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Autor: Claudine Borries

Mely Kiyak: Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an

Mely Kiyak: Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an

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Lebensende oder neues Glück?

„Man stirbt.
Man steht morgens auf, macht seine Arbeit und stirbt.
Man träumt und stirbt.
Man gießt Blumen, geht einkaufen, schüttelt Decken aus und stirbt.“

Mit diesem immer wiederkehrenden Refrain beginnt Mely Kiyak ihren Roman über die tödliche Krankheit ihres Vaters.

Man spürt, wie tief berührt sie ist, als der Vater unerwartet an Lungenkrebs erkrankt. Jeden Tag ist sie bei ihm im Krankenhaus und erlebt die Atmosphäre aus Krankheit und Unausweichlichkeit. Ihr Vater weint, und sie kann es nicht aushalten. Kann man denn nichts tun?

Sie kann ihren Vater motivieren, in die Vergangenheit einzutauchen und Geschichten über die Familie zu erzählen. Da gibt es Tanten, Onkels, Großväter und eine Vielzahl von Anverwandten. Das Landleben und lange geübte Gewohnheiten bestimmen das Leben der weitläufigen Verwandtschaft und Freunde. Die großen Sippen mit ihren zahlreichen Mitgliedern leben in Frieden oder im Krieg mit einander. Man wird mit gerissen in einen Strom von Trauer, Abschiedsgedanken und Erinnerungen. Die Türkei mit ihren großen Familienclans und die Gegenwart in einem sauberen, seelenlosen und nach westlichem Standard ausgerüsteten Krankenhaus bieten die Bühne, auf dem sich das Leben von Tochter und Vater zuletzt abspielt.

Mely Kiyak ist eine erfolgreiche Journalistin, die vorübergehend ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Ihre Sorge um den kranken Vater scheint alles zu überwuchern. Er schwebt lange Zeit zwischen Leben und Tod. Nur die Geschichten, die er erzählt, lenken aus dem grauen Krankenhausalltag ab.

In diesen Geschichten spielt seine Herkunft aus Anatolien die bestimmende Rolle. Hier herrschen tradierte Lebensmuster, ein einfaches Leben ohne Komfort und ländliche Schlichtheit. Zum Westen der Türkei hin herrscht eine eher säkulare Welt, in der es gut besuchte Schulen und Universitäten gibt. Allerdings entwickeln Kinder aus benachteiligten analphabetisch geprägten Elternhäusern, die als Gastarbeiter nach Deutschland kamen, häufig ebenfalls ein aufgeklärtes und bildungsnahes Bürgertum.

Mely Kiyak ist eine liebevolle Tochter, die zwischen West und Ost zu vermitteln versucht. Sie hängt mit vollem Herzen an dem Mann, der hier als hilfloses Opfer der Medizin seinem Ende entgegen sieht. Er versteht vieles nicht und versucht sich dem abstrakten und wenig menschenfreundlichen Medizinbetrieb entgegen zu stemmen liebevoll betreut von Verwandten und Freunden.

Mely Kiyak schreibt emphatisch und mit Herzenswärme, wie sie die Zustände des Vaters miterlebt. Er wollte doch so gerne sein Rentnerdasein mit einer neuen Liebe genießen! Ob es ihm gelingen wird?

Das Buch geht zu Herzen. Es zeigt die innige Verbindung zwischen einem Vater und seiner Tochter. Die Autorin setzt ihm, den sie hoch achtet und liebt, ein lebendiges und lebhaftes Andenken. Sie bedenkt dabei sehr wohl, wie schwer es ist, sich aus alten Traditionen zu lösen und neue Formen zu finden. Stellvertretend für zahlreiche Mitbürger mit gleicher Vorgeschichte spricht sie von der Hoffnung und von dem Trost, mit dem die Heimkehrer ihr Lebensende zu Hause verbringen möchten. Nicht zuletzt erfährt man in einer der Erzählungen, wie auch der Vater die Tochter als kleines Kind dem Tod entreißt. Der Kreis hat sich geschlossen!

Mely Kiyak beweist sich als ausgezeichnete  Schriftstellerin, die reflektiert und sehr bewusst über sich und ihre Landsleute zu berichten weiß.

Mely Kiyak
Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an
256 Seiten, gebunden
S. FISCHER, Mai 2013)
ISBN-10: 3100382129
ISBN-13: 978-3100382122
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Peter Schneider: Die Lieben meiner Mutter

Peter Schneider: Die Lieben meiner Mutter

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Krieg und Liebessehnsucht. Eine Familienstudie.

Peter Schneider geht weit zurück in seinen hier vor liegenden Erinnerungen. Er  beschreibt das Leben seiner Eltern und seine eigenen ersten Jahre während und nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er 1940 geboren wurde. Viel weiß er nicht über seine Eltern. Doch anhand von Briefen seiner Mutter kann er aufschlüsseln, dass sie neben ihrem Mann Heinrich einen zweiten innig liebte und mit diesem auch zusammen war. Beide Männer waren an der Oper tätig, die aus Gründen der Propaganda seitens des Reichspropagandaministers Goebbels noch bis weit in das Kriegsjahr 1943 mit ihren Spielplänen erhalten geblieben war, bevor auch das letzte Aufgebot an Männern an die Front geschickt wurde. Andreas war Regisseur, Peter Schneiders Vater Heinrich war Dirigent.

Die Mutter hatte den Vater jung geheiratet und bekam insgesamt nach einander vier Kinder. Dass sie dafür eigentlich zu schade war, bescheinigt ihr der Liebhaber Andreas. Es bleibt klar, dass die Mutter zwei Männer liebte. Diese waren Freunde und duldeten einander. Peter Schneider erfährt von den Liebschaften seiner Mutter wohl erst durch ihre spät gelesenen Briefe.

Aus seinen Impressionen und Recherchen schält sich ein Künstlerleben heraus, in dem häufig finanzielle Not herrschte. Die Kriegsjahre überstand die Familie einigermaßen unbeschadet nur mit Hilfe der Näharbeiten seiner Mutter.

Die aufgefundenen Briefe sind aufschlussreich im Hinblick auf die Toleranz aller Beteiligten in den Dreiecksbeziehungen. Andreas liebte seine Freiheit, Heinrich liebte seine Frau über alles, und Schneiders Mutter liebte beide gleichzeitig. Für die Sitten und Moral in jenen fernen Zeiten ist das eine seltene Konstellation.

Die Form der Biographie, in der hier berichtet wird, ist ungewöhnlich. Aus dem facettenreichen Leben der Mutter kann der Sohn sich zusammenreimen, wie sie ihr Eigenleben neben der Arbeit und der Fürsorge für ihre Kinder gestaltet hat. Da gab es Hingabe, Entsagung und die Gabe, sich fröhlich zu vergnügen. Es gab aber auch die Schwermut, die zuletzt das Leben dieser liebessehnsüchtigen Frau zu zerstören schien. Zwei Themen werden hier abgehandelt: die Kindheit als Flüchtlingskind in einem Dorf in Bayern und die Sehnsüchte einer liebebedürftigen Mutter.

Die Endzeitstimmung des Zweiten Weltkriegs wird authentisch wiederbelebt. Untergang und Flucht aus der zerstörten Stadt Dresden unter unglaublichen Kriegsbedingungen werden so hautnah beschrieben, dass man glaubt, man wäre dabei gewesen. Eine Frau mit vier kleinen Kindern brauchte Energie, Kraft und Lebensmut, um diesem Zumutungen standzuhalten. Daneben konnte sich die Mutter wohl nur durch ihre Liebesbriefe und eine unersättliche Leidenschaft zu verschiedenen Männern am Leben halten. Dass ihr eigener Mann durch alle Widrigkeiten und Nebenliebschaften zu ihr gehalten hat, war Trost und  Hilfe für die geplagte Mutter.

Peter Schneider gehörte einst zu der so genannten 68 sechziger Generation, die scharf mit der Elterngeneration abgerechnet hat. Erst spät erfährt er, dass sein Vater zwar kein Nazi war aber doch stillgehalten hat, um seine Position an der Oper nicht zu gefährden.

Vermutlich ist es nicht leicht, einer Mutter mit diesem bewegten Innen- und Außenleben die angemessene Würdigung entgegen zu bringen. Peter Schneider ist das gelungen.

Peter Schneider
Die Lieben meiner Mutter
304 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch, Mai 2013
ISBN-10: 3462045148
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Koethi Zan: Danach

Koethi Zan: Danach

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Dieses Buch sprengt fast alle Thriller, die man sich vorstellen kann.

Nackt und bloß finden sich eines späten Abends Sarah und ihre enge Freundin Jennifer in einem dunklen Kellerverlies wieder. Sie sind auf eine infame Weise entführt worden.
Anwesend sind bereits zwei andere nackte und abgemagerte junge Mädchen. Man kann kaum etwas sehen. In diesem Verlies müssen die vier drei Jahre ausharren. Jennifer hat es besonders schlimm erwischt, denn sie steckt zusätzlich in einer engen Kiste.

Schon bald erfährt man, dass der Täter ein Psychologieprofessor war, der an seinen Opfern spezielle Versuche ausprobiert. Die Details seiner Versuche erscheinen verrucht, gruselig und brutal.
Die Geschichte wird in Episoden erzählt, so dass man zunächst die schlimmsten Grausamkeiten nur in Andeutungen erfährt. Der Fantasie ist Tür und Tor geöffnet, um sich auszumalen, welcher Art die Torturen sind.

Die Tat liegt zehn Jahre zurück, der Täter sitzt im Kittchen und die vorzeitige Entlassung des offensichtlich geisteskranken Entführers steht bevor. Die Polizei bittet Sarah um Mithilfe beim Aufdecken weiterer Verbrechen dieses abnormen Täters. Sie lebt mittlerweile in New York, hat sich seit ihrer Befreiung streng verbarrikadiert und meidet alle irgendwie gefährlichen Situationen. Jetzt wird sie in die Nachforschungen nach dem Verbleib ihrer Freundin und dem kranken Täter hineingezogen.

Eine rasante Suche beginnt. Man ist den geheimen Zeichen einer Sekte auf der Spur, die sich sadomasochistischer Praktiken bedient. Neben dem Psychologieprofessor, der sich die schlimmsten Exzesse ausgedacht hat, sind noch weitere Kreise und Personen in die Geschichte verwickelt. Mädchenhandel, Gehirnwäsche und Abartigkeiten aller Art lassen den Leser erschauern.

Die dramatische Jagd nach den Verbrechern wird zu einem unglaublich spannenden Abenteuer. Immer neue Einzelheiten der Verbrecherbande führen den Leser und die Opfer auf gefährliche Spuren.

Koethi Zan hat einen unglaublich fesselnden Thriller gelandet. Sogar Leser, die nicht unbedingt zu den begeisterten Krimilesern gehören, werden das Buch nicht aus der Hand legen. Die psychologischen Feinheiten sind raffiniert und überzeugend dargelegt. Man staunt allerdings, zu welchen Abartigkeiten der Mensch fähig ist, und dass eine Autorin sich diese Geschichten ausdenken kann.

Auf jeden Fall reizt dieser Krimi die Nerven zum Zerreißen.

Koethi Zan
Danach
448 Seiten, broschiert
FISCHER Scherz, Mai 2013
ISBN-10: 3651000451
ISBN-13: 978-3651000452
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Jeanette Winterson: Warum glücklich statt einfach nur normal?

Jeanette Winterson: Warum glücklich statt einfach nur normal?

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Spurensuche und Identitätskrisen.

Als Kind einer zu jungen und armen Mutter auf die Welt zu kommen, ist häufig ein Unglück. Dieses Schicksal erleidet die Autorin Jeanette Winterson, die 1960 im Alter von fünf Monaten von Mr. und Mrs. Winterson adoptiert wurde. Die Familie lebt in Accrington nicht weit von Manchester entfernt. Aus den Erfahrungen ihres Lebens hat Jeanette Winterson einen höchst reflektierten, anregenden und klugen Bericht verfasst.

Mrs. Winterson ist eine frömmelnde, neurotische und in ihren Gefühlen schwer gestörte Frau. Überall wittert sie Boshaftigkeit, Ungehorsam und Sünde. In ihrem Umfeld argwöhnt sie darüber hinaus Unreinheit, Lüge und Betrug. Den Vater hält sie sich vom Leibe. Ohne Sex aber gibt es kein Kind! So muss ein angenommenes Kind ihren Fantasien und Bösartigkeiten standhalten.

Jeanette Winterson zeichnet das Bild einer kargen und entbehrungsreichen Kindheit und Jugend. Harte Strafen und    ausgesperrt werden gehören zu ihrem kindlichen Alltag. Aus ihren Worten spürt man die Rebellion und aufsässige  Verfassung, mit der sie sich durchs ihr Leben schlägt. Mit 16 Jahren verlässt sie dieses ungeheuerliche Elternhaus und führt fortan das Leben einer vagabundierenden, eigensinnigen und selbstbestimmten Frau.

Ohne psychische Verbiegungen bleibt eine solche Kindheit nicht!

Intelligent und zielstrebig schafft J.W. dennoch den Sprung an die Universität Oxford und wird später zu einer angesehenen Schriftstellerin.

Den Beweis dafür liefert ihr Titel „Warum glücklich statt einfach nur normal“? Das sind die Worte der Mutter, die voller Hass auf die Tatsache reagiert hat, dass ihre Adoptivtochter Frauen liebt.

Jeanette Winterson zieht die Bilanz ihres Lebens, die von Zweifeln, Selbstfindungs- und Identitätssuche gekennzeichnet ist.

Differenziert und selbstkritisch beschreibt sie ihre Suche nach dem rechten Weg ins Leben. Ihre Adoptivmutter zeigt sich als grausame und selbstgerechte moralische Instanz. Mit Tiefenschärfe und klugen Blick reflektiert die Autorin ihr Geschick, das nur mit unerschütterlicher Stärke zu meistern ist.

Die klaren Worte und der stechend scharfe Blick der Autorin bringen einem ihr Schicksal ganz nahe. In einem furiösen Finale begibt sie sich auf Spurensuche nach ihrer wahren Herkunft. Es trägt sie in Gefühlswelten, die schwer zu verkraften sind.

Die Geschichte ist ein Leerstück aus der schwarzen Pädagogik, an der schon ganz andere Menschen zerbrochen sind. Nicht ganz von ungefähr denkt man an Charles Dickens bei der Lektüre.

Der herausragende Lebensrückblick bietet mannigfache Gelegenheit, sich der eigenen Zielsetzungen oder Versagungen zu erinnern.

Sehr lesenswert!

Jeanette Winterson
Warum glücklich statt einfach nur normal?
256 Seiten, gebunden
Hanser Berlin, 2. Auflage, Januar 2013
ISBN-10: 3446241493
ISBN-13: 978-3446241497
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Miriam Toews: Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt

Miriam Toews: Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt

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Zweifel und Tod: eine Bilanz.

Miriams Vater gab zeitlebens Rätsel auf: er war ein mitreißender Lehrer, witzig, erfindungsreich und beliebt. Zu Hause aber war er ein Schweiger. Fragte man ihn nach seinem Befinden, so ging es ihm nach seinen Aussagen gut. Doch tief im Inneren wütete eine Krankheit in ihm, die weit verbreitet ist und zu oft verleugnet wird: er leidet an einer Depression. Mit 17 wurde eine manisch depressive Krankheit bei ihm diagnostiziert. Man riet ihm von einer Familiengründung ab. Doch er heiratete Elvira, die er schon aus der Schulzeit kennt, und bekommt zwei Töchter mit ihr. Die Tochter Miriam ist es, die sich auf Spurensuche begibt, als sie nach dem Suizid des Vaters, den er kurz nach der Pensionierung beging, seine Vergangenheit durchforscht.

Sie hat ein liebevolles und ehrliches Bild ihres Vaters ersonnen und beschrieben. Dazu gehören Rückblicke auf die Familiengeschichte, das Leben in Kanada in einem Ort namens „Steinbach“, die Berufszeit des Vaters als Lehrer und das Familienleben im Allgemeinen. Die Familie gehörte über Generationen zur religiösen Gemeinschaft der Mennoniten. Das ist eine streng gläubige und moralisch rigide Freikirche.

Melwin Toews war ein Grübler und Zweifler. Er hat sich über die Umwelt gelegentlich lustig gemacht; über Krankenschwestern, Ärzte  und ihre Medikationen. Niemand konnte ihm helfen, zumal er zu Hause schwieg. Woher sollte man wissen, wie es in seinem Inneren zuging? Sein ganzes Leben erscheint als eine Flucht vor der Krankheit. In der Arbeit, die er weit über das übliche Maß hinaus betreibt, findet er Zufriedenheit. Fällt sie weg, so fällt er in sich zusammen, und zurück bleibt die innere Leere, das Gefühl des Versagens und der Unfähigkeit. Weit in die Kindheit reichen die Wurzeln für diese Störung zurück.

Zart angedeutet darf man sich ein Bild machen von der Lieblosigkeit, mit der Melvin in frühester Kindheit konfrontiert wurde. Hier ruht bereits der schicksalhafte Konflikt zwischen Schuld und Versagen. Frustrationen in frühester Kindheit verursachen Entwicklungen, die gravierende Folgen zeitigen können.

In einem langen Rückblick geht die Autorin der Familiengeschichte nach. Sie lässt den Vater selber zu Wort kommen und skizziert seine Gedanken über die Welt, die Brüder, die Schwestern und den ganzen Familienclan. Herausgekommen ist eine wirklich witzige und amüsante Familiengeschichte, die mit Leichtigkeit berichtet, wo Tragik womöglich belasten könnte. Ernst wird mit Ironie und Komik vermischt, so dass mit Distanz die Traurigkeit vertrieben wird. Zahlreiche Szenen aus dem gelebten Familienleben bieten Einblicke in das Dasein auf dem Lande, in Familienkonstellationen mit ihren Erfolgen, Niederlagen und religiösen Bindungen.

Die Krankheit „manische Depression“ bekommt ein Gesicht, das anrührt und erschüttert.

Der Text ist locker aufbereitet und bietet Unterhaltung mit tiefgründiger Lebenserfahrung auf hohem Niveau.

Miriam Toews

Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt
258 Seiten, gebunden
Berlin Verlag, April 2013
ISBN-10: 3827011310
ISBN-13: 978-3827011312
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Alfred Neven DuMont: Drei Mütter

Alfred Neven DuMont: Drei Mütter

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Kindheit, Liebe, Lust und Leidenschaft.

Handelt es sich hier um einen Liebesroman oder um einen Entwicklungsroman?
Ich vermute beides.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Junge Alwyn, der zu Beginn der Erzählung etwa fünf Jahre alt ist. Er wird von einer bildschönen Mutter versorgt, die ihn zärtlich liebt und ihm alle körperliche Wohltaten einer stillenden Mutter zuteil werden lässt. Leider steht es um die Ehe der Eltern nicht zum Besten. Als der Vater schließlich die Familie verlässt, verlustiert sich die Mutter mit einem neuen Liebhaber. Alwyn gerät nun in die Fänge seiner fünf Jahre älteren Schwester Alwena. Sie erzieht ihren Bruder, liebt und züchtigt ihn. Diese fast inzestuöse Beziehung zeitigt jedoch auch seelische Folgen.

Als Alwyn in die Schule muss, passt ihm das gar nicht. Verwöhnt, hübsch und klug zieht er den Neid der Mitschüler auf sich, bis Egon erscheint. Jetzt hat er einen Beschützerfreund, der zugleich noch die Lehrfunktionen von Alwena genießt. Sie macht aus Egon einen passablen Schüler.

In dieser wohligen Kinderwelt gibt es kaum Kummer aber viel Eros und Wohlgefallen. Doch ganz unberührt bleibt der Knabe nicht von der Verfolgung böser Geister, hinter der sich eine verkappte Depression verbirgt.

Alwyn wächst heran und ist der Liebling der Frauen. An Zuwendung mangelt es ihm nie. Er ist klug und lernt leicht, so dass er ein äußerlich unbeschwertes Leben führt. Alfred Neven DuMont erzählt die Geschichte seines sensiblen und vom Glück begünstigten Helden mit Liebe und Einfallsreichtum. Malerische Landschaftseindrücke, ein träumerischer Liebling der Götter; so ist das Leben in Freuden perfekt! Um ihn herum mögen die Beziehungen in die Brüche gehen: er bleibt der unangefochtene Held, den fast nichts aus der Bahn wirft, denn an liebestollen Frauen mangelt es ihm nicht.

Erst bei dem Besuch seines Großvaters in Afrika erfährt er, wie sehr ihm ein beschützender Vaterfreund gefehlt hat!

Mit zahlreichen Liebesszenen angereichert wird die Geschichte leicht, ruhig und einfühlsam beschrieben. Ist die Mutter auch exzentrisch und der Vater oft abwesend: unser Helden meistert sein Leben ungestört. Der Großvater in Afrika aber ist seine große Entdeckung, denn er in ihm findet er einen liebevollen und weisen väterlichen Freund.

Die Entwicklung vom vergötterten Kleinkind zum schönen und klugen Mann geht insgesamt jedoch ohne schwere Einbrüche vonstatten.

Alwyn geht seinen Weg  und schließt Frieden mit seinen diversen Freundinnen und Bezugspersonen. Einzig seine Besitz ergreifende Schwester wird mit seiner Loslösung von ihr nicht fertig.

Die ruhige, liebenswürdig daher erzählte Geschichte liest sich unbeschwert und einfach. Man findet Vergnügen an einem Leben mit geringen Aufregungen und Kümmernissen, wenn es so auch der wirklichen Welt kaum entspricht. Soll um ihn herum die Welt in Trümmern liegen. Alwyn bewegt sich unberührt von Betrübnissen und schwerem Leid des Lebens zwischen den ihn liebenden Frauen um ihn herum auf Forschungspfaden. Er wird ein glücklicher Mann. Und wir erleben die Entwicklung einer Adoleszenz, die ihresgleichen sucht.

Eine leichte und kurzweilige Lektüre bietet Alfred Neven DuMont mit diesem Roman seinem geneigten Lesepublikum.

Alfred Neven DuMont
Drei Mütter
364 Seiten
Hoffmann und Campe, März 2013
ISBN-10: 3455404219
ISBN-13: 978-3455404210
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Ulrike Edschmid: Das Verschwinden des Philip S.

Ulrike Edschmid: Das Verschwinden des Philip S.

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Wege und Irrwege.

Aus den bewegten sechziger Jahren, der 68-ziger Bewegung und einer Zeit des Aufruhrs und des Aufbruchs resultiert dieser kleine biographisch gefärbte Roman von Ulrike Edschmid.

Sie ist eine der Protagonistinnen, die in den Strudel der Ereignisse gerät, als die Unruhe und Auflehnung gegen die „Alten“ das Leben der damals jungen Generation durcheinander gewirbelt hat.

Früh schon hat die Icherzählerin einen kleinen Sohn von einem Mann, der sich davon gemacht hat. Als sie Philip S. kennen lernt, ist sie fasziniert von diesem in sich gekehrten, leisen Mann. Er ist ein stiller Rebell, der seine schweizerischen Eltern und ihr bürgerliches Leben aufgegeben hat. Ohne Gepäck und besessen alleine von der Fotografie und dem Filmemachen lebt er mit der Icherzählerin das Leben der Boheme in abgerissenen Wohnungen in Berlin und immer im Strudel der Ereignisse. Als Rudi Dutschke angeschossen wurde und Benno Ohnesorg starb, sind die beiden liiert. Sie fahren einen Sommer lang nach Rom im Wohnungstausch mit einem sozialistischen Professors.

Ulrike Edschnid schreibt einen abgerissenen Stil. Kurz und teilweise nur in Andeutungen formuliert, bekommt man die beklemmende Atmosphäre mit, in der sich das Leben unter der Ägide zahlreicher aufrührerischer Studenten abspielte. Die Zeit von A.S. Neill’s „Summerhill“ und seine freie Pädagogik ist en Vogue. Man gründet die ersten Kinderläden und allenthalben wird die bürgerliche Ordnung vergangener Jahre in Frage gestellt. In diesem Milieu geht die sichere Orientierung an alten und bewährten Lebensmustern von zugegebenermaßen zuweilen auch miefigen und spießigen Lebensformen verloren.

Die vermeintliche Freiheit und auf ihre Weise auch wieder Angepasstheit und Unterdrückung wird fassbar in kurzen und fast neutralen Erzählungen, mit denen Ulrike Edschmid über ihr damaliges Leben berichtet.

Es ist eine schwere und bleierne Zeit. Aus den Anfängen der Freiheitsbewegung entwickelt sich die militante RAF (Rote Armee Fraktion) mit dem Ziel des politischen Umsturzes. Philip S. ist ein sensibler Freund und Ersatzvater für Ulrike Edschmids Sohn. Doch auch er wird in den Sog des Untergangs gezogen.

Ulrike trennt sich zaghaft und besonnen von ihm, während er seinen verwirrten eigenen Regeln folgt.

Eine atmosphärische überzeugende Sozialstudie ist der Autorin gelungen. Man kann nachfühlen, wie zerrissen die jungen Frauen und Männer waren. Auf unterschiedliche Weise suchen sie Lösungen für ihre Traumata aus autoritären Erziehungsstilen und Orientierungslosigkeit. Sie verlieren die Kontrolle über ihr Handeln und gleiten ab in den Terrorismus.

Auch in anderen Ländern, besonders in Frankreich, fanden revolutionäre Auswüchse statt. Sie hatten allerdings keine  vergleichbar tragische Dimension wie in unserer deutschen Vergangenheit mit ihren zahlreichen Opfern, die als Folge irre geleiteter Täter zu beklagen waren.

Wer sich ein Bild machen will von diesen politisch aufregenden und strapaziösen Phasen unserer Geschichte in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, kann das hier erfahren.

Ulrike Edschmid schreibt feinfühlig, traurig und angerührt von den Ereignissen. Sie richtet den Fokus allein auf die Unruhe und das Abgleiten ihres Freundes in die Terrorszene, so als sei das eine zwingende Entwicklung gewesen, die niemand aufhalten konnte.

Sehr lesenswert!

Ulrike Edschmid
Das Verschwinden des Philip S.
157 Seiten, gebunden
Suhrkamp Verlag, März 2013
ISBN-10: 3518423495
ISBN-13: 978-3518423493
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Hiromo Kawakami: Bis nächstes Jahr im Frühling

Hiromo Kawakami: Bis nächstes Jahr im Frühling

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Langsame Trennung.

Das gleichmütig dahin plätschernde Leben von Noyuri bietet dem Leser den Einstieg in eine Liebesgeschichte, wie sie Hiromi Kawakami in zahlreichen Abwandlungen immer wieder zum Thema ihrer Romane nimmt. Noyuri ist eine etwas langweilige Person. Sie ist seit sieben Jahren mit Takuya verheiratet. Dieser hat seit längerer Zeit eine Geliebte.

Mit ihrem Onkel Makoto verbindet sie eine geschwisterliche Freundschaft. Er vermittelt ihr einen Job in einer Arztpraxis. Sie ist fleißig und genau und wird doch zum Ende des Jahres wieder entlassen.

Nouyri nimmt alle Gegebenheiten gelassen hin. Insgeheim ahnt man, dass sie unter ihren Misserfolgen in der Ehe und im Beruf leidet. Doch irgendwie bleibt sie ein Blatt im Winde, das leicht dahin schwebt, ohne Aufstand und Widerspruch.

Hiromi Kawakami ist eine Autorin, die ihren Figuren diese schwebende Gleichmütigkeit eingibt. Vieles bleibt unausgesprochen. Doch nicht alles ist verborgen. Ihre Figuren, die sich voneinander entfernen, schweben wie zarte Schneeflocken und Kirschblütenblätter durch den Raum. Fragen nach dem wohin werden sehr direkt gestellt. Noyuri wirkt naiv und ist doch voller Sehnsucht nach Hingabe und der großen Liebe. Ihr Mann bleibt ihr fremd, denn sie lässt ihn seinen Wünschen nachgehen, ohne aufzubegehren oder zu rebellieren. Unter der äußeren Schicht ihres Auftretens spürt man eine Melancholie und eine Abschiedsstimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Noyuri wird nach und nach mutiger und blickt lakonisch der sich anbahnenden Trennung von ihrem Mann ins Auge. Die Würde ihrer Einfachheit macht die Lektüre so eindrucksvoll und anziehend. Da gibt es keine großen Gefühlseruptionen oder anstrengende Kämpfe um das eigene Wohl und Wehe. Das Leben gleitet wie ein leise rauschender Fluß vorbei, und man möchte Noyuri ermuntern, auf das eigene Wohlergehen mehr zu achten.

Hiromi Kawakami ist hier zu Lande schon lange bekannt für ihre einfühlsamen und leicht gesponnenen Liebes- und Ehegeschichten.

Hiromo Kawakami
Bis nächstes Jahr im Frühling
224 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag, Januar 2013
ISBN-10: 3446241280
ISBN-13: 978-3446241282
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Viveca Sten: Mörderische Schärennächte

Viveca Sten: Mörderische Schärennächte

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Zu jedem echten Krimi gehört ein Mord. Bei der Suche nach dem Mörder ergeben sich üblicherweise Fallen und Störungen, die alle Nachforschungen zu einem Abenteuer werden lassen.

Viveca Sten ist es wie in allen vorherigen Krimis gelungen, eine Spannung aufzubauen, die den Leser bei der Suche nach dem oder den Mörder/n nicht mehr los lässt.

Dieses Mal geht es um eine hart gedrillte militärische Eliteeinheit, in der die Geschundenen immer kurz am Tod vorbeischrammen. Schließlich musste einer wirklich dran glauben! Mit feinem Gespür für menschliche Abartigkeiten beschreibt die Autorin einen Ausbilder als so sadistisch, dass er mehrfach die jungen Soldaten an den Rand der physischen und psychischen Erschöpfung treibt.

Der Student Marcus Nielsen schreibt eine Arbeit über diese Küstenjägerausbildung um 1976, wozu er Aufzeichnungen eines damals Beteiligten zu Hilfe nimmt.

Bei seinen Recherchen stößt er auf Geheimnisse, die offensichtlich verborgen bleiben sollen. Dafür sorgen schon die Mitglieder dieser forschen Truppe, damit niemand ihre Ehre in Zweifel zieht.

Doch findet man eines Tages Marcus Nielsen erhängt vor! War es Selbstmord? Manches deutet darauf hin. Doch gibt es Indizien, die auch einen Mord möglich erscheinen lassen.

Viveca Sten baut ihren Roman so auf, dass man immer auch die     Kriminalbeamten mit ihren persönlichen Lebensumständen im Auge behält. Man erfährt etwas über verkrachte Ehen, über persönliches Unglück und viele andere Details aus dem Leben der Kriminalbeamten. Sie lösen Sympathien oder Mitleid aus, je nach Lage der Dinge. Kinder, Ehemänner und Liebschaften bereichern den Blick auf die Geschichte, die in ihren kriminellen Dimensionen sehr aufregend ist.

Die schwedische Landschaft, das kalte Wetter, Schnee und Regen erzeugen eine Stimmung, die nach Erlösung sucht. Einzig in den Behausungen der Protagonisten fühlt man sich wohl, während draußen Kälte und Ungemütlichkeit herrscht.

Kommissar Thomas Andreasson lässt nicht locker, bis er den schwierigen Fall, der mit dem Tod Marcus Nielsens begann, zur Auflösung bringen kann.

Der neue Roman von Viveca Sten verspricht Aufregung und Spannung bis zuletzt. Da sehnt man sich umso mehr nach der Wärme und dem Frühling dort wie hier!

Viveca Sten
Mörderische Schärennächte
416 Seiten, broschiert
Kiepenheuer & Witsch, April 2013
ISBN-10: 3462045288
ISBN-13: 978-3462045284
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Jordi Punti: Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz

Jordi Punti: Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz

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Abenteuer, Leben, Irrtum

In einer kuriosen Geschichte lernen sich vier Halbbrüder kennen, die alle in wechselnder Schreibweise den Namen „Christoph“ tragen.

Wie konnte es dazu kommen?

Ihr gemeinsamer Vater Gabriel hat in Paris, London, Frankfurt und Barcelona mit dort ansässigen Frauen Familien gegründet, aus denen je ein Sohn hervorging.

Natürlich sind die vier Söhne neugierig auf den Mann, der vier Söhne mit Namen Christof, Christoph, Cristofol und Christophe als seine Nachfahren hinterließ. Wer war dieser Gabriel?

Die Zusammenkunft der vier Christofs gestaltet sich einmalig. Hat doch jeder von ihnen ähnliche Erinnerungen aus den Erzählungen des selten anwesenden Vaters.

Man folgt neugierig den Ortswechseln, in denen sich Gabriels Leben abgespielt hat.

Als Waisenkind 1941 in Barcelona geboren ist er in einem Kloster aufgewachsen. Mit 17 Jahren trat er in ein Umzugsunternehmen ein, für das er Lastwagen fuhr. Das erklärt seine Abwesenheit bei seinen diversen Frauen! Immer mit ihm ist sein treuer Freund Bundó. Sie haben sich im Waisenhaus kennen gelernt und fühlen sich wie Brüder. Als dritten Kumpan haben sie noch Petroli mit an Bord ihres Lastwagens, so dass sich jeder turnusmäßig zwischendrin ausruhen kann.

In den Nachforschungen über sein Leben, das die vier Söhne nach seinem endgültigen Verschwinden anstellen, hört man von dem abenteuerlichen Leben eines Mannes, der nach den langen Kindheitsjahren im Kloster nie mehr an anderen Orten ansässig werden konnte. Er lebte in Hotels oder besonders in einer Pension in Barcelona und fuhr mit seinem Freund durch die Lande.

Die Geschichte wird in skurrilem Ton erzählt und umfasst die ganze Palette eines Heimatlosen. Zahlreiche Ereignisse und Interventionen auf den Lebensstationen schildern ein Dasein, in dem es keine Ruhe, gelegentlich liebevolle Zuneigung und nicht zu letzt eine unendliche Folge von Abenteuern in von ihm besuchten Quartieren in Spanien, Frankreich, England und Deutschland gibt. Nie kommt die Liebe zu kurz, die sich jedoch zwischen Eigenbrötlern zuträgt. Die Flucht aus zu engen Bindungen bestimmt das Leben der Protagonisten.

Der Roman besteht aus einer Mischung von Schelmenroman, Gangsterkunststück und Lebenskunst. Mit diesen Eigenschaften ist die Geschichte des Autors Jordi Punti in Spanien und aller Welt schon lange zu Ruhm gekommen.

Ein wenig Zeit und Ausdauer sollte man mitbringen, wenn man sich an diesen Roman heranwagt. Doch dann wird man durch die ausgezeichnete Fabulierkunst des Autors und die wilden Abenteuer der drei Lastwagenfahrer voll auf seinen Lesegenuss kommen.

Jordi Punti
Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz
608 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch, April 2013
ISBN-10: 3462045237
ISBN-13: 978-3462045239
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