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    Cassandra Frenchs Männerverbesserungsanstalt

    Von hera | 9.Februar 2005

    Cassandra French lebt als Single in Hollywood. Ihre Arbeit als Anwältin für ein Filmstudio langweilt sie fast zu Tode. Und ihre Freundinnen Claire und Lexi sind ziemlich durchgeknallt. Einzig um ihre Mutter hat sich Cassandra zu kümmern. Die hat nämlich einiges auf dem Kerbholz und darf sich nicht sehr weit von ihrer Wohnung entfernen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes mit einer elektronischen Fußfessel an ihre Wohnung gekettet.
    Der perfekte Mann ist Cassandra noch nicht über den Weg gelaufen. Und die Hoffnung, dass das noch kommt, ist dahin. Sie weiß, dass sie die Sache selbst in die Hand nehmen muss. So ist sie mitten in einem Experiment. In ihrem Keller, einer Verbesserungsanstalt, hält sie drei männliche Zeitgenossen gefangen. Mit Hilfe von Chloroform, Drogen und proteinarmer Diät, Ketten und Handschellen hält sie die Jungs unter Kontrolle. Ein ausgeklügelter Lehrplan soll dafür sorgen, dass aus diesen Jungs wahre Männer werden.
    Die Jungs machen erstaunliche Fortschritte. Doch mit der erzwungenen Ruhe ist es vorbei, als Cassandra einen neuen Schüler aufnimmt, den Schauspieler Jason Kelly. Er setzt sich zur Wehr und sabotiert den Schulalltag. Cassandra muss zu drastischen Mitteln greifen, die Jason gar nicht gut bekommen.
    Es nützt nicht, Clarissa muss ihre verrückten Freundinnen einweihen. Die sind zunächst entsetzt, gewöhnen sich aber sehr schnell an den Gedanken, ebenfalls Männer umzuerziehen.

    Eric Garcia jubelt seinen Lesern hier eine unglaublich freche und bösartige Geschichte unter. Und doch ist Clarissa so naiv und überzeugt, das einzig Richtige zu tun, dass man ihr die Sache mit der Männerverbesserungsanstalt im Keller erst mal belustigt durchgehen lässt. Im Grunde hat sie ja keine Wahl. Anständige, zivilisierte Männer mit Moral, die wirklich so sind, wie Frauen sie wollen, sind eine Seltenheit.
    Die Jungs fügen sich. Ausbruchsversuche scheinen gar nicht in Frage zu kommen. Jede Verfehlung wird ja auch hart bestraft. Notfalls wendet Clarissa drastische Foltermethoden an. Hier ist sie sehr erfinderisch. Zeitweise bleibt einem als Leser hier glatt die Spucke weg. Und der eine, der später hinzukam und es gewagt hat, sich zu wehren, für den ist das Leben vorbei.
    So recht weiß man nicht, was man von diesem Buch halten soll. Es ist provozierend, dramatisch, lustig, voller Ironie und sehr unterhaltsam. Aber es zeigt auch die verzweifelte Lage einsamer Frauen auf, die aber zu allem Schrecken selbst wahre Zicken sind und ebenfalls gut in einer Besserungsanstalt aufgehoben wären. So löst das Buch zwiespältige Gefühle aus und sorgt für reichlich Stoff zum Nachdenken und für Streitgespräche.

    Über den Autor:
    Andy Garcia, 31 Jahre alt, lebt in Los Angeles. Er hat mehrere Romane und Drehbücher für Sitcoms geschrieben.

    Rezension von Heike Rau

    Eric Garcia
    Cassandra Frenchs Männerverbesserungsanstalt
    Aus dem amerikanischen Englisch von Rainer Schmidt
    386 Seiten, gebunden
    Eichborn Verlag, Frankfurt am Main
    ISBN: 3-8218-5739-0
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