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Autor: hera

Alafair Burke: Online wartet der Tod

Alafair Burke: Online wartet der Tod

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Ellie Hatcher hat sich bisher um Betrug und Raubüberfälle gekümmert. Nun soll sie zum ersten Mal in einem Mordfall ermitteln. Flann McIlroy hat die junge Polizistin zu seiner Unterstützung angefordert. Es geht um zwei junge Frauen, die im Abstand von genau einem Jahr ermordet worden sind. Amy Davis wurde erdrosselt, als sie vor einem Date nach Hause kam. Sie war Mitglied von „FirstDate“, einer Online-Partnerbörse. Die vor einem Jahr ermordete Caroline Hunter war auch bei „FirstDate“. Nur war ihre Motivation eine ganz andere. Sie hat für ein Buchprojekt recherchiert.

Es gelingt Ellie Hatcher sich in das Profil von Amy Davis einzuloggen und festzustellen, mit wem sie Kontakt hatte. Nur läuft bei „FirstDate“ alles sehr anonym ab. Von den Benutzernamen kann man nicht auf die Person schließen. Bei „FirstDate“ zeigt man sich wenig hilfsbereit. Und so gehen die Ermittlungsarbeiten nur sehr schleppend voran.

Ellie hat inzwischen selbst einen Account bei „FirstDate“ und drei Männer angeschrieben. Doch es wird keine Spur zum Mörder ersichtlich. Erst später, als eine dritte Frau ermordet wird, fällt ein Profil besonders auf.

Der Täter spielt eine ganz üble Rolle. Er manipuliert die Polizisten und legt falsche Fährten, ohne das es zunächst auffällt. Auch als Leser steht man vor einem Rätsel und verfolgt die Gedankengänge von Elli Hatcher und Flann McIlroy mit großer Spannung, obwohl die Handlung anfangs nicht gerade sehr aufregend erscheint. Es ist eine Puzzlearbeit, mit vielen überflüssigen Teilen im Spiel, die erst aussortiert werden müssen. Im letzen Drittel des Buches kommen die Ermittlungsarbeiten aber dann so richtig in Fahrt. Man wird wirklich sehr überrascht.

Insgesamt wirkt der Krimi sehr gut durchdacht. Er ist überaus raffiniert angelegt. Aber das merkt man erst am Ende, wenn alle Fäden zusammenlaufen.
Das Thema selbst ist spannend. Sehr deutlich wird auf die Gefahren des Internets aufmerksam gemacht. Es ist schon sehr bedenklich, welche Möglichkeiten für den Täter hier bestehen und wie ein Fremder sich tarnen kann, um Vertrauen zu wecken.

Noch ein Wort zu Ellie Hatcher. Sie wirkt echt und in ihrem Handeln glaubwürdig. Nicht zuletzt passt sie selbst in das Opferprofil des Täters. Außerdem ist das Interesse der Medien an ihr als Ermittlerin groß. Sie ist keine Unbekannte. Auch ihr Privatleben wird im Buch nicht ausgespart. Man kann sich gut mit ihr identifizieren. Dadurch gewinnt der Krimi natürlich zusätzlich.

Fazit: Ein wirklich lesenswerter, „Krimi des Monats“

Rezension von Heike Rau

Alafair Burke
Online wartet der Tod
Deutsch von Susanne Wallbaum
Dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423213140
ISBN-13: 978-3423213141
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Katja Kiefer: Die Muddeldings – Chaos im Kinderzimmer

Katja Kiefer: Die Muddeldings – Chaos im Kinderzimmer

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Auch wenn das Kinderzimmer noch so unordentlich aussieht, Max hat keine Lust zum Aufräumen. Ihm gefällt es. Die Hängehöhle, die er für sich und seinen großen Hund gebaut hat, soll bleiben, auch wenn diese mittlerweile einem Schweinestall gleicht. Die Muddeldings lieben dieses Chaos, keine Wunder also, dass sie eines Tages vor der Türe stehen und Einlass verlangen. Die strubbligen Wesen mit den Riesenknubbelnasen machen es sich in Max‘ Zimmer gemütlich. Die vorhandene Unordnung ist ihnen nicht genug. Sie fegen alles aus dem Schrank, besorgen sich Essbares aus der Küche und richten sich nach ihrem Geschmack ein.

Bald herrscht Chaos und es stinkt. Max‘ Eltern wundern sich. Und bald bekommen auch die Nachbarn mit, dass die Muddeldings Einzug gehalten haben. Die werden immer übermütiger. Der Unrat türmt sich schon auf. Als Max seinen Hund in den Müllbergen nicht mehr finden kann, reicht es ihm. Er beschließt, dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Es ist nicht leicht, Kinder zum Aufräumen zu bringen. Vielleicht gelingt es mit dem Buch ein wenig besser. Denn es wird sehr schön vor Augen geführt, was passiert, wenn man es lässt. Wobei hier auch die Eltern nicht konsequent sind, als unbeteiligt dargestellt werden und Max sich daher überfordert fühlen muss.
Die Muddeldings sind nicht furchterregend dargestellt. Sie sind schmuddelige Fantasiegestalten, die das Chaos lieben und ihre Körperpflege vernachlässigen. Was Unordnung betrifft, kennen sie keine Grenzen.

Beim Anblick der Verwüstung in Max‘ Kinderzimmer kann es einem schon angst und bange werden. Bis unter die Decke türmt sich der Schmutz auf, so dass man im Wirrwarr keine Details mehr erkennen kann.
Die Situation wird überspitzt dargestellt, und dürfte Kinder ordentlich zum Staunen bringen. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Was anfangs noch lustig wirkt, wird äußerst unangenehm. Mit den Muddeldings will dann wohl kein Kind mehr Bekanntschaft schließen. Aber da hilft nur eins: Aufräumen!

Rezension von Heike Rau

Katja Kiefer
Die Muddeldings – Chaos im Kinderzimmer
32 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311826
ISBN-13: 978-3830311829
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Marianne Koch: Das Herz-Buch

Marianne Koch: Das Herz-Buch

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Unser Herz steht im Mittelpunkt dieses Buches. Medizinisches Wissen wird hier auf leicht verständliche Weise vermittelt. So wird zunächst erklärt, wie das Herz arbeitet, wie es funktioniert. Leider drohen unserem Herzen einige Krankheiten. Typische Beschwerden einzelner Krankheitsbilder werden genannt und Untersuchungsmethoden aufgezeigt, um diesen auf die Spur zu kommen. Man erfährt, wie eine Herzschwäche behandelt wird, wie defekte Herzklappen repariert werden und welche Medikamente zum Einsatz kommen.
Die Autorin spricht über Herzrhythmusstörungen und erklärt, wann man sofort zum Arzt sollte, bzw. wann man von einer Notfallsituation ausgehen kann.

Manchmal macht das Herz auch Probleme, wenn seelischer Kummer besteht. Langfristig gesehen, kann auch dies das Herz krank machen. So wird die interessante Frage beantwortet, ob man an gebrochenem Herzen sterben kann. Bestimmte Signale müssen also in jedem Fall ernstgenommen werden. Es ist wichtig, auf sich zu achten, sich auch einmal Gutes zu tun. Stress und Überforderung sind auch für das Herz nicht gut. Auch darauf wird im Buch eingegangen. Man bekommt wertvolle Ratschläge, die helfen, Herz und Seele in Einklang zu bringen.

Mitunter besteht akute Gefahr für das Herz. Der Herzinfarkt gehört dazu. Man erfährt hier alles über Warnzeichen, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation. Aufgezeigt wird, was bei Eingriffen am Herz vor sich geht, wie man sich Operation oder Kathederbehandlung vorstellen muss.

Gegen viele Krankheiten kann man vorbeugen, gerade auch dann, wenn Risikofaktoren eine Rolle spielen. Ins Blickfeld rücken Vorerkrankungen und Lebensumstände. Hoher Blutdruck, Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Ernährungsfehler gehören dazu. Wer gesundheitsbewusst lebt, verschafft sich Vorteile. Und das ist gar nicht so schwer, beherzigt man die Ratschläge der Autorin.

Es ist ein sehr leicht zu lesendes, gut verständliches und auch sehr spannendes Buch. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Das heißt aber nicht, dass Fachbegriffe ausgespart werden, vielmehr werden diese gleich erklärt. Medizinisches Wissen wird auf eine sehr persönliche Art von der Autorin vermittelt, die ihre Erfahrungen auf unterhaltsame Weise weitergibt. Man fühlt sich direkt angesprochen. Manchmal, wenn man medizinische Ratgeber liest, bekommt man es ja direkt mit der Angst zu tun. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Die Autorin geht sehr einfühlsam vor. Aufgelockert wird das Thema durch eine kleine Kulturgeschichte des Herzens durch die Jahrhunderte.

Rezension von Heike Rau

Dr. med. Marianne Koch
Das Herz-Buch
240 Seiten, broschiert
Dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 342324870X
ISBN-13: 978-3423248709
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Martina Wildner: Das schaurige Haus

Martina Wildner: Das schaurige Haus

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Der Vater wechselt den Job und die Familie zieht deswegen von der Stadt aufs Land. Das gemietete Einfamilienhaus liegt abseits eines Dorfes und sieht heruntergekommen aus. Aber es ist preiswert. Bald geht Eddi in den Kindergarten, während Hendrik die Schule besucht. Hendrik hat es von Anfang an nicht leicht. Besonders ein Junge will ihn einfach nicht in Ruhe lassen und denkt sich immer neue Schikanen aus. Hendrik dagegen ist begeistert von der Schneckenplage. Bald beherrschen die Schnecken sogar seine Träume.

An einem Nachmittag, als es zum ersten Mal schneit, erkunden Eddi und Hendrik das Haus. Auch den Keller. Durch Zufall entdecken die beiden hinter einem Schrank eine versteckte Tür. Öffnen lässt sie sich aber nicht. Dennoch wirkt das Haus nun noch unheimlicher. Eddi leidet so schon unter Albträumen. Vielleicht liegt es an der alten Tapete, die in seinem Zimmer an den Wänden ist. Eigentlich darf im Haus nichts verändert werden. Aber diese Tapete muss ab. Darunter findet man etwas Geschriebenes. Es will sich gar nicht entfernen lassen. Womöglich ist es ein Fluch. Überhaupt scheint mit dem Haus etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Es soll ein Spukhaus sein, sagt Ida aus der Nachbarschaft. Zwei Kinder sind ermordet worden.

Die Geschichte beginnt recht hoffnungsvoll für die Familie. Doch schon bald merkt man, dass etwas nicht stimmt und es wird zunehmend unheimlicher. Besonders der kleine Eddi scheint das zu spüren. Die Mutter ebenfalls. Sie fühlt Unbehagen. Der Vater versucht dem Ganzen mit Vernunft beizukommen, allerdings ohne Erfolg. Die Lage wird immer unheilvoller. Dass ein kleiner Friedhof direkt nebenan liegt und die Schneckenplage immer weiter zunimmt, untermalt diese Stimmung.
Das abgewohnte Haus, mit der scheußlichen Einrichtung der vormaligen Besitzer, hat offenbar Geheimnisse. Sich in das Dorfleben zu integrieren, fällt der Familie auch nicht leicht. Hendrik will unbedingt herausfinden, was Sache ist.

Von Anfang an wird man gefangengenommen von dieser unheimlichen Geschichte. Es ist ein echtes Kinderbuch, vom Inhalt her, aber auch vom Schreibstil. Die Sätze sind kurz und gut zu erfassen. Das Buch eignet sich zum Selberlesen und zum Vorlesen gleichermaßen.

Die Kinder im Buch sind ganz normale Kinder. Hendrik spielt die Hauptrolle. Aus seiner Sicht wird die Handlung beschrieben, aus der bald ein handfester Kinderkrimi wird. Dass nach und nach Licht ins Dunkel kommt, ist vor allem Eddi zu verdanken. Seine Schnecken-Albträume weisen den Weg. Allerdings, und das ist der einzige Kritikpunkt, gehen seine Fähigkeiten zum Ende hin doch zu weit. Das sonst so realistische geschriebene Buch wird dann doch ein wenig unglaubwürdig.

Rezension von Heike Rau

Martina Wildner
Das schaurige Haus
Vignetten von Anke Kuhl
205 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407799950
ISBN-13: 978-3407799951
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Stefan Moster: Lieben sich zwei

Stefan Moster: Lieben sich zwei

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Ines und Daniel Pirrung sind glücklich miteinander. Bisher auch ohne Kind. Ines wollte keins und Daniel nahm das hin. Nach einem schicksalhaften Ereignis ändert Ines ihre Meinung. Doch es bleibt beim Kinderwusch. Ines wird nicht schwanger. Dabei sind die Voraussetzungen ideal. Beide haben eine schöne Wohnung in Hamburgs HafenCity. Er arbeitet als Projektmanager und sie als Weinhändlerin in ihrem eigenen kleinen Laden. Sicher haben beide auch ihre Probleme, aber alles in allem stimmt der Rahmen. Also nehmen Ines und Daniel medizinische Hilfe in Anspruch. Fortan wird ihre Leben von Ines‘ Zyklus bestimmt. Es ist nicht einfach die Partnerschaft und das Zusammenleben unter diesen Umständen zu gestalten. Die Hoffnung kommt und geht in Wellen. Dabei wird es immer schwieriger die Zuversicht zu bewahren. Immer bewusster wird den beiden, dass etwas fehlt in ihrem Leben. Der unerfüllte Kinderwunsch ist nicht leicht zu verkraften. Die Normalität im Leben ist unter diesen Umständen nicht aufrecht zu erhalten. Und vielleicht auch nicht die Liebe.

Der Autor geht sehr genau auf die Gefühle der Protagonisten ein, lässt den Leser die feinen Stimmungen und Verstimmungen spüren und zeigt, wie Gefühle sich wandeln. Zunächst fast unmerklich. Die begonnene Routine im vorgeschriebenen Zyklus, die Unerfüllbarkeit eines ganz dringenden Wunsches, tut der Liebe nicht gut. Das Gefühl, das etwas fehlt, wird immer stärker. Wie fängt man das ab? Wie gibt man dem Leben Sinn? Wie hält man die Liebe?
Leise Töne schlägt der Autor an, geht auf Ines und Daniel gleichermaßen ein. Er zeichnet ein überzeugendes und sehr realistisches Bild der Situation und sieht das Paar dabei nicht isoliert. Der Einfluss von außen, das Umfeld, beeinflusst natürlich. Ines und Daniel versuchen, einen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen und geraten dabei auf Abwege. Das Buch ist da sehr tiefgründig und dadurch schonungslos. Stefan Moster hat mit seinem Roman ein sehr sensibles Thema aufgegriffen und gut umgesetzt.

Rezension von Heike Rau

Stefan Moster
Lieben sich zwei
416 Seiten, gebunden
Mareverlag
ISBN-10: 3866481632
ISBN-13: 978-3866481633
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R. J. Anderson: Timothy – Weggefährte der Feen

R. J. Anderson: Timothy – Weggefährte der Feen

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Jahre sind vergangen. Linde, die Pflegetochter von Klinge, ist nun die jüngste Fee der Eiche. Immer noch ist die Lage schwierig. Die Feen sind, bis auf die Königin Amaryllis, seit der großen Spaltung ohne Zauberkraft. Klinge, die sich nun Peri nennt, lebt jetzt außerhalb der Eichenwelt unter den Menschen, nebenan im Haus und zusammen mit Paul. Immer bleibt sie in der Nähe, um die Feen zu beschützen.

Als Pauls Cousin Timothy nach Oakhaven kommt, wird es schwieriger. Er darf nichts von den Elfen erfahren. Aber die seltsamen Vorkommnisse und das merkwürdige Verhalten von Peri verunsichern ihn sehr. Deutlich spürt er, nicht willkommen zu sein. Und so verlässt er das Haus und macht sich auf den Weg nach London.

Königin Amaryllis liegt im Sterben. Die Königin gibt Linde den Auftrag sich auf die Suche nach anderen Feen, die ihre Zauberkraft noch haben, zu machen. Dafür gibt die Königin ihr die Hälfte ihrer Zauberkraft. Die andere erhält Baldriana als ihre Nachfolgerin.

Als Linde bemerkt, dass Paul nach London aufbricht, schließt sie sich ihm an. Er bemerkt natürlich nicht, dass er Linde im Gepäck hat, aber zu geeigneter Zeit offenbart sie sich ihm. Die beiden setzen ihre Reise gemeinsam fort. Tatsächlich treffen die beiden auf ein anderes Feenvolk. Doch statt Hilfe zu finden, müssen beide bald um ihr Leben bangen.

Nach dem ersten Buch „Bryony – Rebellin unter Feen“ folgt nun der nächste Band um die Feen des Eichenvolkes. Diesmal steht ein Mensch im Zentrum des Geschehens zusammen mit der jungen Fee Linde. Auch diese Geschichte ist wieder voller magischer Momente.

Die Lage der Feen hat sich dramatisch verschlechtert. Das Eichenvolk scheint dem Untergang geweiht, sollte es keine Hilfe finden. Das macht die Spannung im Buch aus. Linde und Timothy müssen also auf Reisen gehen, um andere Feen zu finden, die bereit sind, etwas von ihrer Zauberkraft abzugeben.

Auf dem Weg haben beide viele Schwierigkeiten zu meistern. Linde und Timothy stoßen dann doch auf ein anderes Feenvolk, das den beiden aber alles andere als freundlich gegenübertritt. Es ist natürlich faszinierend zu sehen, wie ganz anders diese Feenvolk Londons lebt, geführt von einer bösen Kaiserin, die auf Menschen nicht gut zu sprechen ist und damit natürlich auch auf Feen, die Freundschaft mit Menschen geschlossen haben. So verschärft sich die Lage noch einmal und scheint ausweglos.

Fazit: Man wird sehr gut unterhalten. Die Geschichte ist durch die vielen spannenden Wendungen sehr fesselnd.

Rezension von Heike Rau

R. J. Anderson
Timothy – Weggefährte der Feen
Aus dem Englischen von Wolfram Ströle
256 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag
ISBN-10: 3446237801
ISBN-13: 978-3446237803
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Margarete Dreßler: Die unbekannten Kräfte der Blaubeere

Margarete Dreßler: Die unbekannten Kräfte der Blaubeere

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Blaubeeren sind gesund, keine Frage. Es kann also nicht schaden, sich mit den kleinen Beeren einmal näher zu befassen. Man erfährt zunächst, wo die Blaubeeren vorkommen und wie Kulturblaubeeren angebaut werden. Im Buch werden Wild- und Kulturheidelbeeren hinsichtlich ihrer Gesundheitswirkung betrachtet, wobei Früchte und Blätter Beachtung finden. In der Volksmedizin wird die Blaubeere wegen ihrer bekannten Wirkung schon lange eingesetzt. Interessant sind aber vor allem neuere Erkenntnisse.

Die Inhaltsstoffe der Blaubeere werden aufgezeigt und hinsichtlich ihrer gesundheitsfördernden Wirkung beschrieben. Dabei geht es dann ins Detail.
Betrachtet werden verschiedene Krankheitsbilder und die positive Wirkung die der Verzehr von Blaubeeren hier erzielen kann. Es werden verschiedene Studien herangezogen und noch einmal von der Autorin ausgewertet. Bei den Krankheitsbildern geht es beispielsweise um Harnwegsinfektionen, Sehstörungen, Diabetes, Demenz und Alzheimer. Gerade bei Letzterem gibt es interessante Neuigkeiten.

Klar wird, dass Blaubeeren sehr gesund sind. Aber das ist nichts Neues. Und das trifft sicher auch auf andere Beeren zu.
Trotzdem ist natürlich spannend zu lesen, was es speziell zur Blaubeere zu sagen gibt. Immerhin füllt Wissenswertes hier ein ganzes Buch.
Damit sollte die Aufmerksamkeit der Verbraucher hinsichtlich der Blaubeere wachsen. Vielleicht kann der eine oder andere die Wirksamkeit gegen Krankheiten und auch das Potenzial der Blaubeere, die entzündungshemmend, gefäßstärkend, immunstärkend und krebsvorbeugend wirkt, gezielter einsetzen.

Mit im Buch sind Rezepte. Auch mit rohen Beeren, so dass alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Auch Erzeuger, bei denen der direkte Einkauf von Blaubeeren möglich ist, werden genannt. Außerdem gibt es ein Glossar mit Erklärungen zu medizinischen Fachbegriffen.

Rezension von Heike Rau

Margarete Dreßler
Die unbekannten Kräfte der Blaubeere
Wirkstoffe und Anwendungsmöglichkeiten
212 Seiten, broschiert
Knaur – MensSana
ISBN-10: 3426875411
ISBN-13: 978-3426875414
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Leonie Swann: Glennkill – Ein Schafskrimi

Leonie Swann: Glennkill – Ein Schafskrimi

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Es ist vorbei mit der Ruhe auf der Weide. Der Hirte George Glenn ist tot. In ihm steckt eine Schaufel. Es muss also Mord gewesen sein, glauben die Schafe. Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, weiß, dass nun Menschen kommen werden. Tom O’Malley findet den Toten schließlich. Kaum hat er im Pub die Leute informiert, kommt ein kleines Grüppchen herauf. Darunter der Metzger, den die Schafe gar nicht leiden können. Die Tiere versuchen sich so natürlich wie möglich zu verhalten und dabei so viel wie möglich mitzubekommen. Dann kommen Polizisten und ein Journalisten. Die Schafe finden kaum Beachtung. Immerhin wird die Leiche mitgenommen. Und bald sieht es auf der Weide aus, als wäre nichts geschehen.

Am nächsten Morgen fallen die Schafe über Georges Gemüsegarten her. Das war bisher verboten gewesen, aber nun gibt es ja niemanden mehr, der es ihnen verbieten könnte. Selbst die Schäferhündin scheint verschwunden.
Wieder kommen Menschen. Eine Frau und ein Schwarzgekleideter mit langer Nase, der die Schafe am liebsten beim Metzger sehen würde, wäre da nicht ein Testament, in dem stehen müsste, wem die Schafe nun gehören.
Die Schafe nehmen alles auf, was sie hören. Versuchen hinter die Bedeutung des Gesagten zu kommen und sich zusammenzureimen, wer der Mörder ist.
Doch die Geschichte ist kompliziert, vor allem auch, weil man sich fragen muss, ob am Ende vielleicht sogar ein Schaf etwas mit dem Mord zu tun hat. Miss Maple hat den Hufabdruck auf Georges Leiche genau gesehen.

Die Herde besteht aus Schafen von ganz unterschiedlichem Charakter. Angeführt werden sie von Leitwidder Sir Ritchfield, der allerdings nicht mehr der Jüngste ist. Miss Maple hat das Sagen. Als klügstes Schaf der Herde, kommt ihr das Denken zu. Alles merken kann sie sich aber nicht. Dafür gibt es Mopple the Whale, das Gedächtnisschaf. Aber auch die Meinung der anderen Schafe zählt.

Im Grunde ist das Buch nicht besonders spannend. Der Fall ist alles andere als spektakulär. Aber die Geschichte ist unglaublich originell. Die Autorin versetzt sich in die Lage der Schafe und bedient jedes Klischee, das man Schafen zumutet. Das ist ungeheuer lustig. Die Schafe sind langsam, begriffsstutzig, denkfaul und mehr mit Grasrupfen beschäftigt, als mit allem anderen. So entwickelt sich auch der Krimi nur langsam. Die Schafe gehen mit Bedacht vor. Im Grunde verstehen sie die Menschen nicht. Aber weil ihr Hirte George Glenn ihnen immer vorgelesen hat, wissen sie eine ganze Menge mehr, als andere Schafe. So wissen sie eben auch, dass der Mörder immer an den Tatort zurückkehrt. Dennoch ist es schwer für sie Gedanken aneinander zu reihen und Schlüsse daraus zu ziehen. Manchmal liegen sie dann eben auch grundverkehrt.

Aber unter den Menschen ist auch keiner, der den Mord aufklären will. Die scheinen eher etwas vertuschen zu wollen. Die Schafe haben Zeit. Das Rätsel wird schon gelöst werden. Und auch als Leser sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen. Es unterhält auf charmante Art wirklich gut.

Rezension von Heike Rau

Leonie Swann
Glennkill – Ein Schafskrimi
384 Seiten, broschiert
cbj, München
ISBN-10: 3570400840
ISBN-13: 978-3570400845
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Amanda Grant: Erdbeerglück für Möhrenzwerge

Amanda Grant: Erdbeerglück für Möhrenzwerge

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Mit Kindern zu gärtnern, macht sehr viel Spaß. Anleitung dazu gibt das vorliegende Buch. Kinder werden hier direkt angesprochen. Es ist dann ganz einfach mit dem Kind zu planen, was angebaut werden soll. Man braucht dazu nicht unbedingt einen Garten. Vieles kann in großen Töpfen oder Balkonkästen angepflanzt werden. Selbst wer so gut wie keinen Platz hat, kann etwas auf das Fensterbrett stellen.
Von der Aussaat bis zur Ernte wird der kleine Gärtner begleitet. Aber auch, und das ist das Besondere im Buch, darüber hinaus. Die Ernte wird verarbeitet und hierzu gibt es Anleitung und Rezepte im Buch, die auch Kinder mit etwas Hilfe umsetzen können.

Zunächst werden die Grundlagen des Gärtnerns vermittelt und Küchengrundlagen erklärt. Was man anbauen kann, ist nach Kapiteln gegliedert: „Kräuter und Blattgemüse“, „Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln“, „Zucchini und Tomaten“, Erbsen und Bohnen“ und „Erdbeeren und Himbeeren“.

Ein Kapitel sehen wir uns näher an. „Kräuter und Blattgemüse“. Hier ist alles möglich. Der Anbau in kleinen Beeten, in Blumentöpfen auf der Terrasse oder dem Balkon und auch auf dem Fensterbrett. Es wird erklärt, wie man kleine Kräuterpflänzchen in Töpfe oder das Beet setzt, wie man Salat aussät und Radieschen. Die Pflege ist recht einfach. Auf was mach achten muss, wird genau beschrieben. Es ist aufregend, die Pflanzen wachsen zu sehen bis man dann ernten kann. Woran man erkennt, dass es soweit ist, wird aufgezeigt. Es gibt einige sehr einfache Vorschläge zur Verarbeitung wie die „Kräutereiswürfel“ oder „Radieschen mit Frischkäse“, aber auch ganze Mahlzeiten. Dazu gehören „Großer Gartensalat mit Croutons“, „Grüner Reis“ oder „ Nudeln mit Spinatsahnnesoße“

Das Buch ist inhaltlich sehr einfach gehalten. Auch Eltern, die sich bisher nicht um einen Garten gekümmert haben, und keine Ahnung vom Säen und Pflanzen haben, können mit ihren Kindern zum Hobbygärtner werden. Man wird mit dem Buch praktisch durch das ganze Gartenjahr begleitet, wobei verschiedene Altersgruppen angesprochen werden, vom Kindergartenkind bis hin zum Grundschüler. Die Bilder sind sehr motivierend, gerade auch für Kinder, die man hier bei vielfältigen Aktionen im Garten und in der Küche sieht. Der Text ist sehr kindgerecht gestaltet und vor allem auch sehr motivierend für die Kleinen. Kinder können eine Menge lernen und Erfahrungen sammeln.
Das Thema wurde hier wirklich sehr gut umgesetzt.

Rezension von Heike Rau

Amanda Grant
Erdbeerglück für Möhrenzwerge
Gärtnern und Kochen mit Kindern
Fotos von Tara Fisher
128 Seiten, Klappenbroschur
Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799535705
ISBN-13: 978-3799535700
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Tessa Gratton: Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut

Tessa Gratton: Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut

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Nach dem schrecklichen Tod ihrer Eltern bekommt Silla ein Buch zugeschickt. Der Absender, er nennt sich der Diakon, schreibt seltsame Dinge über ihren Vater, die Silla nicht glauben kann. Ein Magier und Heiler soll er gewesen sein. Das Buch gehörte ihrem Vater und enthält Zaubersprüche. Sillas Neugier ist geweckt. Auf dem Friedhof probiert sie einen Zauber aus, der sich „Erneuerung“ nennt. Dass sie dazu ihr Blut braucht, schreckt sie nicht ab. Und so erweckt sie ein welkes Blatt zu neuem Leben.

Doch Silla ist nicht allein auf dem Friedhof. Nicholas, der mit seinem Vater und dessen junger Frau in das alte Haus des Großvaters, ganz in der Nähe des Friedhofs gezogen ist, hat gesehen, was geschehen ist. Es weckt Kindheitserinnerungen in ihm. Er kennt den Zauber. Seine Mutter hat es ihm beigebracht. Was er damals für ein Spiel gehalten hat, ist keins.

Sillas Bruder Reece glaubt nicht an Zauberei. Doch als Silla vor seinen Augen ein totes Tier zum Leben erweckt, muss er einsehen, dass es Magie gibt. Blutmagie. Zu der auch er fähig ist. Der Gedanke, auch die Eltern wieder zum Leben zu erwecken, ist verlockend, aber eben auch sehr gefährlich. Denn Silla glaubt, dass ihre Eltern ermordet worden sind. Das heißt aber auch, dass es einen Mörder geben muss.

Die Geschichte ist äußerst spannend. Durch den sehr einfühlsamen und poetischen Schreibstil der Autorin, wird man sofort in das Geschehen hineingezogen. Man sollte Abstand wahren, das merkt man sofort. Nur kann man es nicht, so gefährlich auch ist, was hier geschieht.
Das Buch zu lesen, ist aufregend. Es ist aber auch verstörend. Weil die Autorin die Geschichte um die Blutmagie so wahrhaft erscheinen lässt. Man kann sich perfekt in das Geschehen hineinversetzen.

Die Handlung ist gut aufgebaut. Die düstere Atmosphäre in ihrer Wirkung unglaublich. Man braucht gute Nerven. (Zartbesaitete muss man sogar vor dem Buch warnen!) Denn die Seiten des Buches scheinen mit Blut getränkt. Denn Blut ist es, das den Zauber, neben anderen Utensilien, erst wirken lässt.

Die Sichtweisen von Silla und Nicholas sind parallel dargestellt. Dazwischen findet man Briefe von Sillas Vater, die in seiner Handschrift verfasst und sehr schwer zu entziffern sind. Auch das ist so ein Punkt, der am Buch tiefer teilhalben lässt. Man muss innehalten und sich bemühen, die Buchstaben zu entziffern.

Dann gibt es noch Tagebucheinträge einer Frau aus längst vergangener Zeit, die zunächst nur interessant, dann aber immer unheimlicher werden, bis man schließlich das Ausmaß des Inhaltes erfasst und die Folgen für die Gegenwart.

Es ist die perfekte Illusion. Sich auch nur vorzustellen, was die Autorin hier vorgibt, sorgt für Gänsehaut. Und dieses durchweg gruselige Gefühl verbindet sich mit der Beschreibung der überaus romantischen, schmerzvollen Liebe zwischen Silla und Nicholas. Ein wirklich mitreißender Roman!

Rezension von Heike Rau

Tessa Gratton
Blood Magic
Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner
448 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570152863
ISBN-13: 978-3570152867
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