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Schlagwort: Kräuter

Anke Höller und Doris Grappendorf: Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen

Anke Höller und Doris Grappendorf: Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen

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Wildkräuterbücher sind beliebt. Es macht Spaß, hinaus in die Natur zu gehen und Brunnenkresse, Giersch und Löwenzahn zu sammeln. Doch auch die Wildsamen sollten Beachtung finden! Mit dem Buch „Essbare Wildsamen“ ist das einfach, vor allem dann, wenn die Wildkräuter bereits bekannt sind und sie sich sicher bestimmen lassen.

Wildsamen, so schreiben die Autorinnen, können unsere Ernährung bereichern, denn sie sind schmackhaft und reich an Vitalstoffen. Sie können Speisenzugabe oder Würze sein. Es wird nicht außer acht gelassen, dass Samen Fraßschutzstoffe enthalten können. Das sind zum Beispiel Lektine. Manche Menschen vertragen diese nicht, aber es gibt Möglichkeiten, die Samen verträglicher zu machen. Manchmal sind die Samen eher Gewürz und sollten nicht in großen Mengen verzehrt werden. Das geht in Ordnung, denn es würde auch niemand darauf kommen eine große Menge Pfefferkörner zu essen. Man erfährt also im Buch viel über die sichere Verwendung der Samen!

Es geht zunächst um grundlegende Informationen. Es wird erklärt, warum die Samen so wertvoll sind, dass sie als Superfood bezeichnet werden können, wie man sie erntet, aufbewahrt und verwendet. Hier gibt es auch erste Grundrezepte, beispielsweise für Senf mit senfartigen Wildsamen. Dazu zählt das Hirtentäschel. Für süßsauer Eingelegtes eignet sich die Samen der Knoblauchsrauke. Diese kenne ich bereits. Ich habe letzten Herbst eine kleine Menge davon gesammelt.

Näher beschrieben wird die Knoblauchsrauke in den Pflanzenporträts. Hier steht, wo und wie die Knoblauchsrauke wächst, wie sie blüht und wann sie Samen ausbildet. Ich weiß jetzt, dass ich neben den Blättern auch die grünen Schoten nutzen kann, die nach Knoblauch und Kresse schmecken. Im Rezept „Selbst gemachte Gemüsebrühe mit Knoblauchsrauke“ sorgen die Samen für einen würzigen Geschmack. Sie haben auch eine erstaunliche gesundheitliche Wirkung, die im Buch näher beschrieben wird.

Insgesamt gibt es 44 Porträts. Besonders interessant finde ich die Samen von Brennnessel, Sauerampfer, wilder Möhre und Springkraut, die ja wirklich weit verbreitet sind. Aber sicher lohnt es sich, auch nach Schlangenknöterich, Wald-Engelwurz und Feldkresse Ausschau zu halten. Mit im Buch sind zudem Verwendungsmöglichkeiten für Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern!

Das Buch gefällt mir gut! Ich bin sehr begeistert davon! Die Autorinnen vermitteln Wissen zu Wildpflanzen und ihren Samen auf eine unterhaltsame und verständliche Weise. Die Gestaltung mit den vielen Fotos ist sehr gelungen.

Rezension von Heike Rau

Anke Höller und Doris Grappendorf
Essbare Wildsamen – Finden, sammeln, vielseitig genießen
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 381860648X
ISBN-13: 978-3818606480
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Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

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Die Autorin, mit einer Fachausbildung in Kräuterheilkunde, stellt in ihrem Buch heilkräftige Pflanzen vor, die an Wegesrändern, auf Wiesen oder im Park entdeckt werden können. Sie motiviert zur aktiven Beschäftigung mit der Natur, fordert auf zu Natur-Expeditionen und zu Foto- und Zeichenwettbewerben. Zum Buch gehören zwei Kräuterposter im DIN-A4, die für die Kräutertouren verwendet werden können. Das Format eignet sich gut zum Kopieren.

Jeder vorgestellten Pflanze ist eine Doppelseite im Buch gewidmet. Den Anfang macht die Birke. Man erfährt, was der lateinische Name bedeutet, welche Birkensorten es gibt und wann die Blütezeit ist. Die Autorin beschreibt interessante Details der Pflanze, zum Beispiel warum die Birke auch Seifenbaum genannt wird, ihre heilsamen Inhaltsstoffe und die gebräuchliche Verwendung der Pflanze. Dazu gibt es etwas Bildmaterial. Wer mag, kann nach Anleitung einen Hexenbesen herstellen.

Insgesamt werden über 50 Pflanzen vorgestellt, darunter Waldkiefer, Zottiges Weidenröschen, Kletten-Labkraut, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Blutweiderich, Spitzwegerich, Wildes Stiefmütterchen und Gewöhnliches Hirtentäschel. Wer eine bestimmte Pflanze im Buch sucht, kann die Listen mit den deutschen und lateinischen Namen verwenden.

Mit dem Buch kann sich der Leser wunderbar beschäftigen und mehr über heimische Pflanzen und ihre Verwendung lernen. Es gibt ein wenig Platz für Notizen oder Zeichnungen. Wer möchte, kann sich Pflanzen vom Spaziergang mitbringen und Holunderblütenpfannkuchen oder Kamillenblütentee zubereiten. Es gibt auch eine Seite mit Beschäftigungsvorschlägen nach Jahreszeit.

Das Buch fällt auf durch eine sehr kreative Seitengestaltung. Die Autorin hat mit Fotos, Zeichnungen und verschiedenen Schriftarten gearbeitet. Es macht Spaß, im Buch zu blättern, sich zu informieren und sich inspirieren zu lassen.

Rezension von Heike Rau

Marjolein Holtkamp
Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten
128 Seiten, broschiert
Landwirtschaftsverlag Münster
ISBN-10: 3784355404
ISBN-13: 978-3784355405
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Michael Hanssen: Spice Wise – Grandios gewürzt ohne Salz

Michael Hanssen: Spice Wise – Grandios gewürzt ohne Salz

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Immer wieder wird dazu geraten, weniger Salz zu verwenden. Doch Gerichte sollen auch nicht fade schmecken. Der SVH-Meisterkoch Michael Hanssen, der selbst eine salzarme Diät einhalten muss, hat nun ein Kochbuch geschrieben, in dem kein Krümel Salz vorkommt. (Wobei jeder natürlich selbst entscheiden kann, ob er die Speisen doch noch mit etwas Salz abschmecken möchte.) Verwendet werden verschiedene Gewürz- und Kräutermischungen, die herrlich aromatisch sind und für ordentlich Geschmack sorgen. Eine salzlose oder salzarme Ernährung lässt sich damit sehr viel einfacher durchsetzen.

Der Autor zeigt auf, wie die Gewöhnung an weniger Salz vonstattengehen kann. Er schreibt vom Duft und den Aromen verschiedener Kräuter und Gewürze und lädt ein zum Experimentieren. Es folgt ein kleines Gewürzlexikon. Auch geschichtliche Details werden nicht ausgespart.

Wer möchte, kann dann beginnen, verschiedene Kräuter- und Gewürzmischungen herzustellen. Sie sind sortiert. So sind Mischungen für Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts zu finden. Diese werden dann für die Rezepte gebraucht. Gut gefallen mir „Brioche mit provenzalischem Kräutermix“, „Couscous mit gebackenem Kürbis und Tomaten-Aprikosen-Chutney“, „Indisches Tandoori-Hühnchen“ und „Omas Hackfleischbällchen mit Fleischfond“. Der Senf dazu wird natürlich auch selbst gemacht. Bei den Desserts sind dann beispielsweise noch „Schoko-Spekulatius -Mousse“ und „Rhabarberkompott mit Orangen“ zu finden.

Mit dem Kochbuch kann jeder die Welt der Kräuter und Gewürze neu entdecken. Es macht sehr viel Spaß, zu lernen und sich inspirieren zu lassen. Die Rezepte und Fotos machen Lust auf das Kochen und Würzen.
Die Rezepte sind gut nachvollziehbar. Für die Mischungen wird nicht mal eine Waage benötigt. 1 Teil davon, 2 Teile davon … So hat man es in der Hand, welche Mengen man herstellen möchte.

Das Buch ist aufwendig gestaltet. Es gibt sehr viele schöne Fotos. Insgesamt gesehen ist mir das Buch aber zu dunkel gestaltet.

Wer sich salzärmer ernähren will, muss selbst kochen, soviel ist klar. Das vorliegende Buch kann hier eine wirklich gute Hilfe sein. Neben den wenigen sehr bekannten Kräutern und Gewürzen werden noch viele mehr aufgezeigt. Gewürzmischungen erleichtern das Würzen dann natürlich sehr. Neue Aromen, die Salz ersetzen können, lassen sich entdecken. Das kann sehr spannend sein!

Rezension von Heike Rau

Michael Hanssen
Spice Wise – Grandios gewürzt ohne Salz
Salzfreie Küche mit selbstgemachten Gewürz- und Kräutermischungen
192 Seiten, gebunden
LV.Buch im Landwirtschaftsverlag Münster
ISBN-10: 3784355145
ISBN-13: 978-3784355146
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Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.: Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern

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Über 200 Pflanzenarten an Gift- und Heilpflanzen wachsen im Botanischen Garten der Uni von Bern. Diese werden im vorliegenden Heilpflanzenführer in Porträts gezeigt.

Zunächst wird etwas zur Geschichte der Pflanzenheilkunde erzählt. Hier wird auch auf bekannte historische Persönlichkeiten verwiesen, darunter Hildegard von Bingen und Paracelsus. Auch zur Anwendung von Heilpflanzen und den Grenzen der Selbstbehandlung werden Ausführungen gemacht. Interessante Infos über den Berner Heilpflanzengarten folgen.

Die Pflanzenporträts sind interessant angeordnet. Der Hauptwirkstoff und infolge der lateinische Name bestimmen hier die Reihenfolge. Die Hauptwirkstoffe sind Alkaloide, ätherische Öle, Bitter- und Scharfstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Schleimstoffe und verschiedene andere Wirkstoffe. Zu diesen Hauptwirkstoffen gibt es nähere Erklärungen.

Es gibt ausführlichere und kurze Pflanzenporträts. Hier lassen sich Pflanzenbeschreibung, Herkunft und Lebensraum, Inhaltsstoffe, Droge, medizinische Anwendung und Geschichte der Pflanze nachlesen. Auch auf Besonderheiten wird verwiesen.

Alle Pflanzen sind mit einem Foto aus dem Botanischen Garten versehen. Allerdings sind diese für einen Pflanzenführer viel zu klein geraten. Hier bin ich sehr enttäuscht. Aber vielleicht ist das eine Einladung, sich den Heilpflanzengarten in Bern direkt anzusehen. Es gibt einen Plan in der vorderen Klappe vom Botanischen Garten und einen speziell vom Heilpflanzengarten in der hinteren Klappe, sodass man sich mit dem Buch in der Hand gut zurechtfinden wird. Aber natürlich kann auch jeder andere Heilpflanzengarten besucht werden!

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut. Mit großem Interesse habe ich es tatsächlich von vorn bis hinten gelesen. Es bietet eine gute Beschäftigung für alle, die sich für Heilpflanzen und Naturheilkunde interessieren. Es hält viele Informationen bereit, kann also als Lehrbuch und Nachschlagewerk genutzt werden.

Rezension von Heike Rau

Markus Bürki (Hrsg.), Beat Fischer (Hrsg.) u. a.
Fingerhut & Herzgespann
Heilpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Bern
224 Seiten, Klappenbroschur
Haupt Verlag
ISBN-10: 3258080119
ISBN-13: 978-3258080116
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Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

Christine Weidenweber: Mein Kräutergarten wie er mir gefällt

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Ein Kräutergarten ist wirklich eine gute Sache. Aber jeder hat andere Vorstellungen von diesem Projekt. Es dann tatsächlich umzusetzen, ist nicht einfach, vor allem, wenn man noch unentschlossen ist. Hier setzt die Autorin mit ihrem Buch an. Es geht nicht darum, perfekte Pläne zu präsentieren. Vielmehr geht es darum, zu inspirieren. Dazu wird Profi-Wissen geliefert. Es gilt also zu lernen und sich darüber klar zu werden, wie der zukünftige Kräutergarten aussehen kann oder wie ein bereits vorhandener verändert werden soll.

Die Autorin präsentiert Kräuterwissen. Geschichtliches und Überliefertes kommt dabei zum Tragen. Es werden auch kleine Geschichten erzählt. Es wird eine Faszination für die Vielfalt an Kräutern geweckt. Hierzu gibt es auch ausführliche Kräuterporträts von Bärlauch über Knoblauch bis hin zur Zwiebel. Es werden Ideen geliefert und es werden Anregungen gegeben. Zum Schluss weiß der Leser, was für Möglichkeiten es gibt und welche Kräuter er anbauen, ernten und verarbeiten möchte. Hier werden direkt auch Rezepte zu Gerichten, heilenden Zubereitungen oder Pflegeprodukten gegeben. Denn manches Kraut ist nicht nur Würze, es hat auch eine heilende oder pflegende Wirkung. Hier spielen auch Wildkräuter eine Rolle, die man im Garten ansiedeln kann.

Die Sprache im Buch ist modern gehalten. Der Unterschied zu einem normalen Gartenratgeber ist deutlich zu merken. Das Buch wirkt auch frisch und modern, was die Gestaltung betrifft. Es ist auch für Hobbygärtner geeignet die nicht viel Platz haben und die nur ein paar Töpfe auf den Balkon stellen möchten. Das Buch weckt Interesse an der Natur und am Gärtnern und es verhilft dazu, das Vorhaben mit dem Kräutergarten umzusetzen, ohne sich an Pläne halten zu müssen. Stattdessen geht es nach Lust und Laune und den eigenen Bedürfnissen, wobei das Buch durch das erlangte Wissen oder als Nachschlagewerk natürlich sehr nützlich ist.

Rezension von Heike Rau

Christine Weidenweber
Mein Kräutergarten wie er mir gefällt
160 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800108674
ISBN-13: 978-3800108671
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Christel Rosenfeld: Rezepte aus dem Kräutergarten

Christel Rosenfeld: Rezepte aus dem Kräutergarten

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Kräuter bereichern unsere Speisen vom Salat bis zur Suppe. Zu so gut wie jedem Gericht gibt es auch ein passendes Kraut. Kreative Ideen liefert das vorliegende Kochbuch. Die Kräuter für die Rezepte kommen aus dem eigenen Garten, dem Kräutertopf oder frisch vom Markt. Aber auch einige Wildkräuter haben ihren Platz.

Kräuter, die oft Verwendung finden, werden in kleinen Porträts mit Foto vorgestellt. Dann geht es auch schon los mit den Rezepten. Es gibt „Rezepte aus dem Kräutergarten“ Hier findet man vor allem Salate, die nicht nur mit Küchenkräutern, sondern auch mit Wildkräuter und essbare Blüten verfeinert werden. Es gibt Vorschläge für Kräuteröle und Kräuteressig.
In „Rezepte aus dem Gemüsegarten“ sind Gemüsesuppen, Kräutersaucen und andere Gemüsegerichte versammelt, darunter „Gegrillter Spargel mit Kräutermayonnaise“ und „Eingelegte Kirschtomaten mit Basilikum“.
Auch die „Rezepte mit Fleisch und Fisch“ sind interessant. Es gibt Rezepte zu „Thymian-Puten-Frikadellen“ und Saibling auf Brunnenkressepüree“.
Obst lässt sich ebenfalls mit passenden Kräutern verfeinern. „Birnensorbet mit Minze“ und der „Melonensalat mit Zitronenmelisse“ sind Beispiele dafür.

Als Erstes fällt auf, dass das Buch sehr schön bebildert ist. Es enthält viele gut gemachte Fotos in Form von Stillleben, die ausgesprochen stimmungsvoll sind und auch inspirierend wirken. Auch viele Gerichte sind mit Fotos versehen. Hier sieht man auch oft die Vielfalt der Zutaten. Die Bilder sind eine Einladung, die Rezepte auszuprobieren. Tatsächlich bekommt man schon beim ersten Durchblättern Lust aufs Zubereiten und Kochen.

Die Kräuter kommen in einfachen, aber auch in aufwändigeren Gerichten zum Einsatz und werden oftmals sehr fantasievoll eingesetzt. Die Vielfalt an Rezepten gefällt gut. Man findet hier natürlich die Klassiker wie Kräuterbutter, aber auch sehr Spezielles wie zum Beispiel „Kräuterwaffeln mit Koriandertomaten“.

Wenn viele Kräuter zur Verfügung stehen, kann man Vorräte in Form von eingekochter „Thymian-Tomatensauce“ herstellen oder „Dillgurken und Knoblauch“ einlegen. Auch die verschiedenen Kräuteröle sind länger haltbar.

Die Gerichte sind meist für 4 Personen gedacht. Wie viel Zeit man für vorbereitende Arbeiten und die Zubereitung braucht, ist vermerkt. Die Rezeptanleitungen sind strukturiert und gut nachvollziehbar.

Fazit: Ein sehr schön bebildertes Kochbuch für alle, die gerne raffiniert mit Kräutern würzen.

Rezension von Heike Rau

Christel Rosenfeld
Rezepte aus dem Kräutergarten
Mit Rezepten und Rezeptfotos von Tanja und Harry Bischof
192 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley Verlag
ISBN-10: 3831023565
ISBN-13: 978-3831023561
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Christine Volm: Meine liebsten Wildpflanzen rohköstlich

Christine Volm: Meine liebsten Wildpflanzen rohköstlich

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In der Rohkostküche können auch Wildpflanzen verwendet werden. Im Buch stellt Christine Volm Pflanzenbeschreibungen und Rezepte vor. So kann man sich eingehend mit dem Thema beschäftigen, Pflanzen kennen lernen, sammeln und dann gleich rohköstliche Gerichte ausprobieren. Das Buch richtet sich aber nicht nur an Menschen, dies sich rohköstlich oder vegan ernähren. Jeder, der Interesse hat, kann die Rezepte ausprobieren, neue Zutaten kennen lernen und den Speisenplan erweitern.

Zunächst geht es um Grundsätzliches. Hier wird geklärt, welche Wildpflanzen essbar sind, wo und wie diese gesammelt werden, wie Wildpflanzen schmecken, was hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe zu beachten ist und in welcher Art und Menge die Wildkräuter dann gefahrlos verwendet werden können. Wichtig ist es auch die giftigen Vertreter unter den Wildpflanzen zu kennen, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können.
Man kann Wildkräuter und Wildfrüchte auch gezielt verwenden, um ihren gesundheitlichen Nutzen auszuschöpfen. Deshalb erklärt die Autorin wichtige Inhaltsstoffe und ihre Wirkweise.

Die Rohkost-Rezepte findet man direkt bei den sehr ausführlich und detailreich gehaltenen Wildpflanzenporträts. Zum Nachmachen laden unter anderem ein: Birkenbrot aus Mandeln und Birkenblüten, Erdmandel-Müsli mit Brombeerblättern, Kokosjoghurt mit Felsenbirnen, Inkareis mit Gänse-Fingerkraut, zweierlei Gundermann-Schoggi, Spitzkraut-Fleckerl mit Kornelkirschen-Ketchup, cremiger Vogelmiere-Smoothie und marinierte Champignons mit Sauerkleeherzen. Es gibt auch Menüvorschläge für spezielle Jahreszeiten-Gerichte.

Die Rezepte sind gut nachvollziehbar. Und selbst wer sich nicht ausschließlich rohköstlich oder vegan ernährt, findet interessante Alternativen zu herkömmlichen Gerichten. Die Auswahl an vorgestellten Wildkräutern und Früchten gefällt gut. Gerade Felsenbirne und Kornelkirsche werden wieder bekannter und anderes wie Giersch, Gänseblümchen oder Vogelmiere hat jeder in der unmittelbaren Umgebung seines Wohnbereiches.

Es ist ein wirklich außergewöhnliches Buch. Die Gerichte laden zum Ausprobieren ein. Hier sind es vor allem die herrlichen Fotos, die Appetit machen.

Rezension von Heike Rau

Christine Volm
Meine liebsten Wildpflanzen rohköstlich
Sicher erkennen – vegan genießen
144 Seiten, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800178532
ISBN-13: 978-3800178537
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Gabriele Lehari u. a.: Kräuter! – Gartenspaß und Kochvergnügen

Gabriele Lehari u. a.: Kräuter! – Gartenspaß und Kochvergnügen

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Kräuter selbst im Garten oder im Blumentopf heranzuziehen, macht Spaß. Die Ernte bereichert die Mahlzeiten und erweitert die Hausapothke. Wer sich dafür interessiert, weiß wahrscheinlich schon bestens Bescheid. Dennoch ist das vorliegende Buch empfehlenswert. Hier schreiben vier Autorinnen zum Thema und geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter. Und tatsächlich wird inhaltlich Interessantes geboten.

Gabriele Lehari schreibt über uraltes Kräuterwissen, die Verwendung von Küchenkräutern und den Einsatz von Kräutern in der Schönheitspflege. Sie stellt auch ein Kräuterlexikon mit einer kleinen Auswahl an bekannten Kräutern zur Verfügung.
Claudia Boss-Teichmann schreibt über Bärlauch, über das Sammeln in der Natur und den Anbau im Garten. Sie präsentiert Heilwissen und stellt viele interessante Rezepte mit Bärlauch vor.
Brigitte Kleinod zeigt die Minze in ihrer Vielfalt und beschreibt die Verwendung in der Küche. Die Minze ist aber auch eine Heilpflanze, so dass sich hier weitere Verwendungsmöglichkeiten ableiten lassen.
Agnes Pahler hat sich den exotischen Kräutern und Gewürzpflanzen angenommen. Wer neben den klassischen Kräutern einmal Neues ausprobieren möchte, findet hier viele Anregungen. Auch in diesem Kapitel gibt es viele Rezepte, insbesondere zur asiatischen Küche.
Schön ist auch die Kinderseite mit Kressegarten, erfrischenden Kräutereiswürfeln und mehr.

Das Besondere am Buch ist die Vielfalt. Man kann sich Anregungen holen und erfährt Neues, selbst wenn man sich schon mit dem Thema beschäftigt hat. An Rezepten zu den Kräutern sind nicht nur die typischen, also zum Beispiel Kräuterbutter, Soßen oder Salatvariationen aufgeführt, sondern viele mehr. Interessant sind die Ausführungen zu weniger bekannten Kräutern, mit denen man gut experimentieren und neue Geschmackserlebnisse beim Kochen entdecken kann. Dazu gehören zum Beispiel der Ananas-Salbei, der Vietnamesischer Koriander, das Currykraut oder die Goldmelisse. Es macht sehr viel Spaß, im Buch zu blättern und sich inspirieren zu lassen. Die Texte sind gut zu lesen, außerdem gibt es sehr viel ansprechendes Bildmaterial.

Rezension von Heike Rau

Gabriele Lehari, Claudia Boss-Teichmann, Agnes Pahler, Brigitte Kleinod
Kräuter! – Gartenspaß und Kochvergnügen
192 Seiten, broschiert
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800175290
ISBN-13: 978-3800175291
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Rudi Beiser: Mein Heilpflanzengarten – Gesunde Kräuter pflanzen, ernten und anwenden

Rudi Beiser: Mein Heilpflanzengarten – Gesunde Kräuter pflanzen, ernten und anwenden

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Rudi Beiser betreibt eine eigene Kräutermanufaktur. Mit dem Buch gibt er sein Wissen zum Thema weiter. Man erfährt also, wie man Heilpflanzen anbaut und zu heilenden Tees, gebrauchsfertigen Gewürzen und Pflegeprodukten für den Eigenbedarf verarbeitet.
Es geht dabei nicht nur um den Anbau im Garten. Im kleinen Rahmen lassen sich Kräuter auch in Töpfen auf dem Balkon und der Terrasse heranziehen.

Aufgezeigt werden Ideen für Bepflanzungen von Kräuterbeeten. Man kann hier nach verschiedenen Themen gehen und beispielsweise ein Kräuterbeet gegen Husten anlegen oder auch eines mit Pflanzen, welche die Abwehrkräfte steigern.
Wie man sich auch entscheidet, zum Anbau der Pflanzen erhält man viele Ratschläge. Man erhält Tipps zur Standortauswahl. Wie man die Bodenbeschaffenheit einzuschätzen lernt, wird unter anderem am Beispiel der „Zeigerpflanzen“ sehr schön erklärt. Weiterhin wird das Mulchen beschrieben. Gedüngt wird organisch. Besprochen werden die Vermehrung von Pflanzen und die Anzucht durch Samen. Natürlich kann man viele Kräuter auch in Töpfen kaufen, im Topf belassen oder auspflanzen. Möchte man Heilpflanzen in größerem Umfang anbauen, bekommt man auch hier entsprechende Tipps, beispielsweise zu Mischkultur und Fruchtwechsel. Interessant ist auch die im Buch beschriebene Wechselwirkung von Kräutern aufeinander oder auch auf Gemüsepflanzen. Bei schlauer Zusammenstellung kann man Krankheiten und Schädlinge in Schach halten. Dem natürlichen Pflanzenschutz wird viel Platz eingeräumt.

Wichtig bei Kräutern ist es, zum richtigen Zeitpunkt zu ernten und dies natürlich auf schonende Art und Weise zu tun. Man liest, wie Kräuter getrocknet und gelagert werden.
Weiterhin gibt es zahlreiche Rezepte. Aus den Pflanzen lassen sich Heilmittel herstellen, Teemischungen, Tinkturen, Ölauszüge oder Badezusätze. Auch in der Küche finden die Kräuter Verwendung als Kräuteressig, Kräuteröl, in Kräutersalz oder als Kräuterlikör.
Anschließend stellt der Autor seine Lieblingskräuter in ausführlichen Porträts vor, von Anis-Ysop bis Zitronenverbene.

Das Buch ist sehr inspirierend für alle, die sich mit dem Kräuteranbau beschäftigen wollen oder nach Informationen auf diesem Gebiet suchen. Der Autor schreibt mit Begeisterung über den Heilkräuteranbau, die Pflanzenpflege, Ernte und Verarbeitung. Man erhält praktische Hilfe, die gut umsetzbar ist. Die Texte sind dementsprechend einfach zu lesen und problemlos zu verstehen. Dazu kommt eine große Vielfalt sehr gutes illustrierendes und erklärendes Bildmaterial. Da hier Pflanzen nicht in der Natur gesammelt werden, ist man auch als Anfänger auf der sicheren Seite, da Verwechslungen ausgeschlossen sind.

Rezension von Heike Rau

Rudi Beiser
Mein Heilpflanzengarten
Gesunde Kräuter pflanzen, ernten und anwenden
150 Seiten, gebunden
Verlag Eugen Ulmer
ISBN-10: 3800176629
ISBN-13: 978-3800176625
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Hans Gerlach: Aromen & Gewürze

Hans Gerlach: Aromen & Gewürze

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Aromen und Gewürze sind eine Bereicherung für jede Küche. Man braucht keine Fertigtütchen für den guten Geschmack. Selbst verschiedene Gewürze einzusetzen, bedeutet auf Geschmacksverstärker und künstliche Aromen zu verzichten. Als Hobbykoch kann man seine ganze Kreativität entfalten. Es macht sehr viel Spaß, auf diesem Gebiet Neues zu entdecken.

Die verschiedenen Geschmacksrichtungen sind im Buch in sechs verschiedene Aroma-Welten untergliedert. Man hat also von Anfang an eine gute Orientierung.

Zunächst geht es um Grundsätzliches. Der Leser erfährt Wissenswertes über Einkauf und Lagerung. Man kann auch selbst Gewürze gewinnen, durch trocknen von Pilzen beispielsweise. Auch Brühwürfel kann man selbst herstellen. Gewürze können auch vorab selbst gemischt werden, so dass man dann immer die passende Gewürzmischung zur Hand hat, ob nun für Bratkartoffeln oder Fruchtkompott. Konservieren kann man Gewürze und Aromen auch mit Salz, Essig und Öl.

Man erfährt im Buch auf welche verschieden Arten man z.B. Gemüse, Reis, Fisch, Fleisch, Suppen, Gebäck, Salate, Saucen usw. würzen kann und bekommt gleich die passenden Rezepte dazu.
Vorab lernt man die passenden Gewürze und Kräuter durch kleine Porträts kennen. Bei den Porträts und Rezepten finden die verschiedenen Aroma-Welten Beachtung.

Spannend ist vor allem das Kapitel „Ätherisch & duftend“. Blüten- und Zitrusdüfte spielen hier die Hauptrollen. Zum Einsatz kommen essbare Blüten, Zitrusfrüchte und auch Zitronen-Kräuter. An Rezepten findet man hier u.a. „Zucchini-Nudeln mit Zitronensauce“. Es ist ein einfaches, aber doch besonderes Gericht. Spannend ist es auch eigenen Sirup aus Kräutern und Früchten herzustellen. Nicht nur für den eigenen Bedarf. Ein Rosenblütensirup oder ein Eistee-Sirup ist sicher auch ein schönes Geschenk. Hierfür eignen sich auch viele Rezepte aus dem Kapitel „Süß & balsamisch“, z.B. der selbst gemischte Kaffe- oder Teezucker oder auch der Blütenzucker.

Man lernt eine Menge schon beim Lesen des Buches und kann dies dann gleich mit den Rezepten umsetzten. Die Seiten sind aufwändig gestaltet, so dass man genügend Anregung bekommt. Die stimmungsvollen Fotos sind ausgesprochen schön anzusehen.

Ganz nach Lust und Laune und vor allem nach Geschmack, kann man aus dem entsprechenden Kapitel ein passendes Rezept heraussuchen. Man findet einfache Rezepte wie Milchreis, aber auch Aufwändigeres wie die Riesling-Rippchen. Die Arbeit wird belohnt mit einem unvergleichlichen und vor allem natürlichen Geschmackserlebnis. Der Zeitbedarf ist übrigens immer angegeben. Man kann also auch hier sehr gut planen. Oft gibt es Variationsmöglichkeiten oder auch Hinweise zu verschiedenen Beilagen.

Es ist ein wirklich überzeugendes Buch. Wer einige Erfahrung im Kochen hat, wer experimentierfreudig ist und neue Geschmacksrichtungen kennenlernen möchte, dem ist es zu empfehlen.

Rezensionen von Heike Rau

Hans Gerlach
Aromen & Gewürze
Feurig. Mild. Frisch. Erdig. Duftig. Süß.
160 Seiten, gebunden
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440125890
ISBN-13: 978-3440125892
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