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    Valentinsnacht

    Von hera | 19.September 2006

    „Melde dich oder lass es bleiben.“ Diese Annonce weckt Paulmanns Interesse. So nimmt er Kontakt auf. Das erste Gespräch verläuft nicht gerade optimal. Dennoch verabreden sich die beiden zu einem Kinobesuch. Die Frau, die Paulmann im Kino anspricht, ähnelt dem Foto, dass er von ihr hat zwar nicht, aber nach einer Typberatung sieht man nun mal anders aus. Vielleicht liegt es am Film. Die beiden landen noch an diesem Abend im Bett.

    Wenig später findet Paulmann heraus, dass er offensichtlich die falsche Frau erwischt hat. Mit wem er die Nacht zusammen war, weiß er nicht. Doch angelogen hat sie ihn nicht, also findet er sie über ihre Arbeitsstelle. Als Paulmanns Wohnung saniert werden soll, zieht er bei Katarina ein. Schließlich hat sie ein Zimmer frei. Wie ein Paar leben die beiden allerdings nicht zusammen. Es ist, als hätte diese eine Nacht nicht existiert. Und doch hat sie ihre Spuren hinterlassen. Katarina ist schwanger.

    Nun steht sie im Raum, die Kinderfrage. Sie ist Thema des Buches. Doch weder Katarina noch Paulmann wollen, so völlig überrumpelt, diese Frage entscheiden. Sie sind nicht in der Lage dazu.
    Es gibt viele Bücher, die von Paaren erzählen, die ein Kind erwarten. Dieses ist ganz anders, viel tiefgründiger. Keine Entscheidung zu treffen heißt ja in diesem Fall, sich für das Kind zu entscheiden.
    Interessant sind die Dialoge im Buch. Paulmann und Katarina überlegen hin und her, wägen ab. Das alles ist sehr nüchtern beschrieben. Es gibt keine Romantik zwischen diesem Zufallspaar.
    Das Buch in seiner leisen Dramatik, mit sparsam eingerichteter und wenig Ablenkung bietender Kulisse, stimmt nachdenklich. Es wäre zu verhindern gewesen. Aber vielleicht ist es auch gut so. Man würde gerne wissen, wie die Geschichte weitergeht.
    Vom Schreibstil her ist das Buch etwas Besonderes. Es ist sehr sensibel geschrieben und beleuchtet das Leben eines Paares zwischen fünfunddreißig und vierzig, dass beruflich in einer Sackgasse steckt und eben auch gefühlsmäßig. Selbst dann scheint es schwer, Kompromisse einzugehen. Man kommt als Leser nicht umhin, sich auch selbst die Frage zu stellen: Was wäre wenn…

    Über den Autor:
    Silvio Huonder wurde 1954 in Chur geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Er arbeitete als Bühnenbildner und Regisseur und studierte an der Hochschule der Künste in Berlin Szenisches Schreiben. Auch Hörspiel und Theaterstücke hat er veröffentlicht. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Berlin.

    Rezension von Heike Rau

    Silvio Huonder
    Valentinsnacht
    189 Seiten, gebunden
    Nagel & Kimche
    ISBN-10: 3-312-00379-2
    ISBN-13: 978-3-312-00379-2
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