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Schlagwort: Kartoffelsalat

Genevieve Wiehe: Kartoffelschätze – Wohlfühlgerichte für jeden Tag

Genevieve Wiehe: Kartoffelschätze – Wohlfühlgerichte für jeden Tag

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Kartoffeln kommen bei mir sehr oft auf den Tisch. Da kommt ein Kartoffel-Kochbuch natürlich gerade recht. Schon beim ersten Durchblättern habe ich gesehen, dass es aufwendig gestaltet ist und wundervolle großformatige Fotos enthält. Wichtig ist für mich außerdem, dass ein Kochbuch aufgeschlagen liegenbleibt und sich die ausgewählte Rezeptseite nicht von selbst umblättert. Das ist hier der Fall.

Es werden im Buch nicht nur Rezepte präsentiert, es geht auch um den Anbau, denn auch damit hat die Autorin viel Erfahrung. Und so beschäftigt sich das erste Kapitel direkt mit dem Kartoffelanbau, vorzugsweise im eigenen Garten. Aber auch im Hochbeet oder im Kübel lassen sich Kartoffeln pflanzen, die man selbst hat vorkeimen lassen. Erwähnt wird auch, wie man Schädlinge abwehrt und welche Beetnachbarn für Kartoffelpflanzen von Vorteil sind.

Da es im Buch um saisonale Rezepte geht, ist es praktischerweise in die Jahreszeiten unterteilt. So spielen beispielsweise im Frühling die Frühkartoffeln eine besondere Rolle, während im Winter die herzhaften und wärmenden Gerichte an der Reihe sind. Im Jahresverlauf begegnet man Kartoffel-Rösti mit Frühlingskräuter-Dip, Kartoffel-Zucchini-Gratin, Kartoffel-Sauerteigbrot aus dem Topf und Bauerntopf mit Rinderhackfleisch. Mir ist aufgefallen, dass es mehrere Kartoffelsalat-Rezepte gibt, was ich richtig gut finde. Wobei mir hier der Crunchy Kartoffelsalat mit Gurke & Dill am besten gefällt. Ich habe ihn ausprobiert und muss sagen: Dieser Kartoffelsalat mit warmen, knusprig gebackenen Kartoffeln ist einfach unschlagbar!

Die Rezepte in diesem Themen-Kochbuch zeigen, wie unglaublich abwechslungsreich die Kartoffel sein kann. Viele machen nicht viel Arbeit und haben einen geringen Zeitaufwand, wenn man die Koch- bzw. Backzeit abrechnet, sodass sie alltagstauglich sind. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich natürlich auch an aufwendigere Gerichte wagen. Neben den saisonalen Gemüsesorten, die gut zu Kartoffeln passen, werden Zutaten verwendet, die man ohnehin da hat bzw. die gut erhältlich sind, davon aber eine überraschend große Bandbreite. Einzig eine Käsesorte war mir nicht bekannt. Wir haben es hier also mit raffinierter Hausmannskost zu tun.

Rezension von Heike Rau

Genevieve Wiehe
Kartoffelschätze – Wohlfühlgerichte für jeden Tag
144 Seiten, gebunden
LV.Buch im Landwirtschaftsverlag, August 2026
ISBN-10: 3784358179
ISBN-13: 978-3784358178
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Bettina Meister: Das Auswanderer Kochbuch

Bettina Meister: Das Auswanderer Kochbuch

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Zwischen 1790 und 1930 wanderten über 6 Millionen Deutsche in die „Neue Welt“ aus. Um nach Amerika zu kommen, mussten die Reisenden einiges auf sich nehmen. Die Verpflegung an Bord der Segelschiffe gestaltete sich, auch aufgrund der Reisedauer, schwierig. Später natürlich, mit den Dampfschiffen, wurde das Reisen komfortabler.

Wie diese Schiffsreisen verliefen, hat die Autorin recherchiert und ist dabei auch den Spuren ihrer Vorfahren gefolgt. Man kann einige Auswanderer-Geschichten im Buch nachlesen und erfährt, wie die Überfahrten vonstatten gingen. Im Vordergrund stehen die Schwierigkeiten, mit denen die Auswanderer zu tun hatten.

Im Buch geht es vor allem um die Verpflegung an Bord. Viel Auswahl gab es nicht. Vorräte mussten lange haltbar sein. Gepökeltes Fleisch, Stockfisch, eingelegter Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide und Mehl, Sauerkraut und Kartoffeln, Dörrobst und -gemüse wurden eingelagert.
Das Trocken- und Nasspökeln kann man mithilfe des Buches nachvollziehen. Dann kann man „Weizenbrei mit Pökelfleisch und Gemüse“ kochen.
Auch wie man Obst und Gemüse dörrt, erfährt man. So kann man direkt nach Rezept „Getrocknete Apfelringe“ herstellen.
Wenn das frische Gemüse verbraucht war, gab es zum Beispiel „Erbsensuppe mit gerösteten Brotwürfeln“.
Interessant ist auch der „Weißkohl mit Speck“. (Ich habe die Version mit angebratenem Gehacktes ausprobiert. Dieser deftige Eintopf schmeckt sehr gut und unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem Weißkrauteintopf, den ich sonst zubereitet.)

Die Küche unterschied sich, je nachdem, welches das Abfahrtsland war.
Ausprobieren kann man „Irish Stew“, „Scottish Shortbread“ oder „Ostpreußischen Kartoffelsalat“ (Auch diesen habe ich ausprobiert und für gut befunden. Es ist ein Kartoffelsalat ohne Majonäse, dafür mit Essig und Öl.)
Sehr interessant ist das Rezept vom Ersatzkaffee, den zu kochen man wahrscheinlich nicht guten Gewissens empfehlen kann. Man kann aber gut nachvollziehen, wie groß die Sehnsucht nach einem Kaffee gewesen sein muss.
Gekörnte Gemüsebrühe oder Suppenwürfel verwendet man heute ganz selbstverständlich. Damals musste der „Bouillonkuchen“ aufwändig selbst hergestellt werden. Das Rezept gibt es ebenfalls im Buch.

Wie gesagt, war die Versorgung später auf dem Dampfschiffen besser, besonders wenn man die Menüs der Passagiere der ersten Klasse betrachtet.
Man kann einen „Orange Butter Scotch Cheesecake“ ausprobieren, eine „Spanish Cream“ oder den „New York Dark Chocolate Cheesecake“ aus dem Museumsrestaurant im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. (Dieses Dessert habe ich zubereitet. Es in der Form zu servieren, ist ein guter Rat. Es lässt sich schlecht herauslösen. Die kleinen Törtchen schmecken sehr gut, auch wenn sie ganz anders als auf dem nebenstehenden Foto aussehen.)

Wer an der Geschichte der Auswanderungswellen nach Amerika interessiert ist, wird bestens informiert. Dabei geht es im Buch vor allem um die Bewerkstelligung der langen Reise, die Entbehrungen und die Versorgung mit Lebensmitteln auf den Schiffen.
Diese einfache Kost kann, in abgewandelter Form, auch heute zur Ernährung herangezogen werden. Es ist eine spannende Sache, ein Experiment, mal mit nur wenigen Lebensmitteln zu kochen. Wobei man nichts Verarbeitetes verwendet, sondern auch hier selbst Hand anlegt, um Vorräte zu schaffen.

Es kommt einer Zeitreise gleich. Durch die teilweise leicht verwischten Bilder wird die Illusion perfekt. Das Buch hinterlässt einen ganz besonderen Eindruck, ist es doch mit alten Fotos, Dokumenten, Bildern und Requisiten aus dem Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven illustriert. Die Fotos der Gerichte, in Szene gesetzt mit altem Geschirr, kommen sehr gut an. Das Buch ist in seiner Aufmachung sehr gelungen. Es ist eine ganz klare Empfehlung wert!

Rezension von Heike Rau

Bettina Meister
Das Auswanderer Kochbuch
128 Seiten, gebunden
FEL!X – Verlag J. Neumann-Neudamm
ISBN-10: 3867380503
ISBN-13: 978-3867380508
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