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Schlagwort: Leidenschaft

Amanda Hocking: Unter dem Vampirmond – Versuchung

Amanda Hocking: Unter dem Vampirmond – Versuchung

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Alice und Jane lernen Jack unter seltsamen Umständen kennen. Er rette die beiden aus einer brenzligen Situation. Während Jane hin und weg von Jack ist, versteht Alice die Gefühle ihrer Freundin nicht. Doch offenbar reagiert jeder auf Jack mit dieser unglaublichen Faszination – nur Alice nicht. Sie schlägt er nicht in seinen Bann. Und gerade das ist es, was wiederum Jack an Alice fasziniert.
Jack bringt die beiden Mädchen nach Hause. Alice‘ Handynummer hat er längst herausgefunden und seine in ihr Handy eingegeben.

Jack und Alice treffen sich bald wieder. Er rettet ihr ein zweites Mal das Leben. Aber das macht ihn nur noch geheimnisvoller. Jack scheint über ungewöhnliche Kräfte zu verfügen. Und offenbar gehört er einer sehr reichen Familie an. Alice wohnt mit ihrer Mutter und ihrem etwas jüngeren Bruder in einer kleinen Wohnung, während er in einer riesigen Villa lebt, nicht zur Schule geht und nicht arbeitet. Jacks Familie besteht aus seinen zwei Brüdern Peter und Ezra und dessen Frau Mae. Als Alice Peter kennenlernt, wird sie geradezu von ihren Gefühlen überwältigt. Sie fühlt sich wie hypnotisiert von ihm.
Alice versteht nicht, was vorgeht und warum diese Familie von Nachtschwärmern sie so herzlich aufnimmt und sie jederzeit willkommen heißt. Bis Jack ihr offenbart, dass sie wollen, dass sie eine von ihnen wird.

Amanda Hocking hat lange Zeit versucht, für ihre Bücher einen Verlag zu finden. Weil dies nicht gelang, bot sie ihre Geschichten als E-Books an und hat Millionen Dollar damit verdient.
„Unter dem Vampirmond – Versuchung“ ist der erste Band einer vierteiligen Reihe, die nun doch noch als gedrucktes Buch erscheint.
Die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Was macht wohl den Erfolg des Buches aus? Man weiß vom Klappentext, dass es sich um einen Vampir-Roman handelt, es gibt unzählige davon. Was macht Amanda Hocking anders?

Nun, sie hat keinen komplizierten Plot erfunden. Ihre Geschichte ist nicht vielschichtig und verstrickt, sondern von Einfachheit geprägt. Man kann sich also, auch wenn man nicht viel Fantasie hat, wunderbar hineinversetzen und diesen Traum, den Alice lebt, einfach mitträumen. Alice träumt von einem aufregenden Leben und von leidenschaftlicher Liebe. Aber nichts gibt es, ohne einen Preis dafür zu zahlen. Alice müsste ihr Leben als normaler Mensch aufgeben und selbst ein Vampir werden, wollte sie sich auch noch den Traum von der Unsterblichkeit erfüllen. Es geht sehr viel um Gefühle und Vorstellungen eines jungen Mädchens in diesem Buch. Da zügelt sich die Autorin kein bisschen, sondern bauscht Leidenschaft und Verlangen ordentlich auf. Herzklopfen ist angesagt.

Einerseits macht es sich die Autorin wirklich sehr einfach. Aber warum sollte ein Buch nicht einfach nur unterhaltsam und kurzweilig sein? Man muss beim Lesen nicht nachdenken, sich nicht besonders konzentrieren. Man kommt nicht ins Grübeln. Man muss keine komplizierten Erzählstränge auseinanderdröseln. Und auch keine große Zahl an Personen auseinanderhalten. Jedenfalls nicht bei diesem ersten Teil. Vermutlich wird es mit dem zweiten Teil ein wenig anders weitergehen. Das Ende weist jedenfalls daraufhin.

Rezensionen von Heike Rau

Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond
Band 1: Versuchung
Aus dem Amerikanischen von Ines Klön
320 Seiten, Klappenbroschur
cbt, München
ISBN-10: 3570161358
ISBN-13: 978-3570161357
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Emilio Salgari: Sandokan – Die Tiger von Mompracem

Emilio Salgari: Sandokan – Die Tiger von Mompracem

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Um Sandokan, den gefürchteten Anführer der todesmutigen Piraten von Mompracem, ist es geschehen, als er von seinem Gefährten Yanez von einer jungen Frau mit goldenem Haar erfährt. Man nennt sie auch die Perle von Labuan. Eine Engländerin soll sie sein.
Sandokan wählt die besten Männer unter seinen ihm blind folgenden Tigerchen aus. Er will nach Labuan segeln und sich seinem erbittertsten Feind entgegenstellen, auch wenn es sein Untergang sein sollte. Er hat nur ein Ziel. Er will die junge Frau sehen.

Unterwegs überfällt der Tiger von Malaysia noch schnell ein Handelsschiff. Es trägt die Flagge des Engländers James Brooke, dem „Vernichter der Piraten“.
Später, während eines Erkundungsganges auf der Insel, an der auch Sandokan teilnimmt, werden seine Segelschiffe angegriffen. Eilig kehren die Männer an Bord zurück.
Allerdings wird das Gefecht verloren. Vorerst bleibt nur der Rückzug. Die Rache muss auf später verschoben werden. So viel Vernunft muss sein. Doch dann wird das Feuer noch einmal eröffnet. Sandokan, der dabei viele seiner Männer verliert, springt schwer verletzt ins Wasser. Er schafft es bis an die feindliche Küste. Doch er droht dem Fieberwahn zu erliegen.

Als er gefunden wird, ist er nicht mehr Herr seiner Sinne. Erst bei Lord James Guillonk kommt er wieder zu sich. Er gibt vor, sich nicht an die Geschehnisse zu erinnern. Er, der malaiische Prinz, muss von Piraten überfallen worden sein, so die Erklärung für seinen Zustand, die ihm der gutgläubige Lord natürlich abnimmt.

Was Sandokan aber sofort wieder belebt, ist der Anblick der Nichte Lord Guillonks. Lady Marianna, die Perle von Labuan. Ihr Liebreiz ist nicht in Worte zu fassen.
Sandokan genießt die Gastfreundschaft des Hauses. Aber als er, endlich wieder gesund, an einer Tigerjagd teilnimmt, weckt er das Misstrauen eines Marineoffiziers, der unangenehme Fragen stellt.
Sandokan weiß, dass er gehen muss. Er offenbart Marianna seine Liebe, die von ihr natürlich längst erwidert wird. Seine Vergangenheit erschreckt sie nicht. Überall hin würde sie ihm folgen. So verlässt er sie mit dem Versprechen, sie später zu sich zu holen.

Sandokan ist den Lesern sicherlich durch den Film bekannt, mit Kabir Bedi in der Hauptrolle. Die originalgetreue Übersetzung zu lesen, ist allerdings etwas anderes. Hier kommt der Held manchmal gar nicht so gut weg. Die Handlung ist einigermaßen fragwürdig dargestellt. Heutige Maßstäbe anzulegen, wäre aber sicherlich verkehrt. Der Geschmack der Leser hat sich verändert.

Den Abenteuerroman zu lesen, macht trotzdem Spaß. Zuzusehen wie den mächtigen und blutrünstigen Piraten mit dem feurigen Blick die Liebe überrollt, so dass er vollends den Kopf verliert, ist sehr unterhaltsam.

Alles kommt, wie es kommen muss. Oder auch wie man es sich wünscht. Die Fantasie macht alles möglich. Und die bringt der Autor in vollen Zügen ein.
Eine leidenschaftliche Liebe nimmt ihren Weg. Denn selbstverständlich erwidert Marianna die Liebe Sandokans. Welche Frau könnte sich seinen feurigen Blick entziehen? Welche Frau wäre nicht beeindruckt von seiner Stärke, seinem Kampfgeist, seinem Stolz, seiner Männlichkeit, seinen Muskeln, seiner Kühnheit, seiner Wildheit und seinem Mut?

Keine Sekunde langweilt man sich mit diesem Buch. Auch wenn der Abenteuerroman manchmal ins Komische abgleitet, besonders auch wegen der Selbstgespräche, die Sandokan immer wieder führt.
Der Autor erzählt ausschweifend und wortreich, nimmt sich viel Platz zum Erzählen.
Interessant sind auch die Einführung zum Buch von Ann Lawson Lucas und das Nachwort von Michele Mari mit Hintergrundinformationen zum Buch.

Rezension von Heike Rau

Emilio Salgari
Sandokan – Die Tiger von Mompracem
Aus dem Italienischen von Jutta Wurm
464 Seiten, broschiert
Unionsverlag Zürich
ISBN-10: 3293205283
ISBN-13: 978-3293205284
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