Spaß macht und sehr viel Abwechslung bringt.
Es gibt nicht zu jedem Rezept ein Foto. Schönes Bildmaterial ist aber dennoch reichlich vorhanden. Das Buch ist zudem sehr übersichtlich gestaltet. Die Rezeptseiten sind sehr gut strukturiert. Die Kochanleitungen sind verständlich und damit gut nachvollziehbar.
Sehr gut gefällt, dass auch eine große Ernte vielfältig verarbeitet werden kann, ohne dass der Speiseplan langweilig wird. Es gibt also immer mehrere Rezepte zu einer Gemüsesorte und außerdem die Möglichkeit, Vorräte anzulegen. Man kann natürlich auch im kleinen Stil mit dem Buch kochen oder, wenn man keinen Garten hat, auf dem Wochenmarkt die Zutaten einkaufen.
Es ist ein sehr schönes und vor allem brauchbares Kochbuch.

Rezension von Heike Rau

Caroline Bretherton
Gartenküche für alle Jahreszeiten
Selbst geerntet, selbst gekocht
352 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831021120
ISBN-13: 978-3831021123
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