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Kategorie: Kinderbuch

Matthias Sodtke: Der Osterfrosch

Matthias Sodtke: Der Osterfrosch

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Es ist kurz vor Ostern, als Nulli und Priesemut einen Eilbrief aus dem Oberosteramt Osterode bekommen. Der für Oma Bär zuständige Osterhase ist krank und nun wird Ersatz gesucht. Aber nicht nur Nulli soll einspringen, auch Priesemut ist gefragt. In der Not würde das Oberosteramt nämlich auch einen Osterfrosch akzeptieren. Dazu setzt sich Priesemut eine Haube mit Osterhasenohren auf. Die Ostereier bringt Oma Bär vorbei. Die Hälfe davon wird ausgeblasen und bemalt und auch die Eier, die später gegessen werden sollen, bekommen einen schönen Anstrich. Bald ist der Busch vor Oma Bärs Haus geschmückt. Die restlichen Eier werden im Garten versteckt. Weil Nulli und Priesemut so tolle Arbeit geleistet haben, macht Oma Bär leckere Ostereierpfannkuchen.

Im Buch findet man nicht nur eine schöne Geschichte. Kleine Kinder bekommen nämlich direkt Anleitung zum Ostereiergestalten. Es gibt entsprechende Malvorlagen und Bastelanleitungen. Mit Nulli und Priesemut zusammen das Osterfest vorzubereiten, macht sehr viel Spaß. Die von Frosch und Hase bemalten und in Oma Bärs Garten versteckten Ostereier kann man dann auch direkt suchen. Auf einer Doppelseite ist der Garten aus der Vogelperspektive dargestellt. Direkt nachbacken kann man auch die Ostereierpfannkuchen. Das Rezept steht im Buch. Und wenn man sich die Gesichter von Nulli und Priesemut beim Essen anschaut, sieht man, wie gut diese schmecken. Sehr schön gestaltet ist auch die letzte Seite. In der Zeitung, dem Osteroder Osterboten, werden Nulli und Priesmut nämlich erwähnt. Es gibt sogar ein Interview mit dem „Osterfrosch“.

Fazit: Ein tolles Kinderbuch, das in keiner Familie fehlen sollte!

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Der Osterfrosch
32 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 4 Jahren
Lappan Verlag
ISBN: 978-3830311461
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Bruce Coville: Mr Morleys Monster

Bruce Coville: Mr Morleys Monster

Auf dem Flohmarkt auf Morley Manor, entdecken die Geschwister Anthony und Sarah eine Zigarrenkiste. Anthony könnte sie gut zum Aufbewahren von Sammelkarten nutzen. Die Kinder können allerdings nicht in die Kiste hineinsehen, sie ist abgeschlossen. Zuhause macht Anthony sich an die Arbeit. Es erweist sich als ausgesprochen schwierig, die Kiste aufzubekommen. Irgendetwas stimmt damit nicht. Unter dem Deckel ist ein zweiter Deckel, auf dem eine merkwürdige Warnung steht. Das hält Anthony aber nicht davon ab, weiterzumachen. Unter dem zweiten Deckel befinden sich Fächer mit seltsamen Figuren. Jedes dieser Fächer ist mit einem Namen beschriftet. Anthony nimmt eine der Monster-Figuren mit ins Bad, weil seine Schwester Hilfe beim Baden des Äffchens braucht. Ein paar Wasserspritzer bekommt die Figur mit Namen Albert ab. Das Wasser wirkt Wunder. Es sieht aus, als ob die Finger der Figur lebendig werden wollten. Die Kinder machen die ganze Figur nass, so dass das Monster zum Leben erwacht. Das ist richtig gruselig. Das Monster besteht zu allem Übel auch noch darauf, die anderen Figuren zu erwecken. Die Kinder tun es dennoch, die Monster sind schließlich klein. Doch sie wollen nach Hause, weil sie nur dort wieder groß werden können. Auf Morley Manor gibt es ein Labor, dass dafür genutzt werden soll. Doch das große alte Haus steht kurz vor dem Abriss. Eine Nacht bleibt gerade noch.

Das Buch beginnt wirklich spannend. Am Anfang ist es auch noch sehr humorvoll. Der Spaß beim Lesen bleibt natürlich, aber die Geschichte wird immer unheimlicher und gruseliger. Man wird mit schrecklichen Gestalten konfrontiert, die übles im Sinn haben. Und das sind nicht Mr Morleys Monster. Was den Kindern passiert, ist unglaublich. Aliens wollen die Macht ergreifen, wollen Leichen ihrer Krieger mit den Geistern der Erde wiederbeleben. Hier gleitet das Buch ins Makabere ab. Da kommt Gänsehautgefühl beim Lesen auf und man muss Nervenstärke beweisen.
Der Autor zeigt seine ganze Fantasie. Als Leser droht man allerdings im Chaos zu versinken. Teilweise ist die Geschichte ein einziges Durcheinander, auch wenn die Figuren einzigartig sind. Aber wer es rasant und ordentlich schwungvoll mag, dem wird dieser Schreibstil sicherlich gefallen.

Rezension von Heike Rau

Bruce Coville
Mr Morleys Monster
256 Seiten, gebunden
ab 10 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473347315
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Norbert Golluch und Dorothea Tust: Mein erstes Buch vom Computer

Norbert Golluch und Dorothea Tust: Mein erstes Buch vom Computer

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Familie Lohmann braucht unbedingt einen Computer. Die Mutter möchte Texte damit schreiben, der Vater möchte öfter mal etwas im Internetlexikon nachschlagen. Die Kinder Till und Saskia brauchen ihn für die Schule und natürlich wollen sie auch mal damit spielen. Die ganze Familie will außerdem Emails schreiben und bekommen.

Zunächst informiert sich die Familie über das, was auf dem Markt angeboten wird. Dazu lassen sie sich im Geschäft beraten. Der Techniker erklärt auch gleich, welche Teile zu einem Computer gehören und was man sonst noch braucht, wie zum Beispiel die Software. Auch welche Geräte man anschließen kann, wird erläutert.

Nun wird der passende Computer für die Familie gekauft und alle sind begeistert. Damit aber jeder mal an den Computer kann und auch niemand zu lange daran sitzt, wird ein Plan mit Nutzungszeiten aufgestellt.

Einen Computer für die Familie anzuschaffen, ist eine spannende Sache, bei der doch einiges bedacht werden muss. Mit Hilfe des Buches können Kinder hier gut mit einbezogen werden. Es wird kindgerecht und ohne zu überfordern erklärt, wie ein Computer aufgebaut ist und was man alles damit tun kann. Besprochen wird auch wie wichtig der Virenschutz ist. Kinder erfahren Wissenswertes über die Geschichte des Computers, die Entstehung des Internets und wie man es nutzen kann. Es gibt sogar ein kleines Computerlexikon. Hier kann man die wichtigsten Begriffe nachschlagen.

Das Buch ist durchgehend mit informativen Zeichnungen illustriert. Vor allem sieht man Familie Lohmann, wie sie sich mit dem Computerthema auseinandersetzt.

Dass Kinder oft zu viel vorm Computer sitzen, ist bekannt. Mit Hilfe des Buches kann man bei den Kindern hier aber gleich die Weichen richtig stellen. Familie Lohmann hat einen Zeitplan für die Computernutzung gemacht, damit noch genügend Zeit für Spiel und Bewegung am Nachmittag bleiben.

Rezension von Heike Rau

Norbert Golluch / Dorothea Tust
Mein erstes Buch vom Computer
28 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Annette Betz Verlag, Wien
ISBN: 978-3219112993
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Matthias Sodtke / Steffen Butz: Chaos im Kinderzimmer

Matthias Sodtke / Steffen Butz: Chaos im Kinderzimmer

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Der Bärenvater kann es nicht fassen. Im Kinderzimmer seines Sohne sieht es aus, als hätten fünf wilde Affen eine Party gefeiert. Alles ist mit Spielzeug aller Art vollgebaut. Der Boden ist fast nicht mehr zu sehen. Sofort fordert er seinen Sohn Ole auf, das Chaos zu beseitigen. Wenn der Vater in diesem Ton mit Ole spricht, dass weiß der Bärensohn, dann ist es ernst. Trotzdem widerspricht er. Er sagt ihm, dass das Kinderzimmer ein Dinosaurier-Urwald ist. Und dieser kann nicht aufgeräumt aussehen. Das macht Vater Brumm sprachlos. Der Sohn hat nämlich recht. In einem Dinosaurier-Urwald kann es nicht zugehen, wie in einem gepflegten Stadtpark. Aber manchmal ist Ordnung unumgänglich. Der Bärenvater regt seinen Sohn zum Nachdenken an. Ole soll sich einmal vorstellen, welchen Eindruck eine unordentliche Zeitung auf ihn machen würde, wo alle Artikel kreuz und quer durcheinanderwirbeln. Ole gibt seinem Vater recht, aber schon hat auch er ein neues Beispiel parat, was für die Unordnung spricht. Der Bärenvater soll sich vorstellen, wie der Nachthimmel aussähe, wenn der Mond seine Sterne am Himmel alle aufräumen würde.

In diesem Buch liefern sich Vater und Sohn einen Schlagabtausch, der einmal für und dann wieder gegen das Halten von Ordnung spricht. Kleine Kinder können so lernen, wann Ordnung oder Unordnung sinnvoll sind und wann unmöglich. Sicher fallen den Kindern, für die dieses Buch gedacht ist, noch mehr Beispiele ein.
Die Geschichte bietet sich als Gesprächsgrundlage für Kinder und deren Eltern an. Und vielleicht kommt tatsächlich das ein oder andere Kind zu der Einsicht, dass es sein Kinderzimmer aufräumen muss. Ole tut es zum Schluss schließlich auch und der Vater hilft.
Das Buch ist durchgehend illustriert. Alle Vorstellungen über Ordnung und Unordnung von Vater und Sohn wurden zu spannenden Bildern verarbeitet, die farbenfroh und detailreich sind. Besonders die Mimik der beiden Bären spricht für sich!

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke / Steffen Butz
Chaos im Kinderzimmer
30 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 5 Jahren
Lappan Verlag, Oldenburg
ISBN: 978-3830311256
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Matthias Sodtke: Übung macht den Meister

Matthias Sodtke: Übung macht den Meister

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Als Nulli, der Hase, in die Vorratskammer schaut, findet er nur noch eine einzige Möhre in der Holzkiste vor. Dieses gibt es dann zum Frühstück, während Priesemut, der Frosch, sich auf sechs Fliegen freuen darf. Er bietet Nulli einen seiner Brummer an, doch der lehnt ab. Lieber will er heute zum Rübenacker gehen. Das ist interessant für Priesemut. Er bietet sich als Erntehelfer an. Die Karotten sind gut gewachsen und erntereif.

Priesemut packt einen Büschel Möhrengrün und zerrt. Da macht es Knack und der Frosch landet mit dem Grün auf seinem Allerwertesten. Die Möhre ist in der Erde geblieben. Nulli stemmt die Pfoten in die Seiten. Ein Möhre muss man mit Gefühl ziehen, erklärt er Priesemut. Doch als Nulli zeigen will, wie das geht, passiert ihm vor lauter Anstrengung etwas unglaublich Peinliches. Und das, wo Priesemut direkt hinter ihm steht. Der bricht vor Schreck wieder sein Rübenbüschel ab. Nulli, statt sich zu entschuldigen, schimpft mit Priesmut und macht ihn mit seiner Besserwisserei ordentlich zur Schnecke. Beleidigt zieht der Frosch ab.

In der kleinen Geschichte geraten Nulli und Priesemut wieder mal aneinander. Ursache sind die Möhren, die sich nicht so leicht ernten lassen, wie gedacht. Da hilft nur geduldiges Üben, doch das müssen Hase und Frosch erst erkennen. Diese Situation lässt sich natürlich auch auf viele andere beziehen. Damit ist die Geschichte lehrreich, aber ohne belehrend zu wirken. Das liegt daran, dass sie mit sehr viel Humor erzählt wird. Und auch die witzigen Bilder sehen Kinder sicher gerne an. Klar, dass auch Erwachsene ihre Freude an dem Buch haben, selbst bei mehrmaligem Ansehen.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Nulli & Priesemut
Band 14: Übung macht den Meister
27 Seiten, gebunden
ab 3 Jahren
ISBN: 978-3830311232
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Susanne Riha: Mein erstes Haustierbuch

Susanne Riha: Mein erstes Haustierbuch

Es gibt wohl kein Kind, dass sich kein Haustier wünscht. Eine Anschaffung muss aber gut überlegt sein. Das Tier sollte zum Kind und zur Familie passen und die Anforderungen, die ein Haustier an Haltung und Pflege stellt, sollten erfüllbar sein. Mit dem vorliegenden Buch können Kinder ab 5 Jahren verschiedene Haustiere kennen lernen, so zum Beispiel auch den Wellensittich. Im Buch werden zwei Wellensittiche mit unterschiedlich farbigem Gefieder vorgestellt. Man kann nachlesen, wie sie ihren Tag verbringen, was sie gerne fressen, wie die Ausstattung ihres Käfigs aussehen sollte und wie man diesen sauber hält. Die Vögel sind recht anspruchslos, brauchen aber ihren täglichen Freiflug im Zimmer. Dass man sich mit ihnen schön beschäftigen kann, sieht man gleich. Man muss es nur schaffen, dass sie zutraulich werden. Die Bilder machen viel Freude. Man sieht, wie die Wellensittiche im Zimmer fliegen, wie sie gemeinsam Kobenhirse fressen und auch wie sich gegenseitig ihr Gefieder pflegen.
Im Buch werden noch weitere Tiere vorgestellt. Dazu gehören Katze, Kaninchen, Zierfische, Pferd, Hamster, Hund, Schildkröte und Meerschweinchen.

Das Buch ist gut geeignet für Kinder, die sich zum ersten Mal mit Haustieren beschäftigen. In den Texten hat die Autorin viele Informationen rund um die Tiere untergebracht. Das Halten der Tiere wird rundherum als positiv betrachtet. Die Verantwortung, die man mit dem Halten der Tiere übernimmt und auch die Arbeit oder die Kosten, die damit verbunden sind, spielen hier keine Rolle.
Die verschiedenen Haustiere können aber mit dem Buch gut kennen gelernt werden. Die Autorin erklärt sogar die Körpersprache einiger Tiere oder zeigt, wie lernfähig diese sind.
Die Texte lassen sich gut vorlesen, sind sie doch ausgesprochen kindgerecht und spannend geschrieben.
Ins Auge fallen die Bilder. Die Illustrationen wirken sehr liebevoll gezeichnet. Sie sind sehr naturgetreu und damit detailreich. Sie zeigen die Tiere bei verschiedenen Aktivitäten oder auch zusammen mit einem Kind.
Das Buch ist sehr großzügig illustriert, was für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Text und Bildern sorgt.

Rezension von Heike Rau

Susanne Riha
Mein erstes Haustierbuch
32 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Annette Betz Verlag
ISBN: 978-3219112672
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Mein erstes Buch von Tümpel, Teich und Fluss

Mein erstes Buch von Tümpel, Teich und Fluss

Kinder werden mit diesem Buch eingeladen, Tümpel, Bäche, Teiche, Seen und Flüsse zu erforschen. Zum besseren Verständnis wird zunächst der Wasserkreislauf erklärt. Damit den kleinen Forschern nichts passiert, werden auch einige Regeln aufgestellt, die es beim Ausflug in die Natur zu beachten gilt.
Begonnen wird die Erlebnistour mit Pfützen, Lachen und Tümpeln. Die Autorin erklärt, wie diese Lebensräume aussehen, welche Tiere hier leben und auch welche Pflanzen man antreffen kann. Den Kindern wird vorgeschlagen, sich selbst einen Käscher zu bauen. Was gefangen wurde, kommt in ein Glas. So kann man zum Beispiel die Mückenlarven beobachten.
Wer Glück hat, entdeckt vielleicht sogar bei seinem Ausflug eine Gelbbauchunke. Die Autorin rät allerdings, vorsichtig beim Anfassen der Kröten zu sein, da sie zur Abschreckung eine ätzende Flüssigkeit absondern können.
Das Wasserläufer-Experiment ist besonders interessant. Man kann damit nachvollziehen, wie es dem Wasserläufer möglich ist, auf dem Wasser zu laufen.

Weiter Ausflüge führen an einen Sumpf, einen Weiher, den Gartenteich, den See, den Bach und dem Fluss. Jedem dieser Gewässer sind ein bis zwei Doppelseiten gewidmet. Kinder lernen mit dem Buch spielerisch die Natur im und am Wasser kennen. Das Besondere ist, dass Kinder immer wieder eingeladen werden, selbst tätig zu werden. So werden zum Beispiel schöne Kiesel bemalt oder ein kleines Floß gebastelt. In einer Schüssel entsteht ein Teich. Und sehr viel Spaß bringt das Rohrdommelspiel.
Die Kinder lernen viele Tiere kennen, wie die Bachforelle, Libellen oder die Sumpfdeckelschnecke.
Das Interesse an der Natur wird mit dem Buch schon bei Vorschulkindern geweckt. Es gibt viele naturgetreue Zeichnungen und nicht zu lange Texte zum Vorlesen, die sehr gut verständlich sind.

Rezension von Heike Rau

ZORA
Mein erstes Buch von Tümpel, Teich und Fluss
32 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 5 Jahren
Annette Betz Verlag
ISBN: 978-3219112863

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Sonja Floto-Stammen und Charlotte Wagner: Von Kakaokühen und Rülpsbakterien

Sonja Floto-Stammen und Charlotte Wagner: Von Kakaokühen und Rülpsbakterien

Gesunde Ernährung ist für Kinder wichtig, gar keine Frage. Deswegen präsentiert die Autorin Sachwissen rund ums Essen in diesem Buch. Kinder lernen so die wichtigsten Lebensmittel kennen, erfahren aber auch, wo diese herkommen oder wie sie hergestellt werden. Dazu gibt es viele Experimente und Rezepte.

Insgesamt gibt es acht Themenbereiche im Buch: „Milch“, „Eier“, „Obst und Gemüse“, „Getreide“, „Fleisch und Geflügel“, „Fisch“, „Zucker und Salz“ und „Öle und Fette“.

Sehen wir und das Kapitel „Milch“ einmal näher an:
Hier wird erklärt, wie wichtig die Milch für Knochen und Zähne ist. Dazu werden die Bestandteile einmal aufgelistet. Erklärt wird auch, wie die Kuh Milch produziert. Hier gibt es auch ein tolle Zeichnung, wo man die vier Mägen der Kuh betrachten kann. Aus Milch werden viele Produkte hergestellt. Wie Buttermilch, Sahne, Kefir, Molke oder Joghurt erzeugt werden, wird genau beschrieben. Im Machlabor können Kinder direkt die Joghurtbereitung ausprobieren. (Ich habe es versucht und es hat geklappt. Der Joghurt wird zwar nicht so fest wie gekaufter, ist aber sehr lecker.) Interessant ist es auch zu erfahren, wie aus Milch Käse wird und wie die Löcher in den Käse kommen. Hier kann man auf einer Zeichnung die Bakterien bei der „Arbeit“ sehen. Kindern wird aber auch erklärt, wie die Milch in den Supermarkt kommt und wieso H-Milch so lange haltbar ist.
Warum es wichtig ist, Milch zu trinken und Milchprodukte zu essen, wird deutlich gemacht. Hier wird auch angegeben wie viel davon gut für welche Altersgruppe ist. Aber Tatsache ist, manche Kinder mögen keine Milch. Auch das findet Beachtung. Es gibt Tipps, wie man Milch im Essen verstecken kann, zum Beispiel im Pudding. Aber vielleicht gefällt auch das Rezept für den leckeren Milchshake oder das Joghurteis mit Himbeeren.
Dazu gibt es jede Menge Interessantes für alle Wissenshungrige. Kinder erfahren, ob Eis wirklich zu kalt für den Magen ist, warum manche Füße nach Käse müffeln, warum Milch in den Kühlschrank muss und vieles mehr.

Die Autorin bringt alle Informationen mit sehr viel Humor rüber. Und auch die witzigen Zeichnungen von Charlotte Wagner gefallen gut. Das Sachbuch ist damit so interessant wie ein Abenteuerroman. Gut gefällt, dass es so viel zum Ausprobieren gibt. So werden Zusammenhänge schnell deutlich und Kinder verstehen Vieles besser. Und auch die Rezepte sind leicht nachzumachen.
Die einzelnen Kapitel sind sehr übersichtlich aufgebaut und reichhaltig illustriert. Die Texte sind sehr kurzweilig geschrieben. Alle etwas schwierigeren Begriffe im Buch werden sofort erklärt. Es gibt sogar ein Register, so dass man auch mal schnell was für die Schule nachschlagen kann. Gut gefallen hat auch die Idee, die beiden Kinder Laura und Niklas den Leser durch das Buch führen zu lassen. Sie stellen die Fragen, die Kinder am meisten interessieren.

Über die Autorin:
Sonja Floto-Stammen, geboren 1968 in Kerken am Niederrhein, studierte Ernährungswissenschaften in Gießen, danach folgten die Promotion und die freiberufliche Tätigkeit als Autorin für Zeitschriften und die Arbeit als Marketingleiterin. Seit 2000 ist Sonja Floto-Stammen freiberufliche Marketingberaterin und Autorin.

Über die Illustratorin:
Charlotte Wagner absolvierte eine Ausbildung zur Werbeassistentin und studierte Grafikdesign, verbrachte einige Semester im Ausland. Nach Abschluss ihres Diplom-Studiums arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin für Werbeagenturen, Zeitschriften und Buchverlage, seit 2001 hat sie einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Dortmund.

Rezension von Heike Rau

Sonja Floto-Stammen / Charlotte Wagner
Von Kakaokühen und Rülpsbakterien
Das große Lebensmittel Sach- und Machbuch für Kinder
146 Seiten, gebunden
ab 8 Jahren
moses. Verlag
ISBN-10: 3-89777-326-0
ISBN-13: 978-3-89777-326-4
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Annet Rudolph: Körnchen – Ohne dich schlaf ich nicht!

Annet Rudolph: Körnchen – Ohne dich schlaf ich nicht!

Ohne seine Schmuseente Spillewupp kann Körnchen nicht einschlafen, sosehr es die kleine Ente auch versucht. Es hofft, dass Schnuddel ihm weiterhelfen kann. Das Schweinchen rät zum Schafe zählen. Dabei kann Körnchen noch gar nicht zählen. So muss die kleine Ente die Schafe eben malen. Schnuddel schläft zwar ein, aber Körnchen ist immer noch wach. Vielleicht kann der Tiger helfen. Er singt ein Gute-Nacht-Lied. Der Bär wacht davon auf. Er meint ein Lied hilft nicht. Sein Tipp ist es, Honigmilch zu trinken. Weil der Bär im Dunkeln über die Spielburg stolpert, erwacht nun auch das Känguru. Das Känguru glaubt, dass ein wenig Sport hilft, damit Körnchen richtig müde wird. Tatsächlich schläft das Känguru wieder ein, aber die kleine Ente ist jetzt erst recht putzmunter und fragt die Maus nach Rat. Diese meint, ein dicker Gute-Nacht-Kuss hilft. Aber das stimmt nicht. Möglicherweise hat der Waschbär eine bessere Idee. Der schickt die kleine Ente erst einmal zurück ins Bett und gibt ihr dann sein Schnuffeltuch. Ob Körnchen jetzt endlich schlafen kann?

„Ohne dich schlaf ich nicht!“ ist einer sehr liebevoll geschrieben und gezeichnete Einschlafgeschichte. Körnchen wird jedes Kind sofort in sein Herz schließen und nachvollziehen können, wie die kleine Ente sich ohne geliebtes Kuscheltier fühlt. Die verschiedenen Rituale im Buch können Eltern gut übernehmen, vom Gute-Nacht-Lied bis zum Einschlaf-Küsschen. So ist das Buch sehr tröstlich für Kinder mit Einschlafproblemen. Die Geschichte lässt sich sehr gut vorlesen, sie ist kindgerecht und spannend.
Die Zeichnungen gefallen ausgesprochen gut. Die Bilder sind sehr farbenfroh und es gibt viel im Kinderzimmer zu entdecken. Annet Rudolph hat ein paar sehr schöne Details untergebracht, an denen Kinderaugen garantiert hängen bleiben. Ein Beispiel sind die vielen Zeichnungen von Schafen, die Körnchen malt, weil die kleine Ente noch nicht zählen kann. Da gibt es ein rosa Schäfchen mit Blume im Mäulchen, ein blaues Schäfchen mit Ringelschal, ein grünes mit roten Schuhen und roter Brille und viele mehr. Auch die Tiere, die Freunde von Körnchen, sind ganz allerliebst gezeichnet. Lustig ist zum Beispiel der Waschbär mit seiner Ringelzipfelmütze und den verschiedenen Strümpfen.
Sollte tatsächlich ein Kuscheltier einmal nicht wieder auftauchen, hilft das Buch mit großer Wahrscheinlichkeit weiter.

Über die Autorin:
Annet Rudolph, geboren 1964, studierte Grafik-Design an der Fachhochschule Münster. Sie arbeitet heute als freischaffende Illustratorin.

Rezension von Heike Rau

Annet Rudolph
Körnchen: Ohne dich schlaf ich nicht!
32 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3-474-33066-3
ISBN-13: 978-3-473-33066-9
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Matthias Sodtke: Der kunterbunte Zauberesel

Matthias Sodtke: Der kunterbunte Zauberesel

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Sie sind die dicksten Freunde: Hase Nulli und Frosch Priesemut. Selbstverständlich verbringen sie viel Zeit miteinander. Eines morgens machen sie einen Ausflug und tanzen über Blumenwiesen und hüpfen über Kornfelder bis sie schließlich an einen kleinen Tümpel kommen. Nulli hält die heiß gehüpften Pfoten ins Wasser und Priesemut nimmt ein Bad.

Nulli wünscht sich einen Drahtesel, dann käme man viel besser und schneller von einem Ort zum anderen. Priesemut weiß nicht, was ein Drahtesel ist. Aber wie es der Zufall so will, stellen die beiden fest, dass ausgerechnet in diesem Tümpel jemand sein altes Fahrrad entsorgt hat. Die beiden holen das rostige Fahrrad aus dem Wasser und nehmen es mit nach Hause.

Mit viel Mühe richten sie das Fahrrad wieder her und machen daraus einen kunterbunten Zauberesel. Nulli weiß, wie das Fahrradfahren geht und zeigt es seinem Freund. Doch Priesemut fällt immer wieder auf die Nase. Er findet den Zauberesel furchtbar doof. Aus den gemeinsamen Fahrradausflügen wird wohl nichts werden. Doch dann macht Nulli im Schuppen von Oma Bär eine sensationelle Entdeckung…

Die Geschichte gefällt gut. Gerade kleine Kinder können sicher nachvollziehen, wie schwer es anfangs ist, das Fahrradfahren zu erlernen, besonders, wenn das Rad keine Stützräder hat. Die Enttäuschung Priesemuts ist groß, dabei hat er doch mitgeholfen, das Fahrrad wieder herzurichten. Zum Glück bewährt sich die Freundschaft zwischen Hase und Frosch ein weiteres Mal. Die beiden finden eine interessante Lösung für das Problems.

Die farbenfrohen Zeichnungen im großformatigen Buch sind klasse. Besonders wie Priesemut sich fühlt, wird sehr schön in den Bildern umgesetzt. Das gefällt nicht nur Kindern, auch die vorlesenden Eltern, Großeltern oder größeren Geschwister werden ihre Freude daran haben. Die Schrift ist handgelettert. Das Buch ist damit auch von der Aufmachung her etwas ganz Besonderes.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Der kunterbunte Zauberesel
36 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Lappan Verlag Oldenburg
ISBN: 3-8303-1102-8
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