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Kategorie: Kochbuch

Andrea Gräupel und Stefan Müller: Alamannen-Kochbuch

Andrea Gräupel und Stefan Müller: Alamannen-Kochbuch

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Die Autoren haben sich mit diesem Buch auf Spurensuche begeben und die Ess- und Kochgewohnheiten des germanischen Volksstammes der Alamannen erkundet. Quellen, wie zum Beispiel archäologische Ausgrabungen, bilden die Grundlage für die Rezepte. Gekocht wurde in nachgebauten Küchen, die so bei den Alamannen ausgesehen haben könnten. Zunächst kann man sich über die Zeitepoche informieren und Grundlegendes zur Ernährungswiese nachlesen. Und dann kann, wer möchte ins frühe Mittelalter zurückgehen und genauso kochen, wie es die Alamannen, die Selbstversorger waren, also Ackerbau und Viehzucht betrieben, taten.

Den Anfang machen Gerichte zum Schlürfen, also Suppen. Es gibt Bohnesuppe, Sauerkrautsuppe, Wildkräutersuppe mit pochiertem Ei, Dinkeleintopf oder Hackfleisch-Lauch-Topf.
Auch die Hauptgerichte versprechen althergebrachte Tafelfreuden. Man findet hier Dinkelbratlinge, Gulasch mit Pilzen und Hase am Spieß.
Auf dem Speisenplan steht auch Fisch. Es gibt Grillforelle und Fischbällchen.
An Beilagen kann man zwischen Bohnenmus, Brotfladen, Pfannkuchen oder Semmelknödeln wählen. Auch Saucen haben noch eine extra Rubrik. Hier findet man Pfeffer- und Dillsauce.
Ebenfalls interessant sind Gewürze und Öl. Man findet hier Gewürzmischungen zum Einlegen und Würzen
Auch süße Speisen fehlen nicht. Nachkochen kann man süßen Hirsebrei oder man bereitet die karamellisierten Feigen zu.

Es ist eine einfache, aber sehr nahrhafte Küche. Gerade wer mit frischen, natürlichen Zutaten kochen will, findet Anregung hierfür. Man kommt weg von industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Die Gerichte sind im Grunde leicht nachzukochen. An offener Feuerstelle wurde oft in nur einem Kessel gekocht. Wer Eintöpfe mag, findet reichlich Rezepte.
Viele Gerichte kann man auch auf dem Grill zubereiten. Wer nicht im freien kochen kann, kann dies aber auch einfach in der heimischen Küche tun.
Frisches Gemüse, Fleisch, Fisch und verschiedene Getreidesorten als volles Korn sorgen für Abwechslung. Kräuter und Gewürze machen die Gerichte schmackhaft.

Das Buch fällt aber auch durch seine schöne Gestaltung auf. Neben einem informativen Text sieht man Fotos von Ausgrabungsfunden. Auch die Bilder zu den Rezepten sind sehr passend und der Zeit nachempfunden. Man sieht auch eine Gruppe von Alamannen in entsprechender Kleidung in einer nachempfundenen Alamannen-Küche im Freien in Aktion.
Das Buch ist also Hobbyköchen mit Interesse an Geschichte unbedingt zu empfehlen.

Rezension von Heike Rau

Andrea Gräupel und Stefan Müller
Alamannen-Kochbuch
128 Seiten, gebunden
Verlag J. Neumann-Neudamm
ISBN-10: 386738052X
ISBN-13: 978-3867380522
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Susanne Rieder: Das Selbstversorgerkochbuch

Susanne Rieder: Das Selbstversorgerkochbuch

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Man kann sich ein Stück weit mit Obst und Gemüse selbst versorgen. Aber auch wenn man keinen Garten hat, kann man einiges auf dem Balkon oder dem Fensterbrett kultivieren oder sich in der Natur bedienen. Das Kochbuch ist genau darauf ausgerichtet. Frische saisonale Zutaten bereichern jede, natürlich selbst zubereitete, Mahlzeit.

Geordnet ist die Rezeptauswahl nach Jahreszeiten. Salate, Suppen, Hauptgerichte und Desserts werden präsentiert.
In der Rubrik „Frühling“ findet man Folgendes: Einen „Frühlingssalat“ mit jungen Löwenzahn- und Bärlauchblättern, eine „Brunnenkressesuppe“, „Wildkräuterklöße“ mit Brennesel, Löwenzahn und Giersch und „Holunderküchlein“ als Dessert.
Für den Sommer gibt es eine reichhaltige Rezeptauswahl. Unter den Salaten findet man „Bunten Salat mit Himbeeren“, unter den Suppen „Kalte Gurkensuppe mit Rucola“. (Diese habe ich ausprobiert. Sie ist sehr erfrischend, auch durch die Schärfe des Rucolas, der an den Geschmack von Kresse erinnert.) Als Hauptspeise gibt es „Forellenfilet auf Mangold“ und als Dessert „Heidelbeerdatschi“.
Weiter geht es mit dem Herbst. Da kann man zum Beispiel wählen zwischen „Rote-Bete-Salat mit Nüssen“, „Pilzsuppe mit Semmelknödeln“, „Wirsingauflauf“ und „Apfelkompott“.
Auch für die kalte Jahreszeit, den Winter, werden Rezepte angeboten. Als Salat wird „Knackiger Feldsalat mit Birne“ vorgeschlagen. Als Suppe „Kartoffelsuppe mit Würstchen“, als Hauptgericht „Pastinaken in Sahnesauce“ und zum Dessert könnte es „Reisauflauf mit Trockenfrüchte“ geben.
So hat jede Jahreszeit ihre Highlights und für Abwechslung wird gesorgt.

Im Buch werden aber nicht nur Rezepte präsentiert. In jeder Jahreszeit kann man einiges selbst tun, um den Speiseplan zu bereichern. So erfährt man, wie man vorgehen muss, wenn man Wildkräuter sammeln will und wie man diese haltbar macht, etwa durch das Trocknen und Einfrieren oder das Einlegen in Öl, Essig oder Salz.
Joghurt und Frischkäse werden selbst zubereitet. (Den Joghurt habe ich versucht, selbst zu machen. Besonders fest ist er nicht geworden, hat sich aber gut als Trinkjoghurt geeignet. Mit dem Joghurtbereiter geht es dann doch besser. Aber es ist eine interessante Erfahrung.)
Man erfährt, wie man Sirup oder Obstsäfte herstellen kann und Dörrobst. Wie man Gemüse über den Winter einlagert. Mit Hilfe des Buches kann man Chutneys, Relishes und Saucen einkochen. Auch Weine und Liköre werden hergestellt und der Rumtopf angesetzt.
Man erhält sogar Anleitung wie man ein Brot selbst backen kann. (Ich habe das Dinkelvollkornbrot im Brotbackautomaten ausprobiert. Ich musste noch etwas Mehl nachgeben, weil der Teig nicht die richtige Konsistenz bekam. Dass man Obstessig zusetzen soll, hat mich skeptisch gemacht, so dass ich davon weniger genommen habe. Das Brot schmeckte aber sehr gut, fast wie ein Sauerteigbrot durch den Obstessig, in meinem Fall war es Apfelessig.)

Mit dem Buch hat man also viel Spaß. Man kann es das ganze Jahr über nutzen und mit den Sorten an Gemüse, Kräutern und Obst kochen, die nach Jahreszeit zur Verfügung stehen. Man kann für den Winter vorsorgen, in dem man die Möglichkeiten des Haltbarmachens für sich nutzt.
Die Rezepte sind, wenn man ein bisschen Erfahrung im Kochen hat, gut nachzuvollziehen. Manches ist kinderleicht zuzubereiten, anderes erfordert etwas mehr Aufwand. Die vorgestellte Küche ist aber hervorragend für die ganze Familie geeignet. Immer wieder findet man Rezepte die zwar einfach, aber dennoch so wunderbar sind, so dass man auch gut Gäste damit beeindrucken kann. Vieles ist so lecker, das muss man einfach mal wieder selber machen!

Rezension von Heike Rau

Susanne Rieder
Das Selbstversorgerkochbuch
Ernten, Sammeln, Zubereiten
160 Seiten, gebunden
VGS, Egmont Verlagsgesellschaften
ISBN-10: 380253705X
ISBN-13: 978-3802537059

Chuck Williams: Frische Salate

Chuck Williams: Frische Salate

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Grade wenn man berufstätig ist, ist es nicht einfach, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Oftmals fehlt die Zeit, um zu kochen. Frische Salate sind dann eine gute Alternative. Man braucht keinen großen Aufwand zu betreiben und erhält eine Mahlzeit, die frische Zutaten enthält und der ganzen Familie schmeckt.

Wie vielfältig Salat sein kann, wird im Buch gezeigt. Unterteilt ist es Buch in drei Kategorien, je nach Aufwand. Unter „In 20 Minuten fertig“ findet man zum Beispiel „Geflügelsalat mit Nudeln“, wobei hier Orzo-Nudeln verwendet werden, die sich sehr gut im Salat machen. Sehr außergewöhnlich ist der „Spinatsalat mit Birnen & Walnüssen“. Auch der „Griechische Salat mit Kräuterpita“ ist lecker. Sehr schön sättigend ist der Polentasalat mit Tomaten.
„In 30 Minuten fertig“ sind der „Nudelsalat mit Meeresfrüchten“ der „Warme Kohlsalat mit Würstchen“ und der „Sommersalat mit Backhuhn“.
Vorgestellt werden weiterhin Salate, die „In 15 Minuten vorbereitet“ sind und dann nur noch angerichtet werden müssen. Hier findet man „Vietnamesischen Rindfleischsalat“, einen „Mediterranen Graupensalat“ und „Linsensalat mit Speck“.

Es wird so viel Abwechslung unter den Salaten geboten, dass man nur Staunen kann. Verwendet werden ganz verschiedene Zutaten. Die Salate werden zubereitet mit Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch, Geflügel, Käse und Eiern. Neben den unterschiedlichen Salatblättern und Gemüsesorten finden weitere Zutaten wie, Nudeln, Linsen, Polenta, Bulgur, Hirse, Graupen, Kartoffeln und Nüsse Verwendung. Die Salatsaucen sind ebenfalls sehr abwechslungsreich. Dabei ist die Zubereitung denkbar einfach. Selbst Anfänger können sich hier nach Lust und Laune austoben.

Zum guten Schluss gibt es noch ganz viele Tipps. Man muss sich das Kochen nicht unnötig schwer machen, wenn man ein paar Ratschläge beherzigt. Es geht in diesem abschließenden Teil um Warenkunde, Einkaufen, Vorratshaltung und Menüzusammenstellungen. Was will man mehr?

Rezension von Heike Rau

Chuck Williams (Hrsg.)
After Work Cooking
Frische Salate
111 Seiten, gebunden
Egmont vgs
ISBN-10: 3802536932
ISBN-13: 978-3802536939

Dorothea Binder: Das Heidi-Kochbuch

Dorothea Binder: Das Heidi-Kochbuch

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Es wird doch Zeit, dass es mal etwas Neues von Heidi und ihrem Peter gibt. Warum nicht ein Kochbuch? Und kaum schlägt man das Buch auf, ist man auch schon hoch oben in den Bergen bei Heidi und ihrem Großvater in der Hütte. Man erwartet eine einfache, bodenständige Küche und die gibt es natürlich auch. Da ein Supermarkt wohl kaum in der Nähe war, wird mit einfachsten Zutaten gekocht. Mit Brot und Kartoffeln mit Ziegenkäse, Milch und Eiern, mit Äpfeln und den Kräutern, die auf der Wiese wachsen. Die Mengenangaben muss man nicht so genau nehmen. Manchmal dienen als Maß einfach Großvaters Hände. Der spielt beim Kochen nicht selten die Hauptrolle. Alles, was für Kinder zu schwierig ist, wie das Hantieren mit dem scharfen Messer, übernimmt er gern. Auch wenn Heidi, ihr Großvater und der Peter nur zu dritt sind, so sind die Rezepte doch für vier Personen gemacht. Das Festessen allerdings reicht für sechs Personen.

Klar, dass jeder sein Lieblingsgericht hat. Die Heidi isst gerne „Chäshörnli mit Brösmeli“. Also Nudeln mit Käse und gerösteten Semmelbröseln überstreut. Der Peter mag auf Fleisch nicht verzichten. Er ist das Gericht lieber abgewandelt als „Hörnli und Ghackts“. Aber was ist der Großvater gerne? „Rührei mit Schinkenwürfeln“.
Neben Suppen und Mittagsgerichten gibt es aber auch leckere Desserts. „Apfelmus“ zum Beispiel. Für einen ganz besonderen Tag ist die „Richtige Geburtstagstorte“ zu empfehlen.

Das Kochbuch gefällt gut. Gerade wer einmal auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten will, ist damit sehr gut bedient. Die Gerichte sind so unkompliziert, dass man sehr schön mit Kindern kochen kann. Die Kochanleitungen sind darauf ausgerichtet, auch wenn der Großvater immer wieder helfen muss. Die Rezepte werden innerhalb einer kleinen Geschichte präsentiert. So erfährt man auch, welche Vorlieben Heidi, Peter und der Großvater haben. So manches Gericht kennt man so oder so ähnlich. Kindheitserinnerung werden bei den Erwachsenen wach.
Auch von der Aufmachung gefällt das Buch mit den alten Schweizer Rezepten gut. Es ist schön, wenn auch sehr sparsam, illustriert.

Rezension von Heike Rau

Dorothea Binder
Das Heidi-Kochbuch
Schweizer Rezepte
Mit Bildern von Hannes Binder
74 Seiten, gebunden
ab 8 Jahren
Nagel & Kimche
ISBN-10: 3312009871
ISBN-13: 978-3312009879

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer: So schmeckts bei uns

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer: So schmeckts bei uns

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Zur Servicezeit „Essen und Trinken“ gibt es nun ein neues Buch vom beliebten Kochduo Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. Schon ihnen beim Kochen zuzuschauen, ist sehr spannend. Die Rezepte selbst auszuprobieren noch viel mehr. Gerade auch, weil man nicht starr den Anleitungen folgen muss, sondern auch mal improvisieren oder dem eigenen Geschmack folgen darf. Rezepte auszuprobieren, heißt auch dazuzulernen. Von jedem neuen Kochbuch verspricht man sich eine Anzahl weiterer Lieblingsgerichte. Gesetzt werden ja immer andere Schwerpunkte, gerade auch was Zutaten betrifft, so dass man Bewährtes nachkochen, aber auch neue Gerichte ausprobieren kann. Damit auch alles klappt, gibt es Warenkunde und Küchentipps.

Die Kartoffel spielt diesmal die Hauptrolle. Dabei wird das Drehbuch immer wieder anders geschrieben und die Kartoffel entpuppt sich als Verwandlungskünstler. Mal kommt sie als „Knuspriges Kartoffelbällchen“ daher und dann als „Gefüllter Kartoffelauflauf“.
Auch für andere besondere Zutaten wird Aufmerksamkeit eingefordert. Das sind zum Beispiel Zitronen, Feigen, Sauerkraut, Lachs, Hackfleisch, Mais und Polenta.
Damit der Genuss aber nicht auf Kosten der Figur geht, gibt es auch für Kalorienbewusste entsprechende Gerichte. Gerade mal 200 Kalorien pro Person hat der „Blumenkohl-Auflauf“. Und auch die „Glasierten Äpfel“ als kleine Leckerei überzeugen mit 120 Kalorien pro Person.
Wer mal über den Tellerrand hinausgucken will findet Multikulturelles im entsprechenden Kapitel. Hier lernt man orientalische Gewürze kennen und kann „Bulgur mit Huhn und Gemüse“ ausprobieren. Aber auch „Türkischen Kaffee“ findet man in dieser Rubrik.
Menüvorschläge gibt es diesmal für ein „Großes Osterfrühstück“ und ein „Weihnachtsmenü“.

Auch dieses Kochbuch begeistert, genau wie viele der vorangegangenen. Immer wieder gibt es in den Büchern Neues zu entdecken, es werden ja immer Schwerpunkte gesetzt, und man lernt eine Menge über Lebensmittel. Mit den Kochanleitungen kommt man gut zurecht. Sie sind sehr ausführlich gehalten. Hat man eine Sendung verpasst oder braucht als Anfänger etwas Nachhilfe, kann man dem Kochduo auch im Internet noch einmal über die Schulter schauen. Bilder zu sehen gibt es aber auch im Buch. Man kann die fertigen Gerichte betrachten oder aber einzelne Schritte verfolgen, die nicht nur im Text, sondern auch direkt im Foto gezeigt werden.
Auch von der Aufmachung und Übersichtlichkeit gefällt das Buch. Es ist ein ideales Geschenk für Hobbyköche.

Rezension von Heike Rau

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
So schmeckt’s bei uns
Das Begleitbuch zur Servicezeit: Essen und Trinken
189 Seiten, gebunden
Egmont vgs
ISBN-10: 3802536983
ISBN-10: 978-3802536984

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

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Die Küche kann ein interessantes Betätigungsfeld für Kinder sein. Natürlich müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, aber das lässt sich leicht bewerkstelligen. Es gibt also keinen Grund kleine Kinder aus der Küche zu verbannen. Wer hier Anregungen braucht, sich als Elternteil fragt, was machbar ist und was nicht, kann sich am vorliegenden Buch gut orientieren. Es ist ein „Spiele-Spaß-Kinderkochbuch“, also ein Beschäftigungsbuch für die Küche.

Kinder lernen verschieden Lebensmittel kennen und können auch gleich ein einfaches Rezept ausprobieren. Den Anfang macht die Gurke. Hergestellt wird daraus „Gurkenquark mit Minze“. Die Arbeitsschritte sind aufgelistet, an einen Ausrufezeichen können Eltern erkennen, wo die Kinder Hilfe oder besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dann geht auch garantiert nichts schief. Zur Gurke gibt es auch noch eine kleine Geschichte: „Warum die Gurke sauer wurde“.

Auch der Kartoffel ist eine Doppelseite gewidmet. Aus ihr werden „Dicke Kerls“ gemacht. Das sind auf dem Blech im Ofen gebackene und gewürzte Kartoffelhälften. Man kann den „Gurkenquark“ dazu essen. Auf dieser Seite findet man auch eine schöne Beschäftigungsidee. Man kann aus Kartoffeln die beliebten Stempel basteln und mit den Kindern Geschenkpapier bedrucken.

Man muss aber nicht unbedingt den Herd anwerfen, um sich in der Küche mit Kindern betätigen zu können. Sehr spannend ist es, aus Radieschensamen kleine Keimlinge zu ziehen. Es macht Spaß, zu beobachten, wie das Wachstum voranschreitet, bis man schließlich nach ein paar Tagen ernten kann.
Natürlich wurde auch an die Leckermäulchen unter den Kinder gedacht. Wer es fruchtig mag, bereitet die „Beerenzwerge“ zu und wer Schokolade liebt, der macht „Schokoladenmuffins“.

Neben den Rezepten, Spielen und Geschichten gibt es immer ein bisschen Warenkunde zu Obst, Gemüse, Nüssen, Fleisch, Fisch, Brot, Nudeln und Milchprodukten. Es gibt beschriftete und unbeschriftete Zeichnungen von Küchenutensilien, so dass auch der Wortschatz spielerisch erweitert werden kann.
Kinder können erste Erfahrungen in der Küche sammeln, sich mit Lebensmitteln auseinandersetzen und Selbstgemachtes probieren. Das Buch ist für Kinder und Eltern gleichermaßen gedacht und das gefällt gut. Es ist kunterbunt illustriert. Das lädt natürlich zum Ausprobieren ein. Und mit dem farbenfrohen Stickerbogen, der mit zum Buch gehört, weiß garantiert jedes Kind etwas anzufangen!

Rezension von Heike Rau

Monika Cremer und Lydia Malethon
Probier mal!
Das Spiele-Spaß-Kinderkochbuch
Mit Bildern von Marlies Rieper-Bastian
ab 5 Jahren
48 Seiten, gebunden
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219114423
ISBN-13: 978-3219114423

Tatjana Junker: Lagerküche

Tatjana Junker: Lagerküche

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Historische Gerichte nachzukochen, macht Spaß. Es gibt Rezepte, die werden in den Familien immer weitergegeben. Auch Kochbücher zum Thema gibt es. So ganz stilecht ist es allerdings nicht, die alten überlieferten Gerichte auf einem Gas- oder Elektroherd zuzubereiten. Es an einem Lagerfeuer zu tun, dagegen schon. „Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer“ hält hierzu die passenden Anleitungen bereit.

Schlägt man das Buch auf, erlebt man eine Zeitreise. Man wird unmittelbar in eine mittelalterliche Lagerküche versetzt. Man erfährt, wie diese aufgebaut wird und welche Küchenausstattung man braucht und wie Lebensmittel gekühlt werden können. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Feuerstelle zu.

Den Anfang machen schnell zubereitete Speisen für das Frühstück und für Zwischendurch. „Äpfel mit Speck“ und „Haferbrei“ sind Beispiele dafür. Eintöpfe und Suppen lassen sich in der Lagerküche auch gut zubereiten. Der Kohleintopf ist besonders empfehlenswert. Leckere Beilagen findet man in der Rubrik „Gemüse und Kräuter“. Hier findet man Rezepte zu „Lauch mit Walnüssen“ oder „Gebratene Möhren“. Sucht man etwas, das man zum Beispiel zur Suppen servieren könnte, wird man unter „Beilagen und Teigwaren“ fündig. „Der gedämpfte Kräuterpudding“ kann sich sehen lassen. Aber auch die „Gebratenen Brote“ passen gut.
„Geflügel und Fleisch“ darf natürlich nicht fehlen. Über dem offenen Feier kann man „Huhn in Bier“ oder auch „Rehkeule“ zubereiten. Unter „Fisch und Meeresfrüchte“ findet man „Omelett mit Räucherfisch“ und „Forelle in Zimtsauce“.
Einen Nachtisch gibt es auch. Das „Holunderblütenmus“ oder die „Pfannkuchenschnecken“ beruhigen jeden Süßhunger.
Zum Schluss gibt es noch ein paar „Zusätzliche Schmankerl“ wie der selbstgemachte Früchtelikör.
Im Anhang findet man ein bisschen Warenkunde. Man erfährt aber auch, woher die Rezepte stammen.

Mittelalterfans werden ihre Freude an dem Buch haben. Auch, weil es so authentisch wirkt. Diese historische Orientierung wird auch mit den Fotos ausgedrückt. Die Gerichte sind gut fotografiert. Künstlich verschönt wurde hier nichts und das gefällt. So kann man erwarten, dass die nachgekochten Speisen auch so aussehen wie auf den Bildern. Die Rezepte sind zum Teil recht einfach. Wer ein wenig Kocherfahrung hat, müsste gut klarkommen, mal davon abgesehen, dass es ein großer Unterschied ist, ob man auf dem heimischen Herd oder auf dem offenen Feuer kocht. Hier helfen die vielen Tipps der Autorin weiter. Die Rezeptanleitungen sind sehr ausführlich gehalten und spiegeln ihre Erfahrung wider.
Es ist gut vorstellbar, ein ganzes Menü zusammenzustellen. Mit der entsprechenden Planung ist es möglich Feste mit vielen Personen auszurichten, zum Beispiel eine historische Hochzeit. Auch Rollenspieler werden begeistert sein. Das Leben im Mittelalter nachzustellen, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Für Familien ist es eine echte Alternative zum Grillen. Das Kochen über dem Feuer macht auch im kleinen Kreis Spaß.

Rezension von Heike Rau

Tatjana Junker
Lagerküche
Mittelalterlich kochen auf dem offenem Feuer
123 Seiten, gebunden
Neumann-Neudamm Verlag
ISBN-10: 3788813016
ISBN-13: 978-3788813017

Christian Jürgens: Menüs für alle Sinne

Christian Jürgens: Menüs für alle Sinne

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Um ein Menü vom Sternekoch genießen zu können, muss man nicht unbedingt auswärts essen. Christian Jürgens zeigt, wie man zu Hause seine Gäste kulinarisch verwöhnen kann. 22 Menüs stehen zur Auswahl. Für jeden Anlass ist etwas zu finden. Feiertage wie Weihnachten oder Ostern stehen sicherlich im Vordergrund. Vorgeschlagen werden aber zum Beispiel auch ein „Menü für Verliebte“, ein „Spargelmenü“ und ein „Afterwork-Menü“.

Damit man seinen Lehrmeister besser kennen lernen kann, wird Christian Jürgens erst einmal ausführlich vorgestellt. Seine Art zu kochen gefällt sofort. Seine allgemeinen Ratschläge zur Menüplanung kann man gut annehmen. Wer noch nicht ganz so viel Erfahrung in der Küche hat, kann mit dem „Easy-Menü“ beginnen. Auch wenn es recht einfach nachzuvollziehen ist, ist es dennoch raffiniert. Die Gäste dürfen staunen über die Vorspeise „Schrimps in Knoblauchöl“, den Hauptgang mit „Pochierter Rinderlende“ und das Dessert „Kaffeemousse“.

Das Besondere am Buch ist, dass es vor dem Rezept immer eine Seite mit Tipps gibt. Hier kann man sehen, was man schon einen Tag vorher vorbereiten kann, was man als Einstimmung auf das Menü anbieten könnte oder wie das Menü nach Geschmack abgewandelt werden kann.
Die Rezeptanleitungen sind sehr ausführlich gehalten und trotzdem übersichtlich gestaltet. Zu jedem Rezept gibt Christian Jürgens persönlich Hilfestellung. So erfährt man zum Beispiel auch immer, wie man perfekt anrichtet. Oftmals erlangen so einfache Speisen eine neue, faszinierende Optik. Man sieht es an den Fotos, die eine tolle Wirkung haben.

Im Schwierigkeitsgrad und vom Aufwand her sind die Rezepte sehr unterschiedlich. Man kann aber immer auch nach eigenen Vorstellungen Menüpunkte auswählen. Die Zeit, die man zum Kochen einplanen muss, ist angegeben. Angelegt sind die Rezepte für 4 Personen. Man kann hier natürlich erweitern.
Das Kochbuch ist sehr inspirierend, gerade auch für Hobbyköche, die sich daran wagen wollen, Gäste zu bewirten. Die Menüauswahl gefällt gut. Man findet hier Besonderes, das nur bei bestimmten Anlässen serviert werden sollte, aber auch bekannte, einfache Gerichte, die in neuer, sehr viel fantasievollerer Aufmachung daherkommen und deshalb beeindrucken.
Mit dem Buch hat man einfach Spaß am Kochen!

Rezension von Heike Rau

Christian Jürgens
Menüs für alle Sinne
160 Seiten, gebunden
Südwest Verlag
ISBN-10: 351708557X
ISBN-13: 978-3517085579

Hildegard Möller: Solo für Genießer

Hildegard Möller: Solo für Genießer

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Als Single ist das mit dem Kochen so eine Sache. Das fängt schon beim Einkauf an, denn meist sind die Packungen zu groß. Dann hat man viel zu viel übrig und muss zwei Tage hintereinander das Gleiche essen. Mancher scheut auch den Aufwand, weil kochen für eine Person nicht lohnt. Dies Sorgen muss man sich aber nicht machen, wie die Kochbuchautorin Hildegard Möller mit ihrem „Solo für Genießer“ beweist.

Sie hilft der Kreativität auf die Sprünge. Man muss natürlich sehr gut den Einkauf planen und auch Vorräte anlegen. Hat man die Zeit, kauft man Frisches dazu. Kommt man erst Abends spät nach Hause, hat man noch eine gute Auswahl unter den Vorräten.
Jetzt muss man sich nur noch aufraffen und etwas zubereiten. Klar ist es einfacher, eine Tiefkühlpizza in die Mikrowelle zu schieben. Aber die braucht bis zu 20 Minuten und diese Zeit kann man auch gut nutzen, um etwas viel Leckeres und vor allem Gesünderes auf den Tisch zu bringen. Die Autorin hat Rezepte zusammengestellt, die wenig Vorbereitungszeit haben. Sie arbeitet zudem mit Lebensmitteln schnell gegart sind. Von mancher Zutat wird gleich die doppelte Menge gekocht, die dann am nächsten Tag in einem ganz anderen Rezept Verwendung findet. Der Aufwand hält sich dank guter Planung also in Grenzen.

Es gibt eine interessante Kapiteleinteilung mit verschiedenen Rezepten. Unter „Schnelle After-Work-Küche“ findet man zum Beispiel „Geschmortes Sommergemüse mit Ricotta-Basilikum-Crostini“ und unter „Pasta“ leckere „Spaghetti mit Zitronen-Thunfisch-Sauce und Kapern“.
Dieses Rezept habe ich ausprobiert. Alle Zutaten gibt der Vorrat her. Man kann dieses Gericht auch zubereiten, wenn keine Zeit für einen Einkauf war. Gerade mal 10 Minuten braucht man dafür. Während die Nudeln kochen, bereitet man die Soße zu. Einfach und lecker! Hat man Thunfisch, Kapern und Zitronensaft übrig, schlägt die Autorin vor, dies zu einer leckeren Thunfisch-Creme für den nächsten Tag zu verwenden.
Weiter geht mit „Grünzeug mit Genuss“. Hier findet man unter anderem „Blattsalat mit gebratenem Ingwer-Zitronen-Lachs“. Bei den „Snacks“ kann man zum Beispiel „Ofen-Baguette mit Chorizo und Schafskäse“ wählen. Und unter „Fernwehküche für Solo-Esser“ die „Zitrusfrüchte mit Scampi“. Für das Wochenende, wenn mal etwas mehr Zeit ist, kann man sich mit der „Gourmetküche für eine Person“ verwöhnen und unter anderem das „Lachssteak mit Orangen-Salsa“ genießen. „Die Lunch-Ideen fürs Büro“ überzeugen mit „Mediterranem Kartoffelsalat“. Und was ist, wenn Gäste kommen? Dann hält man sich an „Kochen für 4+“. Ohne viel Aufwand lässt sich ein Menü kreieren, dass beeindrucken wird.

Das Kochbuch ist sehr gut durchdacht. Es überzeugt zudem durch die Kreativität der Autorin. Es ist erstaunlich zu sehen, was sich in kürzester Zeit und auch ohne großen Aufwand zubereiten lässt. Besonders dann, wenn man ein wenig Erfahrung im Kochen hat. Sicher werden Anfänger eine Anlaufzeit brauchen, aber eben keine die verzweifeln lässt. Die Auswahl an Rezepten ist groß und an verschiedene Bedürfnisse angepasst. Es macht Spaß, im Buch zu blättern und sich inspirieren zu lassen. Zu jedem Rezept gibt es ein paar Zeilen Text mit einer Einstimmung auf den zu erwartenden Genuss. Auch die Fotos tragen ihren Teil dazu bei. Es sind sehr schöne Arrangements mit perfekter farblicher Abstimmung. So macht man sich dann motiviert und Appetit verspürend an die Arbeit. Die Anleitungen sind ausführlich gehalten und damit auch gut nachvollziehbar. Na dann, guten Appetit!

Rezension von Heike Rau

Hildegard Möller
Solo für Genießer
Kreativ kochen für einen Teller
140 Seiten, gebunden
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440121283
ISBN-13: 978-3440121283

Genuss-Schule – Desserts & Kuchen

Genuss-Schule – Desserts & Kuchen

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Wer Süßes mag, kommt an Kuchen und Dessert nicht vorbei. Im vorliegenden Buch gibt es Rezepte für beides. Im ersten Kapitel wird aber erst einmal der Weg „Vom Teig zum Backwerk“ beschrieben. Auch wenn zum Beispiel ein Rührteig sehr einfach zuzubereiten ist, so gibt es doch einige Tipps und Tricks, die ihn besonders locker und saftig machen. Versuchen kann man sich auch an Biskuitteig, Brandteig, Hefeteig, Mürbeteig, Strudelteig, Quark-Öl Teig oder Blätterteig. Wer es aufwändig mag, probiert die „Maronen-Käsesahne-Torte“. Sehr einfach dagegen ist die „Stachelbeertarte mit Olivenölstreuseln“. Und wer gar keinen Teig rühren will, nimmt TK-Blätterteig für die „Holländische Kirschschnitte.“

Weiter geht es mit „Cremes & Mousses“. Hier findet man unter anderem die „Créme caramel mit Erdbeersauce“. Unter „Eis & Sorbets“ ist das „Buttermilch-Rhabarber-Eis“ eine Empfehlung wert. Bei „Süßspeisen & Puddings“ findet man nicht nur „Dampfnudeln mit Apfel-Holunder-Kompott“, sondern auch „Quarkkeulchen mit Apfelsorbet und Kirschkompott“. Die Quarkkeulchen habe ich ausprobiert. Wirklich lecker!

Die Auswahl an Rezepten gefällt gut. Gerade auch weil man viele süße Klassiker darin findet, die wirklich nicht in Vergessenheit geraten sollten. Aber auch wer Neues ausprobieren will, wird natürlich fündig.
Etwas schade ist es, dass es direkt unter den Ausführungen zu den verschiedenen Teigen keine Querverweise zu den entsprechenden Rezepten gibt. Hat man einen Teig gefunden, den man ausprobieren möchte, muss man ein dazupassendes Rezept erst suchen. Und wo findet man eigentlich das Rezept zur Biskuitrolle vom Cover?

Das Buch ist auch für Anfänger geeignet. Mit den guten Erklärungen sollte auf alle Fälle ein einfacher Rührkuchen gelingen. Und wer die Herausforderung liebt, probiert sich an einer Torte aus, auch wenn es Übung braucht, um sie so hinzukriegen, wie auf dem Foto. Diese Bilder sind nämlich perfekt. Es wird also nicht leicht, sich daran zu messen.

Im Buch gibt es aber noch mehr zu entdecken. Zwischen den Rezepten findet man immer wieder Extra-Seiten. Hier erfährt man zum Beispiel, wie man Pralinen selbst herstellt oder wie man mit Sahne oder Buttercreme Torten perfekt dekorieren kann. Rezepte, Küchenwissen und Warenkunde bilden in diesem Buch also eine Einheit. Und das überzeugt dann doch!

Rezension von Heike Rau

essen & trinken (Hrsg.)
Genuss-Schule – Desserts & Kuchen
144 Seiten, gebunden
Südwest Verlag
ISBN-10: 3517085820
ISBN-13: 978-3517085821