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    Der vollkommene Schmerz

    Von Claudine Borries | 18.Dezember 2006


    In diesem umfangreichen Familienepos breitete Ugo Riccarelli die ganze Epoche der politischen Wirren von Beginn des 19. Jahrhunderts über den ersten Weltkriegs bis zum Ende des zweiten Weltkriegs in Italien vor uns aus.

    Ein junger Freiheitskämpfer, hier als Maestro bezeichnet, kommt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in die Toskana und verliebt sich in eine junge Witwe, die den tragischen Tod ihres Mannes zu verwinden trachtet.
    Sie leben in freier Liebe zusammen, was milde belächelt und geduldet wird von den Mitbewohnern des Dorfes, weil die große, sanfte Liebe zwischen den beiden gesehen wird.

    Daneben gibt es eine reaktionäre und später faschistische Familie mit vielen Abkömmlingen, die in vielerlei Verzweigungen in Hass und Liebe, aber auch Verrat und Totschlag mit einander verbunden sind.

    Wie bei Romeo und Julia treffen die jüngsten Abkömmlinge dieser beiden so verschiedenen Familien am Ende in Liebe auf einander und bilden das Ende des langen Reigens von Verwandtschaftsbeziehungen. Natürlich wird diese Liebe nicht geduldet.

    Dass es um die Liebe geht, um die Fortpflanzung, um Krieg, Lebenserwerb und Frieden; es bleibt nichts ausgespart, um einen Eindruck von der Geschichte jener Zeit zu vermitteln.

    In einem wundersamen Singsang entwickelt sich die Erzählung. Es gibt Träume und Visionen, und es gibt handfeste Verfolgungen und Todesfälle.
    Die liebenden Frauen sind die sanften, aber auch duldsamen Wesen, die das Leben forttragen.

    Die Sympathien des Autors ruhen für mich eindeutig auf den Rebellen und Aufständischen, die den Sozialismus herbeisehnen. Die andere Familie besteht aus den Geschäftemachern, teilweise skrupellos und gerissen und verbissen in den eigenen Vorteil, ohne Scheu und jede Moral außer Acht lassend.

    Der vollkommene Schmerz: das ist das immer wieder kehrende Motto, mit dem Geburt und der Verlust durch Trennung, Verfolgung oder Tod geliebter Menschen erduldet werden muß. Das Glück, die Liebe, die Schönheit und ihre Vergänglichkeit, der Kummer und der Schmerz, auch so häufig der Hass zwischen den Menschen, bilden die Kernpunkte in den Aussagen des Romans.

    Man versinkt beim Lesen in diese Welt, und meint doch zu spüren, wie der Kreislauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod ein irgendwie immer gleicher ist, nur unterschieden durch die Zeit, die Stunde und die Art des Todes.

    Ugo Riccarelli
    Der vollkommene Schmerz
    Ein schöner Familienroman aus Italien
    ISBN:552053875
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