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Kategorie: Garten und Natur

Melissa Raupach und Felix Lill: Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen

Melissa Raupach und Felix Lill: Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen

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Auf meinem Fensterbrett wachsen Avocado-, Granatapfel- und Orangenbäumchen. In „Regrow your veggies“ soll es nun darum gehen, Gemüsereste nachwachsen zu lassen. Das interessiert mich sehr!

Zunächst geht es um Nachhaltigkeit und Rückbesinnung auf Einfachheit. Es folgt Basiswissen, über die Vermehrung und die Pflege von Pflanzen. In einem weiteren Kapitel wird eine Pannenhilfe angeboten, falls Mehltau oder Blattläuse auftauchen oder es Wachstumsprobleme gibt.

Die Anleitungen beanspruchen die meisten Seiten im Buch. Den Anfang macht der Chinakohl, der zunächst porträtiert wird. Aus einem Stück Strunk können wieder Blättchen wachsen. Wie das geht, wird in einfachen Schritten und mit Bildmaterial erklärt. Und natürlich gibt’s auch Tipps zur Verwendung der eigenen Ernte. Es folgen weitere Pflanzen wie Zwiebel, Lauch und Stangensellerie. Auch aus Trieben von Kräutern wie Basilikum werden neue Pflanzen gezogen. Das habe ich gleich ausprobiert, in der Hoffnung, mir den Kauf weiterer Kräutertöpfe ersparen zu können. Tatsächlich sind nach wenigen Tagen die ersten Wurzeln im Wasserglas zu sehen.

Kartoffel, Süßkartoffeln und Topinambur passen eher nicht aufs Fensterbrett. Diese Projekte kann nur umsetzen, wer ausreichend Platz für große Pflanzgefäße auf dem Balkon oder der Terrasse hat.

Vorgestellt werden weiterhin Pflanzen, die ich nicht erwartet habe, weil sie nicht dem Titel des Buches entsprechen. So lassen sich beispielsweise aus Kurkumawurzeln schöne Zimmerpflanze ziehen. Auch mit Ananas und Mango funktioniert das. Das ist eine schöne Sache und erspart den Kauf von dekorativen Pflanzen für die Wohnung.

Es wird schnell klar, dass es hier nicht um die große Ernte geht. Die ist einfach nicht zu erwarten. Aber der Vorgang des Wachsens ist natürlich interessant. Das gilt besonders für Familien mit Kindern. Der Schreibstil ist locker, sodass es Spaß macht, sich mit dem Buch zu beschäftigen.

Rezension von Heike Rau

Melissa Raupach und Felix Lill
Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen
128 Seiten, broschiert
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3818605343
ISBN-13: 978-3818605346
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Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

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Die Autorin, mit einer Fachausbildung in Kräuterheilkunde, stellt in ihrem Buch heilkräftige Pflanzen vor, die an Wegesrändern, auf Wiesen oder im Park entdeckt werden können. Sie motiviert zur aktiven Beschäftigung mit der Natur, fordert auf zu Natur-Expeditionen und zu Foto- und Zeichenwettbewerben. Zum Buch gehören zwei Kräuterposter im DIN-A4, die für die Kräutertouren verwendet werden können. Das Format eignet sich gut zum Kopieren.

Jeder vorgestellten Pflanze ist eine Doppelseite im Buch gewidmet. Den Anfang macht die Birke. Man erfährt, was der lateinische Name bedeutet, welche Birkensorten es gibt und wann die Blütezeit ist. Die Autorin beschreibt interessante Details der Pflanze, zum Beispiel warum die Birke auch Seifenbaum genannt wird, ihre heilsamen Inhaltsstoffe und die gebräuchliche Verwendung der Pflanze. Dazu gibt es etwas Bildmaterial. Wer mag, kann nach Anleitung einen Hexenbesen herstellen.

Insgesamt werden über 50 Pflanzen vorgestellt, darunter Waldkiefer, Zottiges Weidenröschen, Kletten-Labkraut, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Blutweiderich, Spitzwegerich, Wildes Stiefmütterchen und Gewöhnliches Hirtentäschel. Wer eine bestimmte Pflanze im Buch sucht, kann die Listen mit den deutschen und lateinischen Namen verwenden.

Mit dem Buch kann sich der Leser wunderbar beschäftigen und mehr über heimische Pflanzen und ihre Verwendung lernen. Es gibt ein wenig Platz für Notizen oder Zeichnungen. Wer möchte, kann sich Pflanzen vom Spaziergang mitbringen und Holunderblütenpfannkuchen oder Kamillenblütentee zubereiten. Es gibt auch eine Seite mit Beschäftigungsvorschlägen nach Jahreszeit.

Das Buch fällt auf durch eine sehr kreative Seitengestaltung. Die Autorin hat mit Fotos, Zeichnungen und verschiedenen Schriftarten gearbeitet. Es macht Spaß, im Buch zu blättern, sich zu informieren und sich inspirieren zu lassen.

Rezension von Heike Rau

Marjolein Holtkamp
Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten
128 Seiten, broschiert
Landwirtschaftsverlag Münster
ISBN-10: 3784355404
ISBN-13: 978-3784355405
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Philippe Collignon und Bernard Bureau: Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten

Philippe Collignon und Bernard Bureau: Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten

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Es kann ganz schön ins Geld gehen, immer neue Samentütchen und Pflanzen für den Garten zu kaufen. Allerdings kann mit dem Anbau von mehrjährigem Gemüse gespart werden. Viele Pflanzen lassen sich durch Vermehrung teilen. Auch kann man selbst Samen ernten.

Es geht nicht nur um Gemüse im Buch, sondern auch um Blattgemüse, Früchte und Kräuter. Zunächst gibt es Allgemeines zum Anlegen von dauerhaften Beeten. Hier werden die Quadratbeete favorisiert.

Es folgen nun die Pflanzenporträts, beginnend mit dem Blattgemüse. Das schauen wir uns näher an. Den Schnitt- und Pflücksalat kennt sicher jeder. Empfohlen werden weiterhin Acker-Lauch, Berg-Sauerampfer, Englischer Spinat, Guter Heinrich, Stauden-Kohl und mehr. Vermehrt wird durch Wurzelausläufer, selbst gesammelte Samen oder Teilung. Manche Pflanzen samen sich selbst aus oder werden jedes Jahr üppiger.

In den Pflanzenporträts wird jede Pflanze genau beschrieben. Stichpunkte sind Pflanzung, Standort, Winterhärte, Pflege, Schädlinge, Vermehrung und Ernte. Auch wie das Gemüse geerntet und in der Küche verwendet wird, erklären die Autoren. Zu jedem Porträt gibt es eine Seite mit Fotos. Dazu kommen persönliche Anmerkungen und kleine Tipps.

Man kann komplett auf mehrjähriges Gemüse setzen, aber natürlich auch Pflanzen und Saatgut dazukaufen. Insgesamt, denke ich, besteht mit den Jahren ein gutes Sparpotenzial. Geeignet ist das Buch auch für Hobbygärtner, die neue Pflanzen kennenlernen wollen. Elefanten-Knoblauch, Erdmandel, Wasabi, Yacón und Zucker-Merk sind doch sehr interessant!

Im hinteren Teil des Buches geht es dann um die Pflege der Pflanzen. Hier wird die Frage gestellt, wie sinnvoll das Umgraben ist. Ein wichtiges Thema ist das Mulchen, das die Pflege der Pflanzen doch sehr erleichtert. Auf die Gesundheit der Pflanzen wird sehr viel Wert gelegt. Es gibt eine Reihe von weiteren Empfehlungen und Ratschlägen, die hinführen zu einer guten Ernte. Alles wird verständlich und gut nachvollziehbar beschrieben. Die Autoren motivieren und machen Lust aufs Ausprobieren ihrer vorgeschlagenen mehrjährigen Gemüsesorten.

Rezension von Heike Rau

Philippe Collignon und Bernard Bureau
Mehrjähriges Gemüse – Einmal pflanzen, dauernd ernten
160 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800102978
ISBN-13: 978-3800102976
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Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif: Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten

Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif: Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten

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Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif sind Gartengestalter. Sie wissen um die Freuden, Sorgen und Nöte der Gartenbesitzer. Was die Sorgen und Nöte betrifft, dürfte es diese nicht geben, wenn man die Vielzahl an Gartenratgebern, Gartenzeitschriften und Garten-Fernsehsendungen bedenkt, die für einen schönen Garten werben, der fast keine Arbeit macht und nur Vergnügen ist. Wer gerne mal über den Gartenzaun anderer schaut und in die hinteren Ecken seines eigenen Gartens weiß, dass das nicht ganz der Realität entspricht.

In „Hier wächst nichts“ werden entsprechende Themen auf satirische Art und Weise betrachtet. Man sieht das schon am Titelbild, das aufzeigt, welche Probleme im realen Gartenleben existieren. Wie ein gepflegter Rasen zu erreichen ist, nämlich gar nicht, wird natürlich erwähnt. Auch die Sache mit dem angeblich perfekten Komposthaufen, der feine Erde produziert, wird nicht ausgespart.

Natürlich gibt es auch Themen, die sich jenseits des Gartens abspielen. Ein schönes Beispiel ist das Straßenbegleitgrün. Der Blick für wahrhaft gelungene Arrangements wird geschärft. Auch Zwischenmenschliches spielt eine Rolle: zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern und Auftraggeber und Gartengestalter.

„Hier wächst nichts“ ist, wie ich finde, ein sehr übertriebener Titel. Jeder weiß, dass immer irgendetwas wächst. Giersch zum Beispiel!

Hingewiesen werden soll auch noch auf die Bilder im Buch. Solche sind in keinen Gartenratgeber zu finden! In Wort und Bild beschrieben werden auch innovative Neuzüchtungen wie die „Venusfliegenfalle „Vegan Star“ und die gewaltfreie „Pyracantha Softdorn“ mit biegsamen Dornen, die sich bei Berührung auch noch bereitwillig zurückziehen.

Und wer jetzt immer noch überlegt, ob er sich das unterhaltsame Buch zulegen sollte oder nicht, den möchte ich darauf hinweisen, dass es leicht verdaulich ist. Es ist glutenfrei und enthält wertvollen ungesättigten Humor aus zertifiziertem Raubbau. Das ist auf dem Buchrücken nachzulesen und deshalb nicht anzuzweifeln!

Rezension von Heike Rau

Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif
Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten
192 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3818600007
ISBN-13: 978-3818600006
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Bruno P. Kremer: 88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen

Bruno P. Kremer: 88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen

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Der Autor stellt in seinem Buch Pflanzen vor, die zum Teil sehr bekannt sind. Man sieht sie beim Spaziergang, beim Wandern, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Blick über den Gartenzaun. Sie sind auffällig oder unscheinbar. Und doch haben alle ihre Geheimnisse. Bruno P. Kremer hat die nötigen Kenntnisse und den Blick dafür. Den Anfang macht die kleine Blütenpflanze Augentrost. Sie ist hübsch anzusehen und bisher habe ich sie für harmlos gehalten. Doch nun weiß ich, dass sie zu Untergrundaktivitäten neigt. Ein Buch über Pflanzen, wer hätte das gedacht, kann wie ein Krimi sein.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel untergliedert. Der Autor schaut auf Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten, Früchte und Samen und streicht hier die Besonderheiten heraus. Bei den Wurzeln fällt der Blick beispielsweise auf Sommerwurz und Weizen, bei den Stängeln auf Birke und Hopfen, bei den Blättern auf Brennnessel und Efeu, bei den Blüten auf Aronstab und Berberitze und bei den Früchten und Samen auf Klette und Rosskastanie. Über manche Pflanzen gibt es so viel zu erzählen, dass sie in mehreren Rubriken auftauchen.

Es gibt also viel Spannendes zu erfahren. Dabei schreibt der Autor sehr unterhaltsam. Dieser bildhafte und witzige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. So kann man sein Wissen mit viel Spaß erweitern. Und jeder, der das Buch liest, wird sich beim nächsten Spaziergang sehr aufmerksam umsehen. Wer Probleme hat, einzelne Pflanzen zu identifizieren, kann sich an den vielen guten Fotos orientieren. Es ist ohnehin keine schlechte Idee, das Buch mitzunehmen, wenn man auf Entdeckungstour geht. Was mir außerdem gut gefallen hat, sind die Vorschläge zu verschiedenen Experimenten und gezielten Beobachtungen. So wird der nächste Spaziergang, vielleicht auch mit den Kindern, zum spannenden und lehrreichen Naturerlebnis.

Rezension von Heike Rau

Bruno P. Kremer
88 verblüffende Pflanzen – Die erstaunlichen Kniffe unserer Blumen und Pflanzen
192 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800108992
ISBN-13: 978-3800108992
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Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

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Über 200 Pflanzenarten an Gift- und Heilpflanzen wachsen im Botanischen Garten der Uni von Bern. Diese werden im vorliegenden Heilpflanzenführer in Porträts gezeigt.

Zunächst wird etwas zur Geschichte der Pflanzenheilkunde erzählt. Hier wird auch auf bekannte historische Persönlichkeiten verwiesen, darunter Hildegard von Bingen und Paracelsus. Auch zur Anwendung von Heilpflanzen und den Grenzen der Selbstbehandlung werden Ausführungen gemacht. Interessante Infos über den Berner Heilpflanzengarten folgen.

Die Pflanzenporträts sind interessant angeordnet. Der Hauptwirkstoff und infolge der lateinische Name bestimmen hier die Reihenfolge. Die Hauptwirkstoffe sind Alkaloide, ätherische Öle, Bitter- und Scharfstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Schleimstoffe und verschiedene andere Wirkstoffe. Zu diesen Hauptwirkstoffen gibt es nähere Erklärungen.

Es gibt ausführlichere und kurze Pflanzenporträts. Hier lassen sich Pflanzenbeschreibung, Herkunft und Lebensraum, Inhaltsstoffe, Droge, medizinische Anwendung und Geschichte der Pflanze nachlesen. Auch auf Besonderheiten wird verwiesen.

Alle Pflanzen sind mit einem Foto aus dem Botanischen Garten versehen. Allerdings sind diese für einen Pflanzenführer viel zu klein geraten. Hier bin ich sehr enttäuscht. Aber vielleicht ist das eine Einladung, sich den Heilpflanzengarten in Bern direkt anzusehen. Es gibt einen Plan in der vorderen Klappe vom Botanischen Garten und einen speziell vom Heilpflanzengarten in der hinteren Klappe, sodass man sich mit dem Buch in der Hand gut zurechtfinden wird. Aber natürlich kann auch jeder andere Heilpflanzengarten besucht werden!

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut. Mit großem Interesse habe ich es tatsächlich von vorn bis hinten gelesen. Es bietet eine gute Beschäftigung für alle, die sich für Heilpflanzen und Naturheilkunde interessieren. Es hält viele Informationen bereit, kann also als Lehrbuch und Nachschlagewerk genutzt werden.

Rezension von Heike Rau

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.
Fingerhut & Herzgespann
Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern
224 Seiten, Klappenbroschur
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258080119
ISBN-13: 978-3258080116
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Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

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Ein Kräutergarten ist wirklich eine gute Sache. Aber jeder hat andere Vorstellungen von diesem Projekt. Es dann tatsächlich umzusetzen, ist nicht einfach, vor allem, wenn man noch unentschlossen ist. Hier setzt die Autorin mit ihrem Buch an. Es geht nicht darum, perfekte Pläne zu präsentieren. Vielmehr geht es darum, zu inspirieren. Dazu wird Profi-Wissen geliefert. Es gilt also zu lernen und sich darüber klar zu werden, wie der zukünftige Kräutergarten aussehen kann oder wie ein bereits vorhandener verändert werden soll.

Die Autorin präsentiert Kräuterwissen. Geschichtliches und Überliefertes kommt dabei zum Tragen. Es werden auch kleine Geschichten erzählt. Es wird eine Faszination für die Vielfalt an Kräutern geweckt. Hierzu gibt es auch ausführliche Kräuterporträts von Bärlauch über Knoblauch bis hin zur Zwiebel. Es werden Ideen geliefert und es werden Anregungen gegeben. Zum Schluss weiß der Leser, was für Möglichkeiten es gibt und welche Kräuter er anbauen, ernten und verarbeiten möchte. Hier werden direkt auch Rezepte zu Gerichten, heilenden Zubereitungen oder Pflegeprodukten gegeben. Denn manches Kraut ist nicht nur Würze, es hat auch eine heilende oder pflegende Wirkung. Hier spielen auch Wildkräuter eine Rolle, die man im Garten ansiedeln kann.

Die Sprache im Buch ist modern gehalten. Der Unterschied zu einem normalen Gartenratgeber ist deutlich zu merken. Das Buch wirkt auch frisch und modern, was die Gestaltung betrifft. Es ist auch für Hobbygärtner geeignet die nicht viel Platz haben und die nur ein paar Töpfe auf den Balkon stellen möchten. Das Buch weckt Interesse an der Natur und am Gärtnern und es verhilft dazu, das Vorhaben mit dem Kräutergarten umzusetzen, ohne sich an Pläne halten zu müssen. Stattdessen geht es nach Lust und Laune und den eigenen Bedürfnissen, wobei das Buch durch das erlangte Wissen oder als Nachschlagewerk natürlich sehr nützlich ist.

Rezension von Heike Rau

Christine Weidenweber
Mein Kräutergarten wie er mir gefällt
160 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800108674
ISBN-13: 978-3800108671
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Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

Bernard Bertrand: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

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Über siebzig Giftpflanzen sind in diesem Herbarium versammelt. Und so mancher wird staunen, hier auch die Kartoffel, den Rhabarber und die Kornelkirsche zu finden. Manchmal sind es nur bestimmte Pflanzenteile, die tatsächlich giftig sind oder die Dosis ist bestimmend. Hier gibt es manche interessante Überraschung zu entdecken.

Eine historische Pflanzensammlung ist eine spannende Sache, für alle, die sich für Heil- und Giftpflanzen interessieren. Hintergrundwissen wird vermittelt. Spannende Details werden herausgestrichen. Mit dabei sind unter anderem Gewöhnliche Akelei, Arnika, Schöllkraut, Seidelbast, Roter Fingerhut, Gemeine Eibe, Große Brennnessel, Gemeiner Schneeball und Schwarzer Nachtschatten. Die Wirkstoffe der Pflanzen und ihre Heilwirkungen werden benannt und Botanisches wird aufgeführt. So wird zum Beispiel auch gezeigt, welche Pflanzenteile in der Küche verwendet werden können.

Das großformatige Herbarium zeigt die gepressten Pflanzen in Originalgröße immer auf einer ganzen Seite. Der Autor zeigt die Giftigkeit auf und beschreibt, was man mit Sicherheit weiß und was überliefert ist. Um einige Pflanzen ranken sich Mythen, manchmal mit Wahrheitsgehalt und manchmal nicht und manche Pflanze ist doch nicht so giftig, wie angenommen. Geschichten über wundersame Heilwirkung der Pflanzen, aber auch ihre tödlich Wirkung als Mordinstrument werden beschrieben. Weiterhin steht die Volksheilkunde im Vordergrund. Vor möglichen Verwechslungen mit anderen Pflanzen wird gewarnt.

Es gibt weiteres Fotomaterial mit historischen Aufnahmen und auch ein Bild der Pflanze in der Natur, das leider viel zu klein geraten ist. Details sind kaum erkennbar. Das ist aber das Einzige, was ich kritisieren kann. Das Buch ist sehr schön gestaltet und sehr informativ und bietet eine kurzweilige Beschäftigung mit den Giftpflanzen.

Rezension von Heike Rau

Bernard Bertrand
Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen
Übersetzt von Sibille Schmitz
Fotos von Yannick Fourié
192 Seiten, gebunden
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258079145
ISBN-13: 978-3258079141
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Rosemary Gladstar: Heilkräuter in meinem Garten – 33 wichtige Heilkräuter selbst anpflanzen, ernten und verwenden

Rosemary Gladstar: Heilkräuter in meinem Garten – 33 wichtige Heilkräuter selbst anpflanzen, ernten und verwenden

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Die Welt der Heilkräuter zu betreten, ist immer wieder spannend. Traditionelle Heilmethoden sind auf dem Vormarsch. Es geht der Autorin um die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Sie tritt dabei aber ausdrücklich nicht in Konkurrenz mit der Schulmedizin, denn ihr ist natürlich bewusst, dass die Naturheilkunde ihre Grenzen hat. Es gilt also immer gut abzuwägen und überlegt zu handeln. Bei ersthaften Gesundheitsproblemen muss man zum Arzt.

Die Autorin führt auf spannende Art und Weise in die Kräutermedizin ein. Sie spricht von ihren Erfahrungen und von Anwendungen, die sie empfehlen kann. Im Buch werden Heilkräuter vorgestellt, die man im eigenen Garten oder auch im Topf anpflanzen kann. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wird beschrieben. Dabei wird auch ein Blick auf Pflanzen geworfen, die in der Umgebung wachsen. Es geht um Ernte und Verarbeitung im Allgemeinen. So wird aus der Küche eine kleine Apotheke und Tees, Kräuteröle, Salben und Tinkturen werden hergestellt. Grundsätzliches zur Kräuterbehandlung wird besprochen.

Zunächst werden neun bekannte Kräuter und Gewürze in Anbau und Verwendung beschrieben. Meist werden diese ohnehin schon in der Küche verwendet. Dazu zählen zum Beispiel Basilikum, Ingwer, Knoblauch, Salbei und Zimt. Jetzt wird natürlich insbesondere auf die heilende Wirkung geschaut. Zimt bei uns anzubauen, dürfte allerdings ein Abenteuer werden. Da müsste man schon Auswandern, um das probieren zu können. Dennoch können die Rezepte genutzt werden, denn Zimt ist ja leicht erhältlich.

Es folgen „24 unbedenkliche, wirksame Heilkräuter“. Das würde ich so allerdings nicht unterschreiben. Denn hier findet man auch Baldrian, Holunder, Weißdorn, Johanniskraut und Süßholz. Tatsächlich sieht man in den Gegenanzeigen dann doch einige Hinweise darauf, wann die Verwendung unterlassen werden muss. Es ist also wichtig, die Ausführungen zu den Pflanzen vor der Nutzung komplett durchzulesen.

Die Pflanzenporträts sind sehr ausführlich gehalten und lesen sich auch sehr gut. Die Autorin verfügt über sehr viel Erfahrung. Ich habe einige Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten gefunden, die ich so noch nicht kannte. Das macht das Buch natürlich ausgesprochen spannend. Auch wenn man sich schon ein wenig mit der Pflanzenmedizin auskennt, kann man noch viel dazulernen.

Rezension von Heike Rau

Rosemary Gladstar
Heilkräuter in meinem Garten – 33 wichtige Heilkräuter selbst anpflanzen, ernten und verwenden
232 Seiten, gebunden
Narayana Verlag
ISBN-10: 3944125398
ISBN-13: 978-3944125398
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Dorothée Waechter: Blütentrubel – Gärtnern mit bunten Blumenmischungen

Dorothée Waechter: Blütentrubel – Gärtnern mit bunten Blumenmischungen

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Blumenwiesen beeindrucken durch ihre Farbenpracht und den Blütenduft. Man sieht sie immer öfter. Allerdings ist es nicht damit getan, einige Handvoll Samen auf einen bereits vorhandenen Rasen zu streuen oder ein paar Samenbomben zu werfen.

Die Autorin beschreibt zunächst bunte Mischungen für Blumenwiesen. Man wird direkt davon gefangen genommen. Die Ausführungen verleiten zum Träumen. Standorte, die für Blumenmischungen infrage kommen, werden besprochen und das kann durchaus auch einmal ein kleines Fleckchen sein. Was da überhaupt wächst, beschreibt die Autorin, sodass auch jemand, der sich nicht mit Pflanzen auskennt, die verschiedenen Blumen und Gräser kennenlernen kann.

Wichtig zu wissen, ist natürlich, was für einen Boden man als Grundlage hat. Ist dieser Nährstoffreich oder nicht? Gibt es volle Sonne oder eher Schatten?

Die Autorin beschreibt, wie der Boden dann vorzubereiten ist und welche Samen oder Samenmischungen man für die eigene Gartensituation aussuchen sollte. Welche Vorlieben man hat, findet natürlich Beachtung. Bei der Entscheidung helfen auch die wunderschönen Fotos. Martin Staffler hat hier verschiedene Arrangements fotografiert. Da lässt man den Blick gerne länger verweilen.

Natürlich kann so eine Blumenwiese auch weiterentwickelt werden. Wenn man mit einjährigen Blumenmischungen arbeitet, muss man im nächsten Jahr von vorne beginnen. Man kann nämlich nicht voraussagen, was wieder aufgehen wird und das geschieht auch nie gleichmäßig, so die Autorin. Man kann aber mit Zweijahresblumen oder mehrjährigen Blumenmischungen arbeiten und dann gezielt junge Staudenpflanzen als Füllpflanzen mit einsetzen. Besonders gut hat mir auch die Idee gefallen, Zwiebelblumen mit auszubringen.
Wer keinen Garten hat, kann mit Kübeln und großen Töpfen arbeiten. Auch dazu gibt es eine Anleitung.

Das Buch ist sehr inspirierend. Die Autorin hat eine sehr anregende Art über dieses Gartenthema zu sprechen. Man bekommt eine gute Vorstellung von dem, was möglich ist und kann Ideen dann direkt umsetzen.

Rezension von Heike Rau

Dorothée Waechter
Blütentrubel – Gärtnern mit bunten Blumenmischungen
Jan Thorbecke Verlag
136 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3799506152
ISBN-13: 978-3799506151
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