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    Der letzte Kampf des Tigers

    Von hera | 7.September 2005

    Als Yuri erfährt, dass sein Vater von einem Tiger getötet worden ist, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er schwört, den Tiger zu jagen. Aber er weiß, dass er diesem gefährlichen Raubtier, das dazu noch verletzt ist, nicht gewachsen ist. So bittet er Wladimir, ein Jäger mit gutem Ruf und viel Erfahrung, ihn zu begleiten. Der alte Mann willigt schließlich ein. Aber er warnt Yuri auch eindringlich. Es ist schwierig, draußen in der Wildnis zu überleben. Es ist noch Winter und eisig kalt.

    Immer tiefer dringen die beiden vor in die Taigawälder des Sichote-Alin-Gebirges. Dann sehen sie die ersten Spuren. Wladimir rekonstruiert anhand der Spuren, was geschehen ist. An der alten Jagdhütte in einer Talsenke, wo Wladimir und Yuri die Nacht verbringen wollen, sehen sie den Tiger zum ersten Mal. Gespannt beobachten sie im Mondlicht, wie er einem Reh auflauert. Yuri meint, ihn jetzt töten zu können. Doch der alte Mann hält ihn davon ab. Die beiden beobachten weiter, bis der Tiger schließlich in Aktion tritt und das Reh mit einem gewaltigen Sprung erbeutet. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, das Yuri tief berührt. Und mit einem Mal ist der Hass auf den Tiger, den er eben noch deutlich gespürt hat, nicht mehr da.

    Der sibirische Tiger ist vom Aussterben bedroht. Sein Verbreitungsgebiet wird immer mehr eingegrenzt. Sein größter Feind ist der Mensch. Das vorliegende Buch ist ein eindringliches Plädoyer für die größte Raubkatze der Welt, verpackt in eine aufregende, abenteuerliche Geschichte. Der alte Mann versteht es gut, seine Erklärungen und Argumente dem jungen Yuri verständlich zu machen und somit auch dem Leser. Er bringt Yuri schließlich zum Umdenken und den Leser zum Nachdenken. Besonders die Dialoge sind sehr einfühlend geschrieben. Dazu gelingt es dem Autor dem Leser besondere Stimmungen sehr gut nahe zu bringen. Auch die Beschreibungen der Natur sind sehr intensiv.
    Das Buch ist so spannend und mitreißend geschrieben, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Zusätzlich zur Geschichte gibt es interessante Sachinformationen im Anhang.

    Über den Autor:
    Werner J. Egli, geboren 1943 in Luzern in der Schweiz, lebt heute in Freudenstadt. Seine Jugendbücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So wurde er 2002 für die Hans-Christian-Andersen-Medaille nominiert, die international höchste Auszeichnung für Jugendliteratur.

    Rezension von Heike Rau

    Werner J. Egli
    Der letzte Kampf des Tigers
    200 Seiten, gebunden
    Verlag Carl Ueberreuter, Wien
    ISBN: 3-8000-5154-0
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    ... 7.121 Aufrufe 1 Kommentar » | Kategorie Allgemein | Tags , , | Trackback: URL/trackback

    Ein Kommentar to “Der letzte Kampf des Tigers”

    1. In China leben nur noch 50 Tiger meint:
      20.Januar 2010 at 15:52

      […] will. Doch dieses Gefühl ändert sich bald in Faszination um. Mehr dazu bei Leselupe. In China soll es momentan um die 20 sibirische, 20 bengalische und 10 weitere. Im Südwesten […]

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