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Autor: hera

Amanda Grant: Erdbeerglück für Möhrenzwerge

Amanda Grant: Erdbeerglück für Möhrenzwerge

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Mit Kindern zu gärtnern, macht sehr viel Spaß. Anleitung dazu gibt das vorliegende Buch. Kinder werden hier direkt angesprochen. Es ist dann ganz einfach mit dem Kind zu planen, was angebaut werden soll. Man braucht dazu nicht unbedingt einen Garten. Vieles kann in großen Töpfen oder Balkonkästen angepflanzt werden. Selbst wer so gut wie keinen Platz hat, kann etwas auf das Fensterbrett stellen.
Von der Aussaat bis zur Ernte wird der kleine Gärtner begleitet. Aber auch, und das ist das Besondere im Buch, darüber hinaus. Die Ernte wird verarbeitet und hierzu gibt es Anleitung und Rezepte im Buch, die auch Kinder mit etwas Hilfe umsetzen können.

Zunächst werden die Grundlagen des Gärtnerns vermittelt und Küchengrundlagen erklärt. Was man anbauen kann, ist nach Kapiteln gegliedert: „Kräuter und Blattgemüse“, „Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln“, „Zucchini und Tomaten“, Erbsen und Bohnen“ und „Erdbeeren und Himbeeren“.

Ein Kapitel sehen wir uns näher an. „Kräuter und Blattgemüse“. Hier ist alles möglich. Der Anbau in kleinen Beeten, in Blumentöpfen auf der Terrasse oder dem Balkon und auch auf dem Fensterbrett. Es wird erklärt, wie man kleine Kräuterpflänzchen in Töpfe oder das Beet setzt, wie man Salat aussät und Radieschen. Die Pflege ist recht einfach. Auf was mach achten muss, wird genau beschrieben. Es ist aufregend, die Pflanzen wachsen zu sehen bis man dann ernten kann. Woran man erkennt, dass es soweit ist, wird aufgezeigt. Es gibt einige sehr einfache Vorschläge zur Verarbeitung wie die „Kräutereiswürfel“ oder „Radieschen mit Frischkäse“, aber auch ganze Mahlzeiten. Dazu gehören „Großer Gartensalat mit Croutons“, „Grüner Reis“ oder „ Nudeln mit Spinatsahnnesoße“

Das Buch ist inhaltlich sehr einfach gehalten. Auch Eltern, die sich bisher nicht um einen Garten gekümmert haben, und keine Ahnung vom Säen und Pflanzen haben, können mit ihren Kindern zum Hobbygärtner werden. Man wird mit dem Buch praktisch durch das ganze Gartenjahr begleitet, wobei verschiedene Altersgruppen angesprochen werden, vom Kindergartenkind bis hin zum Grundschüler. Die Bilder sind sehr motivierend, gerade auch für Kinder, die man hier bei vielfältigen Aktionen im Garten und in der Küche sieht. Der Text ist sehr kindgerecht gestaltet und vor allem auch sehr motivierend für die Kleinen. Kinder können eine Menge lernen und Erfahrungen sammeln.
Das Thema wurde hier wirklich sehr gut umgesetzt.

Rezension von Heike Rau

Amanda Grant
Erdbeerglück für Möhrenzwerge
Gärtnern und Kochen mit Kindern
Fotos von Tara Fisher
128 Seiten, Klappenbroschur
Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799535705
ISBN-13: 978-3799535700
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Tessa Gratton: Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut

Tessa Gratton: Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut

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Nach dem schrecklichen Tod ihrer Eltern bekommt Silla ein Buch zugeschickt. Der Absender, er nennt sich der Diakon, schreibt seltsame Dinge über ihren Vater, die Silla nicht glauben kann. Ein Magier und Heiler soll er gewesen sein. Das Buch gehörte ihrem Vater und enthält Zaubersprüche. Sillas Neugier ist geweckt. Auf dem Friedhof probiert sie einen Zauber aus, der sich „Erneuerung“ nennt. Dass sie dazu ihr Blut braucht, schreckt sie nicht ab. Und so erweckt sie ein welkes Blatt zu neuem Leben.

Doch Silla ist nicht allein auf dem Friedhof. Nicholas, der mit seinem Vater und dessen junger Frau in das alte Haus des Großvaters, ganz in der Nähe des Friedhofs gezogen ist, hat gesehen, was geschehen ist. Es weckt Kindheitserinnerungen in ihm. Er kennt den Zauber. Seine Mutter hat es ihm beigebracht. Was er damals für ein Spiel gehalten hat, ist keins.

Sillas Bruder Reece glaubt nicht an Zauberei. Doch als Silla vor seinen Augen ein totes Tier zum Leben erweckt, muss er einsehen, dass es Magie gibt. Blutmagie. Zu der auch er fähig ist. Der Gedanke, auch die Eltern wieder zum Leben zu erwecken, ist verlockend, aber eben auch sehr gefährlich. Denn Silla glaubt, dass ihre Eltern ermordet worden sind. Das heißt aber auch, dass es einen Mörder geben muss.

Die Geschichte ist äußerst spannend. Durch den sehr einfühlsamen und poetischen Schreibstil der Autorin, wird man sofort in das Geschehen hineingezogen. Man sollte Abstand wahren, das merkt man sofort. Nur kann man es nicht, so gefährlich auch ist, was hier geschieht.
Das Buch zu lesen, ist aufregend. Es ist aber auch verstörend. Weil die Autorin die Geschichte um die Blutmagie so wahrhaft erscheinen lässt. Man kann sich perfekt in das Geschehen hineinversetzen.

Die Handlung ist gut aufgebaut. Die düstere Atmosphäre in ihrer Wirkung unglaublich. Man braucht gute Nerven. (Zartbesaitete muss man sogar vor dem Buch warnen!) Denn die Seiten des Buches scheinen mit Blut getränkt. Denn Blut ist es, das den Zauber, neben anderen Utensilien, erst wirken lässt.

Die Sichtweisen von Silla und Nicholas sind parallel dargestellt. Dazwischen findet man Briefe von Sillas Vater, die in seiner Handschrift verfasst und sehr schwer zu entziffern sind. Auch das ist so ein Punkt, der am Buch tiefer teilhalben lässt. Man muss innehalten und sich bemühen, die Buchstaben zu entziffern.

Dann gibt es noch Tagebucheinträge einer Frau aus längst vergangener Zeit, die zunächst nur interessant, dann aber immer unheimlicher werden, bis man schließlich das Ausmaß des Inhaltes erfasst und die Folgen für die Gegenwart.

Es ist die perfekte Illusion. Sich auch nur vorzustellen, was die Autorin hier vorgibt, sorgt für Gänsehaut. Und dieses durchweg gruselige Gefühl verbindet sich mit der Beschreibung der überaus romantischen, schmerzvollen Liebe zwischen Silla und Nicholas. Ein wirklich mitreißender Roman!

Rezension von Heike Rau

Tessa Gratton
Blood Magic
Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner
448 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570152863
ISBN-13: 978-3570152867
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Ilkka Remes: Ein Schlag ins Herz

Ilkka Remes: Ein Schlag ins Herz


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Beate ist tot. Patrik Vasamas Hass auf die belgische Ärztin Dr. Sandrine Denaux, die entschieden hat, zuerst einem anderen Patienten zu helfen, ist ungebrochen. Dennoch darf Beates Arbeit nicht unvollendet bleiben.

Die MS Sigyn transportiert derzeit radioaktiven Atommüll von Ringhals nach Oskarshamn zum Endlager. Der Frachter soll für kurze Zeit von „Live Baltic“ unter Führung von Dominik Gladbach unter Kontrolle gebracht werden. Der Plan ist verrückt. Aber es ist eben auch sehr medienwirksam, wenn auf diesem Schiff etwas passiert, das weiß Patrik, der Geologe und Spezialist für die Endlagerung von Atommüll ist und auf die mit der Nutzung der Kernenergie verbundenen Risiken aufmerksam machen will. Das Schiff zu besetzen, darüber soll auch Beate nachgedacht haben, auch wenn sie Patrik davon nichts erzählt hat.

Der Plan wird auf sehr spektakuläre Art und Weise in die Tat umgesetzt. Patrik ist schockiert, als sich die Umweltaktivisten vor seinen Augen in Terroristen verwandeln. Mit Waffengewalt versuchen sie sich durchzusetzen, wo es doch nur darum ging, ein Transparent anzubringen.
Patrik Vasama erkennt, dass er eigentlich nicht weiß, mit wem er es zu tun, und welche Rolle Beate gespielt hat. Doch jetzt kann er nicht mehr zurück.

Die Lage nimmt an Brisanz noch zu, als eine Gruppe von Geiseln an Bord gebracht wird. Alles Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz. Unter den Entführern ist Dr. Sandrine Denaux. Offenbar arbeitet sie mit Herman McQuinn zusammen. Doch auch Sandrine hatte nur an eine spektakuläre Demonstration gedacht, um auf die Not in den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Von einer Entführung war nie die Rede gewesen.

„Ein Schlag ins Herz“ ist einer von diesen Romanen, die einen von der ersten Seite an gefangen nehmen und nicht wieder loslassen. Das Thema ist äußerst brisant und hochaktuell. Der Triller ist recht kompliziert aufgebaut, dennoch aber gut zu lesen. Spektakuläre Wendungen sorgen für Aufmerksamkeit beim Leser. Spannungsmäßig ist das kaum zu übertreffen.

Man wird mit einer Vielzahl von Figuren bekannt gemacht. Aber da man sich an Patrik Vasama und Dr. Sandrine Denaux halten kann, verliert man auch hier nicht den Überblick.

Die Handlung ist knallhart und fast schon berauschend. Immer muss man fürchten, dass alles schief geht. Die Terroristen sind nicht zu stoppen, russische und amerikanische Geheimdienste verfolgen jeweils eigene Ziele und die Behörden sind teilweise machtlos. Vasama und Denaux geraten ordentlich zwischen alle Fronten und haben eigentlich keine Chance. Hinter die Wahrheit zu kommen, ist nicht einfach. Alles läuft auf ein extrem spannungsgeladenes Ende hinaus und das wird vom Autor auch geliefert. Ein wirklich gelungener Politthriller!

Rezension von Heike Rau

Ilkka Remes
Ein Schlag ins Herz
Aus dem Finnischen von Stefan Moster
Thriller
464 Seiten, Klappenbroschur
Dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 342324853X
ISBN-13: 978-3423248532
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Meine ersten Kinderreime

Meine ersten Kinderreime

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Zu den kleinen Ritualen im Alltag eines Kindes gehören auch Kinderreime. Zum Aufwachen, zum Einschlafen, als Trost, zur Ermunterung, zum Essen, als Beschäftigung, um Langeweile zu vertreiben oder auch einfach nur zum Spaß werden diese Reime aufgesagt.

Viele dieser Kinderreime werden von Generation zu Generation weitergetragen. Manche werden gesungen, wie zum Beispiel „Hoppe, hoppe, Reiter!“, „Schlaf, Kindlein, schlaf!“ oder „Häschen, hüpf!“. Die meisten Reime werden einfach betont aufgesagt. Mit den Fingern oder mit bestimmten Bewegungen werden die Reime den Kindern veranschaulicht. Bekannt sind „Das ist der Daumen“, „Komm in meine Arme!“ oder „Da kommt die Maus!“
Diesen alten Reimen aus dem Volksgut stehen neue Kinderreime von Cornelia Nitsch gegenüber.

Die Sammlung gefällt gut, weil Reime zu ganz unterschiedlichen Themen aufgeführt sind. Schon das Inhaltsverzeichnis ist sehr schön angelegt. Man findet hier keine Seitenzahlen, sondern kleine Zeichnungen neben dem Seitentitel. Kinder werden sich sehr schnell merken, welches kleine bunte Bildchen zu welchem Reim gehört. Man findet diese nämlich ähnlich in den Illustrationen wieder. Man kann, wenn man möchte ein Suchspiel daraus machen.

Zu vielen Kinderreimen gibt es eine kleine Anleitung. Gerade wer manche Reime nicht kennt, erfährt wie Bewegungsabläufe den Reim lebendig werden lassen. Zu den Liedtexten gibt es aber leider keine Noten. Allerdings sind diese auch sehr bekannt.

Die Kinderreime sind aufwändig und detailreich illustriert. Sehr farbenfroh und heiter sind die großformatigen Seiten gestaltet. Es gibt viel zu sehen und entdecken. Das Buch ist zudem sehr stabil. Die dicken Seiten lassen sich auch sehr schön von Kinderhänden umblättern.

Die Beschäftigung mit dem Buch, den Liedern, Reimen und Fingerspielen, sollte also Eltern, Großeltern, Kindern und Enkelkindern viel Spaß machen.

Rezension von Heike Rau

Meine ersten Kinderreime
Eine Sammlung bekannter Kinderreime
aus dem Volksgut und
neue Kinderreime von Cornelia Nitsch
Illustrationen von Susanne Szesny
36 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473324671
ISBN-13: 978-3473324675
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Francine Marie David: Bei den Grabräubern

Francine Marie David: Bei den Grabräubern

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Sie reist nach Ägypten. Träumt davon, den für Touristen geschlossenen Tempel von Amenophis III, den „Sonnenkönig vom Nil“ zu sehen. Das Hotel Marsam liegt hinter dem Totentempel. Hier nimmt sie ein Zimmer. Als ihr später vom Hotelbesitzer Taya vorgestellt wird, ist sie von ihm sofort fasziniert. Er, Taya, macht das Unmögliche möglich und begleitet sie in den Tempel. Für den Abend lädt er Francine in ein Restaurant am Nil ein. Als er erfährt, dass sie unverheiratet ist, macht er ihr einen etwas ungewöhnlichen Heiratsantrag. Er sagt einfach „Ich heirate dich.“ Und sie widerspricht nicht. Sie spürt, dass sie an diesem Mann nicht vorbei kommt.

Wie es Brauch in Ägypten ist, erhält Francine einen neuen Vornamen: Jasmin. Die Hochzeit geht in einem Anwaltsbüro über die Bühne. Hier wird der Vertrag aufgesetzt, der Voraussetzung für die Heiratsurkunde ist. Das Fest findet im Kreise von Tayas männlichen Verwandten statt. Die Schweizer Fotografin hat nun ein Zuhause in Ägypten, am Westufer von Luxor, ganz nah am Tal der Könige.

Als sie erfährt, dass Scheich Hussein Abd el-Rassul der Großvater Tayas ist, ist sie über alle Maßen überrascht. Der Großvater und auch der Vater Tayas, der damals noch ein Kind war, waren dabei als der britische Archäologe Howard Carter 1922 im Tal der Könige Tutanchamuns Grab fand. Taya musste also der letzte direkte Nachkomme der berühmt-berüchtigten Grabräuberfamilie sein.

Wer eine romantische Liebegeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Die Autorin hält sich hier sehr bedeckt. Man liest nichts Persönliches über die Beziehung. Man erfährt nicht, was die Anziehungskraft zwischen den beiden ausmachte.

Vielmehr geht es der Autorin darum, der Geschichte der Vorfahren Tayas nachzuspüren und den Mythen und Legenden um die berüchtigten Grabräuber von Ägypten, die Wahrheit zu entlocken. Was könnte es Spannenderes geben? Francine Marie David rollt die Geschichte neu auf. Als Familienmitglied sitzt sie direkt an der Quelle, erhält Informationen die spektakulär sind.
So ist ein überaus faszinierendes Buch entstanden. Die Begeisterung der Autorin überträgt sich auf den Leser.

Rezension von Heike Rau

Francine Marie David
Bei den Grabräubern
Meine Zeit im Tal der Könige
240 Seiten, gebunden
Unionsverlag, Zürich
ISBN-10: 3293004261
ISBN-13: 978-3293004269
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Frank Both und Mamoun Fansa: Faszination Moorleichen

Frank Both und Mamoun Fansa: Faszination Moorleichen

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Die Moorleichen im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg haben viele ihrer Geheimnisse preisgegeben. Seit ihrem Fund wurden sie mehrmals untersucht. Neue Untersuchungsmethoden brachten weitere Erkenntnisse. Im Buch kann man alles über die Moorfunde nachlesen. Alles, was diese so interessant macht, findet man ausführlich dokumentiert. Ältere Forschungsarbeiten werden mit neuen Erkenntnissen ergänzt. Manche bereits getroffene Feststellung musste nach neuen Untersuchungen korrigiert werden. Spannende Geschichten sind so entstanden.

Immer wurden die Moorleichen durch Zufall gefunden. Aus archäologischer Sicht lief das weitere Vorgehen nicht immer optimal ab. Oftmals wurden die Moorleichen bei der Bergung beschädigt, was natürlich die Forschungsarbeiten erschwerte. Ziel war es möglichst viel über die Person und das Lebensumfeld herauszufinden. Aussagen zu Geschlecht, Alter, Gesundheits- und Ernährungszustand und früheren Krankheiten wurden gemacht. Wichtig war es, die Todesursache herauszufinden. Vieles konnte man in Erfahrung bringen und konkrete Aussagen machen. Alle Erkenntnisse werden im Zusammenhang interpretiert. Manches aber bleibt Spekulation oder ist mehrdeutig. Einige Geheimnisse bewahren die Moorleichen also noch immer.

Entstanden ist das Buch anlässlich des Jubiläumsjahres „175 Jahre Landesmuseum Natur und Mensch“. Es ist ein ausgesprochen faszinierendes Buch. Die Textbeiträge sind sehr verständlich geschrieben. Es gibt Karten, so dass man die Fundorte der im Buch beschriebenen Moorleichen nachvollziehen kann. Bildmaterial, insbesondere historisches, ist reichlich und in guter Qualität vorhanden. Bekanntes und Überliefertes wird präsentiert und mit neuen, teils spektakulären Untersuchungsergebnissen abgeglichen. Ein spannender und detailreicher Blick in unsere Vergangenheit wird so möglich gemacht. Das ist sehr spannend zu lesen. Teilweise liest sich die Dokumentation wie ein Krimi.

Rezension von Heike Rau

Frank Both und Mamoun Fansa
Faszination Moorleichen
220 Jahre Moorarchäologie
120 Seiten, 80 Farbabbildungen, Flexicover
Verlag Philipp von Zabern
ISBN-10: 3805343604
ISBN-13: 978-3805343602
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Annette John: Deadline 24 – MIT GEWINNSPIEL

Annette John: Deadline 24 – MIT GEWINNSPIEL


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Die Familien leben auf Farmen die mit großen Kuppeldächern überspannt sind. Nur so ist ein Schutz vor den Hybriden möglich, die tagsüber ihr Unwesen treiben. Auf so einer Farm lebt auch Sally mit ihrer Mutter, dem Großvater und ihrem Bruder Paul. Auch Vigo hat hier ein Zuhause gefunden. Er ist der einzige Überlebende einer Karawane, die draußen im Ödland den Tod gefunden hat. Nun ist schon lange niemand vorbeigekommen.

Mit „Deadline 24“ kündigt Sallys Mutter ihre Visionen an. Sie berichtet vom Windmann, der verspricht, dass alles gut werden wird und einem Flugdings, das kommen wird. Doch davon, dass die Lage der Haydens sich verbessert, kann keine Rede sein. Vigo hat bei den Wartungsarbeiten am Kuppelgitter nicht sorgfältig genug gearbeitet und dann heimlich versucht, den Fehler auszubügeln. Sally findet den abgestürzten Schweber. Kurz darauf bemerkt sie, dass ein Hybrid eingedrungen ist und erkennt, dass Vigo für seine Nachlässigkeit mit dem Tod bezahlen muss. Sally will den Hybrid unschädlich machen. Aber er ist nicht allein.

Ein unglaublicher Wolkenbruch rettet die Farm. Ausgelöst hat diesen die Besatzung eines Fluggerätes. Es ähnelt einem Helikopter, ist aber ein lebendes Wesen. Caleb, Jarvies, Jessup, Sausalito und Josie sind damit gekommen.
Obwohl niemand der Haydens die Farm verlassen darf, fliegt Paul mit den jungen Leuten hinüber zu den Terlebens, wo seine Freundin Monnia, die er so lange nicht gesehen hat, auf einer weiteren Kuppelfarm lebt.

In dieser Nacht kommen Fremde auf die Farm. Der skrupellose Lord Pedro und sein Gefolge sind auf der Suche nach dem Helikopter. Die Lage ist gefährlich, besonders auch für Paul und die anderen, die in einen Hinterhalt gelockt werden sollen. Bei Nacht, wenn die Hybride nicht unterwegs sind, will Sally mit einem Schweber fliehen, um ihre neuen Freunde warnen, die sich mittlerweile auf der Attala-Farm befinden und nicht wissen, dass der Lord mit seinem Gefolge nun dorthin aufbricht. Monnia, die von Lord Pedro entführt wurde, begleitet Sally. Doch als Sally beschließt, sich der Karawane des Lords zu nähern, um noch andere Entführte zu befreien, gefährdet sie das ganze Unternehmen.

Die Zukunft, in der die Handlung spielt, ist sehr düster gezeichnet. Man kann nur mutmaßen, wie die Menschheit in diese Lage gekommen ist. Die Situation wird immer angespannter. Immer härter werden die Überlebensbedingungen. Das halbwegs normale Leben ist im Wandel begriffen. Wobei hier insbesondere Sally und Paul auf Veränderung drängen. Als der Helikopter kommt, ist die Zeit reif. Das kann man gut nachvollziehen.

Das Buch ist hochspannend. Der Titel „Deadline 24“ ist der rote Faden, der durch das Buch führt. Bestimmt die Handlung, spielt eine entscheidende Rolle, doch die Bedeutung ist unklar. Es ist ein Rätsel, das gelöst werden muss. Man hat als Leser bestimmte Vorstellungen, was dahinter stecken könnte. Doch die Geschichte entwickelt sich überraschend anders. Bis an diesen Wendepunkt ist das Buch überaus unterhaltsam, danach ist es atemberaubend packend. Und man versteht. Die Autorin hat eine interessante Botschaft in ihre Geschichte gepackt, die sehr zum Nachdenken anregt. Diese Botschaft ist perfekt verkleidet. Wirklich spannende, gut ausgedachte Szenen verkörpern diese. Getragen von gut ausgearbeiteten Figuren mit Sally als Protagonistin. Dazu kommt, dass die Geschichte sehr lebendig und leicht lesbar erzählt wird.

Rezension von Heike Rau

Annette John
Deadline 24
374 Seiten, gebunden
Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407810814
ISBN-13: 978-3407810816
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Gewinnspiel:

Das Buch ist eine klare Empfehlung wert! Deshalb verlosen wir drei Exemplare, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verlag Beltz & Gelberg.

Wer mitspielen möchte, sollte einen kurzen Kommentar unter die Rezension schreiben und uns erzählen, was er so faszinierend an Geschichten dieser Art findet.

Teilnahmeschluss ist der 20.07.11. Die Gewinner werden ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Viel Spaß!

Kate Falls: Das Leuchten

Kate Falls: Das Leuchten

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Der Meeresspiegel ist nach einer Umweltkatastrophe bedenklich gestiegen. Weil es auf der Erde eng geworden ist, haben die Menschen begonnen, sich die Tiefsee als neuen Lebensraum zu erschließen. Der mittlerweile fünfzehnjährige Ty ist das erste Kind, das hier geboren wurde. Doch die Siedlerfamilien werden bedroht. Gesetzlose treiben hier unten ihr Unwesen.

Gemma ist ein Mädchen von oben. Sie ist in einem Heim aufgewachsen. Doch ihr mittlerweile erwachsener Bruder könnte die Vormundschaft für sie übernehmen. Dazu müsste sie ihn aber erst einmal finden. Ty rettet Gemma aus einer gefährlichen Situation, die mit den Gesetzlosen zusammenhängt. Er nimmt das Mädchen mit hinunter in die Unterwassersiedlung, um ihr bei der Suche zu helfen.

In Sachen Seablite-Gang können die Siedler keine Hilfe von der Regierung erwarten. Vielmehr sollen sie selbst die Gesetzlosen hinter Schloss und Riegel bringen. Sonst würde das Unterwasser-Projekt gestoppt und weitere Hilfe, auch für neue Siedlungen, abgelehnt werden.

Als die Nachbarfarm angegriffen wird, zeigt sich, wie gefährdet die Siedler sind. Die Energieversorgung wird von den Gesetzlosen unterbrochen. Die Farm der Nachbarn wird so innerhalb einer Viertelstunde zerstört sein.
Als Ty nach der Stromversorgung sehen will, begegnet er Shade, dem Anführer der Seablite-Gang. Ty verfolgt ihn. Doch dann wird er selbst zum Gejagten.

Es ist eine düstere Zukunftsvision. Ab nicht unrealistisch. Die Menschen versuchen sich weitere Lebensräume zu erschließen. Und so entstehen Siedlungen auf dem Meeresboden. Es ist eine sehr spannende Vorstellung, die die Autorin hier präsentiert. Nur leider geht es nicht friedlich zu. Die Lebensumstände der „Topsider“ und der Siedler unterscheiden sich zu sehr. Man begegnet sich nicht gerade freundschaftlich. Es heißt sogar, die Kinder der Siedler hätten eine dunkle Gabe.

Und so werden die Siedler mit der Aufgabe, die Seablite-Gang festzusetzen, allein gelassen. Doch der 15-jährige Ty, der seine Zukunft ebenfalls in der Siedlung sieht, will sich nicht geschlagen geben. Er ist mutig und er hat ein Geheimnis, das einen unschätzbaren Vorteil ausmacht.
Mit großer Spannung verfolgt man, wie er vorgeht. Er scheut keine Gefahr. Demensprechend nervenauftreibend sind viele Szenen.

Dazu kommt die wirklich gelungene Beschreibung der Unterwasserwelt. Die Autorin ist hier sehr ausführlich. Das gefällt gut.
Die abenteuerliche und mitreißende Handlung ist perfekt ausgedacht. Nach und nach werden Zusammenhänge deutlich, mit denen man vorab nie gerechnet hätte. Die Rolle Gemmas ist so ein Punkt. Sie ist aber nicht die einzige Person, die für Überraschungen gut ist. Vielmehr soll hier aber nicht verraten werden.

Rezension von Heike Rau

Kate Falls
Das Leuchten
Aus dem Amerikanischen von Petra-Koob-Pawis
319 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473400696
ISBN-13: 978-3-473-40069-0
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Jussi Adler-Olsen: Erlösung

Jussi Adler-Olsen: Erlösung

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Carl Mørck bekommt von seinem Chef Marcus Jacob eine Flaschenpost in Scherben und deren Inhalt überreicht. Die damals noch intakte Flasche wurde bereits 2002 vor der Küste Schottlands gefunden, war dann aber durch bestimmte Umstände in Vergessenheit geraten. Der Zettel darin ist zum größten Teil unleserlich. Aber es scheint ein Hilferuf zu sein. Carl ist davon allerdings nicht überzeugt. Möglicherweise handelt es sich hier um einen Streich. Obwohl andere Fälle warten, beginnt er mit seinen Assistenten Assad und Rose den Brief zu entziffern.

Kollege Tomas Laursen, ehemaliger Polizeitechniker, gibt entscheidende Hinweise. Er findet einen Holzsplitter und eine Fischschuppe. Er kann außerdem einschätzen unter welchen Bedingungen der Brief geschrieben wurde. Er glaubt nicht, dass sich damit jemand einen Spaß erlaubt hat. Auch findet er nach seiner Analyse noch weitere Buchstaben. Demnach stammt die Flaschenpost aus dem Jahr 1996.

Carl muss die Sache also ernst nehmen. Es geht nur langsam voran. Andere Arbeiten müssen erledigt werden. Die Arbeitsbedingungen unten im Keller des Bürogebäudes sind alles andere als ideal zumal man hier eine Asbestbelastung festgestellt hat. Dann kommt Rose nicht mehr zur Arbeit und schickt stattdessen ihre Schwester. Außerdem hat Carl an einem alten Fall zu knabbern. Mit seinen Nerven steht es nicht zum Besten. Von seinem Privatleben ganz zu schweigen.
Und doch kommt das Team Schritt für Schritt weiter. Bis ein Hinweis die ganze Sachlage ändert.

Man weiß als Leser von Anfang an, was Sache ist, auch wenn man die Lage in der Gesamtheit sicher nicht einschätzen kann. Während Carl noch in aller Gemütlichkeit vor sich hinarbeitet, weiß man aber, dass Eile geboten ist. Es geht um einen Serienkiller, der Kinder entführt, um Lösegeld zu erpressen, der skrupellos tötet, um die Familien zum Schweigen zu bringen. Die ganzen Jahre über, die keiner sich der Flaschenpost angenommen hat.

Es ist ein sehr tragischer Fall, den Carl Mørck hier mit seinem Assistenten Assad nachgehen muss. Das kratzt ordentlich an den Nerven. Aber nicht so extrem schockierend wie in „Erlösung“, dem 2. Fall für Carl Mørck.
Etwas ruhigere Szenen, manchmal sind diese sogar witzig, sorgen dafür, dass man auch zwischendurch einmal aufatmen kann.

Die Handlung ist eingebettet in die übliche Polizeiarbeit. Man hört also auch noch von anderen, ebenfalls sehr spannenden Fällen.
Die Charaktere im Buch bleiben weiter rätselhaft. Assad offenbart interessante Fähigkeiten, die ihn noch undurchschaubarer machen. Rose, die durch ihre Schwester ersetzt wird, spielt eine äußerst merkwürdige Rolle und kommt damit auch noch durch. Und Carl scheint irgendwie auch noch ein paar Leichen im Keller zu haben.

Trotz aller scheinbaren Unvollkommenheit, oder gerade deshalb, kommt dieses Team von Sonderdezernat Q einem kaltblütigen und raffinierten Täter auf die Spur. Aber es wird ein Spiel auf Leben oder Tod.

Rezension von Heike Rau

Jussi Adler-Olsen
Erlösung
Der dritte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q
Thriller
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
592 Seiten, Klappenbroschur
Dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423248521
ISBN-13: 978-3423248525
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Katja Henkel: Rosa Rabenstein – Eine neue Nachricht

Katja Henkel: Rosa Rabenstein – Eine neue Nachricht

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Das Ferienhaus auf Island gleicht eher einer Hütte. Das meint jedenfalls Rosa. Nicht mal einen Fernseher gibt es hier. Und ihr Handy darf Rosa auch nicht benutzen. Dabei hat sie Bruno eine SMS geschrieben und wartet auf Antwort. Bruno ist Schauspieler. Rosa hatte in seinem Film eine klitzekleine Nebenrolle. Ein halbes Jahr ist inzwischen vergangen und nun würde Rosa gerne wieder etwas von Bruno hören und nicht nur von ihm träumen. Leider hat Stefan das Handy einkassiert, so dass Rosa nun gar nicht weiß, ob sie schon Antwort hat. Stefan ist nicht Rosas richtiger Vater, aber seit er mit Rosas Mutter zusammen ist, hat er die Vaterrolle übernommen. Zur Familie gehört auch noch Rosas kleiner Bruder Heinrich, den sie aber gerne Heini nennt, weil das jeden ärgert.

Für Abwechslung soll ein Ausflug ins Geistermuseum sorgen. Hier gibt es auch eine Elfenabteilung. Stefan erzählt so wunderbar gruselige Geschichten, dass man fast glauben könnte, Elfen gäbe es tatsächlich. Zumindest wäre die Vorstellung schön. Dann könnte auch der Wunsch, den Rosa am Elfenwunschstein hinterlässt, in Erfüllung gehen. Wenn sie nur an ihr Handy käme und nachsehen könnte, ob bereits eine SMS eingetroffen ist!

Weil Rosa im Museum ein für Besucher verbotenes Territorium betritt, lernt sie Cosma kennen. Sie ist eine echte Elfe und hat es verpasst, sich zur rechten Zeit unsichtbar zu machen. Beide stellen nach einem Streitgespräch fest, dass sie gerne in die Rolle des anderen schlüpfen würden. Dass Cosma dies, auch wenn sie eine Elfe ist, wirklich bewerkstelligen kann, hätte Rosa nie gedacht. Doch der Wunsch nach einem Rollentausch wird prompt erfüllt.

Eigentlich geht es Rosa in ihrer Familie ganz gut. Aber wie das so ist, weiß sie es nicht so ganz zu schätzen. Es gibt immer was, was ihr nicht passt. So ist auch der Urlaub gar nicht nach ihrem Geschmack. Ohne Fernseher, Computer und Handy ist es Rosa zu langweilig, auch weil sie keine Lust auf Unternehmungen mit der Familie hat.

Das Thema wir mit viel Humor angegangen. Die zunächst sehr realistische Handlung wird dann in eine fantastische Welt verlegt. Rosa tauscht mit Cosma die Rolle. Ein Elfenleben stellt sie sich viel spannender als ein Menschenleben vor. Allerdings wird Rosa dann mit Problemen konfrontiert, die sie sich nie hätte träumen lassen. Ein Elfenleben ist offenbar auch nicht einfach nur märchenhaft schön. Als sie hört, wie Cosma von ihrer Familie schwärmt und dass sie selbst den nervigen kleinen Bruder gerne mag, kommt Rosa ins Grübeln. Das regt natürlich Kinder dazu an, einmal über die eigene Familiensituation nachzudenken.

Rosa ist 13 Jahre alt, wirkt aber jünger. Die Geschichte ist auch eher für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren geeignet. Das spiegelt sich auch im Cover wider.
Der Ton ist locker und humorvoll. Das Buch liest sich leicht und unterhält gut. Rosas langweiliger Urlaub wird schließlich zu einem Abenteuer. Das Ende lässt darauf hoffen, dass man irgendwann mehr von Rosa Rabenstein lesen kann.

Rezension von Heike Rau

Katja Henkel
Rosa Rabenstein – Eine neue Nachricht
272 Seiten, gebunden
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
ISBN-10: 3827054060
ISBN-13: 978-3827054067
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