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    Petra Kasch: Bye-bye, Berlin

    Von hera | 13.November 2009

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    Nadjas Mutter ist weggezogen von Ostberlin nach Hamburg. Im Westen hat sie einen besseren Job gefunden. Sie hofft darauf, dass Nadja und ihr Vater nachkommen. Doch daraus scheint nichts zu werden. Nadjas Papa versinkt in seiner Depression. Immer wieder geht er in die Kneipe gegenüber und betrinkt sich. Dabei kann die Miete schon nicht mehr bezahlt werden. Aus dem versprochenen Urlaub am Schwarzen Meer, zu dem sogar Nadjas Freund Timm mit sollte, scheint nichts zu werden. Nadja ist so wütend, dass sie beginnt, das Lebenswerk ihres Vater zu zerstören. Nadjas Vater war einer bekanntesten Fotografen in der DDR, doch nun ist er schon seit zwei Jahren arbeitslos. Draußen im Container zündet Nadja die Fotos an. Als die Feuerwehr anrückt, haut sie ab.
    Am nächsten Tag kommt Frau Möller vom Jugendamt. Sie sieht, in welch schlimmen Zustand die Wohnung ist. Nadja und ihr Vater versichern ihr, dass alles in bester Ordnung ist. Sie will in einer Woche noch mal wiederkommen und sehen, ob die Wohnung, so wie Nadja behauptet hat, tatsächlich renoviert wird.
    Timm trommelt die Freunde zusammen. Es muss etwas geschehen. Einer borgt Geld für die Miete und beim Streichen wollen auch alle helfen. Aber Nadja wird alles zu viel. Sie will kein Mitleid. Doch ihre Freunde lassen nicht locker. Etwas ganz Besonderes fällt ihnen ein, um Nadja und ihren Vater zu unterstützen.

    Die Geschichte spielt in Ostberlin nach dem Mauerfall. Der Vater ist arbeitslos geworden. Die Wohnung ist voll von seinen Fotos, die DDR-Geschichte erzählen. Die Mutter, auf der Suche nach einem besseren Leben für die ganze Familie, ist in den Westen gegangen. Nadja und ihr Vater halten an ihrem bisherigen Leben fest, das aber von Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Mit Spannung verfolgt man wie Nadja kämpft. Die Sorge um ihren Papa scheint sie zu erdrücken. Sie will nicht zu ihrer Mutter nach Hamburg, aber auch nicht ins Heim. Sie will bei ihrem Papa bleiben, doch der scheint sich aufgegeben zu haben. Und das Jugendamt hat schon Wind davon bekommen. Doch Nadja kann auf ihre Freunde zählen. Und was die sich ausdenken, ist eine gelungene Überraschung. Und dennoch wackelt hier die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Denn im Grunde verprellt Nadja ihre Freunde einmal zu viel.

    Die Autorin erzählt die Geschichte mit sehr viel Feingefühl. Sie geht besonders auf die Gefühle Nadjas ein. Die Folgen der Wiedervereinigung werden deutlich gemacht. Das Schicksal von Nadjas Familie ist eines von vielen. Man kann die Zeit ein wenig nachempfinden. Die Geschichte wäre sicher böse ausgegangen, wenn Nadja nicht so gute Freunde und Nachbarn gehabt hätte. Aber so hat das Buch dann wenigstens ein gutes Ende, auch wenn es fast zu schön ist, um wahr zu sein.

    Rezension von Heike Rau

    Petra Kasch
    Bye-bye, Berlin
    252 Seiten, gebunden
    ab 11 Jahren
    Ravensburger Buchverlag
    ISBN-10: 3473347914
    ISBN-13: 978-3473347919



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