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    Tamburlaine muss sterben

    Von hera | 27.April 2005

    Die Geschichte um den temperamentvollen Bühnendichter Christopher Marlowe beginnt am 19. Mai 1593. Ein Bote der Königin reitet in den Hof, überbringt eine Verfügung des Kronrats und fordert Marlowe auf, ihn nach London zu begleiten. Dort angekommen, wird Marlowe sofort dem Kronrat vorgeführt und befragt. Der Rat ist im Besitz eines Schriftstückes, welches an der Tür der holländischen Kirche angebracht gewesen war, unterzeichnet mit Tamburlaine.
    Marlowes Theaterstück „Tamburlaine“ gilt zwar allgemein als atheistisches Traktat. Doch Marlowe behauptet, nicht der Verfasser des Pamphlets zu sein. Zu seinem Erstaunen wird er unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Das gibt ihm Gelegenheit den zu suchen, der die Figur Tamburlaine zum Leben erweckt hat. Doch wäre er im Kerker vielleicht eher in Sicherheit gewesen. Marlowe hat nur noch drei Tage zu leben.

    Sein Tod konnte nie aufgeklärt werden. Der Dramatiker Christopher Marlowe starb unter mysteriösen Umständen. Louise Welsh hat die letzten Tage des Christopher Marlowe nach ihren Vorstellungen rekonstruiert. Es ist eine kurze, tragische Erzählung, die vor allem durch Louise Welshs stilvolle Art zu schreiben besticht, als durch den nicht leicht durchschaubaren, intrigenreichen und vielschichtigen Inhalt. Dennoch führt die Autorin mit viel Esprit und Charme durch die abenteuerliche Geschichte, dabei lässt sie Marlowe selbst erzählen, in der Form eines Briefes, was die Spannung noch zusätzlich erhöht. Marlowe ahnt die Gefahr für sein Leben, darum schreibt er dem Leser, was er zu sagen hat, hinterlegt die Blätter bei seinem letzten wahren Freund, für den Fall der Fälle. Er weiß, dass er auf gefährlichem Fuße lebt, Feinde hat und sich neue Feinde macht. Die Autorin weist abschließend in einem Anmerkungsteil auf verschiedene andere Theorien hin, der Tod Christopher Marlowes bleibt geheimnisvoll.

    Über die Autorin:
    Louise Welsh wurde 1965 in London geboren. Sie studierte Geschichte, arbeitete in einem Antiquariat und schloss dann ein Creative Writing Studium ab. Die in Glasgow lebende Autorin erhielt für ihren ersten Roman „Dunkelkammer“ verschiedene Preise, in Deutschland den CORINE-Debüt-Preis 2004.

    Rezension von Heike Rau

    Louise Welsh
    Tamburlaine muss sterben
    Aus dem Englischen von Wolfgang Müller
    120 Seiten, gebunden
    Verlag Antje Kunstmann
    ISBN: 3-88897-384-8
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