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Autor: hera

SO ZAHLT AUCH IHRE VERSICHERUNG

SO ZAHLT AUCH IHRE VERSICHERUNG

Jedes Jahr verschenken Kunden von Versicherungen viel Geld. Schon ein kleiner unbewusster Formulierungsfehler in der Schadensmeldung oder falsch ausgelegte oder übersehene Textstellen im Versicherungsvertrag können zur Folge haben, dass die Versicherung nicht zahlt.
Die Autoren erklären daher anhand von realistischen Fallbeispielen, wann eine Versicherung für einen Schaden aufkommt und wann nicht. Es versteht sich für sie von selbst, dass alle Tipps und Tricks völlig legal sind, denn Versicherungsbetrug ist natürlich strafbar.

Im ersten Kapitel des Buches wird dem Leser Grundlegendes über die Versicherungsbranche vermittelt. Im zweiten Kapitel werden die Elementarversicherungen behandelt, im dritten Kapitel geht es um Fahrzeugversicherungen und im vierten Kapitel um Personenversicherungen.
In einer Checkliste am Ende des Buches wird das Augenmerk des Lesers noch einmal auf die Versicherungsbedingungen gelenkt.

Die Fallbeispiele und Erklärungen in diesem nützlichen Ratgeber sind ausführlich erklärt, verständlich und nachvollziehbar. Ganz bewusst verzichten die Autoren auf schwierige Fachbegriffe, schreiben dagegen mit Witz und Humor. Aufgelockert werden die Texte zusätzlich mit Illustrationen von Alexander Wlassack.

Rezension von Heike Rau

Roland Schweda, Michael Reumann
SO ZAHLT AUCH IHRE VERSICHERUNG
Illustriert von Alexander Wlassack
141 Seiten, broschiert
Verlag Carl Ueberreuter, Wien
ISBN: 3-8000-3958-3

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Die Tür ins Ungewisse

Die Tür ins Ungewisse

Endlich gehen die Abenteuer der vier Freunde Elsa, Sabrina, Tom und Florian weiter. Diesmal verbringen die Kinder die Sommerferien auf Burg Donnerfels.
Der Verkaufserlös aus dem gefundenen Schatz aus den Osterferien, der aus allerlei Hausrat aus Silber bestanden hat, war durch die notwendige Dachreparatur verbraucht. Die Burg steht wieder vor dem Verkauf. Vielleicht gelingt es den vier Freunden diesmal einen größeren Schatz zu finden. Sie gehen mit Feuereifer an die Arbeit und folgen den Spuren des „frommen Ritters“. Sie wollen endlich den geheimen Gang finden und das Geheimnis, das sich um die Weiße Frau rankt, lüften.

Auch das zweite Buch aus der Reihe: Ferien auf Burg Donnerfels bietet wieder Spannung und Abenteuer. Die Geschichte ist kurzweilig und flott geschrieben, genauso wie Kinder es mögen. Das macht Lust auf weitere Geschichten um die vier Freunde.

Über die Autorin:
Julia Brückner ist Jahrgang 1951. Nach dem Studium arbeitete sie mehrere Jahre als Lehrerin. Die eigenen Kinder, die inzwischen erwachsen sind, aber auch Schülerinnen und Schüler sorgen immer wieder für Schreibideen.

Altersempfehlung: für Kinder ab 10 Jahren

Rezension von Heike Rau

In der Reihe „Ferien auf Burg Donnerfels“ bereits erschienen:
„Der Geheimgang“

Julia Brückner
Die Tür ins Ungewisse
120 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter, Wien
ISBN: 3-8000-2080-7

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Der Geheimgang

Der Geheimgang

Elsa will die Osterferien bei Oma und Opa verbringen. Die haben sich gerade den Traum vom Haus auf dem Lande erfüllt. Nun ist Elsa natürlich ganz gespannt, was sie da erwartet. Besonders beeindruckt ist sie von der alten Burg mit ihren mächtigen Mauern, Türmen und Zinnen. Eine merkwürdige alte Dame wohnt dort, zusammen mit ihrer Nichte, deren Mann und einem Jungen.
Elsa freundet sich schnell mit den Nachbarskindern Sabrina und Florian und auch mit dem Jungen von der Burg, der Tom heißt, an.
Doch um die Burg steht es nicht gut. Dringende Reparaturen sind notwendig, doch das Geld fehlt den Burgbesitzern. Es nützt nichts, die Burg muss verkauft werden. Die vier Freunde sinnen nach einem Ausweg. In der Burg soll es einen Geheimgang geben. Und wo ein Geheimgang ist, ist sicher auch ein geheimer Schatz verborgen. Die Kinder machen sich mit Feuereifer auf die Suche.

Die Abenteuer der vier Freunde sind sehr spannend und das Umfeld der Burg ist natürlich für tolle Abenteuer wie geschaffen. Die Kinder halten zusammen, bestehen jede Herausforderung gemeinsam. Elsa, die in einem Rollstuhl sitzt, wird ganz selbstverständlich integriert, was nicht immer ganz einfach ist, denn eine Burg ist nicht gerade besonders rollstuhltauglich.

Über die Autorin:
Julia Brückner ist Jahrgang 1951. Nach dem Studium arbeitete sie mehrere Jahre als Lehrerin. Die eigenen Kinder, die inzwischen erwachsen sind, aber auch Schülerinnen und Schüler sorgen immer wieder für Schreibideen.

Altersempfehlung: für Kinder ab 10 Jahren

Rezension von Heike Rau

In der Reihe „Ferien auf Burg Donnerfels“ bereits erschienen:
„Die Tür ins Ungewisse“

Julia Brückner
Der Geheimgang
Aus der Reihe: Ferien auf Burg Donnerfels
120 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter, Wien
ISBN: 3-8000-2079-3

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Schwarze Klippen

Schwarze Klippen

1847: Captain Wolf ist der gefürchtete Vorsteher der australischen Gefängnisinsel Coldwater. Seine drei ledigen Töchter Charlotte, Emily und Anne leben mit ihm auf dieser trostlosen, einsamen Insel, so wie der strenge Vater es wünscht und verbringen viel Zeit mit Hausarbeit. Lesen ist die einzige Abwechslungsmöglichkeit. Die Frauen flüchten sich in Fantasiewelten, verarbeiten ihre Träume bald selbst zu Romanen. Vielleicht bietet sich doch irgendwann eine Veröffentlichungsmöglichkeit.
Eines Tages wagt Captain Wolf ein neues Experiment. Ein irischer Gefangener, der seinem verstorbenen Sohn ähnelt und dem er Vertrauen entgegenbringt, wird von ihm bevorzugt behandelt, darf das Wohnhaus betreten und dort nötige Arbeiten verrichten. Emily, die sich genauso wie ihre Schwestern nach Liebe und Abenteuer sehnt, kann der Versuchung nicht widerstehen und verliebt sich Hals über Kopf in den Gefangenen.
Dieser Vertrauensbruch wirft Captain Wolf völlig aus der Bahn. Er greift mit harter Hand durch, um wieder Ordnung in seinem Haushalt zu schaffen, verbrennt zum Entsetzen der drei Schwestern alle Manuskripte, derer er habhaft werden kann. Immer mehr verstrickt er sich jedoch, beginnt an Verfolgungswahn zu leiden, fühlt sich von Komplotten bedroht und verliert schließlich den Verstand. So gerät das wenigstens nach außen hin harmonisch scheinende Zusammenleben zwischen dem Vater und seinen Töchtern vollständig aus den Fugen. Doch der Kampfeswille der drei Schwestern ist erwacht. Sie nehmen ihr vom Vater aufgezwungenes Schicksal nicht länger hin.

Die Autorin schreibt leidenschaftlich, einfühlsam und ausdrucksstark und sorgt für atemlose Spannung in ihrem Buch. Sie vermag sehr glaubhaft und deutlich den Zwiespalt im Leben der drei Schwestern darzustellen. Auf der einen Seite steht das übertriebenes Pflichtgefühl dem tyrannische Vater gegenüber, auf der anderen Seite die Sehnsucht nach Freiheit, Liebe und einem selbstbestimmten Leben.

Über die Autorin:
Mardi McConnochie ist Jahrgang 1971. Sie studierte Englische Literatur und promovierte an der Universität in Sydney. „Schwarze Klippen“ ist ihr erster Roman.

Rezension von Heike Rau

Mardi McConnochie
Schwarze Klippen
382 Seiten, gebunden
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg
ISBN: 3-455-05170-7

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Kommissar Hell – Fluchtweg ausgeschlossen

Kommissar Hell – Fluchtweg ausgeschlossen

Kommissar Hell hat mit seiner Spürnase wieder spannende Fälle aufgeklärt. Damit Kinder wissen, ob sie auch detektivisches Gespür haben, können sich an den vielen verschiedenen Fällen selbst ausprobieren. Dazu müssen sie beim Lesen ganz genau aufpassen, um die gut versteckten Hinweise nicht zu übersehen. Kriminalistischer Sinn für Zusammenhänge ist nötig, um die richtigen Rückschlüsse zu ziehen und die Fragen zu jedem Krimi beantworten zu können. Ob die Kinder richtig liegen, kann anhand der Auflösungen kontrolliert werden. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte. So können die Kinder leicht selbst überprüfen, ob sie das Zeug zu einer Super-Spürnase haben. Reicht es nur zum Spürnasen-Anwärter ist natürlich Üben angesagt. Zum Glück gibt es noch mehr Bücher mit tollen Ratekrimis um Kommissar Hell.

Die Ratekrimis sind sehr zu empfehlen. Es wird Kindern viel Spaß machen, herauszufinden, ob sie ebenso schnell wie Kommissar Hell in der Lage sind, die kniffligen Fälle zu lösen. Aufmerksames und bewusstes Lesen wird gefördert, Lesekompetenz trainiert. Zur Auflockerung tragen die Illustrationen von Klaus Puth bei.

Altersempfehlung: für Kinder ab 10 Jahren

Rezension von Heike Rau

Rainer Crummenerl
Kommissar Hell – Fluchtweg ausgeschlossen
20 Ratekrimis, illustriert von Klaus Puth
157 Seiten, gebunden
Verlag arsEdition, München
ISBN: 3-7607-3871-0

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Der Sperrmüllkönig

Der Sperrmüllkönig

Als Arne Rautenberg in einem Häuserblock eine Mietwohnung bezieht, ahnt er nicht, dass seine Nachbarn ihn inspirieren werden, ein Buch zu schreiben. Besonders der eigensinnige Hartmut Hellmann hat es ihm angetan. Er schleicht im Haus herum und im Keller, er späht durch Briefkastenschlitze und durchwühlt die Mülltonnen nach Brauchbarem. Immer nachts ist er auf der Suche nach Müll. Am liebsten Elektronikmüll. Alte Fernseher sind seine Leidenschaft. Die hortet er in seiner Wohnung, im Hausflut und im Hof. Er ist der Sperrmüllkönig. Sein Sortiment an Ramsch ist riesig. Rautenberg hat ihn ihm Auge, beobachtet genau und spioniert nun selbst herum. Er will wissen, was den Sperrmüllkönig antreibt, was für einen Sinn sein Leben hat. Er hat ein Buch zu füllen mit alltäglichem Geschwätz.

Das Buch ist das reinste Lesevergnügen, wird doch mit den deutschen Mietshausbewohnern so richtig abgerechnet. Rautenberg nimmt sie unbarmherzig ins Visier. Sein Stil ist erfrischend anders. Er spart nicht mit zweideutigen Andeutungen und unglaublichem Wortwitz, damit dem Leser ein Licht aufgeht. Er spielt mit den Sätzen, verdreht sie, sucht nach dem Sinn. Bei ihm wird das Unnormale normal, das Alltägliche interessant. Er beschreibt die kleinen Tragödien und Komödien des Alltags auf amüsante, aber auch ein wenig nachdenklich machende Weise.

Arne Rautenberg ist Jahrgang 1967. Er lebt als freier Autor und Künstler in Kiel. Erschienen sind von ihm bereits mehrere Gedichtbände. „Der Sperrmüllkönig“ ist sein erster Roman.

Rezension von Heike Rau

Arne Rautenberg
Der Sperrmüllkönig
160 Seiten, gebunden
Hoffmann und Campe Verlag
ISBN: 3-455-06150-8

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Tim Parks: Doppelleben

Tim Parks: Doppelleben

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
Richter Savage kann sich glücklich schätzen. Er ist seit zwanzig Jahren verheiratet und hat zwei Kinder. Auf der Karriereleiter ist er trotz seiner dunklen Hautfarbe ganz oben angekommen oder vielmehr deshalb. Endlich erfüllt sich auch der Traum vom eigenen standesgemäßen Haus. Richter Savage ist nun in einem Alter, in dem er etwas ruhiger angehen lassen will, wenigstens nach außen hin und vor allem vor seine Frau, die zumindest die Seitensprünge, die er gestanden hat, großzügig vergessen will. Doch daraus wird nichts. Eine verflossene Geliebte taucht auf, bittet ihn um Hilfe. Und Hilfsbereitschaft kann man Richter Savage nun wirklich nicht absprechen. Er ist kein Drückeberger. Aber hier hätte er sich besser raushalten sollen. Ehe er weiß, wie ihm geschieht, landet er zusammengeschlagen im Krankenhaus. Seiner Frau und auch der Polizei ist er einige Antworten schuldig. Sein Doppelleben fliegt auf. Und dann geraten auch noch brisante Informationen an die Presse. Aus dem mächtigen Mann wird ein Lüstling. Richter Savage lernt nicht aus seinen Fehlern, er erkennt sie nicht einmal als solche an. Immer tiefer gerät er in einen Strudel aus seinen Lügen und setzt alles, was ihm wichtig ist aufs Spiel.

Die Geschichte turbulent zu nennen, ist noch untertrieben. Fassungslos liest man vom wahrheitsliebenden Richter, der gleichzeitig ein notorischer Lügner ist. Die Geschichte ist tragisch und sehr menschlich. Trotzdem kann man sich das Schmunzeln beim Lesen nicht verkneifen, schreibt der Autor doch mit viel Ironie und ordentlichen Seitenhieben auf die Ehe und die Gesellschaft.
An den Stil des Buches muss man sich aber erst gewöhnen. Es wird sehr schnell erzählt. Der Autor spart mit Anführungszeichen bei wörtlicher Rede und auflockernden Absätzen. Die Übersetzung wirkt an manchen Stellen etwas eigenartig.

Rezension von Heike Rau

Tim Parks
Doppelleben
440 Seiten, gebunden
Antje Kunstmann Verlag, München
ISBN: 3-88897-323-6

Die Nacht der Wölfin

Die Nacht der Wölfin

Es scheint, dass Elena Michaels ein ganz normales Leben mit ihrem Freund Philip in Toronto führt, wo sie als Journalistin arbeitet.
Doch sie ist die einzige Werwölfin der Welt und kann ihre Triebe nicht unterdrücken. Sie muss sich verwandeln und nachts in den Wäldern rennen und jagen.
Eines Tages ist es vorbei mit der scheinbaren Ruhe. Elena wird vom autoritärem Rudelführer Jeremy nach Stonehaven gerufen, obwohl sie sich eigentlich vom Rudel distanziert hat. Doch auch ihr droht Gefahr. Ein Außenseiter-Werwolf tötet Menschen auf brutale Weise und bedroht damit die Existenz des ganzen Rudels.
Elena kehrt zurück und ahnt, dass nicht nur ihr Überlebenswille auf eine harte Probe gestellt werden wird, sondern auch ihre Liebe zu Philip. Denn zum Rudel gehört auch ihr früherer leidenschaftlicher Liebhaber Clay.

Dies ist kein Horrorroman in dem Werwölfe nur als unsterbliche Bestien mit übernatürlichen Fähigkeiten geschildert werden. Die Beschreibungen der Werwölfe, ihrer Instinkte und dem Rudelleben sind fesselnd und erschreckend glaubwürdig. Doch für Werwölfe ist es nur sehr schwer möglich, unentdeckt unter Menschen zu leben.
Hochspannung, Liebe und Leidenschaft machen diesen Thriller zu einem aufregenden Buch, dass man nicht vergisst.

Rezension von Heike Rau

Kelley Armstrong
Die Nacht der Wölfin
Schneekluth Verlag, München
ISBN: 3 7951 1789 5

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Im Tempel des Regengottes

Im Tempel des Regengottes

1878 – Kolonie Britisch Honduras. Der Maler Robert Thompson hat London den Rücken gekehrt, sein Erbe ausgeschlagen und seine Verlobte Mary verlassen, um in die karibische Wildnis zu ziehen. Er will den Spuren des berühmten Reisenden Frederick Catherwood folgen und selbst die alten Mayastätten zeichnen.
Stephen Mortimer und Paul Climpsey, zwei Schatzsucher, bringen Robert durch Erpressung dazu, sie in den Dschungel zu begleiten, um nach dem Schatz von Tayasal zu suchen. Sie haben Beweise, dass dieser Schatz existiert. Aber sie brauchen Robert, versprechen sich Hilfe von ihm beim Entschlüsseln der hieroglyphischen Schriften der alten Maya. Sie ahnen nicht, dass Robert mit seinen angeblichen Kenntnissen nur prahlen wollte.
Robert hat keine Wahl. Er muss den beiden Schatzsuchern folgen. Sein Schicksal scheint vorbestimmt. Die Ureinwohner halten ihn einer alten Prophezeiung nach für den Erlöser von den europäischen Eroberern, auf den sie schon so lange warten. So gerät Robert in den Kampf zwischen den Weißen und den Ureinwohnern und muss um sein Leben fürchten. Doch Helen, eine junge, mutige Mestizin, die Robert als Mann verkleidet folgt, versucht zu verhindern, dass sein Schicksal sich erfüllt.

Als Leser wird man in eine fremde Welt hineingezogen, in einen Dschungel mit phantastischen Tempelruinen, Pyramiden und Palästen. Man wird mit der Lebensweise der Maya konfrontiert, mit ihren brutalen Ritualen und Opferungen. Bald sind Wirklichkeit und Traum nicht mehr zu unterscheiden. Die Bilder, die entstehen, fesseln und versetzen den Leser in einen tranceartigen Zustand, dem er sich kaum entziehen kann. Die Geschichte um Robert ist aufwühlend, berauschend und oft auch schockierend.
463 Seiten, doch beim Lesen vergeht die Zeit wie im Fluge.

Über den Autor: Andreas Gößling ist Jahrgang 1958. Er studierte Literaturwissenschaft, Politologie und Publizistik. Er lebt als Lektor und Autor in München. Er ist Maya–Experte und hat unter Pseudonym viele Bücher über die Kultur der Maya verfasst.

Rezension von Heike Rau

Andreas Gößling
Im Tempel des Regengottes
463 Seiten, gebunden
Eichborn Verlag
ISBN: 3 8218 0878 0

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Blue Girl

Blue Girl

Roanne, Tochter einer Künstlerin, ist gerade mal vierzehn. Doch sie sieht älter aus. „Sie hat die Brüste einer stillenden Mutter und den Hintern eines kleinen Brauereipferdes.“
Als sie und ihre Mutter Opfer einer Wette werden und mit dem gleichen Mann schlafen, haut Roanne von zu Hause ab. Zuerst will sie sich nur eine Auszeit nehmen, verspricht ihrer Mutter, bald wieder nach Hause zu kommen, doch das Abenteuer lockt. Sie will ihren Traum leben und nicht mehr den von ihrer Mutter.
Sie besucht Didi, den schwulen Zwerg, der ihre Cartoons mag, verliebt sich in dessen 42jährigen riesenhaften Bruder Pascal und freundet sich mit der sechzehnjährigen steinreichen und ausgeflippten Alkoholikerin Gilbey an. Sie lebt auf Kosten anderer, ohne sich die geringsten Sorgen zu machen.
Doch wohin ein Leben von einem Tag zum anderen, freie Liebe und Gedankenlosigkeit hinführen, muss sie bald feststellen. Konsequenzen zieht sie jedoch nicht.

Die Geschichte von „Blue Girl“ spielt in den Achtzigern. Roanne steckt noch mitten in der Pubertät, ist außergewöhnlich naiv, leichtgläubig und dabei unerschrocken.
Was zurückbleibt, ist die Frage, ob es sich die Autorin nicht etwas zu einfach gemacht hat. Die Vorstellung vom freien, sorglosen Teenagerleben fernab jeglicher Erziehung und Schulbildung mit Alkohol und Abtreibung als Verhütungsmittel hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, so spannend und faszinierend das Buch auch geschrieben sein mag.

Rezension von Heike Rau

G. Zoë Garnett
Blue Girl
350 Seiten, broschiert
Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN: 3-7466-1896-7

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