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Autor: hera

Wolf-Dieter Storl: Die Pflanzen der Kelten

Wolf-Dieter Storl: Die Pflanzen der Kelten

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Die Natur hält magische Heilkräfte für uns parat. Einiges an Wissen nutzen wir auch heute noch oder wieder, aber vieles ist in Vergessenheit geraten. Die uralte Pflanzenkunde der Kelten lebt mit dem Buch wieder auf. Überliefertes Wissen wird hier festgehalten.

Zunächst geht es um die keltische Kultur und Geschichte. Dann beschreibt der Autor den Jahresverlauf aus Sicht der Kelten, vorgegeben von der Natur, angepasst an diese. Bräuche, Rituale und Jahresfeste mit keltischen Wurzeln werden benannt, Mythen und Legenden werden lebendig, besondere Orte mit magischer Bedeutung ins Blickfeld gerückt. Dabei wird herausgestrichen, was von der keltischen Kultur heute noch lebendig ist. So profitieren wir von einigen Erfindungen oder eben dem Heilwissen.

Im Buch wird beschrieben, welche Bedeutung und Kräfte man den Pflanzen in der Volksheilkunde beimaß und wie man das heute sieht, wo ja Inhaltsstoffe und Wirkungen untersucht werden können.
Die Pflanzen werden in ausführlichen Porträts vorgestellt, so dass auch deutlich wird, auf welche Weise die Heilpflanzen angewendet wurden. Dabei kommt die Naturverbundenheit der Kelten zum Ausdruck, ihre Weisheit, denn ihr Wissen beruhte auf Erfahrung.

Im Rhythmus der Natur zu leben, zu beobachten, die Natur anzunehmen, das kommt uns immer mehr abhanden. Vielleicht mag manches Ritual im Buch oder mancher Glaube befremdlich erscheinen, aber vieles hat auch heute noch Bedeutung oder sollte welche haben. Man findet im Buch den keltischen Jahreskreis und Baumkalender, der das Leben ordnete.

Manchmal wird es etwas kompliziert, aber im Allgemeinen ist das Buch gut zu verstehen. Es geht nicht einfach darum, Wissen zu vermitteln, sondern auch darum, das Magische spüren zu lassen. Schließlich gibt es auch Dinge, die mit bloßem Verstand nicht zu erfassen sind.

Rezension von Heike Rau

Wolf-Dieter Storl
Die Pflanzen der Kelten
Heilkunde – Pflanzenzauber – Baumkalender
488 Seiten, broschiert
Knaur – MensSana
ISBN-10: 3426874652
ISBN-13: 978-3426874653
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Jill Norman: Kräuter & Gewürze

Jill Norman: Kräuter & Gewürze

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Eine kleine Auswahl Kräuter und Gewürze besitzt wohl jeder, selbst wenn nur ab und an gekocht wird. Ambitionierte Hobbyköche sind da schon experimentierfreudiger. Das Buch „Kräuter & Gewürze“ zeigt die Vielfalt, die zur Verfügung steht und die abwechslungsreichen Verwendungsmöglichkeiten.

Zunächst einmal wird erklärt, was man unter Kräutern und Gewürzen versteht. So einfach ist die Trennung in diese Kategorien nämlich manchmal nicht. Auch der gesundheitliche Wert von Kräuter und Gewürzen wird dargestellt.

Als Erstes werden im Buch die Kräuter vorgestellt. Was in der Küche Tradition hat und was neu am Markt ist, wird aufgezeigt. Auch wie man Kräuter auswählt und verwendet, wird erklärt.
Die Kräuter sind in Rubriken eingeteilt, beispielsweise findet man „Frische und milde Kräuter“, „Süße Kräuter“, „Zitronenartige, saure Kräuter“ oder „Scharfe und würzige Kräuter“.

Die Kräuterporträts sind sehr ausführlich gehalten. Den Anfang macht die Petersilie, also krause Petersilie, glatte Petersilie und die Wurzelpetersilie. Man erfährt, wie man sich das Aroma vorstellen muss, welche Teile verwendet werden, wo man Petersilie kauft, wie man das Kraut lagert und was zu beachten ist, wenn man selbst Petersilie im Garten anbauen möchte. Ausführlich wird erklärt, wie man Petersilie in der Küche verwendet, zu welchen Speisen Petersilie passt und mit welchen anderen Kräutern und Gewürzen die Petersilie harmoniert.

Man findet im Buch fast alle bekannten Kräuter, aber auch weniger bekannte wie Tellerkraut, Süßdolde, Duftnessel und weitere. Leider fehlt Stevia, dass immer beliebter werdende Süßkraut.

Unter den Gewürzen, die ebenfalls gut sortiert und ausführlich beschrieben sind, wecken Akaziensamen, Tamarinde, Berberitze, Zitronenmyrte, Curryblätter oder Bockshornklee Interesse.

Schön ist, dass man gleich lernt, wie man mit den Kräutern und Gewürzen umgeht. Hierzu gibt es direkte Anleitungen in Wort und Bild. Man kann diese auch gleich einsetzen. So gibt es Rezepte zu Kräuter- und Würzmischungen, Soßen und Würzsoßen und Marinaden aber auch Rezepte zu Gerichten, wie „Vietnamesische Frühlingsrollen“ oder „Thailändisches Rindercurry“. Ländertypisches wird auf diese Art und Weise vermitteln.

Sehr schön anzusehen, sind die Fotos. Man betrachtet sie gerne einen Moment länger. Alle Kräuter und Gewürze hat der Fotograf Dave King perfekt in Szene gesetzt.

Da manche Kräuter und Gewürze schwer zu beschaffen sind, erhält man auch Hinweise zu Bezugsquellen, spezialisierten Gärtnereien oder Gewürzhändlern, auch Internetadressen gibt es. Wer auf Entdeckungstour gehen will, wird sich übe die Liste mit Kräutergärten freuen.

Fazit: Das Buch überrascht durch seine Vielfalt. 120 Kräuter und Gewürze wurden ins Buch aufgenommen, darunter auch sehr exotische. Es gilt also auf Bewährtes zu setzen, aber auch mit weniger bekannten Kräutern und Gewürzen zu experimentieren.

Rezension von Heike Rau

Jill Norman
Kräuter & Gewürze
Herkunft – Geschmack – Verwendung
Fotografien von Dave King
336 Seiten, gebunden
DK – Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 383101745X
ISBN-13: 978-3831017454
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Joachim Faulstich: Das Geheimnis der Heilung

Joachim Faulstich: Das Geheimnis der Heilung

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Würde man eine Erkrankung rein körperlich betrachten, könnte man vom „Maschinenmensch“ sprechen. Immer wieder wird, trotz aller Fortschritte in der Medizin, der Mensch nur repariert. Wird keine körperliche Krankheit festgestellt, dann muss die Krankheit seelisch sein und wird als solche, etwa mit Psychotherapie behandelt. Doch beides kann man nicht streng voneinander trennen.

Immer mal wieder hört man von Wunderheilungen. Eine streng wissenschaftliche Erklärung findet man hier unter Umständen nicht. Der Autor hat recherchiert, um der Sache auf den Grund zu gehen. Seine Erkenntnisse stellt er auf eine sehr anschauliche, gut vorstellbare und verständliche Weise im Buch dar.

Die erstaunlichen Heilerfolge sind bestimmten Methoden zu verdanken, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Man sagt dies beispielsweise der Homöopathie nach.
Nicht unterschätzen darf man offenbar die ordnende Macht der inneren Bilder, die Macht des Glaubens.
Unsere Vorstellungskraft kann heilende Wirkung haben, wie der Placeboeffekt beweist.
Auch die traditionelle chinesische Medizin wird als Chance gesehen oder auch das Handauflegen, der persönliche Zuspruch durch einen Therapeuten. Auch der Musiktherapie wird eine Wirkung zugesprochen.

Im Text wird keinesfalls die konventionelle Medizin in Abrede gestellt. Vielmehr geht es darum, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, den Menschen zu behandeln, nicht nur die Krankheit. In machen Arztpraxen wird das schon gemacht. Doch die Therapieverfahren werden noch zu selten eingesetzt.

Man liest im Buch von Erfahrungen, die Ärzte, Therapeuten und Heiler bereits gemacht haben. Manchmal bezieht man sich hier auf uraltes Wissen, das in Vergessenheit geraten ist. Untermauert werden diese Erfahrungen von dem, was Neurobiologen und Wissenschaftler heute bereits wissen. Und so können dann doch bestimmte Heilerfolge wissenschaftlich belegt werden, andere bleiben geheimnisvoll. Dennoch verdienen auch diese Therapien viel mehr Aufmerksamkeit.

Rezension von Heike Rau

Joachim Faulstich
Das Geheimnis der Heilung
Wie altes Wissen die Medizin verändert
352 Seiten, gebunden
MensSana bei Knaur
ISBN-10: 3426656558
ISBN-13: 978-3426656556
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Ulrike Renk: Die Frau des Seidenwebers

Ulrike Renk: Die Frau des Seidenwebers

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Anna te Kloot muss sich von ihrem Bruder Friedrich trennen. Die Mennonitin hat beschlossen von nun an ihrem Onkel, dessen Ehefrau verstorben ist, den Haushalt zu führen. Dafür muss sie von Radevormwald nach Krefeld reisen. In Solingen steigt Claes ter Meer in die Kutsche. Auch sein Ziel ist Krefeld und Anna ist froh, so etwas wie einen Begleiter zu haben. Es stellt sich sogar heraus, dass die Familien zusammengehören. Des Onkels Tochter wird Claes’ Schwester heiraten. Die Fahrt steht allerdings unter keinem guten Stern. Die Kutsche wird überfallen. Aber Claes rettet die Situation, zwar kann er nicht verhindern, dass Anna bestohlen wird, aber dank ihm entgeht sie einer Vergewaltigung.

Anna erkrankt durch die Strapazen, doch Claes steht ihr immer zur Seite, so dass sie auch dies übersteht, zumal sie herzlich in der Familie ihres Onkels aufgenommen wird. Nach der Heirat Katarinas, die sich als Einzige sehr abweisend gibt, übernimmt Anna die Haushaltsführung und kümmert sich um die Kinder ihres Onkels.
Anna verliebt sich in Claes, doch er fühlt sich hoffnungslos mit einer anderen, verheirateten Frau, verbunden. Die Enttäuschung wiegt schwer. Doch Claes vertraut ihr an, dass ein anderer sie liebt. Anna nimmt an, dass es der Weinhändler Heinrich Stennes ist, der sich immer sehr galant ihr gegenüber verhält. Sie heiratet ihn, ohne zu wissen, wie gewalttätig ist. Und auch das Claes vielmehr seinen Bruder Abraham gemeint hat, der ihr in Liebe verbunden ist, ahnt die junge Frau nicht.

Das Buch ist zweigeteilt. Im ersten kann man den Lebensweg Annans verfolgen, der recht ruhig verläuft. Anna wächst in die Familie hinein und erschließt sich einen Freundeskreis. Dass sie Claes liebt, kann man nicht so recht nachvollziehen und auch wie er sich gibt, wirkt befremdlich.
Die erste spannenden Wendung gibt es, als sie aus Verzweiflung einen anderen heiratet. Fortan ist sie einem gewalttätigen Mann ausgeliefert, der sie immer wieder schlägt und vergewaltigt und dem Anna nichts entgegenzusetzen hat. Obwohl alle Bescheid wissen, ihre Familie, ihre Freunde, muss sie dies ertragen. So sind die Zeiten. Diese häusliche Gewalt sehr genau geschildert. Man kann sich nicht davor verschließen.

Weder ist Anna die Frau eines Seidenhändlers, wie es der Titel sagt, noch geht sie ihren eigenen Weg, wie es im Klappentext steht. Sie ist eine Persönlichkeit, die einerseits sehr stark wirkt, andererseits aber eben auch sehr hilflos. Man entwickelt Sympathien für sie, leidet mit ihr mit und hofft auf eine erneute Wende, die Anna das Leben leichter macht.
Genau das tritt auch ein. Aber es ist eine seltsame, nicht ganz glaubwürdige Situation, die dazu führt. Das Buch geht also gut aus.

Über die historischen Hintergründe kann man hinten im Buch noch einiges Nachlesen. Die Geschichte beginnt im Jahr 1753. Und der Lebensweg Annas wird auch vom Siebenjährigen Krieg geprägt. Auch das Umfeld Annas wird einfühlsam dargestellt, hier insbesondere, die Posamentenweberfamilie ter Meer. Die Autorin stützt sich auf ein Tagebuch, das Abraham ter Meer geschrieben hat.

Rezension von Heike Rau

Ulrike Renk
Die Frau des Seidenwebers
443 Seiten, broschiert
Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3746626188
ISBN-13: 978-3746626185
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Dagmar H. Mueller: Pitti Pechvogel… und das Glück

Dagmar H. Mueller: Pitti Pechvogel… und das Glück

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Pitti Pechvogel macht seinem Namen alle Ehre. Immer hat er Pech. Im Gegensatz zu Siggi Glücksschwein, der immer Glück hat.
Dann lädt Siggi seinen Freund Pitti ein, ihn am Wochenende zu besuchen. Pitti freut sich auf den Ausflug auf das Land.

Aber schon geht das Elend wieder los. Pitti verpasst den Zug. So muss er warten, um später noch fahren zu können. Doch dann versperrt eine Schafherde die Schienen. Eine Stunde steht der Zug und Pitti muss zuschauen, wie die Tiere ein Konzert improvisieren.
Als Pitti endlich ankommt, hat er schlechte Laune. Dabei hat Siggi schon Pläne gemacht, was er alles mit Pitti tun möchte. Auf einer einsamen Wiese will er mit dem Pechvogel ein Picknick machen. Da bekommt Pitti wieder gute Laune. Bis Siggis Auto kaputt geht. Scheinbar ist das Pech ansteckend. Doch zu Pittis Verwunderung sieht Siggi alles ganz anders. Er ist froh, dass sie beide bis hierher gekommen sind. Die Picknickwiese ist nämlich ganz nah. So geht es immer weiter. Pitti verzweifelt immer wieder fast, wenn etwas schief geht. Und Siggi kann jeder Situation noch etwas Gutes abgewinnen. Nichts kann ihm die Laune verderben. Nicht einmal ein Regenschauer.

Pitti Pechvogel lernt nichts dazu. Auch nach dem Wochenende bei Siggi Glücksschwein fühlt er sich vom Pech verfolgt. Kleine Kinder werden aber schnell merken, dass es Pitti selbst ist, der keiner Situation etwas Positives abgewinnen kann. Immer sieht er schwarz. Ganz anders Siggi Glücksschwein, der ein sonniges Gemüt hat. Wer also immer Pech hat, sollte ruhig einmal versuchen, der Situation noch etwas Gutes abzugewinnen. Siggi Glückschwein geht es damit gut. Und dass Pitti Pechvogel sich das Leben unnötig schwer macht, muss ja nun nicht sein.

Das Buch bietet also viele Denkanstöße und Gesprächstoff. Gerade Sorgenkinder werden auf liebevolle Art und Weise aufgeheitert. Es macht Spaß, die lustigen Zeichnungen anzusehen. Es lohnt sich, diese genauer zu betrachten, da sie sehr detailreich sind. Die Erlebnisse von Pitti und Siggi werden sehr gut dargestellt.
Immerhin wird Pitti das Wochenende in guter Erinnerung behalten. Und das lässt nur einen Schluss zu. Pitti ist auf dem Wege der Besserung!

Rezension von Heike Rau

Dagmar H. Mueller
Illustrationen von Martina Theisen
Pitti Pechvogel… und das Glück
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219113222
ISBN-13: 978-3219113228
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Bettina Meister: Das Auswanderer Kochbuch

Bettina Meister: Das Auswanderer Kochbuch

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Zwischen 1790 und 1930 wanderten über 6 Millionen Deutsche in die „Neue Welt“ aus. Um nach Amerika zu kommen, mussten die Reisenden einiges auf sich nehmen. Die Verpflegung an Bord der Segelschiffe gestaltete sich, auch aufgrund der Reisedauer, schwierig. Später natürlich, mit den Dampfschiffen, wurde das Reisen komfortabler.

Wie diese Schiffsreisen verliefen, hat die Autorin recherchiert und ist dabei auch den Spuren ihrer Vorfahren gefolgt. Man kann einige Auswanderer-Geschichten im Buch nachlesen und erfährt, wie die Überfahrten vonstatten gingen. Im Vordergrund stehen die Schwierigkeiten, mit denen die Auswanderer zu tun hatten.

Im Buch geht es vor allem um die Verpflegung an Bord. Viel Auswahl gab es nicht. Vorräte mussten lange haltbar sein. Gepökeltes Fleisch, Stockfisch, eingelegter Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide und Mehl, Sauerkraut und Kartoffeln, Dörrobst und -gemüse wurden eingelagert.
Das Trocken- und Nasspökeln kann man mithilfe des Buches nachvollziehen. Dann kann man „Weizenbrei mit Pökelfleisch und Gemüse“ kochen.
Auch wie man Obst und Gemüse dörrt, erfährt man. So kann man direkt nach Rezept „Getrocknete Apfelringe“ herstellen.
Wenn das frische Gemüse verbraucht war, gab es zum Beispiel „Erbsensuppe mit gerösteten Brotwürfeln“.
Interessant ist auch der „Weißkohl mit Speck“. (Ich habe die Version mit angebratenem Gehacktes ausprobiert. Dieser deftige Eintopf schmeckt sehr gut und unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem Weißkrauteintopf, den ich sonst zubereitet.)

Die Küche unterschied sich, je nachdem, welches das Abfahrtsland war.
Ausprobieren kann man „Irish Stew“, „Scottish Shortbread“ oder „Ostpreußischen Kartoffelsalat“ (Auch diesen habe ich ausprobiert und für gut befunden. Es ist ein Kartoffelsalat ohne Majonäse, dafür mit Essig und Öl.)
Sehr interessant ist das Rezept vom Ersatzkaffee, den zu kochen man wahrscheinlich nicht guten Gewissens empfehlen kann. Man kann aber gut nachvollziehen, wie groß die Sehnsucht nach einem Kaffee gewesen sein muss.
Gekörnte Gemüsebrühe oder Suppenwürfel verwendet man heute ganz selbstverständlich. Damals musste der „Bouillonkuchen“ aufwändig selbst hergestellt werden. Das Rezept gibt es ebenfalls im Buch.

Wie gesagt, war die Versorgung später auf dem Dampfschiffen besser, besonders wenn man die Menüs der Passagiere der ersten Klasse betrachtet.
Man kann einen „Orange Butter Scotch Cheesecake“ ausprobieren, eine „Spanish Cream“ oder den „New York Dark Chocolate Cheesecake“ aus dem Museumsrestaurant im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. (Dieses Dessert habe ich zubereitet. Es in der Form zu servieren, ist ein guter Rat. Es lässt sich schlecht herauslösen. Die kleinen Törtchen schmecken sehr gut, auch wenn sie ganz anders als auf dem nebenstehenden Foto aussehen.)

Wer an der Geschichte der Auswanderungswellen nach Amerika interessiert ist, wird bestens informiert. Dabei geht es im Buch vor allem um die Bewerkstelligung der langen Reise, die Entbehrungen und die Versorgung mit Lebensmitteln auf den Schiffen.
Diese einfache Kost kann, in abgewandelter Form, auch heute zur Ernährung herangezogen werden. Es ist eine spannende Sache, ein Experiment, mal mit nur wenigen Lebensmitteln zu kochen. Wobei man nichts Verarbeitetes verwendet, sondern auch hier selbst Hand anlegt, um Vorräte zu schaffen.

Es kommt einer Zeitreise gleich. Durch die teilweise leicht verwischten Bilder wird die Illusion perfekt. Das Buch hinterlässt einen ganz besonderen Eindruck, ist es doch mit alten Fotos, Dokumenten, Bildern und Requisiten aus dem Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven illustriert. Die Fotos der Gerichte, in Szene gesetzt mit altem Geschirr, kommen sehr gut an. Das Buch ist in seiner Aufmachung sehr gelungen. Es ist eine ganz klare Empfehlung wert!

Rezension von Heike Rau

Bettina Meister
Das Auswanderer Kochbuch
128 Seiten, gebunden
FEL!X – Verlag J. Neumann-Neudamm
ISBN-10: 3867380503
ISBN-13: 978-3867380508
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Lauren Kate: Engelsnacht

Lauren Kate: Engelsnacht

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Die neue Schule ist eine Besserungsanstalt. Die Eltern haben Luce auf dieses Internat in New Hampshire geschickt. Luce versucht es als Chance zu sehen. Sie muss den Tod ihres Freundes Trevor verarbeiten, an dem sie eine Mitschuld tragen könnte. Sie weiß es nicht. Aber viel eher sind es die Schatten, die etwas damit zu tun haben. Aber davon darf sie nicht sprechen, um nicht für verrückt gehalten zu werden.

Luce verliebt sich in ihren Mitschüler Daniel Grigori, schon als sie ihn das erste Mal sieht. Es ist, als würde sie ihn kennen, nur kann sie nicht sagen, woher. Er dagegen verhält sich abweisend.
Gleich zu Anfang spielen sich unter den Schülern unschöne Szenen ab. Auch Luce ist eine Leidtragende. Und dann scheinen ihr auch noch die Schatten gefolgt zu sein. Luce sieht sie in der Bibliothek. Auch Daniel ist hier. In seiner Nähe fühlt sie sich merkwürdig. Bei einer zufälligen Berührung fühlt sie sich, wie vom Blitz getroffen. Es ist berauschend.

Wegen einer Regelverletzung in der Cafeteria muss eine Strafarbeit auf dem Friedhof erledigt werden. Und auch hier geschieht etwas Ungewöhnliches. Luce wäre von einer plötzlich fallenden Engelsstatue erschlagen worden, wenn Daniel sie nicht gerettet hätte. Molly könnte dafür verantwortlich sein. Sie spricht Drohungen aus, um zu erreichen, dass Luce sich von Daniel fernhält.

Doch nach wie vor gibt Daniel sich unnahbar. Deswegen ist Luce empfänglich für die Avancen, die Cam ihr macht. Auch in Cams Nähe sieht sie die Schatten. Luce mag Cam und fühlt sich bald hin- und hergerissen zwischen den beiden jungen Männern. Der eine ist galant, der andere nur zur Stelle, wenn Luce in Not ist.

Als ein Feuer in der Bibliothek ausbricht, ist es Daniel, der Luce rettet. Todd allerdings, mit dem sie auf der Flucht aus dem Gebäude war, stirbt. Möglicherweise, weil auch er die Schatten gesehen hat. Es ist fast wie bei Trevor gewesen, der ja auch in einem Feuer den Tod fand. Wie soll man glauben, dass Luce auch diesmal nichts damit zu tun hat?

Es ist eine geheimnisvolle Geschichte. Was mit Luce ist, die diese bedrohlichen Schatten sieht, weiß man zunächst nicht. Man liest, wie sie sich dennoch einzuleben und sich der neuen Situation anzupassen versucht. Doch alle Schüler hier haben ihre Geheimnisse und das machte es ihr nicht gerade leicht. Dieser erste Teil wird vor allem von der mysteriösen Stimmung getragen. Es dauert, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Aber das hat den Vorteil, dass man bis dahin, diese Stimmung in sich aufgenommen hat. Man wird davon gefangen genommen.

Dass es um Engel geht, weiß man. Titel und Klappentext verraten es. So ahnt man, worauf es hinauslaufen wird, auch wenn in diesem ersten Teil des Buches Daniel alles sein könnte. Es ist diese geheimnisvolle, eher ruhige Spannung, die einen immer weiter lesen lässt, die Romantik zwischen Luce und Daniel, das Knistern, egal wie spröde er sich gibt. Die Geschichte ist gut gemacht. Man kann sich also ruhig, von diesem wunderschönen Cover verzaubern lassen und das Buch lesen.
Eine Überraschung ist das letzte Kapitel. Wirklich verblüffend. So bekommt man noch viel mehr Gründe geliefert, auf den nächsten Band zu warten. Es gibt schließlich Fragen, die man beantwortet haben will.

Rezension von Heike Rau

Lauren Kate
Engelsnacht
Aus dem Amerikanischen von Doreen Bär
448 Seiten, gebunden
cbt, München
ISBN-10: 3570160637
ISBN-13: 978-3570160633
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Sepp und Margit Brunner: Permakultur für alle

Sepp und Margit Brunner: Permakultur für alle

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Sepp und Margit Brunner bewirtschaften einen 5 ha großen Bergbauernhof in Osttirol. Beide beschäftigen sich schon viele Jahre mit der biologischen Landwirtschaft. Die Familie wird mit selbstangebautem Obst und Gemüse versorgt. Dabei leben und arbeiten sie nach dem Permakulturkonzept. Ihr Wissen und ihre gemachten Erfahrungen werden mit diesem Buch weitergegeben.

Man wird mit einem freundschaftlichen „Du“ als Leser angesprochen. Das sorgt schon gleich für ein wenig Verbundenheit. Zum Buch greift ja nur wer fortan, so wie es im Untertitel steht, im Einklang mit der Natur gärtnern möchte. Man sollte also vorhaben, sich gegenüber der Natur verantwortungs- und rücksichtsvoll zu geben.
Wie genau die Autoren dieses Konzept leben, erklären sie sehr ausführlich. Man kann sich an ihnen ein Beispiel nehmen, auch wenn man keinen Bergbauernhof hat. Idealerweise besitzt man einen Garten, hat vor einen anzulegen oder möchte zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten umweltbewusster leben. Selbst Balkon oder Fensterbrett lassen sich nutzen.

Es ist heute nicht mehr so, dass ein Garten allein zur Selbstversorgung angelegt wird. Manche Gärten sind reine Schmuckgärten. Der Permakulturgarten sieht anders aus, aber auch diesen gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. Die Autoren geben Praxistipps, so dass man sich Stück für Stück dem Permakulturkonzept annähern kann. Dazu muss man erst einmal analysieren, wo man im Moment steht. Erst dann kann man planen. Das Denken wird einem nicht abgenommen, aber Rat und Hilfe erhält man in vielfältiger Form mit dem Buch. Dazu erhält man Grundlagenwissen über den Boden und Pflanztipps, die an der Natur orientiert sind. Man lernt welche Pflanzen gut zusammenpassen und welche Standorte geeignet sind. Man lernt, wie man aussät und Jungpflanzen zieht, Flach-, Hügel-, Hoch- oder Kraterbeete anlegt, wobei hier auch besonders die Mandala- oder Schlüssellochgärten gefallen haben.
Wer nicht viel Platz hat, zieht einige Pflanzen auf dem Fensterbrett, in Kübeln auf der Terrasse, begrünt ein Dach oder baut einen Minigarten aus Holz, der mit wenig Platz auskommt, da auch die Höhe genutzt wird.
Wie man Pflanzen pflegt, Krankheiten und Schädlingen begegnet, ohne der Natur zu schaden, erfährt man natürlich auch.

Wer sich mit dem Permakulturkonzept auseinandersetzen will, findet im Buch erste Informationen hinsichtlich der Gestaltung von Gärten oder auch kleinerer Pflanzenlebensräume. Erklärt wird, wie man die Natur als Vorbild nehmen kann, um naturnahe Gärten zu schaffen, wobei man sich den Gegebenheiten, anpasst, ohne den Blick für die Umgebung zu verlieren und nutzt, was vorhanden ist. Sich umweltfreundlich zu verhalten, also im Einklang mit der Natur zu leben, kann man auf seinen gesamten Lebensstil übertragen.

Das Buch ist sehr schön übersichtlich gestaltet und mit viel Fotomaterial und Zeichnungen versehen. Man kann es in seiner Gesamtheit lesen oder direkt als Praxisbuch verwenden und dann eben für ein bestimmtes Vorhaben das passende Kapitel auswählen. Das Buch ist ein guter Anfang, sich mit der Permakultur auseinander zu setzen.

Rezension von Heike Rau

Sepp und Margit Brunner
Permakultur für alle
Harmonisch leben und einfach gärtnern im Einklang mit der Natur
184 Seiten, 216 Farbfotos, 20 Zeichnungen
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN-10: 3800169517
ISBN-13: 978-3800169511
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Philip Sington: Das Einstein-Mädchen

Philip Sington: Das Einstein-Mädchen

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Sie ist es, Elisabeth, das Mädchen an das Psychiater Dr. Kirsch so oft denken muss, obwohl er sie bei einer kurzen Begegnung kaum kennen gelernt hat. Doch was macht sie hier im Krankenhaus? Die Ärzte wissen nicht, was passiert ist. Sie wurde bewusstlos aufgefunden. Man weiß nicht einmal, wie sie heißt. Dr. Kirsch will zunächst für sich behalten, dass er die junge Frau kennt. Sie hatte ein Flugblatt bei sich mit einer Ankündigung zu einer Physik-Vorlesung von Albert Einstein. Also wird sie das Einstein-Mädchen genannt.

Als sie endlich erwacht, ist sie völlig aus der Fassung und muss ruhig gestellt werden. Sie kann sich an nichts erinnern. Kirsch interessiert sich für den Fall, mehr als er sollte. Doch viel weiß er nicht über die junge Frau, auch nicht, dass sie ein Kind geboren haben muss, wie die Untersuchungen ergeben.
Dr. Kirsch hat noch andere Probleme. Da ist Alma, seine Verlobte, mit der er nicht zusammenbleiben kann, weil er an einer Syphilis leidet, die er sich während seiner Zeit als Feldarzt geholt haben muss. Die Krankheit ist weit fortgeschritten.

Nach einem Vorfall in der Klinik, soll er alsbald seine Kündigung einreichen. Mit den Behandlungsmethoden eines Kollegen kann er sich nicht anfreunden. Die Insulinschocktherapie, so glaubt er, ist nicht zum Besten der Patienten. Eine heftige Auseinandersetzung mit seinem Vorgesetzen Professor Bonhoeffer bei der er viel einstecken muss, ob nun gerechtfertigt oder nicht, macht ihm sehr zu schaffen.
Dabei wollte er den Fall des Einstein-Mädchens übernehmen. Unter den gegebenen Umständen wird er seinen Vorgesetzen dazu wohl kaum noch überreden können. Kurzerhand fälscht Dr. Kirsch die Überweisung. Er hat vor, die ihm verbleibende Zeit besonders für diesen Fall, der ihm sehr am Herzen liegt, zu nutzen.

Die Behandlung, die Dr. Kirsch seiner Patientin zukommen lässt, geht über das übliche Maß hinaus. Kirsch beginnt auch privat, die Geheimnisse seiner Patientin zu erkunden. Und auch seine Gefühle kann er kaum im Zaum halten. Die Geschichte wird von seiner Zerrissenheit getragen, denn ihm ist sehr wohl bewusst, dass er seine Kompetenzen überschreitet und zu weit geht. Seine Patientin dagegen ist ihm ausgeliefert. Und doch scheint auch sie ihm gegenüber Sympathie zu empfinden.

Im Vordergrund der Geschichte steht also ein Familiengeheimnis. Immer mehr kommt Kirsch hinter die wahre Identität seiner Patientin. Unfassbar ist, was er erfährt. Doch als Leser kann man nicht wissen, ob man dem trauen kann, was Kirsch herausfindet. Er forscht in einem Gespinst aus Lüge und Wahrheit, das er zunächst nicht zu durchdringen vermag. Das macht die Spannung im Buch aus. Denn wohin die Recherchen des Doktors führen ist ungewiss, auch wenn der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein eine Rolle spielen muss. Inwieweit kann man dem trauen, was Einsteins Sohn Eduard erzählt, als Kirsch ihn in der Nervenheilanstalt Burghölzli besucht?

Es ist eine ruhige Geschichte und kein Thriller, wie man glauben könnte, wenn man nach dem geht, was hinten auf dem Buch steht. Aber mitreißend ist das Buch allemal. Der Roman selbst ist lesenswert und unterhaltsam. Außerdem erhält man spannende Einblicke in die Arbeit Martin Kirschs an der Charité im Berlin 1932. Einer Zeit in der Dr. Kirsch seine Arbeit neu infrage stellen muss. Anmerkung zu den historischen Hintergründen gibt es dann auch im Nachwort.

Rezension von Heike Rau

Philip Sington
Das Einstein-Mädchen
Deutsch von Sophie Zeitz
464 Seiten, Klappenboschur
dtv, Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423247835
ISBN-13: 978-3423247832
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Eric Treuille und Ursula Ferrigno: Brot backen

Eric Treuille und Ursula Ferrigno: Brot backen

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Brot kann man in unglaublich vielen Variationen hier in Deutschland kaufen. Es selbst zu machen, ist dennoch etwas Besonderes. Vor allem dann, wenn man einmal schaut, wie Brot in anderen Ländern auf den Tisch kommt.
Im Allgemeinen stellt man sich das Brotbacken als schwierig vor. Aber das ist es nicht. Zugegeben, man braucht ein gewisses Feingefühl dem Brotteig gegenüber und auch ein wenig Übung. Nicht zuletzt spielt der Zeitfaktor eine Rolle. Aber selbst hier kann man sich mit einem Brotbackautomaten behelfen, der die meiste Arbeit abnimmt.

Zunächst werden die Brote verschiedener Länder vorgestellt, deren Rezepte man dann auch im Buch findet. Das macht schon mal Appetit und so fällt es leichter, sich mit den Grundtechniken des Brotbackens auseinander zu setzen. Alles wird genau erklärt. Das Buch ist nämlich auch für Anfänger geeignet.
Man lernt, welche Mehle man verwenden kann und welche weiteren Zutaten. Die verschiedenen Küchenutensilien, die man benötigt, werden benannt. Man erfährt, wie man einen Teig herstellt, einen Vorteig oder wie man Sauerteig ansetzt. Der Vorgang des Knetens und Gehen lassen wird erklärt. Weiterhin erfährt man wie man Brote formt, garniert und backt. Auch wie ein Brotbackautomat funktioniert, wird gezeigt.

Es folgt der Rezeptteil. Bei der Zubereitung kann man sich, gerade wenn man zum ersten Mal Brot backt, zunächst an ein Grundrezept halten, wie das zum „Einfachen Weißbrot“. Da kann man auch sicher sein, dass es gelingt.
Die Rezepte sind sehr vielseitig. Man hat reichlich Auswahl. Gebacken wird vor allem mit Weizen- und Weizenvollkornmehl. Aber auch Roggenmehl, Maismehl und Hafermehl kommen zum Einsatz, Dinkelmehl dagegen nicht. Es gibt Hefe- und Sauerteigbrote, gewürzte oder gefüllte Brote und auch süße Brote und Festtagsbrote.
Für Deutschland stehen das „Landbrot“, ein Roggenmischbrot und das „Mehrkornbrot“. Auch „Dresdner Christstolle“ ist mit einem Festtags-Rezept vertreten
(Ausprobiert habe ich das „Ungarische Kartoffelbrot“ im Brotbackautomat. Ich habe die Mengen entsprechend angepasst und darauf geachtet, dass der Teig die richtige Konsistenz bekommt. Das Brot ist auf Anhieb gelungen. Es ist sehr schön locker-luftig geworden und schmeckt durch den Kümmel angenehm würzig. Ich habe es ein paar Tage später noch einmal statt mit Weizen- mit Dinkelmehl versucht. Auch dieses Brot hat sehr gut geschmeckt.)
Weitere interessante Brote sind das „Südamerikanische Samenbrot“, der „Schweizer Milchzopf“, das „Schwedische Dillbrot“. Sehr gut sehen die „Gefüllten italienischen Fladen“ und das nordamerikanische „Zimt-Rosinen-Brot“ aus.

Man braucht das Buch nur einmal durchblättern und schon bekommt man Lust auf das Backen. Es dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein. Mit den sehr detailreichen Anleitungen ist das Brotbacken auch gar nicht so schwer. Zeitaufwändig bleibt es aber. Deshalb ist es schön, dass man jedem Rezept entnehmen kann, wie viel Zeit man einplanen muss. Und während das Brot geht und backt, kann man ja auch etwas anderes machen. Oder man verwendet gleich einen Brotbackautomaten.
Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet. Schritt für Schritt wird das Vorgehen auf sehr gut verständliche Art und Weise erklärt. Wie gesagt, auch Anfänger können sich heranwagen. Fortgeschrittene finden sicher in der großen Auswahl Rezepte, die noch nicht probiert wurden.
Illustriert ist das Buch mit sehr vielen stimmungsvollen Fotos. Es macht Spaß zu blättern und Rezepte herauszusuchen.
Dieses aufwändig gestaltete Buch ist auch ein schönes Geschenk an Hobbyköche.

Rezension von Heike Rau

Eric Treuille und Ursula Ferrigno
Brot backen
Fotografien von Ian O’Leary
168 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831017441
ISBN-13: 978-3831017447
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