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Autor: hera

Gordon Ramsay: Geschmack pur – Meine besten Rezepte

Gordon Ramsay: Geschmack pur – Meine besten Rezepte

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Es ist kein Kochbuch für Anfänger. Um es nutzen zu können, braucht man ein gewisses Maß an Erfahrung und natürlich eine gut ausgestattete Küche. Besonders kreative Hobbyköche werden aber ihre Freude an dem Buch haben, denn es enthält viele neue Rezepte, deren Umsetzung spannend zu sein verspricht. Dargestellt wir kein komplettes Mahl. Es sind vielmehr Bausteine, die dann frei zu einem Menü zusammengesetzt werden können.
Man findet kaum Familiengerichte, die man schnell und einfach zubereiten und tagtäglich auf den Tisch bringen kann. Vorrang hat das ganz Besondere, wobei mit ausgesuchten Zutaten bester Qualität gekocht wird. Vom Profi zu lernen, ist eine Herausforderung. Aber auch ein Freude!

Zunächst werden die Grundlagen gelegt. Das heißt, die Grundrezepte haben ein extra Kapitel, dem man entnehmen kann, wie man eine Gemüsebrühe, ein Pesto oder einen Zuckersirup herstellt.
Begonnen wird mit Suppen wie „Cappuccino von weißen Bohnen mit Morcheln“. Eine Vorspeise könnte aus „Gebratenen Jakobsmuscheln mit Fenchel und Ingwersahne“ bestehen.
Das Hauptgericht kann man selbst zusammenstellen. Da können Fisch, Fleisch oder Gemüse die Hauptrolle spielen. Man kann sich vom „Hirsch in Schokoladensauce“ inspirieren lassen und wählen, was dazu serviert werden soll. Auch die Desserts können sich sehen lassen. Mit der „Terrine aus Pink Grapefruit, Orange und Passionsfrucht“ kann man jeden Gast beeindrucken.

Das Nachkochen ist mit Aufwand verbunden. Da dürfte manchmal schon das Besorgen der Zutaten nicht ganz einfach sein. Aber wer die Arbeit nicht scheut, wird belohnt. Die Fotos zeigen, was den Genießer erwartet. Sie sind, um es ganz kurz zu sagen, atemberaubend.

Rezension von Heike Rau

Gordon Ramsay
Geschmack pur – Meine besten Rezepte
192 Seiten, gebunden
Egmont Vgs Verlag
ISBN-10: 3802536959
ISBN-13: 978-3802536953

Gabriele Lehari: Exotische Früchte

Gabriele Lehari: Exotische Früchte

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Exotische Früchte, Gemüsesorten, Nüsse und Gewürze kann man auf unseren Märkten immer öfter kaufen. Selbst im Supermarkt haben sie Einzug gehalten. Was man nicht kennt, wird aber kaum gekauft. Man kann ja nicht wissen, wie diese Exoten gegessen oder zubereitet werden. Eine große Hilfe ist dann das Buch „Exotische Früchte“ von Gabriele Lehari. Die Autorin beschränkt sich aber nicht nur auf das, was hierzulande angeboten wird. Sie hat in das Buch auch Exotisches aufgenommen, das einem im Urlaub in den Tropen und Subtropen begegnen könnten.

Schon in der Buchklappe sieht man, was man erwarten darf. Man findet hier eine Tabelle mit allen Obst- und Gemüsesorten, Nüssen und Gewürzen, die gleichzeitig das Inhaltsverzeichnis aufwertet. Ablesen kann man hier den Namen mit Synonymen und den wissenschaftlichen Namen. Man sieht auf einen Blick welche Pflanzenteile essbar sind und ob man diese roh oder gegart verzehren kann.

Die exotischen Obst- und Gemüsearten von Kapstachelbeere bis rote Kiwi über Okra und Palmherzen bis hin zu Artischocke oder Eierfrucht werden dann in ausführlichen Porträts auf den Seiten vorgestellt, meistens auch mit Foto. Man erfährt, wie die Exoten aussehen, wie sie zubereitet werden, wie sie schmecken und welche Inhaltsstoffe erwähnenswert sind, auch bezüglich auf den Gesundheitswert. Dass im Buch auch Nüsse und Gewürze Aufnahme gefunden haben, gefällt gut.

Zudem gibt es verschiedene Spezial-Seiten. Hobbygärtner erfahren hier, welche Pflanzen man auch zu Hause im Blumentopf ziehen kann. Interessant ist auch das Spezial über Exoten, die man in der Schönheitspflege einsetzen kann.
Was auffällt, ist auch die schöne Gestaltung des Buches. Es ist sehr übersichtlich, da die Kapitel farblich abgesetzt sind. Interessant sind immer auch die „Aha!“-Kästchen mit besonderen Informationen. Außerdem gibt es eine Reihe von Rezepten.

Fazit: Mit dem Buch kann man exotische Obst- und Gemüsearten, Nüsse und Gewürze kennen lernen und seinen Speiseplan erweitern. Insgesamt 130 Porträts gibt es. Das ist eine schöne Einladung, sich auf den Märkten hier bei uns und im Urlaubsland umzusehen.

Rezension von Heike Rau

Gabriele Lehari
Exotische Früchte
121 Seiten, gebunden, 110 Farbfotos
Eugen Ulmer Verlag
ISBN-10: 3800159287
ISBN-13: 978-3800159284

Heinz Erhardt: Hinter eines Baumes Rinde …

Heinz Erhardt: Hinter eines Baumes Rinde …

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100 Jahre alt wäre Heinz Erhardt im Jahre 2009 geworden. Sein unschlagbarer Humor begeistert noch immer. Seine Gedichte sind einzigartig. Die unkonventionelle Wortwahl ist das Besondere an seinen Reimen. Für das vorliegende Buch hat Peter Baumann die Gedichte ausgewählt. Tiere spielen die Hauptrollen. Es ist eine Zusammenstellung, die Kinder ab fünf Jahren begeistern sollte. Aber auch Erwachsenen wird es gefallen, sich an Heinz Erhardt zu erinnern.

Bezeichnend ist die Titelgeschichte „Hinter eines Baumes Rinde…“ Eine kleine Made, die nicht auf ihre Mutter hören will, bekommt die Folgen auf tragische Weise zu spüren. In „Der Saurier“ wird eine interessante These aufgestellt, die erklären könnte, warum die Dinosaurier wirklich ausgestorben sind.
Außerdem erfährt man, wie es aussieht, wenn ein Himbär mithilfe eines Stachelbärs einem Brombär einen Bären aufbindet. Und was Kröten von Schönheitspflege halten, kann man beim Lesen auch herausfinden. Gute Unterhaltung für Klein und Groß wird damit garantiert.

Sehr schön passen die Zeichnungen zu den Gedichten. Sie sind großformatig und farbenfroh. Das Humorvolle, Skurrile an den Reimen wird so noch einmal unterstrichen. Besonders kleine Kinder werden ihre Freunde daran haben, die Zeichnungen zu betrachten, währen sie die Gedichte vorgelesen bekommen. Diese Lesestunde kann man immer wieder wiederholen. Heinz Erhards Gedichte werden nie langweilig.

Rezension von Heike Rau

Heinz Erhardt
Hinter eines Baumes Rinde …
Gedichte für Kinder
Illustriert von Christine Sormann
48 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830332440
ISBN-13: 978-3830332442

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer: Der Kosmos-Waldführer

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer: Der Kosmos-Waldführer

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Ein Waldspaziergang macht doppelt Spaß, wenn man eine guten Waldführer dabei hat. Der von Kosmos ist leicht und handlich. 500 Tiere und Pflanzen werden hier vorgestellt. Es lohnt sich mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Eine solche Entdeckungstour ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.

Wenn man möchte, kann man zu Hause schon mal etwas Vorarbeit leisten. Im Buch gibt es nämlich auch viele Textbeiträge über den Wald. Der Wald als Lebensraum mit seinen verschiedenen Waldtypen wird betrachtet. Auch das voranschreitende Waldsterben wird thematisiert.

Danach folgen die Pflanzenporträts. Auch hier gibt es zu jedem Kapitel einen Einführungstext. Begonnen wird mit Flechten, Moosen und Farnpflanzen. Weiter geht es mit den Frühblühern, den Blütenpflanzen und den Gräsern. Es folgen Bäume und Sträucher und was auch sehr interessant ist: Gallen.
Weiter geht es mit den Tieren, den Schnecken, Spinnen, Insekten, Schmetterlingen und Hautflüglern. Es folgen Lurche und Kriechtiere, Vögel und Säugetiere.

Ein Farbleitsystem sorgt dafür, dass man Pflanzen und Tiere schnell bestimmen kann. Wobei es bei den Blütenpflanzen eine eigene Einteilung gibt. Auf jeder Doppelseite gibt es vier Porträts mit einem kurzgefasstem Text. Die Fotos dazu sind perfekt ausgewählt. Man findet sich gut zurecht im Buch.

Mit dem Buch kann der Waldausflug ein lehrreiches Erlebnis werden. Gut gefällt, dass man auch Anregungen findet, wie man Kinder für die Natur begeistern kann.
Die Buchklappen kann man als Lesezeichen nutzen. Man findet hier wichtige botanische Fachausdrücke erklärt und vieles mehr. Sogar ein Lineal am Buchrand ist vorhanden. Damit ist das Buch wirklich der ideale Waldführer.

Rezension von Heike Rau

Eva Dreyer / Wolfgang Dreyer
Der Kosmos-Waldführer
Die Tiere und Pflanzen unserer Wälder
383 Seiten, Klappenbroschur
Franckh-Kosmos Verlag
4. Auflage 2009
ISBN-10: 3440117553
ISBN-13: 978-3440117552

Richard Stark: Das große Gold

Richard Stark: Das große Gold

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Da ist doch mal wieder was schief gegangen. Parker sitzt im Knast. Die Typen, die mit in seiner Zelle sitzen, halten Abstand, nur Williams ist etwas zugänglicher. Sein Anwalt Jacob Sherman weiß nicht viel über Parkers Mitstreiter. Walheim hatte einen Herzinfarkt, Bruhl liegt im Krankenhaus und wo Armiston ist, weiß er nicht zu sagen. Es gibt also momentan keine Kontaktmöglichkeit. Auch dass Parker nach Kalifornien ausgeliefert werden soll, geht ihm gegen den Strich. Schließlich ist er dort als Ausbrecher und Mörder aktenkundig. Zumindest kann der Anwalt Kontakt mit Parkers Freundin Claire aufnehmen. Ein paar Tage später ist ein neuer Anwalt zur Stelle. Claire hat also ganze Arbeit geleistet. Mr. Li arrangiert ein Treffen mit einem angeblichen Verwandten Ed Mackey. Mit seiner Hilfe bekommt Parker sein Ausbrecherteam, bestehend aus Williams und Marcantoni zusammen. Ganz unbemerkt bleiben die Pläne der drei nicht. Jelinek, bekannt als Spitzel, muss aus dem Weg geräumt werden. Aber Parker plagen noch andere Probleme. Marcantoni hat an seine Mithilfe Bedingungen geknüpft. Er hat da eine Sache laufen, die noch vollendet werden muss und ebenso gefährlich ist, wie der Ausbruch.

Auch dieser Krimi, mit Parker in der Hauptrolle, ist gut ausgedacht. Die Handlung ist äußerst spannend. Parker ist in einer eigentlich aussichtslosen Lage und man ist begierig darauf zu erfahren, wie er da wieder rauskommt. Gewohnt kaltschnäuzig beginnt er ohne eine Minute zu verlieren mit der Planung, nutzt dafür geschickt seine Kontakte. Obwohl Parker momentan auf der Verliererseite steht, sieht man ihn schon wieder auf der Überholspur. Parker ist ein wirklich außergewöhnlicher Charakter. Er hat Charme, wirkt verlässlich, aber eben auch eiskalt und er strahlt eine Gefährlichkeit aus, die Angst macht. Einige seiner Mitstreiter können ihm aber durchaus das Wasser reichen. So sind es diesmal besonders diese kurz angebundenen Dialoge der Gangster, die den Krimi zu etwas Besonderem machen.
Für Unterhaltung sorgt, dass diesmal nichts, aber auch gar nichts läuft, wie es soll. Immer wieder müssen sämtliche Pläne über den Haufen geworfen werden und es geht ums nackte Überleben. Der ein oder andere bleibt auf der Strecke. Man kann nur staunen über den Verlauf der Handlung. Kurzum, es macht Spaß, diesen Krimi zu lesen!

Rezension von Heike Rau

Richard Stark
Das große Gold
Ein Parker Roman
Aus dem Amerikanischen von Rudolf Hermstein
284 Seiten, Klappenbroschur
Paul Zsolnay Verlag
ISBN-10: 3552054804
ISBN-13: 978-3552054806

Mechthild Scheffer: Bach-Blüten-Selbsthilfe in Krisensituationen

Mechthild Scheffer: Bach-Blüten-Selbsthilfe in Krisensituationen

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Mechthild Scheffer ist eine Wegbereiterin der Bach-Blütentherapie. Im Jahre 1981 führte sie das Werk von Dr. Edward Bach bei uns ein und entwickelte es weiter. Die Expertin für Naturheilkunde ist die Gründerin der „Institute für Bach-Blütentherapie, Forschung und Lehre“ in Hamburg, Wien und Zürich. Mit dem vorliegenden Buch beschreibt sie wie eine Selbsthilfe in Krisensituationen mit Hilfe der Bach-Blütentherapie aussehen kann.

In einer Krisensituation steckt wohl jeder einmal. Manchmal ist es schwer, dann die richtige Entscheidung zu treffen. Die Sorgen und Nöte beeinträchtigen das Wohlbefinden. Es muss etwas geschehen. Die Bach-Blütentherapie, so die Autorin, kann hier helfen.

Im Buch werden ganz unterschiedliche Musterfälle aufgezählt. Dabei werden die Bereiche „Familie & Kinder“, „Partnerschaft & Beziehungen“, „Karriere & Beruf“ und „Älter werden“ abgedeckt. Diese sind so wage gehalten, dass jeder sich hier wiedererkennen sollte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Reaktion auf die Krise, mit Ratlosigkeit oder Unzufriedenheit zum Beispiel. Auch andere Bachblüten-Cluster, die man im Buch weiter hinten findet, können hier mit hineinspielen. Nach dieses Vorgaben wird dann eine Blütenmischung zusammengestellt, die man einnehmen muss.

Man erfährt mit dem Buch also eine psychologische Beratung, deren Umsetzung mit einer Bach-Blütenmischung unterstützt wird. Ausgenutzt wird damit der von Dr. Bach entdeckte positive Einfluss bestimmter Pflanzen auf den Menschen. Die Erfahrungen zeigen, dass so zum Beispiel die Stimmung positiv beeinflusst wird. Das ist ein entscheidender Punkt bei der Krisenbewältigung. Da es für den Laien nicht leicht ist, die entsprechenden Mischung aus Blüten-Essenzen zusammenzustellen, gibt die Autorin hier Hilfestellung.
Es fällt jedoch auf, dass die Ausführungen im Buch sehr allgemein gehalten sind. Hier dürfte sich jeder mit seinen Sorgen und Nöten wiederfinden. Besonders gut kommt die Verallgemeinerung dieser doch auch sehr persönlichen Geschichten aber nicht an.
Ausprobieren kann man die Bach-Blütentherapie sicher gefahrlos. Nebenwirkung, so sagt die Autorin, gibt es keine. Sicher gibt es viele Skeptiker, was die Bach-Blütentherapie betrifft. Die gemachten positiven Erfahrungen damit sprechen hier aber für sich.

Rezension von Heike Rau

Mechthild Scheffer
Bach-Blüten-Selbsthilfe in Krisensituationen
192 Seiten, broschiert
Knaur MensSana
ISBN-10: 342687427X
ISBN-13: 978-3426874271

Svend Otto S.: Weihnachten – wie es früher einmal war

Svend Otto S.: Weihnachten – wie es früher einmal war

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Weihnachten ist ein Fest mit Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ein Blick in die Vergangenheit dürfte trotzdem spannend sein. „Weihnachten – wie es früher einmal war“ wird in poetischen Bildern im Buch gezeigt. Über hundert Jahre geht der Leser beim Betrachten der Bilder zurück und sieht das winterliches Szenario einer Stadt. Viele Menschen sind unterwegs. Pferdewagen rumpeln durch die Straßen. Händler rufen ihre Waren aus. Es ist laut und hektisch. Einkäufe müssen erledigt werden. Aber so mancher hat kein Geld, kann nur schauen. Und dann ist Heiligabend. Die Straßen werden leer.

Das Buch ist schön anzusehen. Es ist genau das richtige für beschauliche Stunden mit den Kindern. Man wird in eine Zeit versetzt, die so anders ist und sich doch in den Traditionen kaum unterscheidet. Weihnachten ist ein bisschen so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Man kommt zum Innehalten und zum Nachdenken. Denn nicht nur die schönen Seiten des Weihnachtsfestes werden betrachtet. Klassenunterschiede werden aufgezeigt. Und auch heute noch geht die Schere auseinander zwischen arm und reich.
Man findet auf den Seiten keine Märchenbuchbilder. Vielmehr sind es realistische Zeichnungen mit vielen Details. Der Text ist einfach gehalten und damit auch für Kinder gut nachvollziehbar. Ein schönes Buch!

Rezension von Heike Rau

Svend Otto S.
Weihnachten – wie es früher einmal war
Text: Peter Faber
32 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311524
ISBN-13: 978-3830311522

Petra Kasch: Bye-bye, Berlin

Petra Kasch: Bye-bye, Berlin

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Nadjas Mutter ist weggezogen von Ostberlin nach Hamburg. Im Westen hat sie einen besseren Job gefunden. Sie hofft darauf, dass Nadja und ihr Vater nachkommen. Doch daraus scheint nichts zu werden. Nadjas Papa versinkt in seiner Depression. Immer wieder geht er in die Kneipe gegenüber und betrinkt sich. Dabei kann die Miete schon nicht mehr bezahlt werden. Aus dem versprochenen Urlaub am Schwarzen Meer, zu dem sogar Nadjas Freund Timm mit sollte, scheint nichts zu werden. Nadja ist so wütend, dass sie beginnt, das Lebenswerk ihres Vater zu zerstören. Nadjas Vater war einer bekanntesten Fotografen in der DDR, doch nun ist er schon seit zwei Jahren arbeitslos. Draußen im Container zündet Nadja die Fotos an. Als die Feuerwehr anrückt, haut sie ab.
Am nächsten Tag kommt Frau Möller vom Jugendamt. Sie sieht, in welch schlimmen Zustand die Wohnung ist. Nadja und ihr Vater versichern ihr, dass alles in bester Ordnung ist. Sie will in einer Woche noch mal wiederkommen und sehen, ob die Wohnung, so wie Nadja behauptet hat, tatsächlich renoviert wird.
Timm trommelt die Freunde zusammen. Es muss etwas geschehen. Einer borgt Geld für die Miete und beim Streichen wollen auch alle helfen. Aber Nadja wird alles zu viel. Sie will kein Mitleid. Doch ihre Freunde lassen nicht locker. Etwas ganz Besonderes fällt ihnen ein, um Nadja und ihren Vater zu unterstützen.

Die Geschichte spielt in Ostberlin nach dem Mauerfall. Der Vater ist arbeitslos geworden. Die Wohnung ist voll von seinen Fotos, die DDR-Geschichte erzählen. Die Mutter, auf der Suche nach einem besseren Leben für die ganze Familie, ist in den Westen gegangen. Nadja und ihr Vater halten an ihrem bisherigen Leben fest, das aber von Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Mit Spannung verfolgt man wie Nadja kämpft. Die Sorge um ihren Papa scheint sie zu erdrücken. Sie will nicht zu ihrer Mutter nach Hamburg, aber auch nicht ins Heim. Sie will bei ihrem Papa bleiben, doch der scheint sich aufgegeben zu haben. Und das Jugendamt hat schon Wind davon bekommen. Doch Nadja kann auf ihre Freunde zählen. Und was die sich ausdenken, ist eine gelungene Überraschung. Und dennoch wackelt hier die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Denn im Grunde verprellt Nadja ihre Freunde einmal zu viel.

Die Autorin erzählt die Geschichte mit sehr viel Feingefühl. Sie geht besonders auf die Gefühle Nadjas ein. Die Folgen der Wiedervereinigung werden deutlich gemacht. Das Schicksal von Nadjas Familie ist eines von vielen. Man kann die Zeit ein wenig nachempfinden. Die Geschichte wäre sicher böse ausgegangen, wenn Nadja nicht so gute Freunde und Nachbarn gehabt hätte. Aber so hat das Buch dann wenigstens ein gutes Ende, auch wenn es fast zu schön ist, um wahr zu sein.

Rezension von Heike Rau

Petra Kasch
Bye-bye, Berlin
252 Seiten, gebunden
ab 11 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473347914
ISBN-13: 978-3473347919

Daniel G. Keohane: Plage der Finsternis

Daniel G. Keohane: Plage der Finsternis

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Sheya und Bill Watts haben sich mit dem Ausbau der alten Kirche zum Wohnhaus einen Traum erfüllt. Die Einweihung des Hause nimmt Reverend Joyce Lindu vor. Auch Gem, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, nimmt daran teil, obwohl das Haus ihr Gänsehaut verursacht. Sie hört dann auch merkwürdige Stimmen, die sich nicht erklären lassen. Das Seltsame ist, dass die anderen auch etwas hören. Es ist, als würde es spuken. Und dann auf einmal wird das Haus von einer Finsternis verschluckt, die sogar in die Ohren vordringt, so dass nichts mehr zu hören ist.
Für jeden der Anwesenden beginnt ein Albtraum, wie er schrecklicher nicht sein kann. Ein ohnmachtsähnlicher Zustand tritt ein, der immer wieder klare Momente voller Schrecken aufweist. Vergangenes, Unverarbeitetes wird noch einmal erlebt.

Es geht vorüber. Alle sind noch im Haus. Aber immer noch stimmt etwas nicht. Die kleine Gruppe ist eingeschlossen. Die Telefone sind tot. Sogar die Schränke sind verschlossen. Bis auf einer. Eine Schublade lässt sich öffnen. Sheya verrät das den anderen jedoch nicht. Scheinbar hat sie etwas zu verbergen.
Jeder hat etwas Belastendes in der Vergangenheit erlebt. Zusammenhänge mit dem Geschehen können aber nicht hergestellt werden. Es kann nicht geklärt werden, was vor sich geht. So müssen die Anwesenden die nächste Welle Finsternis ertragen.

Diese Aneinanderreihung von Albträumen mag Horrorvorstellungen wecken. Leider schafft es der Autor nicht, den Leser damit zu berühren. Dazu sind diese Träume zu verworren und langwierig.
Auch lernt man die Menschen im Buch praktisch nur über ihre Albträume kennen. Zumindest ihre Vergangenheit. Es fehlt an Tiefgang.
So bleibt das Geschehen ein Rätsel und auch das Ende, wo man dann eigentlich weiß, was passiert ist, ist nicht zufriedenstellend geschrieben. Die Zusammenhänge bleiben unklar.
Klare Strukturen und der Bezug auf das Wesentliche fehlen. Die Charaktere sind zu oberflächlich dargestellt.
Das Buch könnte gefallen, wer Unheimliches und Unerklärliches mag. Wer das Grauen gut an sich ranlassen kann und wer auch am Ende eines Buches gerne noch etwas Stoff zum Nachdenken hat.

Rezension von Heike Rau

Daniel G. Keohane: Plage der Finsternis
Aus dem Englischen von Ulrike Gerstner und Michael Krug
Otherworld Verlag
283 Seiten, gebunden
ISBN-10: 380009505X
ISBN-13: 978-3800095056

Roland Mörchen: Wir gehen ins Theater – Vamos al teatro

Roland Mörchen: Wir gehen ins Theater – Vamos al teatro

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Für Kinder die mehrsprachig aufwachsen oder in der Schule eine zweite Sprache lernen, ist die Buchreihe mit den zweisprachigen Sachgeschichten ideal. Deutsch-Spanisch ist diesmal die Kombination. Thema ist das Theaterspiel.

Lisa ist ganz begeistert, weil sie in einem Theaterstück mitspielen darf. Sie und Benni spielen die Hauptrollen in „Hänsel und Gretel“. Jens dagegen soll einen Fuchs in dem leicht abgewandelten Märchen spielen. Am liebsten würde er gar nicht mitmachen. Doch dann hat die Klasse an den Proben sehr viel Spaß. Die Kinder folgen den Anweisungen der Regisseurin und wenn mal einer seinen Text vergessen hat, hilft die Souffleuse weiter. Dass die Geschichte nicht genau dem Original folgt, sorgt für Überraschungen. Nicht alles klappt auf Anhieb. Bis zur Premiere muss aber alles perfekt sein. Das heißt für alle Kinder, dass noch viel geprobt werden muss.

Die Geschichte wird in Deutsch und Spanisch erzählt. Beide Sprachversionen stehen sich auf den Doppelseiten gegenüber. Das ist sehr praktisch. Kinder können sich so Absatz für Absatz voranarbeiten. Die direkte Übersetzung sorgt dafür, dass keine Verständigungsprobleme auftreten. Außerdem ist die Geschichte mit vielen Bildern illustriert.
Hinten im Buch wird das erlangte Wissen vertieft. Zusätzlich gibt es noch einen Theaterführer. Hier findet man auch die im Text vorkommenden Wörter noch einmal mit direkter Übersetzung.
Das Buch lässt sich gut im Alltag zum Lernen und Vorlesen nutzen. Auch in der Schule kann es Verwendung finden. Etwas an einem Projekttag zum Thema Theater.

Rezension von Heike Rau

Roland Mörchen
Wir gehen ins Theater – Vamos al teatro
Deutsch – Spanisch
Illustrationen von Katja Kiefer
40 Seiten, gebunden
ab 8 Jahren
Olms Verlag
ISBN-10: 3487088355
ISBN-13: 978-3487088358