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    Anke Höller und Doris Grappendorf: Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen

    Von hera | 28.März 2019

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    Wildkräuterbücher sind beliebt. Es macht Spaß, hinaus in die Natur zu gehen und Brunnenkresse, Giersch und Löwenzahn zu sammeln. Doch auch die Wildsamen sollten Beachtung finden! Mit dem Buch „Essbare Wildsamen“ ist das einfach, vor allem dann, wenn die Wildkräuter bereits bekannt sind und sie sich sicher bestimmen lassen.

    Wildsamen, so schreiben die Autorinnen, können unsere Ernährung bereichern, denn sie sind schmackhaft und reich an Vitalstoffen. Sie können Speisenzugabe oder Würze sein. Es wird nicht außer acht gelassen, dass Samen Fraßschutzstoffe enthalten können. Das sind zum Beispiel Lektine. Manche Menschen vertragen diese nicht, aber es gibt Möglichkeiten, die Samen verträglicher zu machen. Manchmal sind die Samen eher Gewürz und sollten nicht in großen Mengen verzehrt werden. Das geht in Ordnung, denn es würde auch niemand darauf kommen eine große Menge Pfefferkörner zu essen. Man erfährt also im Buch viel über die sichere Verwendung der Samen!

    Es geht zunächst um grundlegende Informationen. Es wird erklärt, warum die Samen so wertvoll sind, dass sie als Superfood bezeichnet werden können, wie man sie erntet, aufbewahrt und verwendet. Hier gibt es auch erste Grundrezepte, beispielsweise für Senf mit senfartigen Wildsamen. Dazu zählt das Hirtentäschel. Für süßsauer Eingelegtes eignet sich die Samen der Knoblauchsrauke. Diese kenne ich bereits. Ich habe letzten Herbst eine kleine Menge davon gesammelt.

    Näher beschrieben wird die Knoblauchsrauke in den Pflanzenporträts. Hier steht, wo und wie die Knoblauchsrauke wächst, wie sie blüht und wann sie Samen ausbildet. Ich weiß jetzt, dass ich neben den Blättern auch die grünen Schoten nutzen kann, die nach Knoblauch und Kresse schmecken. Im Rezept „Selbst gemachte Gemüsebrühe mit Knoblauchsrauke“ sorgen die Samen für einen würzigen Geschmack. Sie haben auch eine erstaunliche gesundheitliche Wirkung, die im Buch näher beschrieben wird.

    Insgesamt gibt es 44 Porträts. Besonders interessant finde ich die Samen von Brennnessel, Sauerampfer, wilder Möhre und Springkraut, die ja wirklich weit verbreitet sind. Aber sicher lohnt es sich, auch nach Schlangenknöterich, Wald-Engelwurz und Feldkresse Ausschau zu halten. Mit im Buch sind zudem Verwendungsmöglichkeiten für Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern!

    Das Buch gefällt mir gut! Ich bin sehr begeistert davon! Die Autorinnen vermitteln Wissen zu Wildpflanzen und ihren Samen auf eine unterhaltsame und verständliche Weise. Die Gestaltung mit den vielen Fotos ist sehr gelungen.

    Rezension von Heike Rau

    Anke Höller und Doris Grappendorf
    Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen
    144 Seiten, Klappenbroschur
    Verlag Eugen Ulmer
    ISBN-10: 381860648X
    ISBN-13: 978-3818606480
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