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Autor: hera

Richard Stark: Keiner rennt für immer

Richard Stark: Keiner rennt für immer

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Zwei Banken sollen fusionieren. Elaine Langen, die Frau des Bankdirektors, dessen Bank geschluckt werden soll, wittert ihre Chance. Sie wird wissen in welchem Wagen das Bargeld transportiert wird. Sie erzählt Jack Beckham davon. Mit ihm hatte sie ein Verhältnis bis ihr Mann ihn wegen Betruges hinter Gitter gebracht hat. Nun ist er wieder frei. Beckham hat die entsprechenden Kontakte. Er hält sich an Parker und Dalesia, die auf so eine Gelegenheit nur gewartet haben. Allerdings wollen die beiden den Raubüberfall ohne Beckham durchziehen, denn auf den würde die Polizei sofort kommen.
Beckham braucht bloß einen Bewährungstermin nicht einhalten und schon ist er weg vom Fenster. Doch der hält sich nicht an die Abmachung. Elaine schießt ihm kurzerhand hinterrücks eine Kugel ins Bein und schon landet Beckham im Krankenhaus. Der glaubt allerdings, dass Parker auf ihn geschossen hat. Der hat jedoch ganz andere Probleme. Ein Kopfgeldjäger ist ihm auf der Spur, hat Fragen zu einer Parker bekannten Person, die verschwunden ist.
Polizistin Gwen Reversa beginnt unterdessen den Fall Jack Beckham zu untersuchen. Sie macht ihren Job gut – zu gut. Parker kommt ihr gerade noch zuvor, nimmt Elaine die Waffe ab, bevor die Polizistin es tun kann.
Für den Überfall wird noch ein dritter Mann gebraucht. McWhitney macht auch Bekanntschaft mit dem Kopfgeldjäger, der ihm ziemlich dumm kommt und bald nicht mehr gesehen wird. Doch Roy Keenan hat nicht alleine gearbeitet. Seine Mitarbeiterin kommt bald drauf, was in der Kleinstadt läuft.

Von Anfang an steht der Bankraub unter keinem guten Stern. Parker geht mit Professionalität vor, doch er wird an allen Ecken und Enden behindert. Man kann es kaum fassen, welche Kette von Ereignissen in Gang gesetzt wird, seit der Entschluss zum Bankraub feststeht. Für den Leser ist es ausgesprochen fesselnd, die Entwicklungen zu verfolgen. Der Focus wird auf Parker gerichtet, einem wirklich eiskalten und abgebrühtem Verbrecher mit sehr viel Charme. Allerdings weiß er nicht, wann es genug ist. Was geplant ist, wird durchgezogen. Wer sich nicht an Abmachungen hält, sich ihm in den Weg stellt, wird aus dem Weg geräumt. Da werden keine großen Worte gemacht.
Es sind einfach zu viele Eingeweihte und Mitwisser, die auf der Bildfläche erscheinen. Jeder hat seine eigenen Ziele im Hinterkopf, die es zu verfolgen gilt. So wird Parkers Plan immer wieder über den Haufen geworfen. Er muss improvisieren und macht das gut.
Man fühlt sich als Leser direkt mit in den Krimi einbezogen. Man fühlt mit. Der hintergründige, oftmals sehr trockene Humor kommt gut an. Der Autor sorgt für immer neue Überraschungen und damit für den perfekten Spannungsbogen. Seine Art zu schreiben gefällt. Die Handlung ist sehr gut vorstellbar. Ganz großes Kino!

Rezension von Heike Rau

Richard Stark
Keiner rennt für immer
Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl
288 Seiten, Klappenbroschur
Paul Zsolnay Verlag
ISBN-10: 3552054634
ISBN-13: 978-3552054639
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Zebraland

Zebraland

Auf dem Heimweg von einem Festival schließt sich Fridolin einer Gruppe ihm bekannter junger Leute an. Als sie mit dem Auto um eine Kurve fahren, passiert es. Sie wissen, sie haben etwas angefahren. Möglicherweise ein Tier. Doch es ist Yasmin, die mit ihrem Moped unterwegs war. Es ist gar nicht lange her, dass Fridolin mit ihr gesprochen hat. Und nun ist sie tot. Es macht keinen Sinn, den Notarzt zu rufen. Judith, Philipp, Anouk und Fridolin fahren davon. Die Sache soll vertuscht werden. Zu diesem Zweck wird das Auto in der Werkstatt von Fridolins Cousin wieder hergerichtet.

Am nächsten Tag erfahren die Jugendlichen aus dem Radio, dass die Mopedfahrerin noch gelebt hat und erst auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben ist. Trotzdem beschließen sie, nicht zur Polizei zu gehen. Ruhe kehrt dennoch nicht ein, denn offensichtlich weiß jemand von ihrer Tat. Ein Erpresser manipuliert fortan die jungen Leute.

Vier Jugendliche versuchen einen Unfall mit tödlichem Ausgang zu vertuschen. Keiner will die Konsequenzen tragen. Keiner fühlt sich verantwortlich. Und die Polizei, auch wenn man das nicht glauben mag, kommt den jungen Leuten auch nicht auf die Schliche. Es geht im Buch nicht um die Ermittlungsarbeit der Polizei, sondern allein darum, wie die Jugendlichen mit ihrer Entscheidung fertig werden. Sie hätten wohl einfach weitergelebt wie bisher, wenn der Erpresser nicht aufgetaucht wäre. Der macht den Jugendlichen das Leben zur Hölle.

Die Geschichte wird von zwei Seiten betrachtet. Fridolin und Judith erzählen abwechselnd. Spannend ist, wie jeder sich verhält. Fridolin fühlt sich nicht der Gruppe zugehörig und Judith ist in Phillip verliebt, der aber mit Anouk zusammen ist. Das führt zu zusätzlichen Verwicklungen. Wer hier im Hintergrund die Fäden zieht und die jungen Leute wie Marionetten tanzen lässt, ist lange nicht ersichtlich, auch wenn man beizeiten einen Verdacht hat.
Das Buch ist interessant zu lesen. Die Geschichte ist nicht unbedingt realistisch. Aber solch ein Gedankenspiel einmal zu simulieren, hat seinen Reiz.

Rezension von Heike Rau

Marlene Röder
Zebraland
222 Seiten, gebunden
ab 12 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473353019
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Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast

Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast

Papa Bär und Mama Bär schlafen. Sie merken nicht, wie der Wind auffrischt. Die Äste der Bäume beginnen zu knarren, die Blätter rascheln. Babybär kommt ans Bett seiner Eltern, weil er glaubt, dass draußen ein Monster ist. Papa Bär erklärt, dass es keine Monster gibt. Trotzdem lässt er Babybär mit ins Bett. Immer schlimmer wird der Sturm, draußen kracht und poltert es. Auch der kleine Bär kann nicht schlafen und wieder muss Papa Bär ein Stückchen rutschen. Bald gesellt sich auch noch der große kleine Bär zu ihnen. Dass Papa Bär auch ihm versichert, dass es keine Monster gibt, nützt nichts.
Ruhig schlafen Mama Bär und die Kinderbären. Nur Papa Bär kann nicht wieder einschlafen. Er lauscht dem pfeifenden Wind. Die Schatten an der Wand, könnte man tatsächlich für Monster halten, muss er sich eingestehen. Dann plötzlich wummert es an die Tür und alle werden wach. Selbst Papa Bär bekommt es mit der Angst zu tun. Möglicherweise ist da draußen doch ein Monster.

Die Zeichnungen im Buch fallen sofort ins Auge. Die Bilder sind ganz zauberhaft. Der Blick richtet sich auf das Bett der Bärenfamilie, das im Laufe der Nacht von den Bärenkindern bevölkert wird. Hier fühlen die Kleinen sich wohl. Bei Papa und Mama sind sie sicher, auch wenn draußen der Sturm tobt. Kinder kennen die Angst vor der Nacht natürlich, die aber meist unbegründet ist. Schließlich, dass weiß auch Papa Bär, gibt es keine Monster. Trotzdem erlebt die Bärenfamilie Unheimliches, bis dann zum Ende hin der ganze Spuk aufgeklärt wird. Das Buch hat damit sicher eine beruhigende Wirkung auf kleine Kinder. Es macht Spaß, die Geschichte vorzulesen, anzuhören und die Bilder zu betrachten.

Rezension von Heike Rau

Paul Bright / Jane Chapman
Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast
Loewe Verlag
32 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 3 Jahren
ISBN: 978-3785565858
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It’s quite easy – Einfach Englisch lesen

It’s quite easy – Einfach Englisch lesen

Englisch zu lernen, macht sehr viel Spaß. Man kann es in einer Schule tun oder auch mit Hilfe eines Computerprogramms. Ist einige Zeit vergangen, möchte man die Sprache natürlich auch anwenden. Mit einem Buch kann man das. Für Anfänger ist das aber oft noch zu schwierig. Eine Alternative ist das vorliegende zweisprachige Buch. Hier findet man alle Textbeiträge in Englisch und Deutsch gegenübergestellt.
Man hat die Wahl zwischen Kurzgeschichten, Gedichten, Scherzfragen, Witzen und Kinderversen. Diese Mischung gefällt sehr gut. Der britische Humor kommt gut an.
Treten Verständnisprobleme aus, orientiert man sich an der Übersetzung. So kann man das bereits Erlernte festigen und natürlich auch ein Stück weit erweitern. Das kleine Buch ist so handlich, dass man es überall mit hinnehmen kann. Viele Zeit zum Lesen braucht man nicht einplanen. Schon fünf Minuten reichen aus, um einige kurze Beiträge zu lesen.
Illustriert ist das Buch mit kleinen Zeichnungen. Das lockert die Texte auf und sorgt für kurze Entspannungsmomente, bevor es dann zum nächsten Beitrag geht. Man wird gut unterhalten. Das Lernen findet also praktisch nebenbei und auf sehr angenehme Weise statt.

Rezension von Heike Rau

Anne Rademacher (Textauswahl)
It’s quite easy – Einfach Englisch lesen
Illustrationen von Louise Oldenbourg
120 Seiten, broschiert
dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3423094801
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Mein Ravensburger Lexikon der Natur

Mein Ravensburger Lexikon der Natur

Kinder sind wissbegierig. Natürlich interessieren sie sich auch für die Natur. Diese wird im Buch auf einfache Weise in kurzen Texten und mit sehr viel Bildmaterial erklärt.
Zunächst geht es im Buch um den Planeten Erde. Kinder erfahren, wie die Erde aufgebaut und wie ihre Oberfläche ausgestattet ist. Danach wird ein Blick auf den Jahresverlauf mit den Jahreszeiten geworfen. Wind und Wetter sind für Kinder von besonderem Interesse, deshalb gibt auch hierzu ein Kapitel. Über Naturgewalten und Naturphänomene wird ebenfalls gesprochen. Beschrieben werden im Anschluss die verschiedenen Lebensräume der Erde wie Wälder, Ozeane, Feuchtgebiete usw. Betrachtet wird die Welt der Pflanzen und Tiere.

Die Seiten sind interessant gestaltet. Schlagwörter stehen im Vordergrund. Hier sucht man heraus, was von Interesse ist und informiert sich dann weiter, in dem man die kurz und verständlich gehaltenen Text liest, bzw. dem Kind vorliest. Zu jedem Thema wird dann auch eine Frage gestellt. Hat man die Texte aufmerksam gelesen, kann man diese leicht beantworten. Das Buch bietet damit gutes Basiswissen für Kinder. Es macht Spaß, die Bilder zu betrachten. Interessierte werden das Buch sicher im Ganzen lesen. Es ist sehr unterhaltsam und informativ. Man kann es dann immer wieder als Nachschlagewerk benutzen. Wer Spaß an Suchrätseln hat, findet zusätzlich ein solches. Besonders geeignet ist das Buch für das Vorschul- und Grundschulalter.

Rezension von Heike Rau

Bärbel Oftring
Mein Ravensburger Lexikon der Natur
95 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473550760
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Kay-Henner Menge: Fruchtgummis natürlich selbst gemacht

Kay-Henner Menge: Fruchtgummis natürlich selbst gemacht

Fruchtgummis sind beliebt. Es gib sie in großer Vielfalt zu kaufen. Die Zutatenlisten verheißen aber manchmal nichts Gutes. Hier findet man beispielsweise künstliche Farb- und Aromastoffe. Wer möchte, kann Fruchtgummis selbst herstellen, ganz ohne Künstliches und auch ohne Gelatine. Im vorliegenden Buch stehen die passenden Rezepte.

In den Fruchtgummis steckt Agar Agar als pflanzliches Geliermittel und Apfelpektin als pflanzlicher Festmacher. Als Säuerungsmittel wird Zitronensäure verwendet. Zum Süßen nimmt man Agavendicksaft, Apfeldicksaft und Honig. Ganz billig wird die Herstellung nicht. Zu kaufen gibt es die Zutaten im Reformhaus oder im Naturkostladen.

Wie es geht, wird im Buch auf einer Doppelseite erklärt. Es sieht sehr einfach aus. Tatsache ist aber, dass man sehr genau arbeiten muss. Die Vorgaben in den Rezepten sind haargenau einzuhalten. Es kann gut sein, dass man ein paar Probedurchläufe hinnehmen muss. Man braucht Übung, damit die Fruchtgummis auch gut werden. Die fertigen Fruchtgummis erinnern von der Konsistenz her eher an Geleefrüchte. Das sollte man wissen.

Schön ist, dass es die Motivstempel gleich mit dazu gibt. Herstellen lassen sich damit Sanddorn-Honig-Bärchen, Cola-Dinos, Cappuccino-Blüten, Orangen-Eierlikör-Hasen oder Ananas-Rotbuschtee-Dinos. Das dürfte jeden Geschmack ansprechen. Zu vielen der Rezepte gibt es Fotos. Diese kann man gut als Herausforderung sehen. Denn so gut muss man die Fruchtgummis erst einmal hinbekommen. Wenn auch die Konsistenz nicht ganz überzeugt, der Geschmack tut es.

Rezension von Heike Rau

Kay-Henner Menge
Fruchtgummis natürlich selbst gemacht
64 Seiten, mit Motivstempeln
Südwest Verlag
ISBN: 978-3517084619
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Hilgensee

Hilgensee

Änne kommt auf der Suche nach einem Rückzugsort nach Hilgensee. Sie füllt damit die Lücke, die ihre Vorgängerin, von der man sagt, sie sei verrückt geworden, hinterlassen hat. Änne lebt sich schnell ein, gibt allerdings nicht ihre Zurückhaltung auf. Jede der Damen hat eine sinnvolle Aufgabe. Änne kommt es zu, Fräulein von Hasleben in der Bibliothek zu unterstützen. Doch bald entdeckt sie, dass das Fräulein dem Alkohol über die Maßen zuspricht. Gertrud von Rhoda überredet Änne hier einzugreifen. Dies wird der Auftakt einer Reihe von seltsamen Vorkommnissen.
Ein kopfloser Hahn wird im Apfelbaum hängend aufgefunden. Und als ob das noch nicht genug wäre, findet man in der Orangerie Elsbeth von Hasleben, die sich, wie es scheint, durch eigene Hand vom Leben zum Tode befördert hat. Und wie der hinzugezogenen Arzt feststellt, war hier auch Alkohol im Spiel. Das ist eine Katastrophe. Es gibt keine Anweisungen in den Hausregeln, was in diesem Fall zu tun ist. Aber es ist klar, es muss eine elegante Lösung für diese Sache gefunden werden, die am besten unter den Teppich gekehrt gehört, steht doch der gute Ruf der Damen Hilgensees auf dem Spiel. Der Oberstaatsanwalt wird informiert und der schickt Assessor von Wächter. Dieser hat allerdings keine gute Meinung von den Frauen. Leider lässt er auch das nötige Feingefühl bei seinen Ermittlungen vermissen.
Da der Fall nicht zur Zufriedenheit von Änne, Gertrud und Alwine behandelt wird, beschließen die drei Stiftfräulein die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Was sie herausfinden, ist mehr als haarsträubend.

Ein geköpfter aufgehängter Hahn, eine erdrosselte Frau und ein mysteriöses Liebespaar bringen das Leben im Stift gehörig durcheinander. Drei der Damen beschließen der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Ermittlungsarbeiten gestalten sich turbulent. Und dass, wo doch eigentlich Ruhe und Eintracht im Stift herrschen sollte.
Der Leser darf sich über einen ausgesprochen spannenden Krimi freuen, der im Jahre 1904 spielt. Die Kulisse bildet ein Damenstift mit strengen Regeln. Die Fräulein geben sich introvertiert. Das spiegelt sich im Schreibstil der Autorin wieder, der wirklich einzigartig ist und genau den Zeitgeist trifft. Für den Leser ist es äußerst amüsant verfolgen zu können, wie die Damen, selbstverständlich unter Wahrung von Anstand und Würde, agieren. Auch, wenn ihr Urteilsvermögen durch Glühwein getrübt wird. Der Fall ist tragisch, und dennoch ist man beim Lesen immer wieder am Schmunzeln. Die Autorin liebt die leisen Töne, untermalt mit wohl dosiertem Humor. Das ist perfekte Unterhaltung.

Rezension von Heike Rau

Renate Petry
Hilgensee
400 Seiten, Klappenbroschur
dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3423246972
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Elfenseele – Hinter dem Augenblick

Elfenseele – Hinter dem Augenblick

Tanya steckt in Schwierigkeiten. Nach Ansicht ihrer Mutter macht das Mädchen nur Probleme. Dabei sind es die Elfen, die ihr böses Spiel mit Tanya treiben. Sie verursachen ein Chaos, um Tanya zu bestrafen, die über die Elfen in ihrem Tagebuch geschrieben hat. Aber das kann Tanya ihrer Mutter nicht erklären. So wird sie zu ihrer Großmutter gebracht. Elfesden Manor ist ein altes Herrenhaus. Hier könnten sämtliche Spukgeschichten wahr werden, so der Eindruck von diesem großen, heruntergekommenen Anwesen.
Gut aufgehoben ist Tanya an diesem Ort ohnehin nicht. Es wimmelt hier vor Elfen, die außer ihr aber niemand zu sehen scheint.
In dem alten Haus gibt es eine Bibliothek. Hier versucht Tanya etwas über Elfen herauszufinden. Dabei stößt sie auf einen alten Zeitungsartikel, der zwischen die Seiten eines Buches geklemmt ist. Offensichtlich ist vor fünfzig Jahren ein Mädchen im nahen Henkerswald verschwunden. Genau diesem Mädchen, das einmal eine Freundin ihrer Großmutter war, begegnet sie mit Fabian, dem Sohn des Verwalters, im Henkerswald, als sie nach ihrem entlaufenen Hund sucht. Das Mädchen sieht genau noch so aus wie vor fünfzig Jahren. Tanya ahnt, dass sie einem Geheimnis, mit dem auch die Elfen zu tun haben müssen, auf der Spur ist.

Ein altes Herrenhaus und ein unheimlicher Wald bilden die Kulisse zu diesem Fantasy-Meisterwerk. Schon das allein verspricht Spannung. Die Geschichte hat aber noch viel mehr zu bieten. Tanya kommt einem alten Familiengeheimnis auf die Spur und setzt sich damit ungeahnten Gefahren aus. Den alten Vermisstenfall kann nur sie lösen. Nur sie kann herausfinden, ob Fabians Großvater ein Mörder ist, so wie viele es glauben. Der alte Mann ist darüber verrückt geworden. Tanya aber verfügt über besondere Fähigkeiten. Sie kann die Elfen sehen, die es auf Elvesden Manor und im Henkerswald gibt. Und so kommt sie der Lösung des Familiengeheimnisses immer näher.
Für den Leser liest sich das ausgesprochen gut. Die Autorin schreibt mit viel Fantasie. Und auch ihr Schreibstil ist ein besonderer. Sie schafft es den Leser mit dem, was sie erzählt, vollkommen gefangen zu nehmen. Man taucht völlig ein in die Geschichte. Vom Anfang bis zum Ende begeistert das Buch. Ganz zauberhaft!

Rezension von Heike Rau

Michelle Harrison
Elfenseele – Hinter dem Augenblick
336 Seiten, gebunden
Loewe Verlag
ISBN: 978-3785566077
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Vögel im Garten

Vögel im Garten

Vögel bringen Leben in den Garten. Sie unbemerkt vom Fenster aus zu beobachten, macht sehr viel Spaß. Noch schöner ist es, wenn man weiß, welche Vogelarten sich da im Garten aufhalten. Wer mehr über Gartenvögel wissen möchte, kann sich mit dem Buch eingehend informieren.
Man erfährt, wie man Vögel in den Garten locken kann. Einen Garten vogelfreundlich zu gestalten, ist gar nicht schwer. Die Vögel müssen ihre Grundbedürfnisse decken können, dann kommen sie gerne zu Besuch. Im Buch wird genau beschrieben, wie man den Garten gestalten sollte, damit er möglichst attraktiv auf Vögel wirkt. Es werden Beispiele für ländliche Gärten und Stadtgärten vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit kommt Bäumen, Büschen, Sträuchern, Kletterpflanzen und krautigen Pflanzen zu. Hier gibt es Pflanzenführer, die eine gezielte Auswahl ermöglichen. Man erfährt, wo man Nistkästen anbringen kann, wie man für ein Vogelbad sorgt oder wann man Zusatzfutter anbieten sollte.

Wenn man möchte, kann man seine Beobachtungen intensivieren. Man lernt mit dem Buch, wie man Vogelarten bestimmt, mit dem Fernglas beobachtet oder fotografiert. Und man lernt auch, das Vogelverhalten zu verstehen. So erfährt man, wie ein Vogel, je nach Jahreszeit, den Tag verbringt. Man erfährt beispielsweise, wie Vögel sich ernähren, wie sie untereinander kommunizieren, wie sie sich verhalten oder auch wie sich ihr Brutverhalten gestaltet.
Die Vogelporträts sind sehr ausführlich gehalten, gehen meist über eine Doppelseite und sind mit vielen aussagekräftigen Fotos geschmückt. Diese Bilder sind wirklich beeindruckend.
Das Buch gefällt ausgesprochen gut. Inhaltlich überzeugt es. Die Texte sind leicht verständlich. Es ist ein Buch, das für jeden, der sich für Gartenvögel interessiert, bestens geeignet ist. Man kann es von vorn bis hinten durcharbeiten und dann später als Nachschlagewerk nutzen.

Rezension von Heike Rau

Robert Burton
Vögel im Garten
Dorling Kindersley Verlag
224 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3831013173
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Das fünfte Schaf

Das fünfte Schaf

Lina zählt zum Einschlafen Schafe. Das fünfte Schaf sieht ein wenig anders aus als die anderen. Es hat zwar ein Schaffell, aber spitze Ohren und scharfe Zähne. Ein Wolf im Schafspelz hat sich da unter die Schafe gemischt. Lina stellt den Wolf zur Rede. Schließlich hatte er gerade ihr Einschlafritual durcheinander gebracht. Die Schafe sind verunsichert. Als der Wolf zugibt, dass er eigentlich in einem Rudel durch die Wälder zieht und arglose Lämmer jagt, bricht Panik aus. Sie verstehen, dass sie reingelegt worden sind. Doch der Wolf gibt an, schon lange bei den Schafen zu sein. Keiner hat es bemerkt. Leise flüsternd gibt er zu, dass er viel lieber zu den Schafen gehören würde. Er springt gern über die Wolken. Vielleicht hat ein Wolf auch sein Gutes, denkt Lina. Er könnte die Monster verjagen, die sie jede Nacht in ihren Träumen verfolgen. Der Wolf findet also Aufnahme in der Schafherde, zumal er den Schaffell an das arme geschorene Schaft zurückgibt.

Dies Einschlafgeschichte gefällt ausgesprochen gut. Sie ist spannend gemacht, das Thema kindgerecht umgesetzt. Der Wolf im Schafspelz sorgt für eine echte Überraschung. Die vorgefertigte Meinung über ihn muss revidiert werden.
In den Zeichnungen spiegelt sich die nächtliche Stimmung wieder. Braun, Rotbraun und Grau sind die dominierenden Farben. Lina in ihrem Bett und die Schafherde stehen im Mittelpunkt. Dennoch können Kinder viele Details erkennen. Ein Schaf strickt, ein anderes hat eine Brille und das nächste einen Hut auf dem Kopf. So macht es Spaß, das Buch zu betrachten. Die Nacht verliert ihren Schrecken, hat Lina doch einen Monsterjäger im Rudel. Die Geschichte regt die Fantasie an. Jede Kind kann selbst, was immer es in der Nacht ängstigt, aus seinen Träumen verbannen.

Rezension von Heike Rau

Harriet Grundmann
Illustrationen von Tobias Krejtschi
Das fünfte Schaf
24 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
Peter Hammer Verlag
ISBN: 978-3779502012
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