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Monat: Dezember 2002

Im Dschungel der Freiheit

Im Dschungel der Freiheit

Als Mitglied oder Interessierter dieser Literaturseite haben Sie vielleicht schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ihr Hobby, das Schreiben, zum Beruf zu machen und eine freiberufliche Karriere zu starten.
Diese nicht ganz leichte Entscheidung ist natürlich mit einer Menge Fragen verbunden. Leider ist ein gewisses finanzielles Risiko nicht zu unterschätzen. Es gehört viel Mut dazu, dieses Wagnis einzugehen. Auf der anderen Seite sind den Verdienstmöglichkeiten von Freiberuflern nach oben keine Grenzen gesetzt.
Wer zum Beispiel als Autor den Durchbruch schafft, hat ausgesorgt.
Vorraussetzung sind neben Freude an der Arbeit, Kreativität und Durchhaltevermögen.
Damit aus Arbeitslust kein Arbeitsfrust wird, beantwortet das Buch Fragen zu vielen wichtigen Themen:

– Kranken- und Rentenversicherung
– Steuern
– Rechtslage
– Gewerbeanmeldung
– Urheberrecht
– Umgang mit dem Finanzamt
– Soziale Aspekte
– Zeitplanung
– Gewinn- und Verlustrechnung
– Der Eigene Werbeauftritt
– Öffentlichkeitsarbeit
– Mit persönlich Krisen und Misserfolgen umgehen

Das Buch ist natürlich nicht nur für angehende Autoren gedacht, sonder für alle Freiberufler und Selbständigen, vom Dienstleister bis zum Ladenbesitzer.
Alle Themen sind ausführlich und gut nachvollziehbar beschrieben.
Hintergrundinformationen und gute Tipps sind zahlreich vorhanden. Zudem gibt es Erfahrungsberichte von Freiberuflern verschiedener Branchen.
Als Zugabe gibt es Adressen von wichtigen Anlaufstellen und interessanten Internetseiten.

Rezension von Heike Rau

Ulf Mailänder
Im Dschungel der Freiheit
Damit für Freiberufler aus Arbeitlust nicht Arbeitsfrust wird
ISBN:3821838205
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Eine Billion Dollar

Eine Billion Dollar

John Fontanelli, Sohn eines Schuhmachers, führt ein einfaches Leben. Er schlägt sich mit Aushilfsjobs durch, um seine Miete zahlen zu können.
Doch dann erbt er die unvorstellbare Summe von einer Billion Dollar aus einer Stiftung. Vor fünfhundert Jahren wurde das Geld angelegt und ist durch Zins und Zinseszins zu so einer Summe angewachsen. Ohne eigenes Zutun wird John der reichste Mann der Welt.
Doch so schön, wie er sich das in seinen Träumen vorgestellt hat, ist es nicht. John sieht sich von Leibwächtern und Angestellten umgeben. Kann keinen Schritt mehr unbemerkt tun. Welchen Ratgebern soll er trauen?
Und was hat es auf sich, mit dieser Stiftung? Ist John wirklich dazu ausersehen, die Welt mit dem Geld vor dem Untergang zu retten? Bald meldet sich ein mysteriöser Fremder und behauptet zu wissen, was zu tun ist.
Lange Zeit lässt John sich beeinflussen, bevor er sich selbst Gedanken macht und eigene Ideen zu verwirklichen sucht.

Eine nicht ganz neue Idee, einem Schustersohn unvorstellbar viel Geld zu geben und dann zu beobachten, was passiert. Die Umsetzung allerdings ist faszinierend und führt uns in die Welt der Wirtschaft. Das eher trockene Thema ist gut recherchiert und spannend aufbereitet für alle, die sich für Politik, Geldwesen und Umwelt interessieren. Der Autor liefert eine Flut komplexer Informationen, ohne den Leser zu überfordern.
Allerdings war es scheinbar schwierig, ein passendes Ende zu finden, denn das wirkt ein wenig seltsam.
Das Lesen lohnt sich aber in jedem Fall.

Rezension von Heike Rau

Andreas Eschbach
Eine Billion Dollar
Vom Pizzaausfahrer zum reichsten Mann der Welt
ISBN:3785720491
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15, Jungfrau, Schlampe

15, Jungfrau, Schlampe

Chloë ist fünfzehn. Das sich in diesem Alter die Probleme häufen, liegt auf der Hand. Aber Chloë hat zudem noch eine echt nervige Mutter, die ihr Leben lebt, ohne auf die Tochter Rücksicht zu nehmen. Sie raucht, trinkt, zieht krasse Klamotten an, schminkt sich aufreizend und sieht damit auch noch wirklich viel jünger aus.
An Chloë sieht nur eins gut aus und das ist ihr Po. In den hat sich Dennis, ein Klassenkamerad, so sehr verliebt, dass er ihn zu einem Gedicht verarbeitet hat.
Als eines Tages ein T-Shirt, das zum Trocknen auf dem Balkon hängt, mit dem Wort „Schlampe“ beschmiert wird, verdächtigt Chloë natürlich Dennis, weil sie ihn immer abgewiesen hat. Diese Schweinerei schreit nach Rache. Chloë donnert sich mit allem auf, was Mutters Schminktopf und ihr Kleiderschrank hergeben. Und genau an diesem Tag, in diesem Outfit stößt sie, im wahrsten Sinne des Wortes, auf ihren Traumtyp.

Eine spritzige, witzige Liebeskomödie mit jeder Menge Situationskomik.
Mit viel Gefühl nähert sich der Autor den Problemen Jugendlicher ohne anzubiedern und erzählt mit großer Leichtigkeit.

Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Rezension von Heike Rau

Christian Bieniek
15, Jungfrau, Schlampe
Liebeskomödie mit Überraschungen
ISBN:359685122X
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Tohuwabohu in Omas Küche

Tohuwabohu in Omas Küche

Hase Nulli und Frosch Priesemut sitzen vorm gedeckten Frühstückstisch und warten auf ihren Gast Oma Bär.
Sie warten und warten, aber die sonst so pünktliche Oma Bär kommt einfach nicht. Da muss etwas passiert sein. Eilig machen Nulli und Priesemut auf den Weg, um bei Oma Bär nach dem Rechten zu sehen.
Und tatsächlich! Beim Kochen ist Oma Bär durch ein Missgeschick gestürzt und hat sich den Fuß umgeknickt. Nulli und Priesemut erklären sich bereit, das Chaos in der Küche wieder in Ordnung zu bringen.
Was dabei herauskommt, ist viel schlimmer als das bestehende Chaos und hat mit Ordnung so gar nichts mehr tu tun.

Ein lustiges kleines Buch, dass Kinder und sicher auch Erwachsene begeistern wird.
Die kurze Geschichte um den Hasen Nulli und den Frosch Priesemut ist phantasievoll, spannend, witzig und mit leichter Hand geschrieben.
Mit den amüsanten Zeichnungen hat man lange Spaß.
Ein Buch, mit dem man gute Laune in den Alltag zaubern kann.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodke
Tohuwabohu in Omas Küche
Hilfsbereitschaft, die im Chaos endet
ISBN:3830310579
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Mario Fortunato: Die Liebe bleibt

Mario Fortunato: Die Liebe bleibt

In der schönen Tradition der großen italienischen Erzähler wie N.Ginzburg,
G. Bassani und I.Svevo erzählt uns M.Fortunato die Geschichte einer Familie in einem kleinen Ort in Süditalien.
An einem winterlichen Morgen wird der Kinderarzt Italo Blasi ermordet aufgefunden. Niemand weiß etwas über den Mord, und er bleibt unaufgeklärt. In geheimnisvoller Weise scheint die Familie des Apothekers Elia Sciaki mit der Sache etwas zu tun zu haben. Aber viel erfahren wir nicht.
Elia wurde zwar der Prozess gemacht, da man ihn des Mordes verdächtigte. Aber er wird mangels Beweises freigesprochen.
Anna, Tochter von Lea und Elia Sciaki, ist merkwürdigerweise neun Monate nach der Ermordung des Kinderarztes geboren.
Viel später dann hat Anna offensichtlich eine Affäre mit ihrem Schwager. Bekam sie ein Kind von ihm?
So vieles bleibt nur angedeutet und ungesagt! Das aber macht den geheimen Reiz des Buches aus: der LeserIn kann die eigene Phantasie bemühen und darf selber seine Schlüsse aus dem ganzen Geschehen ziehen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven, mal der des unbekannten Erzählers, mal der von Anna, der jüngsten Tochter von Elia und Lea, und mal eines Neffen von Anna, –ist der möglicherweise ihr Sohn ?—ersteht vor uns die Welt einer zahlreichen Familie mit Großeltern, Geschwistern, Onkeln, Tanten und Neffen. Ferien in den Bergen und Baden am Meer wechseln ab mit Begegnungen und Festen.
Nicht ganz erklärlich sind zuweilen die Beziehungen der verschiedenen Personen untereinander, denn auch Freunde tauchen gelegentlich auf. Es stellt sich jedoch heraus, daß das letztendlich unwichtig ist.
Es geht um die Liebe, um die Beständigkeit von Familienbeziehungen, um erotische Anziehung, Abhängigkeiten und unerfüllte Sehnsüchte, die den Ton bestimmen. Dazu verspürt der Leser die Luft, die Landschaft, das kleinbürgerlich enge Leben, aber auch die Weite und Kultur italienischen Lebens. Die untergründige Spannung, mit der ich auf Enthüllungen wartete, die Klarheit in die von einem Kriminalfall ausgehende Handlung bringen könnte, löste sich allmählich auf; für die Erzählung ist die Aufklärung des Falles am Ende gar nicht so wichtig, sondern wichtig ist die tiefe Anhänglichkeit innerhalb der Familie, die erlebte Gemeinsamkeit, und am Ende die Lösung von Bindungen, die das Alter und der Tod mit sich bringt. So erscheint die Erzählung gleichsam wie eine Parabel auf das Leben.
Die Geschichte ist meisterhaft erzählt. Kenner und Liebhaber Italiens sollten sie sich nicht entgehen lassen!
Claudine Borries

Mario Fortunato
Die Liebe bleibt
Eine delikate Familien- und Kriminalgeschichte
ISBN:3803131766
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Robert Louis Stevenson: Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes

Robert Louis Stevenson: Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes

Im vorliegenden Buch findet der Leser Gedichte für und über Kinder. Gedichte, die sich mit der Phantasiewelt der Kinder, ihren Wünschen, Träumen, Sehnsüchten und ihren Alltagserlebnissen auseinandersetzen, sowohl aus der Sicht der Kinder, aber auch mit liebevollem Blick auf die Kinder. Spielende oder träumende Kinder tauchen ein in eine ganz eigene Welt voller Möglichkeiten und ohne Grenzen.
So geht es mit einem Spielzeugboot auf große Weltreise, denn fremde Länder bieten eine ganz besondere Faszination.
Eine klare Sprache und spannende Handlungen machen das Lesen des Buches zu einem Erlebnis.
Die liebevollen Illustrationen von Mario Grasso bereiten Freude, verstärken diese ganz bestimmte verträumte Stimmung, die manche Verse erzeugen, regen die Phantasie an und machen neugierig auf die Gedichte.

Ein aufwändig gestaltetes und beeindruckendes Buch, das Kinder, aber auch Erwachsene, gern zur Hand nehmen werden.

Über den Autor:

Robert Louis Stevenson lebte 1850 – 1894 und am bekanntesten ist wohl sein Roman „Die Schatzinsel“, eine Piratengeschichte.
Die meisten Gedichte dieser Sammlung schrieb er zwischen 1882 und 1884 in Frankreich. Die Erstausgabe erschien 1885 unter dem Titel: „A Child`s Garden of Verses“

Rezension von Heike Rau

Robert Louis Stevenson
Mein Bett ist ein Boot – Der Versgarten eines Kindes
„Die Welt ist so voll mit den schönsten Sachen, da sollten wir alle wie Könige lachen.“ (Robert Louis Stevenson)
ISBN:3830310625
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