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Kategorie: Kinderbuch

Matthias Sodtke: Weihnachten mit Nulli & Priesemut

Matthias Sodtke: Weihnachten mit Nulli & Priesemut

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Als Nulli am Morgen aufwacht, scheint es noch ganz dunkel zu sein. Als er aus dem Fenster blickt, ist absolut nichts zu sehen. Alles ist nämlich eingeschneit. Schnell weckt Nulli seinen Freund Priesemut, denn diese Winterwetter muss ausgenutzt werden. Zuerst machen die beiden eine ordentliche Schneeballschlacht, dann soll ein Weihnachtsmann gebaut werden. Aber wie sieht eigentlich ein richtiger Schneemann aus? Darüber sind sich die beiden völlig uneinig und so baut jeder seinen eigenen Schneemann und dann wird Oma Bär herbeigeholt, um zu entscheiden, welcher Schneemann in Ordnung ist. Oma Bär, und das erstaunt Nulli und Priesemut, findet beide schön und weil sie so lange keinen Schneemann gebaut hat, bauen alle drei gemeinsam noch einen, der wieder ganz anders aussieht.

Nicht nur die Geschichte „Wer baut denn hier ‘nen falschen Schneemann“ ist in dieser Sonderausgabe enthalten, sondern auch „Ein Baum für den Weihnachtsmann“. Außerdem wird etwas Weihnachtliches gebacken, nämlich ein Lebkuchen-Nulli und eine Bastelarbeit gibt es auch. Es ist ein Adventskalender zum Füllen.

Für Kinder bedeutet das sehr viel Beschäftigung mit dem Buch in der Vorweihnachtszeit. Dabei kann die Zeit gut eingeteilt werden. Die beiden Geschichten haben wieder wie gewohnt etwas Lehrreiches und sind sehr lustig. Es macht immer wieder Spaß, Nulli und Priesemut in Aktion zu sehen, die mit sehr viel Mimik und Gestik bei der Sache sind.

Backen und Bastelarbeiten kommen in der Vorweihnachtszeit immer gut an. Es gibt hier auch immer ein paar lustige Details. So braucht man zum Verzieren der
Lebkuchen-Nullis 421 Zuckerstreusel. Mal sehen, was die Kinder dazu sagen.

Die ganze Familie hat also etwas von diesem Buch, das ein sehr schönes großes Format hat, sodass die witzigen Zeichnungen wirklich gut zur Geltung kommen. Das Buch verschenkt man also am besten nicht erst zu Weihnachten, sondern schon zu Beginn der Adventszeit.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Weihnachten mit Nulli & Priesemut
48 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830312075
ISBN-13: 978-3830312079
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Doris Lecher: Ein neues Haus für Charlie

Doris Lecher: Ein neues Haus für Charlie

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Charlie nimmt gerne an Schneckenrennen teil. Diesmal scheint es, als würde er schnell genug sein, um gegen seine Freunde zu gewinnen. Eine ganze Fühlerlänge Vorsprung hat er sich schon erkämpft. Doch dann kommt ein kleiner Mensch des Weges und tritt aus Versehen auf Charlie drauf. Zwar passiert der Schnecke nichts, doch das Haus ist hin.

Die Freunde schicken Charlie zu Frau Igel, denn die hat immer gute Ratschläge parat. Sie verschenkt Wolle und zwei Stachelstricknadeln, sodass Charlie sich ein neues Haus stricken kann. Schick und bunt sieht es aus. Nur bei Regen erweist es sich als unpraktisch! Das verstehen auch die Ameisen und bauen aus kleinen Steinen ein neues wasserdichtes Haus für die Schnecke. Doch das ist zu schwer für Charlie. Er kommt kaum vom Fleck mit der Last.
Und so werden immer neue Ideen entwickelt. Aber so leicht scheint es nicht sein, ein Haus zu bekommen, das ebenso praktisch ist wie das Original.

Erzählt wird also von der Schnecke Charlie, die durch einen Unfall ihr Häuschen verloren hat. Absicht war es nämlich nicht, wie sich später herausstellt. Die Suche nach einem neuen Haus wird im Buch beschrieben. Diese gestaltet sich schwierig. Denn so ein Schneckenhaus muss viele Anforderungen erfüllen, wie sich zeigt.

Es ist für Kinder sehr spannend zu beobachten, was Charlie alles ausprobiert und welche kreativen Vorschläge seine Freunde geben.
Zum Schluss gibt es dann eine sehr gelungene Überraschung. Denn der Junge, der das Schneckenhaus zertreten hat, hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um den Schaden wieder gut zu machen.

Der Text ist kurz und gut lesbar bzw. vorlesbar. Der Schwerpunkt liegt auf den Bildern, die sehr detailreich und anschaulich gezeichnet sind. Es gibt also viel zu sehen und zu entdecken. Ein genauer Blick lohnt sich für die Kinder.

Rezension von Heike Rau

Doris Lecher
Ein neues Haus für Charlie
32 Seiten, broschiert
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407761252
ISBN-13: 978-3407761255
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Geoffroy de Pennart: Rothütchen

Geoffroy de Pennart: Rothütchen

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Rothütchen lebt mit seinen Eltern am Waldrand. Eines Tages dann, soll das Mädchen mit dem roten Hut der Großmutter Kuchen und Marmelade bringen. Durch den Wald soll das Rothütchen allerdings nicht gehen. Die Sache mit dem Wolf ist bekannt. Also geht Rothütchen den Weg über die Felder.

An einem Heuhaufen lehnt ein großer grauer Hund und schläft. Dem zeigt es Rotkäppchen aber, indem sie ihn mit ihrer Taschentrompete ordentlich erschreckt. Allerdings weiß das Mädchen, dass das überhaupt nicht nett war. Sie entschuldigt sich mit einem Kuchen, denn sie hat zwei davon.
Ein Missverständnis möchte der vermeintliche Hund aber aufklären. Er ist nämlich ein Wolf. Das glaubt Rotkäppchen allerdings nicht und so macht sie sich lustig über das arme Tier.

Als der Wolf sich von seinem Schreck erholt hat, kommt er jedoch schnell wieder zur Besinnung. Er fragt sich: Was bildet sich dieses Mädchen eigentlich ein? Und so nimmt er sich vor, sich zu rächen und Rothütchen mitsamt Kuchen zu fressen.

Um den Witz der Geschichte zu verstehen, sollten Kinder und Vorlesende das Märchen im Original kennen. Es sind nämlich die Unterschiede in dieser Version und der unvermutete Verlauf, die für Überraschung und Lesespaß sorgen. Diesmal haben wir es nämlich mit einem sehr frechen, selbstbewussten und auch etwas rabiaten Mädchen zu tun, das obendrein noch über das Ziel hinausschießt.

Das Beachtliche ist, dass Rothütchen das Märchen vom Rotkäppchen selbst kennt. Ihr Handeln wird also davon bestimmt. Sie möchte ihr Schicksal in andere Bahnen lenken und das ganz bewusst. So ist die Handlung sehr viel moderner gestaltet, nicht nur, was die Zeit betrifft, in der diese Märchenadaption spielt.

Der Schwerpunkt liegt auf den Bildern. Die Mimik und Gestik der bekannten Charaktere bringt Lebendigkeit in die Handlung. So kommt die Geschichte mit erstaunlich wenigen Worten aus.

Rezension von Heike Rau

Geoffroy de Pennart
Rothütchen
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
40 Seiten, broschiert
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407761279
ISBN-13: 978-3407761279
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Philipp Ardagh: Familie Grunz hat Ärger

Philipp Ardagh: Familie Grunz hat Ärger

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Familie Grunz wohnt in einem selbstgebastelten Wohnwagen, der von zwei Eseln durch die Lande gezogen wird. Herr und Frau Grunz sind chaotisch, unordentlich und sehr seltsam. Meist gibt es Ärger, da wo sie auftauchen. Aber zum Glück bleiben sie nie lange an einem Ort.

Dass Herr und Frau Grunz einen Sohn haben, haben sie einer Wäscheleine zu verdanken. Denn von dieser haben sie Sohnemann mitgehen lassen. Frau Grunz hat ihn mit einem blauen Kleid ausgestattet, da Jungs nun mal Blau tragen sollten.

Sohnemann wundert sich schon ein bisschen über seine Eltern. Irgendwie passt er nicht zu ihnen. Andere Eltern wären ihm tatsächlich lieber. Aber das kann man sich ja nicht aussuchen.

Eines Tages kommen die Grunzens an den Guuthshof des Ehepaares von Guuth, die allerdings auf merkwürdige Weise getrennt voneinander leben, seit sie ihren Sohn verlegt haben und jeder dem anderen dafür die Schuld gibt.

Auch hier, wie soll es anders sein, haben die Grunzens bald wieder Ärger. Mit einem Tritt an einen Strommast macht Herr Grund einen Bienenschwarm wütend. Sohnemann versucht, die Bienen mit einem Glas Honig abzulenken, die sich aber nur ein neues Opfer suchen, den Schuhputzjungen Mimi, der in Wahrheit ein nach Rosen duftendes, hübsches Mädchen ist. Sohnemanns Idee, sie in den Teich zu dirigieren, bewahrt sie vor schmerzhaften Stichen. Auch nass gefällt Mimi ihm noch richtig gut.

Die Geschichte ist ungewöhnlich komisch, ausufernd fantasievoll und merkwürdig spannend. Den Verlauf kann man nicht erahnen und ich glaube, auch der Autor hatte beim Schreiben keinen Plan. Dazu ist Familie Grunz einfach zu eigenwillig.

Junge Leser können also mit jeder Menge haarsträubenden Überraschungen und schnurrigen Abenteuern rechnen. Die Figuren, und zwar alle, sind ausgesprochen skurrile Typen, nehmen das aber mit einer Selbstverständlichkeit, die dann doch wieder von Charakterstärke zeugt.

Damit ist das Buch sehr unterhaltsam, falls man mit dieser irrwitzigen Art von Humor klar kommt und nicht dazu neigt, vom Lachen Bauchschmerzen zu kriegen.

Rezension von Heike Rau

Philipp Ardagh
Familie Grunz hat Ärger
Mit Illustrationen von Axel Scheffler
Übersetzt von Harry Rowohlt
240 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407820321
ISBN-13: 978-3407820327
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Matthias Weinert: Max, Opa und das Vogelei

Matthias Weinert: Max, Opa und das Vogelei

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Max lebt bei seinem Großvater. Die beiden Mäuse haben ihr Zuhause in einer alten Kuckucksuhr, die verborgen im Gebüsch am Waldrand steht. Eines Tages, es ist ein wunderschöner Frühlingsmorgen, weckt Max seinen Opa, um mit ihm einen Morgenspaziergang zu unternehmen. Auf ihrem Weg finden die beiden ein Vogelei im Gras. Als der Opa das Ei gegen das Licht hält, sieht er ein kleines Vogelküken. Also wird das Ei zum Ausbrüten mitgenommen.

Es wird mit erwärmten Steinen und Daunenfedern in eine Kiste gepackt, damit es nicht auskühlt. Eines Tages schlüpft eine kleine Blaumeise aus und wird liebevoll von Max und seinem Großvater gefüttert und aufgezogen. Der kleine Moritz ist sehr aufgeweckt und sorgt für Unordnung in der Kuckucksuhr. Also geht es zum Spielen und Lernen hinaus.

Als eines Tages eine Vogelfrau sich für Moritz interessiert, folgt er ihr. Max möchte nicht, dass sein neuer Freund davonfliegt und fängt ihn nach einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd wieder ein. Aber der Opa erklärt seinem Enkel, dass er Moritz fliegen lassen muss, wenn er dem Vogel ein guter Freund sein will.

Die kleine Geschichte ist ganz wundervoll erzählt und gezeichnet.
Wenn der Text ein paar Mal vorgelesen wurde, können Kinder die Geschichte anhand der Bilder gut nacherzählen und sich auch mal allein mit dem Buch beschäftigen. Die Geschichte hat viel Spannendes. Es macht Kindern und auch den vorlesenden Erwachsenen Spaß, zu verfolgen, wie das kleine Vogelküken sich entwickelt, wie Max und Moritz Freunde werden, sich trennen und trotzdem weiter zusammengehören. Was Freundschaft bedeutet, wird hier sehr schön verdeutlicht.

Matthias Weinert erzählt und zeichnet mit sehr viel Fantasie und Einfallsreichtum. Es kann auch mal ein einzelnes Wort sein, das Emotionen weckt. So meint der Enkel zu seinem Großvater, dass beide nun Mäusevogeleltern werden. Eine schöne Wortschöpfung!
Die Illustrationen sind detailreich, farbenfroh und verspielt gehalten. Das Anschauen macht sehr viel Freude, weil es so unglaublich viel zu entdecken gibt. Das humorvolle Buch begeistert, weil es so liebevoll gemacht ist.

Rezension von Heike Rau

Matthias Weinert
Max, Opa und das Vogelei
72 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830312008
ISBN-13: 978-3830312000
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Ulrike Schweikert: Das Reich der Finsternis – Verwunschen

Ulrike Schweikert: Das Reich der Finsternis – Verwunschen

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Den Geschwistern Mona und Patrick O’Connor stehen sechs Wochen Sommerferien bei ihrer Großmutter in Irland bevor. Die Eltern sind währenddessen auf einer Geschäftsreise nach China. Ashford Castle ist ein etwas unheimlicher Ort, doch die beiden freuen sich auf Abenteuer. Ausgerechnet jetzt stürzt die Großmutter die Treppe hinunter und erleidet einen Beinbruch. Weil deswegen ein Krankenhausaufenthalt ansteht, muss Nachbarin Brenda ab und zu nach den Kindern sehen. Oft sind die beiden allerdings allein. Schnell steht fest, dass etwas Merkwürdiges im Haus vorgeht. Etwas treibt sich hier herum, das beweisen die seltsamen Vorkommnisse, die nicht erklärbar sind.

Später lernen die Geschwister Kylah MacOwen kennen. Das Mädchen wohnt mit ihrem Bruder und dem Großvatter in den Stallungshäusern auf dem Gut. Kylah spricht von geheimnisvollen Unsichtbaren. So recht glauben Mona und Patrick nicht daran, doch bald müssen sie sich eingestehen, dass sie nicht weiter kommen. Es ist, als gehen tatsächlich Geister im Haus um, die nicht eben ungefährlich sind. Kylah behauptet, die Unsichtbaren sehen zu können. Sie glaubt, dass irgendetwas vorgefallen sein muss, sonst würden sie sich nicht so verhalten, wie sie es im Moment tun. Diesem Rätsel müssen die Kinder also auf die Spur kommen.

Das Buch ist spannend gemacht. Die Leselust wird Kinder ab 10 Jahren schon auf den ersten Seiten packen. Es ist diese unheimliche Stimmung, die die Autorin nach und nach aufbaut. Dabei ist die Geschichte unkompliziert geschrieben. Den Geschehnissen ist also leicht zu folgen. Es wird es wirklich sehr abenteuerlich. Interessant ist auch die Kapitelaufteilung. Jedem Kapitel voran steht eine Seite mit teils mysteriösen Zeichnungen, die zur weiteren Erkundung des Buches einlädt.

„Verwunschen“ ist der Auftakt einer Reihe.“ Es ist ein guter Einstieg, auch wenn die Gefahr nicht gebannt werden kann. Immerhin erfahren die Kinder, worum es geht und was die Ursache für die seltsamen Geschehnisse ist.

Rezension von Heike Rau

Ulrike Schweikert
Das Reich der Finsternis – Verwunschen
Band 1
Illustrationen von Timo Grubing
208 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570154610
ISBN-13: 978-3570154618
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Rafik Schami und Kathrin Schärer: „Hast du Angst?“, fragte die Maus

Rafik Schami und Kathrin Schärer: „Hast du Angst?“, fragte die Maus

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Mina weiß noch nicht, was Angst ist. Dass ihre Mutter welche hat, wenn die Katze hinter ihr her ist, ist ihr aber klar. Mina würde zu gerne wissen, wie sie sich diese Angst vorzustellen hat, denn sehen kann man sie offenbar nicht. Also zieht Mina los, um es herauszufinden. Sie begegnet völlig furchtlos einem Löwen und fragt ihn, was Angst ist. Der Löwe gibt sein Bestes, um der Maus Angst zu machen, aber es funktioniert nicht. Mina bekommt keine Angst.

Das Nilpferd kennt sogar noch etwas, das schlimmer ist als Angst, nämlich den Hunger. Der Igel dagegen mit seinen vielen Stacheln kennt Angst angeblich auch nicht. Der Elefant hat auch keine Angst, aber er hat gehört, dass diese Gänsehaut machen kann. Und der Hund behauptet sogar, Angst riechen zu können. Mina weiß gar nicht, was sie davon halten soll. Doch dann auf einmal begegnet ihr ein Tier, das sie eine Kälte in ihrem Bauch und in den Pfoten spüren lässt. Die kleine Maus bekommt kaum Luft und ihr Herz schlägt plötzlich ganz schnell. Die Warnung kommt buchstäblich in letzter Sekunde.

Gefühle einzuordnen, müssen Kinder erst lernen. Mit dem vorliegenden Buch können sie der Angst auf die Spur kommen und dieses Gefühl einordnen und ausdrücken lernen. Angst muss, wie das Buch zeigt, nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Meist gibt es einen guten Grund dafür. Angst kann also als Warnung verstanden werden und natürlich dann auch eine schnelle Reaktion erfordern.

Kindern wird es Spaß machen, der kleinen Mina zu folgen. Mimik und Gestik der Maus sind sehr ausdrucksstark gezeichnet und die kleine Geschichte ist in ihrem Verlauf sehr spannend und abenteuerlich gemacht. Das spiegelt sich auch in den Zeichnungen wider. Aber es geht nicht nur darum zu klären, was Angst ist, sondern auch darum, wie man damit umgeht und sich letztendlich wieder beruhigt.

Rezension von Heike Rau

Rafik Schami und Kathrin Schärer
„Hast du Angst?“, fragte die Maus
32 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407795254
ISBN-13: 978-3407795250
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Matthias Sodtke: Gib mir die Kirsche – Tooooor!

Matthias Sodtke: Gib mir die Kirsche – Tooooor!

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Nulli und Priesemut ernten alle die Kirschen vom Baum. Oma Bär will daraus „Kirschsuppe mit Grießbällchen“ machen. Bis das Essen fertig ist, wollen Hase und Frosch noch ein bisschen Fußball spielen. Das Spiel gestaltet sich lebhaft und dann schießt Priesemut ein Tor. Doch Nulli sieht das anders und so gibt es einen handfesten Streit. Es wird so laut, dass Oma Bär in ihrer Küche darauf aufmerksam wird. Sie droht mit der „roten Karte“. Aber schon jagt Priesmut seinem Freund den Fußball wieder ab. Der fliegt in hohem Bogen durch die Luft und landet auf den Zinken der Mistgabel der Vogelscheuche. Tja, nun ist die Luft raus! Nulli macht sich, sehr zum Ärger von Priesemut, lustig darüber. Zum Glück fällt Oma Bär der alte Fußball ein, der oben auf dem Dachboden liegt. Nulli und Priesmut staunen über den Lederfußball, der von Bruno stammt, der ein alter Freund von Oma Bär ist. Auf dem Foto der alten Dorfmannschaft ist sogar ein Mädchen mit abgebildet. Es ist kaum zu glauben, dass Oma Bär einst Fußball gespielt hat. Doch eindrucksvoll zeigt sie Nulli und Priesemut was sie auch heute noch drauf hat.

Erneut erzählt Matthias Sodtke eine faszinierende Geschichte von Nulli und Priesemut. Diesmal steht Oma Bär im Mittelpunkt. Hase und Frosch haben die alte Dame unterschätzt und vergessen, dass auch eine Oma einmal jung gewesen ist. Kinder wird das anregen, ihre Großeltern zu fragen, wie ihre Kindheit war. Damit bietet die Geschichte viel Gesprächsstoff innerhalb der Familie.
Die Zeichnungen gefallen diesmal besonders gut. Es ist sehr lustig zu sehen, wie Nulli, Priesemut und natürlich auch Oma Bär mit viel Einsatz und Begeisterung dem Ball nachjagen. Ein Spiel sollte Spaß machen und nicht Anlass zu Streitereien geben, so wie es bei Nulli und Priesemut der Fall war. Das bringt Oma Bär ihren kleinen Schützlingen bei.
Einen Kritikpunkt gibt es diesmal allerdings: Das Rezept für die „Kirschsuppe mit Grießbällchen“ fehlt. Aber vielleicht weiß ja eine vorlesende Oma, wie man dieses leckere klassische Gericht zubereitet.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Gib mir die Kirsche – Tooooor!
72 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311915
ISBN-13: 978-3830311911
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Lena Anderson und Karlhans Frank: Majas kleiner Garten

Lena Anderson und Karlhans Frank: Majas kleiner Garten

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Maja kann kaum erwarten, dass Frühling wird. Sie wünscht sie einen kleinen Garten. Erbsen, Möhren und Radieschen sollen dort wachsen. Sie weiß schon genau was sie braucht, einen Rechen zum Beispiel und Gartenhandschuhe. Endlich ist es dann soweit. Die Beete sind schnell vorbereitet. Es wird ausgesät und nach ein paar Wochen kann schon geerntet werden und Maja lädt ihre Freunde zum Radieschenfest ein. Auch Majas Kaninchen ist mit dabei.

Maja kann aber bald noch viel mehr ernten. Salat, Fenchel, Zwiebel, Tomaten, Weißkraut und Kartoffel wachsen in ihrem Garten. Sogar Kräuter werden angebaut. Die trocknet Maja und gibt sie dann in Gläser. So hat sie einen kleinen Vorrat und kann auch dann noch Speisen würzen, wenn im Winter keine Kräuter mehr im Garten wachsen.

Maja ist eine engagierte kleine Gärtnerin. Das spiegelt sich in der Bildern und der kleinen gereimten Geschichte, die dazu erzählt wird, wider. Kinder können sich direkt an dem Buch orientieren, wenn ein Kinderbeet im Garten angelegt werden oder ein großer Blumentopf bepflanzt werden soll. Es werden viele Ideen geliefert.

Dazu gehört auch, etwas über das Gärtnern zu lernen. So können Kinder anhand der Zeichnungen den Erbsen beim Wachsen zusehen und nachvollziehen, wie sich aus dem Samenkorn eine immer größer werdende Pflanze entwickelt, die dann selbst wieder Schoten mit Erbsen darin trägt. Neben den verschiedenen Gemüsesorten werden auch Kräuter vorgestellt.

Die Zeichnungen sind ausgesprochen schön. Sie zeigen Maja in ihrem Umfeld mit ihren Freunden. Ihr Kaninchen ist immer mit dabei. Auf fast jedem Bild kann man es finden, sodass sich hier auch noch ein Suchspiel ergeben kann.

„Majas kleiner Garten“ ist ein sehr schönes, fantasievolles und motivierendes Kinderbuch, das die kleinen Leser lockt, sich selbst im Garten zu betätigen und eine kleines Beet mit Gemüse und Kräutern anzubauen.

Rezension von Heike Rau

Lena Anderson und Karlhans Frank
Majas kleiner Garten
40 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570156826
ISBN-13: 978-3570156827
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Gaby Neumayer: Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald

Gaby Neumayer: Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald

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Es soll der wirklich allerletzte Umzug sein. Undercover City ist eine geheime Stadt, die perfekt abgeschirmt ist. Ehemalige Agenten finden hier einen sicheren Unterschlupf, und mit ihnen Emily Brown, deren Eltern legendäre Agenten sind oder waren, wie die Tochter nun weiß.
Das Haus sieht fast wie ein kleines Schloss aus. Dahinter beginnt direkt der Pinienwald. Als die Eltern zum Einkaufen fahren, bricht Emily auf, um den Wald zu erkunden.
Sie lernt hier draußen John kennen und später dann Jack O´Malley, der in einem Holzhaus lebt. Hier hört sie von wirklich seltsamen Vorgängen im Wald. Obwohl sie gewarnt ist, will sie der Sache auf die Spur gehen.
Allerdings wird später in der Schule ein offizielles Verbot ausgesprochen und der Wald überwacht. Nur Taylor könnte noch unbemerkt in den Wald hinein, weil sie keinen Chip trägt. Da sie weiß, wie man diesen entfernt, ist Emily allerdings auch bald ihren Chip los, genau wie John. Doch die Sache ist schwieriger als gedacht, denn das, was da im Wald sein Unwesen treibt, scheint unsichtbar zu sein.

Das Buch ist für Kinder ab acht Jahren gedacht und gut auf diese Zielgruppe abgestimmt. Drei Freunde versuchen einem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was dahinter steckt, ist wirklich spannend und lässt die Kinder interessante Abenteuer erleben.
Gut gefällt der Rahmen, in den die Geschichte eingebettet ist. Undercover City ist anders als andere Städte. Jeder Bewohner hat eine Vergangenheit als Agent und Fähigkeiten und Marotten aus dieser Zeit zurückbehalten. Der eine oder andere schleppt Geheimnisse mit sich herum. Es kommt zu urkomischen Szenen.
Und natürlich haben die Kinder auch einiges von ihren Eltern geerbt. Sie sind neugierig, mögen Abenteuer und gehen gerne Wagnisse ein.
Das macht die Geschichte spannend im Verlauf. Gute Unterhaltung kommt hier also nicht zu kurz.
Mit im Buch sind einige Zeichnungen, die das Geschehen besser vorstellbar machen.

Rezension von Heike

Gaby Neumayer
Undercover City – Der Unsichtbare aus dem Wald
Mit Illustrationen von Sebastian Meyer
224 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407820267
ISBN-13: 978-3407820266
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