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Kategorie: Kinderbuch

Matthias Sodtke: Ich mach Bubu… was machst du?

Matthias Sodtke: Ich mach Bubu… was machst du?

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Es ist noch früh am Abend und trotzdem ist Nulli müde. Er kann sich gar nicht auf das Kartenspiel mit Priesemut konzentrieren. Immerzu muss der Hase gähnen. Da hilft nichts. Nulli geht mit hängenden Ohren ins Bett.

Priesemut weiß gar nicht, was er machen soll. Alleine zu spielen, macht keinen Spaß. Dann beschließt er, sich auch ins Bett zu legen und noch ein bisschen zu lesen. Nulli schläft bereits und schnarcht vor sich hin. Priesemut legt sich neben seinen Freund und schlägt das Buch auf. Da er das Lesen gerade erst lernt, geht es kaum voran. Schon beim ersten Satz bleibt Priesemut hängen, weil seine Lage unbequem ist. Er bräuchte ein zweites Kissen, doch das hat Nulli unter dem Kopf. Priesemut begibt sich auf die andere Seite des Bettes und zieht vorsichtig daran. Da dreht Nulli sich plötzlich um. Zwar hat Priesemut jetzt das Kissen, doch Nulli liegt in der Mitte des Bettes. Weder links noch rechts ist nun genügend Platz für Priesemut.

Diese kleinen Geschichten aus dem Alltag von Nulli und Priesemut begeistern immer wieder. Hase und Frosch sind gute Freude. Doch die kleinen Probleme, die das Zusammenleben so mit sich bringen, müssen erst einmal in den Griff bekommen werden. Das Schöne ist, dass Nulli und Priesemut, bei allem Humor, den die Geschichten haben, trotzdem ernst genommen werden.
Kinder können das besonders gut nachvollziehen. Denn auch sie müssen erst lernen im Miteinander mit anderen zurechtzukommen. Im Buch geht es vor allem um gegenseitige Rücksichtnahme.
Die lustigen farbenfrohen Bilder anzusehen, ist ein ganz besonderer Spaß. Die Mimik von Hase und Frosch ist einfach unschlagbar. Da macht das Vorlesen nicht nur den Kindern Freude, sondern auch den Eltern. Als Gute-Nacht-Geschichte unbedingt zu empfehlen!

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Ich mach Bubu… was machst du?
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311559
ISBN-13: 978-3830311553

Gesa Glück und Gerhard Glück: Ich mag keine Suppe!

Gesa Glück und Gerhard Glück: Ich mag keine Suppe!

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Freitags gibt es immer Suppe. Die mag Kaspar nicht. Diese Woche ist es Kartoffel-Lauch-Suppe. Während sein Papa mit Appetit löffelt, sitzt Kaspar vor seinem Teller und zieht ein Gesicht. Aber er wird wohl essen müssen, wenn er den leckeren Schokoladenpudding als Nachtisch haben möchte. Kaspar blickt auf seinen Teller und sieht etwas, das da nicht hingehört. Es ist kein Stückchen Lauch, denn es bewegt sich. Kaspar beginnt zu löffeln. Die Suppe muss weg, damit er sehen kann, was es ist. Längst ist der Papa wieder im Arbeitszimmer, als Kasper das kleine, grünmetallisch glänzendes U-Boot entdeckt. Wie er vom Kapitän hört, stammt das Boot von einem kleinen Inselstaat im Pazifik. Dass die Expedition es bis in die Wasserversorgungsanlagen einer Stadt bringen würde und dann sogar bis in eine Suppe, hatte er nicht geahnt. Er und sein Besatzung haben schon Heimweh. Das Boot muss zurück ins Meer, damit die Heimreise angetreten werden kann. Selbstverständlich erklärt Kaspar sich bereit, zu helfen. In seinem Zimmer werden Karten studiert. Doch dann passiert etwas Schreckliches. Das U-Boot rutsch vom Tisch und geht kaputt. Nun ist guter Rat teuer. Da holt Kaspar das Flaschenschiff seines Großonkels vom Regal. Vielleicht kann der Kapitän damit in See stechen.

Man sieht es dem Cover, auf dem ein böse dreinblickender Junge vor einem Teller Suppe sitzt, nicht an, das sich im Inneren des Buches eine so traumhaft schöne und fantasievolle Geschichte befindet. Gerade für kleine Suppenkasper ist das Buch sehr ansprechend. Die ungeliebte Suppe wird zur Grundlage für spannendes Geschichtenerfinden.
Über das, was der kleine Kaspar da erlebt, kann man wirklich nur staunen. Die Geschichte ist in ihrem Verlauf für Kinder eine Überraschung. Da macht das Vorlesen auch den Erwachsenen Spaß. Die Bilder sind recht dunkel gehalten, aber dennoch betrachtet man sie gern.
Und am Ende steht die Erkenntnis, das Suppe vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie geglaubt. Nur interessant gemacht, muss sie schon sein! Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Rezension von Heike Rau

Gesa Glück / Gerhard Glück
Ich mag keine Suppe!
40 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311451
ISBN-13: 978-3830311454

Philip Militz & Kai Pannen: Tom und die Schimpfwortpolizei

Philip Militz & Kai Pannen: Tom und die Schimpfwortpolizei

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Der kleine Tom hat wirklich ein merkwürdiges Hobby. Er sammelt Schimpfwörter. In ein kleines rotes Notizbuch trägt er diese ein und wenn er schlechte Laune hat, dann kriegen seine Mitmenschen was auf die Ohren. Sogar Oma Brakelmann ist entsetzt, auch wenn sie Tom trotzdem lieb hat.
Als Tom aber eines Tages eine ganze Reihe von Schimpfwörtern zum Küchenfenster auf ahnungslose Passanten hinunterschmettert, ist der Spaß vorbei. Schimpfwortpolizist Karl-Bruno Bitterbeck vom Dussel-Dezernat steht vor der Tür. Mit seinen riesigen Hörrohren entgehen ihm auch die leisesten Schimpfwörter nicht. Er ist gekommen, um Tom mit Seife den Mund auszuspülen. Tatsächlich macht Tom den Mund auf, aber nur, um weiter zu schimpfen. Die schlimmsten Kraftausdrücke fallen ihm ein und kriechen in die Hörrohre. Immer weiter plustert sich der Polizist auf. Bis er nicht mehr an sich halten kann und eine unglaubliche Schimpftirade aus ihm herausplatzt.

Tom ist ein Auskenner. Er weiß genau, dass zu schimpfen gut tut, wenn man Frust hat. Allerdings übertreibt er es ein bisschen. So sehr, dass er die Schimpfwortpolizei auf den Plan ruft.
Natürlich vergreift sich jeder mal im Ton. Kinder müssen erst lernen, angemessen mit Ärger umzugehen. Während der kleine Tom keine Beherrschung zeigt, nimmt der Schimpfwortpolizist die Sache zu ernst. Es ist spannend mit anzusehen, was passiert, wenn zwei so in ihrem Verhalten gegensätzliche Personen aufeinandertreffen.

Kinder brauchen natürlich kein Buch, das ihnen Schimpfwörter vorgibt. Und tatsächlich findet man im Buch auch kein einziges böses Wort. Vielmehr sind es Zeichnungen, welche die Schimpfwörter darstellen. Da sieht man zum Beispiel ein Huhn mit Blindenstock und Sonnenbrille. Die meisten Zeichnungen sind aber noch viel fantasievoller, so dass Kinder ganz eigene Wortkreationen schaffen können und die werden sicher sehr lustig sein. Kinder trainieren ihre Sprache, indem sie lustige zusammengesetzte Begriffe zu finden versuchen, die zu den Bildern passen. Wirkliche Schimpfwörter geraten in den Hintergrund. Da gibt es doch wirklich Fantasievolleres. An dem Buch haben Kinder und Eltern gleichermaßen Spaß!

Rezension von Heike Rau

Philip Militz & Kai Pannen
Tom und die Schimpfwortpolizei
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311435
ISBN-13: 978-3830311430

Heinz Erhardt: Hinter eines Baumes Rinde …

Heinz Erhardt: Hinter eines Baumes Rinde …

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100 Jahre alt wäre Heinz Erhardt im Jahre 2009 geworden. Sein unschlagbarer Humor begeistert noch immer. Seine Gedichte sind einzigartig. Die unkonventionelle Wortwahl ist das Besondere an seinen Reimen. Für das vorliegende Buch hat Peter Baumann die Gedichte ausgewählt. Tiere spielen die Hauptrollen. Es ist eine Zusammenstellung, die Kinder ab fünf Jahren begeistern sollte. Aber auch Erwachsenen wird es gefallen, sich an Heinz Erhardt zu erinnern.

Bezeichnend ist die Titelgeschichte „Hinter eines Baumes Rinde…“ Eine kleine Made, die nicht auf ihre Mutter hören will, bekommt die Folgen auf tragische Weise zu spüren. In „Der Saurier“ wird eine interessante These aufgestellt, die erklären könnte, warum die Dinosaurier wirklich ausgestorben sind.
Außerdem erfährt man, wie es aussieht, wenn ein Himbär mithilfe eines Stachelbärs einem Brombär einen Bären aufbindet. Und was Kröten von Schönheitspflege halten, kann man beim Lesen auch herausfinden. Gute Unterhaltung für Klein und Groß wird damit garantiert.

Sehr schön passen die Zeichnungen zu den Gedichten. Sie sind großformatig und farbenfroh. Das Humorvolle, Skurrile an den Reimen wird so noch einmal unterstrichen. Besonders kleine Kinder werden ihre Freunde daran haben, die Zeichnungen zu betrachten, währen sie die Gedichte vorgelesen bekommen. Diese Lesestunde kann man immer wieder wiederholen. Heinz Erhards Gedichte werden nie langweilig.

Rezension von Heike Rau

Heinz Erhardt
Hinter eines Baumes Rinde …
Gedichte für Kinder
Illustriert von Christine Sormann
48 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830332440
ISBN-13: 978-3830332442

Svend Otto S.: Weihnachten – wie es früher einmal war

Svend Otto S.: Weihnachten – wie es früher einmal war

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Weihnachten ist ein Fest mit Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ein Blick in die Vergangenheit dürfte trotzdem spannend sein. „Weihnachten – wie es früher einmal war“ wird in poetischen Bildern im Buch gezeigt. Über hundert Jahre geht der Leser beim Betrachten der Bilder zurück und sieht das winterliches Szenario einer Stadt. Viele Menschen sind unterwegs. Pferdewagen rumpeln durch die Straßen. Händler rufen ihre Waren aus. Es ist laut und hektisch. Einkäufe müssen erledigt werden. Aber so mancher hat kein Geld, kann nur schauen. Und dann ist Heiligabend. Die Straßen werden leer.

Das Buch ist schön anzusehen. Es ist genau das richtige für beschauliche Stunden mit den Kindern. Man wird in eine Zeit versetzt, die so anders ist und sich doch in den Traditionen kaum unterscheidet. Weihnachten ist ein bisschen so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Man kommt zum Innehalten und zum Nachdenken. Denn nicht nur die schönen Seiten des Weihnachtsfestes werden betrachtet. Klassenunterschiede werden aufgezeigt. Und auch heute noch geht die Schere auseinander zwischen arm und reich.
Man findet auf den Seiten keine Märchenbuchbilder. Vielmehr sind es realistische Zeichnungen mit vielen Details. Der Text ist einfach gehalten und damit auch für Kinder gut nachvollziehbar. Ein schönes Buch!

Rezension von Heike Rau

Svend Otto S.
Weihnachten – wie es früher einmal war
Text: Peter Faber
32 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311524
ISBN-13: 978-3830311522

Roland Mörchen: Wir gehen ins Museum – A visit to the Museum

Roland Mörchen: Wir gehen ins Museum – A visit to the Museum

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Lisa, Benni und Jens aus der 5. Klasse unterhalten sich auf dem Nachhauseweg von ihrer Schule über die Hausaufgabe. Die drei sollen zusammen ein Referat über Museen halten. Jens ist gar nicht begeistert. Lisa dagegen findet das Thema gut. Sie weiß, dass es viel Arten von Museen gibt. Benni schlägt vor, das Naturhistorische Museum zu besuchen.

Am Nachmittag treffen sich die Kinder dann vor dem Museum. Lisa besorgt noch schnell einen Museumsführer, dann geht es auch schon los mit dem Rundgang. Es gibt viel zum Staunen. Benni ist fasziniert von dem Skelett eines Dinosauriers. Er meint, der Dino würde ihn direkt ansehen. Das finden Lisa und Jens lustig. Sie machen Benni noch zusätzlich Angst. Der Junge will nur noch weg. Da reißt er ein Hinweisschild um und weckt damit die Aufmerksamkeit einer Aufsichtsperson. Die Kinder versprechen, sich fortan ruhig zu verhalten.

Das „Kein Durchgang“-Schild steht nun wieder auf seinem Platz. Dahinter ist ein Vorhang, der das Interesse von Jens weckt. Hier wird eine neue Ausstellung vorbereitet. Jens wird entdeckt und erzählt von ihrer Hausaufgage. Von einer Restauratorin erhalten die drei Kinder nun Informationen aus erster Hand. Damit sollte das Referat wirklich gut werden.

Die kleine Geschichte, die viele Sachinformationen über Museen enthält, findet man im Buch in deutscher und englischer Sprache, immer auf einer Doppelseite gegenübergestellt und in gut überschaubare Absätze unterteilt. Die Geschichte ist für Kinder interessant gemacht. Es wird gezeigt, wie spannend ein Besuch im Museum sein kann.

Zum Lernen einer Fremdsprache, hier Englisch, ist das Buch ideal. Kinder lernen themenbezogen neue Wörter und Ausdrucksweisen hinzu. Das Textverständnis wird durch die Übersetzung und die vielen Illustrationen sehr erleichtert. Das Buch kann im Familienumfeld und in der Schule genutzt werden. Kinder sehen, wie eine Fremdsprache in der Realität angewandt wird. Denn auch Umgangssprache kommt in den Texten zum Ausdruck.

Zusätzlich dazu gibt es am Ende des Buches weitere Informationen über Museen, eine Bildtafel und eine Wörterliste. So kann man das Buch zum Beispiel gut für eine Lesestunde in der Schule nutzen oder auch für einen Projekttag, verbunden mit einem Museumsbesuch.

Rezension von Heike Rau

Roland Mörchen
Wir gehen ins Museum – A visit to the Museum
Deutsch / Englisch
Illustrationen von Katja Kiefer
40 Seiten, gebunden
Georg Olms Verlag
ISBN-10: 3487088320
ISBN-13: 978-3487088327

Matthias Sodtke: Huch! Wir kriegen Besuch!

Matthias Sodtke: Huch! Wir kriegen Besuch!

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Priesemut und Nulli haben einen Brief bekommen. Er ist nicht geschrieben, sondern gemalt. Offenbar kommt der Goldhamster zu Besuch. Eigentlich sind noch drei Tage Zeit, doch dann steht Kurtle schon vor der Tür. Es ist noch früh am Morgen, doch Lust auf Frühstück, so wie Nulli und Priesemut, hat Kurtle nicht. Er ist müde und fällt ins Gästebett. Seine Schnarchgeräusche begleiten Nulli und Priesemut durch den Tag. Hase und Frosch flüchten schließlich nach draußen und kümmern sich um das Gemüsebeet. Als die beiden dann am Abend todmüde ins Bett gehen, ist der Hamster endlich munter. Aus Langeweile baut er in der Nacht ein Hamsterrad und zertrampelt dabei aus Unwissenheit das Gemüsebeet. Das Hämmern verfolgt Nulli und Priesemut im Schlaf. Als die beiden dann endlich aufstehen, schläft Kurtle schon wieder. So kann es nicht weitergehen!

Manchmal ist das Zusammenleben mit einem Besucher nicht so einfach. Sowohl Nulli und Priesemut, aber auch Kurtle, sind unzufrieden. Aber natürlich kommen die drei zu eine Lösung. Kindern wird mit dem Buch vermittelt, das man mit ein bisschen gutem Willen hier durchaus eine Lösung finden kann. Man muss nur bereit sein, gegenseitig Verständnis zu zeigen und Kompromisse einzugehen. Im Buch wird der Weg dahin auf sehr lustige Weise dargestellt.
Die kleine Geschichte ist also wieder sehr unterhaltsam. Die Bilder sieht man gerne an und verfolgt, was Hamster Kurtle auf Besuch so erlebt. Er ist ein toller Typ und erfüllt auch sämtliche Hamster-Klischees. Dass er sehr treffend gezeichnet ist, mit ordentlich dicken Backen, scharfen Hamsterzähnchen und Knopfäuglein versteht sich von selbst.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Huch! Wir kriegen Besuch!
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311516
ISBN-13: 978-3830311515

Carola Holland / Angelika Glitz: Am liebsten bin ich Gustav

Carola Holland / Angelika Glitz: Am liebsten bin ich Gustav

Gustav ist ein Hund. Das dachte er jedenfalls bisher. Was ihn nun so irritiert, sind die Kuhflecken in seinem Fell. Tatsächlich verwechselt ihn eine Kuh mit einem Kälbchen namens Rosalie. Ist Gustav etwa gar kein Hund? Der Großmaulfrosch Quaker hat auch nie von Hunden mit Kuhflecken gehört. Dass Gustav keine Milch geben kann, hat nichts zu sagen, er ist nun mal ein Junge. Gustav bleibt also nichts weiter übrig, als sich anzupassen. Jeden Tag trabt er zur Weide und frisst Gräser. Das bekommt ihm allerdings nicht so gut.

Eines Tages trifft Gustav auf einen Wolf. Der spricht ihn an und fragt, ob Gustav mitkommt, um eine Kuh zu reißen. Er hält Gustav für einen Wolf. Schließlich hat Gustav eine feuchte Wolfsnase und Reißzähne. Kühe reißen will Gustav trotzdem nicht. Er möchte auch nicht, dass der Wolf das tut. Gustav droht damit, seinen Freund zu holen. Das lässt den Wolf innehalten, bis er den Großmaulfrosch Quaker sieht.

Bekannt ist die der kleine Hund aus „ELTERN“ und „ELTERN FAMILY“. Für viele Kinder ist Gustav also kein Unbekannter. Im Buch läst sich Gustav auf ein Rollenspiel ein und erlebt damit ein großes Abenteuer. Seine eigene Identität wird auf den Prüfstand gestellt. Dabei lernt Gustav eine Menge über sich selbst und kommt zu einem für Kinder sicher interessanten Schluss. Im Titel wird es schon verraten.
Die Geschichte lässt sich sehr gut vorlesen. Sie ist fantasievoll und wird Kindern gut gefallen. Gustav zeigt sich gewohnt pfiffig und neugierig. Er setzt sich mit sich und seiner Umwelt auseinander. Das spiegelt sich auch in den Bildern wieder. Die großzügigen Zeichnungen sind farbenfroh. Kinder werden das Buch immer wieder gern anschauen.

Rezension von Heike Rau

Carola Holland / Angelika Glitz
Am liebsten bin ich Gustav
32 Seiten, gebunden
Ab 3 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473323920
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Marion Meister: Hanna und Professor Paulchen 01 – Ponystark und ziegenfrech

Marion Meister: Hanna und Professor Paulchen 01 – Ponystark und ziegenfrech

Hanna ist auf einem Bauernhof mit Ponys zu Hause. Ihr eigenes, Professor Paulchen, ist klug und verfressen. Am liebsten reitet Hanna mit ihrer Freundin Julia aus. Doch die ist bei ihren Großeltern in Italien. Hanna ist traurig. Die Langeweile schlägt ihr auf den Magen. Der Appetit ist ihr vergangen. Nach dem neuen Pony Ginger sieht sie trotzdem. Es schein krank zu sein. Mit hängendem Kopf steht es da und will nicht fressen. Hannas Versuche, es aufzumuntern, schlagen fehl. Nicht mal den leckeren Apfel rührt es an. Der Tierarzt kann allerdings nichts feststellen. Dann ist Ginger auf einmal weg. Eine Suchaktion wird gestartet. Auch Julia, die wieder da ist, hilft beim Suchen. Schließlich wird das Pony gefunden. Zusammen mit Ziegen steht es auf einer fremden Weide. Ob es sich alleingelassen fühlt, seit es auf dem Hof ist? So ging es Hanna doch auch, als Julia nicht da war.

„Ponystark und ziegenfrech“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe um „Hanna und Professor Paulchen“. Für Mädchen, die Ponys mögen, ist es eine sehr geeignete Lektüre. Hanna wohnt auf einem traumhaft schönen Bauernhof mit vielen Ponys. Mit ihrer Freundin Julia erlebt sie viele Abenteuer.
Im ersten Band geht es um das Pony Ginger. Die Stute will nicht fressen. Hanna will ihr natürlich helfen. Sie erkennt, was dem Pony fehlt.
Die Geschichte ist sehr schön ausgedacht und gut geschrieben. Die Autorin beweist Sinn für Details. Und natürlich werden auch immer wieder die Ponys in den Vordergrund gerückt. Für Leseratten, die sich für Pferde interessieren und alles ganz genau wissen möchten, ist das genau richtig. Die Geschichte ist kindgerecht geschrieben und auf die Interessen von Mädchen abgestimmt. Sie ist lebensnah verfasst und wirkt damit sehr realistisch. Auch die Illustrationen gefallen gut. Eine empfehlenswerte Buch für Kinder ab 8 Jahren!

Rezension von Heike Rau

Marion Meister
Hanna und Professor Paulchen 01
Ponystark und ziegenfrech
123 Seiten, gebunden
ab 8 Jahren
Loewe Verlag
ISBN: 978-3785565322
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Britta Schwarz: Die wirklich wahre Geschichte von Hänsel und Gretel

Britta Schwarz: Die wirklich wahre Geschichte von Hänsel und Gretel

Das Märchen von Hänsel und Gretel kennt sicher jedes Kind. Im Buch wird es noch einmal auf eine sehr modere Weise erzählt. Ob diesem Märchen wohl etwas Wahres zugrunde liegt? Die Autorin betrachtet die Geschichte auch noch aus einem anderen Blickwinkel. In ihrem Buch kommt die Hexe zu Wort. Was sie zu berichten hat, verblüfft. Hänsel und Gretel haben ihrer Stiefmutter das Leben schwer gemacht. Sie sind nicht ausgesetzt wurden, vielmehr sind sie weggelaufen. So kamen sie ans Hexenhäuschen. Die Hexe ist eine Freundin ihrer Stiefmutter und hat sich sogleich der Kinder angenommen und mit ihrem Hexen-Handy die Stiefmutter benachrichtigt. Die Wartezeit verbrachten die Kinder damit, die Hexe zu ärgern. Die Sache geht für die Hexe nicht gut aus.

Wie ein Krimi wird der Fall „Hänsel und Gretel“ hier aufgerollt. Die Kinder müssen entscheiden, wem sie mehr glauben. Hänsel ist genauso überzeugend wie die Hexe. Kinder lernen, dass manche Geschichte zwei Seiten hat. Es kommt auf die Perspektive an, aus der man das Geschehen betrachtet. Das Buch bildet damit die Grundlage für Diskussionen mit den Kindern, die erst lernen müssen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch ein Vergleich dieser modern gehaltenen Geschichte mit älteren Märchenbüchern bietet sich an. Ein klein wenig verliert das Märchen damit nämlich an Faszination. Diese ganz besondere Zauber, der alten Märchen innewohnt, ist leider verloren gegangen.

Rezension von Heike Rau

Britta Schwarz
Die wirklich wahre Geschichte von Hänsel und Gretel
Ein Märchen aus zwei Perspektiven
Illustrationen von Iris Hardt
32 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Annette Betz Verlag
ISBN: 978-3219113198
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