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Kategorie: Garten und Natur

Anke Höller und Doris Grappendorf: Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen

Anke Höller und Doris Grappendorf: Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen

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Wildkräuterbücher sind beliebt. Es macht Spaß, hinaus in die Natur zu gehen und Brunnenkresse, Giersch und Löwenzahn zu sammeln. Doch auch die Wildsamen sollten Beachtung finden! Mit dem Buch „Essbare Wildsamen“ ist das einfach, vor allem dann, wenn die Wildkräuter bereits bekannt sind und sie sich sicher bestimmen lassen.

Wildsamen, so schreiben die Autorinnen, können unsere Ernährung bereichern, denn sie sind schmackhaft und reich an Vitalstoffen. Sie können Speisenzugabe oder Würze sein. Es wird nicht außer acht gelassen, dass Samen Fraßschutzstoffe enthalten können. Das sind zum Beispiel Lektine. Manche Menschen vertragen diese nicht, aber es gibt Möglichkeiten, die Samen verträglicher zu machen. Manchmal sind die Samen eher Gewürz und sollten nicht in großen Mengen verzehrt werden. Das geht in Ordnung, denn es würde auch niemand darauf kommen eine große Menge Pfefferkörner zu essen. Man erfährt also im Buch viel über die sichere Verwendung der Samen!

Es geht zunächst um grundlegende Informationen. Es wird erklärt, warum die Samen so wertvoll sind, dass sie als Superfood bezeichnet werden können, wie man sie erntet, aufbewahrt und verwendet. Hier gibt es auch erste Grundrezepte, beispielsweise für Senf mit senfartigen Wildsamen. Dazu zählt das Hirtentäschel. Für süßsauer Eingelegtes eignet sich die Samen der Knoblauchsrauke. Diese kenne ich bereits. Ich habe letzten Herbst eine kleine Menge davon gesammelt.

Näher beschrieben wird die Knoblauchsrauke in den Pflanzenporträts. Hier steht, wo und wie die Knoblauchsrauke wächst, wie sie blüht und wann sie Samen ausbildet. Ich weiß jetzt, dass ich neben den Blättern auch die grünen Schoten nutzen kann, die nach Knoblauch und Kresse schmecken. Im Rezept „Selbst gemachte Gemüsebrühe mit Knoblauchsrauke“ sorgen die Samen für einen würzigen Geschmack. Sie haben auch eine erstaunliche gesundheitliche Wirkung, die im Buch näher beschrieben wird.

Insgesamt gibt es 44 Porträts. Besonders interessant finde ich die Samen von Brennnessel, Sauerampfer, wilder Möhre und Springkraut, die ja wirklich weit verbreitet sind. Aber sicher lohnt es sich, auch nach Schlangenknöterich, Wald-Engelwurz und Feldkresse Ausschau zu halten. Mit im Buch sind zudem Verwendungsmöglichkeiten für Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern!

Das Buch gefällt mir gut! Ich bin sehr begeistert davon! Die Autorinnen vermitteln Wissen zu Wildpflanzen und ihren Samen auf eine unterhaltsame und verständliche Weise. Die Gestaltung mit den vielen Fotos ist sehr gelungen.

Rezension von Heike Rau

Anke Höller und Doris Grappendorf
Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 381860648X
ISBN-13: 978-3818606480
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Pia Krøyer und Christina B. Kjeldsen: Sammeln, Finden, Schönes schaffen – Nimm die Natur mit in dein Zuhause

Pia Krøyer und Christina B. Kjeldsen: Sammeln, Finden, Schönes schaffen – Nimm die Natur mit in dein Zuhause

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Die Natur bietet im Jahresverlauf reichlich Inspiration für Kreativität. So lädt das Buch ein, hinauszugehen und Funde mit nach Hause zu nehmen. Diese verschiedenen Naturmaterialien können Grundlage für schöne Dekorationen sein. Die Autorinnen verstehen sich dabei als Ideengeber. Es gibt keine genauen Pläne oder Anleitungen, sondern Vorschläge für Projekte, die dann auf eigene Weise verwirklicht werden können.

Es beginnt mit dem Frühling. Auf der Fensterbank wird Platz für ein kleines Gewächshaus geschaffen. Stauden werde innerhalb der Gärten in der der Nachbarschaft getauscht. Die ersten Kräuter für die Frühlingsküche können geerntet werden. Es gibt Frühlingsquiche mit Lauch und Bärlauch, ein selbst gemachtes Gierschpesto und einen Brennnessel-Smoothie mit Apfel. Frühlingszweige werden in der Wohnung zum Blühen gebracht. Wer mag, kann die Jahreszeit mit der Kamera dokumentieren und aus den Fotos eine Collage kreieren.

Die weiteren Kapitel sind ähnlich aufgebaut. Es kommen natürlich immer die jeweiligen Besonderheiten jeder Jahreszeit zum Tragen. Im Sommer wird ein rustikales Hängesofa gebaut und es gibt ein Abendessen am Lagerfeuer mit Salat, Focaccia-Brot und Lagerfeuersuppe. Im Herbst wird Holunderbeersaft gemacht. Die Flaschen werden mit holunderbeerfarbenen Geschenkanhängern verziert. Aus Hagebutten lassen sich Kränze fertigen und aus Herbstholz entsteht ein kleiner Hocker. Im Winter ist es Zeit, aus den gesammelten Zapfen eine Weihnachtsdekoration zu basteln oder das Geschenkpapier mit einem Naturdruck zu versehen.

Das Buch lockt auch Stubenhocker nach draußen! Es motiviert, mit offenen Augen in der Natur spazieren zu gehen und natürlich schönes Bastelmaterial, das kostenlos ist, für Dekorationen zu sammeln. Wer handwerkliches Geschick und den entsprechenden Platz hat, kann Anspruchsvolleres umsetzen.

Der nordische Stil erscheint kühl und schlicht. Die bunten Naturfarben, die es hierzulande gibt, werden sparsam eingesetzt. Es macht Spaß, sich inspirieren zu lassen, kleine Arrangements für den Tisch, Wandgestaltungen oder andere Dekorationen zu erschaffen und so dem Jahresverlauf bewusst zu folgen.

Rezension von Heike Rau

Pia Krøyer und Christina B. Kjeldsen
Sammeln, Finden, Schönes schaffen – Nimm die Natur mit in dein Zuhause
Fotos von Heide Lerkenfeldt
Aus dem Dänischen von Julia Gschwilm
217 Seiten, gebunden
Jan Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799512993
ISBN-13: 978-3799512992
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Melissa Raupach und Felix Lill: Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen

Melissa Raupach und Felix Lill: Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen

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Auf meinem Fensterbrett wachsen Avocado-, Granatapfel- und Orangenbäumchen. In „Regrow your veggies“ soll es nun darum gehen, Gemüsereste nachwachsen zu lassen. Das interessiert mich sehr!

Zunächst geht es um Nachhaltigkeit und Rückbesinnung auf Einfachheit. Es folgt Basiswissen, über die Vermehrung und die Pflege von Pflanzen. In einem weiteren Kapitel wird eine Pannenhilfe angeboten, falls Mehltau oder Blattläuse auftauchen oder es Wachstumsprobleme gibt.

Die Anleitungen beanspruchen die meisten Seiten im Buch. Den Anfang macht der Chinakohl, der zunächst porträtiert wird. Aus einem Stück Strunk können wieder Blättchen wachsen. Wie das geht, wird in einfachen Schritten und mit Bildmaterial erklärt. Und natürlich gibt’s auch Tipps zur Verwendung der eigenen Ernte. Es folgen weitere Pflanzen wie Zwiebel, Lauch und Stangensellerie. Auch aus Trieben von Kräutern wie Basilikum werden neue Pflanzen gezogen. Das habe ich gleich ausprobiert, in der Hoffnung, mir den Kauf weiterer Kräutertöpfe ersparen zu können. Tatsächlich sind nach wenigen Tagen die ersten Wurzeln im Wasserglas zu sehen.

Kartoffel, Süßkartoffeln und Topinambur passen eher nicht aufs Fensterbrett. Diese Projekte kann nur umsetzen, wer ausreichend Platz für große Pflanzgefäße auf dem Balkon oder der Terrasse hat.

Vorgestellt werden weiterhin Pflanzen, die ich nicht erwartet habe, weil sie nicht dem Titel des Buches entsprechen. So lassen sich beispielsweise aus Kurkumawurzeln schöne Zimmerpflanze ziehen. Auch mit Ananas und Mango funktioniert das. Das ist eine schöne Sache und erspart den Kauf von dekorativen Pflanzen für die Wohnung.

Es wird schnell klar, dass es hier nicht um die große Ernte geht. Die ist einfach nicht zu erwarten. Aber der Vorgang des Wachsens ist natürlich interessant. Das gilt besonders für Familien mit Kindern. Der Schreibstil ist locker, sodass es Spaß macht, sich mit dem Buch zu beschäftigen.

Rezension von Heike Rau

Melissa Raupach und Felix Lill
Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen
128 Seiten, broschiert
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3818605343
ISBN-13: 978-3818605346
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Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

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Die Autorin, mit einer Fachausbildung in Kräuterheilkunde, stellt in ihrem Buch heilkräftige Pflanzen vor, die an Wegesrändern, auf Wiesen oder im Park entdeckt werden können. Sie motiviert zur aktiven Beschäftigung mit der Natur, fordert auf zu Natur-Expeditionen und zu Foto- und Zeichenwettbewerben. Zum Buch gehören zwei Kräuterposter im DIN-A4, die für die Kräutertouren verwendet werden können. Das Format eignet sich gut zum Kopieren.

Jeder vorgestellten Pflanze ist eine Doppelseite im Buch gewidmet. Den Anfang macht die Birke. Man erfährt, was der lateinische Name bedeutet, welche Birkensorten es gibt und wann die Blütezeit ist. Die Autorin beschreibt interessante Details der Pflanze, zum Beispiel warum die Birke auch Seifenbaum genannt wird, ihre heilsamen Inhaltsstoffe und die gebräuchliche Verwendung der Pflanze. Dazu gibt es etwas Bildmaterial. Wer mag, kann nach Anleitung einen Hexenbesen herstellen.

Insgesamt werden über 50 Pflanzen vorgestellt, darunter Waldkiefer, Zottiges Weidenröschen, Kletten-Labkraut, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Blutweiderich, Spitzwegerich, Wildes Stiefmütterchen und Gewöhnliches Hirtentäschel. Wer eine bestimmte Pflanze im Buch sucht, kann die Listen mit den deutschen und lateinischen Namen verwenden.

Mit dem Buch kann sich der Leser wunderbar beschäftigen und mehr über heimische Pflanzen und ihre Verwendung lernen. Es gibt ein wenig Platz für Notizen oder Zeichnungen. Wer möchte, kann sich Pflanzen vom Spaziergang mitbringen und Holunderblütenpfannkuchen oder Kamillenblütentee zubereiten. Es gibt auch eine Seite mit Beschäftigungsvorschlägen nach Jahreszeit.

Das Buch fällt auf durch eine sehr kreative Seitengestaltung. Die Autorin hat mit Fotos, Zeichnungen und verschiedenen Schriftarten gearbeitet. Es macht Spaß, im Buch zu blättern, sich zu informieren und sich inspirieren zu lassen.

Rezension von Heike Rau

Marjolein Holtkamp
Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten
128 Seiten, broschiert
Landwirtschaftsverlag Münster
ISBN-10: 3784355404
ISBN-13: 978-3784355405
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Philippe Collignon und Bernard Bureau: Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten

Philippe Collignon und Bernard Bureau: Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten

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Es kann ganz schön ins Geld gehen, immer neue Samentütchen und Pflanzen für den Garten zu kaufen. Allerdings kann mit dem Anbau von mehrjährigem Gemüse gespart werden. Viele Pflanzen lassen sich durch Vermehrung teilen. Auch kann man selbst Samen ernten.

Es geht nicht nur um Gemüse im Buch, sondern auch um Blattgemüse, Früchte und Kräuter. Zunächst gibt es Allgemeines zum Anlegen von dauerhaften Beeten. Hier werden die Quadratbeete favorisiert.

Es folgen nun die Pflanzenporträts, beginnend mit dem Blattgemüse. Das schauen wir uns näher an. Den Schnitt- und Pflücksalat kennt sicher jeder. Empfohlen werden weiterhin Acker-Lauch, Berg-Sauerampfer, Englischer Spinat, Guter Heinrich, Stauden-Kohl und mehr. Vermehrt wird durch Wurzelausläufer, selbst gesammelte Samen oder Teilung. Manche Pflanzen samen sich selbst aus oder werden jedes Jahr üppiger.

In den Pflanzenporträts wird jede Pflanze genau beschrieben. Stichpunkte sind Pflanzung, Standort, Winterhärte, Pflege, Schädlinge, Vermehrung und Ernte. Auch wie das Gemüse geerntet und in der Küche verwendet wird, erklären die Autoren. Zu jedem Porträt gibt es eine Seite mit Fotos. Dazu kommen persönliche Anmerkungen und kleine Tipps.

Man kann komplett auf mehrjähriges Gemüse setzen, aber natürlich auch Pflanzen und Saatgut dazukaufen. Insgesamt, denke ich, besteht mit den Jahren ein gutes Sparpotenzial. Geeignet ist das Buch auch für Hobbygärtner, die neue Pflanzen kennenlernen wollen. Elefanten-Knoblauch, Erdmandel, Wasabi, Yacón und Zucker-Merk sind doch sehr interessant!

Im hinteren Teil des Buches geht es dann um die Pflege der Pflanzen. Hier wird die Frage gestellt, wie sinnvoll das Umgraben ist. Ein wichtiges Thema ist das Mulchen, das die Pflege der Pflanzen doch sehr erleichtert. Auf die Gesundheit der Pflanzen wird sehr viel Wert gelegt. Es gibt eine Reihe von weiteren Empfehlungen und Ratschlägen, die hinführen zu einer guten Ernte. Alles wird verständlich und gut nachvollziehbar beschrieben. Die Autoren motivieren und machen Lust aufs Ausprobieren ihrer vorgeschlagenen mehrjährigen Gemüsesorten.

Rezension von Heike Rau

Philippe Collignon und Bernard Bureau
Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten
160 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800102978
ISBN-13: 978-3800102976
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Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif: Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten

Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif: Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten

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Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif sind Gartengestalter. Sie wissen um die Freuden, Sorgen und Nöte der Gartenbesitzer. Was die Sorgen und Nöte betrifft, dürfte es diese nicht geben, wenn man die Vielzahl an Gartenratgebern, Gartenzeitschriften und Garten-Fernsehsendungen bedenkt, die für einen schönen Garten werben, der fast keine Arbeit macht und nur Vergnügen ist. Wer gerne mal über den Gartenzaun anderer schaut und in die hinteren Ecken seines eigenen Gartens weiß, dass das nicht ganz der Realität entspricht.

In „Hier wächst nichts“ werden entsprechende Themen auf satirische Art und Weise betrachtet. Man sieht das schon am Titelbild, das aufzeigt, welche Probleme im realen Gartenleben existieren. Wie ein gepflegter Rasen zu erreichen ist, nämlich gar nicht, wird natürlich erwähnt. Auch die Sache mit dem angeblich perfekten Komposthaufen, der feine Erde produziert, wird nicht ausgespart.

Natürlich gibt es auch Themen, die sich jenseits des Gartens abspielen. Ein schönes Beispiel ist das Straßenbegleitgrün. Der Blick für wahrhaft gelungene Arrangements wird geschärft. Auch Zwischenmenschliches spielt eine Rolle: zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern und Auftraggeber und Gartengestalter.

„Hier wächst nichts“ ist, wie ich finde, ein sehr übertriebener Titel. Jeder weiß, dass immer irgendetwas wächst. Giersch zum Beispiel!

Hingewiesen werden soll auch noch auf die Bilder im Buch. Solche sind in keinen Gartenratgeber zu finden! In Wort und Bild beschrieben werden auch innovative Neuzüchtungen wie die „Venusfliegenfalle „Vegan Star“ und die gewaltfreie „Pyracantha Softdorn“ mit biegsamen Dornen, die sich bei Berührung auch noch bereitwillig zurückziehen.

Und wer jetzt immer noch überlegt, ob er sich das unterhaltsame Buch zulegen sollte oder nicht, den möchte ich darauf hinweisen, dass es leicht verdaulich ist. Es ist glutenfrei und enthält wertvollen ungesättigten Humor aus zertifiziertem Raubbau. Das ist auf dem Buchrücken nachzulesen und deshalb nicht anzuzweifeln!

Rezension von Heike Rau

Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif
Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten
192 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3818600007
ISBN-13: 978-3818600006
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Bruno P. Kremer: 88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen

Bruno P. Kremer: 88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen

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Der Autor stellt in seinem Buch Pflanzen vor, die zum Teil sehr bekannt sind. Man sieht sie beim Spaziergang, beim Wandern, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Blick über den Gartenzaun. Sie sind auffällig oder unscheinbar. Und doch haben alle ihre Geheimnisse. Bruno P. Kremer hat die nötigen Kenntnisse und den Blick dafür. Den Anfang macht die kleine Blütenpflanze Augentrost. Sie ist hübsch anzusehen und bisher habe ich sie für harmlos gehalten. Doch nun weiß ich, dass sie zu Untergrundaktivitäten neigt. Ein Buch über Pflanzen, wer hätte das gedacht, kann wie ein Krimi sein.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel untergliedert. Der Autor schaut auf Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten, Früchte und Samen und streicht hier die Besonderheiten heraus. Bei den Wurzeln fällt der Blick beispielsweise auf Sommerwurz und Weizen, bei den Stängeln auf Birke und Hopfen, bei den Blättern auf Brennnessel und Efeu, bei den Blüten auf Aronstab und Berberitze und bei den Früchten und Samen auf Klette und Rosskastanie. Über manche Pflanzen gibt es so viel zu erzählen, dass sie in mehreren Rubriken auftauchen.

Es gibt also viel Spannendes zu erfahren. Dabei schreibt der Autor sehr unterhaltsam. Dieser bildhafte und witzige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. So kann man sein Wissen mit viel Spaß erweitern. Und jeder, der das Buch liest, wird sich beim nächsten Spaziergang sehr aufmerksam umsehen. Wer Probleme hat, einzelne Pflanzen zu identifizieren, kann sich an den vielen guten Fotos orientieren. Es ist ohnehin keine schlechte Idee, das Buch mitzunehmen, wenn man auf Entdeckungstour geht. Was mir außerdem gut gefallen hat, sind die Vorschläge zu verschiedenen Experimenten und gezielten Beobachtungen. So wird der nächste Spaziergang, vielleicht auch mit den Kindern, zum spannenden und lehrreichen Naturerlebnis.

Rezension von Heike Rau

Bruno P. Kremer
88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen
192 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800108992
ISBN-13: 978-3800108992
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Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

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Über 200 Pflanzenarten an Gift- und Heilpflanzen wachsen im Botanischen Garten der Uni von Bern. Diese werden im vorliegenden Heilpflanzenführer in Porträts gezeigt.

Zunächst wird etwas zur Geschichte der Pflanzenheilkunde erzählt. Hier wird auch auf bekannte historische Persönlichkeiten verwiesen, darunter Hildegard von Bingen und Paracelsus. Auch zur Anwendung von Heilpflanzen und den Grenzen der Selbstbehandlung werden Ausführungen gemacht. Interessante Infos über den Berner Heilpflanzengarten folgen.

Die Pflanzenporträts sind interessant angeordnet. Der Hauptwirkstoff und infolge der lateinische Name bestimmen hier die Reihenfolge. Die Hauptwirkstoffe sind Alkaloide, ätherische Öle, Bitter- und Scharfstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Schleimstoffe und verschiedene andere Wirkstoffe. Zu diesen Hauptwirkstoffen gibt es nähere Erklärungen.

Es gibt ausführlichere und kurze Pflanzenporträts. Hier lassen sich Pflanzenbeschreibung, Herkunft und Lebensraum, Inhaltsstoffe, Droge, medizinische Anwendung und Geschichte der Pflanze nachlesen. Auch auf Besonderheiten wird verwiesen.

Alle Pflanzen sind mit einem Foto aus dem Botanischen Garten versehen. Allerdings sind diese für einen Pflanzenführer viel zu klein geraten. Hier bin ich sehr enttäuscht. Aber vielleicht ist das eine Einladung, sich den Heilpflanzengarten in Bern direkt anzusehen. Es gibt einen Plan in der vorderen Klappe vom Botanischen Garten und einen speziell vom Heilpflanzengarten in der hinteren Klappe, sodass man sich mit dem Buch in der Hand gut zurechtfinden wird. Aber natürlich kann auch jeder andere Heilpflanzengarten besucht werden!

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut. Mit großem Interesse habe ich es tatsächlich von vorn bis hinten gelesen. Es bietet eine gute Beschäftigung für alle, die sich für Heilpflanzen und Naturheilkunde interessieren. Es hält viele Informationen bereit, kann also als Lehrbuch und Nachschlagewerk genutzt werden.

Rezension von Heike Rau

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.
Fingerhut & Herzgespann
Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern
224 Seiten, Klappenbroschur
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258080119
ISBN-13: 978-3258080116
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Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

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Ein Kräutergarten ist wirklich eine gute Sache. Aber jeder hat andere Vorstellungen von diesem Projekt. Es dann tatsächlich umzusetzen, ist nicht einfach, vor allem, wenn man noch unentschlossen ist. Hier setzt die Autorin mit ihrem Buch an. Es geht nicht darum, perfekte Pläne zu präsentieren. Vielmehr geht es darum, zu inspirieren. Dazu wird Profi-Wissen geliefert. Es gilt also zu lernen und sich darüber klar zu werden, wie der zukünftige Kräutergarten aussehen kann oder wie ein bereits vorhandener verändert werden soll.

Die Autorin präsentiert Kräuterwissen. Geschichtliches und Überliefertes kommt dabei zum Tragen. Es werden auch kleine Geschichten erzählt. Es wird eine Faszination für die Vielfalt an Kräutern geweckt. Hierzu gibt es auch ausführliche Kräuterporträts von Bärlauch über Knoblauch bis hin zur Zwiebel. Es werden Ideen geliefert und es werden Anregungen gegeben. Zum Schluss weiß der Leser, was für Möglichkeiten es gibt und welche Kräuter er anbauen, ernten und verarbeiten möchte. Hier werden direkt auch Rezepte zu Gerichten, heilenden Zubereitungen oder Pflegeprodukten gegeben. Denn manches Kraut ist nicht nur Würze, es hat auch eine heilende oder pflegende Wirkung. Hier spielen auch Wildkräuter eine Rolle, die man im Garten ansiedeln kann.

Die Sprache im Buch ist modern gehalten. Der Unterschied zu einem normalen Gartenratgeber ist deutlich zu merken. Das Buch wirkt auch frisch und modern, was die Gestaltung betrifft. Es ist auch für Hobbygärtner geeignet die nicht viel Platz haben und die nur ein paar Töpfe auf den Balkon stellen möchten. Das Buch weckt Interesse an der Natur und am Gärtnern und es verhilft dazu, das Vorhaben mit dem Kräutergarten umzusetzen, ohne sich an Pläne halten zu müssen. Stattdessen geht es nach Lust und Laune und den eigenen Bedürfnissen, wobei das Buch durch das erlangte Wissen oder als Nachschlagewerk natürlich sehr nützlich ist.

Rezension von Heike Rau

Christine Weidenweber
Mein Kräutergarten wie er mir gefällt
160 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800108674
ISBN-13: 978-3800108671
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Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

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Über siebzig Giftpflanzen sind in diesem Herbarium versammelt. Und so mancher wird staunen, hier auch die Kartoffel, den Rhabarber und die Kornelkirsche zu finden. Manchmal sind es nur bestimmte Pflanzenteile, die tatsächlich giftig sind oder die Dosis ist bestimmend. Hier gibt es manche interessante Überraschung zu entdecken.

Eine historische Pflanzensammlung ist eine spannende Sache, für alle, die sich für Heil- und Giftpflanzen interessieren. Hintergrundwissen wird vermittelt. Spannende Details werden herausgestrichen. Mit dabei sind unter anderem Gewöhnliche Akelei, Arnika, Schöllkraut, Seidelbast, Roter Fingerhut, Gemeine Eibe, Große Brennnessel, Gemeiner Schneeball und Schwarzer Nachtschatten. Die Wirkstoffe der Pflanzen und ihre Heilwirkungen werden benannt und Botanisches wird aufgeführt. So wird zum Beispiel auch gezeigt, welche Pflanzenteile in der Küche verwendet werden können.

Das großformatige Herbarium zeigt die gepressten Pflanzen in Originalgröße immer auf einer ganzen Seite. Der Autor zeigt die Giftigkeit auf und beschreibt, was man mit Sicherheit weiß und was überliefert ist. Um einige Pflanzen ranken sich Mythen, manchmal mit Wahrheitsgehalt und manchmal nicht und manche Pflanze ist doch nicht so giftig, wie angenommen. Geschichten über wundersame Heilwirkung der Pflanzen, aber auch ihre tödlich Wirkung als Mordinstrument werden beschrieben. Weiterhin steht die Volksheilkunde im Vordergrund. Vor möglichen Verwechslungen mit anderen Pflanzen wird gewarnt.

Es gibt weiteres Fotomaterial mit historischen Aufnahmen und auch ein Bild der Pflanze in der Natur, das leider viel zu klein geraten ist. Details sind kaum erkennbar. Das ist aber das Einzige, was ich kritisieren kann. Das Buch ist sehr schön gestaltet und sehr informativ und bietet eine kurzweilige Beschäftigung mit den Giftpflanzen.

Rezension von Heike Rau

Bernard Bertrand
Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen
Übersetzt von Sibille Schmitz
Fotos von Yannick Fourié
192 Seiten, gebunden
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258079145
ISBN-13: 978-3258079141
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