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Schlagwort: Mittelalter

Alexa Hennig von Lange: Die Wahnsinnige

Alexa Hennig von Lange: Die Wahnsinnige

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Alexa Hennig von Lange hat die Geschichte der Johanna, Königin von Kastilien, nachgezeichnet. Spanien ist zu dieser Zeit um 1500 ein durch und durch katholisch geprägtes Land.

Der Autorin ging es dabei u.a. um die historischen Dimensionen einer Zeit, in der Unglaube mit Folter und Scheiterhaufen geahndet wurde. Es ging ihr aber auch um eine Frau, die in alle dem, was da in gläubigen Unsinn verpackt wurde, klarer sieht. Johanna, die als die Wahnsinnige in die Geschichte einging, versucht mit klarem Verstand Durchblicke zu finden. Sie ist gebildet, emotional, gefühlvoll und voller Temperament. Um in der Welt der Herrschenden zu bestehen, musste man diese Eigenschaften verleugnen.
Die mittelalterlichen Strukturen ließen Individualität nicht zu. Daran konnte man schier verzweifeln. Und das ist es, was Johanna umtreibt.

Als junges Mädchen mit 16 Jahren wird sie mit Philipp dem Schönen von Flandern verheiratet. Dynastische Planungen haben sie zur Frau dieses Mannes gemacht. Durch den frühen Tod anderer Erben wurde sie zur Thronfolgerin ihrer Mutter, Isabella „der Katholischen“, bestimmt. Ein Los, das sie sich nicht ausgesucht hat.
Fast selber ein Kind noch, hat sie bald drei kleine Kinder, an denen ihr Herz hängt.

Ihre Mutter ist Königin von Spanien und regiert mit harten Hand. Aberglaube und Unglaube führen zu härtesten Strafen, Folter, Verbannung und Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

Wir lernen Johanna auf einer Festung in Spanien kennen, wo sie, eingesperrt von ihrer Mutter, gefügig gemacht werden soll. Ihre Mutter will sie zum rechten Glauben zwingen. Da sie ständig mit Zorn und Trotz auf alle Versuche der Bändigung reagiert, erklärt man sie schon früh für wahnsinnig. Ein Schicksal, das sie lebenslang verfolgen wird.

Durch den ganzen Roman führt uns der aufrechte und gradlinige Charakter dieser Frau. Sie wacht immer mehr auf und sieht die Missstände von Intrige, Kuppelei und Verrat.

Hennig von Lange weiß die historische Seite der Geschichte einzubetten in die Wahrnehmung heutiger Kämpfe um Frauenrechte. Diese Johanna versucht um ihre Freiheit zu kämpfen. Nebenbei bekommt man einen Eindruck von den äußeren Bedingungen damaligen Lebens: Reisen unter für uns kaum vorstellbaren Unbequemlichkeiten. Es geht Tage lang bei jedem Wetter über lange Strecken in schwerer Kleidung auf dem Rücken von Pferden, Übernachtungen in Zelten und wochenlange Reisen in offenen Schiffen bei rauer See usw.

Insgesamt macht einen die Geschichte mit den mittelalterlichen Strukturen bekannt, die lange vor dem Zeitalter der Aufklärung das Leben der Regierenden und des Volkes beherrschten.

Der Roman ist in seiner Erzählkunst hervorragend und regt zu weiteren Nachforschungen an.

Alexa Hennig von Lange
Die Wahnsinnige
208 Seiten, gebunden
DuMont Buchverlag, 2. Edition, August 2020
ISBN-10: 383218127X
ISBN-13: 978-3832181277
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Rebecca Gablé: Die fremde Königin

Rebecca Gablé: Die fremde Königin

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Dieser Roman ist der Folgetitel von „Das Haupt der Welt“, der im Mittelalter Deutschlands spielt und nichts mit den Waringham-Romanen zu tun hat. Die Autorin beweist wieder einmal ihren Einfallsreichtum bei der Ausschmückung der historischen Fakten mit einer fiktiven, sehr unterhaltsamen Handlung.

Es geht um König Otto im 10. Jahrhundert. Insofern schließt der Roman an seinem Vorgänger an. Die italienische Königin Adelheid, die nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Tochter festgesetzt worden war, um die Herrschaft über ihr Reich zu ergaunern, wird von einem Mann König Ottos befreit. Der zuverlässige Panzerreiter Gaidemar wurde von Ottos Sohn Wilhelm für diese Aufgabe vorgeschlagen. Das ist Otto recht, denn sollte der Plan schief gehen, dann verliert er nur einen unbedeutenden Neffen. Sollte die Befreiung aber glücken, dann kann er seine eigenen Pläne umsetzen und durch die Hochzeit mit Adelheid die Macht über das Königreich Italien erlangen. Dieser Plan geht dank Gaidemar auf. Da er aber ein ungeliebter Bastard ist, wird ihm seitens Otto kein großes Lob zuteil. Doch es wächst eine Freundschaft zwischen Adelheid und Gaidemar als auch zwischen ihm und Wilhelm heran.

Mit viel Detailtreue versieht Gablé die einzelnen Szenen in der über mehrere Jahre laufenden Handlung. Ihre bildreiche Sprache, die passenden Vergleiche und Metaphern lassen ein tiefes Eintauchen in die Zeit am Hofe König Ottos zu. Besonders hervorheben möchte ich das Kapitel mit der Schlacht gegen die Ungarn im Lechfeld. Dies wird von ihr Freud und Leid ganz nah aneinander erzählt und seitenlang überzog eine Gänsehaut meine Arme.

Dieser Roman erhält die volle Punktzahl und sollte spätestens zu Weihnachten in jedem Bücherregal stehen. Schließlich bietet er deutsche Historie mit einer spannenden Story.

Rebecca Gablé
Die fremde Königin
Bastei Lübbe, Köln
ISBN 9783431039771

© Detlef Knut, Düsseldorf 2017
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Claudia und Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

Claudia und Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

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In einer Zeit, in der der große Reformator Martin Luther in aller Munde ist, erscheint der Roman „Die Mutter des Satans“ von den Zwillingsschwestern Claudia und Nadia Beinert natürlich zum richtigen Zeitpunkt. Und dennoch hebt sich der Roman in besonderer Weise von der üblichen Martin-Luther-Literatur ab: Es ist ein fiktiver Roman durch die Augen seiner Mutter gesehen.

Die Fiktion in einem Roman des historischen Genres bedeutet mitnichten, dass alles erfunden wurde. Im Gegenteil, werden doch die nachweislichen Fakten sehr sorgsam ausgewählt, aneinandergereiht und erst durch die Fiktion zu einem Gesamtbildnis zusammengeführt.

Erzählt wird also die Geschichte von Margarete Luder und deren Familie. Martin ist als handelnde Figur lediglich eine Nebenfigur, obwohl sich doch alles um ihn dreht. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wo die Wurzeln für Martin und sein Schaffen gelegt wurden. Was hat ihn dazu bewogen, so zu handeln, wie er gehandelt hat? Im Handeln und Denken der Mutter, aber auch des Vaters, in der Erziehung des Kindes ist dessen Werdegang begründet. Neben dieser Geschichte wird der Leser sehr viel über das Leben und die Verhaltensweisen zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfahren. Viele Details nehmen ihn mit in diese Zeit, die von Kriegen, Pest und Hexenwahn geprägt war. Nicht nur das Leben der Bauern, sondern auch das der Bergleute im Kupferbergbau des Mansfelder Landes wird beleuchtet und bildet den gesellschaftlichen Hintergrund dieses Romans. Die starke Hinwendung zur und Verbundenheit mit der Religion wird nicht zuletzt in den Gedanken der Protagonisten aufgenommen. Diese kursiv hervorgehobenen Sequenzen sind durchwebt von Zitaten aus der Bibel und anderen religiösen Schriften, weil Margarete alles Denken, alle Ausrichtung des Lebens aus dem Glauben zu Gott ableitet. Nicht ungewöhnlich für die damalige Zeit und auch heute in vielen Religionen wieder ehr beliebt.

Parallel zum Leben Margarete Luders wird die Geschichte eines engen Freundes ihres Sohnes von einem Außenstehenden erzählt. Lucas Cranach der Ältere porträtiert Margarete und ihren Mann Hans. Er, der nicht nur Freund Luthers war, sondern auch Bürgermeister in Wittenberg und PR-Mann für die Reformation, wird in seinem Verhältnis zu seinen Söhnen beschrieben. Seine Porträtstudien zu den Gemälden lassen ihn weit in das innerste von Luthers Mutter vordringen, was in der Erzählweise des Romans eine weitere Perspektive ermöglicht.

Der Roman fesselt durch seine besondere Sichtweise. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, eine Biografie zu lesen. Dennoch habe ich viele Aspekte aus dem Leben des Reformators erneut erfahren. Ein Thema, welches hervorragend umgesetzt wurde und sich bestens auch für unterhaltsame Stunden eignet.

Claudia und Nadja Beinert
Die Mutter des Satans
Droemer Knaur Verlag, München
ISBN 9783426653838

© Detlef Knut, Düsseldorf 2017
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Iny Lorentz: Das Mädchen aus Apulien

Iny Lorentz: Das Mädchen aus Apulien

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Pandolfina hat nun auch ihren Vater, den Grafen Guthier de Montcœur, verloren. Voller Trauer sitzt die vierzehnjährige am Sterbebett ihres Vaters und hält die Totenwache. Ihre Mutter, eine christliche Sarazenin, war bereits vor Jahren verstorben. Es braucht keine vierundzwanzig Stunden, da steht der Nachbar, Baron Silvio di Cudi, mit einem großen Trupp Söldnern vor dem Tor. Er behauptet, im Namen des Papstes, die Tochter des Grafen ehelichen und deren Erbe verwalten zu wollen. Doch seine Berufung auf den Papst ist nur vordergründig. Tatsächlich geht es ihm und um die Ländereien und somit um die Steuereinnahmen aus ihnen. Denn zur Grafschaft gehören gut zwanzig Dörfer. Außerdem ist die Burg des Grafen viel ansehnlicher als seine eigene, die an einen Wachturm erinnert.

Mit dieser Roman hat sich das erfolgreiche Schriftstellerduo einen weiteren Landstrich Europas und die damit verknüpfte Historie erschlossen. »Auf die Idee hat uns unsere Agenturlektorin und Mentorin mit ihrem starken Interesse an Friedrich II. von Staufen gebracht. Als wir dann mit ihr als Dolmetscherin Apulien und Campanien zur Recherche bereisten, ergab sich der Rest«, teilten mir Iny und Elmar Lorentz mit.

Zwar beginnt dieser Roman wieder mit einer weibliche Figur im Mittelpunkt, aber dies ändert sich im Laufe der Geschichte genauso wie sich Iny Lorentz auch den für dieses Genre gern gesehenen Mitteln der Kämpfe und Schlachten bedienen. Fesselnd sind die Kämpfe einzelner Ritter und Waffenknechte geschildert. Die Eroberung von Bogen mit großen und kleinen Tross liest sich spannend. Zwischen allen Kämpfen und Intrigen machen die Protagonisten eine angenehme Entwicklung durch. Sowohl Pandolfina als auch Leonhard sind am Ende des Romans andere Menschen als bei ihrer Einführung. Mit dem Wissen des Lesers mag man sich zwischenzeitlich über Leonhard ärgern, ahnt aber, dass er den Konflikten durchaus gewachsen sein wird.

Ein abenteuerlicher Schmöker, der bestens dazu geeignet ist, an langen Winterabenden in die vergangenen Zeiten abzutauchen und sich von hinreißenden Figuren in den Bann ziehen zu lassen. Mir gefällt diese Roman ausgesprochen gut und ich empfehle ihn sehr gerne.

Lorentz, Iny
Das Mädchen aus Apulien
Dromer Knaur Verlag, München
ISBN 9783426663820

© Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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Iny Lorentz: Die Feuerbraut

Iny Lorentz: Die Feuerbraut

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Deutschland zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Irmela muss mit ihrem Vater und weiteren Verwandten vor den heranrückenden Schweden fliehen. Auf dieser Flucht geraten sie in die Hände von marodierenden Soldaten. Es gibt viele Tote und die Frauen werden geschändet. Nur wenigen von ihnen gelingt die Flucht, weil Irmela sie gewarnt hatte. Irmela hat ein selten gutes Gehör und bereits frühzeitig den Ansturm der Wegelagerer erkannt. Doch es gibt Frauen, die Irmela gerne als Hexe bezichtigen und nicht daran glauben, dass sie Recht hatte. Diese Frauen haben leider das Nachsehen. Nach der schweren und leidvollen Flucht kommen einige der geflüchteten in Waldbergen unter. Waldbergen ist im Besitz derer zu Hochberg, der Familie Irmelas. In diesen Kriegswirren gesellen sich bald Irmelas Stiefgroßmutter Helene zu der Gesellschaft und gibt deutlich zu erkennen, dass sie das Sagen hat. Eigentlich hatte Helene einmal als Hure gearbeitet. Durch eine fadenscheinige Hochzeit mit Irmelas Großvater ist sie zum Adelstitel gelangt. Ihr Streben war und ist ausschließlich dem guten Geld und dem Leben gewidmet. Obwohl Irmela die rechtmäßige Erbin des Besitzes ist, versucht Helene mit allen Mitteln, ihr den Besitz streitig zu machen.

Dem Autorenpaar Iny Lorentz ist es auch in diesem Roman hervorragend gelungen, eine abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen die historischen Ereignisse des dreißigjährigen Krieges zu platzieren. Geschickt werden Lücken ausgenutzt, die in den historischen Archiven nicht mit Fakten belegt werden können. In diese Lücken hinein platzieren Iny Lorentz ihre fiktive Abenteuergeschichte. Die Figuren sind so angelegt, dass man sie mögen oder auch nicht mögen muss. Jedoch wird es auch hier im Laufe der Handlung Überraschungen geben. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt die historische Figur des Feldherrn Wallensteins, des Herrschers von Böhmen, der zweimal als oberster Feldherr für den deutschen Kaiser tätig war. Detailreiche Beschreibungen sowohl der Handlung als auch von Landschaften und Umgebungen machen diesen Roman lesenswert. Nicht nur die Hauptfiguren erobern das Herz der Leser, sondern auch den Nebenfiguren werden viele kleine Schauplätze eingeräumt. Während der dunkelhäutige Diener Abdur gerne von der Magd Fanny als Tölpel bezeichnet wird, bleibt dem Leser nicht verborgen, dass Fanny ihn deshalb so bezeichnet, weil sie der Regel: „Was sich liebt, das neckt sich“ entsprechen möchte. Die Ränkespiele der aufstrebenden Verwandten Irmelas, die auf den Besitz derer zu Hochberg abzielen, führen immer wieder zu der Verleumdung, dass Irmela eine Hexe sei. Dieses kann in einem historischen Abenteuerroman nicht ohne Folgen bleiben. Da der dreißigjährige Krieg eine markante Zeit für die Hexenverbrennungen in Deutschland war, ist dies eines der zentralen Themen des Romans.

Spannende Abenteuer und spannende Liebesgeschichten erwarten den Leser in diesem Roman, für den es von mir volle Punktzahl gibt.

Iny Lorentz
Die Feuerbraut
Taschenbuch
Knaur, München
ISBN-10: 3426635208
ISBN-10: 978-3426635209

© Detlef Knut, Düsseldorf 2013
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Heike Eva Schmidt: Purpurmond

Heike Eva Schmidt: Purpurmond

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Es ist ein Streich, den die die Mädchen ihrer neuen Mitschülerin spielen. Die kleine Party im Keller des Trudenhauses endet damit, dass Caitlyn hier eingesperrt wird. Gespenstig ist es. Die Kerzen werden bald verlöschen. Verzweifelt sucht Caitlin nach etwas, mit dem sie sich befreien könnte. Das kleine hochgelegene Kellerfenster ist kaputt. Mit einem Stein aus der Mauer könnte sie die Reste des Glases zerschlagen und sich vielleicht hindurchzwängen.

Tatsächlich entdeckt sie einen losen Backstein. Dahinter ist zu ihrer Überraschung ein Hohlraum. Hier findet sie in einem wachsgetränkten Tuch ein ledernes Schriftstück und einen Halsreif aus Kupfer, den sie probeweise anlegt. Sie liest noch einmal das Gedicht auf dem Leder und plötzlich ist nichts mehr, wie es eben noch war.

Caitlin kommt in einer Gasse in der Nähe des Bamberger Marktplatzes wieder zu sich. Alles hier sieht merkwürdig verändert aus. Als sie Zeugin einer Hexenverbrennung wird, überkommt sie eine weitere Ohnmacht. Dann ist sie wieder zu Hause. Caitlin glaubt zunächst geträumt zu haben. Doch der Kupferreif ist noch da und lässt sich nicht entfernen. Wie eine Fessel liegt das Schmuckstück um ihren Hals.

Von einem Geschichtsdozenten erhofft sich Caitlin Näheres zu erfahren über die Zeit, in der sie war. Sie erfährt, dass es noch eine echte Hexe in Bamberg geben soll und macht diese ausfindig. Margret Hahn glaubt, dass der Kupferreif von einer Frau mit magischen Kräften mit einem Bann belegt wurde und dass dies die Ursache für die Zeitreise sein könnte. Um den Fluch zu lösen, muss Caitlin diese Frau finden. Sie muss also wieder in die Vergangenheit reisen.

Es geht im Buch darum, in das Schicksal einzugreifen und Geschehnisse der Vergangenheit in andere Bahnen zu lenken. Caitlin lässt sich auf diese Rolle ein. Sie hat keine Wahl, wird sie doch von dem immer enger werdenden Halsreif gedrängt zu handeln.

Die Geschichte ist äußerst spannend gemacht. Sie ist geheimnisvoll und unheimlich zugleich. Der historische Hintergrund ist perfekt eingearbeitet. Das historische Bamberg zur Zeit der Hexenprozesse bildet die Kulisse. Es ist eine gefährliche Zeit. Das bekommt Caitlin auf sehr dramatische Art und Weise zu spüren.

Die Hauptdarstellerin ist sehr sympathisch. Es ist interessant zu sehen, wie Caitlin sich als Frau im Mittelalter gibt. Verständlicherweise hat sie Mühe, sich in die Gepflogenheiten der damaligen Zeit hineinzufinden. Hier ergeben sich auch einige lustige Momente, in dem doch sehr ernsten und zeitweise traurigen Buch.
Die Geschichte ist also gut gemacht. Fesselnd und unterhaltsam zugleich. Die Autorin versteht es, spannend zu erzählen.

Rezension von Heike Rau

Heike Eva Schmidt
Purpurmond
352 Seiten, gebunden
PAN-Verlag
ISBN-10: 3426283662
ISBN-13: 978-3426283660
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Holger Karsten Schmidt: Isenhart

Holger Karsten Schmidt: Isenhart

Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!Von einem Fremden wird das tote Neugeborene zum Leben erweckt. Man sieht es mit Bestürzung. Dennoch kann der Fremde mit Drohungen erreichen, dass sich jemand um das Kind kümmert, bevor er geht. Wer der Unheimliche ist, bleibt im Dunkeln.

Walther von Ascisberg ist dem Fremden auf der Spur und kommt zu spät. Was geschehen ist, kann er nicht hinnehmen. So tötet er das Kind. Doch sogleich bereut er es. Ihm gelingt es, den Kleinen wieder ins Leben zurückzuholen, in dem auch er ihm etwas von seiner Seele einhaucht, genau wie der Fremde.
Walter von Ascisberg nimmt den Jungen mit sich. Er übergibt ihn dem Burgherren Sigimund von Laurin, der ihn in der Familie seines Schmieds in Obhut gibt. Hier wächst Isenhart auf, ohne Kenntnis seiner Vergangenheit, während Walther von Ascisberg weiter lenkend in sein Leben eingreift. Er sorgt dafür, dass der heranwachsende Junge, der die Kunst des Schmiedhandwerks erlernt, zusätzlich Unterricht bei Pater Hieronymus erhält. Isenhart lernt mit Konrad zusammen, dem Sohn des Burgherrn. In die Tochter von Sigimund von Laurin verliebt er sich. Heimlich trifft er sich mit Anna. Doch sie wird ihm wieder genommen. Durch Mord. Isenhart findet sie mit herausgerissenem Herzen im Wald. Man kommt dem Täter schnell auf die Spur. Doch Alexander von Westheim weist alle Schuld von sich. Er bezichtigt den Abt des Klosters von Mullenbrunnen seine Hände im Spiel zu haben.

Schon dieser Anfang verspricht Spannung. Tatsächlich werden alle Erwartungen überboten. Der Mittelalterkrimi hat es in sich. 1171 beginnt die Geschichte mit Geburt, vermutetem Tod und Wiedergeburt Isenharts. Wer sein Vater ist, bleibt zunächst im Dunkeln und auch warum der Gelehrte Walther von Ascisberg sich seiner annimmt. Das untote Kind steht unter seinem Schutz. Das Privileg der Bildung kommt dem jungen Isenhart zu, der sich als ausgesprochen intelligent und wissensdurstig erweist. Doch das Glück scheint nicht auf seiner Seite. Seine junge Geliebte wird ermordet. Isenhart setzt alles daran, den Mörder zu finden. Diese Suche dauert das ganze Buch an. Denn der Mörder ist überaus raffiniert. Er versteht seine Identität perfekt zu verschleiern und er mordet unter diesem Deckmantel weiter.

Die Geschichte wird mit Perfektion im Schreibstil erzählt. Die Sätze fließen ineinander. Die Ausdrucksweise des Autors fasziniert. Detailreich, aber ohne sich in den Details zu verlieren, wird erzählt. Man könnte keinen einzigen Satz streichen. Man liest nicht nur, man erlebt die Geschichte mit. Man wird hineingezogen, interessiert und begeistert. Jeder einzelne Charakter überzeugt, auch die weniger bedeutenden sind gut ausgearbeitet.

Die Handlung ist gut ausgedacht und überzeugend konstruiert. Immer wieder wird man mit spektakulären Wendungen überrascht. Isenhart wird vom Mörder mehr als einmal getäuscht und der Leser mit ihm. Am Ende fügt sich eins ins andere. Der Mittelalterkrimi wird überaus spannend aufgelöst. Von Anfang bis Ende ein sensationell gutes Buch!

Rezensionen von Heike Rau

Holger Karsten Schmidt
Isenhart
816 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch
ISBN-10: 3462043323
ISBN-13: 978-3462043327
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Andrea Gräupel und Stefan Müller: Alamannen-Kochbuch

Andrea Gräupel und Stefan Müller: Alamannen-Kochbuch

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Die Autoren haben sich mit diesem Buch auf Spurensuche begeben und die Ess- und Kochgewohnheiten des germanischen Volksstammes der Alamannen erkundet. Quellen, wie zum Beispiel archäologische Ausgrabungen, bilden die Grundlage für die Rezepte. Gekocht wurde in nachgebauten Küchen, die so bei den Alamannen ausgesehen haben könnten. Zunächst kann man sich über die Zeitepoche informieren und Grundlegendes zur Ernährungswiese nachlesen. Und dann kann, wer möchte ins frühe Mittelalter zurückgehen und genauso kochen, wie es die Alamannen, die Selbstversorger waren, also Ackerbau und Viehzucht betrieben, taten.

Den Anfang machen Gerichte zum Schlürfen, also Suppen. Es gibt Bohnesuppe, Sauerkrautsuppe, Wildkräutersuppe mit pochiertem Ei, Dinkeleintopf oder Hackfleisch-Lauch-Topf.
Auch die Hauptgerichte versprechen althergebrachte Tafelfreuden. Man findet hier Dinkelbratlinge, Gulasch mit Pilzen und Hase am Spieß.
Auf dem Speisenplan steht auch Fisch. Es gibt Grillforelle und Fischbällchen.
An Beilagen kann man zwischen Bohnenmus, Brotfladen, Pfannkuchen oder Semmelknödeln wählen. Auch Saucen haben noch eine extra Rubrik. Hier findet man Pfeffer- und Dillsauce.
Ebenfalls interessant sind Gewürze und Öl. Man findet hier Gewürzmischungen zum Einlegen und Würzen
Auch süße Speisen fehlen nicht. Nachkochen kann man süßen Hirsebrei oder man bereitet die karamellisierten Feigen zu.

Es ist eine einfache, aber sehr nahrhafte Küche. Gerade wer mit frischen, natürlichen Zutaten kochen will, findet Anregung hierfür. Man kommt weg von industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Die Gerichte sind im Grunde leicht nachzukochen. An offener Feuerstelle wurde oft in nur einem Kessel gekocht. Wer Eintöpfe mag, findet reichlich Rezepte.
Viele Gerichte kann man auch auf dem Grill zubereiten. Wer nicht im freien kochen kann, kann dies aber auch einfach in der heimischen Küche tun.
Frisches Gemüse, Fleisch, Fisch und verschiedene Getreidesorten als volles Korn sorgen für Abwechslung. Kräuter und Gewürze machen die Gerichte schmackhaft.

Das Buch fällt aber auch durch seine schöne Gestaltung auf. Neben einem informativen Text sieht man Fotos von Ausgrabungsfunden. Auch die Bilder zu den Rezepten sind sehr passend und der Zeit nachempfunden. Man sieht auch eine Gruppe von Alamannen in entsprechender Kleidung in einer nachempfundenen Alamannen-Küche im Freien in Aktion.
Das Buch ist also Hobbyköchen mit Interesse an Geschichte unbedingt zu empfehlen.

Rezension von Heike Rau

Andrea Gräupel und Stefan Müller
Alamannen-Kochbuch
128 Seiten, gebunden
Verlag J. Neumann-Neudamm
ISBN-10: 386738052X
ISBN-13: 978-3867380522
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Tatjana Junker: Lagerküche

Tatjana Junker: Lagerküche

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Historische Gerichte nachzukochen, macht Spaß. Es gibt Rezepte, die werden in den Familien immer weitergegeben. Auch Kochbücher zum Thema gibt es. So ganz stilecht ist es allerdings nicht, die alten überlieferten Gerichte auf einem Gas- oder Elektroherd zuzubereiten. Es an einem Lagerfeuer zu tun, dagegen schon. „Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer“ hält hierzu die passenden Anleitungen bereit.

Schlägt man das Buch auf, erlebt man eine Zeitreise. Man wird unmittelbar in eine mittelalterliche Lagerküche versetzt. Man erfährt, wie diese aufgebaut wird und welche Küchenausstattung man braucht und wie Lebensmittel gekühlt werden können. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Feuerstelle zu.

Den Anfang machen schnell zubereitete Speisen für das Frühstück und für Zwischendurch. „Äpfel mit Speck“ und „Haferbrei“ sind Beispiele dafür. Eintöpfe und Suppen lassen sich in der Lagerküche auch gut zubereiten. Der Kohleintopf ist besonders empfehlenswert. Leckere Beilagen findet man in der Rubrik „Gemüse und Kräuter“. Hier findet man Rezepte zu „Lauch mit Walnüssen“ oder „Gebratene Möhren“. Sucht man etwas, das man zum Beispiel zur Suppen servieren könnte, wird man unter „Beilagen und Teigwaren“ fündig. „Der gedämpfte Kräuterpudding“ kann sich sehen lassen. Aber auch die „Gebratenen Brote“ passen gut.
„Geflügel und Fleisch“ darf natürlich nicht fehlen. Über dem offenen Feier kann man „Huhn in Bier“ oder auch „Rehkeule“ zubereiten. Unter „Fisch und Meeresfrüchte“ findet man „Omelett mit Räucherfisch“ und „Forelle in Zimtsauce“.
Einen Nachtisch gibt es auch. Das „Holunderblütenmus“ oder die „Pfannkuchenschnecken“ beruhigen jeden Süßhunger.
Zum Schluss gibt es noch ein paar „Zusätzliche Schmankerl“ wie der selbstgemachte Früchtelikör.
Im Anhang findet man ein bisschen Warenkunde. Man erfährt aber auch, woher die Rezepte stammen.

Mittelalterfans werden ihre Freude an dem Buch haben. Auch, weil es so authentisch wirkt. Diese historische Orientierung wird auch mit den Fotos ausgedrückt. Die Gerichte sind gut fotografiert. Künstlich verschönt wurde hier nichts und das gefällt. So kann man erwarten, dass die nachgekochten Speisen auch so aussehen wie auf den Bildern. Die Rezepte sind zum Teil recht einfach. Wer ein wenig Kocherfahrung hat, müsste gut klarkommen, mal davon abgesehen, dass es ein großer Unterschied ist, ob man auf dem heimischen Herd oder auf dem offenen Feuer kocht. Hier helfen die vielen Tipps der Autorin weiter. Die Rezeptanleitungen sind sehr ausführlich gehalten und spiegeln ihre Erfahrung wider.
Es ist gut vorstellbar, ein ganzes Menü zusammenzustellen. Mit der entsprechenden Planung ist es möglich Feste mit vielen Personen auszurichten, zum Beispiel eine historische Hochzeit. Auch Rollenspieler werden begeistert sein. Das Leben im Mittelalter nachzustellen, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Für Familien ist es eine echte Alternative zum Grillen. Das Kochen über dem Feuer macht auch im kleinen Kreis Spaß.

Rezension von Heike Rau

Tatjana Junker
Lagerküche
Mittelalterlich kochen auf dem offenem Feuer
123 Seiten, gebunden
Neumann-Neudamm Verlag
ISBN-10: 3788813016
ISBN-13: 978-3788813017

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

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Erneut stellt die Autorin Rebecca Gablé, die sich nach ihren ersten Krimis nun schon viele Jahre als Schriftstellerin von historischen Romanen einen Namen gemacht hat, unter Beweis, wie gekonnt sie die historisch belegten Wahrheiten mit einer fiktiven Handlung verbinden kann. Gleichzeitig mit dem Roman erschien bei Lübbe Audio das inszenierte Hörbuch, welches als Grundlage dieser Rezension zur Verfügung stand.

Die Handlung beginnt im England des Jahres 1147 auf einer kleinen Insel vor der Küste Yorkshires. Hierher werden Menschen verbannt und verbracht, von denen man an anderer Stelle nichts mehr sehen und hören will. Dazu gehören nicht nur Krüppel und Aussätzige, sondern auch Mörder und Menschen, die so manchem Machthaber im Wege stehen. Einer der Protagonisten ist Losian, der auf der Insel so genannt wird, weil er nicht mehr weiß, wer er ist. Er sowie Edmund, der sich für einen Märtyrerkönig hält, Regy, ein hinterhältiger Mörder, Godric und Wulfric , siamesische Zwillinge, und schließlich Oswald, die wohl wegen ihrer geistigen Zurückgebliebenheit liebenswerteste Person dieses Buches, nehmen den jungen Simon de Clare, der wegen seiner Fallsucht (Epilepsie) verstoßen wurde, in die Gemeinschaft der verfallenen Inselfestung auf. Ein mächtiges Unwetter, welches über die Insel hinwegfegt, öffnet der verstoßenen Gemeinschaft unverhofft einen Weg in die Freiheit, den die Männer nicht ungenutzt lassen. So kehren sie in einer waghalsigen Flucht auf das Festland zurück und begeben sich auf die Wanderschaft. Ein nahezu unendliches Abenteuer in einer sehr kriegerischen Zeit Englands beginnt und Losian, der von allen als Anführer akzeptiert wird, beschleicht das Gefühl, Schuld am Krieg um die Königskrone zu sein. Doch auf der Suche nach Losians Herkunft, denn nur seine wahre Identität kann ihm Aufklärung darüber geben, ob er tatsächlich schuldig ist, treffen die Gesellen nicht nur auf feindselige Raufbolde und machthungrige Ritter, sondern sie machen auch die Bekanntschaft eines Henry Plantagenet. Dieser Henry ist kein Geringerer als der Sohn der Kaiserin Maud, die eigentlich anstelle des Königs Stephen de Blois auf dem englischen Thron sitzen sollte.

Die fiktive Handlung um Losian und seiner Freunde wurde äußerst geschickt in die Ereignisse um den Machtkampf zwischen dem späteren Heinrich II. und seinem Widersacher Stephen de Blois gesponnen. Die Autorin schafft es auf diese Weise, dem Leser bzw. Hörer die historischen Ereignisse in fast spielerischer Weise nahe zu bringen, ohne dass dieser das Gefühl hat, ein Lehrer mit erhobenen Zeigefinger würde vor ihm stehen. Anhand dieses Buches bzw. Hörbuches macht das Eintauchen in die Geschichte Englands besonders viel Spaß. Die Beschreibung winziger Details ist so vollkommen, dass man glauben könnte, die Autorin hätte mit einer Kamera im mittelalterlichen England gestanden und alles festgehalten. Selbst die Zweikämpfe und Schlachten, die genau wie die Liebe und Zweisamkeit unweigerlich zu einem Abenteuerroman gehören, sind wegen ihrer unnachahmlichen Darstellung fest im Gedächtnis eingebrannt. In Sachen Liebe wird nicht nur die zwischen Mann und Frau zum Thema, sondern einnehmend ist immer wieder die Fürsorge der Schicksalsgesellen untereinander, die wirklich aus tiefem Herzen zu kommen scheint.

Da sich die Handlung über fast zehn Jahre hinzieht, ohne dabei auch nur ein einziges Mal von ihrer Spannung einzubüßen, ist die personelle Ausstattung erwartungsgemäß nicht gerade gering. Die auf dem Hörbuchcover enthaltene Liste der historisch belegten Personen ist dabei sehr hilfreich. Bewusst wurde dieses Mal bei der Gestaltung darauf geachtet, die fiktiven Personen nicht in einer Liste zu benennen, um dem Leser/ Hörer die Unterscheidung zwischen realen und fiktiven Personen zu erleichtern. Von besonderer Stärke aber erweist sich die Darbietung des Hörbuches als inszenierte Lesung. Mit opulenten mittelalterlichen Klängen wird in die einzelnen Kapitel und Abschnitte eingeführt, die den mit sehr subtilen Stimmen agierenden Berliner Schauspieler Detlef Bierstedt, auf besondere Weise unterstützen. Musikalisch werden verschiedene Themen benutzt, so dass der Hörer anhand der Klänge auf die Handlung hingewiesen wird: kraftvolles Orchester für Schlachtszenen oder Szenen am Hofe, sanfte Melodien für Momente der Zweisamkeit. Aber nicht nur Musik, sondern auch Geräusche lassen den Hörer in die Handlung eintauchen: Pferdegewieher, Schlachtgetümmel, das Aufeinanderprallen der Schwerter, die Schreie der Besiegten. Alles das, verbunden mit den höchst unterschiedlichen Stimmen des Vorlesers, macht das fast 15stündige Hörbuch zu einem Hörgenuss.

Die Inszenierung der Lesung bietet weitaus mehr als nur einen vorgelesenen Roman und stellt aus meiner Sicht deshalb einen Vorteil gegenüber der gebundenen Ausgabe dar. Alleine deshalb, aber nicht nur, ist dieses Hörbuch zu empfehlen. Die Verbindung der historischen Ereignisse mit einer abenteuerlichen Handlung stellt mindestens einen ebenso großen Grund dar. Selbst der Geschichtsinteressierte, der sonst kaum etwas anderes als ein Fachbuch vor der Nase hat, wird seinen Gewinn aus den spannenden Geschichten um Losian und seiner Weggefährten ziehen.

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Rebecca Gablé
Hiobs Brüder
Historischer Abenteuerroman, gelesen von: Detlef Bierstedt
Hörbuch, 12 CD,
Lübbe Audio, Bergisch-Gladbach
ISBN: 978-3-7857-4182-5
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© Detlef Knut, Düsseldorf 2009