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Kategorie: Kinderbuch

Thomas Nicolai und Kai Pannen: Tischlein, deck dich!

Thomas Nicolai und Kai Pannen: Tischlein, deck dich!

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Alfons und Felix, die beiden Märchenmäuse, lieben Märchen. Felix trägt diesmal die Geschichte „Tischlein, deck dich!“ vor. Ein Märchen der Gebrüder Grimm.
Es handelt von einem Schneider, der mit seinen drei Söhnen Hans, Klaus und Wilhelm zusammen lebt. Täglich muss die Ziege auf die Weide geführt werden.
Hans übernimmt das gerne. Er läst die Ziege fressen, bis sie satt ist. Was die Ziege selbst bestätigt. Doch als die beiden wieder zu Hause sind und der Vater die Ziege ebenfalls fragt, ob sie genug gefressen hat, behauptet sie, noch Hunger zu haben. Empört jagt der Vater seinen Sohn in die Welt hinaus.
Klaus übernimmt es, die Ziege auf die Weide zu führen. Ihm ergeht es ebenso. Obwohl die Ziege gut gefressen hat, behauptet sie vor dem Vater, nichts abbekommen zu haben.
Wilhelm muss ebenfalls gehen, denn auch bei ihm lügt die Ziege. Der Schneider muss fortan die Ziege selbst zur Weide führen. Da erst merkt er, wie verlogen sie ist, und bedauert, seine Söhne vertrieben zu haben.
Die Brüder machen in der Ferne ihr Glück. Jeder von ihnen macht eine Lehre und bekommt zum Schluss seinen Lohn. Hans, der eine Schreinerlehre abgeschlossen hat, bekommt ein Tischlein, das sich von selbst mit allen gewünschten Speisen deckt. Doch ein betrügerischer Wirt, tauscht den besonderen Tisch heimlich durch einen nutzlosen aus. Man kann nur hoffen, dass es den beiden anderen Brüdern besser ergeht. Doch das soll jeder selbst nachlesen.

Felix liest das Märchen nicht nur vor, es wird auch von den beiden Märchenmäusen auf lustige Art und Weise kommentiert. Weniger bekannte Wörter, die in der Geschichte vorkommen, werden erklärt. Die Nacherzählung gefällt ausgesprochen gut. Es ist eine etwas kürzere, aber sehr aufwändig und wunderschön illustrierte Fassung.
Die ausführliche findet man auf der Hörspiel-CD. Hier wird das Märchen mit Liebe und Leidenschaft gespielt. Die Charaktere mit ihren Eigenheiten sind gut dargestellt. Sehr überzeugend setzen die Sprecher ihre Stimmen ein und zeigen Vielfalt. Untermalt ist das Märchen von stimmiger Musik und entsprechenden Geräuschen. Man bekommt also ordentlich was auf die Ohren und das macht Kinder unglaublich viel Spaß. Auch als Erwachsener hört man hier gerne mit zu.
Wer Lust hat, kann die zwei Lieder mitsingen. Eines ist im Buch vollständig abgedruckt mit Noten, Text und Gitarrenbegleitung. Außerdem gibt es ein Rezept für ein Käse-Sandwich, das kinderleicht zuzubereiten ist.
Kinder können sich noch weiter mit dem Märchen beschäftigen. Die Märchenmäuse haben, wie im Buch angegeben, eine Homepage. Hier findet man Wissenswertes über Sprecher, Illustrator und Musiker. Aber auch Ausmalbilder, Mäusequiz und Rezepte. Ein tolles Angebot!

Rezension von Heike Rau

Thomas Nicolai und Kai Pannen
Tischlein, deck dich!
Die Märchenmäuse erzählen
29 Seiten, gebunden
mit Hörspiel-CD, ca. 50 Minuten
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311621
ISBN-13: 978-3830311621
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Dagmar H. Mueller: Pitti Pechvogel… und das Glück

Dagmar H. Mueller: Pitti Pechvogel… und das Glück

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Pitti Pechvogel macht seinem Namen alle Ehre. Immer hat er Pech. Im Gegensatz zu Siggi Glücksschwein, der immer Glück hat.
Dann lädt Siggi seinen Freund Pitti ein, ihn am Wochenende zu besuchen. Pitti freut sich auf den Ausflug auf das Land.

Aber schon geht das Elend wieder los. Pitti verpasst den Zug. So muss er warten, um später noch fahren zu können. Doch dann versperrt eine Schafherde die Schienen. Eine Stunde steht der Zug und Pitti muss zuschauen, wie die Tiere ein Konzert improvisieren.
Als Pitti endlich ankommt, hat er schlechte Laune. Dabei hat Siggi schon Pläne gemacht, was er alles mit Pitti tun möchte. Auf einer einsamen Wiese will er mit dem Pechvogel ein Picknick machen. Da bekommt Pitti wieder gute Laune. Bis Siggis Auto kaputt geht. Scheinbar ist das Pech ansteckend. Doch zu Pittis Verwunderung sieht Siggi alles ganz anders. Er ist froh, dass sie beide bis hierher gekommen sind. Die Picknickwiese ist nämlich ganz nah. So geht es immer weiter. Pitti verzweifelt immer wieder fast, wenn etwas schief geht. Und Siggi kann jeder Situation noch etwas Gutes abgewinnen. Nichts kann ihm die Laune verderben. Nicht einmal ein Regenschauer.

Pitti Pechvogel lernt nichts dazu. Auch nach dem Wochenende bei Siggi Glücksschwein fühlt er sich vom Pech verfolgt. Kleine Kinder werden aber schnell merken, dass es Pitti selbst ist, der keiner Situation etwas Positives abgewinnen kann. Immer sieht er schwarz. Ganz anders Siggi Glücksschwein, der ein sonniges Gemüt hat. Wer also immer Pech hat, sollte ruhig einmal versuchen, der Situation noch etwas Gutes abzugewinnen. Siggi Glückschwein geht es damit gut. Und dass Pitti Pechvogel sich das Leben unnötig schwer macht, muss ja nun nicht sein.

Das Buch bietet also viele Denkanstöße und Gesprächstoff. Gerade Sorgenkinder werden auf liebevolle Art und Weise aufgeheitert. Es macht Spaß, die lustigen Zeichnungen anzusehen. Es lohnt sich, diese genauer zu betrachten, da sie sehr detailreich sind. Die Erlebnisse von Pitti und Siggi werden sehr gut dargestellt.
Immerhin wird Pitti das Wochenende in guter Erinnerung behalten. Und das lässt nur einen Schluss zu. Pitti ist auf dem Wege der Besserung!

Rezension von Heike Rau

Dagmar H. Mueller
Illustrationen von Martina Theisen
Pitti Pechvogel… und das Glück
32 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219113222
ISBN-13: 978-3219113228
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Matthias Sodtke: Wirbel um den Wetterfrosch

Matthias Sodtke: Wirbel um den Wetterfrosch

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Nulli und Priesemut sitzen bei einem Picknick auf einer Wiese zusammen, auch weil das Wetter so schön bleiben soll. Priesemut ist sich da sicher, weil das Kribbeln zwischen seinen Zehen ein Zeichen dafür ist, das die Sonne scheinen wird. Dann braut sich aber doch ein Gewitter zusammen und Hase und Frosch flüchten zum Turm und fallen mit der Tür ins Haus, weil diese alte Holztür morsch ist. Nulli und Priesemut hatten den Turm für unbewohnt gehalten und doch ist jemand da: ein Frosch mit Bart und Hut. Der Frosch heißt Kwaki und ist ein Wetterfrosch. Er macht seine Wettervorhersage mit Messinstrumenten und verlässt sich nicht auf ein Kribbeln zwischen den Zehen. Nulli findet das sehr spannend und er freut sich über Kwakis Einladung, mit ihm einen Wetterballon steigen zu lassen. Priesemut ist enttäuscht, denn eigentlich wollte er am nächsten Morgen mit Nulli angeln gehen.

An nächsten Tag hat Priesemut dann auch schlechte Laune. Mit barschen Worten geht er zum Angeln, während Nulli sich auf den Weg zu Kwaki macht, ein Weckglas mit Priesemuts Vorratsbrummern als Mitbringsel im Gepäck. Darüber freut sich der Wetterfrosch natürlich. Und nachdem die beiden den Wetterballon steigen lassen haben, frühstücken sie gemeinsam.
Priesemut beobachtet die beiden später zusammen. Der Anblick, wie Nulli und Kwaki auf der Wiese sitzen und seine Brummer und die Möhren genießen, als wären sie die besten Freunde, lässt ihn beinahe platzen vor Eifersucht. Kein Wunder also, dass es nun lauter kracht, als bei einem Gewitter.

Man kann es ja immer kaum erwarten, bis ein neues Buch über Nulli und Priesemut erscheint. Die beiden sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Diesmal geht es um Eifersucht, die Priesemut erwischt und das wohl nicht ganz unbegründet, wendet sich sein bester Freund Nulli doch einem anderem Frosch zu, einem Wetterfrosch.
Doch Nulli erkennt von ganz alleine, dass so schnell niemand seinen besten Freund ersetzten kann. Freundschaft muss wachsen, das wird mit der kleinen Geschichte deutlich gemacht. Und so ist es sehr spannend, und eben auch lehrreich für Kinder, die kleinen Streitereien und Wortwechsel der beiden zu verfolgen. Im Grunde ist es ja ein Glück, dass die beiden noch miteinander sprechen, denn nur so können Missverständnisse ausgeräumt werden.
Wieder ganz toll sind die Bilder. Sie sind liebvoll gemacht und damit sehr aussagekräftig. Es macht viel Spaß, dass kleine Büchlein mit Kindern anzusehen.

Rezension von Heike Rau

Matthias Sodtke
Wirbel um den Wetterfrosch
Nulli & Priesemut Band 16
72 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311613
ISBN-13: 978-3830311614
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Thomas Nicolai und Kai Pannen: Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen

Thomas Nicolai und Kai Pannen: Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen

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Märchen sind bei Kindern beliebt, aber auch bei den Märchenmäusen. Felix liest sie gerne vor und Alfons hört zu. Ein langweiliges Märchen will er aber nicht hören, vielmehr eins mit Grusel und Gespenstern. Felix findet „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ sehr passend. Es geht um Jacob, der das Gruseln lernen will. Der Küster erklärt sich bereit, es ihm beizubringen. Doch auch in der Nacht, als Gespenst verkleidet, vermag er es nicht, Jacob einen Schrecken einzujagen. So muss Jacob wieder nach Hause zurück. Ausgestatte mit 50 Talern schickt der Vater seinen Sohn nach dieser Pleite in die weite Welt hinaus. Dort wird Jacob schon irgendwo das Gruseln lernen. Tatsächlich erklärt sich bald darauf ein Wandersmann bereit, Jacob in dieser Sache zu helfen. Unter einem Baum mit sieben Gehängten soll Jacob die Nacht verbringen. Aber Jacob gruselt sich nicht. Alfons dagegen schon beim Zuhören. Aber Felix verspricht ihm, dass die Geschichte gut ausgeht. Und so hört der kleine Mäuserich weiter zu, auch wenn ihm bald die Barthaare vor Spannung zittern.

Dass im Buch Alfons und zuhörende Kinder, das Märchen von Felix vorgetragen bekommen, gefällt gut. Die beiden Mäuse tauschen immer mal wieder ihre Eindrücke zur Geschichte aus. Auch wenn Jacob sich scheinbar überhaupt nicht fürchtet, so sieht es doch bei Alfons etwas anders aus. Aber er hört trotzdem weiter zu. Das Gruseln hat schließlich seinen Reiz!
Das Buch ist sehr schön illustriert. Kinder können das Märchen also auch direkt visuell miterleben. Wer möchte kann die Lieder lernen oder im Suchbild nach Talern suchen.

Mit zum Buch gehört eine CD. Die Hörspielfassung ist eine echte Überraschung. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen, einfach grandios! Die Charaktere begeistern durch ihre Einzigartigkeit. Typisches wurde direkt in die Stimme gelegt. Auch die Geräuschkulisse ist perfekt, vom Glockenleuten, dem Türquietschen bis hin zum Feuerknistern und Knochenrasseln.
Die Hörspielfassung ist ausführlicher. Der gruselige Grundcharakter des Märchens wird sehr gut übertragen, wobei der Spaß aber kein bisschen zu kurz kommt.

Rezension von Heike Rau

Thomas Nicolai und Kai Pannen
Die Märchenmäuse
Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen
32 Seiten, gebunden
Hörspiel-CD, 50 Minuten Laufzeit
ab 4 Jahren
ISBN-10: 3830311575
ISBN-13: 978-3830311577

Tony DiTerlizzi: Kenny und der Drache

Tony DiTerlizzi: Kenny und der Drache

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Der Vater kommt ganz aufgeregt nach Hause. Kenny Kaninchen kann kaum glauben, was er zu erzählen hat. Einen Drachen will er in der Nähe der Schafweide gesehen haben. Nun will der Vater den Bauernhof verkaufen und umziehen. Zum Glück beruhigt er sich beim Löffeln der Maissuppe, den Kennys Mutter zubereitet hat, wieder ein wenig. Kenny will den Drachen natürlich auch sehen. Mithilfe eines Tierbuches, dass er aus der Buchhandlung seines Freundes, dem alten Dachs, hat, will er sich auf die Begegnung vorbereiten. Später muss der Kaninchenjunge dann feststellen, dass nichts von dem, was im Buch steht, stimmt. Der Drache ist gar kein Ungeheuer, sondern sehr gutmütig. Er interessiert sich zum Erstaunen von Kenny ebenfalls für Bücher. Diese Begeisterung für das Lesen verbindet Kenny und Grahame sofort. Nach allem, was Kenny zu Hause erzählt, wollen seine Eltern den Drachen nun auch kennen lernen. Gemeinsam wird ein Picknick veranstaltet. Auch wenn Grahame sich ein wenig tollpatschig zeigt und Kennys Vater auf den Fuß tritt, so schließen die Eltern ihn auch in sein Herz. Kenny darf sich weiter mit dem Drachen treffen.
Die Dorfbewohner sehen die Sache ein wenig anders. Sie halten Grahame für ein Ungeheuer. Sie haben Angst, dass ihre Ernte vernichtet werden könnte oder die Kinder in Gefahr sind. Der Alte Willi Waschbär hetzt die Leute auf und bald will jeder Grahame tot sehen. In seiner Not wendet sich Kenny an den Buchhändler. Doch der hört gar nicht zu. Mit Entsetzen erfährt Kenny, dass er der Drachentöter des Königs ist und nun den Auftrag hat, sich des Problems anzunehmen.

Es ist eine Geschichte, die von einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt. Diese konnte nur entstehen, weil Kenny seinem neuen Bekannten vorurteilsfrei gegenüber getreten ist. So hat er ein Wesen kennen gelernt, dass zwar ganz anders als er selbst ist, aber die selben Interessen hat. Es ist bei den Tieren wie bei den Menschen. Frei von Vorurteilen ist nicht jedermann. Mit der Fabel wird gezeigt, wie gegensätzlich eine solche Geschichte sich entwickeln kann. Für Kinder ist das sehr spannend und natürlich auch lehrreich.
Die Geschichte eignet sich zum Vorlesen und Selberlesen gleichermaßen. Die Art des Autors zu erzählen, ist einfach hinreißend. Es ist aber auch eine Freude, die Zeichnungen zu betrachten. Jedes einzelne Bild ist einen näheren Blick wert. Die Zeichnungen sind nicht einfach nur Beiwerk, sonder beeindrucken durch ihre Feinheit. Die Figuren scheinen mit Leidenschaft skizziert und sind einmalig. Diese Werk hat das Zeug zum Lieblingsbuch.

Rezension von Heike Rau

Tony DiTerlizzi
Kenny und der Drache
Aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner
144 Seiten, gebunden
ab 8 Jahren
cbj, München
ISBN-10: 3570138151
ISBN-13: 978-3570138151

Katja Kiefer: Die Waldpiraten – Das Schiff in den Bäumen

Katja Kiefer: Die Waldpiraten – Das Schiff in den Bäumen

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Es ist ein schöner Tag. Trotzdem hat Häschen Hotte Langeweile. Im Wald ist einfach nichts los. Lustlos spaziert Hotte herum, bis er eine Strickleiter an einem Baum entdeckt. Hotte ist derart neugierig, dass er sofort hinaufklettert. Oben angekommen traut er seinen Augen kaum. Er ist in einem Baumhaus, das schöner nicht sein könnte. Der Raum ist vollgestellt und unordentlich und doch auch wunderschön. Es sieht nicht so aus, als ob hier einer wohnt. Doch dann steht auch schon jemand mit hinter ihm, piekt ihn in den Rücken und brüllt „Hände hoch!“. Ein Igel behauptet, dass die Bude ihm gehört. Doch das sagt auch das Eichhörnchen, dass eben aus dem Schrank gekommen ist. Igel und Eichhörnchen streiten lautstark. Doch dann fliegt ein Vogel zum Fenster herein, der der festen Meinung ist, dass das Baumhaus sein zu Hause ist. Der Streit will gar kein Ende nehmen. Doch dann schlägt der Vogel vor, aus dem Baumhaus eine gemeinsame Bude zu machen. Da wollen natürlich alle mitmachen, auch Häschen Hotte. Die vier wollen eine richtige Bande sein und der Igel der Kapitän der Mannschaft. Aber braucht man da nicht auch ein Schiff?

Das Buch dürfte bei Kindern schon durch das schöne Cover Aufmerksamkeit erregen. Die vier Figuren, die hier abgebildet sind, und die das Geschehen bestimmen, sind wirklich lustige Gesellen. Die Geschichte ist dann auch wie erwartet, spannend und humorvoll zugleich. Die Autorin hat sich eine Menge einfallen lassen. Überraschungsmomente gibt es viele. Es ist interessant zu verfolgen, wie die vier Tierkinder sich zusammenraufen und schließlich Freunde werden. Auch das Umfeld, in der die Geschichte spielt, stimmt. Der Wald und das Baumhaus sind mit Sinn fürs Detail gezeichnet. Für Kinder gibt es sehr viel zu sehen. Allein die kleinen Käferchen zu entdecken, die den Wald bevölkern, macht viel Spaß. Und was es erst im Baumhaus alles zu entdecken gibt! Das gibt Stoff zum Träumen! Die Zeichnungen zeugen von sehr viel Fantasie.
Aber damit nicht genug. Für ausgelassene Stimmung sorgt „Das Lied von den Waldpiraten“, das einfach nachzusingen ist, wenn man Noten lesen kann. Begleitet werden kann mit der Gitarre, allerdings sind die Griffe nicht ganz einfach. Ein Brettspiel gibt es auch noch. Es ist ein Wettrennen zwischen den Mitspielern. Wer zuerst beim Piratenschiff ist, hat gewonnen. Allerdings gilt es auf dem Weg dahin einige Hindernisse zu überwinden.

Rezension von Heike Rau

Katja Kiefer
Die Waldpiraten
Das Schiff in den Bäumen
32 Seiten, gebunden
ab 3 Jahren
Georg Olms Verlag
ISBN-10: 3487088428
ISBN-13: 978-3487088426

Friederich von Borries: Die Freiheit der Krokodile

Friederich von Borries: Die Freiheit der Krokodile

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Gutenachtgeschichte.

Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn. Es ist Nachtzeit, und der Vater spricht seinem Sohn, der Angst vor Krokodilen hat, gut zu. Eine Verständigung scheint nicht möglich, denn die Angst des Sohnes ist größer als das Vertrauen zum Vater, der die kindliche Angst nicht versteht, weil ihm seine eigenen Vorstellungen von der Welt dazwischen kommen.

In ungewöhnlicher Aufmachung mit schwarz-weißen holzschnittartigen Bildern, die kindliche Angst  mit zum Teil gruseligen Bildern symbolisieren, kommt ein Büchlein daher, das mit Ernst und Humor über die Ängste des Menschen berichtet.

Kurze und einprägsame Sätze schaffen eine Verbindung zu dem Vater und der Kindheit des Jungen, von dem der junge Vater heute seinem Sohn erzählt. Da geht es um Krokodile unter dem Bett, die nur darauf lauern, am großen Zeh des kleinen Sohnes zu knabbern!

Mit vielen „wenn“ und „aber“ schafft es der kleine Junge von damals, seinen Vater von einer angemessenen Lösung für sein Problem zu überzeugen, wie man die vielen Angst auslösenden Krokodile loswerden könnte.

Nun aber folgt ein zweiter Teil, und dieser ist hoch philosophisch angelegt: da geht es um die Freiheit der Krokodile, die der Vater dem kleinen und heute großen Jungen nicht erklärt hat. Erst als er selber ein großer Mann war, verstand der kleine Junge von damals, was es mit der Angst und der Freiheit auf sich hat. Und in diesem Teil, der mehr für Erwachsene geschrieben scheint, steckt so viel innerer Gehalt, dass man das Büchlein unbedingt lesen sollte.

Angst, Gewalt und Freiheit sind die großen Themen der Menschheit; hier sind sie in eine kurze Parabel gefasst, die entzückt und begeistert. In die Intimität zwischen Vater und Sohn passt das ganze Gebilde von „klein“ und „groß“, von Betrachtungen des Kleinen zu dem übermächtigen und doch so grau in grau erscheinenden Vater, der aus seinem Gefängnis der Unfreiheit nie entkommen konnte.

Wunderbar geeignet zum Nachdenken, zum Verschenken und immer wieder zu betrachten ist das schmale broschierte Bändchen, das ein Gespräch von vielen enthält, die der Autor mit seinem Vater in der Kindheit unter dem Titel „Der Zauberer und die Krokodile. Gutenachtgeschichten über die Machbarkeit“ geführt hat. Die Bilder der Grafikerin Laleh Torabi bilden die Angst besetzte Kulisse, hinter der man sich die Krokodile vorstellen kann. Ein hübsches kleines Brevier über die Angst ist entstanden, das Groß und Klein erfreuen kann.

Friederich von Borries
Laleh Torabi
Die Freiheit der Krokodile
56 Seiten, broschiert
Verlag: Merve
ISBN-10: 3883962740
ISBN-13: 978-3883962740

Adolf Holst: Die Mäuschenschule

Adolf Holst: Die Mäuschenschule

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Vater, Mutter und drei Kinder gehören zur glücklichen Mäusefamilie. Im Sommer lebt diese in einem Häuschen, einer umgedrehten Tasse, im Waldwinkel, zwischen Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee. Keine Katze hat bisher das Versteck entdeckt, so dass das Leben recht unbeschwert ist.
Die Kinder gehen natürlich in die Mäuschenschule und lernen alles, was sie für das Leben brauchen. Jedes Kind kommt gerne hierher.

Beschrieben werden die Aktivitäten der „Mausleut“ im Buch in einer Reimform. Die Verse lassen sich gut lesen, sind gefühlvoll formuliert und sorgen für eine unnachahmliche Stimmung. Kinder können miterleben, was geschieht und bei einem Hochzeitsball oder einer Ausfahrt dabei sein. Sogar in den Mausezirkus geht es.

Besonders liebreizend sind die Bilder der Zeichnerin Else Wenz-Viëtor, die so detailreich gemalt hat, dass es eine Freunde ist, diese zu betrachten. Die Farbpalette ist groß, auch wenn die Farben eher gedeckt gehalten sind. Auf dem farbigen Papier wirkt das sehr gut.
Das Bilderbuch ist ein Klassiker unter den Kinderbüchern, erschien es doch erstmals 1929. Es dürfte auch heute noch die ganze Familie verzaubern.

Rezension von Heike Rau

Adolf Holst
Die Mäuschenschule
Bilder von Else Wenz-Viëtor
20 Seiten, gebunden
ab 5 Jahren
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830311540
ISBN-13: 978-3830311546

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

Monika Cremer und Lydia Malethon: Probier mal!

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Die Küche kann ein interessantes Betätigungsfeld für Kinder sein. Natürlich müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, aber das lässt sich leicht bewerkstelligen. Es gibt also keinen Grund kleine Kinder aus der Küche zu verbannen. Wer hier Anregungen braucht, sich als Elternteil fragt, was machbar ist und was nicht, kann sich am vorliegenden Buch gut orientieren. Es ist ein „Spiele-Spaß-Kinderkochbuch“, also ein Beschäftigungsbuch für die Küche.

Kinder lernen verschieden Lebensmittel kennen und können auch gleich ein einfaches Rezept ausprobieren. Den Anfang macht die Gurke. Hergestellt wird daraus „Gurkenquark mit Minze“. Die Arbeitsschritte sind aufgelistet, an einen Ausrufezeichen können Eltern erkennen, wo die Kinder Hilfe oder besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dann geht auch garantiert nichts schief. Zur Gurke gibt es auch noch eine kleine Geschichte: „Warum die Gurke sauer wurde“.

Auch der Kartoffel ist eine Doppelseite gewidmet. Aus ihr werden „Dicke Kerls“ gemacht. Das sind auf dem Blech im Ofen gebackene und gewürzte Kartoffelhälften. Man kann den „Gurkenquark“ dazu essen. Auf dieser Seite findet man auch eine schöne Beschäftigungsidee. Man kann aus Kartoffeln die beliebten Stempel basteln und mit den Kindern Geschenkpapier bedrucken.

Man muss aber nicht unbedingt den Herd anwerfen, um sich in der Küche mit Kindern betätigen zu können. Sehr spannend ist es, aus Radieschensamen kleine Keimlinge zu ziehen. Es macht Spaß, zu beobachten, wie das Wachstum voranschreitet, bis man schließlich nach ein paar Tagen ernten kann.
Natürlich wurde auch an die Leckermäulchen unter den Kinder gedacht. Wer es fruchtig mag, bereitet die „Beerenzwerge“ zu und wer Schokolade liebt, der macht „Schokoladenmuffins“.

Neben den Rezepten, Spielen und Geschichten gibt es immer ein bisschen Warenkunde zu Obst, Gemüse, Nüssen, Fleisch, Fisch, Brot, Nudeln und Milchprodukten. Es gibt beschriftete und unbeschriftete Zeichnungen von Küchenutensilien, so dass auch der Wortschatz spielerisch erweitert werden kann.
Kinder können erste Erfahrungen in der Küche sammeln, sich mit Lebensmitteln auseinandersetzen und Selbstgemachtes probieren. Das Buch ist für Kinder und Eltern gleichermaßen gedacht und das gefällt gut. Es ist kunterbunt illustriert. Das lädt natürlich zum Ausprobieren ein. Und mit dem farbenfrohen Stickerbogen, der mit zum Buch gehört, weiß garantiert jedes Kind etwas anzufangen!

Rezension von Heike Rau

Monika Cremer und Lydia Malethon
Probier mal!
Das Spiele-Spaß-Kinderkochbuch
Mit Bildern von Marlies Rieper-Bastian
ab 5 Jahren
48 Seiten, gebunden
Annette Betz Verlag
ISBN-10: 3219114423
ISBN-13: 978-3219114423

Gewinnspiel zu HIER KOMMT LOLA – ab 4. März im Kino

Gewinnspiel zu HIER KOMMT LOLA – ab 4. März im Kino

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Lola ist ein aufgewecktes neunjähriges Mädchen aus Hamburg – mit einer Vorliebe für brasilianische Musik, einer Schwäche für Mulla-Hulla-Kaugummis, einer Frosch-Phobie und sehr viel Phantasie – weswegen Lola oft erstaunliche Dinge passieren. Regisseurin Franziska Buch verfilmte das Drehbuch das auf dem gleichnamigen ersten Roman der „Lola“-Buchreihe von Isabel Abedi basiert.

Inhalt: Lola (MEIRA DURAND) hat einen brasilianischen Vater (FERNANDO SPENGLER), eine Mutter (JULIA JENTSCH), die nach Pippi Langstrumpf „Viktualia“ genannt wurde und eine 80 Zentimeter große Tante. Und wenn sie sich nachts in die berühmte Sängerin Jacky Jones verwandelt, wird sie von ein paar Millionen Fans gefeiert. Was Lola nicht hat, ist eine beste Freundin – und die wünscht sie sich am allermeisten. Doch in Lolas neuer Schule gibt es nur diese komische Flo, die entsetzlich nach Fisch stinkt. Und die schöne Annalisa besucht Lola ausgerechnet in dem Moment, als Lolas Vater splitterfasernackt durch die Wohnung stürmt, weil seine Tochter ihn versehentlich den ganzen Tag im Badezimmer eingesperrt hat. Klarer Fall: In Sachen Freundin muss sich Lola etwas einfallen lassen. In ihrem Versteck, dem Superweltallexpressraumschiff, hat sie schließlich eine Idee. Lola schickt ihren Herzenswunsch per Luftballon in den Himmel. Als Antwort erhält sie eine geheimnisvolle Flaschenpost…

Weitere Informationen zum Film finden Sie auf www.hierkommtlola.film.de

Gewinnen Sie zum Kinostart von HIER KOMMT LOLA ein Fanpaketen mit dem Original Hörspiel aus dem Jumbo Verlag, dem Tank Top zum Film und dem Plakat! Dazu bitte einfach hier einen Kommentar schreiben oder eine Mail an die Leselupe schicken.

Der offizielle Filmtrailer zu Hier kommt Lola: