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    Axel Hacke: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

    Von Claudine Borries | 16.September 2016

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    Eine skurrile kleine Geschichte hat uns Axel Hacke zu diesem Herbst beschert.

    Ein Mann fährt heim und betrachtet sich im nachtdunklen Bahnfenster. Es amüsiert ihn, und er spielt mit dem Widerschein seines Porträts, bis es plötzlich verschwindet, und er direkt mit der Bahn vor seinem Haus ankommt.

    Nach diesem kurzen Einführungsbild kann man sich schon vorstellen, dass einen in dieser Geschichte noch allerlei Sonderbarkeiten erwarten werden.

    So begleitet ein Büroelefant unseren Helden auf seinen kurzen Mittagsausflügen!

    Auf einer Parkbank begegnet ihm ein „Herr“ (was für ein altmodischer Ausdruck!) im grauen Mantel. Er spricht ihn an, und die beiden Männer kommen in ein intensives Gespräch.

    Schließlich redet unser Held den Herrn, der ihn von Beginn an duzt, mit Gott an, und um existenzielle Fragen des Menschseins dreht sich am Ende die ganze Geschichte: warum wir auf der Welt sind, was wir hier tun, wie es nach unserem Vergehen aussehen wird; wozu die Tiere da sind, und was die Unendlichkeit bedeutet. Gott hat auf zahlreiche Fragen eine Antwort, doch berichtet er freimütig, dass ihm so manches nicht gelungen ist. Die Notwendigkeit der Widersprüchlichkeit einzelner Fragen ist verständlich. Schönheit ist nur sichtbar durch das Gegenteil: Trauer und Glück bedingen einander, Hell und Dunkel sind Antipoden und Sonne und Mond machen das Universum erst lebendig.

    Das Gespräch wird immer philosophischer. Mit den bunten und ansprechenden Bildern des Illustrators Michael Sowa wird die Geschichte sehr plastisch visualisiert.

    Kurzweilig führt uns Axel Hacke mit seiner lebhaften Phantasie durch eine Gedankenwelt, die uns amüsiert und zum Nachdenken anregt.

    Die Geschichte ist kein Märchen, sondern pendelt zwischen Realität und Fantasie. Sie ist in ihren Fragestellungen ernst und naiv zugleich. Es geht um Erklärungen und um Erkenntnis, es dreht sich um die Schönheit der Natur, ihre Wunder und immer wieder die Vergänglichkeit. Aber auch die Einsamkeit Gottes, seine Bitte um Vergebung für begangene Fehlplanungen und Versöhnung symbolisieren Teile unseres Menschseins.

    So wie die Geschichte beginnt, so endet sie auch. Schlicht, absurd aber friedlich. Der Mann kehrt zu seiner Familie zurück, und die Kinder bitten um weitere Geschichten!

    Selten liegen Ernst und Komik so nahe beieinander.

    Axel Hacke lebt in München und ist Schriftsteller und Kolumnist der Süddeutschen Zeitung.

    Michael Sowa ist Maler und lebt in Berlin.

    Axel Hacke

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
    112 Seiten, gebunden
    Verlag Antje Kunstmann, September 2016
    ISBN-10: 3956141180
    ISBN-13: 978-3956141188
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    ... 771 Aufrufe 1 Kommentar » | Kategorie Allgemein | Tags , , , , | Trackback: URL/trackback

    Ein Kommentar to “Axel Hacke: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte”

    1. Christian Milz meint:
      30.Oktober 2016 at 07:09

      Wahrscheinlich werden Axel Hackes Tage mit dem „alten Herrn“ die Spiegel-Bestsellerliste hinaufklimmen. Spectatoribus quod spectatores decet. Dabei ist das schmale Büchlein nicht nur philosophisch strunzdumm, etwas differenzierter ausgedrückt fehlt ihm jeglicher Einblick in das, was bereits früher über Gott und die Welt nachgedacht wurde, es ist vor allem auch grottenschlecht erzählt. Das fängt schon mit dem des Öfteren eingestreuten Eigenlob an. Das dazu noch völlig deplatziert ist. Auch ein „Großmeister der Kolumne“ schwitzt sich nicht zwangsläufig literararische Qualität aus den Rippen, insbesondere wenn ihm zu einer Geschichte nichts einfällt. Laut Selbstauskunft hat Axel Hacke das ganze seinen Kindern am Bett erzählt. Dort hätte es auch bleiben sollen.
      Ausführlicher: „Einschlafgeschichten. Nicht alles, was Axel Hacke seinen Kindern am Bett erzählt, ist es wert, weitererzählt zu werden.“ Nachzulesen auf: literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=22609

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