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Schlagwort: Kräuter

Johannes Gutmann: SONNENTOR – Leben und genießen mit Kräutern und Gewürzen

Johannes Gutmann: SONNENTOR – Leben und genießen mit Kräutern und Gewürzen

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Der Österreicher Johannes Gutmann ist der Gründer und Geschäftsführer des SONNENTOR Kräuterhandels. In diesem Buch erzählt er die Gründungsgeschichte auf eine sehr persönliche Art und Weise. Seine Wertschätzung gilt auch seinen Wegbegleitern, also der Familie, den Mitarbeitern und den Kräuterbauern beispielsweise. Heimatverbundenheit ist ihm wichtig. Die Gründe dafür werden sehr bildhaft dargestellt.

Natürlich ist es eine Form der Selbstdarstellung, aber auch eine Möglichkeit die Firmenphilosophie deutlich zu machen. Und selbstverständlich ist das Buch als Werbung zu verstehen. Aber es ist eine sehr unaufdringliche Werbung, zumindest für Interessierte und Fans der SONNENTOR-Produkte, die auch in Deutschland zu haben sind.

Mit im Buch ist eine Kräuter- & Gewürzkunde, die sich sehr interessant liest. Was folgt sind Porträts verschiedener Kräuter, die von SONNENTOR angebaut werden. Man liest hier über Apfelminze, Frauenmantel, Holunderblüten, Ringelblumen, Zitronenverbene, Schafgarbe und vielen weitere. Gemischt werden die Kräuter zu Tees, die sich Glückstee, Kräuterzauber oder Blütenmischung nennen.
Dass Tee auch zum Essen passt, wie etwa ein guter Wein, wird in einem weiteren Kapitel bewiesen. Es wird genau erklärt, welcher Tee ein entsprechendes Gericht perfekt ergänzen kann. Das ist unbedingt herauszustreichen, denn das ist das Besondere am Buch.

Auch Gewürze werden in Porträts vorgestellt, darunter Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Lorbeer und Majoran. Verschiedene Gewürzmischungen sind ebenfalls im Handel, vom Fischgewürz, über die indische Gewürzmischung bis hin zum bunten Pfeffer.
Es folgt eine Reihe von Rezepten, die man nachkochen kann. Die Auswahl ist bunt und umfasst Sonnentor Adventspunsch, Waldviertler Steinpilzsuppe, Weißmohntörtchen mit Weichseln und vieles mehr.

Man wird mit dem Buch also gut eingeführt in die Welt der Kräuter und Gewürze. Man lernt die SONNENTOR-Produkte kennen und kann einmal hinter die Kulissen schauen, was Produktion und Handel betrifft. Das Buch hat viele ganzseitige, sehr stimmungsvolle Illustrationen und ist damit nicht nur informativ, sondern auch schön anzusehen.

Rezensionen von Heike Rau

Johannes Gutmann
SONNENTOR – Leben und genießen mit Kräutern und Gewürzen
222 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800176807
ISBN-13: 978-3800176809
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Deborah Schneebeli-Morrell: Mein Kräutergarten im Topf

Deborah Schneebeli-Morrell: Mein Kräutergarten im Topf

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Kräuter kann man überall ziehen. Wenn man keinen Garten hat auch in Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse. Selbst in der kalten Jahreszeit ist es möglich, die Pflanzen auf dem Fensterbrett wachsen lassen.
Kräuterbücher gibt es viele im Buchhandel, aber dieses hier ist anders. Es geht darum, Lebensräume mit Kräutern zu gestalten, durchaus auch mit künstlerischem Anspruch. So kommt nicht nur der Pflanze selbst Aufmerksamkeit zu, sondern auch dem Pflanzgefäß als gestalterisches Element.

Natürlich wird man von der Autorin zunächst auch einmal bei der Auswahl der Kräuter beraten. Man findet im Buch neben bekannten Kräutern auch Ananassalbei, Nelke als essbares Kraut, Poleiminze oder Duftgeranien. Auch sollte so biologisch wie möglich gegärtnert werden. Dies ist auch bei Topfkräutern weitestgehend machbar. Man erfährt, wie man Kräuter aus Samen zieht und wenn man lieber Pflanzen kauft, auf was man achten muss. Auch die Anzucht aus Stecklingen wird erklärt. Bei der weiteren Pflege der Pflanzen gibt es Rat und selbstverständlich erfährt man auch wie man die Kräuter erntet und verwendet.

Bei der Auswahl des Pflanzgefäßes wird auf Originelles gesetzt. Da wächst die Kapuzinerkresse in einem alten Vogelkäfig, die Apfelminze in einem Teekessel.
Mit ganzen Arrangements, beispielsweise eine Auswahl an Thymianarten, lässt sich ein ausgedienter Stahlwok bepflanzen. Basilikum und Minze dagegen gedeihen in einer Schublade aus Holz. Pflücksalat und Koriander werden in einer verzinkten Badewanne kultiviert.
Es versteht sich von selbst, dass diese außergewöhnlichen Gefäße vor dem Bepflanzen entsprechend vorbereitet werden müssen. Auch müssen die Ansprüche der Pflanzen beachtet werden. Die Autorin gibt hier Hilfestellung.

Die so wunderschön präsentierten Küchen- und Heilkräuter wirken in diesen außergewöhnlichen Gefäßen so ganz anders als in einem einfachen Blumentopf. Man kann sich auf Trödelmärkten danach umsehen. Vielleicht hat man aber das eine oder andere zu Hause, was sich zu bepflanzen lohnt. Nach der Lektüre des Buches fühlt man sich inspiriert, nach geeigneten Objekten zu schauen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Rezension von Heike Rau

Deborah Schneebeli-Morrell
Mein Kräutergarten im Topf
35 originelle Pflanzideen
144 Seiten, gebunden
Thorbecke Verlag
ISBN-10: 3799535721
ISBN-13: 978-3799535724
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Reinhardt Hess: Garten- & Wildkräuter

Reinhardt Hess: Garten- & Wildkräuter

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Mit Garten- und Wildkräutern kann man auch einfache Gerichte raffiniert würzen. Petersilie, Schnittlauch und Basilikum kennt wohl jeder. Aber es gibt hier noch viel mehr zu entdecken. Man kann eine Auswahl an Kräutern im Garten anbauen oder die Pflanzen in Töpfen auf Balkon oder Terrasse ziehen. Auch auf einem Fensterbrett lassen sich ein paar Töpfe mit Kräutern unterbringen. Was die Wildkräuter betrifft, kann man sich direkt in der Natur bedienen.

Im Buch findet man entsprechende Informationen und Rezepte. Wer Wildkräuter sammeln möchte, bekommt Tipps. Vorausgesetzt wird, dass man die entsprechenden Pflanzen sicher bestimmen kann, wobei es hier ja auch welche gibt, die jeder kennt, wie etwa Löwenzahn. Man kann einen „Wiesenkräuterbitter“ herstellen, ein „Veilchenblütengelee“ oder einen „Wildkräutersalat“.

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man Gartenkräuter verwendet. Auch hier ist die Auswahl groß. An Gerichten werden unter anderem „Grazer Ziegenkäse mit Schnittknoblauch“, „Heißer Schafskäse mit Kräutern der Provence“ oder „Zucchini-Bällchen mit Petersilie, Dill und Minze“ geboten.
Es gibt auch sehr raffinierte Vorschläge. Die „Hähnchenschenkel mit Lindenblüten“, das „Frühlingsgemüse mit Löwenzahnklößchen“ oder das „Lachs-Tatar mit Huflattich-Sülzchen“ gehören dazu.

Wer noch nicht so bewandert im Kochen ist, kann auch sehr einfach gehaltene Gerichte ausprobieren, wie zum Beispiel „Bandnudeln mit Löwenzahn und Huflattichblütenbutter“ oder die „Pfannkuchen mit Ricotta-Kräuter-Füllung“. Die Kräuter finden also durchaus auch ihren Platz in der Alltagsküche.

Mit den Rezepten kann man Kräuter vielfältig einsetzen und herausfinden, was diese geschmacklich zu bieten haben. So macht es Spaß, im Buch zu blättern und sich inspirieren zu lassen.
Zwischendurch erfährt man Wissenswertes zu Kräutern. Wobei hier auch die Einteilung in „Süße Kräuter“, „Bittere Kräuter“, „Mittelmeerkräuter“, „Exotische Kräuter“ usw. interessant ist.

Inhaltlich überzeugt das Kochbuch also. Aber auch die Gestaltung gefällt ausgesprochen gut. Die Kochanleitungen sind übersichtlich dargestellt. Es gibt sehr viel Bildmaterial. Auf den Fotos kommen die Kräuter ganz wunderbar zur Geltung. Die Gerichte wurden sehr schön in Szene gesetzt.

Rezension von Heike Rau

Reinhardt Hess
Garten- & Wildkräuter
Fotos von Alexander Walter
144 Seiten, broschiert
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440125904
ISBN-13: 978-3440125908
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Jeff Cox und Marie-Pierre Moine: Küchenkräuter anbauen und genießen

Jeff Cox und Marie-Pierre Moine: Küchenkräuter anbauen und genießen

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Wer Kräuter nicht mehr kaufen, sondern selbst anbauen möchte, ist mit dem vorliegenden Ratgeber gut beraten, egal ob die Kräuter im Beet, in Balkonkästen oder Töpfen herangezogen werden sollen. Die Auswahl an Kräutern ist groß, man muss also gut überlegen, welche Kräuter man nimmt.

Ganz Eilige können sich für Zusammenstellungen, die man am Anfang des Buches findet, entscheiden. Ein Beispiel sind die „Basics für jeden Tag“ in einem Terrakotta-Kasten. Man hat hier Salbei, Koriander, Basilikum, Oregano Petersilie und Zitronenthymian zusammengepflanzt. Pflanzenzusammenstellungen gibt es zum Beispiel auch mit „Salatkräutern“ oder „Kräutertees“ in unterschiedlichen Pflanzgefäßen.

Danach folgt der „Kräuterkatalog“ für alle, die eigene Zusammenstellungen entwerfen möchten. Man findet hier Zitronenverbene, Senf, Kreuzkümmel, Waldmeister, Duftpelargonien, Sauerampfer, Löwenzahn und viele mehr. Aber auch Unerwartetes wird aufgeführt wie beispielsweise Zitrone, Essigbaum, Kartoffelrose oder Holunder. In kleinen Steckbriefen wird Wichtiges vermittelt.

In einem weiteren Kapitel wird der Anbau der Kräuter erklärt. Man erfährt hier alles über Aussaat, Vermehrung und Pflanzenpflege. Damit hat man es in der Hand, dass die Kräuter gut gedeihen und einer schönen Ernte nichts im Wege steht. Auch bei Problemen, wie etwa Schädlingsbefall, erhält man Hilfestellung.

Weiter geht es mit dem Kapitel „Ernten und Aufbewahren“. Man erfährt also, was beim Ernten der Kräuter zu beachten ist und wie man diese kurzfristig aufbewahren kann. Kräuter kann man aber auch haltbar machen, etwa durch einfrieren oder trocknen.

Im letzten Teil des Buches wird die Verwendung von Kräutern beschrieben. Hergestellt werden Kräuterbutter, würziges Salsas und Marinaden. Es gibt eine Auswahl an Rezepten, darunter „Geräucherter Schellfisch mit Dill“, „Löwenzahn-Rucola-Salat mit Blüten“, „Sauerampfer-Erbsen-Suppe“, „Schwarzer Johannisbeersirup“ und „Marokkanischer Minzetee“.
Interessant sind auch die Kombinationstipps in Tabellenform. Hier erfährt man noch einmal, welches Kraut wozu passt.

Die Texte im Buch sind kurz und verständlich gehalten. Außerdem gibt es sehr viel Bildmaterial, das, wie das gesamte Buch aber sehr dunkel gehalten ist. Die Kapitelaufteilung gefällt gut. Das Buch ist damit sehr übersichtlich gestaltet.

Man hat also ein schönes Basiswerk, mit dem sich gut arbeiten lässt. Man lernt Kräuter kennen, erfährt alles über Anbau, Ernte und Verwendung und kann gleich Rezepte ausprobieren. Unter den genannten Kräutern sind auch weniger bekannte, so dass auch Hobbygärtner, die schon etwas Erfahrung im Kräuteranbau haben, noch die eine oder andere Pflanze dazu nehmen können. Angesprochen werden nicht nur Gartenbesitzer. Auch wer Terrasse oder Balkon besitzt, kann Kräuter anbauen.

Rezension von Heike Rau

Jeff Cox und Marie-Pierre Moine
Küchenkräuter anbauen und genießen
192 Seiten, gebunden
DK – Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831017832
ISBN-13: 978-3831017836
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Jill Norman: Kräuter & Gewürze

Jill Norman: Kräuter & Gewürze

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Eine kleine Auswahl Kräuter und Gewürze besitzt wohl jeder, selbst wenn nur ab und an gekocht wird. Ambitionierte Hobbyköche sind da schon experimentierfreudiger. Das Buch „Kräuter & Gewürze“ zeigt die Vielfalt, die zur Verfügung steht und die abwechslungsreichen Verwendungsmöglichkeiten.

Zunächst einmal wird erklärt, was man unter Kräutern und Gewürzen versteht. So einfach ist die Trennung in diese Kategorien nämlich manchmal nicht. Auch der gesundheitliche Wert von Kräuter und Gewürzen wird dargestellt.

Als Erstes werden im Buch die Kräuter vorgestellt. Was in der Küche Tradition hat und was neu am Markt ist, wird aufgezeigt. Auch wie man Kräuter auswählt und verwendet, wird erklärt.
Die Kräuter sind in Rubriken eingeteilt, beispielsweise findet man „Frische und milde Kräuter“, „Süße Kräuter“, „Zitronenartige, saure Kräuter“ oder „Scharfe und würzige Kräuter“.

Die Kräuterporträts sind sehr ausführlich gehalten. Den Anfang macht die Petersilie, also krause Petersilie, glatte Petersilie und die Wurzelpetersilie. Man erfährt, wie man sich das Aroma vorstellen muss, welche Teile verwendet werden, wo man Petersilie kauft, wie man das Kraut lagert und was zu beachten ist, wenn man selbst Petersilie im Garten anbauen möchte. Ausführlich wird erklärt, wie man Petersilie in der Küche verwendet, zu welchen Speisen Petersilie passt und mit welchen anderen Kräutern und Gewürzen die Petersilie harmoniert.

Man findet im Buch fast alle bekannten Kräuter, aber auch weniger bekannte wie Tellerkraut, Süßdolde, Duftnessel und weitere. Leider fehlt Stevia, dass immer beliebter werdende Süßkraut.

Unter den Gewürzen, die ebenfalls gut sortiert und ausführlich beschrieben sind, wecken Akaziensamen, Tamarinde, Berberitze, Zitronenmyrte, Curryblätter oder Bockshornklee Interesse.

Schön ist, dass man gleich lernt, wie man mit den Kräutern und Gewürzen umgeht. Hierzu gibt es direkte Anleitungen in Wort und Bild. Man kann diese auch gleich einsetzen. So gibt es Rezepte zu Kräuter- und Würzmischungen, Soßen und Würzsoßen und Marinaden aber auch Rezepte zu Gerichten, wie „Vietnamesische Frühlingsrollen“ oder „Thailändisches Rindercurry“. Ländertypisches wird auf diese Art und Weise vermitteln.

Sehr schön anzusehen, sind die Fotos. Man betrachtet sie gerne einen Moment länger. Alle Kräuter und Gewürze hat der Fotograf Dave King perfekt in Szene gesetzt.

Da manche Kräuter und Gewürze schwer zu beschaffen sind, erhält man auch Hinweise zu Bezugsquellen, spezialisierten Gärtnereien oder Gewürzhändlern, auch Internetadressen gibt es. Wer auf Entdeckungstour gehen will, wird sich übe die Liste mit Kräutergärten freuen.

Fazit: Das Buch überrascht durch seine Vielfalt. 120 Kräuter und Gewürze wurden ins Buch aufgenommen, darunter auch sehr exotische. Es gilt also auf Bewährtes zu setzen, aber auch mit weniger bekannten Kräutern und Gewürzen zu experimentieren.

Rezension von Heike Rau

Jill Norman
Kräuter & Gewürze
Herkunft – Geschmack – Verwendung
Fotografien von Dave King
336 Seiten, gebunden
DK – Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 383101745X
ISBN-13: 978-3831017454
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Susanne Rieder: Das Selbstversorgerkochbuch

Susanne Rieder: Das Selbstversorgerkochbuch

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Man kann sich ein Stück weit mit Obst und Gemüse selbst versorgen. Aber auch wenn man keinen Garten hat, kann man einiges auf dem Balkon oder dem Fensterbrett kultivieren oder sich in der Natur bedienen. Das Kochbuch ist genau darauf ausgerichtet. Frische saisonale Zutaten bereichern jede, natürlich selbst zubereitete, Mahlzeit.

Geordnet ist die Rezeptauswahl nach Jahreszeiten. Salate, Suppen, Hauptgerichte und Desserts werden präsentiert.
In der Rubrik „Frühling“ findet man Folgendes: Einen „Frühlingssalat“ mit jungen Löwenzahn- und Bärlauchblättern, eine „Brunnenkressesuppe“, „Wildkräuterklöße“ mit Brennesel, Löwenzahn und Giersch und „Holunderküchlein“ als Dessert.
Für den Sommer gibt es eine reichhaltige Rezeptauswahl. Unter den Salaten findet man „Bunten Salat mit Himbeeren“, unter den Suppen „Kalte Gurkensuppe mit Rucola“. (Diese habe ich ausprobiert. Sie ist sehr erfrischend, auch durch die Schärfe des Rucolas, der an den Geschmack von Kresse erinnert.) Als Hauptspeise gibt es „Forellenfilet auf Mangold“ und als Dessert „Heidelbeerdatschi“.
Weiter geht es mit dem Herbst. Da kann man zum Beispiel wählen zwischen „Rote-Bete-Salat mit Nüssen“, „Pilzsuppe mit Semmelknödeln“, „Wirsingauflauf“ und „Apfelkompott“.
Auch für die kalte Jahreszeit, den Winter, werden Rezepte angeboten. Als Salat wird „Knackiger Feldsalat mit Birne“ vorgeschlagen. Als Suppe „Kartoffelsuppe mit Würstchen“, als Hauptgericht „Pastinaken in Sahnesauce“ und zum Dessert könnte es „Reisauflauf mit Trockenfrüchte“ geben.
So hat jede Jahreszeit ihre Highlights und für Abwechslung wird gesorgt.

Im Buch werden aber nicht nur Rezepte präsentiert. In jeder Jahreszeit kann man einiges selbst tun, um den Speiseplan zu bereichern. So erfährt man, wie man vorgehen muss, wenn man Wildkräuter sammeln will und wie man diese haltbar macht, etwa durch das Trocknen und Einfrieren oder das Einlegen in Öl, Essig oder Salz.
Joghurt und Frischkäse werden selbst zubereitet. (Den Joghurt habe ich versucht, selbst zu machen. Besonders fest ist er nicht geworden, hat sich aber gut als Trinkjoghurt geeignet. Mit dem Joghurtbereiter geht es dann doch besser. Aber es ist eine interessante Erfahrung.)
Man erfährt, wie man Sirup oder Obstsäfte herstellen kann und Dörrobst. Wie man Gemüse über den Winter einlagert. Mit Hilfe des Buches kann man Chutneys, Relishes und Saucen einkochen. Auch Weine und Liköre werden hergestellt und der Rumtopf angesetzt.
Man erhält sogar Anleitung wie man ein Brot selbst backen kann. (Ich habe das Dinkelvollkornbrot im Brotbackautomaten ausprobiert. Ich musste noch etwas Mehl nachgeben, weil der Teig nicht die richtige Konsistenz bekam. Dass man Obstessig zusetzen soll, hat mich skeptisch gemacht, so dass ich davon weniger genommen habe. Das Brot schmeckte aber sehr gut, fast wie ein Sauerteigbrot durch den Obstessig, in meinem Fall war es Apfelessig.)

Mit dem Buch hat man also viel Spaß. Man kann es das ganze Jahr über nutzen und mit den Sorten an Gemüse, Kräutern und Obst kochen, die nach Jahreszeit zur Verfügung stehen. Man kann für den Winter vorsorgen, in dem man die Möglichkeiten des Haltbarmachens für sich nutzt.
Die Rezepte sind, wenn man ein bisschen Erfahrung im Kochen hat, gut nachzuvollziehen. Manches ist kinderleicht zuzubereiten, anderes erfordert etwas mehr Aufwand. Die vorgestellte Küche ist aber hervorragend für die ganze Familie geeignet. Immer wieder findet man Rezepte die zwar einfach, aber dennoch so wunderbar sind, so dass man auch gut Gäste damit beeindrucken kann. Vieles ist so lecker, das muss man einfach mal wieder selber machen!

Rezension von Heike Rau

Susanne Rieder
Das Selbstversorgerkochbuch
Ernten, Sammeln, Zubereiten
160 Seiten, gebunden
VGS, Egmont Verlagsgesellschaften
ISBN-10: 380253705X
ISBN-13: 978-3802537059

Jekka McVicar: Kräuter

Jekka McVicar: Kräuter

Begonnen wird in diesem, schon wegen seiner Größe, sehr eindrucksvollen Buch, mit Informationen zu Kräutern allgemein. Dann folgen schon erste Vorbereitungen. Ein Kräutergarten sollte genau geplant werden. So wird beispielsweise auch der Boden analysiert. Der Kräutergarten wir dann nach einem Pflanzplan angelegt. Es folgen zahlreiche ausführliche Tipps, beispielsweise zur Herstellung eines biologischen Flüssigdüngers oder wie man selbst Kräuter vermehren kann.
Der Anbau der Kräuter erfolgt nach erprobten biologischen Methoden.
Wichtig ist natürlich die Pflege, die die Pflanzen rund um das Jahr brauchen. Dazu gibt es Erläuterungen in Form eines Pflegekalenders. Dabei kommt es auf die natürliche Pflege an. Aufmerksamkeit ist gefragt, damit man schnell eingreifen kann, wenn erste Anzeichen von Krankheiten zu sehen sind, um so zu verhindern, dass sich das Problem ausbreitet.
Belohnt wird man, wenn die Ernte ansteht. Die verschiedenen Erntetechniken werden umfassend erläutert.
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den Kräutern in der Küche, der Herstellung von heißen und kalten Getränken wie Metpunsch oder Kräuterbowle. Auch zu Salaten passen Kräuter gut. Hergestellt werden eine Minzevinaigrette und ein Blütensalat. Gut verarbeitet werden können Kräuter auch in Mayonnaise oder Senf. Sehr beliebt sind Kräuteressig und Kräuteröl. Kräuter können für Marinaden oder die Herstellung einer Kräuterbutter Verwendung finden, für süße oder herzhafte Saucen oder zum Würzen der verschiedensten Gerichte.
Auch im Haushalt finden Kräuter Verwendung. Anhand der Anleitungen kann ein Fensterreiniger oder ein Polstershampoo hergestellt werden. Auch Kräutersäckchen für den Kleiderschrank sind leicht zu fertigen.
Mit Kräutern kann man heilen. Vorgeschlagen wird die Herstellung einer Ringelblumencreme und eines Aloe-Gels. Bedeutung kommt auch den Heiltees zu. Für die Schönheit empfiehlt sich ein Gesichtsdampfbad oder ein ganz besonderes Haarshampoo.
Auch in der Tierpflege sind Kräuter einsetzbar. Leicht hergestellt werden können Beruhigungsmittel oder ein Flohpulver.

Natürlich ist es wichtig, die richtigen Kräuter für den eigenen Bedarf gezielt auszuwählen. Vorgestellt werden im Buch 100 Kräuter, die in der Küche Verwendung finden oder als Heilmittel unentbehrlich sind. Aber auch in unseren Gegenden noch weitgehend unbekannte, aber empfehlenswerte Kräuter werden vorgestellt. Und natürlich kommen auch duftende Kräuter nicht zu kurz. Wissenswertes über die einzelnen Kräuter wird in Texten vermittelt. Eine wahre Augenweide sind die großen Fotos. Dill, Arnika, Ringelblume, Balsamstrauch, Kornblume, Zitronengras, Afrikanischer Rosmarin, Lavendel, Curryblatt sind Pflanzen, die hier stellvertretend für alle genannt werden sollen.

Das Buch in seiner Vielfalt überzeugt. Hier bleiben keine Wünsche offen. Die Autorin bringt ihr umfassendes Wissen dem Leser auf einfachste Weise nahe und lädt zum Nachmachen ein. Ihre Begeisterung für Kräuter ist spürbar und überträgt sich auf den Leser. Die vielen kreativen Rezepte sind leicht nachzumachen. Die zahlreichen Fotos machen Lust, mit der Arbeit zu beginnen und durch die Verarbeitung von Kräuter, Abwechslung ins Leben zu bringen.
Gefallen hat, dass die Kräuter biologisch angebaut werden, ohne Kunstdünger und Pestizide. Ganz bewusst werden viele Nützlinge, Bienen, Vögel und Schmetterlinge in den Garten gelockt. So wird auch ein Beitrag zur Gesunderhaltung unserer Natur geleistet.

Über die Autorin:
Jekka McVikar ist Gärtnerin. Auf ihrer Kräuterfarm baut sie über 400 Kräuterarten an. Für ihre Arbeit ist sie mit sechs Chelsea-Goldmedaillen ausgezeichnet worden. In Großbritannien ist sie als Journalistin im Gartenbereich tätig. Seit vielen Jahren ist sie in Garten- und Kochsendungen präsent. Und seit drei Jahren leitet sie bei der BBC die Kräutersendung „Herbs Pure and Simple“.

Rezension von Heike Rau

Jekka McVicar
Kräuter
Garten – Kochen – Gesundheit – Haushalt
288 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley
ISBN: 3-8310-0443-9
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