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    Flucht aus Sibirien

    Von hera | 10.Oktober 2007

    Annamaria hat die Familie verlassen und ist nach Moskau gegangen. Ihrem Bruder hat sie versprochen, ihn nachzuholen. Einmal noch meldet sie sich telefonisch, gibt ihre Adresse durch und eine Telefonnummer.
    Als Nikolai endlich das Geld für einen Rückruf zusammen hat, wird er schwer enttäuscht. Unter der Nummer ist seine Schwester nicht mehr zu erreichen. Nikolai schreibt einen Brief, doch auf eine Antwort wartet er vergeblich.
    Doch Nikolai will der Armut und seinem trinkenden Vater entkommen. So wandert er einfach los, nur sein Hund Tol ist bei ihm. Über 10.000 km liegen vor ihm und es ist Winter.

    Im Wald trifft er auf Wilderer, die ihm beinahe seine Hoffnung nehmen, seine Schwester zu finden. Aber als sie ihm anbieten, ihn ein Stück mit ihrem Pferdeschlitten mitzunehmen, willigt er ein. Die Männer sind ebenfalls arm und leiden Hunger. Nikolais Hund würde sich gut in ihrer Suppe machen. Weil Nikolai sich wehrt, kommt es zu einer Schießerei. Es gelingt ihm wegzulaufen. Doch unterwegs greifen ihn Wölfe an. Einem Mädchen hat er es zu verdanken, dass er auch dies überlebt. Zuhause bei ihr und ihrem Großvater darf er bleiben, bis er wieder gesund ist.

    Die Wilderer finden heraus, wo Nikolai ist. Sie wollen das Gewehr holen, das der Junge mitgenommen hat. Die Männer gehen so rigoros vor, dass der Großvater stirbt. Nikolai und das Mädchen Alek wollen nun zusammen weiterreisen. Zunächst bis Wladiwostok. Aber auch gemeinsam wird die lange Reise nicht einfacher.

    Der Autor beschreibt die gefahrvolle Reise zweier Jugendlicher quer durch Russland. Beide, in großer Armut aufgewachsen, wollen ihren Traum von einer besseren Zukunft erfüllen und zwar in Moskau. Dass dies möglich ist, haben sie gehört. Keiner von beiden hat eine Vorstellung davon, wie weit die Reise tatsächlich ist und was sie wirklich erwartet. Der Leser kann sich an einer Karte orientieren. Eigentlich ist es unmöglich solch eine Strecke zu bewältigen.
    Doch der Autor stellt hier zwei sehr mutige Protagonisten vor, die willensstark und die bereit sind, alles zu tun, um ihr Ziel zu erreichen. Man bekommt sehr tiefgehende Einblicke in ihre Gefühle und ihr Denken. Oft ist das Glück an ihrer Seite, aber genauso oft ist auch ihr Leben in Gefahr.

    Geschrieben ist das Buch in einem sehr leicht lesbaren Stil. Der Autor baut eine Spannung auf, die begeistert. Man fiebert mit Nikolai und Aleksandra mit, hofft mit ihnen und leidet mit ihnen. „Flucht aus Sibirien“ ist ein mitreißendes Leseerlebnis.

    Rezension von Heike Rau

    Werner J. Egli
    Flucht aus Sibirien
    256 Seiten, gebunden
    Verlag Carl Ueberreuter
    ISBN: 978-3800053469
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