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    Das gute Leben

    Von Claudine Borries | 4.November 2007

    Jay McInerney Das gute Leben Kiepenheuer &Witsch

    ISBN 3462039180

    New York, Upper East Side: hier lebt der Börsenmillionär Luke McGavock mit seiner Frau Sasha und der Tochter Ashley. Letztere beginnt flügge zu werden, und der Vater, der gerade eine Auszeit aus seinem Beruf nimmt, betrachtet ihren Umgang mit Argwohn.

    In einem schicken Loft in der nicht ganz so feinen Gegend TriBeCa wohnt Corinne, ehemalige Anwältin, mit ihren Zwillingen und ihrem Mann Russel, Lektor in einem großen Verlag.

    Anläßlich des 9/11, Anschlag auf das WTC, sollen sich die Wege von Luke und Corinne kreuzen!

    In den Kreisen der McGavocks trifft man sich zu Partys, erörtert den neuesten Klatsch der High Society, legt Wert auf Kleidung, Komfort und das gewisse Etwas, das die Reichen von den Armen unterscheidet.
    Man kennt natürlich Paul Auster; auch Salman Ruhshdie gehört zur Clique der Auserwählten, mit denen man Umgang pflegt. Investmentbanker, Schriftsteller, Künstler, die ganze Palette derjenigen, die in der Gesellschaft eine Rolle spielen oder zu spielen glauben, ist in diesen Kreisen anzutreffen.

    Es ist eine blasierte Gesellschaft, deren Inneres verborgen bleibt oder von unübersehbarer Leere ausgehöhlt erscheint.

    Öde und gelangweilt geben sich Frauen der eigenen Körperpflege hin, betätigen sich bei Benefizveranstaltungen oder leben unzufrieden in den Tag hinein wie Corinne, deren Bedauern über ihr Hausfrauendasein und den Verlust eines erfolgreichen Jobs ihr sichtlich zu schaffen macht.

    Luke ist nachdenklich und beobachtet das gesellschaftliche Treiben mit einer gewissen Distanz. Der Rückzug aus dem Beruf macht eine Neuorientierung erforderlich. Ihm stellt sich unumwunden die Sinnfrage.

    Sasha mit ihrer Schönheit und lasziven Anziehung wirkt ebenso präsent wie die Figuren von Luke, Corinne und Russel.
    Die middleage Generation, ihr Überdruss und die Frage, ob das Leben nicht vielleicht noch mehr zu bieten hat, ist das Thema!

    Verführung und Untreue ist in den gängigen Kreisen die Regel.

    Und dann folgt 9/11, das Datum der Apokalypse!
    Plötzlich gerät das ganze gute Leben aus den Fugen. Freunde werden vermisst, und auf den Straßen begegnen sich Arm und Reich in gemeinsamen Hilfsaktionen. Gespräche von erstaunlicher Offenheit und Intimität verbindet Menschen, die sich einander unter anderen Umständen nie offenbart hätten.
    Luke und Corinne lernen sich bei einer Hilfsaktion um den Ground Zero kennen, und eine sehr offene und ehrliche Freundschaft und Liebe beginnt.

    Es ist die aufwühlende, reiche, künstlerische und offene Stadt, in der die Grundfesten aller Bindungen durch das Ereignis des 9/11 infrage gestellt werden. Die Atmosphäre der verwüsteten Stadt, die vielen Toten, das allgemeine Chaos und die Erschütterung, die durch alle Gesellschaftskreise zieht, lässt einen erschauern.

    Die alten Fragen nach dem Sinn eines Lebens, das die Erwartungen der Jugend hinter sich gelassen hat und mit dem Erlangten nicht immer glücklich geworden ist, wird mit dem Sehnen nach immer neuen Überraschungen und erregenden Kicks klar erkennbar. Ground Zero und der 11. September bieten die Folie, auf der sich Familientragödien abspielen.

    Zugleich nimmt der Autor die Melancholie des Abschieds und der Trauer vorweg, die mit der Erkenntnis verbunden ist, dass man verlorene Illusionen nicht aufleben lassen kann. Vorbei ist vorbei und die Frage nach dem guten Leben erübrigt sich.

    In dem aufregenden und spannenden Gesellschaftsroman werden Liebe, Tod, Vergänglichkeit und die Fragen nach dem Sinn und der Erfüllung des Lebens abgehandelt. Die New Yorker Gesellschaftssphäre wird dabei kritisch unter die Lupe genommen.

    Jay McInerney gehörte zu Beginn der Achzigerjahre mit einer Reihe anderer Autoren zum , einer Gruppe junger, wilder und glamouröser Erfolgsautoren.

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    • "melancholie" "gute leben"