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Autor: hera

James Marcus Bach: Die Freibeuterstrategie

James Marcus Bach: Die Freibeuterstrategie

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Der Lebensweg für unsere Kinder ist vorgegeben. Im Grunde führt kein Weg daran vorbei, nach Lehrplan an einer Schule zu lernen, auch wenn hier schon interessante Konzepte Einzug gehalten haben. An bestimmte Regeln muss sich jedes Kind halten. Leistungen werden erwartet und auch immer kontrolliert. Dass nicht jeder damit zurechtkommt, sieht man an den Jugendlichen, die sich gerade so durchmogeln oder die Schule sogar abbrechen. Für ihre Zukunft sieht man schwarz.

Doch es kann auch eine Erfolgsgeschichte daraus werden. Der Autor des Buches, James Marcus Bach, hat die Schule ebenfalls abgebrochen, was weder an mangelnder Intelligenz, noch an nicht vorhandenem Lernwillen lag. Er ist mit dem System einfach nicht zurechtgekommen. Im Abseits ist er deswegen nicht gelandet. Vielmehr hat er einen eigenen Weg gefunden, sich weiterzuentwickeln. Er führt heute ein selbstbestimmtes Leben und der Erfolg gibt ihm Recht.

Im Buch stellt er seine Lernmethode sehr ausführlich vor. Der Autor nennt diese „Die Freibeuterstrategie“. Es geht darum seinen Interessen und Neigungen zu folgen, statt sich nach starren Lehrplänen zu richten. Als Autodidakt bringt man sich das bei, was nötig ist, um beruflich erfolgreich zu sein. Manch einer wird das kennen. Hat man ein anspruchsvolles Hobby, lernt man auch abseits von Lehrplänen. Man liest Bücher, sieht entsprechende Fernsehsendungen, tauscht sich mit anderen aus. Dann macht das Lernen ungeheuren Spaß!

Die Meinungen über dieses Buch werden auseinander gehen. Die Menschen sind schließlich verschieden. Viele lernen problemlos nach Lehrplan. Manche aber nun mal nicht. Und für die wird das Buch ausgesprochen interessant sein. Es zeigt, welchen anderen Weg man gehen kann.
Für die meisten Berufe ist allerdings schon eine solide Ausbildung nötig. Im Selbststudium angeeignetes Wissen zählt sicher nur in Ausnahmefällen. Da muss man schon realistisch bleiben.

Es ist ein sehr persönliches Buch. James Marcus Bach ist ein leidenschaftlicher Autor, der vehement seine Art zu leben verteidigt. Man spürt die Begeisterung, die er an andere weitergeben möchte. Er macht Hoffnung. Wie intelligent ein Mensch ist, kann man nicht allein an seinen Zeugnissen oder anhand bestandener Prüfungen messen. Man sollte sich auch von Misserfolgen in dieser Hinsicht nicht ausbremsen lassen.

Rezension von Heike Rau

James Marcus Bach
Die Freibeuterstrategie
Durch selbstbestimmtes Lernen zum Erfolg
232 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3888976464
ISBN-13: 978-3888976469

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer: So schmeckts bei uns

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer: So schmeckts bei uns

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Zur Servicezeit „Essen und Trinken“ gibt es nun ein neues Buch vom beliebten Kochduo Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. Schon ihnen beim Kochen zuzuschauen, ist sehr spannend. Die Rezepte selbst auszuprobieren noch viel mehr. Gerade auch, weil man nicht starr den Anleitungen folgen muss, sondern auch mal improvisieren oder dem eigenen Geschmack folgen darf. Rezepte auszuprobieren, heißt auch dazuzulernen. Von jedem neuen Kochbuch verspricht man sich eine Anzahl weiterer Lieblingsgerichte. Gesetzt werden ja immer andere Schwerpunkte, gerade auch was Zutaten betrifft, so dass man Bewährtes nachkochen, aber auch neue Gerichte ausprobieren kann. Damit auch alles klappt, gibt es Warenkunde und Küchentipps.

Die Kartoffel spielt diesmal die Hauptrolle. Dabei wird das Drehbuch immer wieder anders geschrieben und die Kartoffel entpuppt sich als Verwandlungskünstler. Mal kommt sie als „Knuspriges Kartoffelbällchen“ daher und dann als „Gefüllter Kartoffelauflauf“.
Auch für andere besondere Zutaten wird Aufmerksamkeit eingefordert. Das sind zum Beispiel Zitronen, Feigen, Sauerkraut, Lachs, Hackfleisch, Mais und Polenta.
Damit der Genuss aber nicht auf Kosten der Figur geht, gibt es auch für Kalorienbewusste entsprechende Gerichte. Gerade mal 200 Kalorien pro Person hat der „Blumenkohl-Auflauf“. Und auch die „Glasierten Äpfel“ als kleine Leckerei überzeugen mit 120 Kalorien pro Person.
Wer mal über den Tellerrand hinausgucken will findet Multikulturelles im entsprechenden Kapitel. Hier lernt man orientalische Gewürze kennen und kann „Bulgur mit Huhn und Gemüse“ ausprobieren. Aber auch „Türkischen Kaffee“ findet man in dieser Rubrik.
Menüvorschläge gibt es diesmal für ein „Großes Osterfrühstück“ und ein „Weihnachtsmenü“.

Auch dieses Kochbuch begeistert, genau wie viele der vorangegangenen. Immer wieder gibt es in den Büchern Neues zu entdecken, es werden ja immer Schwerpunkte gesetzt, und man lernt eine Menge über Lebensmittel. Mit den Kochanleitungen kommt man gut zurecht. Sie sind sehr ausführlich gehalten. Hat man eine Sendung verpasst oder braucht als Anfänger etwas Nachhilfe, kann man dem Kochduo auch im Internet noch einmal über die Schulter schauen. Bilder zu sehen gibt es aber auch im Buch. Man kann die fertigen Gerichte betrachten oder aber einzelne Schritte verfolgen, die nicht nur im Text, sondern auch direkt im Foto gezeigt werden.
Auch von der Aufmachung und Übersichtlichkeit gefällt das Buch. Es ist ein ideales Geschenk für Hobbyköche.

Rezension von Heike Rau

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
So schmeckt’s bei uns
Das Begleitbuch zur Servicezeit: Essen und Trinken
189 Seiten, gebunden
Egmont vgs
ISBN-10: 3802536983
ISBN-10: 978-3802536984

Karen Meier-Ebert: Meine DekoWelt

Karen Meier-Ebert: Meine DekoWelt

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Kreative Menschen lieben es, ihre Umwelt schön zu gestalten. In den eigenen vier Wänden kann man sich am besten verwirklichen. Mit entsprechender Dekoration lässt sich eine ganz bestimmte Wirkung erzielen. Welche Möglichkeiten man hat und was man alles selbst gestalten kann, wird im Buch gezeigt.

Dabei wendet sich die Autorin bestimmten Themengebieten zu. Für jedes Kapitel wurden andere Bastelmaterialien ausgewählt. Das sind zum Beispiel Flaschen, Büromaterial, Spitze oder Weihnachtskugeln. Den kleinen Einkaufslisten kann man entnehmen, was man braucht. Schön ist es natürlich, wenn man schon einen kleinen Fundus an Material besitzt. Dann kann man sofort loslegen.

Beliebte Gestaltungsobjekte sind immer wieder Kerzen. Dem Buch kann man entnehmen, wie man diese mit Hilfe bestimmter Dekorationselemente verzieren kann. Jedes Kerzenarrangement erzeugt eine ganz besondere Stimmung. So sehen die roten Stumpenkerzen mit auf Zierdraht gefädeltem Perlenschmuck versehen, sehr edel aus.

Es gibt unzählige weitere Vorschläge. So wird ein mit bunten Knöpfen beklebtes Glas zur Vase. Aus den roten Weihnachtskugeln werden Weihnachtsmäuse. Mit Hilfe eines Wirsingblattes wird eine Dekoschale gefertigt und aus Korken werden Schlüsselanhänger gemacht. Aus einem einfachen Kürbis schnitzt man „Verschmitzte Gesellen“ und mit Hilfe von Seidenblumen fertigt man ganz besondere Magneten für die Pinwand.

Die Vielfalt an Ideen ist wirklich beeindruckend. Wer es bunt mag, dem werden die Vorschläge gefallen, die mal sehr stilvoll, aber auch manchmal schön kitschig sind. Man kann die eigenen vier Wände schmücken oder kleine Dinge zum Verschenken basteln. Dass mit verschiedenen Materialien gewerkelt wird, sorgt für Abwechslung.

Die Anleitungen sind meist sehr leicht verständlich. Manches, wie das Basteln der kleinen Schiffchen, wird nur im Text erklärt. Da es keine Zeichnungen dazu gibt, muss man ein gutes Vorstellungsvermögen haben, um die Schritte nachvollziehen zu können.
Vom Schwierigkeitsgrad sind die Bastelideen also unterschiedlich. Manches ist kinderleicht, anderes eine Herausforderung. An den Fotos kann man sich gut orientieren. Hier sieht man die fertigen Objekte perfekt in Szene gesetzt. Das lädt natürlich zum Nachmachen ein! Die ganze Familie kann sich hier beteiligen.

Rezension von Heike Rau

Karen Meier-Ebert
Meine DekoWelt
Die schönsten Kreativideen zum Selbermachen
120 Seiten, 188 Farbfotografien
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN-10: 3800167034
ISBN-13: 978-3800167036

Adolf Holst: Die Mäuschenschule

Adolf Holst: Die Mäuschenschule

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Vater, Mutter und drei Kinder gehören zur glücklichen Mäusefamilie. Im Sommer lebt diese in einem Häuschen, einer umgedrehten Tasse, im Waldwinkel, zwischen Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee. Keine Katze hat bisher das Versteck entdeckt, so dass das Leben recht unbeschwert ist.
Die Kinder gehen natürlich in die Mäuschenschule und lernen alles, was sie für das Leben brauchen. Jedes Kind kommt gerne hierher.

Beschrieben werden die Aktivitäten der „Mausleut“ im Buch in einer Reimform. Die Verse lassen sich gut lesen, sind gefühlvoll formuliert und sorgen für eine unnachahmliche Stimmung. Kinder können miterleben, was geschieht und bei einem Hochzeitsball oder einer Ausfahrt dabei sein. Sogar in den Mausezirkus geht es.

Besonders liebreizend sind die Bilder der Zeichnerin Else Wenz-Viëtor, die so detailreich gemalt hat, dass es eine Freunde ist, diese zu betrachten. Die Farbpalette ist groß, auch wenn die Farben eher gedeckt gehalten sind. Auf dem farbigen Papier wirkt das sehr gut.
Das Bilderbuch ist ein Klassiker unter den Kinderbüchern, erschien es doch erstmals 1929. Es dürfte auch heute noch die ganze Familie verzaubern.

Rezension von Heike Rau

Adolf Holst
Die Mäuschenschule
Bilder von Else Wenz-Viëtor
20 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311540
ISBN-13: 978-3830311546

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

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Die Küche kann ein interessantes Betätigungsfeld für Kinder sein. Natürlich müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, aber das lässt sich leicht bewerkstelligen. Es gibt also keinen Grund kleine Kinder aus der Küche zu verbannen. Wer hier Anregungen braucht, sich als Elternteil fragt, was machbar ist und was nicht, kann sich am vorliegenden Buch gut orientieren. Es ist ein „Spiele-Spaß-Kinderkochbuch“, also ein Beschäftigungsbuch für die Küche.

Kinder lernen verschieden Lebensmittel kennen und können auch gleich ein einfaches Rezept ausprobieren. Den Anfang macht die Gurke. Hergestellt wird daraus „Gurkenquark mit Minze“. Die Arbeitsschritte sind aufgelistet, an einen Ausrufezeichen können Eltern erkennen, wo die Kinder Hilfe oder besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dann geht auch garantiert nichts schief. Zur Gurke gibt es auch noch eine kleine Geschichte: „Warum die Gurke sauer wurde“.

Auch der Kartoffel ist eine Doppelseite gewidmet. Aus ihr werden „Dicke Kerls“ gemacht. Das sind auf dem Blech im Ofen gebackene und gewürzte Kartoffelhälften. Man kann den „Gurkenquark“ dazu essen. Auf dieser Seite findet man auch eine schöne Beschäftigungsidee. Man kann aus Kartoffeln die beliebten Stempel basteln und mit den Kindern Geschenkpapier bedrucken.

Man muss aber nicht unbedingt den Herd anwerfen, um sich in der Küche mit Kindern betätigen zu können. Sehr spannend ist es, aus Radieschensamen kleine Keimlinge zu ziehen. Es macht Spaß, zu beobachten, wie das Wachstum voranschreitet, bis man schließlich nach ein paar Tagen ernten kann.
Natürlich wurde auch an die Leckermäulchen unter den Kinder gedacht. Wer es fruchtig mag, bereitet die „Beerenzwerge“ zu und wer Schokolade liebt, der macht „Schokoladenmuffins“.

Neben den Rezepten, Spielen und Geschichten gibt es immer ein bisschen Warenkunde zu Obst, Gemüse, Nüssen, Fleisch, Fisch, Brot, Nudeln und Milchprodukten. Es gibt beschriftete und unbeschriftete Zeichnungen von Küchenutensilien, so dass auch der Wortschatz spielerisch erweitert werden kann.
Kinder können erste Erfahrungen in der Küche sammeln, sich mit Lebensmitteln auseinandersetzen und Selbstgemachtes probieren. Das Buch ist für Kinder und Eltern gleichermaßen gedacht und das gefällt gut. Es ist kunterbunt illustriert. Das lädt natürlich zum Ausprobieren ein. Und mit dem farbenfrohen Stickerbogen, der mit zum Buch gehört, weiß garantiert jedes Kind etwas anzufangen!

Rezension von Heike Rau

Monika Cremer und Lydia Malethon
Probier mal!
Das Spiele-Spaß-Kinderkochbuch
Mit Bildern von Marlies Rieper-Bastian
ab 5 Jahren
48 Seiten, gebunden
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219114423
ISBN-13: 978-3219114423

James B. Johnson: Die 50:50-Diät

James B. Johnson: Die 50:50-Diät

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Viele Diäten funktionieren nicht. Nicht selten entstehen Probleme durch einseitige Ernährung, Hunger und Verzicht. Man hält das nur einige Zeit durch. Zwar nimmt man schnell ab, nimmt aber hinterher umso mehr wieder zu. Ganz anders ist die 50:50-Diät. Einen Tag ernährt man sich wie gewohnt und am nächsten spart man und beschränkt die Kalorienzahl auf 20 Prozent. Der Autor des Buches ist Arzt, hat diese Diät entwickelt und mit Erfolg selbst ausprobiert.

Man nimmt aber nicht nur ab. Auch die Gesundheit wird verbessert. Der Autor beschreibt genau, welche Erfolge hier erzielt worden sind und untermauert seine Aussagen mit Tierversuchen und Studien an Menschen. Die Forschungsergebnisse sind sehr beeindruckend. Man möchte die Begeisterung des Autors gerne teilen. Kritische Menschen werden mit den Ausführungen jedoch nicht zufrieden sein. Wer gerne Sachverhalte hinterfragt, findet im Buch nicht genügend Antworten. Die Erkenntnisse werden nur umrissen. Details werden ausgespart. Sicher interessieren sie nicht jeden, aber für die Glaubhaftigkeit der gemachten Aussagen, wären sie wichtig gewesen. Die sehr übertriebene Beschreibung von Wunderheilungen Betroffener, machen doch stutzig. Mit Hilfe der Literaturliste kann man aber schon mal einen Anfang im Weiterforschen machen.

Es spricht dennoch scheinbar nichts dagegen, die Diät auszuprobieren. Schließlich braucht man sich nur jeden zweiten Tag einzuschränken. Das müsste zu schaffen sein! Doch kann man sich auf Dauer wirklich jeden zweiten Tag mit derart eingeschränkter Kalorienzahl ernähren? Der Autor macht das vorstellbar. Anfangs, um ein Gefühl dafür zu bekommen, kann man Diätshakes oder -riegel nehmen. Später orientiert man sich an den Rezepten im Buch. Tatsächlich sind hier Frühstück, Mittagessen und Abendbrot inbegriffen. Mit kalorienarmen Suppen und Salate ist man dabei. Ein Diättag könnte so aussehen: Morgens gibt es Müsli mit Vollkorngetreideflocken und Magermilch. Mittags dann „Eierblumensuppe“ und abends „Forelle mit Zitronen und Kapern“. Das Ganze hat 657 Kalorien. Man muss darauf achten, genug zu trinken, natürlich Kalorienfreies.

An den normalen Tagen darf zunächst gegessen werden, was man will. Aber dann beginnt der Autor doch über gesunde Ernährung zu referieren. Und vielleicht kann sich der eine oder andere, nach dem erste Erfolge zu sehen sind, auch endlich darauf einlassen. Wenn man sich dann noch mehr bewegt, vielleicht sogar Sport treibt, ist die Sache perfekt.
Und an den Erfolg kann man ruhig glauben. Ist man jeden Tag wenig, wird der Stoffwechsel zurückgefahren. Isst man wieder normal, tritt der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein. Bei der 50:50-Diät wird das ausgeschlossen. Sie ist zudem für lange Zeit angelegt. Sie umfasst die Änderung des gesamten Lebensstils. Und an die 20 Prozent braucht man sich nicht ewig halten. Um sein erreichtes Idealgewicht zu halten, kann man auf etwas 50 Prozent des normalen Bedarfs aufstocken. Auch wenn sich keine Wunderheilung einstellen sollte, Gewicht verliert man auf alle Fälle. Man ernährt sich besser, auch bewusster und bewegt sich mehr, wenn man sich an das Programm hält. Und schon dadurch geht es natürlich auch mit der Gesundheit aufwärts.

Rezension von Heike Rau

James B. Johnson
Donald R. Laub
Die 50:50-Diät
Dauerhaft schlank mit dem 2-Tages-Rhythmus
320 Seiten, broschiert
Knaur Taschenbuch
ISBN-10: 3426798387
ISBN-13: 978-3426798386

Corina Bomann: Sturmsegel

Corina Bomann: Sturmsegel

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Ihrer Mutter geht es so schlecht, dass Anneke schließlich den Medikus holen muss. Helfen kann er nicht mehr. Als Annekes Mutter stirbt, wird das Mädchen von ihrer Trauer überwältigt. Ohne Familie steht Anneke nun da. Ihre Freundin Marte lädt sie zu sich ein, doch Anneke will es allein versuchen. Dann taucht zu ihrer Überraschung ein Fremder auf, der behauptet, ihr Vater zu sein. Der Kaufmann Roland Martens erzählt ihr seine Lebensgeschichte. Es gibt keinen Grund, ihm nicht zu glauben. So geht Anneke mit ihm. Sie findet herzliche Aufnahme im Haus. Nur ihr Bruder Hinrich akzeptiert Anneke nicht und macht ihr das Leben schwer. Die Kaiserlichen rücken immer näher und so kann Anneke sich zu ihrem Leidwesen kaum noch mit Marte treffen. Immer gefährlicher wird die Lage, die Anspannung unter der Bevölkerung Strahlsunds wächst. Roland Martens sieht sich gezwungen, Anneke und Hinrich aus der Stadt bringen zu lassen. Hinrich macht sich lieber auf die Suche nach seinem verschollenen Bruder und so kommt Anneke allein zur Schwester ihres Vaters nach Stockholm. Doch hier bekommt Anneke deutlich zu spüren, dass sie nicht willkommen ist. Sie flieht schließlich. Erst als Ingmar in ihr Leben tritt, wird das Leben für sie Schritt für Schritt wieder etwas leichter.

Das Buch begeistert von Anfang an. Anneke wird durchs Leben geschubst und erlebt das Leid, den der Krieg und der Tod ihrer Mutter mit sich bringen hautnah. Aber sie ist kein Mädchen, das aufgibt. Man kann sie für ihren Mut nur bewundern. Man verfolgt also mit Spannung ihre Geschichte, die sehr abenteuerlich wird. Das Buch ist als rundherum gelungen zu bezeichnen. Auch wenn Anneke natürlich im Vordergrund steht, so sind doch auch alle anderen Figuren perfekt ausgearbeitet. Das macht die Handlung sehr lebendig und gut nachvollziehbar. Liebevoll eingewobene Details sorgen für eine besondere Stimmung. Das Buch ist zwar in weiten Teilen traurig, aber dennoch Hoffnung machend.
Das Geschehen findet vor einer sehr gut beschriebenen historischer Kulisse, dem Dreißigjährigen Krieg, statt.
Wer hier noch mehr erfahren möchte, findet Hinweise im Nachwort.
Das Buch überzeugt nicht nur inhaltlich, es liest auch sehr gut. Es fügt sich so schön Satz an Satz. Da ist das Lesen wirklich ein Vergnügen!

Rezension von Heike Rau

Corina Bomann
Sturmsegel
344 Seiten, gebunden
ab 14 Jahren
Ueberreuter Verlag
ISBN-10: 3800055325
ISBN-13: 978-3800055326

Martina André: Die Teufelshure

Martina André: Die Teufelshure

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John Cameron hasst den Tod. An der Hinrichtung Henry Strattons hat er kein Interesse. Die Umstände sind allerdings schon spannend. Offiziell soll er an einem Komplott gegen das Parlament beteiligt gewesen sein. Inoffiziell heißt es, dass er die Finger nicht von Lord Chester Cuninghames Mistress lassen konnte. Während die Hinrichtung in vollem Gange ist, wartet John zurückgezogen in einem Pub ab. Ausgerechnet hier lernt er eine junge, bezaubernde Frau kennen, der die Hinrichtung scheinbar sehr zu Herzen geht. John und Madlen MacDonald haben viel gemeinsam, stammen sie doch beide aus den Highlands. Es trifft John hart, als er erkennt, dass Madlen zum schwarzen Lord gehört. Sie ist also die Teufelshure!
Dennoch begegnet John Madlen wieder. Er nimmt eine Einladung von ihr an. Es kommt wie, es kommen muss. Es gibt kein Halten mehr. Als Madlen ihn in ihre Geheimnisse einweiht, entdeckt John, dass er für sie töten würde. Aber fürs Erste beschließen die beiden, zu fliehen. Doch Cuninghame hat längst Pläne mit John und Madlen gemacht. Er steht einer geheimen Bruderschaft vor und ist bereit alles zu tun, um seine Ziele zu erreichen. Beide werden gefasst und John bekommt die Macht des Lords zu spüren, der mit dem Teufel im Bunde ist. Wegen fadenscheiniger Gründe wird John zum Tode verurteilt.

Die Geschichte beginnt in Schottland im Jahre 1647 und ist von der Romantik zwischen den beiden Liebenden geprägt. Die Zeiten sind hart, herrscht doch Krieg. Der schwarze Lord verfolgt John und Madlen ohne Gnade. Immer wieder werden die beiden getrennt. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Das allein wäre schon spannend genug. Lord Chester Cuninghame hat jedoch ein Geheimnis. Ein mysteriöser Stoff hat ihm zur Unsterblichkeit verholfen. Sein Ziel ist es, die Weltherrschaft zu erlangen. Auch John wird Opfer seiner widerlichen Experimente, die schon so viele Menschenleben gekostet haben.
Man verfolgt den Verlauf der Geschichte mit Spannung, muss mit ansehen, wie John alles verliert.

Genau an der richtigen Stelle, lässt die Autorin neue Aspekt in die Geschichte einfließen. Ein Zeitsprung in die Gegenwart, in das Jahr 2009, sorgt für frischen Wind. Lord Chester Cuninghame hat mittlerweile ein riesiges Imperium aufgebaut. Immer noch experimentiert er im Verborgenen. Es ist erschreckend, zu sehen, wie weit er gekommen ist. Aber auch John hat sich weiterentwickelt und setzt dem schwarzen Lord einiges entgegen. Ins Spiel kommt auch eine junge Wissenschaftlerin, die mit einer neuen Droge experimentiert. Sie beeinflusst das Geschehen auf ihre Weise. John erkennt in ihr Madlen wieder. Vergangenheit und Gegenwart werden auf interessante Weise verbunden. Der Tod ist allgegenwärtig, dabei ist er es, der besiegt werden soll.
Wie man schnell bemerkt, kommen in diesem Buch unterschiedliche Genre zum Tragen. Diese Mischung sorgt für ein perfektes Leseerlebnis.
Die Charaktere, bis hin zur kleinsten Nebenrolle, sind sehr gut beschrieben.
Man hat Spaß am Lesen, wird gut unterhalten und was zum Nachdenken gibt’s auch.

Rezension von Heike Rau

Martina André
Die Teufelshure
662 Seiten, broschiert
Rütten & Loening Verlag
ISBN-10: 335200773X
ISBN-13: 978-3352007736

Matthias Sodtke: Ich mach Bubu… was machst du?

Matthias Sodtke: Ich mach Bubu… was machst du?

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Es ist noch früh am Abend und trotzdem ist Nulli müde. Er kann sich gar nicht auf das Kartenspiel mit Priesemut konzentrieren. Immerzu muss der Hase gähnen. Da hilft nichts. Nulli geht mit hängenden Ohren ins Bett.

Priesemut weiß gar nicht, was er machen soll. Alleine zu spielen, macht keinen Spaß. Dann beschließt er, sich auch ins Bett zu legen und noch ein bisschen zu lesen. Nulli schläft bereits und schnarcht vor sich hin. Priesemut legt sich neben seinen Freund und schlägt das Buch auf. Da er das Lesen gerade erst lernt, geht es kaum voran. Schon beim ersten Satz bleibt Priesemut hängen, weil seine Lage unbequem ist. Er bräuchte ein zweites Kissen, doch das hat Nulli unter dem Kopf. Priesemut begibt sich auf die andere Seite des Bettes und zieht vorsichtig daran. Da dreht Nulli sich plötzlich um. Zwar hat Priesemut jetzt das Kissen, doch Nulli liegt in der Mitte des Bettes. Weder links noch rechts ist nun genügend Platz für Priesemut.

Diese kleinen Geschichten aus dem Alltag von Nulli und Priesemut begeistern immer wieder. Hase und Frosch sind gute Freude. Doch die kleinen Probleme, die das Zusammenleben so mit sich bringen, müssen erst einmal in den Griff bekommen werden. Das Schöne ist, dass Nulli und Priesemut, bei allem Humor, den die Geschichten haben, trotzdem ernst genommen werden.
Kinder können das besonders gut nachvollziehen. Denn auch sie müssen erst lernen im Miteinander mit anderen zurechtzukommen. Im Buch geht es vor allem um gegenseitige Rücksichtnahme.
Die lustigen farbenfrohen Bilder anzusehen, ist ein ganz besonderer Spaß. Die Mimik von Hase und Frosch ist einfach unschlagbar. Da macht das Vorlesen nicht nur den Kindern Freude, sondern auch den Eltern. Als Gute-Nacht-Geschichte unbedingt zu empfehlen!

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Ich mach Bubu… was machst du?
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311559
ISBN-13: 978-3830311553

Tatjana Junker: Lagerküche

Tatjana Junker: Lagerküche

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Historische Gerichte nachzukochen, macht Spaß. Es gibt Rezepte, die werden in den Familien immer weitergegeben. Auch Kochbücher zum Thema gibt es. So ganz stilecht ist es allerdings nicht, die alten überlieferten Gerichte auf einem Gas- oder Elektroherd zuzubereiten. Es an einem Lagerfeuer zu tun, dagegen schon. „Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer“ hält hierzu die passenden Anleitungen bereit.

Schlägt man das Buch auf, erlebt man eine Zeitreise. Man wird unmittelbar in eine mittelalterliche Lagerküche versetzt. Man erfährt, wie diese aufgebaut wird und welche Küchenausstattung man braucht und wie Lebensmittel gekühlt werden können. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Feuerstelle zu.

Den Anfang machen schnell zubereitete Speisen für das Frühstück und für Zwischendurch. „Äpfel mit Speck“ und „Haferbrei“ sind Beispiele dafür. Eintöpfe und Suppen lassen sich in der Lagerküche auch gut zubereiten. Der Kohleintopf ist besonders empfehlenswert. Leckere Beilagen findet man in der Rubrik „Gemüse und Kräuter“. Hier findet man Rezepte zu „Lauch mit Walnüssen“ oder „Gebratene Möhren“. Sucht man etwas, das man zum Beispiel zur Suppen servieren könnte, wird man unter „Beilagen und Teigwaren“ fündig. „Der gedämpfte Kräuterpudding“ kann sich sehen lassen. Aber auch die „Gebratenen Brote“ passen gut.
„Geflügel und Fleisch“ darf natürlich nicht fehlen. Über dem offenen Feier kann man „Huhn in Bier“ oder auch „Rehkeule“ zubereiten. Unter „Fisch und Meeresfrüchte“ findet man „Omelett mit Räucherfisch“ und „Forelle in Zimtsauce“.
Einen Nachtisch gibt es auch. Das „Holunderblütenmus“ oder die „Pfannkuchenschnecken“ beruhigen jeden Süßhunger.
Zum Schluss gibt es noch ein paar „Zusätzliche Schmankerl“ wie der selbstgemachte Früchtelikör.
Im Anhang findet man ein bisschen Warenkunde. Man erfährt aber auch, woher die Rezepte stammen.

Mittelalterfans werden ihre Freude an dem Buch haben. Auch, weil es so authentisch wirkt. Diese historische Orientierung wird auch mit den Fotos ausgedrückt. Die Gerichte sind gut fotografiert. Künstlich verschönt wurde hier nichts und das gefällt. So kann man erwarten, dass die nachgekochten Speisen auch so aussehen wie auf den Bildern. Die Rezepte sind zum Teil recht einfach. Wer ein wenig Kocherfahrung hat, müsste gut klarkommen, mal davon abgesehen, dass es ein großer Unterschied ist, ob man auf dem heimischen Herd oder auf dem offenen Feuer kocht. Hier helfen die vielen Tipps der Autorin weiter. Die Rezeptanleitungen sind sehr ausführlich gehalten und spiegeln ihre Erfahrung wider.
Es ist gut vorstellbar, ein ganzes Menü zusammenzustellen. Mit der entsprechenden Planung ist es möglich Feste mit vielen Personen auszurichten, zum Beispiel eine historische Hochzeit. Auch Rollenspieler werden begeistert sein. Das Leben im Mittelalter nachzustellen, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Für Familien ist es eine echte Alternative zum Grillen. Das Kochen über dem Feuer macht auch im kleinen Kreis Spaß.

Rezension von Heike Rau

Tatjana Junker
Lagerküche
Mittelalterlich kochen auf dem offenem Feuer
123 Seiten, gebunden
Neumann-Neudamm Verlag
ISBN-10: 3788813016
ISBN-13: 978-3788813017