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    Happy Valley

    Von hera | 26.Juni 2006

    Tomei kommt ins Buschkrankenhaus, um zu sehen, ob seine Frau schon entbunden hat. Endlich wurde der ersehnte Junge geboren. Diesen Wunsch haben ihm die Geister erfüllt. Der Zauber hat gewirkt. Als Tomei das Baby zum ersten Mal sieht, merkt er jedoch gleich, das hier etwas nicht in Ordnung ist. Zwar versichern ihm die Schwestern, dass das Baby gesund ist, aber es sieht einfach nicht aus wie er. Keiner scheint seine Bedenken zu teilen, auch seine Frau nicht. Das Baby ist hübsch, ganz im Gegensatz zu seinem Vater. Auch das wäre noch kein Problem. Aber, es lässt sich nicht leugnen, das Baby ist weiß. Es kann also unmöglich von ihm sein. So machen ihm die Glückwünsche der anderen keine Freude. Tomei glaubt, die Leute machen sich über ihn lustig. Am liebsten würde er seiner Frau verbieten, das Baby zu zeigen.

    Das Interesse an dem kleinen Jungen ist allerdings groß, nach neun Töchtern. Nur wer einen Sohn hat, kann Anführer des Volkes werden. So ist es Tradition. Doch was werden die Ratsmitglieder von einem weißen Kind halten? Wieder und wieder geht Tomei zum Zauberheiler. Vielleicht kann er die Geister bewegen, noch einmal einzugreifen. Tomei ahnt nicht, dass auch ein anderer sich in dieser Sache an den alten Zauberheiler gewandt hat. Dieser hat für das kleine Baby allerdings etwas Unheilvolles im Sinn.

    Tomei ist das Opfer einer Verwechslung geworden. Doch dafür gibt es keine Beweise. So muss er den neugeborenen Jungen annehmen, wohl wissend, dass er nicht von ihm sein kann. Seine Frau hat weit weniger Probleme damit. Das Kind ist gesund, das ist die Hauptsache. Von Äußerlichkeiten lässt sie sich nicht leiten. Sie nimmt ihr Kind an, so wie es ist und dafür kann man sie nur bewundern. Tomei dagegen wird nicht müde, einen Ausweg zu suchen und auch einem anderen ist das Kind ein Dorn im Auge. Doch Tomei merkt nicht, was vorgeht, er vertraut dem Hexer blind, ist bereit jeden Preis zu zahlen, damit die Geister den Jungen in einen Sohn verwandeln, der ihm ähnlich sieht.
    Die Geschichte ist mit viel Humor geschrieben, wirkt oft sagenhaft komisch, so dass man immer wieder schmunzeln muss. Die unterschiedlichen Meinungen der Eheleute werden gut herausgestrichen, eine klare Botschaft vermittelt. Auch vom Schreibstil her lässt sie sich gut lesen. Das Ende ist überzeugend. Als Leser ahnt man natürlich, wie die Geschichte ausgehen wird. Und trotzdem bleibt die Spannung erhalten.

    Über den Autor:
    Meja Mwangi ist Jahrgang 1948 Er wurde in Nanyuki/Kenia geboren und ging nach dem Abi als technischer Angestellter zur French Broadcasting Corporation. Seit 1973 ist er freier Schriftsteller und Drehbuchautor, erhielt viele Auszeichnungen.

    Rezension von Heike Rau

    Meja Mwangi
    Happy Valley
    Aus dem Englischen von Thomas Brückner
    152 Seiten, gebunden
    Peter Hammer Verlag, Wuppertal
    ISBN: 3-7795-0051-5
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