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Kategorie: Kinderbuch

Martin Waddell: Gute Nacht, kleiner Bär!

Martin Waddell: Gute Nacht, kleiner Bär!

Der große Bär putzt die Bärenhöhle. Der kleine Bär geht nach draußen zum Spielen. Hinter der Bärenhöhle, ein kleines Stück die Felsen hinauf, entdeckt er einen Platz, der für eine eigene kleine Bärenhöhle wie geschaffen ist.
Der große Bär vermisst bald den kleinen Bär und macht sich auf die Suche. Er klettert die Felsen hinauf und staunt über die kleine Bärenhöhle. Sogar ein Bett ist vorhanden. Nur Spielsachen fehlen dem kleinen Bär noch. Die holen die beiden Bären gemeinsam. Der kleine Bär fühlt sich wohl in der neuen kleinen Höhle, so dass er darin ganz allein übernachten will. Wie er da so in seinem Bettchen in der kleinen Höhle liegt, fragt er sich aber dann doch, ob der große Bär ihn nicht vermisst. Und eine Gute-Nacht-Geschichte hat er auch noch nicht vorgelesen bekommen…

Kinder bauen sich gerne ein eigenes Reich, ob nun mit Decken unter dem Tisch oder in einer Ecke des Zimmers. Dem kleinen Bär geht es da nicht anders. Er stattet sein kleines Reich nach seinen Bedürfnissen aus und findet lieb gemeinte Unterstützung und viel Verständnis beim großen Bär. Damit ist die kleine Geschichte für Kinder sehr gut nachvollziehbar. Und sicher kennen sie auch die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit, die kommt, wenn man sich in der Nacht in der ungewohnten Umgebung so allein fühlt und alles ringsherum ganz still ist. Erzählt wird die spannende Geschichte in einfachen und kurzen Sätzen.
Die Illustrationen sind liebevoll gemacht und sehr kindgerecht. Sie sind in zarten Pastellfarben gehalten und wirken sehr ansprechend und stimmungsvoll.

Rezension von Heike Rau

Martin Waddell (Text)/Barbara Firth (Bilder)
Gute Nacht, kleiner Bär!
Großer und kleiner Bär Band 5
32 Seiten, lam. Pappband
ab 3 Jahren, durchgehend vierfarbig illustriert
Annette Betz Verlag, Wien
ISBN: 3-219-11196-3
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Katja Reider: Weil ich immer bei dir bin

Katja Reider: Weil ich immer bei dir bin

Das große Bilderbuch vermittelt durch seine liebevollen Verse, ein Gefühl von Ruhe, Wärme und Geborgenheit. Die kleinen Alltagssorgen fallen ab und das sicher nicht nur bei Kindern, sondern auch beim Vorlesenden, egal ob Mama, Papa, Oma oder Opa. In den Versen und Zeichnungen werden die kleinen, aber nicht zu unterschätzenden, Ängste der Kinder aufgegriffen. Die Angst vorm Alleinsein, vor Unbekanntem, vor Gewitter oder vor der Nacht.
Die Illustrationen verstärken die beruhigende Wirkung der Verse. Die warmen Farben sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Der kleine blaue Vogel braucht in der Nähe seiner Mutter keine Angst vor dem Fliegen zu haben. Der kleine Bär kuschelt sich in der Nacht an den großen Bären. Mama Hase erzählt ihrem Kind eine Einschlafgeschichte. Die fantasievollen Zeichnungen überraschen mit vielen liebenswerten Details. Das Buch eignet sich beispielsweise für Kinder zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag oder auch zum Ansehen vor dem Einschlafen.

Über die Autorin:
Katja Reider ist Jahrgang 1960. Sie studierte Germanistik, Publizistik und Kommunikationswissenschaften in Göttingen. Anschließend arbeitete sie als PR Volontärin in Bonn und schließlich als Pressesprecherin von “Jugend forscht“ in Hamburg. Seit der Geburt von ihren Kindern Felix und Liva ist Katja Reider freie Autorin. 1997 wurde ihr der Picture Book Gold Award des amerikanischen Parents Choice Magazine verliehen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Norddeutschland.

Über den Illustrator:
Felix Scheinberger ist Jahrgang 1969. Er hat schon immer gerne gezeichnet und schließlich in Hamburg an der Fachhochschule für Gestaltung studiert. Wenn er nicht gerade selbst schreibt, illustriert er Bücher für Kinder und Erwachsene.

Rezension von Heike Rau

Katja Reider
Weil ich immer bei dir bin
Illustrationen von Felix Scheinberger
18 Seiten, gebunden
Für Kinder ab 3 Jahren oder als Geschenkbuch für Erwachsene
Loewe Verlag, Bindlach
ISBN: 3-7855-5147-9
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Bianka Minte-König: Schule der dunklen Träume

Bianka Minte-König: Schule der dunklen Träume

Als Beas Vater auf eine Forschungsreise nach China muss, kommt Bea ins Internat. Ein mulmiges Gefühl im Bauch hat sie schon. Aber ihrem Vater sagt sie das nicht. Sie will den Abschied nicht noch schwieriger machen. Als Bea mit ihren Mitschülerinnen in den neuen Internatsanbau umzieht, beginnt sie schlecht zu schlafen und Unglaubliches zu träumen. Den anderen Mädchen geht es ebenso. Doch im Gegensatz zu Bea können sie sich nicht an ihre Träume erinnern. Merkwürdige Dinge geschehen. Bald entsteht der Eindruck, im Haus würde ein Poltergeist sein Unwesen treiben. Da aber keiner an Poltergeister glaubt, wird Bea die Schuld an den Ereignissen gegeben. Nur ihre Zimmergenossin Jenny hält noch zu Bea und Jason, in den Bea sich bei der ersten, etwas unromantischen Begegnung verliebt hat. Aber auch sie können Beas Träume nicht so recht einordnen.
Die Albträume werden immer schlimmer und Bea ist sich sicher, dass sie mit der Vergangenheit des Internats, das früher ein Waisenhaus gewesen ist, zusammenhängen. Immer wieder erlebt sie Szenen aus dem Alltag der Waisenkinder, die, so glaubt sie, wirklich einmal stattgefunden haben müssen. Bea versucht sich Informationen bei Lehrern und in der Bibliothek zu beschaffen. Und sie wird fündig. Sie begeht jedoch einen Fehler, unterschätzt drei ihrer Mitschülerinnen unter ihnen Zaphira, die in ihrer Eifersucht einen teuflischen Plan ausheckt und auch durchzusetzen versucht.

Erzählt wird eine wirklich spannende Geschichte, die zudem noch schön schaurig und gruselig ist und sicher so manchem Leser eine Gänsehaut bescheren wird. Bea ist ein sympathisches Mädchen. Sie muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen und an neue Mitschüler. Zeit dafür hat sie kaum, denn die beginnenden Albträume lassen ihr keine Ruhe. Der Leser erfährt durch die Träume und die Nachforschungen Beas Wissenswertes über die Geschichte von Waisen- Zucht- und Arbeitshäusern und die schwierigen Lebensbedingungen der Kinder, die dort Aufnahme fanden.
Und natürlich gibt es auch eine kleine, romantische Liebesgeschichte. Denn Bea verliebt sich in Jason. Auf den zurückhaltenden Jungen hat es aber auch ein anderes Mädchen abgesehen. Ausgerechnet Zaphira, die Bea so schon das Leben schwer macht.
Vom Stil her ist das Buch leicht lesbar. Man wird schon auf den ersten Seiten gefesselt und kann es gar nicht mehr weglegen. Sehr zu empfehlen!

Über die Autorin:
Bianka Minte-König ist Professorin für Literatur- und Medienpädagogik an der Fachhochschule in Braunschweig und lebt auch mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in dieser Stadt. Seit 1996 veröffentlicht sie mit Erfolg Kinder- und Jugendbücher.

Rezension von Heike Rau

Bianka Minte-König
Schule der dunklen Träume
Reihe: Liebe und Geheimnis
224 Seiten, broschiert
ab 12 Jahren
Thienemann Verlag
ISBN: 3-522-17607-3
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Robert Louis Stevenson: Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes

Robert Louis Stevenson: Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes

Im vorliegenden Buch findet der Leser Gedichte für und über Kinder. Gedichte, die sich mit der Phantasiewelt der Kinder, ihren Wünschen, Träumen, Sehnsüchten und ihren Alltagserlebnissen auseinandersetzen, sowohl aus der Sicht der Kinder, aber auch mit liebevollem Blick auf die Kinder. Spielende oder träumende Kinder tauchen ein in eine ganz eigene Welt voller Möglichkeiten und ohne Grenzen.
So geht es mit einem Spielzeugboot auf große Weltreise, denn fremde Länder bieten eine ganz besondere Faszination.
Eine klare Sprache und spannende Handlungen machen das Lesen des Buches zu einem Erlebnis.
Die liebevollen Illustrationen von Mario Grasso bereiten Freude, verstärken diese ganz bestimmte verträumte Stimmung, die manche Verse erzeugen, regen die Phantasie an und machen neugierig auf die Gedichte.

Ein aufwändig gestaltetes und beeindruckendes Buch, das Kinder, aber auch Erwachsene, gern zur Hand nehmen werden.

Über den Autor:

Robert Louis Stevenson lebte 1850 – 1894 und am bekanntesten ist wohl sein Roman „Die Schatzinsel“, eine Piratengeschichte.
Die meisten Gedichte dieser Sammlung schrieb er zwischen 1882 und 1884 in Frankreich. Die Erstausgabe erschien 1885 unter dem Titel: „A Child`s Garden of Verses“

Rezension von Heike Rau

Robert Louis Stevenson
Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes
„Die Welt ist so voll mit den schönsten Sachen, da sollten wir alle wie Könige lachen.“ (Robert Louis Stevenson)
ISBN:3830310625
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Gunilla Kihlgren: Das Dorf der Hexe

Gunilla Kihlgren: Das Dorf der Hexe

Sophias Eltern haben sich entschieden. Sie ziehen von Stockholm in ein kleines Dorf, wollen im Einklang mit der Natur leben. Sophia hat am Anfang allerdings Probleme zurechtzukommen.
Als die Eltern auch noch planen das Haus Tyketorp am Dorfrand zu kaufen, um einen Dorfladen aufzumachen, ziehen sie scheinbar den Unmut der Dorfbewohner auf sich. Seltsame Dinge geschehen. Schnell verbreitet sich das Gerücht, dass eine Hexe Tyketorp mit einem Fluch belegt hat.
Zusammen mit Benny, der in der Nachbarschaft wohnt, will Sophia herausfinden, ob an den alten Geschichten etwas dran ist und der Fluch tatsächlich auch heute noch gilt. Ein Sommer voller Abenteuer beginnt.

Das Buch ist spannen und etwas unheimlich. Der Autor beschreibt in welcher Form Aberglaube auch in der heutigen Zeit noch das Leben der Menschen beeinflusst. Und so wird der Leser in eine vergangene Zeit hineingezogen, die aber in der Gegenwart spielt.

Für Kinder ab 10 Jahren.

Rezension von Heike Rau

Gunilla Kihlgren
Das Dorf der Hexe
Ein Fluch liegt auf Tyketorp
ISBN:3407782802
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Manfred Mai: Das Geheimnis der schwarzen Höhle

Manfred Mai: Das Geheimnis der schwarzen Höhle

Eigentlich sind Ferien bei den Großeltern wohl eher langweilig. Aber da gibt es doch im Wald hinter dem See eine Höhle. Die Kinder Sophia, Maria, Florian und Michael beschließen, sie zu erforschen. Aber dann entdecken sie in der Nähe der Höhle auf einem Felsen eine Jungen. Sie fotografieren ihn, doch als sie die Bilder den Großeltern zeigen wollen, ist der Junge auf den Fotos gar nicht zu sehen. Hinter dieses Geheimnis wollen die Kinder kommen und so werden aus den anfänglich langweiligen Ferien ganz spannende.

Das Buch beschäftigt sich mit unheimlichen Phänomenen – mit Geistern und Dingen, die man nicht erklären kann. Das macht das Buch natürlich zu einer unheimlich spannenden Lektüre. Durch die zahlreichen großen farbigen Bilder von Dorothea Ackroyd kann der Leser die Geschichte sehr gut nachvollziehen
Die große Schrift erleichtert das Lesen.

Für Kinder ab 8 Jahren

Rezension von Heike Rau

Manfred Mai
Das Geheimnis der schwarzen Höhle
Aufregende Ferien und ein unheimliches Erlebnis
ISBN:3401074997
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