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    Männersache

    Von hera | 3.November 2005

    Im Jahre 1485. Der spitzfindige Hallenser Kaufmann Philipp Gervinus reist nach Magdeburg, während seine Waren auf der „Santa Anna“ ihre Reise antreten. Gervinus will mit Hilfe seines Geschäftsfreundes, dem Schöffen Marcus Alemann, sicherstellen, dass seine Waren auch ankommen und er das Versprechen, dass er dem eigenwilligen Bischof Ernst von Wettin gegeben hat, einlösen kann. Schnellstmöglich muss die Ware also von Hamburg nach Magdeburg gebracht werden, wo der Bischof im Moment weilt. Da kommt es sehr gelegen, dass Alemanns Sohn und dessen hochschwangere Frau auf dem Weg nach Hamburg sind. So scheint alles gut zu laufen, bis der Kapitän der „Santa Anna“ tot im Hafenbecken schwimmend aufgefunden wird. Da die Leiche schlimme rote Pusteln im Gesicht hat, wird das Schiff kurzerhand unter Quarantäne gestellt und auch die Ladung bleibt, wo sie ist.
    Um Gervinus’ Geschäfte steht es damit schlecht. Und in welchen seltsamen Geschäften Marcus Alemann gerade unterwegs ist, mag seine Frau, die aus der Ferne eines seltsame Treffen ihres Mannes beobachtet, nicht sagen. Jedoch steht er bald unter Verdacht einen Mord am Bischof geplant zu haben, bei dessen versuchter Ausführung er jedoch festgesetzt wird. Ihre einzige Hoffnung liegt auf Gervinus, der ja aufgrund seiner Geschäfte Kontakt zum Bischof hat. Er soll sich für seinen alten Geschäftsfreund einsetzen. Doch der ist mit seinen eigenen Machenschaften zur Genüge ausgelastet und hat zudem etwas ganz anderes im Sinn.

    „Männersache“ ist ein spannender Hansekrimi. Es geht um dubiose Geschäfte, Machtspielchen und Intrigen. Dabei kommt die Handlung ordentlich in Fahrt. Besonders interessant ist die Figur des hintertriebenen Hallenser Kaufmanns Philipp Gervinus, den man aber gar nicht so leicht zu durchschauen vermag. Aber auch die Figur der Ehefrau des Schöffen Alemann in dieser „Männersache“ ist für einige Überraschungen gut. Der Krimi ist kurzweilig und mit viel Humor und Ironie geschrieben. So mache Situation wird unglaublich ausdrucksstark und mit viel Augenzwinkern beschrieben, so dass man um das schöne Gefühl der Schadenfreude nicht herumkommt. Dabei ist es die gekonnte Wortwahl, die zum Staunen bringt. Auch die vielen Wendungen und unerwarteten Ereignisse tragen zu einer guten Unterhaltung bei. Dazu kommt der gut recherchierte Hintergrund. Unbedingt lesen!

    Über die Autorinnen:
    Waltraut Lewin und ihre Tochter Miriam Margraf haben bisher mehr als 12 Bücher veröffentlicht. Beide leben in Berlin.

    Rezension von Heike Rau

    Waltraut Lewin / Miriam Margraf
    Männersache
    Ein Hansekrimi
    204 Seiten, broschiert
    Die Hanse / EVA Europäische Verlagsanstalt, Hamburg
    ISBN: 3-434-52816-4
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