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Autor: hera

Kathleen Vereecken: Eine größere Welt

Kathleen Vereecken: Eine größere Welt

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Nachdem das Baby ins Waisenhaus gebracht worden ist, kommt es zur Amme Annette Marcelot. Die Familie lebt in großer Armut. Annette gibt dem Kleinen Milch, aber keine Zuwendung. Die bekommt Leon von Méline, der achtjährigen Tochter Annettes. So wächst Leon heran. Es folgen weitere Findelkinder und auch ein eigenes. Für Leon wird es Zeit zu gehen, er ist nur noch Belastung. Doch Méline will ihren Lieblingsbruder nicht hergeben und kann es verhindern.

Dann verliebt sich Méline in Garvin, den Müller, und erlebt eine Zeit voller Glück, bis ihre Mutter die heimliche Liebe entdeckt und verbietet. Méline geht ins Wasser.

Leon ist überaus traurig. Bei seiner Pflegefamilie hält ihn nichts mehr. Er beschließt nach Paris zu gehen. Nur seinem Lehrer vertraut er sich an. Dem Lehrer, den er durch einen Lausbubenstreich kennengelernt hat und dem es zu verdanken ist, dass er gegen kleine Arbeiten Lesen und Schreiben lernen konnte.
Tatsächlich schlägt der Zehnjährige sich durch, findet Anschluss und Unterkunft in Paris, in der Stadt, in der auch sein berühmter Vater lebt. Leon erfährt, wer er ist, doch kennen lernt er ihn nicht.

Wie man dem Klappentext entnehmen kann, ist Leon der älteste Sohn Jean-Jacques Rousseaus. Die Autorin beschreibt den Werdegang des berühmten Schriftstellers und Philosophen, der von 1712 – 1778 lebte, im Anhang des Buches. Rousseau hatte mit der jungen Näherin und Waschfrau Thérèse Levasseur fünf uneheliche Kinder, die jeweils an ihrem Geburtstag ins Waisenhaus gebracht wurden. Sein 1762 veröffentlichtes Buch „Emile oder über die Erziehung“ steht im krassen Gegensatz dazu.

Die Geschichte um Leon, der sich auf die Suche nach seinen Wurzeln begibt, ist fiktiv, aber sehr überzeugend geschrieben. Die Vergangenheit mit den damaligen Lebensumständen wird lebendig, die Gegensätze zur Erziehung heute deutlich. Dabei ist Erzählung eingebunden in eine Kulisse, die sehr detailreich und lebendig beschrieben wird.
Die Autorin schreibt sehr feinfühlig und denkt sich sehr gut in ihre Hauptfigur Leon hinein. Das verleiht der Geschichte eine ungeheure Tiefe.

Rezension von Heike Rau

Kathleen Vereecken
Eine größere Welt
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
360 Seiten, gebunden
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
ISBN-10: 3827054575
ISBN-13: 978-3827054579
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Hilary Duff: Elixir

Hilary Duff: Elixir

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Ein Jahr ist es jetzt her, dass Cleas Vater während einer Reise für GloboReach verschwand. Nach wie vor gibt es keine Spur von ihm. Clea hat seitdem Albträume. Mit einem Mal fühlen sich diese Albträume allerdings real an. Es ist als würde das, was im Traum passiert, wirklich geschehen. Zum ersten Mal hat Clea eine reale Vision, während einer Europa-Reise, die sie mit ihrer Freundin Reyna unternimmt.

Während dieser Reise hat Clea sehr viel fotografiert. Sie arbeitet, wann immer sie Gelegenheit hat, als Fotojournalistin. Als sie die gemachten Fotos sortiert, fällt ihr ein junger Mann auf einem der Bilder auf. Sie kennt ihn aus diesen Visionen. Clea ist entsetzt, dass er, wie sie feststellt, die ganze Reise über, also von Anfang an und auf den unterschiedlichen Stationen in verschiedenen Ländern, dabei war.

In ihren Träumen nähert sie sich diesem Mann an. Er ist immer derselbe, während sie in unterschiedliche Frauenrollen schlüpft, als würde sie Zeitreisen unternehmen. Und dann, eines Tages, begegnet sie ihm tatsächlich.

Wer ist dieser junge Mann? Wer ist Sage? Und was für eine Rolle wird Clea letztendlich in seinem Leben spielen? Um diese Fragen dreht sich alles. Das macht die Spannung des Buches aus. Es scheint vorbestimmt zu sein, dass Clea sich in ihn verliebt. Und sie tut es ohne wenn und aber. Eine wirklich romantische Stimmung kommt dennoch nicht auf. Es fehlt an Tiefgang und auch die Wortwahl ist nicht immer perfekt.

Die Geschichte dahinter ist ein wenig kompliziert und im Buch auch nicht ganz verständlich dargestellt. Es bleiben viele Fragen offen. Aber das mag daran liegen, dass in diesem ersten Band noch nicht zu viel verraten werden soll. Somit kann man sich kein abschließendes Urteil über diese Geschichte bilden. Aber sie strahlt eine gewisse Faszination aus, die dann doch Lust auf den nächsten Band macht.

Rezension von Heike Rau

Hilary Duff
Elixir
Aus dem Amerikanischen von Eva Hierteis
320 Seiten, gebunden
cbt, München
ISBN-10: 3570161412
ISBN-13: 978-3570161418
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Jodi Moore: Das war ich nicht – das war der Drache!

Jodi Moore: Das war ich nicht – das war der Drache!

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Leon ist mit seinen Eltern und seiner Schwester am Strand. Es ist ein wunderschöner sonniger Tag. Leon baut also eine Sandburg, um sich die Zeit zu vertreiben. Dann kommt ein Drache mitsamt seinem Gepäck und zieht ein. Er macht es sich gemütlich und bewacht die Burg. Niemand wird es wagen, sie zu zerstören. Und für allerlei Kurzweil kann so ein Drache auch sorgen. Schön ist das!

Andererseits muss Leon natürlich aufpassen, dass der Drache nicht zu viel Feuer spuckt. Den Rauch dürfen die Rettungsschwimmer natürlich nicht sehen. Und auch nicht die großen Drachenspuren. Als Leon seiner Familie mitteilt, dass ein Drache in der Sandburg wohnt, glaubt ihm das keiner. Auch als der Drache die belegten Brote frisst, mit seinem feurigen Schnauben die Limonade zum Sprudeln bringt und den Schokoladenkuchen anknabbert, will niemand hören, dass das der Drache war. Niemand glaubt an seine Existenz. Niemand hat so viel Fantasie wie der kleine Leon.

„Das war ich nicht – das war der Drache!“ ist eine sehr schöne Fantasiegeschichte. In der Vorstellung des kleinen Leon wird sie lebendig. Und da können Kinder, die sich langweilen, etwas abgucken. In der Fantasie ist nämlich alles möglich. Nur übertreiben darf man nicht oder vergessen, dass es auch noch eine Wirklichkeit gibt.

Die Zeichnungen sind traumhaft schön. Die Erlebnisse von Leon zu verfolgen, macht Kindern sehr viel Spaß. Es gibt sehr viel zu sehen und Abenteuerliches zu erleben. Was ist realistisch, was ist Fantasie? Das lernen Kinder sicher schnell zu unterscheiden.
Die Figur des Drachen ist sehr gut gelungen. Dieser „unsichtbare“ Freund ist wirklich ein toller Begleiter, hat er doch allerhand Schabernack im Sinn und sorgt so für Unterhaltung. Auch die Ferienstimmung am Strand wurde richtig gut eingefangen. Geschichte und Zeichnungen gefallen ausgesprochen gut.

Rezensionen von Heike Rau

Jodi Moore
Das war ich nicht – das war der Drache!
Illustriert von Howard McWilliam
40 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311885
ISBN-13: 978-3830311881
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C. S. Forester: African Queen

C. S. Forester: African Queen

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Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und das Vordringen der plündernden Truppen bis zur Mission im ostafrikanischen Urwald, muss auch diese aufgegeben werden. Nach dem Tod ihres Bruders Reverend Samuel Swayer steht Rose nun allein da. Mit Charlie Allnutt und seinem Dampfboot, der „African Queen“ bietet sich allerdings eine Möglichkeit wegzukommen.

Nie hat Charlie daran gedacht, sich in den Krieg einzumischen. Doch Rose, die nun weiß, dass sich im Boot hochexplosiver Sprengstoff befindet, schmiedet sofort Pläne. In ihrer Unkenntnis der Möglichkeiten und Gefahren, überzeugt sie Charlie, den Fluss hinunter zum Wittelbacher See zu fahren, um ihn von der Vorherrschaft der Deutschen zu befreien. Und das bedeutet nichts anderes, als die „Königin Luise“ zu torpedieren.

Der Plan ist nicht durchführbar, da ist Charlie sich sicher. Es ist unmöglich den Ulanga-Fluss hinunter durch die Stromschnellen zu kommen, auch wenn es nicht völlig unrealistisch ist, die „African Queen“ zu einem Torpedo umzufunktionieren.
Aber Rose, der es in der Vergangenheit völlig fremd war, einem Mann derart ihren Willen aufzuzwingen, tut genau dies bei Charlie. Und der, froh über die Gesellschaft einer Frau, lässt es zu.

1935 erschien die Originalausgabe, die deutsche Erstausgabe folgte 1985. Verfilmt wurde die Geschichte 1951 mit Humphrey Bogart und Katharine Hepburn.

Es ist ein spannendes Buch. Man wird sofort von dem Abenteuer gefangen genommen, das die Missionarin und der Mechaniker hier auf einem heruntergekommenen Dampfboot erleben. Es sind zwei völlig gegensätzliche Charaktere, die hier zusammenkommen und vom Autor etwas überspitzt dargestellt werden. Rose und Charlie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Autor zeigt diese Gegensätzlichkeit sehr wortreich und durchaus auch mit einem gewissem Humor. Man kann sich als Leser nicht vorstellen, dass beide es zusammen aushalten und auch nicht, dass ihr waghalsiger Plan gelingen können.

Aber die beiden kommen nach und nach zusammen. Auch weil Rose, im wahrsten Sinne des Wortes, das Ruder an sich reißt und Charlie das geschehen lässt. Es muss beiden klar sein, dass ihr Plan nicht aufgehen kann. Die Frage ist nur, was zum Scheitern führen wird. Und da kommt vieles in Betracht.

Es ist der Blick des Autors auf seine Charaktere, der fasziniert. Ganz genau werden die Rose und Charlie beobachtet und man hat als Leser entsprechenden Anteil daran. Der Autor lässt Dialoge zu Wortgefechten werden und spart nicht mit ironischen Untertönen in seinen Einschätzungen der Lage.

Rezension von Heike Rau

C. S. Forester
African Queen
Aus dem Englischen von Doris Kornau
200 Seiten, broschiert
Unionsverlag
ISBN-10: 3293205704
ISBN-13: 978-3293205703
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Amy Plum: Von der Nacht verzaubert

Amy Plum: Von der Nacht verzaubert

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Die Schwestern Georgia und Kate leben nach dem Tod ihrer Eltern bei den Großeltern in Paris. Auf unterschiedliche Weise versuchen die beiden mit ihrem Schmerz fertig zu werden. In einer schlaflosen Nacht gehen die Schwestern zusammen am Ufer der Seine spazieren. Sie beobachten etwas, für das sich auch im Nachhinein keine Erklärung findet. Wer sind diese Jungs, die hierbei eine Rolle spielen. Kate hat sie schon einmal gesehen. In einem Café. An einen von ihnen, muss sie immer wieder denken.

Bald beschäftigt Kate ein weiteres seltsames Vorkommnis. Ohne die Warnung eines Mädchens, wäre sie bei einem Besuch im Café ums Leben gekommen, als eine Verzierung aus der Fassade direkt auf den eben von ihr verlassen Tisch herabstürzt. Erst später wird klar, dass Vincent etwas mit ihrer Rettung zu tun hatte.

Im Musée Picasso sieht Kate Vincent wieder. Über den Vorfall an der Seine will er nicht sprechen. Dennoch lässt sie eine Verabredung zu. Danach geschieht so vieles, was Kate verunsichert und zweifeln lässt. Vincent bleibt ihr rätselhaft und geheimnisvoll. Und so beendet sie schweren Herzens die noch nicht einmal richtig begonnene Liebe. Aus dem Kopf bekommt sie ihn nicht.

Als sie bei Recherchearbeiten für die Schule ein Foto von Vincent in einem Zeitungsartikel entdeckt, ist sie noch viel ratloser. Denn die Abbildung ist vierzig Jahre alt. Doch nach und nach fügt sich alles zu einem Bild und Kate versteht. Vincent ist kein normaler Mensch. Er ist, wie er später selbst sagt, ein Revenant.

Die Liebesgeschichte um Kate und Vincent wird als sehr romantisch beschrieben. Trotz der ganzen anfänglichen Schwierigkeiten, weiß man sofort, dass die beiden zusammengehören. Was die Anziehungskraft zwischen den beiden ausmacht, wird von der Autorin sehr stimmungsvoll beschrieben.

Vincent ist kein Werwolf und auch kein Vampir. Es ist schwierig die Revenants zu beschreiben. Die Autorin hat hier etwas Neues erschaffen. Das ganze Ausmaß wird sicher erst in der Fortsetzung bekannt. Dass die guten Revenants skrupellose Gegenspieler mit bösen Absichten haben, macht die Sache spannend. Hier läuft ein Jahrhunderte alter Kampf, der noch längst nicht beendet ist. So hat das Buch auch düstere und gefährliche Szenen, auch Kampfszenen, aufzuweisen.

Die Charaktere, nun ja, sind ein wenig zu geschliffen. Teilweise wirkt das Verhalten von Kate und Vincent etwas aufgesetzt. Und auf die gängigen Klischees verzichtet die Autorin natürlich auch nicht. Manches ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Dennoch wird man gut unterhalten und hat seinen Spaß beim Lesen.

Rezension von Heike Rau

Amy Plum
Von der Nacht verzaubert
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Brauns
400 Seiten, gebunden
Loewe Verlag
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
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Annabel Karmel: Koch mit! – Schritt für Schritt

Annabel Karmel: Koch mit! – Schritt für Schritt

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Ab einem bestimmten Alter können Kinder gut mit bei der Zubereitung von Mahlzeiten helfen. Dabei etwas über gesunde Ernährung zu lernen, bietet sich an. Außerdem macht es Spaß mit der Familie zu kochen und zu essen.

Mit dem vorliegenden Kochbuch kann ein Anfang gemacht werden. Insgesamt werden 50 Rezepte vorgestellt. Auf den ersten Blick sieht man an kleinen Symbolen, welche Zubereitungsschritte Kinder alleine ausführen können und wo ein Erwachsener helfen sollte oder ganz übernehmen muss. Geeignet ist das Buch, so ist es vom Verlag angegeben, für Kinder ab sechs Jahren. Das ist auch meine Einschätzung.

Unterteilt ist das Kochbuch in verschiedene Rubriken.
Unter „Kleinigkeiten“ findet man eine Tomatensuppe, die Grimassen zieht, ein Omelette mit Füllung, Gemüserohkost mit froschgrünem Dip oder mit Käse gefüllte Reisbällchen.
An „Hauptgerichten“ gibt es unter anderem lustige Kartoffelmäuse, kleine Pita-Pizzas, natürlich Spagetti mit Tomatensoße und auch leckere Fischpäckchen.
In der Rubrik „Fruchtiges“ findet man verschiedene Frucht-Shakes, Fruchtspieße mit Mango-Dip und Fruchteis am Stil.
Im letzen Kapitel gibt es eine Auswahl an „Kuchen und Keksen“, darunter Schmetterlingstörtchen und einen Plätzchen-Zoo.

Die Auswahl an Gerichten gefällt sehr gut. Die Fotos sind in der Aufmachung für Kinder sehr ansprechend. Vieles ist hübsch dekoriert.
In der Zubereitung sind die meisten Gerichte einfach gehalten. Man kann Kinder, auch wenn man für die ganze Familie kocht, gut mit einbinden.

Der Aufsteller ist praktisch. Man findet auf der einen Seite den Namen des Rezeptes, eine kleine motivierende Info für das Kind, die Zutatenliste und ein Foto des fertigen Gerichts. Auf der anderen Seite sieht man dann die Zubereitungsanleitung Schritt für Schritt erklärt. Die Fotos zeigen Kinder bei beim Kochen. Man hat also nicht alles auf einen Blick. Wenn man noch mal nach den Zutaten schauen will, muss der Aufsteller gedreht werden.

Insgesamt gefällt das Kochbuch ausgesprochen gut. Es spricht Kinder und Eltern an und ist gut zu verwenden. Es ist auch nicht zu streng, was gesunde Ernährung betrifft. Kinder mögen nun mal auch gerne Süßes und das wird nicht ausgespart im Buch. Vielmehr ist es das Gesamtkonzept, das überzeugt. Die Rezepte sind abwechslungsreich und auch auf den Geschmack von Kindern abgestimmt. Es gibt genügend Anregungen, mal etwas Neues auszuprobieren.

Rezensionen von Heike Rau

Annabel Karmel
Koch mit! – Schritt für Schritt
96 Seiten, Aufsteller mit Ringbindung
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831020086
ISBN-13: 978-3831020089
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Brigitte Melzer: Die Fluchweberin

Brigitte Melzer: Die Fluchweberin

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Am Rande des Dartmoor Nationalparks liegt das Internat Holbrook Hill. Es erinnert an ein Spukschloss. Raine McDaniels ist jetzt hier Schülerin. Sie hat eine bewegte Vergangenheit. In Holbrook Hill hofft sie ein wenig zur Ruhe kommen zu können. Doch eine Schülerin kann es nicht lassen, Raine immer wieder zu schikanieren. Kim ist eifersüchtig, weil ihr Freund Max zunächst ein Auge auf Raine geworfen hat, bevor er sich für sie entschieden hat. Nach einer erneuten Konfrontation, verliert Raine die Beherrschung und verpasst Kim mit einem Fluch einen Ausschlag ans Kinn. Dabei wollte Raine ihre Fähigkeiten hier nicht nutzen. Es ist viel zu gefährlich verbotene Magie anzuwenden.

Dabei hatte Max nie eine Chance. Raine lässt niemanden an sich ran. Ihre Freunde Mercy, Ty und Lily sind nur Tarnung, damit die Lehrer keinen Verdacht schöpfen. Der neue Schüler Skyler Matthews lässt sich allerdings nicht so einfach abweisen. Dass Raine ihm zugewiesen wurde, um ihm die ersten Wochen an der neuen Schule zu erleichtern, lässt ihn immer wieder ihre Nähe suchen. Und zu ihrem eigenen Erstaunen findet Raine nach und nach Gefallen an ihm.

Max hat seiner misstrauischen Freundin Kim mittlerweile ein Medaillon als Liebesbeweis geschenkt. Als Raine es in die Finger bekommt, kann sie nicht anders. Es ist reiner Selbstschutz. Sie nutzt das Schmuckstück für einen mächtigen Fluch, der bei Kim, die weiterhin keine Ruhe gibt und immer gemeiner wird, zu einer Sinnesänderung führen soll.

Tatsächlich verhält sich Kim danach anders. Freundlich begegnet sie ihren Mitschülern und auch Raine. Doch bald bekommt Raine zu spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Sie hat etwas in Gang gesetzt mit ihrem Fluch.

Raine ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Die Geschichte ist direkt aus ihrer Sicht geschrieben. Man versteht ihr Bedürfnis, sich abseits zu halten und Kontakte zu vermeiden. Die Magiepolizei ist wachsam und hat ihre Augen überall. Niemand darf erfahren, dass sie verbotene magische Fähigkeiten hat. So handelt sie meist sehr überlegt, scheut jedes Risiko. Das macht sie glaubwürdig in ihrer Art zu handeln.

Als Skyler die Szene betritt, werden Raines Pläne durcheinandergewirbelt. Von Anfang an lässt er sie nicht mehr aus den Augen. Seine anhängliche Art wirkt allerdings unpassend. Skyler wird als Figur also etwas merkwürdig dargestellt. Dass das seinen guten Grund hat, erfährt man erst später. Dann erst wird das Buch richtig spannend.

Nach diesen anfänglichen Irritationen, die doch etwas auf den Lesegenuss drücken, nimmt die Geschichte also an Fahrt auf. Was dann im letzten Drittel erst richtig zur Geltung kommt, ist die Stimmung. Man spürt das Finstere, das Bedrohliche. Was die Autorin an Spannung anfangs verpasst hat, kommt nun am Ende des Buches zum Tragen. Da baut die Autorin bildgewaltige Szenen ein, die beeindrucken und die vergessen lassen, dass der Anfang doch ein wenig langweilig war.

Rezension von Heike Rau

Brigitte Melzer
Die Fluchweberin
383 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter
ISBN-10: 3800056623
ISBN-13: 978-3800056620
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Eine Million Menüs – Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren

Eine Million Menüs – Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren

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Klappt man das Buch auf, fällt sofort die besondere Aufmachung der Seiten auf. Man findet hier stabile Klappkarten untereinander aufgereiht. Oben sind die Vorspeisen, in der Mitte die Hauptgerichte und unten die Desserts. Diese Karten lassen sich einzeln beliebig umschlagen, so dass man ein Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert zusammenstellen kann und dieses dann eine ganze Doppelseite mit Bildern auf der rechten und Rezepten auf der linken Seite füllt. Dabei zeigen die Bilder meist einen auf einem Teller angerichteten Ausschnitt des Gerichts. Man sieht also hier gleich, ob ein ausgewähltes Menü optisch gut zusammenpasst.

Beim Kombinieren muss man natürlich ein bisschen aufpassen. Was man beachten sollte, damit die Menüfolge stimmig wird, findet man im Kapitel „Wie man ein Menü plant“. Variationsmöglichkeiten werden hier aufgezeigt.
Mit diesen in acht Unterpunkten gemachten Vorschlägen im Hintergrund, kann man sich dann von den Rezepten inspirieren lassen und eine entsprechende Zusammenstellung heraussuchen. Hilfreich ist dabei, dass die Rezepte auch in unterschiedliche Kategorien unterteilt sind.

Eine Menüzusammenstellung könnte zum Beispiel aus folgenden Gerichten bestehen: Feta-Erbsen-Salat mit Brunnenkresse-Mayonnaise als Vorspeise, Pasta mit Lachs und Rösttomaten als Hauptgericht und Dattelküchlein mit Karamellsauce als Dessert.

Insgesamt gibt es 270 Rezepte, so dass man eine wirklich große Auswahl an Gerichten zur Verfügung hat und sehr viele Menüfolgen nach Lust und Laune zusammenstellen kann. Lieblingsmenüs kann man hinten im Buch in einer Karte eintragen und hat so bewährte Menüfolgen immer wieder zur Hand.

Die einzelnen Gerichte sind alltagstauglich und relativ einfach nachzukochen. Allerdings sind die Rezeptanleitungen wenig ausführlich. Wenn man kochen kann und die üblichen Arbeitsabläufe kennt, sollte man aber gut damit zurechtkommen.

Rezension von Heike Rau

Eine Million Menüs
Jede Menge Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Kombinieren
192 Seiten, Spiralbindung
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831021139
ISBN-13: 978-3831021130
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Bruce Whatley: Nick und das Land der Nasen

Bruce Whatley: Nick und das Land der Nasen

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Nick aus dem Land der Nasen hat eine ganz gewöhnliche Nase. Die anderen haben ganz unterschiedliche Nasen, mit denen sie auch ganz tolle Dinge machen können. Es gibt lange Nasen, kurze, dicke und dünne, verdrehte und auch verstopfte Nasen und sehr bewegliche. Auf einer langen dünnen Nase kann man zum Beispiel die Wäsche zum Trocknen aufhängen. Eine flache und stabile Nase kann man zum Sägen benutzen und mit einer Nase, die weit nach oben zeigt, kommt man auch an Hochgelegenes. Eine in sich verdrehte Nase kann man unter anderem als Musikinstrument nutzen.

Nicks Nase ist zu nichts zu gebrauchen. Sie ist einfach nur da. Dabei kann selbst Nicks Hund mit seiner Nase etwas Besonderes, nämlich Bälle balancieren. Nicks Oma dagegen weiß, wozu die Nase ihres Enkels taugt. Sie meint, dass er eine Nase für Unglück hätte. Was immer das heißt. Nick kann mit der geheimnisvollen Aussage seiner Oma nichts anfangen.

Doch dann eines Tages, als Nick gerade in der Stadt unterwegs ist, beginnt seine Nase zu jucken. Nick riecht Pfeffer. Und dass Pfeffer für Nasen gefährlich ist, weiß jeder. Nick gelingt es, die anderen, die bis eben noch völlig ahnungslos waren, zu warnen. Vielleicht können sich seine Nachbarn ja noch vor dem Pfeffersturm retten!

Das Buch ist witzig. Die Figuren mit ihren unterschiedlichen Nasen anzusehen, dürfte Kindern viel Spaß machen. Die Illustrationen sind sehr fantasievoll und in ihrer Art einzigartig. Die Geschichte dazu gefällt gut und lässt sich leicht vorlesen.

Jeder im Nasenland hat das Talent, mit seiner Nase etwas Besonders zu machen. Nur Nick hat seine besondere Fähigkeit noch nicht erkannt. Und davon erzählt das Buch. Das kann man auch in übertragenem Sinne sehen und mit dem eigenen Kind einmal erörtern, wo es seine Besonderheit sieht oder ob diese vielleicht noch nicht entdeckt ist.

Rezension von Heike Rau

Bruce Whatley
Nick und das Land der Nasen
40 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 383031177X
ISBN-13: 978-3830311775
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Cornelia Schinharl: Vegetarisch gut gekocht! – Das Grundkochbuch

Cornelia Schinharl: Vegetarisch gut gekocht! – Das Grundkochbuch

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Wie man dem Buch entnehmen kann, sind zehn Prozent der Bevölkerung Deutschlands Vegetarier. Die Autorin erwähnt hier aber noch einmal die unterschiedlichen vegetarischen Ernährungsformen, die es gibt.
Aber auch wer einfach nur weniger Fleisch und Fisch essen möchte, kann die vorgestellten Gerichte in seinen Speiseplan einbauen.

Zunächst werden die Grundlagen der vegetarischen Küche aufgezeigt. Erklärt wird kurz, was zu beachten ist, damit eine gute Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen sichergestellt ist. Dazu gibt es Einkaufstipps. Dabei wird herausgestrichen, wie vorteilhaft es ist, regional einzukaufen und auf Bio-Produkte zu achten. Ein Saisonkalender wird zur Verfügung gestellt.

Den Anfang machen „Vorspeisen und Snacks“. Man findet hier unter anderem „Melonen-Carpaccio mit mariniertem Mozzarella“ und „Lauwarmen Chinakohl mit Sesamtofu“.
Es folgen „Salate und Rohkost“, darunter „Blattspinat mit Sprossen und Senf-Vinaigrette“ und „Linsensalat mit Ofentomaten und Datteln“.
Eine weitere Rubrik bilden „Suppen und Eintöpfe“. Hier kann man beispielsweise unter „Thai-Suppe mit Kokosmilch und Gemüse“ oder „Kartoffelgulasch mit Pilzen“ wählen.
Von Interesse sind natürlich auch die „Hauptgerichte für jeden Tag“, darunter „Tofubällchen mit Apfel-Gurken-Gemüse“ und „Getreidebratlinge mit Gemüsewürfeln“. Auch an Festtage wurde gedacht. Dann könnten „Zwiebel-Frittata mit getrockneten Tomaten“ oder „Spitzkohlrouladen mit Maronen und Orangensauce“ auf den Tisch kommen.
Unter „Süßes für jeden Tag“ findet man „Milchreis mit exotischen Früchten“ und Kokosmousse mit Sirup-Orangen“.

Man sieht es auf den ersten Blick! Was man hier an Rezepten hat, geht weit über ein Grundkochbuch mit Alltagsgerichten hinaus. Viele Rezepte sind ausgesprochen kreativ in der Zusammenstellung der Zutaten, bzw. haben eine raffinierte oder auch exotische Note. Das steht ein bisschen im Widerspruch zur bevorzugten regionalen Küche. Es ist auch eher selten eine schnelle Küche. Für viele Rezepte braucht man Zeit und auch etwas Erfahrung im Kochen. Dafür kann man dann aber auch Besonderes genießen.

Es gibt eine kurze Einführung in die vegetarische Ernährung und auch einige Themen-Seiten, aber eine spezielle Warenkunde zu verschiedenen Zutaten hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe vermisst man. Unter den Rezepten angegeben sind Nährwerte in kcal pro Portion. Vegane Gerichte erkennt man auf einen Blick an einem kleinen Symbol.

Besonders interessant dürfte das Buch für Vegetarier sein, die neue und frische Rezepte suchen, die sich inspirieren lassen wollen. Zutaten werden hier teilweise sehr interessant kombiniert. Gewürze und Kräuter spielen eine große Rolle.

Sehr ansprechend ist die Gestaltung des Buches. Die Fotos von Alexander Walter und seinem Team sind wie immer brillant.

Rezension von Heike Rau

Cornelia Schinharl
Vegetarisch gut gekocht! – Das Grundkochbuch
Fotos von Alexander Walter
224 Seiten, broschiert
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440132366
ISBN-13: 978-3440132364
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